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Sizilien im September 2007 1, 2, 3, 4


oshatt am 22 Sep 2007 15:52:48

Sizilien im September 2007,

Nach 2001, als wir die Insel Wetterbedingt im Schnelldurchgang umrundet und dementsprechend nicht viel gesehen hatten, wollen wir dieses Jahr also zu zweiten Mal nach Sizilien.
Allerdings haben wir lange überlegt, ob wir uns die lange An und Abfahrt von je ca. 2550km und dann noch die Insel Umrundung von ca. 2000km, für ins insgesamt knapp 3 Wochen Urlaub, überhaupt nochmals an tun sollen.
Doch irgendwann steht fest, wir fahren.
Unser Plan sieht vor, die Anreise in möglichst kurzer Zeit zu schaffen und die Rückreise gemütlich und ohne Termindruck zu bewältigen. Die Zwischenzeit auf Sizilien, die mindestens 10 Tage dauern soll, wollen wir dann nach Lust und Laune und Wetter gestalten, wobei wir jedoch versuchen wollen die Insel zu umrunden.
Mal sehen wie es dann wirklich wird.

Die Bilder sind aus meinem Digitalfilm heraus kopiert und dementsprechend ist die Qualität nicht die Beste, sorry !

Samstag 1. September
Gegen 15.3oUhr kommen wir los.
Durch Hamburg mit seiner Engstelle "Elbtunnel" kommen überraschend gut durch. Gegen 19.3oUhr erreichen wir unseren kostenlosen Übernachtungsplatz bei Northeim am Freizeitseegelände. Noch etwas essen und dann verbringen wir eine relativ (Autobahnnähe) ruhige Nacht.

Sonntag 2. September
Mit unserer sonstigen Gewohnheit, erst nach einem gemütlichen Frühstück weiter zu fahren, brechen wir aus Zeitgründen bei dieser Fahrt.
So stehen wir schon um 6.3oUhr auf und um 7.15Uhr sind wir schon wieder auf der Autobahn.
Es geht über Garmisch-Partenkirchen, Zirl und der Brenner Landstraße nach Italien.
Das Wetter ist trocken und teilweise scheint, entgegen dem Wetterbericht für heute, sogar längere Zeit die Sonne.
Wir kommen überall zügig durch, nur vor Garmisch am Ende der Autobahn, haben wir stockenden Verkehr, das kostet uns etwa 30 Minuten.
Auch auf der italienischen Autobahn geht es zügig voran, und so erreichen wir gegen 19.3oUhr unseren heutigen Übernachtungsplatz bei Rubiera in der Nähe von Modena.
Auf dem Parkplatz eines Sportgelände, mit kostenloser V/E-Anlage, verbringen wir, nach dem wir noch einige Zeit die laue Nacht draußen vor unserem Wohnmobil genießen, eine sehr ruhige Nacht.

Montag 3. September
Wir nutzen noch die Möglichkeit der kostenlosen V/E und dann geht es gegen 7.3oUhr weiter.
Bei schönstem Wetter gleiten wir über die italienische Autobahn.
Nach Rom passieren wir auch irgendwann Neapel. Kurz hinter Neapel beginnt die kostenlose Autobahn. Hier bremsen einige umfangreiche Baustellen das zügige vorankommen.

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oshatt am 22 Sep 2007 16:07:19

Irgendwann erkennen wir, dass wir es heute nicht mehr bis Sizilien schaffen werden.
Zwar könnten wir heute noch den Fährhafen Villa San Giovanni erreichen, doch die Überfahrt und dann die späte Stellplatzsuche auf Sizilien wollen wir uns ersparen.
So fahren wir ca. 90km vor Villa San Giovanni von der Autobahn ab.

oshatt am 22 Sep 2007 16:15:34

Gegen 19.ooUhr finden wir bei Bivona einen Übernachtungsplatz direkt am schönen Sandstrand.
Allerdings muss man die Eisenbahn durch einen Tunnel unterqueren um an den Platz zu kommen, aber mit unserem ca. 3,10m hohem Mobil geht es gerade.
Wir stellen schnell Tisch und Stühle raus und machen es uns bequem.
Es dämmert zwar schon, doch wir lassen es uns nicht nehmen und springen in das herrlich warme Wasser.
Wir sitzen dann noch einige Zeit vor unserem Wohnmobil und genießen den lauen Abend, dank Autan.

Fortsetzung folgt......

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oshatt am 23 Sep 2007 08:49:29

Dienstag 4. September
Gegen 7.3oUhr stehen wir auf und gleich darauf springen wir in das herrlich erfrischende Wasser.
Bei strahlendem Sonnenschein geht es gegen 8.3oUhr weiter, zunächst über Landstraßen und dann den Rest bis nach Villa San Giovanni auf der Autobahn.

oshatt am 23 Sep 2007 09:01:08

Es ist etwa 10.ooUhr als wir die Fähre in Messina erreichen.
Wir haben Glück, die Fähre ist zwar fast voll, doch wir kommen noch mit und haben somit keine Wartezeit.

oshatt am 23 Sep 2007 09:13:00

30 Minuten später befinden wir uns schon im Verkehrsgewühl von Messina.
Wir durchqueren die Stadt in Richtung Catania. Zunächst fahren wir ein Stück Autobahn.
Bei einer Tankstelle kurz vor Tremestieri fahren wir die kostenlose V/E Anlage an und verlassen dann kurze Zeit später die Autobahn.

oshatt am 23 Sep 2007 09:24:24

Gemütlich fahren wir die Küstenstraße Richtung Süden.

oshatt am 23 Sep 2007 09:32:25

Unser erstes Ziel, hier auf der Insel, ist Ali Terme.
Unterwegs, in Forza d. Acro, kaufen wir erst einmal frisches Brot. Das Parken in der Nähe der Bäckerei gestaltet sich schwierig, es gibt einen kleinen Verkehrsstau. Allerdings nehmen es die Sizilianer locker.
In Ali Terme führt uns eine kleine Serpentinenstraße hinauf in das auf 450m hoch am Berg liegende mittelalterliche Städtchen Ali.

Gast am 23 Sep 2007 09:40:48

Hallo Olaf,
willkommen zurück.
Natürlich, Du enttäuschst uns nicht - und lieferst einen bisher sehr schönen und ausführlichen Bericht, bunt bebildert ab.
Respekt - für euch wahrlich eine Riesen-Fahrerei bis da hinunter!!
Und den ganzen Stiefel an einem Tag zu schaffen ist fürwahr eine "Viecherei" und beinahe nicht möglich.
Bin sehr gespannt, wie's weitergeht!
Liebe an Deine Frau!!

oshatt am 23 Sep 2007 09:56:34

Kurz vor Mittag stellen wir unser Wohnmobil auf einem kleinen Parkplatz am Rande des Ortes ab und machen uns auf zu der Besichtigungsrunde.
An vielen Ecken des kleinen Bergstädtchens hat man eine beeindruckende Fernsicht auf die Inselküste.
Wir durchstreifen verwinkelte Gässchen und Innenhöfe, die noch deutlich ihre ursprüngliche, zum Teil arabische Herkunft, erkennen lassen.
Dabei umrunden wir fast das ganze Städtchen.

oshatt am 23 Sep 2007 10:03:45

Bilder aus Ali.

Fortsetzung folgt....

oshatt am 23 Sep 2007 10:14:28

Hallo Isa,

die Anfahrt war schon hart, aber die Vorfreude macht es leichter.
Das geht euch sicher auch so.
Die gebe ich gern zurück, auch von Brigitte.

oshatt am 23 Sep 2007 14:58:21

Etwa um 14.ooUhr verlassen wir das kleine Bergstädtchen.

Unser nächstes Ziel ist das hoch auf einem Felssporn liegende Städtchen Taormina.

Da wir aber nicht in Taormina übernachten wollen, fahren wir erst einmal ca. 6km weiter auf der SS114 nach Giardini Naxos und suchen dort nach einer Übernachtungsmöglichkeit.

Zu Freistehen finden wir leider keine Möglichkeit, aber es gibt hier zwei kostenpflichtige Stellplätze.
Einen davon werden wir nach unserer Taormina Besichtigung anfahren.

oshatt am 23 Sep 2007 15:40:56

Taormina erreichen wir gegen 15.3oUhr.
Wir durchfahren den Ort auf engen Straßen bergan in Richtung Castelmola.
Vor einer Straßengabelung, mit Blick aufs Wasser, können wir bequem parken.
An der abgrenzenden Mauer ist sogar Platz für unsere Stühle.
Hier genießen wir bei Kaffee und Kuchen den Blick auf die herrliche Umgebung.
Es herrschen draußen über 30 Grad, doch es geht hier am Berg eine leichte Brise sodass man es doch gut aushalten kann.

Später nehmen wir den Roller vom Heckträger und fahren hinunter ins Zentrum von Taormina.
Dieser schöne Küstenort ist auch jetzt, in der Nachsaison, noch völlig von Touristen überlaufen, leider.
Wir parken in der Nähe der Touristeninfo und holen uns erst einmal einen Stadtplan.
Dann schlendern wir auf der Via Teatro Greco in Richtung des antiken Theaters.
Unterwegs setzen wir uns in eines der vielen Cafés und bei einem kühlen Bier schauen wir den vorbei ziehenden Touristen zu.
Nach einer Weile ziehen wir weiter zum griechischen-römischen Theater.
6,00 Euro pro Person kostet die Besichtigung. Leider ist in der Arena eine riesige Konzertanlage aufgebaut, sodass ein Teil der Atmosphäre verloren geht.

Nach der Besichtigung der Ruinen des Theaters schlendern wir weiter durch die Gassen dieses schönen Städtchens.
An fast jeder Ecke entdecken wir Sehenswertes.
Auch zwei aufwendig gestaltete Hochzeiten, mit großer Gästeschar in nobler Garderobe und aufwendigen Foto und Filmaufnahmen, erleben wir am Rande.
Irgendwann erreichen wir dann wieder unseren Roller und es geht zurück zu unserem Wohnmobil.

oshatt am 23 Sep 2007 16:17:17

Bilder aus Taormina...

oshatt am 23 Sep 2007 16:24:49

...und noch einige...

Gast am 23 Sep 2007 17:03:20

... beeindruckende Bildreportage ... spannend ... besonders die Bilder vom Cockpit aus ... toll ...

liebe

oshatt am 23 Sep 2007 17:04:46

Gegen 19.ooUhr verlassen wir Taormina und fahren nach Giardini Naxos.
Es ist schon dunkel als wir dort ankommen.
Zum Übernachten fahren wir dann auf den gebührenpflichtigen Stellplatz in der Viale Stracina.
Stellplatzgebühren eigentlich 15€, aber wir handeln auf 10€ runter, da wir ja morgen zeitig weiter wollen.

Nach dem wir uns auf unserem Stellplatz eingerichtet haben, bemerken wir, wie Stellplatznachbarn mit Ferngläsern gebannt in Richtung hinter unser Wohnmobil schauen.
Wir drehen die Hälse also auch in die Richtung und sehen den Grund.
Ein Feuerschein am dunklen Abendhimmel.
Mit faszinierenden Blicken schauen alle auf den heute Feuer speienden Ätna.
Lange sitzen wir noch bei lauen Temperaturen vor unserem Wohnmobil und beobachten zusammen mit den Nachbarn das spektakuläre Schauspiel das der Ätna heute Nacht bietet.

Fortsetzung folgt....

oshatt am 24 Sep 2007 13:03:17

Mittwoch 05. September

Als wir gegen 8.ooUhr den Stellplatz verlassen ist der Himmel noch leicht bedeckt aber es ist schon wieder richtig warm.

Bei unserer Weiterfahrt in Richtung Catania sehen wir die Auswirkungen der nächtlichen Aktivität des Ätnas.
Alles, Autos, Straßen, Häuser usw., ist dick mit einer schwarzen Ascheschicht bedeckt.
Überall sieht man Leute mit Besen und Schaufeln bewaffnet, die gelassen versuchen der schwarzen Masse her zu werden und wir fragen uns, wie oft im Jahr sie dass wohl machen müssen.

oshatt am 24 Sep 2007 13:15:45

Wie fahren auf der SS114 weiter in südliche Richtung.
Die Sonne scheint schon wieder heftig. 26 Grad sind es um 9.3oUhr schon.

Wir fahren durch Orte wie Giarre und Acireale. Dann erreichen wir Cantania.

Da wir allgemein versuchen Großstädte zu meiden, die nicht ein unbedingtes Muss sind, wird auch Cantania von uns nicht weiter besichtigt, sondern wir sind mit dem zufrieden, was wir beim Durchfahren sehen.

oshatt am 24 Sep 2007 13:58:43

Um die Mittagszeit machen wir einen Abstecher nach Brucoli, einem beliebten Seebad, bekannt für sein glasklares Wasser und eines der schönsten Schnorchelrevier Siziliens.
Hier wollen wir unsere Mittagspause verbringen.
Wir finden eine herrlich gelegene Bucht mit kristallklarem Wasser und schönen Blick auf das Capo Campolato. Doch leider ist es hier total vermüllt.

oshatt am 24 Sep 2007 14:01:40

Eine schöne Rastmöglichkeit finden wir dann etwas später am kleinen Yachthafen von Brucoli.
Dazu müssen wir allerdings den Ort auf engen Straßen durchqueren.

Fortsetzung folgt....

oshatt am 24 Sep 2007 14:48:54

Ich gebe mir solche Mühe, damit die Bilder in der richtigen Reihenfolge hier erscheinen.
Bisher klappte es auch.
Doch am Beginn der Seite 3 haut es nicht mehr richtig hin, woran liegt es ??

Flywolf am 24 Sep 2007 17:00:40

Du musst immer das letzte Bild einer Serie als erstes einfügen und dich dann rückwärts arbeiten. Übrigens klasse Fotos, auch wenn sie vom Video sind.
Wolf

oshatt am 24 Sep 2007 17:21:52

Genau so war es bisher, nur eben ab der dritten Seite nicht mehr.
Ok, mal sehen.

oshatt am 24 Sep 2007 17:44:46

Als nächstes fahren wir in die kleine Barockstadt Augusta.

Die kleine Stadt liegt auf einer schmalen, durch Brücken mit dem Festland verbundenen, Insel.
Wir parken in der Nähe eines großen rund gemauerten Stadttors, das so genannte "Spanische Tor".
Gleich daneben liegt ein mächtiges Kastell, davor ein hübscher kleinen Park mit schattigen Bäumen.
Wir um wandern das riesige Kastell auf einem verwunschenen, teilweise zu gewachsenen, Weg.

oshatt am 24 Sep 2007 18:24:47

Unser nächstes Ziel sind die Ruinen der von ausgewanderten Griechen im 8 Jh. v.u.Z. gegründeten Stadt Megara Hyblea.
Sie war eine der ältesten griechischen Niederlassungen hier auf Sizilien und liegt etwa 20km nördlich von Siracusa.

Leider ist die Ausgrabungstätte länger Zeit wohl nicht gepflegt worden, es ist nämlich alles überwuchert und somit ist nur wenig zu sehen.
Auch die Zufahrt zu den Ruinen ist durch üppigen Pflanzenwuchs sehr eng.

Etwas enttäuscht verlassen wir diese Stätte und fahren weiter nach Siracusa.
Wir schwimmen im Verkehr mit und landen relativ zügig an dem kleinen Hafen in der Nähe der Ponte Nuovo.
Hier hat sich seit unser Fahrt in 2001 wenig verändert, alles sieht noch genau so aus, wie wir es in Erinnerung haben.
Nur übernachten kann man hier im Hafengelände wohl nicht mehr. 2001 haben wir hier eine schöne ruhige Nacht verbracht.
Auch kann nicht mehr auf dem kleinen Hafenparkplatz neben der Ponte Nuovo geparkt werden, er steht leer.

Die ausführliche Besichtigung Siracusas haben wir uns für morgen vorgenommen.

So umrunden wir die Stadt und verlassen sie in südliche Richtung.

Wir suchen einen Stellplatz für diese Nacht.
Der sollte möglichst in der Nähe von Siracusa und am Wasser liegen.
Bei Fontane Bianche finden wir eine herrlich gelegene Übernachtungsmöglichkeit direkt am Wasser.
Wir stellen Tisch und Stühle raus und genießen den Rest des Tages bei Sonne und Meeresrauschen.
Später zünden wir noch unseren Grill an, und unser Urlauberherz ist wieder mal glücklich.

Fortsetzung folgt....

oshatt am 28 Sep 2007 09:50:49

Donnerstag 06. September
Frühes Aufstehen ist heute angesagt, denn wir wollen Siracusa besichtigen. Schnell sind die 12km zurück ins Zentrum geschafft.
Eigentlich wollen wir unser Wohnmobil auf dem bewachten und 5 Euro kostenden Parkplatz in der Nähe des Parco Archeologico abstellen und dann die Besichtungen machen. Aber wir sind zu Früh, der Parkplatz ist noch geschlossen.
Wir finden in einem Stadtteil, oben am Hang, dann eine geeignete Abstellmöglichkeit für unser Wohnmobil.
Mit dem Roller fahren wir wieder hinunter zu der antiken Anlage.
Gegen 8.3oUhr sind wir am Eingang, doch die Kasse des Parco Archeologico öffnet erst um 9.ooUhr.
In einem nahe gelegenen Cafe genehmigen wir uns, während wir auf Öffnung der Kasse warten, einen Cappuccino.
Kurz vor 9.ooUhr stehen wir dann wieder vor der Kasse und zahlen 6 Euros pro Person Eintritt.
Wir beginnen die Besichtigungsrunde bei dem griechischen Theater.
Es ist das größte Theater das sich aus der Antike in unsere Zeit hinübergerettet hat und es war eines der Größten seiner Zeit.
Oberhalb de Theateranlage hat man einen herrlichen Panoramablick.
Hier oben findet man, in einer der Grotten, ein kleines Nymphaeum, wo Quellwasser in unterirdische Kanäle abfließt.
Weiter links befinden sich Grabhöhlen aus byzantinischer Zeit.

oshatt am 28 Sep 2007 10:07:47

Dann geht es zu den Steinbrüchen der antiken Stadt.
Hier wurde von Sklaven Kalkstein gebrochen, mit dem dann das antike Siracusa ausgebaut wurde.
Die bis zu 30m tiefen Höhlen sind heute mit üppigem Grün überwuchert und überall blüht es.
Die Hauptattraktion ist das Orecchio di Dionisio (Ohr des Dionysios). Es ist eine künstliche Grotte die durch ihre besondere Akustik berühmt ist.

oshatt am 28 Sep 2007 10:35:08

Nach 2 Stunden herumschlendern in diesen recht interessanten Zeugnisse der Vergangenheit, erreichen wir wieder unseren Roller und es geht in die Altstadt von Siracusa.
Die barocke Altstadt liegt auf der Halbinsel Ortigia.
Wir parken unseren Roller in der Nähe der Piazza Archimede und machen uns auf zu einem Stadtbummel.
Wir schlendern einige Zeit gemütlich durch die schönen alten Gassen, bevor es dann wieder durch das recht kaotische Verkehrgewühl in Richtung unseres Wohnmobil Abstellplatzes geht.

oshatt am 28 Sep 2007 10:58:50

Da es schon um die Mittagszeit ist, beschließen wir nochmals zu unserem gestrigen Übernachtungsplatz zu fahren um dort am Wasser eine ausgedehnte Mittagspause zu machen.
Wir stellen wieder Tisch und Stühlen auf und erst jetzt vermissen wir unseren Grill samt Grilltisch.
Den hatten wir gestern Abend, nach dem Grillen, vor unser Wohnmobil ans Wasser gestellt, damit eventueller Funkenflug keinen Schaden anrichten konnte.
Heute Morgen haben wir ihn einfach vergessen.
Nun finden wir nur noch die Alufolie mit der Kohlenasche, der Rest ist natürlich weg.
Nun gut, wir haben noch einen Zweiten dabei.

Gegen 14.ooUhr geht unsere Fahrt dann weiter nach Noto.
Diese barocke Stadt besichtigen wir ebenfalls mit dem Roller.
Wir fahren den Meti-Hügel, auf dem Noto gebaut ist, bergauf und bergab durch ein Gewirr von Einbahnstraßen.
Bei besonders schön erhaltenen Gebäuden machen wir halt und bewundern die Baukunst vergangener Tage.
Leider ist die Pracht vieler der barocken Gebäude stark Renovierungsbedürftig, jedoch sieht man auch schon an vielen Ecken verstärkte Bemühungen dem Verfall Einhalt zu gewähren.
Nach zweistündiger Besichtigungstour verladen wir wieder unseren Roller und setzen unser Rundreise um die Insel fort.

oshatt am 28 Sep 2007 11:03:13

..Noto..

oshatt am 28 Sep 2007 11:15:47

Da es inzwischen schon 16.ooUhr ist brauchen wir langsam einen Stellplatz für diese Nacht.
Relativ schnell finden wir bei Marzamemi direkt am Wasser eine große Wiesenfläche die für uns prima geeignet ist. Lediglich die Zufahrt ist etwas heikel, aber es passt.
Bei Temperaturen um die 30° und einer leichten Brise lassen wir es uns wieder einmal gut gehen.
Wir sitzen gerade, da kommt eine junge Familie auf uns zu. Von weitem hören wir in fließendem Deutsch fragen "Wo aus Deutschland kommen Sie denn her?"
Wir antworten und im Gespräch stellt sich heraus, das beide, Frau und Mann, unabhängig von einander, als kleine Kinder mit ihren Eltern nach Deutschland gegangen waren.
Dort haben sie 20 Jahre gelebt und dann sind beide mit ihren Eltern zurück nach Sizilien.
Hier auf der Insel haben sie sich zufällig getroffen und eine Familie gegründet. Zufälle gib es!?!
Hier in Marzamemi haben sie jetzt ein kleines Ferienhaus und machen ein paar Tage Urlaub.
Es folgt noch ein sehr nettes Gespräch bevor sie sich wieder verabschieden.

Fortsetzung folgt....

rittersmann am 28 Sep 2007 15:04:32

Tolle, sehr stimmungsvolle Bilder. Leider dauert es bei uns noch etwas, bis wir solche Touren machen können.


Günter

oshatt am 30 Sep 2007 09:59:35

Freitag 07. September
Die Nacht war wieder einmal ruhig. Am Himmel sind heute Morgen zwar viele Wolken und wir erwarten jeden Moment einen Regenschauer, doch es kommt nichts, und die Temperatur steigt auch bei bedecktem Himmel schnell auf über 25°.
Gleich nach dem Aufstehen geht es erst einmal ins Wasser. Doch nicht lange, denn wir haben ein Problem.

oshatt am 30 Sep 2007 10:34:21

Seit gestern stimmt mit unserem Kühlschrank etwas nicht, er scheint auf Gas nicht mehr zu funktionieren.
Zunächst dachten wir noch dass der Kühlschrank mit den hier auf Sizilien herrschenden Temperaturen nicht zu recht kommt, doch seit heute morgen haben wir Gewissheit, bei Gasbetrieb kühlt er nicht mehr.
Ein Teil unseres Vorrates, hauptsächlich Grillgut, ist schon aufgetaut bzw. angetaut und somit nicht mehr zu verwenden.
Die Flamme am Brenner des Kühlschranks brennt zwar, jedoch kühlen will er trotzdem nicht. Mit Bordmitteln ist hier wohl nichts zu machen, jedenfalls hat mein hantieren nichts gebracht.
Jetzt haben wir natürlich ein Problem, denn bei den kurzen Stecken die wir fahren, bringt der Betrieb mit 12 Volt natürlich nicht viel.

Aber erst einmal fahren wir an den Hafen von Marzamemi. Dort soll man Frischwasser tanken und auch Grauwasser entsorgen können, so die Auskunft des italienischen Paares gestern Nachmittag.
Gleich neben einer Bar, die gerade öffnet, finden wir den Wasserhahn und einen Bodeneinlass.
Bei einem Cappuccino und Croissant überlegen wir, während wir Wasser tanken, wie wir unseren Kühlschrank wieder funktionstüchtig bekommen.

oshatt am 30 Sep 2007 10:49:56

Unsere Idee ist, heraus zu finden, wer einen gasbetriebenen Kühlschrank reparieren kann. Am ehesten wohl ein Wohnmobilhändler. Aber wo finden wir einen?
Da wir die italienische Sprache kaum sprechen, können wir auch nicht so einfach einen Sizilianer fragen.
Trotzdem wollen wir es bei Gewerbebetriebe versuchen, deren Betriebe zumindest von außen so aussehen, als könnte man uns irgendwie weiter helfen.
Also fahren wir in die nächstgelegene größere Stadt, nach Pachino.
Da wir auch tanken müssen, fahren wir gleich die erste Tankstelle an.
Beim Tanken versuche ich dem Tankwart unser Problem zu erklären und da er etwas Englisch kann, scheint er auch zu verstehen was ich meine.
Er nennt uns auch eine Adresse, kann aber nicht die Straße benennen, die wir dann in unser Navi eingeben könnten. Er versucht allerdings mit allen möglichen Gesten zu beschreiben wo wir die Hilfe in Pachino finden würden.
So gut wie es geht merken wir uns seine Anweisungen, bedanken uns und begeben uns in das Verkehrsgewühl von Pachino.
Die Straßen werden immer enger und irgendwann geht es nicht mehr weiter.
In einer steilen, mit Autos zugeparkten Gasse, kommen wir nur noch mühsam rückwärts wieder raus.
Brigitte ist inzwischen mit den Nerven am Ende und auch ich muss einsehen, dass es so nicht geht.

oshatt am 30 Sep 2007 11:36:21

Auf der Weiterfahrt nach Ispica versuchen wir bei Betrieben, die von außen sichtbar irgendetwas mit Autos zu tun haben, nochmals unser Glück.
Aber Fehlanzeige, leider kann keiner helfen oder versteht einfach gar nicht worum es geht.
Also müssen wir uns etwas anderes einfallen lassen.

oshatt am 30 Sep 2007 12:44:57

Wir parken unser Wohnmobil in Ispica in der Nähe der Polizei im Schatten. Mit dem Roller fahren wir dann ins Zentrum.
Hier kaufen wir erst einmal eine Telefonkarte, denn die nun anstehenden Telefonate würden wohl mit dem Handy unverhältnismäßig teuer werden.
Zunächst rufe ich bei ADAC an. Ich schildere dem Herren, der sich unter ADAC-Italien meldet, unser Problem. Dann bitte ich ihn, ob er nicht eine Adresse eines Wohnmobilhändlers in der Gegend um Siracus/Ragusa oder sonst wo, ausfindig machen könnte.
So beim Warten fällt uns ein, man könnte ja mal den Hersteller des Wohnmobils anrufen. Gut, die Telefonnummer haben wir nicht dabei, aber der ADAC wird sie für uns sicher aus dem Telefonbuch oder aus dem Internet raussuchen können.
Wieder den ADAC angerufen. Diesmal ist eine Dame mit italienischem Akzent am anderen Ende.
Nachdem ich wieder meine Mitgliedsnummer durchgegeben habe, will ich meine Frage bezüglich der Telefonnummer stellen. Doch die Dame sagt „Moment„ und dann „ich sehe gerade, die Kollegen arbeiten doch schon dran„. Ich: „ja klasse, aber zusätzlich wollte ich das Problem mit dem Kühlschrank auch noch mit dem Hersteller des Wohnmobils besprechen und dazu brauche ich seine Telefonnummer, ob sie mir die raussuchen können“?
Nach einigem hin und her und wo sie denn die Nummer suchen solle, da sie ja kein Telefonbuch von Deutschland hätte und ich ihr dann die Internetadresse vom Hersteller gegeben habe, hat sie die Nummer dann gefunden und gibt sie mir. Ich danke und frage noch schnell, ob sie denn schon was sagen könnte, wie weit die Suche ihrer Kollegen denn sei, sagt sie: „Die rufen zurück“.
Inzwischen ist es etwa 11.3oUhr und zudem noch Freitag, da erreicht man ab 12.ooUhr beim Hersteller niemanden mehr.
Ich mache es nun mal kurz, obwohl ich noch einen ganzen Roman schreiben könnte.

Der Kundendienstleiter ist außer Haus, aber die Telefonistin gibt mir die Telefonnummer von Dometic in Italien dort könnte ich ja anrufen und eine Telefonnummer eines Wohnmobilhändlers in der Nähe des Wohnmobilherstellers.
Mein Anruf bei Dometic bringt uns nicht weiter, dort spricht natürlich keiner Deutsch und somit versteht auch keiner mein Problem und beim Wohnmobilhändler in Deutschland meldet sich keiner.
Mein Rückruf beim ADAC nach den abgemachten 30 Minuten bringt auch keine Hilfe, auch nach einer Stunde weiß man beim ADAC immer noch nichts.
Nach etwa 2 Stunden, wir sind längs weiter zu unserem nächsten Ziel meldet sich der ADAC und schlägt vor, wir sollten doch auf einen Campingplatz fahren, dann hätten wir die Möglichkeit den Kühlschrank an Strom anzuschließen.
Klasse Hilfe, Danke ADAC-Italien.
Wir hoffen indes, dass wir irgendwo an der Strecke einen Wohnmobilhändler mit Werkstatt finden. Solange müssen wir versuchen ohne Gaskühlung auszukommen. Allerdings kommt jetzt erstmal das Wochenende. Wir werden sehen wie wir klar kommen.
Überraschenderweise stellen wir fest, dass unser Getränkevorrat, der in der Heckgarage bzw. im Doppelboden lagert, noch relativ kühl ist. Zumindest etwas.


Gegeben 14.3oUhr und kurz nach dem ADAC-Rückruf, erreichen wir Modica, eine der schönsten Barockstädte Siziliens.
Hier finden wir in Modicas Unterstadt am Anfang der Corso Umberto einen kostenlosen Parkplatz am Straßenrand.
Wir steigen durch das Gassengewirr ein Stück bergan und stehen unvermittelt vor dem riesigen Duomo San Giorgio der über eine gewaltige Freitreppe zu erreichen ist.
Wir sind beeindruckt über die wuchtige Barockfassade mit ihren fünf Portalen. Ins Innere kommen wir leider nicht, da alle Türen verschlossen sind.
Wir gehen weiter und entdecken die zweitschönste Kirche Modicas, die Chiesa di San Pietro mit 12 Heiligen Figuren links und rechts der Aufgangstreppe.
Nach einer Rast, mit Bier und Cappuccino, in einem Straßencafe geht die Fahrt gegen 16.3oUhr weiter.

oshatt am 30 Sep 2007 12:53:05

Modica...

oshatt am 30 Sep 2007 13:01:52

Wir fahren über Scicli zurück ans Meer, um für diese Nacht einen Stellplatz zu suchen.
Hinter Marina di Ragusa, in der Nähe von Punta Braccetto werden wir fündig.
Direkt am Meer finden wir eine große feste Sandfläche mit einem langen weißen Sandstrand. Hier kann man es aushalten.

oshatt am 30 Sep 2007 13:03:55

Sorry:
Dieser Abschnitt fehlt auf Seite 5

….. in der Gegend um Siracus/Ragusa oder sonst wo, ausfindig machen könnte.
Doch obwohl ich ihm als erstes meine Plus-Mitgliedsnummer gegeben habe, woraus er die wichtigsten Daten hätte ablesen können, muss er erstmal alle Daten neu aufnehmen, Fahrzeugtyp, Kennzeichen, usw., da er angeblich nur meinen Namen am Bildschirm lesen kann.
Der Telefonzähler rattert, das Guthaben schwindet. Dann endlich kommt seine Aussage: Ein defekter Kühlschrank in einem Wohnmobil sei nicht „hilfswürdig“ durch den ADAC oder so ähnlich.
Ich höre mich sagen „Is klar, ich will ja auch keinen Abschleppdienst, Leihwagen oder Rücktransport in die Heimat, ich bitte doch nur um eine Adresse, das müsste doch in Zeiten des Internets möglich sein“.
Der ADAC-Mann sagt dann, er würde sehen was er machen könne und ich solle in einer halben Stunde wieder anrufen oder ihm meine Handynummer geben, dann würde sich jemand melden.
Ok, also warten. Mittlerweile ist es so gegen 11.ooUhr.

Wir nutzen die Zeit und schlendern einwenig die die Altstadt von Ispica. Viel Sehenswertes entdecken wir allerdings nicht.

So beim Warten fällt uns ein, man könnte ja mal den Hersteller………..





Fortsetzung folgt....

oshatt am 05 Okt 2007 10:24:40

Samstag 08. September
Heute fahren wir ein Stück zurück ins Landesinnere. Wir sind auf dem Weg nach Ragusa. Eigentlich wollten wir zunächst die Ausgrabungsstätte Camarina besichtigen, aber obwohl sie in unserer Karte eingezeichnet ist, finden wie sie nicht.
Dann eben nicht.
Wir machen einen Abstecher zu dem Schloss Donnafugata. Dieses legendenumwobene Schloss liegt ca. 18km südwestlich von Ragusa, inmitten von Feldern, in einer Hügellandschaft.
Schon von weitem erkennt man die Türme des Schlosses.
Dieses Donnafugata ist auch ein beliebtes Ausflugsziel bei den Sizilianern, dementsprechend eng geht es auf den wenigen Parkflächen zu.
Um das Schloss und den großen Park zu besichtigen, zahlen wir pro Person 3 Euro.
Von den 122 Zimmern des Schlosses sind etwa 30 zu besichtigen. Die Räume sind mit Bildern und gut erhaltene Möbeln ausgestattet.
Um den Namen des Schlosses DONNAFUGATA, übersetzt heißt das etwa: "Frau auf der Flucht", ranken sich romantische Geschichten. So soll wohl tatsächlich die Enkelin des Schlossherrn, die schöne Clementina gemeinsam mit ihrem französischen Liebhaber, das Schloss bei Nacht und Nebel verlassen haben.
Allerdings hatte das Schloss seinen Namen schon viel eher.
Wie dem auch sei, ein Rundgang durch die zugänglichen Zimmer lohnt sich.
Aber auch der Spaziergang durch die große Parkanlage, von dem Teile recht gepflegt, andere wieder ungepflegt und somit recht verwunschen wirken, ist durchaus lohnenswert.

oshatt am 05 Okt 2007 10:28:33

Donnafugata....

oshatt am 05 Okt 2007 10:32:07

Donnafugata....

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