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Reisebericht - Frankreich - mon amour


womo-2 am 13 Feb 2024 09:50:01

Meine persönliche Beziehung zu Frankreich bzw. zu den Franzosen begann schon in meiner Schulzeit. Oberschwaben war nach dem Zweiten Weltkrieg französische Besatzungszone. Und gegenüber von meinem Elternhaus in Weingarten war ein Teil der örtlichen französischen Kaserne ausgelagert. Dort wurden die notwendigen handwerklichen Arbeiten verrichtet: Schuhmacherei, Wäscherei und Autowerkstatt. Das alles war für mich sehr interessant. Und als die Kontakte zu den Soldaten erst einmal geknüpft waren, durfte ich auf das Kasernengelände, die Schlupfwinkel kannte ich. Immer nur heimlich, denn es war für Zivilisten strengstens verboten die Kaserne zu betreten. Und wenn "le Commandant" unangemeldet zur Kontrolle kam, musste ich mich schnell auf dem Gelände verstecken. Was für ein Abenteuer! Und immer gab es für mich dicke, dunkle Blockschokolade oder frisches Baguette zum mit nach Hause nehmen. Möglicherweise wären die jungen Soldaten aber mehr am Kontakt mit meiner älteren Schwester interessiert gewesen!



Eine der ersten Städtepartnerschaften zwischen Deutschland und Frankreich überhaupt wurde zwischen Weingarten in Oberschwaben und Bron bei Lyon geschlossen. Ende der 60er Jahre durfte ich zum ersten Mal daran teilnehmen. Ein bisschen Französisch hatte ich schon in der Schule gelernt. Mein Austauschschüler war aber gar nicht daran interessiert Deutsch zu lernen, so dass ich in der Zeit, in der “die Franzosen” bei uns in Weingarten waren und ich danach in Frankreich, hauptsächlich Französisch sprechen musste. Das hat mich sprachlich enorm weitergebracht.

Meine Austauschfamilie wohnte in einer typischen französischen Sozialwohnung. 2 Erwachsene und 3 Kinder in einer 3-Zimmer-Wohnung in einem Plattenbau. Während meines Aufenthaltes musste ich das Kinderzimmer alleine bewohnen, die Familie lebte solange alle zusammen im Elternschlafzimmer. Der Familienvater hat sich für die 2 Wochen meines Aufenthaltes Urlaub genommen, um immer “für den Deutschen” da zu sein. Chapeau, Monsieur Soulier! Merci à tous!

Dreimal war ich bei der Familie zu Gast und danach noch einige Male mit dem “Deutsch-Französischen Jugendwerk” in Frankreich.



Die Bretonen sind anders als die Bewohner des Périgord, die Korsen anders als die Elsässer. Während die Bretonen eher als bodenständig und mürrisch gelten, sind die Menschen in der Provence und an der Côte d’Azur eher lebenslustig und mediterran. Und die Franzosen im Süden, im “Midi”, sollen eher die “Filous”, die Spitzbuben sein.

Es gibt dazu eine schöne Geschichte von einem Radrennfahrer und Tour de France Etappensieger, der immer wieder hörte, dass die Südfranzosen Gauner seien. Er wollte es genau wissen und heuerte bei einem südfranzösischen Radrennstall an. Und er stellte fest: Das Vorurteil stimmt!



Natürlich handelt es sich dabei um Vorurteile und oberflächliche Betrachtungen, aber in den Vorurteilen steckt oft ein Fünkchen Wahrheit (die meisten Wohnmobilaufbrüche sollen südlich von Lyon stattfinden).



Ich liebe die Anarchie der Franzosen. Das merkt man zum Beispiel beim Autofahren. Verkehrsregeln werden als Empfehlung betrachtet, an die man sich nicht unbedingt halten muss. Rote Ampeln sind ein Hindernis, Verkehrsschilder ein Eingriff in die persönliche Freiheit. Außer am Zebrastreifen. Hier hat der Fußgänger absoluten Vorrang. Alle halten an, damit er die Straße überqueren kann. Zur eigenen Sicherheit sollte man sich als Fußgänger aber lieber noch einmal vergewissern, ob sich die Autofahrer daran halten!

Manch einer wird sich noch an die Szene in Paris erinnern, als der ARD-Frankreich-Korrespondent Ulrich Wickert ohne nach rechts und links zu schauen den „Place de la Concorde“ überquerte. Und unversehrt in der Mitte des Kreisverkehrs ankam. “Es sei wichtig gewesen, zügig und ohne Angst zu gehen, damit die Autofahrer einschätzen könnten, welchen Weg er nehme”, erklärte er später in seinem Beitrag. Die französischen Autofahrer sind zwar schnell unterwegs, nehmen aber in der Regel Rücksicht aufeinander, ohne auf die Einhaltung der Verkehrsregeln zu pochen.

Niemand (außer den Touristen) stört sich daran, wenn vor allem ältere Menschen in ländlichen Gebieten, manchmal noch mit einem alten Renault R4 oder einer 2CV, mit 40 km/h zum nächsten Supermarkt zum Einkaufen fahren. Sie ziehen zwar eine Autoschlange hinter sich her, aber das wird toleriert, weil jeder weiß, dass es im Dorf keine Einkaufsmöglichkeit mehr gibt. Kein Hupen, keine wilden Überholmanöver – man ist gelassen!

Es gibt wohl mehr als 600.000 französische Autofahrer, die keinen Führerschein haben. Und 700.000 Autos sollen ohne Versicherung fahren.



Wer die Französische Revolution gemacht hat, muss im Grunde ein Anarchist sein. Und das ist auch heute noch so: Der Franzose mag seinen Staat nicht. Aber sein Land umso mehr! Er lehnt es ab, sich bevormunden zu lassen. Jeder kennt die Proteste und Streiks der französischen Bauern oder Fernfahrer und der “Gelbwesten”. Auch wenn die Städter wegen der Blockaden der Bauernverbände und Gewerkschaften im Stau stehen: Man zeigt Verständnis.



Vor einigen Jahren war ich mit dem Wohnmobil in Biarritz. An der Strandpromenade standen einige Wohnmobile, aber es gab ein Parkverbot. Als folgsamer Deutscher fuhr ich auf den Campingplatz, aber am nächsten Morgen standen die französischen Camper immer noch da wie am Abend zuvor. “Die haben doch hier übernachtet”. Ich fragte einen Franzosen, ob man trotz des Verbots hier stehen dürfe. Und er meinte nur schelmisch: “Ich stehe schon 4 Wochen hier!”



Für Wohnmobilisten ist Frankreich ein ideales Reiseland. Nirgendwo sonst gibt es so viele Camping- und Stellplätze wie in Frankreich. Man findet fast immer ein schönes Plätzchen für die Nacht. Sie sind zwar nicht immer perfekt, aber meistens brauchbar. Und oft sogar kostenlos.

Leider schließen die Gemeinden ihre Stellplätze wieder oder versehen sie mit Höhenbeschränkungen, weil sich die Wohnmobilisten nicht zu benehmen wissen. Oder weil es einfach zu viele werden. Und immer öfter wird die Nutzung für nicht autarke VANs (also ohne Toilette an Bord) verboten. Zu Recht! Und wem die Stellplätze nicht gefallen: Man kann auch hinter der Gemeindehalle, dem Sportplatz oder dem Friedhof übernachten. Aber bitte ohne Spuren zu hinterlassen! Und bitte nicht im Rudel!



Die wichtigsten Bauwerke der Geschichte tragen den Titel UNESCO-Welterbe. Frankreich und Deutschland verfügen jeweils über 52 dieser herausragenden Bauwerke.



Dazu gehören der Mont-Saint-Michel, das Schloss von Versailles, der Aquädukt Pont du Gard, die Höhle von Lascaux, die Denkmäler von Arles oder die prächtigen Schlösser an der Loire. Und viele mehr.



Aber es sind nicht nur diese herausragenden Sehenswürdigkeiten, die Frankreich als Reiseland interessant machen. Für mich sind es vielmehr die vielen kleinen Städte und Dörfer, die Alleen und Flüsschen die sehens- und liebenswert sind. Oder ein Sonnenaufgang über einer saftig grünen Wiese in der Auvergne mit hübschen Kühen oder ein blutroter Sonnenuntergang über dem Atlantik.







Selbst die französische Kochkunst gehört zum immateriellen Weltkulturerbe der UNESCO. Die Art und Weise des Kochens, das anschließende Essen, die Auswahl der Weine und das Zusammensein bei Tisch wurden als erhaltenswert eingestuft.

Noch wichtiger sind die „Geheimtipps“ für den besten Metzger, Bäcker oder Gemüsehändler der Stadt.

Oder die beste Pâtisserie. Hier gibt es köstliches Gebäck, Kuchen oder Pralinen zu schwindelerregenden Preisen. Wer eine kleine, mit viel Liebe von Hand gemachte “Tarte aux pommes” oder einen anderen Kuchen kauft, kann zusehen, wie sie sorgfältig, manchmal etwas umständlich, aber liebevoll in eine Schachtel verpackt wird. Und dann wird sie dem Kunden überreicht wie ein wertvoller Schatz – auch wenn das Gebäck kurz nach dem Verlassen der Pâtisserie schon wieder verzehrt wird.



Mein Verhältnis zur französischen Küche ist zwiespältig. Man kann sehr gut essen gehen, wenn man bereit ist, einen entsprechenden, meist aber auch angemessenen Preis zu bezahlen. Und in so manchem kleinen Bistro im Dorf oder auf einer Fernfahrerraststätte kann man auch kulinarische Überraschungen erleben.

“Les Routiers” sind die Gaststätten der Fernfahrer. Meist nicht besonders schön, aber zweckmäßig. Wenn zur Mittagszeit Lastwagen und Handwerkerfahrzeuge vor einem Restaurant oder Bistro parken, manchmal mitten im Nirgendwo, gibt es oft ein schmackhaftes und preiswertes Mittagsmenü. Meist 3 Gänge, manchmal sind ein Viertel Wein und ein Espresso im Preis inbegriffen. Aber immer ein Baguette! Das Essen ist reichlich, es geht schnell, man kennt sich. Und manchmal ergeben sich interessante Gespräche, auch wenn die freundlichen Fernfahrer meist nicht so gesprächig sind.

Und so sitze ich manchmal mit sehr kräftigen Fernfahrern am Tisch, keiner der Riesen sagt etwas. Nur ein kurzes “Bonjour” und “Bon appétit”. Etwas schüchtern sitze ich dazwischen. Auf Tuchfühlung. Als ich gehe, wünsche ich allen noch “Bonne route”, die Köpfe gehen hoch, wer ist hier der Störenfried, der die Ruhe stört!



Auf der anderen Seite ist die Qualität der Backwaren, insbesondere des legendären französischen Baguettes, teilweise miserabel. Aus vorgefertigtem Einheitsteig gebacken, schmecken sie oft fade und sind zudem teigig und nicht knusprig. Selbst die vom Bäckermeister. Was für eine Schande!

Aber … wenn ich mir die Qualität unserer heimischen Brezeln oder Brötchen ansehe: besser ist es bei uns weiß Gott auch nicht.

Und dann der Kaffee. Hier sind die italienischen Baristas den französischen weit überlegen.



Wörtlich übersetzt bedeutet “savoir-vivre” “wissen, wie man lebt”. Der Franzose verwendet den Begriff lieber für “sich gut benehmen, gute Umgangsformen haben”.



“Laisser faire” bedeutet, “es gut sein lassen”. Die französische Kultur ist geprägt von einem starken Freiheitsgedanken. Die Franzosen legen großen Wert darauf, dass jeder Mensch seine eigenen Entscheidungen treffen kann. Gleichzeitig möchten sie jedoch auch nicht, dass ihnen jemand vorschreibt, was sie tun oder lassen sollen.

Und die Franzosen lieben die Tradition. Vor allem auf dem Land. Alles muss “comme il faut” gemacht werden, so wie es sich gehört. Das gilt für die Art, wie man Weihnachten feiert, welche Badehose man im Schwimmbad trägt, wie man einen Brief adressiert, wie man einen Gendarm anspricht oder wie man ein Huhn zubereitet. Das wurde so festgelegt … von den Franzosen!



Die Franzosen lieben es zu picknicken. Sogar am Straßenrand einer viel befahrenen Route Nationale. Eine schneeweiße Tischdecke wird auf dem Randstreifen ausgebreitet, Käse, Baguette und Wein werden aus dem Kofferraum geholt. Und dann sitzt die ganze Familie zusammen und isst.

Die Franzosen lieben es zu campen. In fast jedem größeren Ort gab es früher einen gemeindeeigenen Campingplatz – den “Camping Municipal”. Mehr als 2000 soll es heute noch geben. Meist sehr einfach, aber zweckmäßig und preiswert. Auf den kleinen Plätzen hatte ich schon oft nette Begegnungen mit den “einfachen” Franzosen.



In vielen Städtchen und Dörfchen durch die ich fahre, sehe ich auf dem Dorfplatz immer wieder, dass sich am Nachmittag die Boulespieler einfinden. Plätze, meist unter Platanen oder anderweitig sonnengeschützt, aus Sand oder feinem Kies, nicht immer schön, aber regelmäßig in Gebrauch. Stundenlang sind die Spieler damit beschäftigt, mal ernsthafter oder lockerer, ihrem Freizeitvergnügen nachzugehen. Jeder will dass seine Mannschaft gewinnt, aber zu ernsthaften Auseinandersetzungen oder sogar zu Streit kommt es dabei nicht, auch wenn schon mal ganz genau nachgemessen werden muss, welche der Eisenkugeln der kleinen Zielkugel am nächsten liegt.

Und wenn ich Glück habe, werde ich manchmal zum Mitspielen eingeladen, nachdem man geklärt hat, ob ich eher der Spieler bin, der die Kugel genau platzieren kann (placer), oder ob es mir eher leichter fällt, die gegnerische Kugel wegzuschießen (tirer). Denn das bestimmt die Reihenfolge, in der ich im Spiel drankomme.



In Frankreich erlebe ich viele glückliche Momente. Sie öffnen mich für die Schönheiten des Landes, die man überall findet, wenn man die Augen offen hält.

Das kann das einzigartige Licht über der Provence sein oder ein malerischer Sonnenuntergang an der Côte d’Azur. Oder ein kleines Dorf in der Auvergne mit einem kleinen Bach, der langsam unter einer mittelalterlichen Brücke hindurchfließt.



Oder wenn ich in einem Café sitze und meine Umgebung beobachte und der Duft von frisch gebackenem Brot und Kaffee in der Luft liegt.



Oder das Gefühl beim Anblick der Kathedrale von Chartres, die mir Ehrfurcht einflößt. Oder ein Spaziergang durch die Gassen von Aix-en-Provence, wo der Duft von frisch gebackenen Calissons in der Luft liegt – an jeder Ecke kann ich diese Glücksmomente erleben und Frankreich entdecken.



Und natürlich darf auch das Verweilen in einem französischen Café nicht fehlen. Die Einrichtung ist meist einfach und praktisch, mit kleinen Tischen im Freien, von denen aus man das Treiben auf der Straße beobachten kann. Hier lässt man sich Zeit. Übrigens: In französischen Cafés ist es erlaubt, z.B. mitgebrachte Croissants zu verspeisen.





Von den Cafés aus kann ich die Einheimischen bei ihren alltäglichen Tätigkeiten beobachten: Geschäftsleute, die zu ihren Läden eilen, Pärchen, die sich verliebt anschauen, Frauen, die sich gestenreich unterhalten. Ich kann für einen Augenblick alles um mich herum vergessen.



Nach dem Tod des französischen Staatspräsidenten Charles de Gaulle fragte man sich, worüber er und Gott wohl reden würden. “Das hängt davon ab, wie gut Gott Französisch spricht”.

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pwglobe am 13 Feb 2024 09:54:04

Sehr schön


:daumen2: :daumen2: :daumen2:

Muroflibom am 13 Feb 2024 10:11:12

Danke für den schönen „Bericht“ - es ist ja mehr, und anders.

Anzeige vom Forum


HaMo19 am 13 Feb 2024 10:29:45

mit Genuss gelesen.
Danke für diese schönen Zeilen.

Heide2222 am 13 Feb 2024 11:23:17

Im letzten Jahr war ich das erste Mal in der Bretagne unterwegs.
Dein sehr schöner Bericht bestärkt mich darin, weitere Touren in Frankreich zu unternehmen!
Gruß Heide

PietroMobil am 13 Feb 2024 12:39:26

Hey Joe,
vielen Dank für den tollen Bericht. Alles was Du schreibst stimmt. Nur das mit Baguettes nur bedingt, denn selbst die Baguettes aus dem Backautomat am Stellplatz beim Mont St. Michel waren besser, als wie alles, das wir zu Hause bekommen. Auch wir lieben Frankreich, Viele Jahre mit dem Fahrrad unterwegs und jetzt halt mit dem Wohnmobil.

TiborF am 13 Feb 2024 12:53:33

Eine sehr würdige Hommage für Frankreich - gefällt mir sehr :daumen2:

Die Schwarz-Weiß-Fotos dazu sind mehr als passend - einfach ein sehr gelungener Bericht

hampshire am 13 Feb 2024 14:06:56

Diese Liebeserklärung an Frankreich spricht mir aus dem Herzen. Wer sich mit offenen Augen auf die Menschen einlässt bekommt auch ohne ausgeprägte Französischkenntnisse wunderbar Kontakt zum dortigen Leben und "Alltagskultur".
Frankreich ist unser Lieblings Reiseland und mindestens einmal im Jahr zieht es uns dorthin.

haroba am 13 Feb 2024 14:40:40

Moin Joe!

Vielen Dank für deinen tollen Frankreich-Bericht!
Erstklassige Fotos.
Richtig guter Text.
Einfach Spitze!

Munterholln!
Hartmut

hacmac am 13 Feb 2024 14:42:29

sehr schön

Danke

Gruß Dieter

akany am 13 Feb 2024 15:44:22

womo-2 hat geschrieben:...
Interessante Reiseberichte ...



Jeder Deiner Reiseberichte, ob in Fotos oder im Text, ist ein strahlend helles Licht. Vielen Dank dafür.

Ich bin auf der Grenze gross geworden, habe teilweise französische Vorfahren und so deren Blut in mir. Ich habe eine französische Schule besucht und wir durften als Familie all das kennenlernen, lieben und schätzen dürfen, was Du hier für alle so toll beschreibst.
Französische Freunde haben mich so für immer geprägt, nie werde ich diese "alte" Kultur und deren Werte vergessen und ich habe über 20 Jahre in Frankreich gelebt und das Land unvorhergesehen und nur unfreiwillig und vorübergehend verlassen. Wobei, "verlassen" stimmt nicht. Nur mein Körper ist momentan weg.

Vielen Dank für all Deine Berichte und Fotos. Vielen Dank dafür, dass Du einer der Botschafter für Frankreich bist.

volkermuenster am 13 Feb 2024 18:41:17

Hey Joe,

was für eine Liebeserklärung für dein Lieblings(reise)land! :)

Toll geschrieben.

Aber auch richtig gut sind die stimmungsvollen schwarz-weiß Fotos. Besonders die Momentaufnahmen in Cafes und in den Orten!

Von mir ein dickes "+"!

:daumen2:

Gruß
Volker

womifahrer am 13 Feb 2024 18:50:00

hallo,einfach Klasse Bericht,kommen gleich die guten Gefühle unserer Normandie Tour wieder zum Vorschein,Danke.

WomoToureu am 13 Feb 2024 20:07:57

volkermuenster hat geschrieben:was für eine Liebeserklärung für dein Lieblings(reise)land! :)

Besser vermag auch ich es nicht zu sagen, man fühlt das Herzblut welches in den Fotos und den Berichten steckt.

Will2014 am 13 Feb 2024 21:06:49

Das hat mir sehr gut gefallen

Frankreich ist wirklich ein schönes Wohnmobilreiseland und wie du auch schreibst:
Nicht nur an den Hotspots.

Danke.

Gast am 14 Feb 2024 00:34:25

Eine tolle Hommage an Frankreich und wunderbare Fotos! :top:


Ich werde das nie vergessen, es war im Sommer 2013, der Marché des producteurs in Saint-Émilion fand auf einem grossen Platz statt, aussen herum waren die Stände der Anbieter, es waren mehrere Winzer da, die ihren Grand Cru verkauften, es gab frische Austern aus Arcachon, und es gab alle Esswaren, die man sich vorstellen kann....Käse, Wurst, Fleisch, Backwaren, Süssigkeiten.... alles regional produziert. Es war eine tolle Stimmung, meine Frau und ich sassen mitten unter Einheimischen, jeder quatschte mit jedem, am Tisch wurde wie selbstverständlich Wein und Essen geteilt, die Atmosphäre war an Herzlichkeit wirklich nicht zu toppen!

Viva la France!

eijden am 14 Feb 2024 10:22:34

Was für ein wunderbarer Bericht über Land & Leute! Ganz vielen Dank :)
Wir waren vorletztes Jahr zum ersten Mal in Frankreich unterwegs. Ziel war die Bretagne, aufgrund schlechten Wetters sind wir über die Normandie an die Loire inkl. Abstecher in das mittelalterliche Le Mans gefahren: Einfach nur klasse! Unsere Ängste, dass wir aufgrund mangelnder Französischkenntnisse in dem Land nicht klarkommen, waren völlig unbegrundet. Google translator macht es möglich.
Deine Fotos sind übrigens auch spitzenmäßig, das schreit ja fast nach einem gedruckten Bildband. Nochmals Danke!

Gast am 14 Feb 2024 10:45:02

tztz2000 hat geschrieben:Viva la France!

Blöde Fehlerkorrektur.... :evil:

.... es heisst natürlich Vive la France!

womo-2 am 17 Feb 2024 23:42:05

Für die vielen positiven Rückmeldungen möchte ich mich ganz herzlich bedanken.

Eure Unterstützung und die freundlichen Worte motivieren mich, meine Reiseberichte weiterhin neben meiner Homepage aber auch hier im Forum zu veröffentlichen.

rainerausbochum am 18 Feb 2024 00:07:34

Moin+danke!
Vieles kann ich nur bestätigen,ich war 1974 das erste Mal mit meinem LKW dort gewesen+es hat sich mein ganzes Fahrerleben gezeigt,das ich dort immer am besten aufgehoben war,erstmal hinter Luxenburg fing ein neues wenn auch kurzes schönes Leben an!Urlaub machen wir an der Cote seid 1991 sind ganz viel mit Motorrad unterwegs gewesen!Obwohl,früher war doch vieles schöner,man bekommt nirgnds mehr einen richtigen Cafe O Lait,Baguetts sind auch Glücksache,und,was früher unmöglich war:die Franzosen sprechen doch tatsächlich auch englisch,welch Afrong!!Als Fäkalienfesttankfahrer bewundere ich immer die schönen Entsorgungsgelegenheiten!
Gruß,Rainer

shoe1 am 18 Feb 2024 12:09:57

Hallo,
sehr stimmungsvolle Bilder und ein interessanter Text eines Frankreich-Kenners - herzlichen Dank dafür. Es war ein Genuss ihn zu lesen und beim Betrachten der Fotos in eine wunderschöne "IchwillwiedernachFranreich-Stimmung" zu kommen ...

LG Rupert

Citrone am 18 Feb 2024 19:18:09

Vielen Dank für die Hommage, ich kann sie uneingeschränkt teilen.
Weiter so

Albrecht0803 am 18 Feb 2024 21:44:15

Grossartiger Beitrag!

Als Anhänger guter SW-Fotografie bin ich begeistert. Von den Fotos und auch vom Text.

vx2200 am 18 Feb 2024 23:09:39

Was für eine schöne Liebeserklärung an Frankreich! Wir lieben es auch.

RoelofL am 18 Feb 2024 23:30:12

Ein sehr schöner Beitrag!

Herzliche Grüße aus den Niederlanden.

Stefan-Claudia am 19 Feb 2024 14:25:17

womo-2 hat geschrieben:Oder die beste Pâtisserie. Hier gibt es leckeres Gebäck, Kuchen oder Pralinen zu sündhaft teuren Preisen. Dafür aber mit viel Liebe von Hand gemacht. Und hier nimmt man sich minutenlang Zeit, um eine kleine “Tarte aux Cerises” oder eine andere Torte in eine Schachtel zu packen,

womo-2 hat geschrieben:sie mit einer Schleife zu versehen und dem Kunden wie ein neugeborenes Baby zu überreichen


Hallo Joe !

Herzlichen Dank für diese Seiten :!:
Es werden wieder erinnerungen wach, von 2005...
Ich habe damals schon geschrieben :arrow: --> Link



Du hast recht, die Qualität der Croissant ist stark abhängig vom Bäcker, die besten habe ich aus einer kleinen Bäckerei aus Gruissan...und genau dort ist mir etwas besonderes aufgefallen : die Besonderheit der Pralin`e !

Ich stand fast noch auf dem Bürgersteig, 8 - 10 Personen vor dem Tresen,
die alle ihren Croissant und Baguette bestellten und in einem unfassbaren Tempo bedient wurden...
bis zu dem Zeitpunkt als die Dame vor mir der einzig anwesenden Bedienung etwas sagte,
was deren rege Tätigkeit schlagartig veränderte.

Die Hektik der vorherigen Bewegungungen verstummte sofort

die Sprache wurde intensiver

die Bewegungen und Gestik der Bedienung waren komplett ausgetauscht
es wurde noch aufforderung der alten Dame ein Schächtelchen gefaltet und dann,
Stück für Stück, einzeln und behutlich und ganz langsam, ein Pralinè nach dem anderen abgepackt .

Die Welt mir ihrer ganzen Hektik stand für einen winzigen Augeblick still, was zählte waren die alte Dame und ihre Pralinen...

ALLES andere konnte / musste warten und tat es auch...ohne murren...ohne ein räuspern oder eine kommentar von hinten...

eine kleine Geschichte, an die ich mich immer gerne erinnere, Ostern 2005


Noch heute muss ich manchmal daran denken, denn ich bin der festen Überzeugung, das damals
alle Uhren auf der Welt für eine Minute komplett stillstanden! :ja:

womo-2 am 22 Feb 2024 16:19:37

PietroMobil hat geschrieben:... alles was Du schreibst stimmt. Nur das mit Baguettes nur bedingt, denn selbst die Baguettes aus dem Backautomat am Stellplatz beim Mont St. Michel waren besser, als wie alles, das wir zu Hause bekommen.


Stimmt, das kann man sicher nicht verallgemeinern. Baguette ist nicht gleich Baguette!

Ich vergaß zu erwähnen, dass (mir) das "Baguette tradition" meistens besser schmeckt.

CMonti am 22 Feb 2024 22:05:45

Chapeau, Monsieur! :D

Ganz Deiner Meinung - wenn es natürlich auch eine etwas verklärte Liebeserklärung ist. Aber wenn man verliebt ist, leuchtet ja alles rosarot.

Bin auch verliebt.

Salut, Christophe

PS: das mit dem Baguette stimmt allenfalls im Supermarché.

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