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Nordamerika 2023 - 1 Etappe Nova Scotia


2Greyhoundsontour am 04 Okt 2023 03:28:52

Dienstag, 03. Oktober 2023
Halifax - Peggys Cove
54 km
Nach 2 Besichtigungstagen in Halifax wollen wir heute unser Wohnmobil im Hafen abholen. Mal schauen, ob das alles so klappt.
Gemäß den Unterlagen von SeaBridge sollte der Spediteur in Halifax sein Büro im Hotel Comfort Inn at Bayers Lake haben. Wir hatten deshalb unsere Zimmer dort gebucht, um möglichst schnell an unser Mausmobil zu kommen. Unser Plan sah vor, morgens nach dem Frühstück die Papiere beim Spediteur im Hotel abzuholen, mit der Buslinie 21 zum Zoll und anschließend weiter mit dem Bus in den Hafen zu fahren. Mit einem Transit Ticket hätte uns das alles 5,50 CAD gekostet. Aber wie so oft im Leben hieß es für uns: der Mensch dachte, Gott lachte. Tatsächlich bekamen wir einen Tag vor unserem Abflug aus Deutschland vom Spediteur die Nachricht, dass wir das einzigste Wohnmobil sind. Das Büro im Hotel wird deshalb nicht besetzt und wir müssten zur Spedition kommen. Diese befindet sich im Stadtteil Dartmouth. Da die Entfernung 16 km beträgt, kam ein Bus nicht mehr infrage, wenn wir bis zum Mittag im Hafen sein wollten.
Das Taxi kam pünktlich um 8:00 Uhr, und wir fuhren los. Lange währte unsere Freude nicht, denn schon bald standen wir im Stau. Insgesamt brauchten wir für die 16 km fast 1 Stunde und mussten 50 CAD bezahlen. Bei der Spedition angekommen, wurden uns die Papiere gegen Vorlage unseres Ausweises ausgehändigt. Wir mussten nichts unterschreiben oder Ähnliches (Eine Idee wäre vielleicht gewesen, die Papiere ins Hotel schicken zu lassen und uns dort auszuhändigen. Immerhin müssen wir dort ja auch den Ausweis beim Einchecken vorlegen). Und gleich ging es weiter zum Zoll, der ganz in der Nähe unseres bisherigen Hotels sein Büro hat. Dort bekamen wir die Papiere abgestempelt und konnten damit zum Hafen weiter fahren. Um 10:00 Uhr erreichten wir diesen und waren alles in allem für die Taxifahrt 130 CAD los. Das ist ein bisschen mehr als 5,50 CAD. Außerdem wären unsere Nerven dann nicht so strapaziert worden beziehungsweise wir hätten wahrscheinlich ein stadtnäheres Hotel gebucht.
Bei der Abholstation im Hafen hatte es sich wohl noch nicht herumgesprochen, dass heutzutage Büros mit Computerunterstützung arbeiten. Unsere Papiere wurden kopiert, auf Kladden geheftet, von Hand beschrieben und auf andere Formulare übertragen. Es machte auf uns den Eindruck eines Büros von vor 50 Jahren. Und dann mussten wir über eine Stunde warten, bis eine andere Stelle bestätigte, dass alles bezahlt sei und wir das Fahrzeug ausgehändigt bekommen können.
Eine Mitarbeiterin führte uns zu unserem Mausmobil. Äußerlich waren keine Schäden erkennbar. So waren wir gespannt auf den Innenraum. Aber auch hier gab es nichts zu beanstanden. Schränke waren augenscheinlich nicht durchwühlt worden, das Fahrzeug sah noch so sauber aus, wie wir es abgegeben hatten und der Kilometerstand zeigte 3 km an. Wir waren froh, denn im Internet hatten wir einige Schauergeschichten gelesen.
Nachdem wir alle Papiere unterschrieben hatten, kam der spannende Moment: Springt der Motor an oder ist die Batterie leer ? Aber auch das funktionierte einwandfrei und wir verließen den Hafen.
Da unser Gas leer und der Wassertank abgelassen war, fuhren wir zunächst zu Canadian Tire. Hier wurde sowohl unsere Tauschflasche als auch unser Gastank gefüllt. Daneben bekamen wir dort kostenlos Wasser, welches zuvor durch einen Filter gereinigt worden war. Es hat damit zwar nicht offiziellen Trinkwassercharakter, aber wir müssen uns keine Sorgen machen. Zudem haben wir bei uns das Tank O3-System eingebaut, welches das Wasser und den Tank mit Ozon reinigt. Anschließend fuhren wir zum CAA, um uns dort mit Straßenkarten von Kanada einzudecken. Gleich nebenan ist ein großer Walmart, bei dem wir eine Lebensmittelgrundausstattung kauften. Im gegenüberliegenden Alkoholhandel holten wir noch Wein und Bier. Das alles klappte so reibungslos, dass wir uns schon ein bisschen fragten, warum wir uns noch gestern Gedanken gemacht hatten.
So konnte nun unsere Rundfahrt durch Nordamerika beginnen. Unser erstes Ziel war Peggys Cove, da dort der Sonnenuntergang am Leuchtturm besonders malerisch ist. Auf dem Weg dorthin tankten wir noch und gaben dem Diesel ein Additiv zu, da die Cetan-Zahl des Diesel in Amerika geringer ist als in Deutschland.
Im Peggys Cove angekommen, fuhren wir zum Parkplatz am Leuchtturm. Dieser ist nur in der Zeit von 10:00 Uhr morgens bis 4:00 Uhr nachmittags für Wohnmobile gesperrt. Ein Parkplatzeinweiser erlaubte uns, die Nacht hier kostenlos auf dem Parkplatz verbringen zu können. Mit so viel Glück hatten wir gar nicht gerechnet.
Die Zeit bis zum Sonnenuntergang streiften wir durch den kleinen Ort, bis die Auslöser unserer Kameras fast glühten. Und dann kam der große Moment: Die Sonne ging unter und der Himmel zauberte ein beeindruckendes Farbenspiel. Dazu der Leuchtturm und die Granitfelsen - die Reiseführer übertreiben nicht, wenn sie schreiben, dass dies ein wunderschöner Anblick sei.
Als die Sonne untergegangen war, räumten wir unsere Einkäufe von heute Nachmittag ein. Anschließend bekochten wir uns und beendeten damit diesen erfolgreichen ersten Fahrtag unsere Rundreise.

Fortsetzung folgt. Bilder stellen wir je nach Internetqualität ein. Der ganze Bericht mit einer Bildershow nach jeder Etappe wird auf unserer Homepage --> Link veröffentlicht

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BikeAir am 04 Okt 2023 04:44:24

Ich freue mich für Euch, das alles gut und unversehrt angekommen ist und wünsche Euche eine tolle Reise.

Sofern Ihr eine Reisetracker habt (Polarsteps etc.) würde ich mich über einen Link per KN freuen. Ansonsten treffen wir uns zum Grillen in "Nowhere" :D

Grüße

Birdman am 04 Okt 2023 08:24:54

Danke für den Bericht und gute Reise!

Anzeige vom Forum


cheldon am 04 Okt 2023 14:19:42

Gute Reise, ich denke, die Strecken nach Nordamerika & Kanada sind im Vergleich zu den Routen nach Südamerika viel,sicherer für Fahrzeuge und Inhalt.

Trailwild am 04 Okt 2023 14:48:18

Spannend! Und auch von uns ein Traum. Danke fürs berichten, hier werde ich öfters mal reinschauen!

2Greyhoundsontour am 04 Okt 2023 16:42:26

Ein paar Impressionen

2Greyhoundsontour am 05 Okt 2023 03:40:23

Mittwoch, 04. Oktober 2023
Peggys Cove - Lunenburg
125 km
Die Sonne kitzelte uns am Morgen aus dem Bett. Strahlend blauer Himmel, soweit das Auge reicht. Die Luft war aber kühl, da ein frischer Wind wehte.
Nachdem wir unser Wohnmobil aufgeräumt und die Alarmanlage wieder installiert hatten, gingen wir noch einmal durch den Ort Peggys Cove. Es war kein Vergleich mit gestern: viele Menschen drängten sich auf den Straßen und mit jedem Reisebus wurden es mehr. Was waren wir froh, bereits gestern hier gewesen zu sein. Aber trotz der vielen Menschen konnten wir wunderschöne Fotos machen.
Nachdem wir den Ort ausgiebig durchgestreift hatten, fuhren wir weiter. Die Straße führte uns fast durchgehend am Wasser entlang. Blauer Himmel, blaues Wasser, strahlende Sonne und dazu hübsche Häuser rechts und links der Straße - es war wunderschön hier. Allzu schnell kamen wir allerdings nicht vorwärts, da die Straßen zum Teil sehr kurvig sind. Zudem ist hier oftmals die Geschwindigkeitauf 50 km/h beschränkt.
In Hubbarts verließen wir die Straße Nummer 3 und fuhren stattdessen über die Halbinsel Richtung Blandford. Unterwegs hielten wir an einem Sandstrand an, um Sand zu sammeln und die Mittagspause zu machen.
Bald erreichten wir Lunenburg und fuhren auf den dortigen Stellplatz. Hier nutzten wir zum ersten Mal unseren in Deutschland gekauften Transformator, um einen Stromanschluss legen zu können. Es klappte auf Anhieb!
Anschließend gingen wir durch den Ort, welcher im 17. Jahrhundert von deutschen Siedlern gegründet wurde. Einige Zeugnisse davon gibt es heute noch zu sehen.
Leider hatte sich zwischenzeitlich der Himmel bewölkt. Die Farben der Häuser kamen deshalb nicht mehr so schön zur Geltung. Wir ließen es uns aber nicht nehmen, die Straßen dennoch zu durchstreifen.
Im Hafen konnten wir einen kurzen Blick auf den Nachbau des berühmten Segelschiffes BLUENOSE werfen. Allerdings sieht ein Segelschiff ohne gehisste Segel relativ langweilig aus.
Zum Abschluss des Rundgangs besichtigten wir noch eine wunderschöne Kirche. Anschließend kauften wir fürs Abendessen ein und gingen zurück zum Wohnmobil, um uns dort zu bekochen.
Den Rest des Abends verbrachten wir mit der Planung unserer weiteren Route. Hier war uns unser Router von Oyster auf dem Dach eine große Hilfe, da er das ansonsten schwache Internet des Platzes so verstärkte, dass wir im Internet recherchieren konnten.

BikeAir am 05 Okt 2023 05:10:28

Oh wie schön, Euer Reiseanfang wird unser Reiseende sein, wir freuen uns schon drauf und vergeßt nicht die vielen Lobster zu kosten :D , es ist Saison.

Grüße

2Greyhoundsontour am 06 Okt 2023 22:18:01

Donnerstag, 05. Oktober 2023
Lunenburg - Port Royal
186 km
Der Himmel war bedeckt, weshalb wir davon absahen, noch mal durch Lunenburg zu gehen. Stattdessen gaben wir in unser Navigationssystem den Kejimkujik National Park ein. Da wir gestern Abend sehr guten Internet-Empfang über unseren Oyster-Router hatten, hatten wir uns von Apple Maps alle Karten von Nova Scotia heruntergeladen. So können wir ab sofort offline navigieren. Eine super Erleichterung, denn jetzt müssen wir nicht mehr ständig auf die Papier-Karte schauen.
Unterwegs sahen wir immer mehr farbenprächtige Bäume. Insbesondere das Rot der Blätter des Ahornbaumes stach hervor. Mittlerweile war auch die Sonne hinter den Wolken hervor gekommen, so dass die Farben noch viel kräftiger leuchteten.
Im Kejimkujik National Park angekommen, informierten wir uns im Visitor Center über die Möglichkeit, kleinere Touren zu unternehmen. Von den Vorschlägen wollen wir insgesamt drei Touren wahrnehmen: eine Tour zu den Mill Falls, eine Tour zum Big Dam Lake und eine Tour zum Peter Point.
Die Tour zu den Mill Falls war nicht besonders lang. Da es vor kurzem stark geregnet haben muss, floss reichlich Wasser über die Wasserfälle. Das Wasser hat eine bräunliche Färbung. Mittlerweile war der Himmel vollständig wolkenlos, weshalb die bunten Blätter als schöner Kontrast zu der Farbe des Wassers und des Himmels leuchteten. Die Auslöser unserer Kameras hatten reichlich zu tun.
Nach dieser Tour fuhren wir zum Parkplatz Big Dam. Die hier beginnende Tour führte uns durch einen Wald mit überwiegend Hemlocktannen. Diese hatten verschiedene Altersstufen, je nachdem, ob der Wald in der Vergangenheit abgebrannt war oder nicht. Die ältesten Bäume waren knapp 400 Jahre alt und die jüngsten nur wenige Tage. Entlang des Weges waren Informationstafeln angebracht, so dass wir viel über diesen Wald erfuhren. Eichhörnchen und Chipmunks sorgten dafür, dass wir nicht nur die Bäume im Blick hatten.
Nach dieser Tour stärkten wir uns erst einmal, bevor wir zum nächsten Parkplatz fuhren, um dort die Tour zum Peter Point zu machen. Am Endpunkt dieser Tour wartete ein kleiner Sandstrand auf uns.Wir waren die einzigen Besucher und konnten deshalb ungestört die Gegend auf uns wirken lassen. Dazu hatte die Nationalparkverwaltung zwei Stühle hingestellt. Der Greyhound ließ sich es nicht nehmen, sich in dem Wasser abzukühlen. Es war eine Wohltat, auch wenn das Wasser - wie hier überall - braun eingefärbt ist.
Damit hatten wir alle Touren erledigt, die wir uns vorgenommen hatten. Es war ein schöner Tag in diesem Nationalpark gewesen.
Die letzten Kilometer bis nach Port Royal verliefen ereignislos.
Hier wollen wir morgen den Nachbau der ersten französischen Siedlung besichtigen. Da auf dem Parkplatz vor dem Gelände kein Verbotsschild angebracht war, stellten wir uns für die Nacht dorthin.
Heute sollte es leckere Nudeln mit einer Ricotta-Spinat-Füllung geben. Diese hatten wir uns gestern als gekühlte frische Teigwaren im kleinen Supermarkt in Lauenburg gekauft und in unserem Kühlschrank aufbewahrt. Beim Öffnen der Verpackung merkten wir noch nichts. Erst als wir die Nudeln etwas auseinander schoben, sahen wir, dass diese total verschimmelt waren. So ein Ärger! Zum Glück hatten wir bei Walmart einige Vorräte gekauft, so dass wir uns trotzdem noch ein Abendessen kochen konnten. Und damit endete ein schöner Tag im Indian Summer. Mal schauen, was uns morgen alles erwartet.

Freitag, 06. Oktober 2023
Port Royal - Lawrencetown
68 km
Wir hatten eine sehr ruhige Nacht. Das ist auch kein Wunder, denn der Nachbau der ersten französischen Siedlung auf dem nordamerikanischen Kontinent liegt außerhalb der Ortschaft. Unsere Entscheidung, hier die Nacht zu verbringen, erwies sich als goldrichtig. Zum einen hatten wir keine Stellplatzgebühren und zum anderen waren wir die ersten Besucher, als die Anlage öffnete. Ein traditionell gekleideter Mitarbeiter der Parkverwaltung führte uns durch alle Räume und erklärte uns in einem perfekten Englisch die Anlage. Zudem erzählte er uns in jedem Raum die Lebensumstände der Menschen, die damals Anfang des 17. Jahrhundert hier lebten. Bis kurz vor Ende unseres Rundgangs waren wir die einzigen Besucher. Demzufolge konnten wir die Anlage in aller Ruhe auf uns wirken lassen. Unser weiterer Weg nach dieser tollen Besichtigung führte uns nach Annapolis Royal. Diesen kleinen Ort hatten wir relativ schnell durchgestreift. Auch die Reste der ehemaligen Festungsanlage kosteten uns nicht viel Zeit, da außer einem Gebäude nur noch Grashügel zu sehen sind.
Unser Mausmobil stand auf dem Marktplatz im Ort. Direkt nebenan befindet sich eine Bäckerei, die Sauerteigbrote herstellt. Hier konnten wir uns mit leckeren Sandwiches stärken.
Auf dem Weg zu unserem Übernachtungsplatz machten wir einen kleinen Abstecher zum Hafen von Hampton. Es war gerade Ebbe und der Hafen sah richtig traurig aus. Während wir da waren, stieg allerdings das Wasser - und das beängstigend schnell. Wir standen allerdings sicher oben auf der Kaimauer und betrachteten das Schauspiel.
Nach diesem Abstecher hatten wir bald schon unser heutiges Tagesziel in Lawrencetown erreicht. Da wir die Mitgliedskarte von Harvest Hosts haben, hatten wir gestern bei der Lunn‘s Mill Beer Company angefragt, ob ein Stellplatz frei sei. Und so konnten wir den restlichen Nachmittag mit leckerem Bier und Brezeln neben unserem Wohnmobil bei nur leicht bewölktem Himmel verbringen. Es geht uns ganz schön gut!

2Greyhoundsontour am 08 Okt 2023 01:58:05

Samstag, 07. Oktober 2023
Lawrencetown - Maitland
214 km
Für das Frühstück fehlte uns Saft. Wir fuhren deshalb nach dem Aufstehen sofort zum nächst gelegenen Walmart und holten dort unser Frühstück nach. Anschließend fuhren wir an der Küste entlang nach Grand Pré. Dort besichtigten wir die Domaine de Grand Pré, welche von Schweizern gegründet wurde und der älteste Weinbaubetrieb auf Nova Scotia ist. Nach einem kurzen Rundgang durch die Rebenfelder probierten wir die dort angebauten Weine. Besonders schmeckte uns ein weißer und ein roter Wein, wovon wir jeweils vier Flaschen mitnahmen.
Auf dem weiteren Weg zu unserem heutigen Tagesziel kamen wir am Burntcoat Head Coastal Park vorbei. Auch wenn der Leuchtturm nur ein Nachbau ist (der originale wurde schon vor vielen Jahren wegen Baufälligkeit eingerissen), sah er dennoch sehr fotogen aus.
Die Besteigung kostete keinen Eintritt. Die ältere Dame am Empfang hatte aber viel Spaß mit unserer Maus.
Anschließend gingen wir hinab an den Strand. Leider ist der Himmel heute nicht blau, weshalb das Rot der Felsen nicht so schön zur Geltung kommt. Trotzdem machten wir einige Bilder und nahmen die obligatorische Sandprobe mit.
Kurz danach erreichten wir unseren heutigen Stellplatz. Er ist eine große, grüne Wiese mit Ver- und Entsorgungsmöglichkeit und kostete uns 40 CAD in bar.

Zneis am 12 Okt 2023 16:27:47

Hallo Ihr Beide,

ich verfolge euch auf Eurer Seite und hier und wünsche viel Spaß auf der Reise. Da ich im Mai 24 auch in Halifax starte, ist eure Seite für mich sehr informativ. Ich hätte da mal ne Frage. Habt Ihr euren Gastank auf der Überfahrt am Fahrzeug installiert gehabt und diese dann in Halifax gefüllt bekommen? Ich habe eine fest verbaute Gastankflasche mit Außenfüllung und dachte das ich diese ausbauen muss. Könnt Ihr mir da weiterhelfen?

Liebe Grüße

Albert

BikeAir am 12 Okt 2023 17:16:07

Hallo Albert,
da wir auch noch durch die USA fahren werden haben wir uns auch mit dem problem auseinander gesetzt.
Frage hast Du eine oder 2 Gasflaschen (Platz?)
Falls Du nur 1 Gastankflasche hast, würede ich ohne Gasflasche rüberfahren und mir dort eine US Flasche bei Wamart kaufen und die immer "durchtauschen" Dafür brauchst Du dann einen GOK_POL US Adapter.
Hast Du Platz für 2 Flaschen (so machen wir das) würde ich die TF lösbar machen, dann hättest Du ggf. die Option Gas umzufüllen, falls kein LPG verfügbar sein sollte. Oder Du nutzt die Flaschen, nach Verfügbarkeit. NUR TF alleine würde ich nicht machen, da hätten wir hier in Südamerika öfters mal kein Gas mehr gehabt.
Falls Du Fragen hast, melde Dich gerne.

Grüße

2Greyhoundsontour am 14 Okt 2023 00:16:23

Für die kommenden Tage ist für ganz Cape Breton Regen vorhergesagt. Eine Ausnahme könnte der Mittwoch sein.
Wir hatten es deshalb nicht eilig, loszukommen und gingen beim Wirt des Dancing Moose Café frühstücken. Als gebürtiger Holländer verstand er es natürlich, gute Pfannkuchen zu machen. Wir frühstückten ausgiebig und fuhren dann Richtung Ingonish Bay.
Bei der dortigen Nationalparkverwaltung holten wir uns Vorschläge für Wanderungen für den morgigen Tag.
Am späten Nachmittag kam die Sonne hervor, und wir nutzten die Gelegenheit und gingen sofort auf dem Middle Head Trail los. Unser Ziel war die Spitze der Halbinsel. Es ging über Stock und Stein und bergauf und bergab und dann hatten wir das Ziel erreicht. Die Wellen brachen sich dort tosend an den Felsen. Es war ein fantastisches Schauspiel.
Am nächsten Tag gingen wir zum Startpunkt des Franey-Trails. Dafür mussten wir circa 2 km an der Straße entlang laufen. Zum Glück gab es hier einen Fahrradstreifen. Wahrscheinlich haben sich die vorbeifahrenden Autofahrer gewundert, dass hier Personen zu Fuß unterwegs sind.
Der Franey-Trail startet an einem Parkplatz auf 90 m Höhe. Wir gingen den Rundweg im Uhrzeigersinn, was eine schlaue Idee war, denn der Weg hoch zum Aussichtspunkt auf 350 m Höhe ging stellenweise ganz schön steil voran. Oben angekommen, hatten wir einen tollen Überblick über die Bucht von Ingonish.
Nach einer Mittagspause in der Sonne gingen wir den Weg wieder zurück zum Parkplatz. Da dieser länger als der Hinweg war, hatten wir keine steilen Abschnitte dabei. Unterwegs hätte noch ein Abstecher zu einem See sein sollen, den wir aber leider nicht fanden. Am Parkplatz und damit dem offiziellem Startpunkt angekommen, freuten wir uns, heute diese Tour gemacht zu haben. Das Wetter hätte nicht besser sein können.
Wieder zurück am Mausmobil, genossen wir die Sonnenstrahlen in unseren Liegestühlen. Am späten Nachmittag gingen wir noch einmal zum Strand, um ein paar Fotos zu machen. Das übliche Sandsammeln fiel heute aus, da der Strand aus großen Steinen besteht.
Eigentlich hatte die Wettervorhersage für den nächsten Tag erst für den späten Vormittag den Regen vorhergesagt, aber so ist das nun mal mit den Wetterfröschen - kein Verlass !
Wir fuhren weiter Richtung Nordspitze von Cape Breton Island. Unterwegs gab es viele Aussichtspunkte, an denen wir an hielten, obwohl es kräftig regnete. Trotzdem oder vielleicht auch gerade deshalb wirkte die Landschaft richtig mystisch.
Bei einem Abstecher nach Dingwall konnten wir unseren Allradantrieb testen, als wir ein Stück auf den Strand fuhren. Es klappte wunderbar!
Hinterding Dingwall hörte der Regen auf beziehungsweise er kam nur noch ab und zu ganz leicht vom Himmel. Ein paar Kilometer der gut ausgebauten Straße hatten ein solches Gefälle, dass wir trotz Motorbremse im zweiten Gang regelmäßig bremsen mussten, um ein Überdrehen des Motors zu verhindern. So etwas hatten wir noch nie - und das über mehrere Kilometer!
Als wir Cheticamp erreichten, riß der Himmel vollends auf, und die Sonne war bis zu ihrem Untergehen am Abend unser ständiger Begleiter. In Cheticamp kauften wir in einer französischen Bäckerei in einer Mischung aus französisch und englisch belegte Brötchen für unser Mittagessen und einen Auflauf für das Abendessen ein.
Gut gestärkt fuhren wir weiter und erreichten bald Margaree Harbour. Es verstand sich für uns von selbst, dass wir das gute Wetter nutzen und dort einen Strandspaziergang einlegten.
Und dann waren es nur noch wenige Kilometer bis zur Glenora Distillerie. Dort wird der Glen Breton Single Malt gebrannt. Es ist Nordamerikas erster Single Malt Whisky.
Zum Abschluss der Führung bekam jeder ein Glas des 10-jährigen Whiskys. Da uns der Unterton nach Äpfeln und Honig sehr gut schmeckte, verließen wir die Distillerie mit einer Flasche eben dieses Whiskys.
Bei der Destillerie durften wir nicht übernachten, weshalb wir noch etwa 20 km weiter fuhren, um uns in Port Hood einen Stellplatz auf dem dortigen Wohnmobilplatz zu suchen. Als wir ankamen, war das Kassenhäuschen bereits geschlossen. Auch machte der Platz einen Eindruck, als wäre er aktuell nicht in Betrieb. So suchten wir uns einen der vielen freien Stellplätze aus und richteten uns ein

2Greyhoundsontour am 14 Okt 2023 00:18:56

Hallo Albert, wir haben eine Gastank Flasche und eine Tauschflasche. Bei Canadian Tire in Halifax war es überhaupt kein Problem, die Gastank Flasche zu füllen. Ebenso haben die dort dank unseres mitgebracht Adapters die Gasflasche gefüllt. Wasser gab es noch gratis dazu.

Zneis am 14 Okt 2023 15:38:13

Danke für die Info. Ich dachte ich müsste die Tankflasche ausbauen, da sie auf dem Schiff nicht transportiert werden darf. Da wir nur 4,5 Monate Zeit für unsere Tour haben, reicht uns eine Füllung nur zum Kochen aus. Heizung und W.W. läuft auf Diesel.

Weiterhin viel Erfolg und Glück auf eurer Reise. Eure Berichte sind sehr informative und für mich eine Vorfreude auf Mai 2024.

liebe Grüße
Albert

2Greyhoundsontour am 14 Okt 2023 23:40:01

Nein, die Gastank Flasche muss nur leer sein. Keine Ahnung, wie das überprüft wird, da bei uns das Behältnis abgeschlossen war. Tanken geht ganz einfach bei Canadian Tire und heute bei einem Baumarkt. Bei Tankstellen haben wir das noch nicht so gesehen. Liegt vielleicht daran, dass Gas anscheinend nicht selber getankt werden darf. Als Adapter brauchten wir bislang nur den in Deutschland üblichen Anschluss. Hinweise zum tanken sind leicht zu erkennen, da ganz groß dann „Propane“ steht. Falls ihr auf Campingplätze fahrt und Strom haben wollt, braucht ihr zum einen den Spannungswandler und zum anderen oftmals einen Adapter, um flexibel zwischen 15 A und 30 A Stromsäulen wechseln zu können. Diesen Adapter haben wir hier in einem Baumarkt gekauft.

2Greyhoundsontour am 15 Okt 2023 03:34:27

Fortsetzung des Reiseberichtes

Am nächsten Tag kitzelte uns die Sonne aus dem Bett. Und wie kann man einen Tag besser beginnen, als mit einem Strandspaziergang in der Sonne ? Nach dem Frühstück zogen wir deshalb sofort los und spazierten zwei der insgesamt fünf Strände von Port Hood entlang. Die Temperatur war zwar kühl, aber die Sonne sorgte dafür, dass wir nicht froren.
Da für spätestens Nachmittag Regenfälle vorhergesagt waren und auch die Wetterlage insgesamt für Cape Breton Island nicht besonders war, beschlossen wir, die Insel zu verlassen und Richtung der Bay of Fundy zu fahren. Doch schon wenige Kilometer hinter Port Hood mussten wir erneut stoppen: Der Strandsee von Judique war einfach zu verlockend. Wir stellten unser Mausmobil deshalb auf dem dortigen Parkplatz ab und fotografierten die wunderschöne Gegend nach Herzenslust.
Als wir an der Brücke, die Cape Breton Island von Nova Scotia trennt, ankamen, schien die Sonne. Wie anders war es gewesen, als wir vor ein paar Tagen hier bei Regen über die Brücke gefahren waren !
In Antigonish bogen wir von der Autobahn ab und fuhren Richtung Cape George. Hier erwischten wir die letzten Momente, bevor es stark zu regnen begann. Da haben wir noch einmal Glück gehabt. Der weitere Weg führt uns an der Küste entlang.
Hinter Amherst verließen wir den Landesteil Nova Scotia. New Brunswick begrüßte uns mit Regen. Allzu weit war es nun nicht mehr bis Moncton. Laut unserem Reiseführer sollte etwas außerhalb der Stadt beim dortigen Golfplatz eine Stellmöglichkeit für Wohnmobile gegeben sein. Als wir dort ankamen, war jedoch alles verschlossen. Da gestern der Stellplatz in Port Hood auch geschlossen war, vermuten wir, dass die offiziellen Stellplätze mittlerweile alle geschlossen haben. Es ist anscheinend keine Saison mehr. So drehten wir um und fuhren nach dem Einkauf bei Walmart zur Magnetic Hill Winery. Diese hatten wir über Harvest Host gefunden und bekamen dort auch einen Stellplatz. Nach der heutigen langen Fahrt ließen wir uns den dort angebauten Wein schmecken.

Beim Aufwachen am nächsten Tag zeigte sich der Himmel zwar bewölkt, aber es regnete nicht. Da die Flutwelle in Moncton für 10:21 Uhr vorhergesagt war, hatten wir keine große Eile. Auf dem Weg zum Bore Park in Moncton kamen wir an einem Baumarkt vorbei, bei dem wir unsere Gastankflasche problemlos füllen konnten. Außerdem konnten wir dort einen Adapter von 15 A auf 30 A kaufen. Damit können wir nun bei jedem Campingplatz unseren Spannungswandler anschließen.
Neben dem Bore Park fanden wir gleich ein Parkplatz. Und dann kam der große Moment: die Flutwelle kam ! So spektakulär, wie sie allerdings immer angekündigt wurde, erschien sie uns nicht. Das schlammig-braune Wasser wälzte sich zwar den Fluss hoch und erzeugte dabei eine Welle, aber sie riss uns nicht vom Hocker. Interessanter fanden wir, dass der Fluss nun entgegen seiner Fließrichtung eine starke Strömung bekam.
Nach diesem Schauspiel fuhren wir nach Lower Cape. Beim dortigen Campingplatz Ponderosa Pines wollen wir die Nacht verbringen. Er ist zwar ganzjährig geöffnet, aber auch hier merkt man, dass keine Saison mehr ist. Fast alle Plätze waren frei, und bei vielen Plätzen war bereits die Wasserversorgung abgeschaltet. Wir stellten uns auf einen Platz, wo sowohl Ver- als auch Entsorgung und Strom gegeben war.
Vom Campingplatz führte ein direkter Weg zum Hopewell Provincial Park. Da gerade Flut war, gingen wir sofort den knapp 2 km langen Weg durch den Wald dorthin. Beim Park angekommen, kauften wir Eintrittskarten und gingen die einzelnen Aussichtspunkte ab. Auch hier waren wir etwas enttäuscht, denn besonders spektakulär sahen die Felsen im schlammig-braunen Wasser nicht aus.
Nach der Mittagspause gingen wir noch einmal zum Park, da jetzt Ebbe war. Und jetzt waren wir beeindruckt: einen Tidenhub von 14 m sieht man nicht alle Tage. Dieser Wasserstandsunterschied ließ alle Felsen auf dem Strand frei liegen. Wir konnten auf dem Strand spazieren gehen und waren beeindruckt. Wider Erwarten war der Strand nicht besonders schlammig, so dass wir fast saubere Schuhe behielten.
Nachdem wir fast anderthalb Stunden auf dem Strand zugebracht hatten und Unmengen von Fotos gemacht hatten, gingen wir zurück zu unserem Mausmobil.

Fortsetzung folgt. Mehr Bilder unter --> Link

Zneis am 16 Okt 2023 11:15:13

Hallo Beatrice, Hallo Peter und Maus,

Danke für die Informationen. Dass ist sehr hilfreich für mich. Weiterhin viel Spaß und eine schöne Reise mit eurer Maus. Als gebürtiger Kölner finde ich die Bilder schon
besonders lustig .

Liebe Grüße
Albert

2Greyhoundsontour am 16 Okt 2023 23:19:30

Fortsetzung des Reiseberichtes

Die Rollos unserer Vorhänge im „Schlafzimmer“ hatten wir für die Nacht nicht ganz hochgezogen. Ein kleiner Spalt war deshalb offen geblieben. Und genau durch diesen Spalt lächelte uns die Sonne von einem strahlend blauen Himmel an! Kein Wunder, dass wir deshalb sofort aufstanden und uns reisefertig machten.
Unser erstes Ziel war der Fundy National Park. In der dortigen Information besorgten wir uns eine Übersichtskarte. Anschließend fuhren wir zu den Dickson Falls. Dort trafen wir auf das Pärchen aus Michigan, welches wir in der Brauerei Big Spruce kennengelernt hatten. Nach einer kurzen Begrüßung machten wir uns auf den kurzen Rundweg zu den Wasserfällen. Sie waren ganz nett, aber nicht beeindruckend.
Wir steuerten deshalb als Nächstes die Laverty Falls an, da diese bedeutend imposanter sein sollen. Hier hatten wir allerdings nicht nur einen kurzen Rundweg vor uns, sondern wir mussten 2,5 km durch den Wald über Stock und Stein gehen, um dorthin zu gelangen.
Und tatsächlich: die Laverty Falls waren imposant. Sie waren sowohl höher als auch breiter als die Dickson Falls. Wir nutzten unser ganzes Kameraequipment, um Fotos zu machen. Heute hatten wir auch unsere Drohne dabei und konnten so Fotos aus einer ungewöhnlichen Perspektive machen.
Als wir wieder zu unserem Mausmobil zurück kamen, fanden wir eine freundliche Erinnerung der Parkverwaltung vor. Wir hatten vergessen, den Parkausweis sichtbar auszulegen. Wir wurden deshalb gebeten, bei der Parkausfahrt unseren Pass vorzuzeigen.
Auf dem Weg zum Parkausgang kamen wir noch beim Caribou Plain Boardwalk vorbei. Dieser sehr kurze Rundweg führt auf Planken zu einem kleinen See. Da es windstill war, hatten wir sehr schöne Spiegelungen.
Nach der Ausfahrt aus dem Park war unser Ziel der ausgeschilderte Campingplatz beim Lily Lake in Saint John. Er war aber bereits geschlossen, da keine Saison mehr ist. So stellten wir uns auf den nebenan gelegenen Parkplatz und übernachteten dort.

„Raindrops keep falling on my head….“ hätten wir beim Aufwachen am nächsten Tag singen können. Haben wir aber nicht, da uns danach nicht der Sinn stand. Es änderte aber nichts daran, dass es regnete.
Nach dem Frühstück hörte der Regen auf und wir fuhren nach Saint John hinein. Es war gar nicht so leicht, eine Abstellmöglichkeit für unseren Camper zu finden, da die normalen Parkplätze alle auf 2 Stunden begrenzt waren. Letztendlich fanden wir aber in der Nähe des Hafens einen Abstellplatz, wo wir nichts bezahlen mussten.
Unser Rundgang durch Saint John begannen wir am Old Loyalist Burial Ground. Dieses ist der älteste Friedhof von Saint John und wird heute als Park genutzt. Die Anlage sieht sehr ansprechend aus.
Anschließend führte uns unser Weg zum Kings Square. Hierzu gibt es nicht viel zu sagen - es ist eben ein Platz. Das selbe gilt für den Queens Square - auch dieser war eine Enttäuschung für die Augen.
Die Markthalle dagegen bot schon mehr fürs Auge. Hier ist auch die Touristeninformation untergebracht, die uns wertvolle Tipps gab. So gingen wir einige Straßen ab, um ein paar hübsche Häuser zu sehen. Allerdings hat Halifax hübscher ausgesehen!
Auf unseren Weg zu den Reversing Falls kamen wir am Fort LaTour vorbei. Dieses ist ein Nachbau der ersten Siedlung hier vor Ort und wenig ansprechend. Nach dem üblichen Beweisfoto gingen wir weiter zur Brücke. Wir kamen pünktlich zum Hochwasser an und sahen, wie das Meer mit Kraft und Gewalt in das Landesinnere strömte. Es bildeten sich richtige Strudel. Den stärksten Strudel gibt es allerdings bei Niedrigwasser. Dafür hätten wir aber bis heute Abend um 19:30 Uhr warten müssen.
Wieder zurück in der Stadt, stärkten wir uns in der Markthalle mit leckeren Sandwiches. Anschließend fuhren wir noch kurz hoch zum Carlton Martello Tower, der jedoch geschlossen war. Richtig ansprechend sieht er auch nicht aus - von daher war es nicht schlimm, dass er geschlossen hatte.
Der weitere Weg nach Saint Andrews lief auf der Autobahn vollkommen problemlos. In Saint Andrews angekommen, fuhren wir zunächst zum Campingplatz, welcher an der Südspitze der kleinen Ortes gelegen ist. Dieser hat bereits geschlossen. So fuhren wir weiter Richtung Saint Stephens. Unterwegs in Bayside sahen wir auf der linken Seite den Campingplatz „John Cove Properties“ und richteten uns ein.

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2Greyhoundsontour am 17 Okt 2023 22:47:47

Fortsetzung des Reiseberichtes

Beim Öffnen unserer Rollos schauten wir in einen grauen Himmel. Die Wettervorhersage für heute sagte keinen Regen vorher, weshalb wir uns nicht lange aufhielten und nach St. Andrews-by-the-Sea fuhren. Am Straßenrand in der Water Street hatte es genügend Parkplätze. Der Ort besteht aus vielen hübschen Häuschen, weshalb wir uns auf den Rundgang freuten. Stellenweise fühlten wir uns in das 19. Jahrhundert zurückversetzt. Gleichzeitig ist der Ort aber nicht so groß, dass man sich die Füße rund läuft. Eine Besonderheit hier im Ort sind die vielen Hirsche, die durch die Vorgärten laufen.
Nachdem wir eine Runde durch den Ort gedreht hatten, gingen wir in der Nähe des Blockhouse auf eine Landzunge. Um ein Haar wären wir nicht mehr zurückgekommen, denn die Flut stieg sehr schnell. So bekamen wir nur nasse Schuhe, als wir (fast zu spät) das schnelle Ansteigen des Wassers bemerkten.
Das Blockhouse diente früher der Verteidigung und ist heute als Museum hergerichtet. Da keine Saison ist, ist es eigentlich geschlossen. Allerdings räumten die Mitarbeiter gerade den Raum leer, so dass wir dennoch eine Möglichkeit hatten, uns das Gebäude von innen anzusehen. Dazu bekamen wir eine fachkundige Erklärung von einem der Mitarbeiter.
Anschließend gingen wir zum Pendlebury Lighthouse. Dieses ist zwar sehr schön gelegen, aber aufgrund der weißen Farbe vor dem grauen Himmel nicht besonders fotogen.
In der Karte hatten wir gelesen, dass es bei Katy‘s Cove einen Warmwasserstrand geben soll. So marschierten wir dorthin und waren etwas enttäuscht, denn das Wasser dort war kalt wie das Meer auch. Keine Ahnung, was mit „Warmwasserstrand“ gemeint ist.
Wieder im Ort, stärkten wir uns im Restaurant „Kennedy“ mit einem Hummerbrötchen und Pommes. Es war nicht schlecht, aber einen besonderen Geschmack konnten wir nicht erkennen.
Nachdem wir noch kurz für morgen den Zugang zum Ministers Island angesehen hatten, fuhren wir zurück zu unserem Stellplatz. in Anbetracht der Temperaturen kochten wir uns dort zunächst einmal einen Grog. Ein schöner Beginn des Abends !

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2Greyhoundsontour am 21 Okt 2023 00:46:32

Fortsetzung des Reiseberichtes

Um 7:00 Uhr holte uns der Wecker in einen nebligen Tag. Nach dem Frühstück wollen wir Ministers Island besichtigen. Da diese Insel nur bei Ebbe und heute deshalb nur in einem schmalen Zeitfenster von 08:30 Uhr bis 11:30 Uhr erreichbar ist, blieb uns nichts anderes übrig, als aufzustehen.
Nachdem wir alles zusammen gepackt hatten (später merkten wir, dass wir unseren Adapter zum Anschluss des Wasserschlauchs am Wasserhahn vergessen hatten), fuhren wir das kurze Stück dorthin. Der Weg hinüber zur Insel besteht aus Kies und lag um 8:30 Uhr trocken und frei zugänglich.
Auf der Insel angekommen, mussten wir zunächst den Eintritt bezahlen. Anschließend fuhren wir zum Parkplatz bei der großen Scheune. Neben der Scheune steht das Haus des Pfarrers, welcher hier früher siedelte. Von ihm hat die Insel auch ihren Namen. Sie hat nichts mit Regierungsmitgliedern zu tun, sondern Pfarrer werden hier Minister genannt.
In der Scheune bekamen wir einen umfassenden Vortrag von einem netten jungen Mann. So erklärte er mit einem Schmunzeln, dass hier früher belgische Kühe gezüchtet wurden, die aufgrund ihrer schwarz-weiß-schwarzen Färbung auch „Oreo-Kühe“ genannt werden. Abschließend gab er uns den Rat, nicht zu Fuß am Ufer der Insel entlang zu gehen. Vielmehr sollten wir zum Wohnhaus der Familie van Horne fahren und dies besichtigen.
Der frühere Eigentümer, Herr van Horne, hatte den Auftrag bekommen, eine Eisenbahn vom Pazifik quer durch Kanada zum Atlantik zu bauen. Da er dies in der Rekordzeit von vier Jahren schaffte, bekam er einen extra Bonus von einer Millionen Pfund. Bei solchen Bauzeiten müssen wir immer an die Dauer der Baustelle des Berliner Flughafens denken.
Das ehemalige Wohnhaus entpuppte sich als großzügiges Haus mit vielen Schlafzimmern und war sehr hübsch eingerichtet. In nahezu jedem Raum standen Angestellte, die zu dem jeweiligen Raum Erklärungen abgaben. Unser Zeitfenster von 3 Stunden ging sehr schnell vorbei. Abschließend gingen wir noch kurz zum Turm an der Spitze der Insel. Dieser wurde damals gebaut als Umkleideturm für Badewillige.
Und dann wurde es auch schon Zeit, die Insel zu verlassen. Es wird hier genau darauf geachtet, wie viele Personen die Insel betreten bzw. befahren, damit keiner zurückbleibt.
Unser nächstes Ziel war Fredericton. Die Fahrt dorthin verlief ereignislos. Anfangs hatten wir noch zum Teil starken Nebel, der sich aber sehr schnell verflüchtigte und einen blauen Himmel frei gab.
In Fredericton stellten wir uns auf den ausgewiesenen RV-Parkplatz nahe der Tourist-Information. Nach einer Mittagspause durchstreiften wir die wichtigsten Straßen der Innenstadt. Von der ehemaligen britischen Garnison stehen leider nur noch vier Häuser. Davon werden drei Häuser heute anderweitig genutzt und nur das ehemalige Wachhaus könnte besichtigt werden, wenn es denn geöffnet wäre. Von einem Wachwechsel, wie unser Reiseführer schrieb, haben wir nichts mitbekommen. Auch hier ist anscheinend die Saison vorbei.
Nach dem Rundgang waren wir uns einig, dass die Stadt nett ist, aber definitiv kein Highlight darstellt. Zwar sind die Wohnhäuser in der Innenstadt schön hergerichtet, aber viele moderne Gebäude dazwischen mindern den Charme deutlich.
Nachdem wir bei Walmart unsere Vorräte wieder aufgefüllt hatten, fuhren wir zu unserem heutigen Übernachtungsplatz. Als Mitglieder von Boondockers Welcome hatten wir etwas außerhalb von Fredericton in Lincoln Parish ein Ehepaar gefunden, bei dem wir neben der Garage sehr ruhig übernachten können.

Nachdem wir uns am nächsten Morgen von unseren Gastgebern verabschiedet hatten, fuhren wir Richtung Moncton auf der Autobahn. Hier macht das Fahren richtig Spaß, denn der Verkehr hält sich in Grenzen und man kommt sehr gut vorwärts, ohne zu Rasen.
Im Moncton kauften wir in einem Baumarkt den gestern vergessenen Adapter für den Wasserschlauch nach. Anschließend fuhren wir nach Shediac, um uns den größten Hummer der Welt anzusehen. Dieser 50 t schwere Koloss ist schon sehr beeindruckend und zeigt an, dass diese Stadt vom Hummer lebt. Da es Mittagszeit war, legten wir unsere Mittagspause gleich hier im Ort ein. In einem Schnellrestaurant bekamen wir sehr leckere Hummerbrötchen. Sie waren überreichlich mit Hummerfleisch gefüllt.
Nach dem Mittagessen fuhren wir das kurze Stück zu den Dünen bei Bouctouche. Wir hatten uns vorgestellt, dort richtige Sanddünen besichtigen zu können. Als wir beim dortigen (natürlich geschlossenen) Visitor-Center ankamen, entpuppten sich die Dünen als langer Sandstrand. Da das Wetter gut war, machten wir einen Spaziergang am Strand entlang.
Anschließend fuhren wir noch ein kurzes Stück zu unserem heutigen Zielort. Dort hatten wir über Harvest Hosts einen Stellplatz bei der Olivier Soapery zugesagt bekommen.
Wir waren die einzigen Gäste und bekamen einen exklusiven Vortrag über die Herstellung der dortigen Seifen. Als Grundsubstanzen wird Olivenöl, Bienenwachs und Kokosfett verwendet. Anschließend werden noch Duftstoffe oder in einem Fall Sand beigemischt, um den gewünschten Duft beziehungsweise die Endeigenschaft zu erreichen.
Anschließend stöberten wir noch ein bisschen durch den Laden und gingen dann in unser Mausmobil, um den Anlegeschluck zu uns zu nehmen. Dabei überlegten wir, wie wir unter Berücksichtigung der zu erwartenden Regenfront weiterfahren wollen.

Fortsetzung folgt. Mehr Bilder unter --> Link

2Greyhoundsontour am 21 Okt 2023 18:53:36

Heute stand der Kouchibouguac NP auf unserem Plan. Wir hatten die Nacht sehr gut geschlafen und fühlten uns deshalb nach dem Frühstück richtig fit, um ein paar Wanderungen zu machen.
In der Information des Nationalparks holten wir uns eine Karte und ließen uns ein paar schöne Wanderungen zeigen.
Die erste Tour sollte uns bei Claire Fontaine um eine Halbinsel führen. Der Weg war stellenweise sehr matschig und unsere Barfußschuhe mussten ganz schön leiden. Insgesamt gesehen war die Tour nicht besonders spannend, da es überwiegend durch den Wald ging und wir mehr Mühe hatten, uns auf den Weg zu konzentrieren als auf die uns umgebende Natur zu achten.
Die nächste Tour sollte wieder auf eine Halbinsel gehen. Laut Beschreibung sollten wir dort besonders gut Fischadler sehen können. Zudem wies man uns in der Information des Nationalparks darauf hin, dass wir dort einen „outstanding View“ haben sollten. Der Weg war deutlich besser als bei der ersten Wanderung. Leider scheinen die Fischadler aber nicht gewusst zu haben, dass sie heute hier fliegen müssen. Wir sahen jedenfalls keinen (erst auf dem Weg zur nächsten Tour flog einer über unser Mausmobil hinweg). Auch der angebliche „outstanding View“ erwies sich als normaler Blick über eine Lagune und riss uns nicht besonders vom Hocker. So setzten wir unsere Hoffnung in die dritte Tour Bog La Tourbière. Diese Tour führte uns durch ein Torfmoor und war sehr schön beschildert. Die Strecke verlief überwiegend auf Holzbohlen, um das wertvolle Torfmoor nicht zu beschädigen. Wir fanden diese Tour insgesamt sehr lehrreich, spannend und farbenprächtig. Zudem sahen wir fleischfressende Pflanzen, was uns einen kleinen Schauer über den Rücken jagte. Es war gut, dass wir diese Tour am Schluss gemacht hatten, denn sie stellte das absolute Highlight des heutigen Tages dar. Da mittlerweile die Sonne hervor gekommen war, verbrachten wir den restlichen Nachmittag am Kellys Beach. Ein langer Sandstrand empfing uns, und wir gingen in der Sonne, aber bei kräftigem Wind, am Strand entlang. Diese Tour war ein sehr schöner Abschluss des heutigen Tages im Kouchibouguac Nationalpark.
Für die Nacht fuhren wir nach Miramichi und stellten uns dort auf den Parkplatz bei Walmart.

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2Greyhoundsontour am 22 Okt 2023 15:24:34

Wider Erwarten hatten wir eine ruhige Nacht. Zunächst hatten wir gedacht, dass es eine falsche Entscheidung war, auf dem Parkplatz von Walmart zu stehen. Bis kurz vor 22:00 Uhr „testeten“ nämlich verschiedene Autofahrer ihre Motoren und ihre Musikanlagen. Dann aber wurde es richtig still und wir konnten gut schlafen.
Wir hatten zwar gelesen, dass das historische Dorf der Arkadier aktuell geschlossen ist. Wir hofften allerdings, dass wir dennoch einen Blick darauf erhaschen können und fuhren dorthin. Umso mehr freuten wir uns bei der Ankunft, dass die Anlage zwar geschlossen ist, es allerdings erlaubt ist, zu Fuß die Anlage zu erkunden. Insgesamt erstrecken sich die Häuser aus dem 19. und 20. Jahrhundert auf knapp 2,5 km. Wir hatten Glück und es regnete kein bisschen. So ließen wir uns Zeit und besichtigten alle Häuser von außen. Die Anlage ist sehr schön gegliedert und ansprechend gestaltet.
Wieder zurück bei unserem Mausmobil legten wir unsere Mittagspause ein. Dabei entdeckten wir, dass das Wifi der Anlage kein Passwort hat. So konnten wir in Ruhe im Internet für die weitere Tour stöbern beziehungsweise unsere Mails lesen.
Unsere heutige Unterkunft hatten wir über Boondockers Welcome ausgesucht. Wir bekamen auch sehr schnell die Bestätigung, dass wir in Charlo stehen können. Auf dem Weg dorthin füllten wir unseren Wasservorrat bei einem kleinen Imbiss auf.

2Greyhoundsontour am 25 Okt 2023 00:14:07

Fortsetzung des Reiseberichtes

Prasselnder Regen weckte uns am Morgen. Nach dem Frühstück ließ er zum Glück nach, so dass wir in Campbellton trocken einkaufen konnten.
Als wir im Ort anschließend die Brücke zur Halbinsel Gaspésie überquerten, stellten sich unsere Uhren um eine Stunde zurück, da wir von der Atlantic Time zur Eastern Time wechselten.
In Maria hielten wir an, um einen kleinen Spaziergang am Strand entlang zu machen. Der Strand ist hier mit Baumstämmen übersät, die das Meer angespült hat. Nutzen kann man dieses Holz allerdings nicht, da es salzgetränkt ist.
In Bonaventura legten wir am Strand unsere Mittagspause ein. Der Wind legte von Stunde zu Stunde zu und schüttelte unser Mausmobil manchmal ganz schön durch.
In Saint-Godefroi hatten wir zum ersten Mal die Gelegenheit, die zum Teil gewaltigen Brecher aus der Nähe anzusehen, die an den Strand klatschten. Dieses Bild sollte uns noch den weiteren Weg bis nach Percé begleiten.
Am Ortseingang von Percé steuerten wir den Campingplatz „Côte surprise“ an. Dieser war geöffnet, aber in der Rezeption saß niemand. So stellten wir uns auf einen freien Platz (es sind alle Plätze frei) und hatten von hier aus den besten Blick auf den berühmten Rocher Percé. Internet ist hier auch vorhanden und so konnten wir den restlichen Tag bei Grog, Zimtschnecken und einem Abendessen aushalten.

Was für ein Ausblick am nächsten Morgen aus unserem Mausmobil! Direkt von unserem Schlafzimmerfenster konnten wir den Rocher Percé sehen. Der Himmel zeigte sich zwar noch bedeckt, aber die Wettervorhersage zeigte Sonne und blauen Himmel ab dem Mittag an.
Nach dem Frühstück fuhren wir hinab in das kleine Städtchen. Ganz langsam riss der Himmel auf und die Sonnenstrahlen wurden immer häufiger. Allerdings sieht man den Felsen am besten aus der Höhe unseres Stellplatzes der vergangenen Nacht. So fuhren wir dorthin noch einmal zurück. Als wir wieder in die kleine Stadt hinab gefahren waren, riss der Himmel vollkommen auf. Der Felsen zeigte sich in voller Pracht in der Sonne. Leider lag die Lufttemperatur im unteren einstelligen Bereich, weshalb wir uns warm anziehen mussten, um bei dem kalten Wind nicht zu erfrieren.
Die weitere Umrundung der Halbinsel Gaspésie erwies sich als Berg- und Talbahn. Die Fahrstrecke allerdings war traumhaft schön. Wir fuhren durch bunte Wälder, wobei die Farbe Rot hier nicht mehr so dominant ist. Oftmals hatten wir Sicht auf das blaue Meer bei einem wolkenlosen Himmel.
Unseren ersten Stopp legten wir im Forillon NP ein. Da auch hier die Information und die Sehenswürdigkeiten geschlossen waren, verzichteten wir auf die Besichtigung der beiden alten Häuser, die in den Reiseführern als kleines Dorf angepriesen werden. Stattdessen fuhren wir beim Kap des Rosiers zum höchsten Leuchtturm Kanadas. Es gibt allerdings auch Beschreibungen, wonach dies nur der zweithöchste Leuchtturm Kanadas sein soll. Uns war es egal, denn er lag traumhaft schön auf einer kleinen Anhöhe. Anschließend fuhren wir weiter auf der traumhaft schönen Straße. Einen kleinen Abstecher machten wir zum Leuchtturm Pointe à la Renommée. Nach einigen steilen und abschüssigen Abschnitten erreichten wir diesen im Wald sehr hübsch gelegenen alten Leuchtturm. Direkt nebenan befindet sich seit 1904 eine Telegrafenstation. Natürlich war auch hier alles geschlossen, denn die Saison ist in Kanada seit dem Thanksgiving Day vorbei. Dies hat für uns Vorteile (wenig andere Besucher), aber auch Nachteile (vieles ist geschlossen, was die u. a. die Ver- und Entsorgung etwas schwierig gestaltet).
Kurz vor 17:00 Uhr erreichten wir den kleinen Ort Rivière-la-Madeleine und stellten uns dort auf den leeren Campingplatz bei der Hafen Capitanerie hin.

Fast haben wir in der nächsten Nacht die 0° Marke geknackt. Aber zum Glück haben wir unsere Heizung, und deshalb konnte es uns egal sein, wie kalt es draußen ist.
Von unserem Platz in der ersten Reihe hatten wir beim Aufwachen einen tollen Blick aufs Meer.
Nachdem wir das graue und schwarze Wasser entsorgt hatten, fuhren wir weiter Richtung Québec. Unterwegs schauten wir immer wieder nach einer Möglichkeit, Wasser zu tanken. Campingplätze sind aber großteils geschlossen, öffentliche Anlagen bereits winterfest gemacht und bei Tankstellen hätte es Wasser nur in Wasserflaschen gegeben.
Auf unserem Weg kamen wir an einem Marché vorbei. Dies ist das französische Gegenstück zu Walmart. Allerdings gibt es hier richtig gute französische Lebensmittel. So wird zum Beispiel der original Dijonsenf verkauft. Bei Walmart wird auch ein Dijonsenf verkauft, der allerdings nicht einmal ansatzweise den Namen Senf verdient.
Auf unserem weiteren Weg kamen wir an einem Campingplatz vorbei, der geöffnet hatte. Und Juhuu, hier konnten wir Wasser tanken.
Die Straße verläuft heute im Gegensatz zu gestern fast ständig am Meer entlang. Auch gab es heute nicht mehr die Steigungen und Gefälle, die gestern das Fahren anstrengend machten.
Gegen Abend kamen wir an unserem Zielort an und stellten uns auf den Campingplatz beim Leuchtturm.

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rollermanne am 25 Okt 2023 09:10:18

Hallo ihr drei :ja: wundert euch nicht das euer Mausmobil immer schwerer wird,
ich bin der neue Mitfahrer und sag danke fürs dabei sein dürfen.

2Greyhoundsontour am 27 Okt 2023 01:01:19

Fortsetzung des Reiseberichtes

Es gibt Tage, die werden wir nie vergessen. Dieser Tag wird für uns dazugehören. Aber der Reihe nach:
Regen begrüßte uns beim Aufwachen. Dieser hielt den ganzen Vormittag über an. Da wir heute bis Québec fahren wollten und bei Regen keine großen Aktivitäten machen konnten, ließen wir uns Zeit. In Sainte André wollten wir den kleinen Leuchtturm anschauen. Und hier hörte der Regen pünktlich zu unserer Besichtigung auf. Dieser Leuchtturm ist wirklich sehr hübsch gestaltet. Er ist nicht mehr in Betrieb und steht an der Stelle des alten Leuchtturms. Sogar ein kleiner Aufenthaltsraum ist hier ansprechend gestaltet worden. So kann man hier auch bei schlechtem Wetter sitzen und eines der hier ausliegenden Bücher lesen.
Nachdem wir genug Fotos gemacht hatten, aßen wir zu Mittag. Anschließend stellten wir fest, dass wir keinen Wasserdruck mehr auf der Leitung haben. Die Sicherung für die Wasserpumpe war nicht durchgebrannt. Auch erhielt sie ausreichend Strom. Also bauten wir die Wasserpumpe aus und stellten fest, dass diese keinen Mucks mehr von sich gab. Eine tolle Bescherung! Im Internet fanden wir in Québec einen HYMER-Händler und fuhren dorthin, um eine Ersatzpumpe zu bekommen. Dieser konnte uns aber leider nicht weiterhelfen, da das amerikanische System mit dem deutschen System nicht kompatibel ist. Auch seine Versuche, uns eine Pumpe aus dem Aquarienhandel oder Bootsgeschäft zu organisieren, schlugen fehl, da auch diese entweder zu leistungsschwach oder nicht für einen Einbau geeignet waren. Aufgrund der Zeitverschiebung konnten wir jetzt auch niemanden mehr in Deutschland erreichen. So fuhren wir durch den starken Feierabendverkehr nach Québec. Aber trotz dieses Verkehrs erreichten wir schlussendlich den Parkplatz bei Walmart und stellten uns hin.

Für uns fast mitten in der Nacht telefonierten wir am nächsten Tag mit unserem netten HYMER-Händler Reisemobile Beck in Köln. Er sagte uns sofort zu, eine Wasserpumpe nach Kanada zu schicken. Der Versand kostet zwar 120 €, aber wir haben ja keine andere Wahl. Hätten wir mal eine Ersatzpumpe mitgenommen! Doch wo fängt man an und wo hört man auf mit Ersatzteilen?
Der Morgen begrüßte uns mit bedecktem Wetter. In der Nacht hatte es geregnet, aber der Tag sollte trocken bleiben. So fuhren wir hinab zum Hafen, wo angeblich Wohnmobil Stellplätze vorhanden sein sollten. Als wir dort ankamen, mussten wir allerdings feststellen, dass diese Plätze durch Bootseigner in Beschlag genommen worden waren. So stellten wir uns auf den nebenan liegenden Parkplatz, auf dem man auch 24 Stunden stehen darf, bezahlten 18 € Parkgebühr und gingen zur Touristeninformation. Dort zeigte uns ein netter Mitarbeiter viele Möglichkeiten, die Stadt zu erkunden.
Unser erster Weg führte uns in das Hotel „Chateau de Fontenac“. Dieses Hotel strahlt den ehrwürdigen Charme einer Ritterburg aus. Wir möchten gar nicht wissen, was hier eine Übernachtung kostet. Aber es war interessant, den Empfangsbereich des Hotels anzusehen.
Unser weiterer Weg führte uns durch die Künstlerstraße. Hier gibt es ein Kunstgeschäft neben dem anderen mit zum Teil wunderschönen Bildern in der Ausstellung.
Anschließend gingen wir kurz zu unserem Mausmobil, um unsere Pässe zu holen. Dabei entdeckten wir an der Windschutzscheibe einen Hinweis, dass wir hier gar nicht stehen dürfen, da dieser Parkplatz für Wohnmobile gesperrt ist. Als Gebühr für das Falschparken wurden uns null Dollar berechnet. Diese Art von Strafzettel gefällt uns!
Unser nächster Besichtigungspunkt, war das Parlamentsgebäude. Nach einem Sicherheitscheck wie am Flughafen konnten wir das Gebäude in Ruhe durchstreifen. Es ist sehr interessant aufgebaut und besteht aus einem eher modernen, aber auch dem traditionellen Teil. Abschließend sahen wir noch ein Video über die Ureinwohner, wie sie heute ihre Traditionen pflegen. Leider haben wir bislang in Kanada noch keine Gelegenheit gehabt, uns so etwas in der Realität anzusehen.
Nach einem Abstecher zu einer ehemaligen Kirche, die heute als Bibliothek genutzt wird, kauften wir noch in einem französischen Spezialitätengeschäft Leckereien für heute Abend ein. Das wird schon wieder ein Festessen!
Für die Nacht fuhren wir wieder auf den Parkplatz von Walmart.

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2Greyhoundsontour am 27 Okt 2023 01:07:00

rollermanne hat geschrieben:Hallo ihr drei :ja: wundert euch nicht das euer Mausmobil immer schwerer wird,
ich bin der neue Mitfahrer und sag danke fürs dabei sein dürfen.


Herzlich willkommen, aber dadurch verursachten höheren Spritverbrauch müssen wir in Rechnung stellen

2Greyhoundsontour am 30 Okt 2023 15:29:01

Fortsetzung des Reiseberichtes

Nach 2 Tagen in Québec ging es heute weiter. In der Nacht gingen die Temperaturen auf 0° herunter.
Für heute hatten wir uns den Weg des Königs vorgenommen. Da wir hier im französischsprachigen Teil von Kanada sind, heißt es demzufolge „Chemin du Roi“. Hinter Québec folgten wir der Strasse Nummer 138. Diese verläuft entlang dieses Weges parallel zum Sankt-Lorenz-Strom. Oftmals waren wir so dicht am Wasser, dass wir sehr gut das andere Ufer, welches 2-3 km entfernt ist, sehen konnten. Neben der Straße stehen viele hübsch hergerichtete Häuser. Es machte richtig Spaß, diese Strecke hier zu fahren.
Unseren ersten Stopp legten wir in Dechambault ein. Dieser Ort wird auch gerne als Bilderbuchdorf beschrieben. Um die ältesten, aber sehr schön hergerichteten Häuser zu sehen, bogen wir zur Kirche hin ab. Dort steht das sehr hübsche kleine Rathaus, was eher an einem Museumshaus als an ein Verwaltungsgebäude erinnert. Obwohl heute Sonntag war, war dennoch die Kirche geschlossen. So beschränkten wir uns darauf, die umliegenden Häuser von außen zu besichtigen.
Nur wenige Kilometer weiter kamen wir nach Grondines. Hier erwartete uns eine hübsche Windmühle, leider ohne Flügel. Aber die Lage direkt am Sankt-Lorenz-Strom und die Sonne ließen uns diesen Mangel verschmerzen.
Viele Kilometer hatten wir nicht mehr zu fahren, um in Cap-de-la-Madeleine die außergewöhnliche Kirche Notre-Dame-du-cap besichtigen zu können. Obwohl es sich hier um eine bekannte Pilgerstätte handelt, gibt es in dem Ort keine Ausschilderung dorthin. So mussten wir ein Stück des Weges zurückfahren, da wir, ohne es zu merken, daran vorbeigefahren waren.
Der sechseckige Bau der Kirche strahlt von außen in einem hellen Grau mit grünem Dach. Beherrscht wird die Außenfassade von dem großen Portal mit der Marienstatue. Innen hat die Kirche eine luftigleichte Anmutung, da der große Raum keine störenden Elemente hat. Bunte Glasfenster und eine dezente Altarbeleuchtung sorgen für ausreichende Beleuchtung. In dieser wunderschönen Kirche hielten wir uns lange auf. Nach einem Besuch im dazugehörigen Kirchenladen gingen wir hinüber zur früheren Wallfahrtskirche. Als wir diese kleine Kirche sahen, war es uns verständlich, warum die nebenan liegende große Kirche gebaut wurde. Immerhin besuchen pro Jahr 400.000 Gläubige, diesen Wallfahrtsort.
Zu unserem heutigen Stellplatz bei Walmart in Trois-Rivières war es nicht mehr weit. Als wir dort ankamen, konnten wir kaum glauben, was wir sahen: der gesamte Parkplatz war so voll, als würde Walmart heute alles verschenken. Keine Ahnung, warum heute so viele hier einkaufen. Wir stellten uns in eine Ecke des Parkplatzes und kauften für unser Abendessen ein.
Mal schauen, wie der morgige Tag wird. Die Wettervorhersage verheißt uns für die Fahrt nach Montréal Schnee und Regen.

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2Greyhoundsontour am 01 Nov 2023 01:49:04

Fortsetzung des Reiseberichtes

Wie vorhergesagt, weckte uns Schneeregen am nächsten Morgen. Manche Autos hatten sogar Schnee auf dem Dach.
Wie gestern auch, befuhren wir die Route Nummer 138 „Chemin du Roy“. Über dem Sankt-Lorenz-Strom waberten Nebelfetzen, da die Lufttemperatur gerade einmal 1° betrug. Die Sicht war deshalb etwas eingeschränkt.
Hinter Trois-Rivières stoppten wir bei einer Wassermühle. Da keine Saison mehr ist, war sie nicht geöffnet. So beschränkten wir uns darauf, die Außenanlage im Schneetreiben zu besichtigen.
Die weitere Fahrt nach Montréal verlief ereignislos. Zum Sehen gab es unterwegs auch nichts, was nicht zuletzt am Wetter lag. Auffällig war allerdings, dass die Häuser rechts und links des Weges großteils sehr gepflegt und schön anzuschauen waren.
In Montréal fuhren wir auf die Insel Sainte-Hélène im Park Jean-Drapeau. Dort stellten wir uns auf einen Parkplatz in der Nähe der Metrostation ab, kauften unsere Tickets und fuhren nach Montréal hinein. Unser erstes Ziel war die Kathedrale Notre-Dame. Sie hatte uns schon 2016 sehr gefallen und wir genossen es auch heute, den farbenprächtigen Altar zu bestaunen.
Anschließend gingen wir zur Touristeninformation und besorgten uns einen Stadtplan. Nach einer Stärkung in einer Creperie fuhren wir mit der Metro zurück zu unserem Mausmobil. Von dort war es dann nur noch ein kurzer Weg hin zu einem Walmart.

Der Himmel zeigte sich am nächsten Tag in einem schönen Blau. Die Temperatur allerdings lag bei -2°.
Mittlerweile kannten wir uns mit dem Metro-System in Montréal aus. So mussten wir nicht lange überlegen, um zur Haltestelle in der Nähe der Markthalle Atwater Market zu kommen.
Die Markthalle war so, wie wir uns das vorgestellt hatten: viele Stände mit Leckereien, Brot, Fleisch und Käse. Insbesondere der Brotstand hatte es uns angetan. Wir kauften hier für das Abendessen ein leckeres Brot und zusätzlich noch auf die Hand ein leckeres Croissant ein. Man merkt eben doch, dass man hier noch im französischen Teil von Kanada ist. Überhaupt kommt uns die Zeit hier ein bisschen vor, als wären wir in Frankreich.
Anschließend gingen wir an den Canal de Lachine. Wir hatten zwar ursprünglich vorgehabt, eventuell Fahrräder auszuleihen und am Kanal entlang zu fahren. In Anbetracht der Temperaturen und des eiskalten Windes entschieden wir uns dagegen und gingen stattdessen am Kanal entlang. Dieser Kanal wurde seinerzeit gebaut, um einen Zugang zu den großen Seen zu ermöglichen. Er besteht aus sieben Schleusen, die aber heute nicht im Betrieb waren, da er nur noch für die Sport-Schifffahrt genutzt wird.
Vom Kanal aus gingen wir am Ufer entlang Richtung der Altstadt von Montréal. Vom ehemaligen Industrieviertel am Kanal zeugen nur noch sehr wenige Bauten. Die meisten Industriebauten wurden eingerissen und stattdessen - zum Teil sehr schöne - Wohnblocks errichtet. Auf unserem Weg standen in regelmäßigen Abständen Tafeln, auf denen erklärt wurde, welcher Industriezweig hier ansässig gewesen war.
Nach einer Stärkungspause gingen wir durch Montréal Richtung Quartier Latin. Dieses Viertel ist im Sommer bestimmt wunderschön, wenn überall Tische und Stühle auf dem Bürgersteigen stehen. Bei der Kälte allerdings ist davon nichts zu sehen und es wirkt etwas verlassen.
Nach diesem Abstecher gingen wir nach Chinatown. Es ist ganz nett hergerichtet, aber nicht so authentisch wie zum Beispiel in San Francisco.
Nach diesem Rundgang hatten wir für heute genug gesehen und fuhren nach einer kurzen Stärkung in einem Café deshalb mit der Metro zurück. Dort ließen wir uns das Brot aus der Markthalle sowie den Wein von Cape Breton Island sowie Käse und Schinken schmecken.

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