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Lifepo4 Selbstbau mit Eve Zellen und JBD BMS 1, 2, 3, 4, 5 ... 8


Natron am 12 Jul 2024 11:33:44

Hallo,

ich habe mittlerweile so viel über LifePo4 Batterien und deren mögliche Probleme gelesen, dass ich mich für einen Selbstbau entschieden habe. Damit kann ich mir die optimalen Komponenten aussuchen und vor allem im Fehlerfall kann ich mir auch unterwegs selbst helfen.Ich denke das ist die beste Idee. Ein ErsatzBMS wird also mit auf Reisen gehen :D

Ich habe vor sehr vielen Jahren mal Energieelektroniker gelernt, der Umgang mit Spannungen bis 1000V ist mir nicht völlig fremd. Allerdings ist vor allem mein Elektronikwissen arg eingerostet.

Ich starte hier einen neuen Thread, ich habe bestimmt ein paar Fragen die nächste Zeit und dann kann ich auch ein paar Updates geben, falls jemand interessiert ist.

Anforderung: Wohnmobil mit 1000W Wechselricher (gelegentliche Nutzung des WR mit eher 500W), aber lange Autarkie ist gewüscht um Schlechtwetterphasen zu überbrücken. Ich rechne mit 15Ah Strombedarf am Tag.

Gewünscht war ab 200Ah. Aufgrund von Verfügbarkeit und der Chance eher frische Zellen zu bekommen sind es jetzt 306AH geworden.

Bestellt habe ich 4 * EVE 3.2V 306Ah MB30 Zellen --> Link

Als BMS möchte ich ein JBD BMS mit 200A nehmen. Ich schwanke zwischen diesen beiden:

DP04S007 --> Link
oder diesem
SP04S034 --> Link

Das SP04S034 hat externes BT, was ich eigentlich ganz gut finde, dann kann man es Notfalls abschaltbar machen, wenn es erforderlich wird.
Das DP04S007 ist wahrscheinlich das neuere mit BT integriert.

Gibt es Gründe nicht das SP04S034 zu kaufen sondern lieber das DP04S007?

Als Netzteil möchte ich dieses kaufen Amazon Link
Dazu noch ein paar bessere Krokostrippen, damit man 8-10A auch auf Dauer nutzen kann.

Vielen Dank!

Grüße

Stefan

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klaus3 am 12 Jul 2024 12:29:06

hallo Stefan ,
ja mach das selbst, auch damit du besser verstehst was da abläuft.
Ich habe das auch selbst gemacht im Jan/ Febr 2024.
Habe die 280er Zellen. (in DL gekauft)
ein BMS JBD 200 Amp (gebraucht über ebay Kleinanzeigen)
als Netzteil / Ladegerät habe ich ein einstellbares 30 Amp BT - Gerät von Victron.
( weil bekannt ist das die Victron Geräte bei Vollast sehr heiss werden betreibe ich es nur mit 1/2 = 15 Amp.)
Aber Vorsicht - das V konnte ich nicht einstellen auf die niedrige Zellenspannun 3,x Volt sondern nur auf eine höhere Spannung.
sodass ich damit kein Zell-Balancing machen konnte. (wusste ich vorher nicht)
Ich habe das Erst - Balancing der zusammengebauten 4 Zellen händisch je Zelle gemacht .
(mit 12V Glühbirne einerseits sowie Ladegerät , jeweils Stösse im Sekundenbruchteil. Das gibt guten Einblick )
Also es ging auch - ohne 3 Volt Labornetzteil. Der feine Rest geschah dann im Auto während der Fahrt bei 14,37 Volt.
Die grösste Arbeit war die stehende Plazierung der Zellen unter dem Sitz. (Einzelheiten auf Wunsch)
280 Ah ist schon gut. Trotz Kompressorkühlschrank konnte ich 10 Tage stehen und die Batt hatte noch 60 Prozent.
(Das Wetter im März in Südspanien war leider meist bewölkt. )
Noch was: ich habe einen alten 100 Amp zu 100 mV - Shunt eingebaut und kann mir darüber ständig den Ladestrom analog anzeigen lassen ,- während der Fahrt.
Ganz ohne Bluetooth. Auch die Spannung an der Batt direkt ( VOR dem BMS) .
Viel Erfolg beim bauen.
Gruss Klaus

Natron am 12 Jul 2024 13:00:29

Hallo Klaus,

Vielen Dank! :)

Ich war auch am Überlegen, ob ich es ohne Laborladegerät mache. Aber ich glaube ich mag es jetzt lieber richtig und damit mir auch einfacher machen. Ausserdem bilde ich mir ein dass ich das Ladegerät später noch für andere Zwecke einsetzen kann :lol:
Die Zellen unter dem Fahrersitz stellen wird bei mir denke ich nicht gehen. Ich habe im Ducato 8 nur ca. 20 cm Platz und die Zellen sind 21cm hoch. Ich habe mich damit abgefunden, dass die Zellen auf der schmalen Seite liegen werden.
Mal schauen, vielleicht kommt ja später noch ein Shunt dazu. Ich denke für jetzt wird es erst mal nur Bluetooth geben.

Aber jetzt muss ich mich erst mal für das richtige BMS entscheiden. Es sind nur noch wenige auf Lager..

Grüße

Stefan

Anzeige vom Forum


klaus3 am 12 Jul 2024 15:08:54

hallo Stefan,
ja so ein einstellbares Netzteil kann man gut gebrauchen.
Ich habe die gleiche Zellenhöhe wie du.
Zellen kannst du legen.
Unter den Sitz aufrecht stellen ging bei mir so ::
ich habe unter dem Sitz die komplette "Fussboden -Pappe mit Schaum" raus geschnitten , bis zum Blech.
Mit Oszi - Sägeblatt.
! Vorsicht Kabel quer !
Und das Sitzgestell hinten höher gesetzt / links u rechts 1 cm dicke U -Stahlpatte untergeschoben.
Die 4 Zellen C -förmig angeordnet. Auf ein keilförmiges Brett.
Später auf die gesamt Batt eine Sperrholztafel aufgelegt. Knapp , aber ging.
Gruss Klaus

Natron am 12 Jul 2024 15:35:11

Das ist aber ein ordentlicher Eingriff in das Fahrzeug. So weit möchte ich nicht gehen. Da würde ich auch Ärger mit meiner Mitfahrerin bekommen, wenn die minimale Sitzhöhe plötzlich höher ist :D

Ich werde die Zellen legen. Bei einer Kaufbatterie hätte ich das auch gemacht.

Natron am 12 Jul 2024 16:06:15

Ich habe jetzt mal das JBD SP04S034 200A bestellt. Abschaltbares BT finde ich gut, dann haben böse Buben keine Chance. Und wenn es die falsche Wahl war, wird es das Ersatzbms.

klaus3 am 12 Jul 2024 21:35:57

das JBD hat immer ? ein über kurzes Kabel verbundes ext BT-Teil.
in diesem Kabel kann man einen Draht unterbrechen und einen Schalter einbauen.
Dadurch wird das BT abschaltbar . Das haben einige im Forum so gemacht.

Natron am 12 Jul 2024 21:39:20

Das DP04S007 hat BT auf dem Board. Da wüsste ich nicht wie man das abschalten könnte. Das jetzt bestellte hat ein externes BT device. Das kann ich auf jeden Fall abschalten

basste315 am 12 Jul 2024 23:54:50

Natron hat geschrieben:Ein ErsatzBMS wird also mit auf Reisen gehen :D

Hallo Stefan, ein Ersatz-BMS wirst du nicht brauchen!
Sollte das BMS tatsächlich hops gehen, kann sich der Selbstbauer helfen und den Akku vorübergehend auch ohne BMS betreiben und den Urlaub fortsetzen.
Ein neues BMS hast du innerhalb einer Woche.

:ironie:
Du nimmst ja auch kein Ersatz-Wohnmobil mit :wink:

Helmut

Manolium am 13 Jul 2024 08:51:45

Servus Stefan,
Gute Idee mit dem Selberbauen.
Hab mir auch einen Akku selbst gemacht, nachdem ich mich hier im Forum schlau gelesen habe und das Teil funktioniert Tipitopi.
Empfehlen würde ich Dir nur das etwas größere Netzteil mit 10A (300W), sonst wächst Dir vielleicht beim Warten ein Bart.
LG
Alfred

basste315 am 13 Jul 2024 09:40:36

Manolium hat geschrieben:Empfehlen würde ich Dir nur das etwas größere Netzteil mit 10A (300W), sonst wächst Dir vielleicht beim Warten ein Bart.

Alfred hat recht.

Die Zellen kommen meist nur halbvoll an.
Auch mit einem 10 A Laborlader brauchst du für 4 Stück 300 Ah-Zellen eine Ewigkeit :cry: , wenn du sie zum Initialbalancen --> Link parallel schalten und mit 3,65 V laden willst.

Das war vor einigen Jahren die gängige Methode, weil damals die meisten BMS-Brettchen schwache Balancer mit nur 30 - 50 mA hatten. Manche Selbstbauer haben den Block sofort seriell geschaltet und das "Feintuning" mit einer KFZ-Birne gemacht. Dann geht es schneller :idea: .

Das von dir ins Auge gefasste 200 A JBD-BMS hat aber einen "starken" Balancer mit 150 mA, der sollte auch "ungezogene" Zellen ausgleichen können.
Ich würde daher heutzutage die Zellen sofort seriell schalten und das Initialbalancen mit einer Ladespannung von 14,4 V bis 14,6 V versuchen.

Welche Ladegeräte stehen dir zur Verfügung? (Netz, Solar, Booster) ?
Vielleicht ist dort eine Investition sinnvoller, Victron Geräte lassen sich per App perfekt einstellen.

Helmut

Natron am 13 Jul 2024 13:24:41

Vielen Dank für den Hinweis mit den 10A und auch bezüglich des ErsatzBMS.
Ich wollte eigentlich ein 10A Ladegerät, da hat mich Ama in die Irre geführt. Mit 10A kostet es dann eher Richtung 70€ :?

Ich baue gerade die Solaranlage auf das Womodach. Dann habe ich einen Victron Laderegler. EBL lädt mit 14,6V den kann ich 24h nutzen. Booster mit 14,4V und ein einfaches Lifepo4 taugliches Ladegerät mit 14,4V.

Vielleicht spare ich mir wirklich das Geld für das Laborladegerät und baue auf das BMS.
Ich schaue mal wie die Zellenspannung aussieht, wenn sie kommen. Wenn es passt, dann die Batterie mit dem BMS zusammenbauen, BMS konfiguration an die Zellen anpassen und dann mit 14,6 Laden und am Strom lassen und einfach mal schauen was der Balancer macht?
Oder doch vorher mal die Zellen parallel schalten, damit sie sich untereinander angleichen ohne laden? Und am nächsten Tag zusammenbauen oder bringt das nichts?

Vielen Dank!

Grüße

Stefan

basste315 am 13 Jul 2024 17:36:29

Lies dir die entsprechenden Tröds, falls du dann Unterstützung brauchst, einfach konkret fragen.
Du wirst diverse Antworten erhalten und musst halt die Spreu vom Weizen trennen, so ist das in Foren!
Helmut

basste315 am 13 Jul 2024 17:51:16

Natron hat geschrieben:Ich baue gerade die Solaranlage auf das Womodach. Dann habe ich einen Victron Laderegler. EBL lädt mit 14,6V den kann ich 24h nutzen. Booster mit 14,4V und ein einfaches Lifepo4 taugliches Ladegerät mit 14,4V.

Wenn es ein VictronSmartsolar ist, kannst du im Expertenmodus zum Initial-Balancen eine fixe Spannung einstellen, wenn du alle 3 Werte (AbsSp,Erh.Sp und Ausgleichsspannung) vorübergehend auf den gleichen Wert setzt.

Helmut

Natron am 13 Jul 2024 23:16:17

Hallo Helmut,

ja es ist ein Victron Smart Solar 100/20.

Ich werde es so machen wie Du es gesagt hast. Direkt zusammenbauen und dann mit dem Smart Solar das initial Balancing machen. Das klingt nach einem sinnvollem Weg der einiges an Arbeit und auch Geld spart :)
Wenn nötig werde ich mit einer KFZ Lampe etwas nachhelfen um den Vorgang zu beschleunigen.

Grüße

Stefan

Stocki333 am 14 Jul 2024 08:34:48

Zellen Seriel zusammenbauen.(12 Volt.) BMS anschliessen. Noalox nicht vergessen. Ladegerät drann und Volladen.
Wenn die Zelldifferenzen hoch werden und das BMS in Notabschaltung geht.
Ladegerät abschalten.
Lampe 55 Watt. Die Zelle die die Notabschaltung ausgelöst hat ( 3,65) wird mit der Lampe entladen auf ca 15 mV unter der Spannung der niedrigsten Zelle.
Lampe weg.
Laden. bis Notabschaltung.
Selbes Spiel wie vorhin beschrieben.
Die Feinheitn lässt du dann dein 200er BMS machen. Über die Nacht. Morgens ist der Fertig. Einstellung 14,4.
Dann erhöhst du langsam die Spannung am LG. bis 14,55 Volt ohne Notabschaltung.
Ein paar Std stehen lassen mit LG.
Dann ist der Fertig für Komplettentladung und volladung auf 14,2 -14,4 Volt.
Dann ist der Accu fertig. Der Erbauer auch meistens.
Viel Glück. Franz

basste315 am 14 Jul 2024 16:23:14

Vergiss beim Zusammenstellen des seriellen Blocks nicht auf die Isolierplatten zwischen den Zellen, die Folie ist sehr dünn und am Gehäuse liegt + an!

Helmut

Natron am 14 Jul 2024 23:47:13

Hallo Franz,

herzlichen Dank! Das war sehr hilfreich, ich werde es so machen wie Du gesagt hast.

Hallo Helmut :top: Die Zellen kommen mit Epoxyplatten. Die werde ich auf jeden Fall nicht vergessen.

Jetzt muss ich leider erst mal warten bis die Zellen und dann übernächste Woche BMS kommen. Sobald die Zellen da sind, kommt die genaue Planung des Gehäuses.

Die Plus und Minusleitungen würde ich gerne in 25qmm machen. Ich habe nur die übliche billige Quetschzange aus China. Mit 35qmm ist die wahrscheinlich überfordert. Bei 150A als theoretische Maximalbelastung, das würde ich im BMS eintragen und 50-60A als reelle Maximalbelastung dürfte ich damit auf der sicheren Seite sein. Oder gibt es einen Grund auf 35qmm gehen?

Grüße

Stefan

basste315 am 15 Jul 2024 07:16:52

Natron hat geschrieben:Die Plus und Minusleitungen würde ich gerne in 25qmm machen. Bei 150A als theoretische Maximalbelastung, das würde ich im BMS eintragen und 50-60A als reelle Maximalbelastung dürfte ich damit auf der sicheren Seite sein. Oder gibt es einen Grund auf 35qmm gehen?

Ich würde den Akku auf die mit diesem BMS möglichen 200A ausrichten, wer weiß, was du (oder ein Nachfolger) in Zukunft dranhängt.
Man könnte ja 2 x 25 mm2 parallel legen :idea: oder für den Akku vorgefertigte Kabel nehmen !

Natron hat geschrieben:Anforderung: Wohnmobil mit 1000W Wechselricher (gelegentliche Nutzung des WR mit eher 500W), aber lange Autarkie ist gewüscht um Schlechtwetterphasen zu überbrücken. Ich rechne mit 15Ah Strombedarf am Tag.

Für den direkt angeschlossenen 1000W Wechselrichter sollten bei kurzem Kabelweg 25 mm2 reichen, ordentliche Krimpung vorausgesetzt..

Helmut

Natron am 15 Jul 2024 07:52:19

Entschuldigung meine Aussage war etwas ungenau. Die MB30 Zellen sind auch laut Datenblatt nur für 0,5P maximalem Dauerentladesstrom geeignet. Also mehr wie 150A sollte man auch nicht im BMS eintragen.

Ich schaue mal ob ich 35qmm in hochflexibel als Fertigkabel bekomme. Das normale flexible Kabel würde vielleicht zu viel Druck auf den Polanschluss ausüben?

basste315 am 15 Jul 2024 08:00:37

Natron hat geschrieben:Entschuldigung meine Aussage war etwas ungenau. Die MB30 Zellen sind auch laut Datenblatt nur für 0,5P maximalem Dauerentladesstrom geeignet.

OK, dann das BMS defensiv einstellen :top: und der Kabelquerschnitt kann auch geringer sein.

Nimm keine Sicherungsautomaten, sondern besser Streifensicherungen und lege eine Ersatzsicherung bei.

Helmut

thomker am 15 Jul 2024 13:43:20

Natron hat geschrieben:Ich schaue mal ob ich 35qmm in hochflexibel als Fertigkabel bekomme

gibts bei Fraron, hochflexibel sind die aber nicht. Je nach Länge wären mir 25mm2 zu wenig bei 150A. Und wenn deine Crimpzange eher Spielzeug ist, sind konfektionierte Kabel schon fast Pflicht, da baust du dir sonst die tollsten Widerstände ein...

Mein 10A Labornetzteil benutze ich für viele "Spielereien", war einer meiner besten Investitionen, aber mit Krokoklemmen initialisieren ist suboptimal, Ich hab da schon ordentliche gepresste Ringkabelschuhe dran. Kannst aber auch einfach die Kabel vom WR nehmen...natürlich vor dessen Einbau.

Gruß
Thomas

p.S.: Selbstbau halte ich für die mit Abstand beste Entscheidung, würde ich heute immer noch machen. Nach dem was man so an Fertigbatterien angeboten bekommt, sind mir die Fettnäpfchen entschieden zu groß.

FrankSH am 15 Jul 2024 14:08:57

Moin Stefan,

wenn Du mit Deinem Projekt soweit durch bist, könntest Du dann bitte was zu den Kosten sagen?

basste315 am 15 Jul 2024 16:23:10

FrankSH hat geschrieben:Moin Stefan,

wenn Du mit Deinem Projekt soweit durch bist, könntest Du dann bitte was zu den Kosten sagen?

Diese 4 Zellen € 380,-
200 A BMS unter € 100,-
Kabel + div € 50,-
Box € 30,-
Zusammen 300 Ah unter € 600,- + Bastelspass

Helmut

Natron am 15 Jul 2024 17:10:33

Helmut's Rechung stimmt so weit. Ich rechne aktuell mit 600€ inkl. allem.

Bislang ausgegeben:

Batterien 390€ (380€ + 4,4% Payment fee abzüglich 2% weil ich einen 2% Rabattcode hatte) Code kann ich nochmal raussuchen falls jemand interessiert ist.
BMS 65€ vom Aliexpress Shop direkt von JBD

Gehäuse rechne ich mit 30-40€. Ich lasse es mir online zuschneiden und schicken.
Kabel, Sicherungshalter, Sicherung, diverser Kleinkram, evtl. zentraler Ein/Ausschalter, Schalter für BT zusammen max. 100€ sollte ich bei knapp 600€ rauskommen.

Das Ergebnis sind dann ca. 310Ah mit 150A max. Entladestrom in hoffentlich bester Qualität. Wer 200A benötigt sollte lieber zu den 280Ah Zellen greifen. Die sind aber gerade recht schwer zu bekommen bzw. nur mit Lieferzeit.

FrankSH am 15 Jul 2024 17:49:10

Moin,

vielen Dank!
Und wenn man sich den Kram hier kaufen würde ?
Diese China schickerei mag ich gar nicht!

Himan am 15 Jul 2024 21:07:40

Hallo Frank,

ich mag auch nicht in China direkt bestellen.

Ich habe mir deshalb von NKON aus Holland 4 Envision 305 AH Zellen bestellt. Und zwar B-Ware.
Mein Gedankengang: Bei einer solchen Kapazität brauche ich bei meinem Reiseverhalten keine für A-Ware ausgelobten 3000 bis 6000 mögliche Zyklen, sondern maximaximal 500 bis 1000 in den kommenden 10 Jahren. Und wenn B- Ware nur 90% der angegebenen AH hat ist mir das auch egal. Mit mehr als 150 A (0,5C) werde ich die Batterie auch nicht belasten.
Ich habe nichts negatives über diese Fa gefunden, und die angekommenen Zellen haben nach meiner Messung (nicht professionell) mehr als die angegebene Kapazität.
Gruß
Konrad

Natron am 17 Jul 2024 18:05:25

Die Zellen sind heute angekommen. Lieferung erfolgte aus Polen innerhalb weniger Tage.

Optisch Qualität 1A. Keinerlei Bauch, Macken oder irgendwas.
QR bestätigt was bestellt wurde, Eve Zellen mit Produktionsdatum 3. März 2024 und alle aus einem Produktionsauftrag. Dazu 4 Epoxysheets und 4 flexible Kupferverbinder.
Also bislang bin ich sehr zufrieden.

Die Bestellung bei Gobal war super. Man kann jederzeit die direkte Ansprechpartnerin per Messenger oder Email ansprechen, falls es Fragen zur Bestellung oder Lieferung gibt. Antwort gibt es innerhalb von Minuten. Also ich würde dort wieder bestellen.

Bild

Natron am 18 Jul 2024 09:28:20

Das BMS kommt nächste Woche, also habe ich Zeit das Gehäuse und den Zusammenbau zu planen. Das Gehäuse wird unter dem Fahrersitz sitzen. Daher müssen alle Schraubverbindungen an den Zellen und am BMS sicher für die nächsten 10 Jahre halten. Nachziehen ist da nicht :D
Vor allem am BMS gibt es keine Möglichkeit für eine Kontermutter o.ä.
Bei den Fertigakkus wird ja meistens so eine weisse Klebemasse als Schraubensicherung genutzt. Ich habe jetzt schon eine ganze Weile gegoogelt, aber ich lande immer wieder nur bei normalem Schraubensicherungslack.
Hat jemand eine Idee was man da nutzen könnte?

Grüße

Stefan

Perlen am 18 Jul 2024 09:36:48

Loctite mittelfest

Natron am 18 Jul 2024 10:08:43

Bei Loctite hatte ich die Bedenken, dass es auf die Kontaktflächen kommt und dann die eh schon kleine Kontaktfläche noch weiter reduziert.
Aber ich könnte die Schraube halb reindrehen, dann von der Rückseite Loctite in das Gewinde geben und dann festschrauben. Das müsste eigentlich gehen.
Bild

FrankSH am 18 Jul 2024 12:20:14

Moin Stefan,

sehr spannend!
Werde an das Gehäuse besondere Anforderungen gestellt?
Können die Zellen und das BMS Formschlüssig eingebaut werden oder braucht es Luft ? Die Epoxy Sachen ausgenommen.

Natron am 18 Jul 2024 13:09:16

Hallo Frank,

Zellen dehnen sich etwas aus wenn sie geladen werden. Man spricht von ca. 1mm Ausdehnung die normal ist. Idealerweise werden Zellen ganz leicht verpresst, um maximale Lebensdauer zu erreichen.

Mein aktueller Plan ist ein Gehäuse zu bauen, was knapp 1cm größer wie die 4 Zellen plus Epoxy dazwischen ist. Den verbleibenden Spalt links und rechts wollte ich mit 5mm Korkplatten ausfüllen, die ich noch da habe. Die Batterien dann geladen einbauen, dass sie eher etwas stramm sitzen und sich später durch den Kork eventuell weiter ausdehnen können.

Grüße

Stefan

Natron am 18 Jul 2024 13:13:06

Das Gehäuse soll zweiteilig werden. Eine Seite die Zellen und im kleineren Teil das BMS, Sicherung, Schalter, Verkabelung. Durch die Abtrennung verhindere ich, dass die Anschlüsse der Zellen mit unerwünschten Gegenständen in Kontakt kommen können.
Wenn die genauere Planung steht werde ich mal eine Zeichnung einstellen.

FrankSH am 18 Jul 2024 13:29:02

Moin,

super, danke!
Und gleich auch einen Daumen hoch für alle weiteren Ausführungen.

silver34 am 18 Jul 2024 19:14:56

Natron hat geschrieben:Zellen dehnen sich etwas aus wenn sie geladen werden. Man spricht von ca. 1mm Ausdehnung die normal ist. Idealerweise werden Zellen ganz leicht verpresst, um maximale Lebensdauer zu erreichen...Den verbleibenden Spalt links und rechts wollte ich mit 5mm Korkplatten ausfüllen, die ich noch da habe...


Die Akku's sollten (wie geliefert [meist 30-40% SOC]) eingebaut werden!
Diese werden leicht (mit 300kg/m²) verpresst (kein Kork oder sonstige Dehnungsmateriealien), dies ist etwa ein Anziehen der Muttern mit 4Nm.
Beim Aufladen entstehen dann höhere Drücke (600-800kg), also am besten eine 15-20mm Siebdruckplatte verwenden und die Gewindestange mit einem Schlauch/Hülle isolieren.

Auch langsames Aufladen führt zu Ausdehnung!

Natron am 18 Jul 2024 19:42:30

Was ich gelesen habe, sollen Zelle nicht mit konstantem Druck verpresst werden. Wenn sie sich ausdehnen, steigt der Druck und das soll eigentlich nicht passieren. Einige setzen daher Federn ein um die Zellen zu pressen aber trotzdem beim Dehnvorgang den Druck nicht zu stark ansteigen zu lassen. Das ist mir dann doch zu viel der Mühe und Platzbedarf für einen 4er Akku unter dem Fahrersitz :lol:

Gerade mal geschaut im Datenblatt steht:

Customers shall consider the reliability of structural strength in the product design process, and it is suggested to reserve 2.0 mm ~ 2.5mm expansion space while grouping the cells.

Das würde ja der Idee widersprechen 2 Siebdruckplatten mit Gewindestangen zu verpressen. Die Stangen werden sich ja nicht 2-2,5mm ausdehnen.

Leider schreibt Eve nicht für wieviel Zellen 2-2,5mm gefordert werden. Der typische Anwendungszweck ist ja nicht der 4er Akku, sonder eher das E-Auto mit xx Zellen.

Mir ist auch klar dass tausende Akkus mit Gewindestangen gebaut wurden und wunderbar funktionieren.
Aber vielleicht halte ich mich lieber an das Datenblatt und gebe den Zellen bisschen Platz zum ausdehnen.
Hm, schwierige Entscheidung :)

basste315 am 18 Jul 2024 20:18:31

Natron hat geschrieben:Mir ist auch klar dass tausende Akkus mit Gewindestangen gebaut wurden und wunderbar funktionieren.
Aber vielleicht halte ich mich lieber an das Datenblatt und gebe den Zellen bisschen Platz zum ausdehnen.

Ich habe noch keinen so genannten teuren Fertigakku mit Gewindestangen verpresst gesehen. Die Fertigakkus sind alle in einem Plastikgehäuse und mehr oder weniger oder gar nicht "verpresst".

Ich habe 2021 noch wie die LiFe-Dinos vor mir um die Zellen ein Siebduckplattengehäuse gebaut. Die letzte Seitenplatte habe ich wie den "Querstrich beim H" zwischen die Längsplatten bündig mit saftem Druck an die halbvollen Zellen geschoben und dann von außen verschraubt und den Akku voll geladen. Das sollte reichen.

Heute würde ich mir ein zu den Zellen passendes Fertig-Kunststoffgehäuse --> Link kaufen und die Zellen sanft verkeilen. Die Isolierplatten zwischen den Zellen geben ja auch ein wenig nach.

Angeblich soll das korrekte Verspannen einige Zyklen mehr bewirken, die 3000 ausgelobten Zyklen werde ich sowieso leider nicht erleben, aber aus biologischen und nicht aus technischen Gründen :cry: . Der Akku kann dann sicher noch jahrelang die Grablaterne beleuchten.

Helmut der meint, man muss die Kirche im Dorf lassen

Gast am 18 Jul 2024 20:50:58

Die Fertigakkus sind alle in einem Plastikgehäuse und mehr oder weniger oder gar nicht "verpresst".


wieder mal so ein Mythos:
IMG-20230330-WA0000.jpg


das trifft nicht auf alle Fertigakkus zu

Natron am 18 Jul 2024 21:15:18

Fertiggehäuse hatte ich auch geschaut. Aber leider nichts passendes für meine sehr beengten Platzverhältnisse gefunden bzw. es gibt ein passende Gehäuse, was aber für mich als Anfänger zu eng erschien um alles gescheit unterzubekommen. Daher finde ich Selbstbau ganz praktisch, dann bekomme ich alles unter was ich haben möchte und genau an der richtigen Stelle.

Helmut der meint, man muss die Kirche im Dorf lassen

Stefan der in einem Dorf ohne Kirche wohnt :D

willi_chic am 18 Jul 2024 22:20:07

ich hab das so gelöst

Natron am 18 Jul 2024 22:25:40

Also auch einfach die Zellen in die Kiste gepackt? Oder ist da links und rechts nachgebendes Material? Man sieht das auf dem Bild nicht so richtig.
Auf jeden Fall ordentlich Kapazität 8)

Acki am 19 Jul 2024 07:47:49

Natron hat geschrieben:Also auch einfach die Zellen in die Kiste gepackt? Oder ist da links und rechts nachgebendes Material? Man sieht das auf dem Bild nicht so richtig.
Auf jeden Fall ordentlich Kapazität 8)

Ja ... einfach in Kisten gepackt.
Habe ich bisher bei allen meinen Projekten so gemacht ...

IMG_1144.JPG

Acki am 19 Jul 2024 08:02:26

Vielleicht noch kurz zu dieser "Pressung" ...
Wohl wichtiger als der genormt grosse Gegendruck scheint mir die mechanische Stabilisierung zu sein: Die Pole sind mit den Polverbindern mehr oder weniger unelastisch verbunden. Wenn nun die Zellen "grösser und kleiner" werden durch das Aufblähen, dann wirken mechanische Kräfte auf die Pole ... und das ist sicherlich ungünstig für den Akku und seine Lebensdauer!?

basste315 am 19 Jul 2024 08:40:28

Acki hat geschrieben:Ja ... einfach in Kisten gepackt.

Hier --> Link nutzt Will Prowse eine Plastikkiste :lol:

Plastikkiste.png


Helmut

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