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Hallo, liebes Forum, wie schon im letzten Jahr (--> Link) möchte ich auch dieses Mal gerne meinen kleinen Reisebericht zur Verfügung stellen. Ich werde wieder etappenweise ein wenig Text und passende Fotos posten. Reaktionen sind natürlich gerne erwünscht, Diskussionen aber bitte hierhin auslagern: --> Link Kurz zur Reise vorneweg: Nach begeisternden 3 Wochen in den Osterferien 2023, die uns schwerpunktmäßig nach Andalusien führten, wollten wir (Familie mit zwei Kindern 12 und 10) auch diese langen Osterferien wieder ähnlich nutzen und noch einmal nach Spanien, evtl. bis Portugal hinein, mit dem Mietwohnmobil reisen. Ich hatte im Vorfeld etliche mögliche Ziele recherchiert, so dass meine Google Maps Karte voll von Markierungen war. Wir hatten nichts vorgebucht, sondern wollten uns immer recht spontan und wetterabhängig für die nächsten Schritte der Route entscheiden. Das haben wir auch so umgesetzt, allein schon, weil das Wetter im Gegensatz zum letzten Jahr sehr durchwachsen, sehr stürmisch und voller Regentage war. Das Mietmobil war ein Bürstner Lyseo Teilintegrierter, 7,4m lang, mit Einzelbetten hinten und Hubbett über der Sitzgruppe. Dazu L-Küche und separate Dusche. Der Grundriss war perfekt! Nach der ersten Nacht tauschten wir mit den Kindern und fortan hatten sie ihr eigenes Reich im Heck, dass man sogar mit einer Schiebetür separieren konnte, während wir (zum Glück beide recht schlank...) es uns im kuscheligen Hubbett gemütlich machten. Die typischen Probleme (Kinder abends zuerst ins Bett, Sitzgruppe nicht mehr nutzbar), vermieden wir durch diese Aufteilung obendrein. Dann geht's mal mit Tag 0 los, Donnerstag, der 21. März: Nachmittags durften wir das Wohnmobil bereits abholen, sodass wir den Abend noch zum Einrichten nutzen konnten. Der Stauraum ist großzügig im Lyseo und vieles wirklich intelligent gelöst, auch wenn sich nicht gleich alles so offenbarte, wie es gedacht. Der komische Schlitz im Badunterschrank zum Beispiel: Ein Klopapierhalter versteckte sich dahinter! Genial :mrgreen: Die Einzelbetten ergänzten wir mit den beiden Polsterteilen zu einer Liegewiese, was auch für 3 Wochen so bleiben sollte, denn die Schränke darunter waren praktischerweise auch weiterhin zugänglich. Der Kühlschrank: riesig und wunderbar komfortabel mit seiner Automatik, die von allein zwischen Strom und Gas umschaltete. Der Esstisch: großzügig und dank rutschfester Unterlage irgendwie auch immer voll :lach: Der Motor: lief super. Wir hatten das Glück, ein Automatik-Auto zu bekommen, was das Fahren noch einmal erheblich bequemer machte. Und der TI lag besser auf der Straße als der gleichlange Alkoven vom letzten Jahr, zudem wurden wir dank <3m Höhe immer in die Mautklasse 2 in Frankreich eingestuft :wink: Ein paar kleine Startprobleme gab es dann doch: Zunächst mal wurde unser 4er-Fahrradträger vergessen. Der letzte verfügbare war ein Modell, dass sich einfach nicht richtig fest auf der AHK anbringen ließ. Also wurde es am nächsten Morgen (immerhin bei uns vor Ort) gegen einen 3er von Thule getauscht, der dann bombenfest saß. Das vierte Rad musste aber in die Heckgarage, die wenigstens dank des Grundrisses riesig war. Aber unser extra gekaufter Fahrradsack passte jetzt nicht mehr, was uns bei der Abfahrt noch einen Stopp bei Fritz Berger bescherte, wo wir den ungenutzten Sack problemlos tauschen konnten. Wir sind jetzt also bei Tag 1, Freitag, der 22. März: Am späten Mittag starten wir gut ausgerüstet mit frisch getauschtem Fahrradsack gen Süden. Wir entscheiden uns wieder für die Route über Mainz, Saarbrücken und dann Richtung Metz, denn bislang wissen wir noch nicht, ob wir Spanien im Norden betreten oder die Mittelmeerroute wählen möchten. Zu unsicher ist die Wettervorhersage für die nächsten Tage. Also fahren wir einfach, so weit wir kommen. Wir steuern wie im letzten Jahr einen Stellplatz kurz hinter der französischen Grenze an, liegen aber gut in der Zeit und fahren noch ein Stückchen weiter bis kurz vor Metz. Auf einem schlichten Parkplatz am Ortstrand verbringen wir unsere erste ruhige Nacht. Stellplatz: 49MQ+V8X Courcelles-Chaussy, Frankreich Tag 2, Samstag 23. März Wir brechen früh auf, frühstücken erst etwa 2 Stunden später auf einem Autobahnparkplatz. Erstmal vorwärtskommen! Frankreich läuft gut; ohne Stau oder besondere Vorkommnisse (wir erinnern uns an letztes Jahr, als wir halb Frankreich nach diesen Toter-Winkel-Aufklebern abgesucht haben, weil sich unsere im Dauerregen aufgelöst hatten…). Buchstäblich in letzter Minute entscheiden wir uns für die Mittelmeerroute und biegen nach Süden ab. Eigentlich wären wir gerne wieder von Norden her nach Spanien hineingefahren. Aber die Wettervorhersage gibt es uns anders vor. Wir fahren den Tag über durch und machen uns dann auf die Stellplatzsuche. In Park4Night lese ich immer wieder von aufgebrochenen Wohnmobilen. Gar nicht gut für uns Schisser. Scheint eine heikle Gegend zu sein…? Wir beschließen also, auf einem offiziellen, abgesicherten Platz zu nächtigen und haben nach einem kurzen Anruf ein Plätzchen in den Weinbergen (naja, Weinhügeln) um Montpellier. Hier stehen wir super ruhig auf einem kleinen privaten Gelände inkl. V/E und genießen erneut eine erholsame Nacht. Übrigens tauschen wir heute auch die Betten. Die Kindern dürfen jetzt nach hinten in die Bettenlandschaft, wir Großen nehmen das Hubbett. Die erhofften Vorteile werden sich bestätigen: Wir können noch vorne alles aufräumen oder uns noch mal an den Tisch setzen, während die Kids schon hinten liegen und lesen - nicht schlafen, wo denkt ihr hin… Die Kinder finden den Platz auch toll und haben dank Schiebtür ihr eigenes Reich im Heck. Stellplatz Les Tipis du Soleil, Domaine les Carals, 34290 Montblanc, Frankreich Der Anfang des Berichts liest sich schon prima. Ich bin gespannt wie es weiter geht. Gruß Birgit Nachdem unsere ähnlich geplante Osterreise gecancelt werden musste, freue ich mich ganz besonders auf deinen Reisebericht...mach fürre! LGElfie Jaha... :lach: Tag 3, Sonntag 24. März Spanien ist schon fast greifbar. Wir starten wieder früh und schleichen in der Morgensonne aus den Weinbauten hinaus zurück zur Autobahn. Bald sehen wir schon die Ausläufer der Pyrenäen und überqueren die Grenze. Wieder ist eine kurzfristige Plananpassung angesagt. Wobei „Plan“ zu viel ist: Viele Ideen ja, aber die letztlich Entscheidung treffen wir erst am Tag selbst, insbesondere, wenn das Wetter nicht so stabil vorhersagbar ist. Wir entscheiden uns gegen die Küste, gegen Barcelona (in Gedanken sind wir schon bei der 3. Spanien-Tour, die allein dem Norden gewidmet sein soll - dann aber im Sommer!) und steuern das Kloster Montserrat westlich von Barcelona an. Bei noch schönstem Sonnenschein baut sich der beeindruckende Berg mit dem Kloster vor uns auf. Wir wollen nach oben fahren und evtl. sogar dort übernachten. Anders als im Tag elektronisch angezeigt, gibt es aber quasi keine Parkplätze. Also es gibt sie schon, aber sie sind allesamt belegt und die Schranke öffnet sich offenbar nur, wenn gerade jemand rausgefahren ist. Ca. 45min stehen wir in der Schlange am Berg, bis wir endlich auf den Parkplatz dürfen. Dort die Ernüchterung: Für unser langes Wohnmobil gibt es fast keine Plätze. Mit viel Glück stehen wir dann irgendwie doch. Nicht ganz regulär, aber auch nicht im Weg. Also auf zum Kloster. Um noch ein bisschen gutes Wetter mitzunehmen - es wird minütlich kälter und nebliger - fahren wir direkt mit der Zahnradbahn ganz nach oben auf den Berg. Hier kann man mit Sicherheit toll wandern, aber heute macht das keinen Spaß. Die Wolken versammeln sich hier, bleiben hängen, regnen sogar ein bisschen ab. Es ist eisig kalt, so dass wir nach nicht langer Zeit die Rückfahrt antreten. Die Fahrt selbst ist allerdings ein kleines Erlebnis, wenn auch völlig überteuert. Wieder unten besichtigen wir das Kloster und kehren dann zum Auto zurück. Auf einen tollen Sonnenaufgang- oder Untergang können wir bei diesem Wetter ohnehin nicht hoffen, also lieber noch ein paar Kilometer abarbeiten. Wir fahren bis an die Küste, wo wir auf einem Strandparkplatz mit vereinzelten weiteren Mobilen eine Nacht verbringen, in der wir nur das Rauschen der Wellen hören… Ok, das ist gelogen. Alle 10min unterbricht ein Zug die Wellen :lach: Das hört aber am späteren Abend auf, die Nacht selbst ist tatsächlich ruhig. Stellplatz: Carrer Aneto, 43883, Tarragona, Spanien Pizza Calzone aus dem Omnia! Parkplatz mit "Meerblick" Tag 4, Montag 25. März Für heute haben wir uns die Weiterfahrt nach Valencia vorgenommen. Dort möchten wir gerne einen Tag verbringen. Leider bekommen wir aber in aller Deutlichkeit zu spüren, dass erstens Semana Santa und zweitens Südspanien einfach viel, viel voller ist. Es zeigt sich unsere Unerfahrenheit: Letztes Jahr im Norden war die Semana Santa, also die Karwoche, überhaupt kein Problem. Im Süden hatten wir dann für Ostern und Gründonnerstag Plätze reserviert. Hier unten aber tummeln sich überall Wohnmobile. Und so kommt es, wie es kommen muss: Wir bekommen einfach keinen Platz mehr in Valencia! Ein öffentlicher Parkplatz kommt in der Großstadt für uns nicht in Frage, also erneute Planänderung und Weiterfahrt. Zudem regnet es den ganzen Tag. Also machen wir das Beste draus und sammeln Kilometer. In Murcia parken wir kurz auf einem riesigen Parkplatz eines Einkaufcenters. Die benachbarte „Area Autocaravanas“ ist rappelvoll und es ist laut und ungemütlich. Nach einem schnellen Einkauf im Decathlon (mein Mann hat keine Wanderhose dabei und braucht ohnehin eine Zweithose für zuhause) fahren wir also wieder raus aus der Stadt. In Librillia finden wir einen kleinen privaten Stellplatz inmitten einer Zitronenplantage. Der freundliche Betreiber lässt uns nach unserer telefonischen Voranfrage mit meinen paar Brocken Spanisch das Tor offen, so dass wir eine herrlich stille Nacht verbringen dürfen. Die absolute Wohltat nach dem Großstadttrubel! Stellplatz: „Campo Toni“ Paraje las Pujantas, 1, 30892 Librilla, Murcia, Spanien Unser Wecker für morgen früh :lol: Ich steige mal mit ein ... und genieße "Land und Leute"! :daumen2: Olé! In vier Tagen nach Valencia - Respekt - wann ist Urlaub? Beste Gruesse Bernd Weiter geht's... Tag 5, Dienstag 26. März Sanft geweckt von Hahnengeschrei beginnen wir den heutigen Tag umgeben von Zitronen. Man muss hier gar nicht weg… Eine absolute Idylle… Aber wir haben ja noch etwas vor. Also kurze Tagesplanung beim Frühstück und dann geht‘s los. Erstes Ziel: Ein kleiner, aber feiner Canyon namens Estrecho de la Arboleja. Nie von ihm gehört, in keiner Reiseempfehlung gefunden, ein typisches Google Maps Ziel, das mich mit seinen spannenden Fotos sofort ansprach. Und tatsächlich finden wir eine kleine enge Schlucht vor, die sich auf einem kurzen Wanderweg prima erkunden lässt. Die Kinder haben mega Spaß und klettern fleißig, während ich Fotos mache. Kommt man vom Parkplatz die Stufen hinunter in den Canyon, dann öffnet er sich nach links. Man kann ein paar wenige Kilometer bis an sein Ende gehen. Der Weg nach rechts führt in das eigentliche Highlight, also den engen Teil der Schlucht. Die Kinder berichten sogar von einer Art Kamin mit in den Fels gehauenen Stufen, den man erst sieht, wenn man einen Absatz hochklettert. Uns wird das aber allmählich zu viel des Guten - einen verstauchten Knöchel zu Beginn des Urlaubs braucht niemand... Die Wände sehen auf etlichen Quadratmetern völlig bizarr aus. Die andere Seite des Canyons. Der nächste Halt ist in Lorca. Der offizielle Stellplatz der Stadt ist besetzt und nur für Inhaber einer bestimmten Netzwerkkarte, aber wir stehen problemlos vor einem großen Supermarkt und laufen von hier in die Innenstadt. Heute beginnt der Wind, richtig stark zu werden. Eigentlich können wir den Zeitpunkt sogar exakt benennen: Wir haben uns gerade an einem Tisch einer Bar an der Plaza de Espana niedergelassen, um ein spätes Mittagessen zu bestellen, als eine Windböe den Platz innerhalb von Sekunden verwüstet: Etliche Tische und Stühle stürmen auf uns zu, Flaschen zerspringen, Tischdecken fliegen davon… Zum Glück passiert nichts Ernstes, aber wir ziehen besser ins Innere der Bar um… Die ersten Tapas des Jahres schmecken prima, so dass wir danach noch ein wenig Lorca mit seinen vielen alten Gebäuden erkunden können. Vorbereitungen für die Osterprozession: Tag 5 endet auf einem unspektakulären Stellplatz nahe der Autobahn, dessen offizielle Plätze - natürlich - allesamt besetzt sind. Zum Glück gibt es weitere Parkplätze. Diese Nacht ist alles andere als ruhig: Verkehrslärm und vor allem permanente Sturmböen sind allgegenwärtig, aber man kann ja nicht jede Nacht perfekt stehen ;D Immerhin entdecken wir in der direkten Umgebung die erste wirklich günstige Tankstelle. Rund 20ct unter den üblichen Tankstationen! Außerdem machen wir uns Gedanken über die nächsten Tage. Am liebsten möchten wir ja bis an die Algarve fahren. Und das Wetter treibt uns regelrecht dorthin! Für morgen soll es hier um Murcía aber noch einmal schön werden (schön windig vor allem, wie wir dann feststellen...), deshalb planen wir einen Abstecher an den Strand, bevor wir durchs Hinterland weiter nach Westen fahren möchten. Stellplatz: C. Paraje de los Corrales, 30890 Puerto Lumbreras, Murcia, Spanien Tag 6, Mittwoch 27. März Heute besuchen wir eines der Highlights der Reise, aber bis dahin wird es Nachmittag sein. Als wir aufwachen, ist es frisch im Wohnmobil und es windet weiterhin. Schnell weg von dem Platz. Die Kinder wünschen sich Strand - warum nicht. Das Wetter ist hier in der Region Murcia ohnehin mit Abstand am besten im Vergleich zum Rest Spaniens und insbesondere zu den Gebieten weiter westlich, die wir demnächst ansteuern werden. Okay, mal abgesehen vom Wind. Auf der Karte erscheint mir Calabardina ganz adrett. Es entpuppt sich auch als kleines, nettes und schön gelegenes Örtchen, ist aber letztlich eine Ansammlung von (hübschen) Ferienhäuschen. Wir bummeln durch den Ort und parken eine Weile direkt am Strand wenige Meter vor den Wellen. Es stürmt auch hier, so dass der Strandtag nicht allzu lang dauert… Auf meiner Liste stehen noch Thermalquellen. Sonne haben wir ja, aber es ist kühl und windig. Quellen mit warmem Wasser klingen da perfekt. Unser nächstes Ziel sind also die Thermalquellen von Zujar und wir beschließen, dass es nicht nötig ist, auf das angeblich wärmere Wetter des nächsten Tages zu warten. 38°C sollen die Quellen angeblich haben; na dann sollten 15°C Außentemperatur doch kein Problem darstellen! Die Thermalquellen enttäuschen uns nicht, ganz im Gegenteil. Das Wasser ist tatsächlich richtig, richtig warm, man badet wie in einer riesigen Badewanne. Das Tollste aber ist die sagenhaft schöne Landschaft hier. Wir parken mit grandioser Aussicht auf die Ausläufer der Gorafe-Wüste und entscheiden spontan, hier oberhalb der Quellen zu übernachten. Neben einzelnen weiteren Freistehern trotzen wir dem tosenden Wind und hoffen, dass die Bäumchen neben uns sturmerprobt sind und nicht gerade heute Nacht auf unser nagelneues Mietmobil fallen. Im Verlaufe des Abends werden die Böen schwächer: Wir haben nicht mehr das Gefühl, gleich abzuheben, sondern es ist nur noch ein sanftes Schaukeln des Wohnmobils. Man könnte fast sagen, wir werden in den Schlaf geschuckelt… Stellplatz: Carr. de los Baños, 18811 Zújar, Granada, Spanien Calabardina Grandiose Landschaften Der kleine Quellenbadesee: Hier sieht man mitten im Wasser wohl eine der Quellen nach oben sprudeln: Kühles Frischwasser - vielleicht wäre es sonst zu heiß zum Baden?? Einer der schönsten Stellplätze auf dieser Tour mit umwerfendem Ausblick: Tag 7, Donnerstag 28. März Nach einer weiteren stürmischen Nacht verlassen wir Antequera bei Starkregen. Später erfahren wir, dass heute vier Menschen in dem Sturm umkommen. Wie tragisch :| Wir orientieren uns an den Regenpausen und versuchen den einen oder anderen Stop. So richtig klappt es aber erst in El Rocio. Hier im Nationalpark Donana ist das gröbste durch. Die Stadt besitzt fast nur Straßen aus Sand, die entsprechend schlammig sind. Das ist aber nicht weiter schlimm, die meisten sind hier ohnehin hoch zu Ross unterwegs! Der Ort gefällt uns gut, ist aber - Semana Santa sei Dank - recht voll und entsprechend touristisch ausgelegt. Wir fahren weiter an die Küste. Endlich Atlantik! Der Strand ist vom Sturm etwas mitgenommen, aber trotzdem beeindruckend. Wir parken für eine Weile direkt über der Küste und genießen den Blick, während die Kinder im Sand graben und Muscheln suchen. I Anschluss geht es weiter. Wir haben nur noch einen überschaubaren Weg vor uns. Jetzt heißt es: Ab ins Nirvana! Für das Osterwochenende haben wir uns vor zwei Tagen in einem sympathischen kleinen, privat geführten Stellplatz eingemietet. In der Bar läuft immer gute Musik, wir genießen große Duschen und Landstrom zum Föhnen (Strom haben wir eigentlich sonst nie, nur das bisschen aus der Bordbatterie) und Kaltgetränke von der Bar. Der Wind ist abgeflaut, dafür kreischen uns die Grillen lautstark in den Schlaf… Stellplatz: „Nirvana“ Parcela 74 polígono 13, 21590 Villablanca, Huelva, Spanien Tag 8/9, Freitag/Samstag 29./30 März Wir sind zwei Tage hier im Nirvana und fahren am Karsamstag nur kurz zum Einkaufen. Unterwegs werden noch ein paar Vögel fotografiert und abends gibt’s Lasagne aus dem Omnia. Ansonsten ist heute Pause angesagt. Auch mal ganz schön… Die tollen Aufnahmen vermitteln einen Eindruck von der Schönheit der jeweiligen Region. Manche rufen Erinnerungen wach. Vielen Dank, man wünscht sich mehr davon. Tag 10, Sonntag 31. März (Ostersonntag) Aus dem Nirvana raus und direkt hinein nach Portugal! Wie fühlen uns gleich heimisch, denn es schüttet zu unserer Ankunft genauso wie drüben in Spanien in den letzten Tagen… Praktischerweise können wir die Zeitumstellung der Osternacht getrost ignorieren, denn Portugal liegt ja bekanntlich eine Stunde zurück. Die Maut hatte uns vorher etwas Kopfzerbrechen bereitet, das Thema ist nämlich gar nicht so simple, wie es klingt. Aber die Online-Registrierung für Easy Toll vorab scheint geklappt zu haben, und wir fahren problemlos auf die portugiesische Autobahn. Heute geht es nur durchs Hinterland. Der erste Stopp ist Loulé mit seinem arabischen Basar, der heute am Ostersonntag allerdings geschlossen ist. Weiter geht es im Anschluss nach Alte, angeblich eines der schönsten Dörfer der Algarve. Ja, es ist ganz hübsch :) Lustig finden wir die vielen umhäkelten Baumstämme. Das hatten wir auch schon im Nirvana gesehen; ich muss mal herausfinden, was es damit auf sich hat… Alcantarilha heißt das nächste Örtchen, dass wir ansteuern, aber tatsächlich nur wegen seiner Kirche mit der Capella de Ossos. Die ist wirklich ziemlich schaurig! Klein, aber vollständig mit Schädeln und Knochen ausgekleidet *grusel* Am Nachmittag erreichen wir unser heutiges Tagesziel Silves. Die Stadt liegt schön am Hang, bewacht von einem mächtigen Kastell, das einträchtig neben der Kathedrale auf dem Berg thront. Die Stadt ist sympathisch und hat geschichtlich einiges zu bieten. Wir stehen auf einem Stelllplatz direkt am Fluss, der schön gelegen und gut ausgestattet ist. Auch die Störche fühlen sich hier wohl, einer kreist beständig über dem Platz und alle scheinen sie fleißig beim Nestbau zu sein. Stellplatz: Parque do Rio, Área de Serviço para Autocaravanas - Silves, Avenida marginal, 8300-101 Silves, Portugal Ach schade, jetzt ist mir doch etwas durcheinander geraten! Tag 7 stimmt nicht, der ist Tag 8 :lach: Tag 7 habe ich unterschlagen, sorry. Hier wird er nachgeliefert. Also, das hier ist Tag 7, Donnerstag 28. März Wir haben die stürmische Nacht am Hang mit Blick auf die Wüstenausläufer und die Thermalquellen gut überstanden. Die Landschaft ist schon hier bei den Quellen so beeindruckend, dass wir beschließen, sie am heutigen Tag noch weiter zu genießen. Wir fahren in den nahegelegenen Ort Gorafe, bei dem die gleichnamige „Desierto de Gorafe“ beginnt. Der Ort selbst liegt perfekt an die steilen Hänge angepasst in einer weiten Schlucht. Etliche Häuser sind - wie für diese Region typisch - in die Felsen hineingebaut. Man sieht meist nur eine hübsche Front und irgendwo oberhalb einen Schornstein, der aus den Felsen herausragt. Unser Hauptziel ist ein Aussichtspunkt oberhalb des Ortes, rund 3,5km entfernt. Leider darf die Straße vom Ort dorthin nicht mit Wohnmobilen befahren werden, so dass wir unser Glück mit den Fahrrädern versuchen. Um es kurz zu machen: Das war nix. Zwar bewältigen wir mit einigem Schweiß den steilen Anstieg vom Ort auf die Hochebene, aber dort oben ist der Wind in seinen ständigen Böen so brutal stark, das das Radfahren auf der Schotterpiste unmöglich ist. Wir machen noch einige Fotos, denn der Ausblick ist schon von hier überwältigend, und kehren dann notgedrungen um. Der Besuch der Wüste selbst ist nur mit E-Bikes oder Jeeps zu empfehlen, so dass wir uns mit den Aus- bzw. Einblicken von oben begnügen müssen. Eindrucksvoll ist es dennoch! Von Karfreitag bis Ostersonntag haben wir uns ein Plätzchen auf einem Stellplatz nahe der portugiesischen Grenze gesichert. Andalusien haben wir im letzten Jahr ausgiebig bereist, daher fahren wir nach dem Besuch von Gorafe noch ein gutes Stück weiter. Wir passieren Guadix, wo wir letztes Jahr unsere Ostertapas auf einer kleinen Plaza genossen hatten, und lassen auch Granada buchstäblich links liegen. Leider ist es unmöglich, ohne eine wochen-, besser monatelange Onlinebuchung im voraus an Tickets zu kommen, so dass wir die Paläste auch dieses Mal nicht besuchen. Eine Buchung hätte unsere Route doch sehr festgelegt und terminiert. Unser Übernachtungsstopp für heute ist Antequera. Dieses schöne Städtchen haben wir bereits im letzten Jahr angesteuert, konnten es aber aus Zeitgründen nicht direkt besuchen, sondern standen lediglich auf einem schönen Parkplatz oberhalb der Stadt. Heute haben wir mehr Zeit und besuchen noch das historische Zentrum, nachdem wir einen halbwegs befestigten Platz auf dem total verschlammten Parkplatz gefunden haben. Der Besuch einer sympathischen kleinen Bar erweist sich als teilweise erfolgreich. Unser Spanisch muss dringend besser werden. Aus meiner Beschreibung einer Apfelschorle wird ein durchaus leckerer Cocktail, der nur so gar nichts mit Apfelsaft gemein hat. Und die in der Karte angepriesenen gemischten Tapas werden nach meiner Bitte „sin carne pero con pescados“ zu einer reinen Fischplatte… Die nächste Bestellung übernimmt der Google Übersetzer! Stellplatz: Arrabal S.gener.adscritos a S.u.p, 12, 29200 Antequera, Málaga, Spanien Sorry, viel zu tun gerade. Liest noch jemand mit...? Ich mache mal weiter. Tag 11, Montag, 1. April Nach einer ruhigen Nacht am Fluss unterhalb der Altstadt von Silves brechen wir auf und schlagen den Weg in Richtung der Küste ein. Bei unserer Abreise beobachten wir noch eine Weile die Dutzenden von Störchen, die hier fleißig mit dem Bau ihres Horstes beschäftigt sind und dabei immer wieder direkt über unser Wohnmobil fliegen. Wir steuern Carvoeiro an, was als hübscher Küstenort, aber auch nicht wirklich wohnmobiltauglich gilt. Dank Park4Night finden wir aber einen günstig gelegenen Parkplatz innerhalb einer Villensiedlung, wo wir das Auto unbesorgt zurücklassen. Schnell sind wir in dem kleinen, ziemlich touristischen Ortskern. Endlich finde ich einen echten Korkgürtel! Das hatte letztes Jahr nicht klappen wollen, der als „Sí, sí, es chorco!“ angepriesene Gürtel hatte sich damals leider als 100% PU erwiesen und musste im Laden bleiben… Vom Strand aus begeben wir uns auf einen Küstenwanderweg durch die sog. Algar Seco, zerklüftete Felsen voller Löcher und Höhlen, in denen wir einige Zeit herumklettern. Eigentlich wollen wir nach der kleinen Wanderung bei Carvoeiro noch den Strand „Tres Hermanos“ bei Alvor besuchen, entscheiden uns dann aber doch dafür, lieber etwas früher bei unserem anvisierten Stellplatz anzukommen und lieber noch den dortigen Strand zu besuchen. Die Entscheidung ist genau richtig! Wir finden einen hübschen Platz vor, stehen am Rand mit Blick ins Grüne und haben noch genug Zeit, um mit den Fahrrädern ins nahe gelegene Burgau zu radeln. Am Strand dort ist es durch die geschützte Lage und das zunehmend bessere Wetter so warm, dass wir es schon bereuen, die Badesachen nicht eingepackt zu haben. Also bleibt es bei einer riesigen Sandburg - bis die Flut irgendwann nicht mehr nur zögernd anklopft, sondern eine große Welle alles buchstäblich platt macht. Apropos Wellen, Surfer fühlen sich hier ebenfalls wohl! Der ganze Ort ist auf ihren Besuch ausgerichtet und es sind eine Menge junger Menschen unterwegs. Selbst die winzigen Supermärkte hier haben sich auf die Gäste gut eingestellt und bieten überraschend viel Veggie-Essen, Bio und ausgewählte importierte Lebensmittel wie (wörtlich) „Speisequark“. Ich liebe ja Quark zum Frühstück, aber die rund 3€ für das Becherchen spare ich mir dann doch… Stellplatz: Quinta Pedagógica Santo Anjo 36HH+G6, R. Maria José Rijo, 8600-120 Luz, Portugal Hallo Azalee123, Danke für den Reisebericht und die schönen Aufnahmen. Gruß Fildermann Hallo, ich lese auch diesen Bericht gerne mit. Vielen Dank fürs Teilen und das Zeigen der schönen Fotos. Ist einer der besten Berichte hier. Ich freue mich auf die weitere Reise. Beste Grüße Oliver Danke für den tollen Reisebericht und die super Fotos! Moin,moin, ich verfolge auch interessiert Deinen Bericht und freue mich auf die Fortsetzung(en): Deine Berichte sind ansprechend, ehrlich und spiegeln Eure Begeisterung und Lebensart, die tollen Bilder ergänzen es wunderbar. Danke fürs Teilhaben lassen ;-) Mein Interesse an Portugal steigt :D Herzliche Grüße fritzi Hallo Azalee123, Vielen Dank für Deinen Bericht. Am Samstag geht's für 5 Wochen rel. Ungeplant los und ich lasse mich durch Deinen Bericht gerne inspirieren LG. rio Danke schön für eure Rückmeldungen! Das motiviert sehr :) Dann machen wir mal weiter... Tag 12, Dienstag 2. April Heute besuchen wir Lagos. Die Felsen an der dortigen Ponta da Piedade sind die Fotomotive schlechthin, wenn es um Algarvebilder geht. Leider verschwindet die Sonne während unseres Aufenthaltes, so dass die spektakulärsten Felsbuchten ohne selbige wirken müssen. Angesichts der faszinierenden Formationen kein Problem. Zuerst spazieren wir durch Lagos‘ alte Innenstadt und bummeln durch die Fußgängerzone. Nach einem schnellen Mittagssnack machen wir uns vom Wohnmobilparkplatz zu Fuß auf zu den Küstenfelsen. Auf angelegten Holzstegen kann man hier von einem zum anderen Mirador spazieren, was wir natürlich schnell aufgeben und uns lieber auf den schmalen Trampelpfaden durch den kargen Bewuchs schlängeln. Die Ausblicke, die sich einem hier bieten, sind grandios! Zum Abschluss steigen wir noch - wie alle Besucher hier - die Treppen zum Wasser hinab. Hier stauen sich vor den besten Fotostopps schon die Menschen und ich möchte mir gar nicht vorstellen, was hier im Sommer los sein mag… Am späten Nachmittag kehren wir zurück auf den netten Stellplatz, waschen noch eine Runde, kochen zum x-ten Mal in unserem Omnia (ich bin echt happy, dass es mittlerweile eine Maxi-Antihaft-Version gibt, also größer als die Standardform und ohne direkten Aluminiumkontakt zum Essen!). Tag 13, Mittwoch 3. April Nach einer weiteren Nacht auf dem ansprechenden Stellplatz verlassen wir Burgau heute. Ein Strandtag ist geplant: Erst Sagres besichtigen, dann baden! Sagres ist das Surferidyll schlechthin. Je nach Können und Wellen/Wind kann man sich seinen Lieblingsstrand aussuchen. Nach dem Besuch des Geländes rund um die alte Burg und des Cabo Sao Vicente wählen wir den südlich gelegenen Hausstrand von Sagres. Hier sind einige Gruppen von Surfanfängern unterwegs. Unsere Kinder stürzen sich ebenso in die Wellen - ohne Bord und ohne Neoprenanzug, aber so what. Der Strand ist auch optisch ein Traum: Sand, Felsen, Höhlen und alles sehr sauber. Am frühen Abend trennen wir uns von Sagres und fahren noch ein Stündchen gen Norden. Im Ort selbst hätte es keine legale Übernachtungsmöglichkeit gegeben. Wir entscheiden uns für einen einfachen, günstigen Platz im Grünen. Nichts besonderes, Dienstleistungen kosten extra, aber in Portugal ist das mit dem Freistehen ja so eine Sache. Und gerade hier im Nationalpark ist es strengstens verboten, also gehen wir lieber auf einen ausgewiesenen Platz und zahlen ein paar Euro. Stellplatz: Sítio Francelho, 8670-120 Bordeira, Portugal Sonnenaufgangsblick aus unserem Fenster Cooles Mega-Mobil neben uns: Strand und Küste in Sagres Tag 14, Donnerstag 4. April Die grobe Planung der letzten Urlaubswoche reift allmählich: Lissabon ist ein Muss, danach weiter die Nordküste hoch durch Galizien und an der spanischen Nordküste entlang zurück. Die Alternativroute, also quasi auf direktem Weg von Lissabon nach Hause, wäre nicht sooo viel kürzer, deshalb entscheiden wir uns für den weiteren Weg durch Spaniens Norden. In diesen Tagen spüren wir erstmals so richtig den Kompromiss, den wir eingehen: Viel Strecke, weit entfernte Ziele bereisen, aber vor Ort dann teilweise wenig Zeit. Wir werden etliche lohnenswerte Ziele liegenlassen müssen, allerdings war immer die Idee, die am weitesten entfernten und gleichzeitig im Sommer am heißesten Gegenden jetzt in den langen Osterferien zu bereisen, und das haben wir mit dem südlichen Portugal umgesetzt. Auch der Nationalpark der Westalgarve ist so schön, hier könnte man auch tagelang einen Strand nach dem anderen anfahren, Muscheln suchen, immer noch tollere Fotos schießen… Ein kleiner Trost ist, dass einige Zufahrten entweder von der Straßenart her für unser Wohnmobil nicht möglich oder direkt verboten sind. Allmählich verstehe ich die Leute, die auf einem Anhänger noch einen Kleinwagen dabeihaben *g* Wir stoppen aber trotzdem, und zwar gleich nach ein paar Kilometern. Oberhalb einer Bucht und eines kleinen Dorfes staunen wir über die unglaublich schöne Westküste im südlichen Portugal. Überall sieht man die Auswirkungen des immer präsenten Atlantiks: saftiges Grün, üppiger Bewuchs, weite und gleichzeitig hohe Steilküsten und große Buchten mit breiten Sandstränden. Alles ist groß und üppig und irgendwie überdimensioniert, ohne an Authentizität einzubüßen. Der nächste Stop geschieht ganz spontan, weil die Küste von der Straße aus so verlockend und reizvoll hinter einem kleinen Städtchen hervorlinst. Also ab nach Vila Nova de Milfontes. Den Ort hatten wir nicht auf dem Schirm, aber er erweist sich als toller Zwischenstop: hübsche Gassen, eine kleine Burg, eine geniale Lage an der Flussmündung, der Atlantik davor mit tollen Stränden und Surferwellen - super! Am Nachmittag erreichen wir einen südlichen Vorort von Lissabon. Hier soll es zwei Übernachtungsmöglichkeiten geben. Die erste ist ein Supermarktparkplatz mit V/E. Hier gibt es einen Stand mit leckeren Churros. Die kommen genau richtig! Weil es noch so früh ist, wagen wir nach der Stärkung einen Versuch, mit dem Wohnmobil nach Lissabon hineinzufahren und einen angeblich für Wohnmobile geeigneten Tagesparkplatz anzusteuern. Großer Fehler! Google verschweigt uns, dass die Hauptstraße entlang des Flusses Tejo nur für „local trasporto“ vorgesehen ist und nach einigem Durcheinander finden wir uns plötzlich auf einer einspurigen, voll befahrenen Überführung wieder, während wir gerade noch ein Verbotsschild für Autos über 2,80m Höhe aus dem Augenwinkel an uns vorbeiziehen sehen. Der Schreck ist groß, aber vor der tatsächlichen Höhenbeschränkung gibt es zum Glück noch einen Kreisel, der uns die Umkehr ermöglicht und wieder aus der Gefahrenzone herausführt. Wir haben genug von dem Stress, der Verkehr wird immer dichter und allmählich lohnt es sich auch zeitlich nicht mehr. Also geben wir auf und fahren in die Vorstadt zurück. Immerhin haben wir jetzt schon zweimal Lissabons „Golden Gate Bridge“, die Ponta 25 de Abril, passiert. Auf der anderen Uferseite entscheiden wir uns, es trotz der mittlerweile fortgeschrittenen Uhrzeit doch bei dem offiziellen, aber ebenfalls kostenlosen Stellplatz zu versuchen, und bekommen tatsächlich noch eines der wenigen freien Plätzchen. Ein paar Minuten später müssen ankommenden Wohnmobile unverrichteter Dinge weiterfahren, der Platz ist schnell gefüllt. Wir stehen mitten in der Stadt, aber die Nacht ist ruhig und die Lage fühlt sich sehr sicher an. Selbst ein kleiner Park ist in der direkten Umgebung, so dass auch die Kids noch mal auf Tour gehen können und im Park sogar einen Spielplatz auffinden. Stellplatz: 2855-706 Corroios, Portugal Ich fahre hier auch sehr gerne mit. Danke fürs mitnehmen! Tag 15, Freitag 5. April Früh morgens stehen wir auf und unternehmen den zweiten Versuch, die Hauptstadt Portugals zu besuchen. Dieser klappt deutlich besser. Ein Uber ist schnell bestellt und nach wenigen Minuten vor Ort. Es bringt uns zügig zur Placa de Comercio, von wo aus wir unseren Rundgang starten. Wir schauen uns anhand einer vorgeschlagenen Route zu Fuß die typischen Sehenswürdigkeiten der Altstadt an und genießen das Flair dieser schönen Stadt. Allgegenwärtig sind die historischen Bahnen. Die beliebte E28, mit der wir eigentlich hinüber ins Alfama-Viertel wechseln wollen, ist allerdings permanent überfüllt. Also gehen wir zu Fuß, die Entfernungen sind hier schließlich nicht so groß. Immer wieder bieten Miradores tolle Blicke auf die lebendige Stadt. Wir probieren die Lissaboner Spezialität, die Pasteis (mit Pudding gefüllte Blätterteigtörtchen) und sind sehr angetan. Am späten Nachmittag sind besonders die Kids dann ziemlich platt, so dass wir - leider, leider - auf den Torre de Bélem verzichten und uns wieder ein Uber für den Rückweg zum Stellplatz rufen. Am Torre wollen wir bei der Ausreise aus Lissabon vorbei, verwerfen die Idee dann aber wieder: zu viel Verkehr, zu unklare Parksituation und die Erfahrung vom Vortag hängt uns noch etwas nach… So bleibt es bei einem kurzen, aber eindrucksvollen Lissabonerlebnis. Eine wirklich schöne Stadt, die man gerne auch 3 Tage lang besuchen könnte! Da wir noch einige Kilometer für die nächsten Tage geplant haben, fahren wir noch etwas, bevor wir die nächste Übernachtungsmöglichkeit anpeilen. Wir entscheiden uns für den offiziellen Stellplatz in Peniche, der zwar nicht gerade schön gelegen ist, dafür aber zentral, und alles bietet, was man braucht (Yeah, am Frischwasserhahn steht sogar „Trinkwasser“ dran! Nicht dass wir Wasser aus dem Tank des WoMos trinken würden, aber es gibt ein besseres Gefühl, wenn man damit spült, Obst wäscht oder sich die Zähne putzt :mrgreen: ). In wenigen Minuten sind wir von hier aus zu Fuß in der Innenstadt. Diese ist nicht spektakulär, wirkt dafür aber sehr authentisch. Vor allem aber finden wir ein ganz tolles kleines Burgerrestaurant mit sehr leckeren Veggie-Burgern und perfekten Pommes! Stellplatz: N 39º 21' 58.590'' W 09º 22' 45.264, R. da Liberdade 12, 2520-322 Peniche, Portugal Hallo, ich bin klammheimlich auch zugestiegen. Ein wirklich schöner Reisebericht mit tollen Fotos, so was liebe ich! Da Portugal als Reiseziel für 2025 ansteht freue ich mich ganz besonders auf die Fortsetzungen. Danke fürs Mitreisen lassen. Beeindruckende Bilder & tolle Beschreibung! Sind mittlerweile in Montpellier bei sowas von Regen, aber Vorfreude ist bekanntlich die schönste Danke dafür Machst du klasse! Lieben Dank Super, dass so viele dabei sind! :) Tag 16, Samstag 6. April Leider hat die Wettervorhersage Recht behalten: Heute ist wieder Regen angesagt! Wir sind schon darauf eingestellt und haben die letzten Tage anhand des Wetters in Nord- und Ostspanien geplant. Seit ich Fotos vom berühmten Kathedralenstrand in Galicien gesehen habe, reizt uns dieser Ort noch ganz besonders. Also beschließen wir, den Regentag mit Fahren zu verbringen. Nordportugal muss unbedingt ein anderes Mal bereist werden, aber ebenso wie die spanische Nordküste können wir uns das auch im Sommer vorstellen. Also lassen wir ein wenig wehmütig etliche portugiesische Städtchen an uns vorüberziehen und kommen dabei gut voran. Die Landschaft hier im Norden Portugals ist weniger spektakulär, richtig spannend wird es aber wieder, als wir in die Nähe von Vigo kommen. Die tiefen Meereseinschnitte erinnern uns an Norwegen und trotz des trüben Wetters ist die Fahrt eindrucksvoll. Habe ich schon irgendwo die von Störchen besiedelten Strommasten gezeigt? Das Foto stammt aus der Gegend um Lissabon, aber das Bild zeigt sich ständig: Ein Nest neben dem anderen! Am späten Nachmittag erreichen wir die Küste östlich von Foz. Eine Versorgung benötigen wir heute nicht, also stellen wir uns neben ein paar weitere Wohnmobile direkt an die Küste. Obwohl der offizielle Kathedralenstrand noch ein paar Kilometer entfernt ist, ist auch der hiesige Strand unglaublich beeindruckend. Es herrscht Niedrigwasser, also haben wir noch die Gelegenheit für einen Strandspaziergang, bei dem wir steile Klippen, Höhlen, mächtige Felsen und später einen tollen Sonnenuntergang bewundern. Der Platz an der Küste gefällt uns unheimlich gut und wir haben schon wieder ein weiteres Ziel für die 3. Spanientour, die schon seit ein paar Tagen im Hinterkopf reift... Stellplatz: Parkplatz an der Praia da Longara 43.560698, -7.193482 Tag 17, Sonntag 7. April Als ich heute aufwache, ist es noch früh. Also schnell die Frontplissees beiseite schieben und den Sonnenaufgang bewundern. Wir müssen uns nicht allzu sehr mit dem Aufstehen und Frühstücken beeilen, dürfen aber die Zeit nicht aus dem Blick verlieren. Schließlich wollen wir jetzt ja den Kathedralenstrand besuchen, was nur bei Niedrigwasser möglich ist. Ab 10:30 Uhr wird das Wasser wieder steigen, also machen wir uns bald auf den Weg. Vor Ort sind wir zunächst fast ein wenig enttäuscht. Diesen Strand hat man selbst morgens bei mäßigem Wetter im Frühling nicht für sich alleine! Der kaum weniger spektakuläre Strand vor unserem Übernachtungsplatz war dagegen regelrecht einsam. Leider hat die Sonne zunächst einer Wolkenschicht den Vortritt gelassen. Trotzdem ist die Küste natürlich beeindruckend. Zu den bekannten Fotospots an den Felstoren, die an ein riesiges Kirchenschiff erinnern, kommen wir nur, indem wir unsere Schuhe ausziehen, die Hosen hochkrempeln und durch das ca. 12° Grad kalte Wasser waten. Aber es lohnt sich, auch wenn wir bei weitem nicht die einzigen sind, die den Weg auf sich genommen haben. Später kommt auch die Sonne heraus und wir nehmen ein paar schöne Fotos mit. Kurz wägen wir ab: Noch eine Nacht an dieser schönen Küste verbringen oder noch ein weiteres Ziel für die Rückfahrt planen? Mal wieder entscheidet das Wetter, denn das wird hier wieder schlechter, weiter im Osten hingegen soll es in den nächsten Tagen besser sein. Wir verabschieden uns von diesem schönen Fleckchen Erde und fahren weiter grob der Küste entlang. Avilés wird für einen kurzen Stopp ausgewählt, weil uns die modernen Bauten in einem Kulturzentrum ansprechen. Vor Ort machen sie dann aber doch weniger her und für einen Besuch der Kunstausstellungen haben wir irgendwie gerade nicht die richtige Muße. Es bleibt also bei einem kleinen Spaziergang und dann geht es auch schon weiter. Für den nächsten Tag fassen wir eine Wanderung zu einem Wasserfall ins Auge, der nur nach Regen Wasser führt. Davon hatten wir doch eigentlich in den letzten Wochen genug und laut den Google-Rezensionen war der "Salto de Nervión" vor wenigen Tagen auch aktiv. Also fahren wir weit genug, um am nächsten Morgen keine weitere Anreise mehr zu haben. Wir entscheiden uns für einen ruhigen Parkplatz neben dem Friedhof von Castro Urdiales. In dem kleinen Städtchen essen wir noch eine Kleinigkeit an der Strandpromenade. Das Beste daran ist die nette Bedienung, die - vielleicht auch mangels Englischkenntnissen - voll auf meine Spanischversuche eingeht. Endlich kann ich mal eine Unterhaltung auf Spanisch zusammenstottern! Stellplatz: n,, C. Padre Basabe, 39700 Castro-Urdiales, Cantabria, Spanien Sorry für die lange Pause! Irgendwie war immer etwas anderes... Aber jetzt! Ist ja nicht mehr viel :ja: Erst mal noch ein paar Fotos aus Aviles: Tag 18, Montag 8. April Wir starten wie immer recht zeitig und machen uns auf den Weg zum (hoffentlich) Wasserfall. Die Route durch die Berge ist toll und gegen Ende schlängelt man sich steile Serpentinen auf die Hochebene hinauf. Oben angekommen parken wir das Wohnmobil und begeben uns auf den Rundwanderweg.Tolle Ausblicke hat man von hier oben. Ständig kreisen Gänsegeier - witzigerweise oft auch unter uns, weil sie vor der Steilwand fliegen und dort ihre Nester bauen, während wir oben am Rand entlangspazieren. Leider, leider gibt es zum Abschluss der Runde doch keinen "Wasser"fall: Die Regentage haben wohl nur für eine kurze nasse Episode gesorgt, all das Wasser ist schon wieder weg. Dafür bläst der Wind wieder einmal so stark, dass wir fast davonfliegen. Auch ohne Wasserfall hat uns die Runde gut gefallen und lohnt sich definitiv. Am Nachmittag fahren wir noch bis Tudela. Das ist auch mal wieder so ein Spontanbesuch und nicht zuletzt mehreren scheinbar recht geeigneten Übernachtungsplätzen dort geschuldet. Der offizielle Platz ist allerdings voll bzw. sind nur noch sehr kurze Plätze frei. Wir fahren daher einen Platz weiter, der sich als kleiner Parkplatz unterhalb der Statue und oberhalb der Kathedrale entpuppt. Perfekt! Wir gehen noch den kurzen Weg in die schöne alte Stadt, besichtigen die tolle Kathedrale mit ihrem imposanten Kreuzgang und dem kleinen angeschlossenen Museum und kehren zum Abend hin in unser kuscheliges Heim mit Kathendralenblick zurück. Wie könnte es anders sein... Hallo, Ihr Lieben, geht es noch weiter mit dem Reisebericht? Ich habe mich jetzt (sorry so spät, da auch wir verreist waren) in Euern Bericht vertieft und bin gespannt, wo es Euch noch hin verschlägt. Portugal wäre auch mal ein Ziel von uns, waren bis jetzt meist im Norgen unterwegs(DK, Schweden, Norwegen). Das die Stellplatzdaten mit dabei waren ist sehr hilfreich, muß man wirklich immer vorher anrufen und reservierren? Danke und viele Grüße Hallo, Ihr Lieben, geht es noch weiter mit dem Reisebericht? Ich habe mich jetzt (sorry so spät, da auch wir verreist waren) in Euern Bericht vertieft und bin gespannt, wo es Euch noch hin verschlägt. Portugal wäre auch mal ein Ziel von uns, waren bis jetzt meist im Norgen unterwegs(DK, Schweden, Norwegen). Das die Stellplatzdaten mit dabei waren ist sehr hilfreich, muß man wirklich immer vorher anrufen und reservierren? Danke und viele Grüße Auch ich lese erst jetzt alles nach. Sehr interessant und unterhaltsam. Ich hoffe das es euch gut geht und der Bericht zu Ende geführt wird? Vielen Dank und alles Gute, vor allem Gesundheit! wollina Hallo zusammen, oh nein, jetzt habe ich das Forum in den letzten Monaten leider total aus den Augen verloren :eek: Dabei hatte ich fest vor, die letzten zwei, drei Tage noch aufzuschreiben. Ich hatte auch gar nicht gesehen, dass ihr noch mal nachgefragt hattet, irgendwie kam keine Benachrichtigung. Entschuldigung!! Jetzt aber! Es fehlen noch drei Tage, die aber hauptsächlich im Auto stattfanden. Tag 19, Dienstag 9. April In aller Ruhe machen wir uns heute fertig. Es ist ein wenig so, als würden wir den Abschied von Spanien etwas hinauszögern... Aber vermutlich liegt es einfach daran, dass unser nächstes Ziel nicht mehr weit weg ist, nicht viel Zeit beanspruchen wird und wir auch einfach allmählich mal einen Gang herausnehmen *lach* Also suchen wir erst einmal in aller Ruhe einen öffentlichen Stellplatz mit V/E auf. Das dauert schon mal, denn es gibt nur so einen "DrückdirdieHandballenwund-Wasserknopf". Aber dann geht es weiter. Bei meinen Recherchen war ich irgendwann auf die Aguareales von Valpalmas gestoßen: Klein-Kappadokien wurde es da genannt. Und die Fotos super! Wir wollten ohnehin gerne einmal die Route durch die Pyränen über Jaca nehmen, also bewegen wir uns gen Osten. Zunächst durchfahren wir "unendliche Weiten" der nordspanischen Halbwüstenlandschaft - wunderschön! Ganz in der Nähe befinden sich die Bardenas Reales, die tolle Wüste mit ihren beeindruckenden Sandsteinerosionen, die wir im letzten Jahr mit den Fahrrädern durchfahren haben. Ganz ähnlich, aber viel kleiner und filigraner, sieht es dann in Valpalmas auch aus: Faszinierende Felsgebilde in einem kleinen Canyon, den man durchlaufen kann. Sehr cool! Die Aguareales: Agüero in perfekter Panoramalage unterhalb seiner Mallos: Wir fahren heute bis Jaca, das wir aber aufgrund der recht späten Stunde nicht mehr besichtigen. Tag 20/21, Dienstag und Mittwoch 10./11. April Die beiden letzten Tag verbringen wir notgedrungen mit dem Fahren. Von Jaca nach Nordhessen ist es ja schon noch ein ordentliches Stück... Die Fahrt verläuft relativ unspektakulär. Die ersten Stunden sind die schönsten, denn die Ein- und Ausblicke in den Pyrenäen sind wirklich toll. Als Übernachtungsplatz suchen wir uns Molinet aus, wo wir den letzten Platz auf einem offiziellen WoMo-Parkplatz ergattern. Die Nacht am Fluss ist ruhig und am nächsten Morgen starten wir wie üblich an den langen Tagen in aller Frühe. Das genieße ich überhaupt sehr: Nur schnell einen Kaffee kochen und dann erst mal mit der aufgehenden Sonne im Blick auf die Autobahn. Nach ein paar Stunden halten wir und frühstücken ausgiebig, bevor es weitergeht. Am frühen Abend sind wir zuhause und haben sogar noch Zeit, an der hiesigen Entsorgung vorbeizufahren. Wie schon im letzten Jahr war auch diese Tour wieder voller Eindrücke und hat uns großen Spaß gemacht. Nur die Strecke hatte es doch in sich. Wir bereuen es zwar nicht, bis an die Algarve gefahren zu sein, aber ab Lissabon befanden wir uns gefühlt nur auf dem Rückweg mit kurzen Stippvisiten hier und da. Zum Teil war das bewusst so geplant, denn die Nordküste Spaniens und evtl. auch den Norden Portugals würden wir uns vermutlich auch im Sommer zutrauen, wenn wir wieder 3 Wochen Zeit investieren können. Die Osterferien sind vorläufig wieder zweiwöchig angelegt, da geht sowas natürlich schlecht. Das WoMo hat uns bei dieser Tour noch besser gefallen als unser erstes. Das war ein großer Alkoven gewesen mit 7,4m Länge, Doppelsitzgruppe etc. Heuer hatten wir einen Teilintegrierten in derselben Länge, aber mit Hubbett und Einzelbetten im Heck. Letztere waren für die Kinder toll, die nicht mehr auf 1,40m kuscheln wollen... Tagsüber diente es mit Tagesdecke auch mal als Liegewiese für alle und das Hubbett war sowieso perfekt: bequem, nicht zu klein für uns und sogar per Knopfdruck steuerbar. Auch dass man wirklich nur die Decke glattziehen musste, war super. Im Vergleich zum Alkoven habe ich die Kopffreiheit im Fahrerraum genossen. Dadurch begann direkt hier schon gefühlt der Wohnraum, sobald man die Sitze umgedreht hatte. Auch den 5. Sitz neben der Eingangstür haben wir gerne genutzt, sei es zum Sitzen, zum Schuheanziehen, zum schnellen Ablegen von Jacken o.ä. an der Tür. Was bleibt? Der Wunsch nach einem eigenen WoMo ist noch größer geworden, außerdem möchten wir Spanigal III im nächsten Sommer angehen :mrgreen: Dann nur der Norden, endlich die Picos besuchen, Santiago, Galicien und unbedingt noch mal den Kathedralenstrand bzw. seine Umgebung. Wäre toll, wenn das im eigenen Mobil stattfinden könnte :ja: Nun ja, wir werden sehen! Vielen Dank fürs Mitfahren und die netten Kommentare! Stellplatz in Molinet: Morgens fährt es sich am schönsten... Ergebnis der Rückreise: Babysöckchen für meine Nichte und meinen Neffen, die während unserer Reise zur Welt gekommen sind :hearts:
Hi! Nein, wir hatten in Portugal nur einen Stellplatz an der Algarve angerufen, was aber gar nicht nötig gewesen war. Die einzige Vorbuchung hatten wir über Ostern (in Spanien im "Nirvana") getätigt und in der Semana Santa ein- oder zweimal vorab angerufen, ob noch Platz ist. Da war es schon spürbar voller überall als sonst. Wir standen oft auf kostenlosen Plätzen und in Spanien häufig auch ganz frei. Natürlich nur, wenn es nicht verboten war, und ohne Campingverhalten. In Portugal ist es ja strenger mit dem Freistehen, da haben wir immer geschaut, dass wir rechtzeitig einen offiziellen Platz anfahren. Vielen Dank für den schönen Reisebericht mit den Fotos. Das war wirklich eine schöne Reise, auch danke für die Beantwortung meiner Frage. Sollte es unsere Gesundheit erlauben (sind Ü70), ist das für 2025 geplant. Aber nicht über Ostern, in den Ferien überlassen wir dass den Familien mit Schulkindern. Viele Grüße und noch viele schöne Reisen wünschen wir Euch! Birgit und Hans- Günhter und Katzendame Piepsi, die immer mit dabei ist. |
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