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Reisebericht Familie mit 2 Kindern Nordspanien Anfänger


derelvis am 18 Sep 2025 16:59:18

Diesen Reisebericht schreibe ich, da mir hier im Forum viel geholfen wurde ich ich denke, dass viele (neue) Wohnmobilisten davon profitieren können.

Wir haben vor einem Jahr angefangen, die Reise zu planen und haben hier einen neuen Thread erstellt:
--> Link

Ich würde es also gerne auch als eine Art Einsteiger-Reisebericht nutzen und versuchen zu erklären, was für Hürden es gab.

Zu uns:
wir sind eine 4-köpfige Familie aus Baden-Württemberg (2 Erwachsene in den 40ern, Kinder: Mädchen 12 und Junge 9) ohne eigenes Wohnmobil.
Wir haben schon 3-4mal mit den kleinen Kindern Urlaub im Mobil-Home gemacht und es hat uns immer gefallen.
Wobei hauptsächlich meine Frau auch mal entspannten Strandurlaub mag und wir die letzten 3 Jahre dann "normalen" Pauschalurlaub gemacht haben.
Gereizt hat uns ein Wohnmobil-Ausflug immer, aber es war uns auch schlicht zu teuer. Letztendlich gibt es ein paar Tipps, mit denen man nicht teurer ist als im Pauschalurlaub oder sogar wesentlich günstiger Urlaub machen kann. Dazu mehr siehe (Preise).

Reiseroute / Strecke:
Wir hatten 3 Wochen + Wochenende Zeit und wollten bis Portugal kommen über Gardasee, Monaco, Barcelona, Valencia, Gilbraltar, Portugal und zurück.
Dann haben wir uns zusammen gesetzt und konkret die Route geplant.

Als wir die Route konkreter berechnet haben, ist uns aufgefallen, dass wir nach 2 Wochen erst in Barcelona sind.
Also haben wir die Route herumgedreht, direkt durch Frankreich durch mit 1-2 Übernachtungen und wir wollten am 2. / 3. Tag am Atlantik sein.
Nach reichlicher Überlegung und Tipps haben wir beschlossen, dass wir noch für die Kinder 5 Tage an einem Kinder-Campingplatz zubuchen wollen.
Also 2-3 Tage "Anreise" bis Südfrankreich/Nordspanien. Danach 12-14 Tage durch Nordspanien, dann 5 Tage Camping und 2 Tage zurück mit Besuch einer Freundin der Tochter.

Tipp:
Von unseren Erfahrungen und vielen hier im Forum kann man rein als Fahrstrecke an einem Tag 500-800km planen.
Für eine normale Fahrt mit 1 - 2 kleinen Stopps (Strand, See, kleinere Sehenswürdigkeit) sind 100-300km ok.
Wenn man eine Stadt / Sehenswürdigkeit besichtigen will sollte man min. einen kompletten Tag extra planen.
Ein Campingplatz würden wir auch immer min. 2 Nächte buchen/planen, da dieser ja Extras hat (Pool, Restaurant, Grill, Sport-Anlagen, Strand, ...),
die man nicht wirklich nutzen kann, wenn man nachmittags bezieht und morgens wieder fährt.



Ziele:
San Sebastian, Gaztelugatxe, Bilbao, Cabárceno (Tierpark), Picos, Playa de Catedrais, A Coruna, Santiago de Compostela, Porto, Rückweg: Lugo, Burgos, Halbwüste: Bardenas Reales, Wanderung: congost de Mont-rebei, außerdem nochmal 50-100 Ziele / Campingplätze / Stellplätze, die wir in Google Maps gespeichert haben.

Uns war aber von vorne herein klar, dass wir nur so weit fahren, wie es uns und den Kindern gefällt.
Die kürzeste Tour wäre über San Sebastian, Bilbao bis zum Tierpark bei Santander gegangen und rückwärts über die Halbwüste: Bardenas Reales an die Costa Blanca.

Tipp:
Hier kann man, wenn einem etwas in Google Maps gefällt, das Ziel markieren und unten "Speichern" drücken.
Dies kann man sich auch gegenteilig freigeben, so dass jede(r) Punkte hinzufügen kann, die einem gefallen.
So hatten wir einen bunten Mix aus Stellplätzen, Campingplätzen, für uns wichtigen Sehenswürdigkeiten, Stränden und Reisezielen.

Stellplätze / Campingplätze:
Hier hatten wir die meisten Sorgen. Ganz klar muss man sagen - völlig ungerechtfertigt.
Wir hatten vor allem Angst vor Einbrüchen. Diese spielen sich aber hauptsächlich auf Raststätten oder öffentlichen Parkplätzen ohne Überwachung in Autobahnnähe ab.
Diese Plätze sind aber in Google und Park4Night so klar schlecht bewertet deshalb.
Wenn man sich also vorher informiert über die Stellplätze und wenn es in die Städte geht überwachte Plätze nimmt, sehe ich keine Gefahr.

Tipp:
Wie oben geschrieben waren unsere "Helfer" Park4Night, CampingCarPark (CCP) in Frankreich und Google-Maps.
Ein paar CP / SP hatten wir uns auch vorab aus Berichten / Forum gespeichert.
So hatten wir nie wirklich Probleme und immer ausreichend "Ausweichziele".

18.8. SP - CCP - Motorhome Aire Luxeuil
19.8. SP - CCP - Aire Camping-Car Park Messanges
20.8. CP -Campingplatz Sopelana (Bilbao) - 2 ÜN (San Sebastian war alles voll, alle SPs, alle CPs, auch Zarautz etc. und in der Stadt am Parkplatz haben wir uns nicht getraut)
22.8. SP - Área de autocaravanas Cabárceno (kostenlos - morgens kann man Elefanten am Wasserloch beobachten)
23.8. CP - wecamp Cudillero - 2 ÜN
25.8. SP - Lavacolla Camper Park Santiago - 2 ÜN
27.8. CP - Camping Fuentes Blancas , Burgos - 2 ÜN
29.8. SP - Área de autocaravanas de Valtierra (kostenlos nahe der Bardenas Reales)
30.8. CP - El Delfin Verde (6 ÜN)
5.9. SP - CCP Massiac

Preise:
Wohnmobil:
Hier kann man mit 150-200€ in der Hauptreisezeit rechnen. 80-120€ in der "Nebenzeit".

Tipp:
Oft kann man im Nachbar-Bundesland ein Schnäppchen machen.
Bei uns waren es in Hessen (100km weg) 120€ statt min. 180€ hier. Wir haben das Wohnmobil genau am Tag der Ferien gemietet.
So wurden aus knapp 4.000€ "nur" 2.500€. Nur so wurde es für uns überhaupt erst interessant.
Auch die Extras (Geschirr/Campingausrüstung) waren uns persönlich zu teuer und konnten wir ohne Probleme durch normales, vorhandene Gartenstühle/Klapptisch und normales Geschirr/Besteck ersetzen.

Sprit:
Je nach Modell zwischen 10-15L / 100km. Bei 5.000km wie bei uns kommt also eine Menge zusammen.
Leider ist uns erst zu spät aufgefallen, dass beim Wohnmobil sehr stark unterschiedlich ist, ob man 100 , 110 oder 120+ fährt.
Unser Wohnmobil Fiat Ducato mit Alkoven hat z.B. bis 105 km/h ca. 11l und dann je 5km/h mehr einen Liter mehr. Bei 125 also 15-16L.

Maut:
Durch die Höhe des Alkoven bezahlt man LKW Maut. Mit dem ADAC Rechner kann man sich dies gut ausrechnen lassen, allerdings war es bei uns immer etwas mehr.
Wenn man die Strecke komplett auf der Autobahn fährt, wären es ca. 400-500€ Maut. In Spanien gibt es einzelne mautpflichtige Strecken, je nach Strecke haben wir es gemacht oder nicht.
Dies ist aber wesentlich günstiger und kostet oft um die 10€. Auch dies kann man über ADAC Maps rechnen. Im Navi sieht man sehr gut, was die Zeitverluste sind. Wir haben es immer einmal mit und einmal ohne Maut berechnet und dann entschieden. In Frankreich oft gegen die Maut, in Spanien oft dafür.

SP/CP:
Die Preise sind (grob):
SP: 0-25€ (meiste um die 15€) , aber auch die kostenlosen SPs waren wirklich super. z.T. mit neuer Sanitäreinrichtung und kostenloser Dusche. Bei den SPs kostet die Dusche manchmal etwas extra und es gibt reine Stellplätze ohne etwas, über Plätze nur mit Strom bis hin zu halben Campingplätzen mit Pool, Markt etc.

CP: Die Campingplätze sind sehr unterschiedlich. Wir hatten unseren Hauptcampingplatz vorab schon im Winter gebucht und ca. 60-70€ am Tag bezahlt. Wir sind einen Tag früher angereist und haben dann kurzfristig in der Ferienzeit an einem Samstag noch einen Tag dazugebucht, der uns fast 140€ gekostet hat. Ansonsten haben wir für ordentliche CPs 50-70€ gezahlt.

Vorbereitungen:
Ich denke wir waren recht gut vorbereiten, da wir uns mit Büchern / Videos / Reiseberichten recht gut eingelesen hatten.

So haben wir sehr viele Ziele schon vorab eingeplant, auch verschiedene SP / CPs entlang der Route.
Einige Apps haben wir vorab geladen P4N , CCP und schonmal die ersten 2-3 Tage grob überlegt.
Nach diesen 2-3 Tagen waren wir zumindest schon gut drin mit allem.

Wichtig ist, dass man sich schon vor der Miete einmal alle Videos zur Dusche/Toilette, Markise, Zu- und Abwasser, Gas etc. anschaut.
Das bekommt man dann bei der Übernahme noch 30-60 Minuten erklärt, dann gibt es keine Probleme.
Grade die modernen Wohnmobile sind ja so, dass viele Sachen automatisiert sind. (Kühlschrank, Gas) Da muss man nichts mehr händisch umstellen.
Wir wären mit unserem gemieteten Wohnmobil ohne große Zusatzkäufe recht gut klar gekommen, da es ausreichend Stromkabel und eine Gießkanne, Toilettenreiniger an Bord hatte.
Wir wollten eine kleine Kaffeemaschine und einen kleinen Gasgrill und einen Vorleger. Das waren unsere Käufe.
Außerdem sollte man sich vorab überlegen, ob es vom Gewicht her reicht und grob überschlagen, ob es passt.
Bei uns waren es leer 3.000kg. Mit vollem Diesel, 20L Wasser (reicht erstmal) und Personengewicht hatten wir noch ~200Kg Zuladung.
Deshalb war uns von vornerein klar, dass wir die Fahrräder nicht mitnehmen.
Wir sind nicht kontrolliert worden, aber waren auch immer relativ sicher, dass es passt.

Tipp: Gerät, die jede(r) mit an Bord haben sollte:
Wäscheleine, Seil, etwas Werkzeug, Kabelbinder, ein paar Heringe, Beleuchtung/Lampe, Reparatur/Flickzeug, kleines Erste-Hilfe-Kit, Müllsäcke, Feuerzeug, Haken/Karabiner

So, nach (zu) langer Erklärung, geht es los.

Tag0:
Das Gepäck war schon komplett vorbereitet.
Da kam es uns zu gute, dass wir erst Montag das Wohnmobil bekommen haben, so konnten wir entspannt 2 Tage packen und alles bereitstellen.

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Tag1:
Montags früh fuhren wir das Wohnmobil abholen, konnten unser Auto dort stehen lassen und fuhren erstmal nach Haus, um das Womo zu beladen.
Es war ein 7m langer, 3.5t schwerer Ducato mit Weinsberg Aufbau, Klima und Automatik.
Nachdem man sich an das Schwanken gewöhnt hatte, sehr angenehm zu fahren und auch gut mit 120km/h zu fahren.
Allerdings aus Spritgründen würde ich jetzt im Nachhinein eher gemütlich ca. 105-110 km/h fahren.

Um 14 Uhr waren wir zu Hause angekommen, konnten das Wohnmobil beladen und um 19 Uhr sind wir los gefahren.
Wir hätten auch noch übernachten können, aber wir wollten jetzt unbedingt los und noch ein paar Stunden fahren.

Da wir noch nichts gegessen hatten, haben wir in der Nähe von Offenburg noch einen McDonalds angefahren und die Kinder waren glücklich.
Da schon 21 Uhr vorbei war, war die Frage, welchen SP wir anfahren.

Ich hatte mir vorab einen SP bei Emmendingen aufgeschrieben, einen an der Grenze "CCP-Stellplatz 'Vogelgrun", CCP bei Luxeuil-les-Bains, SP in Dole und einen CCP in Seurre.

Dole und Seurre waren nicht mehr möglich, da wären wir um 1 oder 2 Uhr angekommen. Auch waren wir noch unsicher und wollten gerne "sicher" übernachten.
Emmendingen war zu nah, da wären wir definitiv nicht an den Atlantik gekommen am nächsten Tag und wir hatten alle noch Motivation und Lust zu fahren.
Also haben wir uns für CCP Vogelgrun entschieden, bis wir allerdings buchen konnten waren die 5 Plätze, die vor einer halben Stunde noch frei waren, weg.
Also fahren wir halt 130km weiter bis zum CCP bei Luxeuil-les-Bains und haben uns hier gleich per App eingebucht. Somit war auch klar, das wir erstmal mautfrei fahren, da dieser an der mautfreien Strecke lag.Auch das hatten wir uns vorher schon angeschaut und die mautfreie Strecke ist knapp 100km kürzer und somit auch "nur" 1,5h länger. Bei 200€ Ersparnis wollten wir das aber testen.
In der Nacht ging das auch recht gut, allerdings kamen wir in eine Vollsperrung und Umleitung über Bauern-Wege. Da ich noch sehr unsicher im Umgang mit dem Wohnmobil war, fuhr ich oft nur 20-30km/h und aus 23 Uhr wurde 0 Uhr Ankunftszeit.

Am SP angekommen musst man dort nur seinen 6stelligen Code eingeben, die Schranke ging auf und wir haben (so leise und langsam wie möglich) den 1. freien Platz angefahren. Es war sehr wenig los und auch kein Problem. Da haben wir noch den Strom angesteckt und sind direkt schlafen gegangen.


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mithrandir am 18 Sep 2025 17:07:21

Coole Sache, solche Beiträge sind Gold Wert. Danke dir.

BURAN am 18 Sep 2025 17:11:57

na endlich mal wieder was lesenswertes im Forum ..freue mich auf die Fortsetzung

Anzeige vom Forum


Klaus700 am 18 Sep 2025 20:38:38

Eure gute Vorbereitung hat sich gelohnt -entschleunigt auch.
Danke für den Bericht.
Grüße
Klaus

vx2200 am 19 Sep 2025 08:08:38

Toller Beitrag! Danke dafür. Bin gespannt wie es weitergeht.

chrisc4 am 19 Sep 2025 08:46:42

5000 Kilometer in ca. 30 Tagen!
Das klingt nicht nach erholsamen Urlaub, eher nach harter Arbeit.
Ihr habt viel gesehen, aber meistens durch die Windschutzscheibe.
Hauptsache ihr hattet Spaß daran :)

Womodu am 19 Sep 2025 10:55:35

chrisc4 hat geschrieben:5000 Kilometer in ca. 30 Tagen!
Das klingt nicht nach erholsamen Urlaub, eher nach harter Arbeit.


Als ich jünger war, habe ich in 16 Tagen Womo Tour in Süditalien oder in Spanien auch 4 bis 4,5 TKm abgerissen und es nicht als harte Arbeit entfunden. Würde ich heute allerdings nicht mehr machen. Bei Hin und Rückfahrt an einem Tag bin ich 800 bis 1000 km gefahren und zwischendurch auch mal 300 km auf Autobahn 3 bis 4 Stunden zum nächsten Ziel gefahren. Da hat der TE aus meiner damaligen Sicht sogar eine chillige Tour gemacht. ;-) Ein Freund auch im Rentenalter fährt heute noch Touren von 6 Tkm in 21 Tagen. So sind Camper halt verschieden und das ist auch gut so....

derelvis am 19 Sep 2025 11:14:03

Tag2:
Luxeuil-les-Bains - Messanges (900km)

weiter gehts.
Wir sind morgens um 7 Uhr aufgestanden.
Die erste Nacht haben alle schlecht geschlafen. Es war ja alles neu, alle zusammen in einem "Raum". Ständig war man wach.
Nach dem Frühstück war das natürlich alles vergessen, zu groß die Freude auf die Weiterfahrt und (vielleicht) das Meer.
Noch "schnell" die Toilette geleert (in den CCP gibt es einfach ein rundes Rohr, in das man die Toilette entleert), danach wieder Code eingeben und abspülen.
Muss man aber auch erstmal alles verstehen. :)

Alles recht easy, die Toilette selbst stinkt auch nicht/kaum, wir haben 2 Tabs reingemacht. Der Geruch kommt wenn dann eher von der Station.
Um 8 Uhr ging es weiter. Hier kam dann auch die Ernüchterung: Der erhoffte Platz in Messanges (weil sehr nahe an der Grenze und direkt am tollen Meer) ist immer noch komplett voll, keine Stellplätze verfügbar.

Wir sind dann auch tatsächlich ohne Maut durchgefahren. Mittags-Stopp war an einem größeren Supermarkt in Gueugnon.
Das haben wir dann festgestellt. Ein kleiner Einkauf, Essen und Tanken lässt sich so super kombinieren. Es gab frisches Baguette vom Bäcker und die Stimmung war gut.

Während der Weiterfahrt gab es noch eine gute Nachricht. Es gäbe jetzt 4 Plätze in Messanges. Der Familienrat musste tagen: Machen wir es? Ankunft wird aber ca. 21 Uhr sein.
Oder fahren wir einfach auf dem Weg auf einen Stellplatz und planen einen Stopp mehr ein. Die Kinder und ich waren für Fahren, der Frau war es egal. Also wurde der Platz direkt gebucht.
Wir kamen dann ca. 22 Uhr an. Hier muss man schon sagen, dass es anstrengend war, aber alles machbar. Meine Frau ist dann auch mal gerfahren, die Kinder haben aufgrund der schlechten Nacht auch nochmal 2-3 Stunden geschlafen. Und letztendlich war ja klar, dass ab jetzt der Urlaub beginnt. Eingeparkt, durch den Sand noch etwas mit Keilen ausgeglichen (mehr schlecht als recht), Strom angeschlossen, den Platz/Duschen/Klos erkundet, noch ein spätes Abendbrot, ein bisschen zusammen Karten gespielt und ab ins Bett. Morgen wollten wir ja ans Meer. Heute waren außer mir alle zu müde und es war ja dunkel.

Bordeaux bei Sonnenuntergang:
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Anfahrt zum Stellplatz spätabends:
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Blick aus dem Dach am Stellplatz:
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Tag3: Der Urlaub beginnt: (Messanges - Bilbao 220km)
Am nächsten Morgen sind wir bei Regen aufgewacht, also erstmal drinnen gemütlich gefrühstückt.
Ist alles auch Platzmäßig nicht ganz so einfach beim 1. Mal. Wo kommt die Kaffeemaschine hin, wenn man auch Rührei machen will?
Was macht man mit den ganzen Spielen/Büchern/Elektronik, die die Kinder während der Fahrt auf dem Tisch verteilen?
Dazu läuft man sich noch ständig im Weg rum, denn die Sanitäranlagen an dem SP waren wirklich nicht toll.
Eigentlich war es eine Strandtoilette, an der jeder vorbeigeht. Aber auch da hatten wir dann in den nächsten Tagen eine Routine drin, die passte.

Nach dem Frühstück war das Wetter wieder besser, und alle wollten ans Meer.
Der Stand war super, ewig langer Sandstrand, relativ wenig los noch morgens und hinter einer Sandbank konnten die Kinder mit ihren Boards ins Wasser und genossen es.
Der Atlantik ist hier super. Schöne Wellen, relativ flach. Danach sind wir noch in den offiziellen Strandbereich am "Eingang", der auch überwacht war.
Allerdings war es hier super wellig und mehr Wellenbaden als baden. Den Kindern war das natürlich egal.

Die Strandduschen waren nicht sonderlich toll, eher nur für die Füße geeignet und alle in der Familie außer mir bekommen Hautprobleme mit dem Salzwasser, wenn sie es nicht abduschen.
Also sind wir in die Dusche vom Camper, was eigentlich relativ ok ging, nur der Platz nervte etwas (ich bin 1,90m).
Allerdings waren wir uns einig, dass wir in guten SP/CP lieber diese Duschen nutzen.
Hier haben wir auch gesehen, dass viele Camper einen Schlauch mit Duschbrause dabei hatten und mit dem (warmen) Wasser bei der Wasserstation abspritzen / duschen.

Zum Abschluss wollten wir noch an den Kiosk, der allerdings erst später aufgemacht hätte und hinsetzen zum Essen wollten wir nicht.
Also haben wir den Campinggrill getestet und es gab angebratene Maultaschen.

Nun wollten wir uns am frühen Nachmittag auf den Weg nach San Sebastian machen, einen CP oder SP beziehen und am Abend durch die Stadt schlendern und morgen eine Stadtbesichtigung machen.
Leider macht uns der Regen und die Urlaubszeit einen Strich durch die Rechnung, wirklich alles in San Sebastian und Umgebung war voll. Es gibt 2 SP in der Stadt (an der Stierkampf-Arena und in Strandnähe), aber es war aussichtslos voll. Die 2 CP in San Sebastian direkt waren auch voll. Selbst in 50km Entfernung (Zarautz) waren die Plätze voll belegt. Wir sind dann an Parkplätze am Straßenrand gefahren, wo auch viele Camper standen und es auch erlaubt war, haben allerdings beschlossen, dass wir das nicht machen. Das Wetter war zu schlecht um noch etwas in der Stadt zu unternehmen, der restliche Tag verregnet und in Bilbao hatten wir auch noch SP / CP aufgeschrieben. Dort sollte das Wetter die nächsten Tage besser sein.

San Sebastian konnten wir auch noch auf dem Rückweg machen, was dann ja auch geklappt hat.
Es war dann ca. 17 Uhr als wir in Bilbao angekommen sind. Auf dem Weg haben wir beschlossen, dass wir ruhig etwas entschleunigen können und uns 2-3 Tage auf einen CP stellen können.
Zum Glück haben wir noch einen Platz bekommen im Campingplatz Sopelana. Es war aber wirklich der aller letzte Platz weil grade jemand frühzeitig abgereist ist. Der Campingplatz war ideal für uns.
Pool, Kiosk, Sportanlagen, Strandnähe, S-Bahn-Nähe (1km) und ein gutes Restaurant, wo wir uns dann Abends noch mit Tapas verwöhnten. Etwas überrascht waren wir, als wir 19:30 Uhr am Restaurant abgewiesen wurden, da es erst 20:30 Uhr aufmacht. So haben wir uns dann aber an das spanische Flair gewöhnt und natürlich den Cidre probiert, aber Most mag ich schon daheim nicht und viel anders ist es leider nicht. Am nächsten Tag hatten wir dann Bilbao und Strand geplant und wir hatten 2Tage + Option gebucht.

Die Sonne scheint morgens, leider verdenken die Wolken die Sonne
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Der Weg zum Meer (ca. 200m)
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Das Meer, wellig, viele Surfer aber unglaublich schön.
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Mittags Maultaschen:
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Unser Platz mit Blick auf die Dünen und Entsorgung :D :
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Regen in San Sebastian (wie die kompletten 2 Wochen laut Wetter-App):
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Stellplatz in Bilbao:
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1.500 km in 2,5 Tagen:
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pipo am 19 Sep 2025 11:20:10

Super Infos auch für erfahrene Camper :ja:
Herzlichen Dank fürs mitnehmen :top:

Azalee123 am 21 Sep 2025 07:45:53

Vielen Dank für den ausführlichen Bericht, ich bin schon gespannt, wie es weitergeht. Wir haben einen Teil eurer Route in diesem Sommer ebenfalls gemacht, und deshalb kann ich so einiges direkt nachempfinden

derelvis am 29 Sep 2025 11:40:27

sorry für die lange Wartezeit, hatte grad zu wenig Zeit und zu viele Bilder. :)

Tag4: Bilbao
Morgens war schlechtes Wetter angesagt, also ausschlafen, Campingplatz nutzen für Einkäufe, Frischmachen, Planung.
Um ca. 12 Uhr sind wir Richtung Stadt, die S-Bahn ist ca. 20 Minuten zu Fuß zu erreichen.
Dort haben wir das Stadion angeschaut und da die Tour nicht so teuer war (30€ für alle) haben wir uns Stadion und Museum von innen angeschaut.

Danach durch die Stadt, Pintxos probiert (zu meinem Erstaunen trotz direkter Lage beim Guggenheim Museum günstig (1-2€ je) und Guggenheim Museum und Umgebung (ein großer Spielplatz ist direkt neben dem Museum) erkundigt. Als wir Abends heimkamen wollten die Kinder und ich noch ans Meer und wurden nicht enttäuscht. Ein toller Strand, wie man es sich vorstellt mit Felsen, Flysch , flachem Wasser und super Wellen. Am Spätabend beschlossen wir, dass wir am nächsten Tag weiterfahren zum Tierpark Cabarceno.

Beleichtung und Belüftung des Rasens im Stadion:
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Spielerkabine:
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Pintxos Bar:
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Am Ufer des Guggenheim Museums:
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Strand (gute 500m vom Campingplatz:
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derelvis am 29 Sep 2025 12:28:49

Tag4: Cabarceno Tierpark (Bilbao - Cabarceno 100km) - kostenloser SP direkt beim Tierpark

Wir fuhren gemütlich um ca. 10 Uhr los.
Heute wollen wir den Tag im Tierpark verbringen.
Die Straßen dorthin waren z.T. relativ eng, so dass wir erst kurz vor mittag angekommen sind.
Der Park selbst ist so riesig, dass man nur mit Auto / Caravan oder Bus alles erreichen kann.
Manche Wege sind für Caravans geschlossen, aber es gibt große Parkplätze, dass man den Rest zu speziellen Gehegen laufen kann.

Wir haben es so gemacht, dass wir erstmal grob abgefahren sind. Wenn uns etwas gefallen hat, sind wir ausgestiegen und haben es angeschaut,
aber es dauert etwas, bis man das ganze Gelände überhaupt versteht.

im Park selbst gibt es 3 Lifte, die einen über die Gehege fahren lassen und an den höchsten Punkt bringen, der einen super Ausblick auf das Umland bietet.
Dies waren aber zur Mittagszeit sehr voll. Wir haben uns also in Ruhe alle Gehege aus dem Auto oder per Fuß angeschaut.
Die Lifte haben wir erst gegen spätem Nachmittag genutzt. Da man direkt neben dem Park auf den kostenlosen SP kann, haben wir das natürlich ausgenutzt.
Ab 16.30 Uhr war fast nichts mehr los an den Liften und man konnte sich das von unten Erlebte nochmal von oben anschauen.
Die Größe des Parks ist überwältigend. Ich glaube den Tieren dort geht es sehr gut.

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Nun ab zum Stellplatz: Dieser ist kostenlos und wir wussten noch nicht recht, wie das läuft.
Letztendlich war es ein großer Parkplatz, auf dem links und rechts die Wohnmobile stehen.
Wir haben uns einfach an einen freien Platz gestellt und sind mal herumgelaufen, wie man das so macht.
Auf dem Platz waren fast nur Spanier. Ich glaube viele waren nicht mal im Park.
Der Stellplatz hat auch einen kleinen See zum Baden und von hinten kann man kostenlos ans Elefantengehege und kann die Elefanten am Wasserloch sehen.

Beim Stellplatz soll man ja Campingverhalten vermeiden. Das haben die Meisten mehr oder weniger eingehalten.
Manche haben ihre Stühle und einen Tisch direkt neben dem Camper gestellt.
Die meisten aber hatten einen kleineren Tisch etwas abseits hinter dem Camper in der Wiese.
So haben wir das also auch gemacht und sind dann noch zum Abendessen und bis zum Sonnenuntergang draußen gesessen.

Als wir am nächsten Morgen Frühstück gemacht haben, sind die Kinder mit ihrem Roller noch ein bisschen unterwegs gewesen.
Sehr unüblich für sie waren sie auch nach eine halben Stunde nicht zurück, sie sind morgens am Elefantenzaun gesessen und haben die Elefanten am Wasserloch angeschaut.

Elefantengehege vom Lift aus:
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Hippos von oben:
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Einige Tiere (Affen und Wild) im Freigehege:
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Den Elefanten scheint es zu gefallen:
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Nashorngehege:
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Die Kinder morgens nach dem Frühstück auf dem kostenlosen Ausblick am Elefantengehege:
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Tinduck am 29 Sep 2025 13:28:58

Danke für den Reisebericht, auch wenn er noch nicht fertig ist.

Ich muss das einfach fragen ... :)

Habt ihr vor der Abfahrt, als alles drin war, mal gewogen? Oder hab ich das überlesen?

Mit den 3,5 Tonnen kommen viele Familien in so einem großen Fahrzeug nicht hin.

bis denn,

Uwe

derelvis am 29 Sep 2025 14:20:49

EDIT zur Info: Das KI generiert oben kommt vom Personen rauslöschen.

Wir haben nur leer gewogen.
Das Gewicht war mit Fahrer, Diesel und 25% Wasser bei 3.100 Kg.

Wir hatten aber vorab die Gegenstände/Sets grob gewogen.
Geht ja schnell mit Kofferwage.

Wir waren ziemlich genau bei den 3.500 Kg. Maximal 50Kg hin oder her je nach Tank- und Wasserstand.

Tinduck am 29 Sep 2025 14:52:25

Danke für die Info. Das klingt doch ganz vernünftig.

bis denn,

Uwe

derelvis am 30 Sep 2025 16:33:11

Tag6: Cabarceno - wecamp Cudillero 250Km.
Es war klar, dass wir in 2-3 Tagen "As Catedrais beach" anschauen wollen.
Die Ebbe war aktuell mittags, also kann es ruhig auch 100km entfernt sein.
Da die Kinder einen CP mit Pool wollten und wir vom Budget her bisher recht günstig gefahren sind, haben wir dem Campingplatz wecamp Cudillero vorab für 2 Nächte gebucht.
Hier muss man dazu sagen, dass CPs in Meeresnähe mit Pool in Nordspanien nicht die Regel sind. Diese sollte man sich vorab schonmal notieren, grade zur Urlaubszeit.
So war dann auch klar, dass wir Tag6 und 7 auf dem CP übernachten und danach mit Santiago de Compostela planen können.
Also schonmal vorab angefragt: Der SP Besitzer meinte, dass grade genug frei ist, wir sollen einfach kommen, wenn es passt.

Auf der Route waren 3 Ziele, die wir ansehen wollten:
1. Villapresente's Labyrinth, 2. verschiedene Höhlen mit Touren und ohne und 3. Mirador de Entrelagos , eine sehr schöne Landschaft und Seen am Rande der Picos.
Das Labyrinth war das 1. Ziel und viel größer als gedacht, mit Notausgängen, mehreren Mitarbeitern in dem Labyrinth, Bewirtung etc. - Also wurden aus geplant einer Stunde gleich mal 2-3.
Es war dann auch schon Mittag und wir wollten etwas essen, was wir dann gleich vor Ort gemacht haben. Das Wichtigste war: Die Männer der Familie haben das "Wettrennen" gewonnen.

Auf der Weiterfahrt sind wir noch "kurz" durch Llanes.
Als wir mitten durch die Stadt gefahren sind haben die Frauen kurzerhand den Tagesplan auf einen kleinen Stadtbummel mit Eis-essen umgeworfen, denn man muss ca. 20 Minuten Fußweg außerhalb parken. Hier haben wir dann zum ersten Mal mehrere Pilger gesehen und fanden die Stadt mit ihren kleinen Gässchen, Läden und Restaurants ganz nett und wurden zum Schluss noch mit einem tollen Strand gelohnt. Generell muss man sagen, dass jeder Strand, den wir gesehen haben, irgendwie besonders toll war. So konnte ich auch den nicht gemachten Ausflug zu den Mirador de Entrelagos etwas leichter verkraften. Ich komme wieder, aber zur Ferienzeit ist es aber wohl auch nur mit Shuttle-Busen zu erreichen. Dann hätten wir schon einen Tag planen müssen.

Am späten Nachmittag sind wir dann zum CP weiter gefahren, haben den Platz bezogen und die Kinder ab in den Pool und Spielplatz.
Endlich passte auch das Wetter und ich hatte die Möglichkeit abends ausgiebig zu Grillen.

Villapresente's Labyrinth:
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Llanes mit Stadt, Hafen und Strand:
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derelvis am 30 Sep 2025 16:49:00

Tag7: Camping (Pool und Strand)
Der CP war wirklich gut - Pool, Shop, Anlage sehr gemütlich. Aber die Lage zum Meer war nicht gut.

Das war leider enttäuschend weit vom Campingplatz weg, da die auf Google Maps sehr kurze Strecke durch die Höhenmeter doch ewig zog.
Der Strand selbst war klasse, wie man es sich vorstellt, toller Sandstrand, super Wellen mitten in den Klippen.
Die Kinder kamen gar nicht mehr runter von ihren Boards.

Auf dem Rückweg haben wir eine halbe Stunde nach Taxis gerufen und keines erreicht. Auch im Restaurant konnte uns niemand helfen.
Das vermeintliche Taxi, das ich auf dem Rückweg angehalten habe, weil meiner Frau sicher war, dass es ein Taxi ist, enttarnte sich als Polizei.
Naja, wenigstens hatte man was zu erzählen und wir und die Polizei haben herzlich gelacht. :)

Strand:
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Der vermeintliche nahe Strandabschnitt:
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Pool:
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derelvis am 01 Okt 2025 09:53:05

Tag8 Cudillero - As Catedrais beach - A Coruna - Santiago de Compostello (300km)
SP: Lavacolla Camper Park Santiago

Gut erholt und voller Tatendrang wollten wir heute As Catedrais beach ansehen.
Ebbe war um ca. 12 Uhr (kann man online nachsehen), also haben wir gemütlich 10 Uhr Abfahrt geplant.
Inzwischen waren wir gut mit allem vertraut, haben morgens noch das Abwasser und Klo entleert.
So langsam ist das Auf- und Abbrechen eine richtige Routine geworden, bei der Jede(r) weiß was er zu tun hat.
Nachdem der Trockner durch war und wir eingekauft hatten, ging es um ca. 11.00 Uhr los.

As Catedrais beach:
Als wir ankamen, waren wir überrascht von der Menge an Leuten. Der sehr große Parkplatz war rappelvoll.
Auch vorne ein etwas kleinerer Parkplatz am Nachbarstrand war schon gut gelegt.
Ich ließ also erstmal Frau und Kind raus und ich hatten dann Glück, dass grade ein Wohnmobil ausparkte und ich den Platz nutzen konnte.
Leider kam die schlechte Nachricht. Man muss vor buchen, wenn man runter an den Strand will und in der Urlaubszeit war über eine Woche Vorlauf.
Das finde ich mit Wohnmobil schwierig, aber da es kostenlos ist, werden viele evtl. 3-4 Tage "reservieren".
Trotzdem fand ich den Strand auch von oben beeindruckend und ein paar schöne Bilder sind entstanden.

A Coruna, Herkules Turm und Strand:
Danach sind wir nach A Coruna und haben uns das UNESCO Welterbe, der römischen Herkules - Leuchtturm angeschaut mit beeindruckendem Blick auf Meer und Stadt.
Der kostenlose Parkplatz mit Wohnmobil Stellplätzen liegt direkt unterhalb.
Ganz in der Nähe war noch ein kleiner Strand, der dem Monte de San Pedro (Stadtwäldchen / Park) mit tollem Blick und Befestigungsanlagen vorgezogen wurde.
Dies sollte leider das letzte Atlantik-Bad gewesen sein. Irgendwie beeindruckend solch kleine Strände direkt an der Stadt liegend, wenn dort am Stand der Alltage gelebt wird. (Zeitung lesen, Stricken, Essen, Kinder betreuen)

Auf dem Weg nach Santiago de Compostela musste wieder getankt werden und ich war schwer beeindruckt von den Preisen:
Eine 0,5 Cola 95 Cent. Kaffee 1€. Allgemein fand ich, dass man gefühlt weniger ausgenutzt/abgezockt wird.
Kaum ein Preis war übertrieben teuer / Abzocke, auch an den "Hotspots". Nur das Eis war teuer, aber das war überall so.
3€ für eine Kugel, 4€ für 2 Kugeln war grob der "Richtwert".

Santiago de Compostela: (Lavacolla Camper Park Santiago):
Gegen Spätnachmittag sind wir zum SP gefahren und wurden vom sehr freundlichen und hilfsbereiten Platzwart empfangen.
Dort haben wir den Platz bezogen, die Kinder sind noch in den Mini-Pool und es gab Pizza vom Imbiss vor Ort. Dieser SP war für uns optimal.
Viel Platz auch nebenan. Ruhig, nicht zu voll, günstig (15€), Dusche (1€), Pool, kleiner Imbiss/Eiswagen/Kneipe, sauber Toiletten und 10 Minuten mit dem Bus in die Stadt (5 Minuten zur Bushaltstelle).

As Catedrais beach:
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A Coruna mit Herkules Turm:
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SP (Lavacolla Camper Park Santiago):
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HalbvetteVenus am 01 Okt 2025 12:11:50

Toller Bericht! Vielen Dank! :top:

wollina am 01 Okt 2025 16:07:13

Ja, für Camper Neulinge eine wirkliche tolle Reise, viel gesehen und trotz allen Unkenrufen vorher, gut organisiert und umgesetzt. Passt auch für alte Hasen und Rentner, die sich mehr Zeit unterwegs lassen können :top: :lol:

wollina

derelvis am 01 Okt 2025 17:25:37

wollina:
Ja, also wir sind superfroh, dass wir es durchgezogen haben.
Plant gut vor und nutzt so viel Zeit wie ihr könnt. Wenn es nur 2 oder 3 Wochen sind, es lohnt sich trotzdem auf jeden Fall.


Aber auch, dass wir die Veränderungen vorgenommen haben und 2 große Routen mit An- und Abfahrt gemacht haben.
Auch die Aussicht auf den CP am Ende der Reise, den wir 5 Tage reserviert haben, motiviert die Kinder auch mal KM für verschiedene Ausflüge.

Aber auch kann ich mir super vorstellen, das Ganze (wahrscheinlich dann nur Frau, ohne Kinder) in 2-3 Monaten zu machen.
Es sind natürlich auch viele Sachen auf der Strecke geblieben, die man gerne gemacht hätte.

Tag9 Santiago de Compostello:
Der SP war so besonders, weil sich der Besitzer wirklich um alles kümmerte.
Abends noch die Pizza an den Wohnwagen gebracht, morgens frischen Brot mitgebracht und danach als Reisebegleiter fungiert.
Er erklärte, wie man in die Stadt kommt und wo man sich anstehen muss (Google zeigt das falsch an) und wo man aussteigen kann.
Der Bus in die Stadt dauerte ca. 10 Minten und fährt alle 20 Minuten, Kosten: 1€/Person.

Schon auf dem Weg sah man die Pilger(innen), was für mich das Beeindruckendste war. Aus allen Richtungen kamen die Leute.
Manche schwer gezeichnet nach sicher vielen Kilometer, manche als Freundesgruppe mit wenigen Wandertagen und Partystimmung.
Aber alle waren happy und glücklich und saßen lachend vor der Kathedrale. Ein bisschen war man ja auch ein (Wohnmobil)-Pilger.
Im Nachhinein wäre ich die 5Km zur Kathedrale auf jeden Fall gewandert. Ein Pilgerweg geht direkt dran vorbei. Ich denke so würde man das Ganze noch mehr erleben.
Für mich hat sich das Gefühl so eingeprägt, dass ich gerne mal min. eine Woche pilgern möchte und das Gefühl erleben will, wenn man "ankommt".
Natürlich haben wir noch die Kathedrale besucht, das Grab war uns dann mit den Kindern zu voll.
Dafür sind wir noch durch den Markt geschlendert und haben uns mit lokalen Spezialitäten versorgt.

Am Abend überlegten wir, was wir machen.
Wenn das Wetter besser gewesen wäre, wären wir nach Porto weiter.
Das wären nur 230km und es gibt ein CP am Meer, sehr nahe an der Stadt.
Allerdings 15 Grad und bewölkt / Regen haben uns abgehalten.
Auch bleiben oder nochmal für 2-3 Tage an den Atlantik (Camping Playa Joyel - der einzige CP in Nordspanien mit 4*+ beim ADAC) waren wegen Regenwetter für uns keine Option.

Die einzige Alternative mit guten Wetter war, dass wir ~490km nach Burgos fahren. Dort sollten uns 30°C und ein großer Pool erwarten.
So festigte sich der Plan nochmal 2-3 Tage nach Burgos auf den CP zu fahren und am nächsten Tag Burgos anzuschauen.
Von dort aus kann man, wenn das Wetter passt auch nochmal nach San Sebastian, um das versprochene Aquarium anzuschauen.
Wir hatten ja bereits gesehen, dass es in Innenstadt-Nähe Parkplätze für Wohnmobile gibt und es nur 200km von Burgos entfernt ist, dass man auch einen Tages-Ausflug machen kann.

Wie ihr seht, mir dem Wohnmobil ist man super flexibel, wenn man sich vorher überlegt hat, wohin man will und wo man stehen kann. (Also definitiv vorher entlang der groben Route SPs / CPs planen.)

Vorhof der Kathedrale mit den angekommenen Pilger(inne)n:
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Kathedrale von innen:
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lokaler Markt von Santiago de Compostela:
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iwoi am 01 Okt 2025 17:30:29

ich freu mich immer auf die Fortsetzung dieses interessanten Reiseberichtes und die tollen Bilder dazu.
Vielen Dank!

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