iona1965 am 19 Feb 2026 12:06:26 Guten Tag zusammen, liebe Forster-Fahrer Wir sind ja aktuell auf der Suche nach einem neuen Womo. Uns ist bewusst: You get what you pay for! Unser Budget ist definitiv limitiert auf 70'000 und wir suchen ein Neufahrzeug. Nun ist mir ein stark reduzierter Forster 699 EB BJ 2025 mit Vollausstattung (Winterpaket+ (inkl. geheizter Boden), Markise, Fahrradträger, Aufbauklima, breiteEingangstüre, Truma 6E und der ganze Bildschirm-Zirkus in der Fahrerkabine) für 68'000 über den Weg gelaufen. Das einzige was ich von Forster weiss: Die sind offenbar eine "günstig-Tochter" von Eura und gehören zu Trigano. Die Kisten werden also wohl auch in der Toscana gebaut. Sympatisch ist uns - im Gegensatz zu den günstigen Hymper-Töchtern, dass im Aufbau wohl kaum mehr Holz verbaut wird und rundum GFK als Aussenschale und XPS als Isolationsmaterial verwendet wird. Da der Händler mit dem Angebot ziemlich weit weg wohnt und wir das Fahrzeug aktuell nicht anschauen können, vorgängig einige Fragen - und nein: Eine Gewichtsdiskussion ist nicht nötig :mrgreen: - die Karre wird vor einem möglichen Kauf zuerst auf die Waage gestellt: 1. Aufbauqualität: Wie dick (Boden/Decken/Wände) ist das XPS? Ich lese dazu sehr Unterschiedliches und die Forster-Website schweigt sich dazu aus. Uns interessiert vor allem die Verbindung zwischen GFK und XPS. 2. Nasszelle: Uns ist bei Videos aufgefallen, dass offenbar nur ein einziger kleiner Schrank in der Nasszelle verbaut ist. Stimmt das wirklich? 3. Kühlschrank: Markengerät oder China-Nachbau? 4. In der Innenausstattung ist scheinbar an den Wänden relativ viel Textil verbaut anstatt Decor-Folie. Ist dieses Textil hinterfüttert oder auf den Panelen aufgeklebt? Wie pflegeleicht ist das, wenn beispielsweise mal was ausgeschüttet wird und die Wand "trifft"? 5. Wie sind Eure allgemeinen Erfahrungen so mit Forster in Bezug auf Qualität? ->Zu Fiat-Basisfahrzeug müsst ihr Euch nicht auslassen - mir sind die Vor- und Nachteile bewusst. Gruss Iona
Jagstcamp-Widdern am 19 Feb 2026 12:54:45 schau doch nach einem forsterhändler in deinen nähe und guck dir dort das gleiche oder ähnliche modell an! :idea:
allesbleibtgut hartmut
iona1965 am 19 Feb 2026 14:15:57 Jo mei: Grundsätzlich stelle ich vor allem die Frage bezüglich Qualität und Erfahrungen. Und die werden mir wohl beim Händler eher nicht beantwortet. Die anderen Fragen habe ich halt mit angehängt, obwohl die natürlich auch vor Ort geklärt werden könnten :razz: . Ebenso die Frage, wie die Erfahrungen mit den textilen Oberflächen im Inneren sind...
ziczac am 19 Feb 2026 16:00:25 Hi Iona, wir fahren so ein Modell seit 4 Jahren und sind sehr zufrieden. Tatsächlich hatten wir bisher keinen einzigen Defekt und ob das einfach Glück war oder eher die Regel, kann ich dir nicht sagen. Jedenfalls liest man hier sehr wenig über Forster. Der Innenausbau ist kein High End, aber er ist zweckmäßig, ohne Chi Chi und funktioniert einwandfrei. Klappern tut nix mehr, das wurde mehrheitlich durch angemessen Reifendruck eliminiert. Man wächst mit seinen Erfahrungen :-). Wer jetzt nicht in ein Oberklasse FZG 80,90 oder gar über 100k investieren möchte, bekommt hier durchaus ein vernünftiges Preis-/Leistungsverhältnis. Zu deinen Fragen: - Info's zum Aufbau - Wände und Boden - gibt es allerdings auf der Webseite. Auch was zwischen GFK und XPS liegt. - Nasszelle: Ja, es gibt nur einen Hängeschrank und eine Wandablage hinter der Toilette unter dem Fenster - in 2022 gab es das noch. Integration der Dusche im Bad ist toll gelöst. Man hat ein sehr angenehmes Raumgefühl und durch die klappbare Duschabtrennung bleibt das Wasser tatsächlich in der Dusche und verteilt sich nicht im ganzen Bad. - Kühlschrank ist Thedford. Die Aufteilung finde ich ziemlich genial - oben Türe, unten Auszug. - Innen ist, zumindest in unserem Modell, kein Textil verarbeitet.
iona1965 am 19 Feb 2026 16:50:06 Ich danke Dir! Ich habe nach Deinem Eintrag nochmals wegen der Wandstärke geforscht. Es sind 32mm Wand, 33mm Dach und 54mm Boden. Die Angaben findet man aber nur auf dem Download der Preisliste 8) .
Tinduck am 19 Feb 2026 16:54:00 Bekannte hatten genau das Modell als Leihmobil, als wir 2022 zusammen eine Skandinavien-Rundreise gemacht haben. Ich hab mir das Teil natürlich angeschaut.
Was mir auffiel, war, dass im Alkoven eine billige intransparente 40x40 Dachluke verbaut war statt einem Klarglas-Heki. Das kann natürlich inzwischen oder je nach Ausstattung anders sein.
Während des Urlaubs (3 Wochen) ging der Türgriff der Aufbautür zu bruch (keine Gewalteinwirkung, normaler Betrieb) und ebenso das Schloss der Tür, so dass man nur noch durch das Fahrerhaus einsteigen konnte, wenn die Aufbautür verschlossen war. Von innen konnte man sie noch entriegeln.
Ich denke auch, dass der Forster-Aufbau solider und langlebiger ist als die Holz/Styropor-Brüder aus der Hymer-Gruppe. Allerdings deswegen auch etwas schwerer, da müsst ihr schauen, ob das mit dem Gewicht passt.
bis denn,
Uwe
leverkusen3 am 19 Feb 2026 21:51:07 Hallo
Wir haben den Forster damals gewählt, weil der Aufbau holzfrei und leicht war.
Die Aufbauten von Forster sind mit MS5 zusammen geklebt.
Besonders auf dem Dach sollten die Nähte und Fugen überprüft werden. Unbedachter Umgang mit dem Hochdruckreiniger hat bei mir bereits ein mal so eine Fuge von der GFK Oberfläche abgehoben.
In sechs Jahren Betrieb haben wir die dünne Duschtasse und diverse Gasfedern der Schranktüren tauschen müssen. Da die Auswahl an Extras bei Forster rudimentär ist, gibt es an sich nur ein Einheits Fahrzeug, das immer gleich vom Band rollt. Deshalb ist die Passgenauigkeit des Innenausbaus gut. Bei uns klappert immer noch nichts.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas
iona1965 am 20 Feb 2026 10:06:46 Besten Dank für die Informationen! Vielleicht noch zur Ergänzung: Die von mir ein paar Beiträge weiter vorne kommunizierten Wandstärken stimmen nicht mehr. Bei den 25/26ern sind es noch 30mm Wand und 30mm Decke. Boden ist gleich geblieben. Die Triganos beispielsweise aus dem Jahr 2016 hatten teilweise am Boden noch 70mm... Gerade kürzlich bei einem Rollerteam in einer alten Broschüre gesehen.
Tinduck am 20 Feb 2026 14:14:29 Wenn dir Isolation wichtig ist, solltest Du einen Grundriss wählen, bei dem im Stand das Fahrerhaus nicht genutzt wird, dann kann man das vom Wohnraum abriegeln (Decken, Styrodur-Platten etc.).
Was man da an Heizenergie rausballert, holen einem 10 mm mehr Aufbauisolierung auch nicht mehr rein.
bis denn,
Uwe
Sailor01 am 20 Feb 2026 16:41:52 Hallo Iona, wir fahren seit 2022 einen Forster T599HB und sind (bisher) sehr zufrieden. Wir haben mit dem Camper sowohl bei -15°C in Norwegen als auch bei über 40°C in der Sahara gestanden, es war immer erträglich. Die Einrichtung wurde auf vielen tausend Kilometern Schotterpiste (Island, Kaukasus, Sahara) schon sehr geprüft, es hat bisher aber alles gut gehalten. Kleine Möbelschrauben und einen Akkuschrauber solltest Du immer dabei haben, so löste sich bereits die Badtür, bzw eine Schranktür. Die Badtür am besten gleich nach Kauf mit 6 Scharnieren verstärken. Markise, Fahrradträger - alles kein Problem. Der grosse Kühlschrank von Thetford ist klasse, Vorratshaltung der mitgebrachten Lebensmittel für Skandinavien wird dadurch einfacher. Die Aufbautüren fast aller Hersteller haben eine Schwachstelle, das ist eine Feder im Schloss. Bricht diese, kommst Du nicht mehr herein... Wir haben uns beholfen, in dem wir einen Noteingang über die Heckgarage gebaut haben: wir haben ein Loch 50x80 cm von der Garage Richtung Wohnraum ausgesägt, und dann sauber verschalt wieder mit Schrauben eingepasst. So kommen wir unter dem Heckbett in den Wohnraum als Noteinstieg. Ihr werdet sowieso noch über vieles nachdenken: zB Dieselheizung, wenn ihr in kalten Regionen unterwegs seid, grössere Aufbaubatterie, wir haben uns für 300Ah unter dem Fahrersitz entschieden, vlcht Solar, eine Trockentrenntoilette anstatt der ChemieT und, und, und... Die Liste der Änderungen ist endlos, damit man autark ist und es gemütlich hat. Grüsse
iona1965 am 20 Feb 2026 16:46:21 Tinduck hat geschrieben:Wenn dir Isolation wichtig ist, solltest Du einen Grundriss wählen, bei dem im Stand das Fahrerhaus nicht genutzt wird, dann kann man das vom Wohnraum abriegeln (Decken, Styrodur-Platten etc.).
Was man da an Heizenergie rausballert, holen einem 10 mm mehr Aufbauisolierung auch nicht mehr rein.
bis denn,
Uwe
Tatsächlich geht es mir nicht nur um Wärme - sondern vor allem auch um die akustische Isolation. Ich habe halt die Erfahrung gemacht, dass bei dickeren Wänden weniger Lärm in die Kiste reinkommt bzw. das Fahrzeug an sich weniger Resonanzkörper wirkt. Allerdings wird Lärmschutz durch die akustisch furchtbaren Heki's ja dann wieder zu Nichte gemacht :? . Ansonsten hast Du natürlich recht. Die Frage nach Isolation würde bei unserer Suche dann wieder für einen Vollintegrierten sprechen - aber da passt leider das Budget nicht. Eine Alkovenkiste hatten wir auch schon! Tatsächlich hatten wir dann mit beschichteten Styrodurplatten das Fahrerhaus vom Wohnbereich abgetrennt, was extrem viel gebracht hatte. Nur: Da wir "getrennt" schlafen und dann wohl "Papa" im Alkoven nächtigen müsste, wäre die Kälte von unten dann wieder ein Problem. Die ganze Nacht von warmer Luft angeblasen zu werden, damit man nicht friert, ist auch nicht so lustig. Tatsächlich hatte unsere Dethleffs-Emma eine Leitungsführung der Heizung bis hoch zum Alkoven - aber die trockene Luft der Truma war zum schlafen so richtig mühsam... Lang, lang ist's her! Aber jetzt sind wir weit weg vom Thema "Erfahrungen mit Forster".
mafrige am 21 Feb 2026 21:26:25 Hallo Iona,
wir fahren den Forster 699 EB BJ 2018 und wie die anderen Forsterbesitzer sind wir sehr zufrieden. Es klappert nichts, Defekte hatten wir in den fast 8 Jahren: eine Gasfeder (Küchenschranktür- 9 €), der Türgriff vom heftigen zuziehen (auf Garantie). Wir benutzen unseren Forster ca. 7-8 Monate/Jahr (überwintern in Spanien von Nov.- März = intensiv, mit Rundreisen ins Hinterland!) und den normalen Reisen in DE. Gekauft haben wir ihn als Nachfolger für einen Hymer-Camp. Er ist Holzfrei, der große KS ist von Truma, Dusche ist sehr gut und flegeleicht (die Möbel werden nicht nass!). Vorn im Fahrerhaus ist ein Sommervorhang komplett zum zuziehen, den haben wir für den Winter durch einen Mikrofaservorhang ersetzt, damit kann man auch im Winter reisen, bei Frost nutzen wir außerdem eine Außenverkleidung über die Frontscheibe/Haube! Viel Spaß bei eurer Entscheidung und Grüße aus Spanien ... :lol:
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