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Grande Tour Italia 2007


lockenhaupt am 10 Nov 2007 16:57:49

Mahlzeit

Im September 2008 waren wir wieder einmal in Italien, dieses mal haben wir eine Grande Tour Italia gemacht. Einmal rund herum. Leider hat es ein wenig länger gedauert den Reisebriht fertig zu stellen, aber wir hoffen das ihr trotzdem ein wenig Spass an den Fotos und Bericht habt.


Italien Herbst 2007

Freitag den 31.08.2007 Schweiz

Eigentlich wollten wir heute Nachmittag los fahren, aber wie so oft im Leben, spielt einem das leben dann doch anders als man denkt.
Vom Mittwoch zum Donnerstag hat es mal wieder sehr stark geregnet, und dieses mal hat es Lyss erwischt, die ganze Region stand unter Wasser, und wie sollte es anders sein, eine unserer Verkaufstellen hat es arg erwischt. Der ganze Keller stand bis zur Decke unter Wasser, und es hat die Hauptstromleitung + das ganze EDV Rack mit erwischt. Da die Verkaufstelle aber am Samstag wieder offen sein sollte, und unsere interne Feuerwehr bis Freitagmorgen am Wasserpumpen war, konnten wir uns erst am Freitagmorgen den EDV Schaden ansehen. Zum Glück hat es die Kassen, Server und restlichen EDV Geräte nicht erwischt, diese standen alle im Erdgeschoss, aber die ganzen Zuleitungen und Verbindungen untereinander waren defekt.
Also fingen wir an zu Zaubern, und zur Überraschung aller war die EDV am Freitagabend wieder einsatzbereit, so dass der Laden am Samstag wie geplant öffnen konnte.
Nur war unsere Abfahrt ins Wasser gefallen, am Abend um 23:00 hatte ich und meine Maus nun auch keine Lust mehr das Womo zu beladen, und loszufahren. Also erst einmal ausschlafen und dann Morgen losfahren.

Samstag den 01.09.2007

Morgens um 08:00 war die Welt noch in Ordnung, doch dann viel es mir wie Schuppen von den Augen, schei..... ich habe was auf Arbeit vergessen, was ich noch erledigen muss. Aber wie immer meine treue Seele Rita, die Ruhe in Person „ na dann fahren wir halt noch einmal kurz in die Zentrale und erledigen dein Problem“. Gesagt getan, als wir dann endlich zurück waren, hiess es noch mit Eltern ein letztes mal Mittag zu essen. Auch das haben wir hinter uns gebracht, und ich wollte nur noch kurz auf dem Sofa sitzen und verdauen.

Mit einen Schreck bin ich hochgefahren, aus dem kurzen verdauen, ist dann doch 2 Std Schlaf geworden. Tja irgendwann fordert der Körper dann doch sein Recht. Aber was solls, wir haben Urlaub, und da macht es nichts, wenn man 2 Std später losfährt. Also flugs noch einmal unter die Dusche, und dann endlich los.


Wir kamen nicht weit, nach 200 Metern hiess es erstmal warten, die Bahnschranke war unten.

(Rest geschrieben von Rita) Mike durfte in Ruhe noch schlafen, störte mich nicht, er hatte so eine schwere Woche hinter sich, was sage ich Woche, Wochen! Da sollte er erstmal in Ruhe einen Mittagsschlaf halten, wir haben Urlaub und sind nicht auf der Flucht.
Zeit zum Reisen blieb genügend. Wann wir wegfuhren weiss ich nicht mehr, irgendwann gegen 16h oder so was. Passt schon.


Autobahn am Genfersee, Richtung Martigny

Wetter war recht bewölkt und wir freuten uns auf Italien, da meldeten sie nämlich schön und 39 Grad (allerdings an der Adria, an der Westküste wo wir hin wollten meldeten sie angenehme 29 Grad). Gemächlich fuhren wir auf der Autobahn Richtung Martigny und dann die Serpentinen hoch zum Tunnel des grossen St. Bernhard. Man konnte Schnee bedeckte Berggipfel sehen. Brrr.....


Geniale Landschaft Richtung Grossen St. Bernhard

Dahinter ging’s runter ins Aostatal. Wir benutzten die Autobahn nur kurz, um aus dem Gebiet raus zu kommen, dann ging’s auf der Landstrasse weiter. Blondinchen leitete uns. Die Schatten wurden immer länger, der Tag neigte sich dem Ende zu.


Letzte Strahlen über die Berge

Irgendwo hinter Ivrea suchten wir uns einen Platz zum schlafen. Gar nicht so einfach. Doch dann fuhren wir durch ein Industriegebiet, breite Strasse, auf der einen Seite voller Parkplätze (der Länge nach), alles leer, einsame Strasse, gut beleuchtet, wir hielten an. Zuerst mal etwas zwischen die Kiemen schieben dann schlafen. Wir dachten ja es würde eine ruhige Nacht. Denkste. Da brausten andauernd Autos vorbei, aus der einsamen Strasse wurde eine Autobahn. Irgendwann wachten wir auf, guckten etwas hinaus und staunten nicht schlecht als vielleicht 20 Meter hinter uns ein Auto hielt, wendete und sich auf ein Parkfeld stellte. Ein Paar stieg aus, der Mann beäugte kurz das Gatter (Jede Firma war hier eingezäunt) und stieg dann kurzerhand drüber. Er rief der Frau immer mal wieder was zu, ich konnte allerdings nichts verstehen, sie waren dann doch zu weit weg. Ich habe den Mann nicht zurück kommen sehen, so interessant war’s dann auch wieder nicht. Irgendwann waren sie auf jeden Fall weg. Mit Schlafen wie gesagt war wenig.


So 2.9.2007

Ein neuer Tag, ein schöner Tag, ein ruhiger Morgen irgendwo hinter Ivrea

Wir fuhren wieder weiter, kurz vor Genua nahmen wir dann die Autobahn, wir hatten keine Lust in diese Stadt hinein zu gelangen. Hier gibt’s fast keine „normale“ Autobahn, entweder ist man im Tunnel oder auf einer Brücke. Irgendwo hielten wir auf einem Rastplatz und tankten, bei 511 km 43.8 Liter, ein top Wert! Danach hielten wir ein Nickerchen. Schliesslich hatten wir ja in der Nacht nicht gerade viel geschlafen. Wir verliessen die Autobahn wieder und fuhren die Küstenstrasse entlang bis wir einen Campingplatz fanden : Camping la Pineta in Viareggio. Eigentlich wollten wir hier erstmal einige Tage bleiben aber nach längerem überlegen gefiel es uns dann doch nicht wirklich. Der Camping an sich war ok, aber Mückenverseucht (die stürzten sich ja gleich auf mich und ich weiss nicht wie viel mal die mich gestochen haben) und laut war’s auch. Kindergeplärr, aus einem Zelt kam lautes „bumbum“, da hatten doch tatsächlich unsere weiteren Nachbarn zwar nur ein kleines Zelt, aber einen Fernseher drin! Irgendwo bellten einige Köter, hier war nichts mit Ruhe. Wir beschlossen doch nur 1 Nacht zu bleiben, das genügte uns schon. Wir machten uns einen total faulen Tag. Zum Meer runter wär’s ein Marsch von 20 Minuten in der heissen Sonne gewesen, das sparten wir uns gerne.

Mo 3.9.2007 Viareggio-Pisa... die rote Meile! Wir fuhren los und gleich hinter Viareggio ging’s durch eine Art Wald, alles war überwuchert, es gab am Strassenrand einige Nischen in denen zum Teil abgetakelte Womos standen, Autos, oder einfach nur 1-2 Gartenstühle und Bordsteinschwalben. Hässliche Grotten und wir fragten uns wer zum Henker so notgeil sein musste um den Dienst dieser Damen in Anspruch zu nehmen. Ueberall Unrat und Müll, es war ein Graus.


Die Rote Meile

Blondinchen leitete uns punktgenau nach Pogibonsi zum Rimor-Werk. Es war gerade 12h als wir in die Reception eintraten. Die hatten bis 12h30 offen also kein Problem. Die Sekretärin hingegen war ein Problem. Im Vorfeld hatte ich Rimor angeschrieben und gefragt ob sie auch am Samstag offen hätten, wir würden Freitag in der Schweiz losfahren und unseren Urlaub in Italien verbringen und auf dem Weg dorthin wollten wir bei ihnen vorbei schauen da wir noch einen Garantiefall hätten. Die Antwort kam 2 Tage später, ohne Begrüssung, ohne zum Schluss, ohne Mit freundlichen n, nichts, total unfreundlich nur mit dem Satz sie hätten Samstag zu und die Woche über wären diese und diese Oeffnungszeiten, basta, nichts anderes. Nun denn... So standen wir also vor dem Empfang und ich sagte der Dame ich hätte mich per E-mail angekündigt und sie hätten mir gesagt Samstag sei zu, so seien wir nun da wegen unserem Problem. Erstmal verstand sie nichts (sie verstand mein Italienisch sehr wohl, nicht jedoch die Tatsache dass wir uns angekündigt hatten usw.). Ich sagte ihr noch mal dass wir aus der Schweiz seien und per E-mail usw. Dann machte es bei ihre endlich Klick und sie sah nach. Ja, hiess es dann, sie hätte uns ja aber nicht gesagt wir sollen kommen... War total unfreundlich und hatte sichtlich keinen Bock mit uns zu sprechen. Ja, sie rufe jemanden, versicherte sie uns. Ich stellte mich schon drauf ein dass wieder jemand unfreundliches kommen würde aber da irrte ich mich total. Ein total netter Mann kam zu uns, hörte sich unser Problem an. Im Bad bei uns ist die Fugendichtung nicht mehr ok und müsste auf Garantie erneuert werden, sonst könnt das Wasser beim Duschen hinter die Wand gelangen und dort Unheil anrichten. Jaja, das könne so ja nun nicht stehen bleiben, meinte er, und wir sollen doch rasch den Schlüssel geben, er erledigt das. Klasse! Ok.




Wir sahen uns inzwischen um, da kam er angerannt und erzählte mir was von im Sekretariat unterschreiben, ich verstand aber nicht was er wollte da ich dieses Wort nicht kannte. Er zeigte mir dann einen Riss in der hinteren Stossstange und er wollte eine Unterschrift, dass wir bezeugen dass der Riss nicht von ihm stammt. Ich erklärte ihm dann der wäre schon seit dem Kauf drinnen, da solle er sich mal keine Sorgen machen. Da war er zufrieden und brauchte keine Unterschrift dafür. Es dauerte nicht lange da war das WOMO fertig, hat er prima gemacht und war absolut freundlich. Nur die Dame im Empfang sollten sie mal auswechseln und durch eine nette ersetzen...
Im Werk sahen wir uns kurz um. Da wird gesägt und getackert, aber nicht wie wir es von der Schweiz her kennen, sondern mit der italienischen Gelassenheit. Hier laufen die Uhren anders, viel langsamer als zu Hause. Die Holzrahmen wurden hergestellt, die Füllungen, usw. War total interessant. Auch die Modelle die da herum standen. Leider hatte es keine Ausstellmodelle wo wir mal reingucken konnten, und ich wollt die Leute nicht länger aufhalten, es war ja schon 12h30 und sie wollten ja auch mal zu machen. Der Mann der unser Bad in Ordnung brachte blieb noch etwas länger, bis ca. 12h45 bis das Bad fertig war, dann übergab er uns breit lächelnd den Schlüssel wieder und sagte wir sollen das Bad jetzt 2-3 Tage nicht benutzen, und wünschte uns gute Fahrt.



Wir fuhren weiter Richtung Rom, immer auf der Landstrasse.



Obwohl es nicht mal so viele Kilometer waren brauchten wir fast den ganzen Tag dafür. Abends erreichten wir Rom, Blondinchen scheuchte uns bisschen im Kakao herum doch endlich fanden wir dann doch die richtige Strasse, Lido di Ostia, doch irgendwie war Blondinchen der Meinung der Campingplatz liege weiter weg als er tatsächlich war. Wir fuhren und fuhren und die Stelle kam nicht, es ging immer weiter vorbei an kleinen mit Gestrüpp bewachsenen Dünen, bis vor einigen Häusern ein Stau kam. Mike hatte die Schnauze voll und wendete das WOMO mitten auf der Strasse. Wir fuhren wieder zurück und fanden den Camping dann doch endlich. Wieder durften wir uns einen Platz selber aussuchen. Wir kannten den Campingplatz ja von unserer letzten Rom-Reise, damals allerdings waren wir mit dem VAN hier gewesen.
Es wurde ein ruhiger Abend, wir genossen ihn.



Di 4.9.2007 Bewölkt, ab und zu einige wenige Tropfen, wir beschlossen trotzdem nach Rom zu gehen. Was machen schon einige Tropfen aus? Sind wir aus Zucker?
Die Tageskarte für sämtliche öffentlichen Verkehrsmittel in Rom kostet nur 4 Euro, die holten wir uns. Die Busstation ist gleich neben dem Camping, also braucht man nicht weit zu gehen. Man fährt mit dem Bus bis Stazione Colombo, dort steigt man in den Zug um bis Euro Miglia, dann die Metro bis Stazione Termini (Hauptbahnhof). Von dort aus hat man die grosse Wahl an Bussen, Zügen und Metro. Untergrundbahn gibt’s allerdings nur erst 2 Linien, die A und die B. Wir stiegen in die andere Metrolinie um und gelangten so zum Vatikan. Den wollten wir uns diesmal ansehen. Kolosseum, Circus maximus, Forum romanum usw hatten wir uns ja schon letztes Mal angesehen. Auf dem Platz vor dem Petersdom war eine grosse Warteschlange, Mike war der Meinung das gehe nicht so lange, da können wir gut anstehen. Er wollte unbedingt den Petersdom besichtigen gehen. Ich ja auch, aber die vielen Touristen hätten mich dann eigentlich doch abgeschreckt, nicht jedoch Mike. Das verwunderte mich dann doch, denn normalerweise hasst er nichts mehr als Menschenmengen und lange anstehen.



Wir stellten uns also in die Warteschlange und es ging tatsächlich recht flott vorwärts, Richtung Kontrolle. Die Rucksäcke usw. wurden durchleuchtet, dann durfte man hinein, wieder in eine Warteschlange um hinauf in die Kuppel zu gelangen. Im Vorraum zur Treppe vibrierte mein Handy in der Bauchtasche. Ich nahm’s heraus um zu sehen wer da anrief. Es war Michel (der arbeitete an dem Tag bei mir im Büro, Warenannahme). Ich hob ab, meldete mich und fragte ob’s dringen wäre, wäre grad nicht so gut, ich sei grad in der Menschenmenge im Vatikan. Nunja, sagte Michel, es wäre schon dringend, sonst würde er nicht anrufen. Erst nahm ich an er hätte irgendein Problem auf Arbeit, aber dann hätte er ja den Chef gefragt. Es musste also etwas anderes sein. War’s dann auch, eine Neuigkeit die mich umgehauen hätte, wären die Menschen nicht so dicht um mich herum gewesen. Michel erzählte mir dass mein Cousin Pepe gestorben sei, woran wusste er auch nicht, aber heute sie die Beerdigung und Eltern würden dahin fahren. Hups? Wie, Pepe? Tot? Pepe ist gleich alt wie ich, wir haben nur 2-3 Monate Unterschied, haben als Kinder oft zusammen gespielt. Pepe kam mit Spina bifida zur Welt und war von daher etwas behindert gewesen, was mich nie gestört hatte, ich bin damit aufgewachsen und für mich war’s normal. Woran konnte er bloss gestorben sein? Wie makaber dass Michel mir dies ausgerechnet im Vatikan mitteilt...
Wir machten das Gespräch recht kurz, nach dem allgemeinen Fragen wie’s so geht usw hängten wir wieder auf, es gab sonst nichts zu besprechen.



Die Schlange schob uns weiter und vor uns eilten einige Leute zur Treppe. Ein Vatikan-Angestellter im schwarzen Anzug lächelte uns zu und zeigte nach Recht, „hier bitte geht’s zum Lift“. Hö? Warum ausgerechnet uns und nicht denen vor uns zeigte er dies? Na auf jeden Fall sehr nett. Wir warteten also vor dem Lift, der kam kurz darauf auch. Drinnen stand ein Liftboy im schwarzen Anzug, nette Ausstrahlung, Inder oder Sri Lankese. Als der Lift voll war drückte er auf den Knopf um nach Oben zu gelangen. Irgendetwas schrillte, der Liftboy machte eine Grimasse und als ich ihn ansah grinste er von einem Ohr zum andern wie zu sagen „Sorry für’s geschrille“.
Dann waren wir oben. Hinter uns ein deutsches Paar das sich die ganze Zeit beschwerte. „schon wieder anstehen“, und „geht’s denn nicht bald mal weiter“ und „jetzt stehen die da vorne und machen Fotos statt mal endlich weiter zu gehen“. Ich brummelte vor mich hin „hättet ja nicht herkommen brauchen wenn ihr dann nicht anstehen wollte“. Ich brummelte aber in meinem Dialekt, die beiden konnten’s nicht verstehen. Am liebsten hätte ich mich umgedreht und denen erstmal eine Moralpredigt gehalten von wegen etwas Anstand bitte und die andern stehen auch alle an und maulen nicht. Nunja, endlich war man dann oben in der Kuppel drin und der Ausblick war einfach umwerfend. Da fallen einem keine Worte ein, das muss man gesehen haben. Hoch oben in der Kuppel, ein Rundgang drum herum wovon nur ein kurzer Teil für die Touristen begehbar ist. Tief unter einen, die Kirche, einige Touristen die da herumstehen, herumgehen, sie sahen alle aus wie kleine Ameisen. Die Dimensionen kann man sich gar nicht vorstellen. Es ist gewaltig. Auch die Malereien, die Marmorseulen usw. Alles einfach gigantisch, unglaublich, atemberaubend.



Wir kamen aus der Kuppel wieder heraus und auf die kleine Terrasse davor, von da aus hat man einen schönen Blick über die Dächer Roms. Es ging dann wieder mit dem Lift hinunter und diesmal kamen wir in den Petersdom hinein. So viele Menschen auch überall in der Schlange standen, so leer war der Dom! Absolut unglaublich aber der Dom ist so gigantisch dass sich die Menschenmenge darin verliert.
Wir hatten unseren Besuch beendet und verliessen den Dom. Draussen sahen wir eine Weile 2 Schweizergardisten zu. Die hatten einen schweren Job um die wir sie nicht beneideten. Immer wieder mussten sie Touristen wegscheuchen, ihnen sagen dass sie von der Treppe aus gerne ein Foto von ihnen machen durften aber bitte nicht so nah ran und hinter die Absperrung schon gar nicht. Eine Touristin war offenbar so hartnäckig dass der eine Gardist sie wegschupste und sie dann doch endlich weg ging. Schwerer Job.
Es fing an zu regnen und wir machten uns auf den Weg aus dem Vatikan raus zur Römer Altstadt. Die ist nicht weit vom Vatikan weg, nur eine Strasse entlang und über die Brücke über den Tiber dann ist man schon da.
Die Altstadt ist voller verwinkelten kleinen Gassen in denen man sich verlieren kann, es ist fast wie ein Labyrinth aber absolut sehenswert.



Irgendwo assen wir Spaghetti Carbonara, dann ging’s weiter. Wir suchten das Pantheon, das wollte ich mir nicht entgehen lassen wo’s doch gleich um die Ecke war. Unscheinbare Gassen, ich dachte die führen niemals zum Pantheon, und plötzlich standen wir dann davor. Ein Grau-Brauner Zylinder mit einer Kuppel drauf, rund herum einige Mauern, Ruinen zum Teil. Wir gingen hinein und waren wieder einmal total überwältigt von dem was wir da zu sehen kriegten. Die Kuppel ist ein Meisterwerk, gehalten nur durch sich selber. Ganz oben ein rundes Loch zum Himmel. Einfach bombastisch. Es hatte allerdings zu viele Touristen, die versammelten sich in der Mitte der Basilika und fingen auch noch an zu singen, also machten wir uns wieder vom Acker. Bis zum Kolosseum war es gar nicht mal so weit, wir entschlossen uns zu Fuss dorthin zu gehen und dort dann die Metro zu nehmen um wieder zurück zum Campingplatz zu gelangen.



Unterwegs, in der Nähe vom Kolosseum, fühlte sich Mike merkwürdig. Er mass seinen Blutzuckerwert und bemerkte dass der auf 4 runter gerutscht war. Jetzt war Eile angesagt, ich musste sofort eine Cola (bloss keine Light!) und etwas zu essen organisierten, denn Mike wurde es immer schummriger im Kopf. Wir schafften es zur U-Bahnstation Kolosseum. Dort hatte es einen Imbissstand. Ich kaufte Mike eine Cola und während er die trank bestellte ich ein Sandwich für ihn. Als ich mich umsah war Mike weg. Sch.... Hoffe mal der ist mir nicht irgendwo umgekippt! Ich hielt Ausschau aber ich hörte und sah nichts. Keine Schreie oder Rufe von Menschen, kein gar nichts. Wo war Mike? Das Sandwich wurde zuerst noch gewärmt, das dauert mir alles viel zu lange, ich sah mich immer wieder um, doch Mike blieb verschwunden. Dann endlich drückte man mir das heisse Sandwich in die Hand und ich lief rasch raus. Da sah ich Mike, er sass auf der Treppe und trank seine Cola und wartete dass es ihm besser ging.
Wir fuhren mit der nächsten Bahn rasch zum Camping zurück und ruhten uns den Rest des Abends aus.



Mi 05.09.2007 Sonnig, etwas frisch. Wir machten uns einen faulen Tag. Da gehörte ein Spaziergang zum Meer dazu. Der Strand liegt nicht weit vom Camping Platz entfernt, man muss nur über die breite Strasse dann ist man schon da.
Diesmal jedoch war der Strand merkwürdig. Er war recht dunkel und zuweilen hatte es oben drüber eine Kruste die unter den Schuhen knisternd zerbarst. Auch am Meer selber unten war der Sand nicht schön, so merkwürdig mit schwarzen Flecken und wie schon erwähnt, mit einer harten Kruste überzogen. Es gefiel uns nicht und so gingen wir wieder zurück zum WOMO. Der Tag war angenehm warm mit viel Wind. Abends donnerte es paar mal, vorsichtshalber verstauten wir schon mal alles, doch dann hörte es auf zu donnern. Es gab doch kein Gewitter.


Miniauto in den engen Strassen Roms

Do 06.09.2007 ca. 2h musste ich die Fenster zu machen wegen lauter Beach Party, 6h30 wachte ich dann auf und stand auf. Es war sehr kalt, ich fühlte mich wie im Kühlschrank. 7h10 wachte auch Mike auf, und fragte mich warum ich denn nicht die Heizung angemacht hätte, statt hier dick verpackt zu sitzen. Also stellte ich die Heizung an und sah auf den Thermometer. 10 Grad! Das hätte ich nun wirklich nicht erwartet. Das ist wirklich sehr kalt. Als wir dann nach vorne fuhren und bei der Rezeption bezahlten fragte ich kurz den Mann was denn die Meteo sagte, nun, meinte er, für die Adria Regen, aber für die Westküste nur Wolken und es würde wieder etwas wärmer. Sei aber auch gar kalt heute, meinte er, sie hätten bis vor 5 Tagen 39 Grad gehabt und nun diese Kälte, brrr... neee, das sei ihm nix.



Es ging zuerst im Landesinnern, später wieder an der Küste über wunderschöne Strassen Richtung Neapel.
Ueberall brannten kleinere oder grössere Feuer, eines sogar direkt an der Fahrbahn der Superstrada wo wir fuhren. Die Flammen züngelten leicht über den Asphalt unter der Abgrenzung herüber, es war schon eindrucksvoll da vorbei fahren zu müssen. Irgendwie scheint es niemanden wirklich zu kümmern ob es da nun brennt oder nicht, da es eh überall irgendwie brennt. Trotz der Trockenheit und der Brandgefahr zünden die Leute hier scheinbar immer wieder Feuer an und meist bleiben sie dann wohl auch unter Kontrolle, bis es mal wieder soweit ist dass grosse Flächen abfackeln.



Irgendwo in der Nähe von Neapel führte die Strasse an den Klippen oben vorbei. Es war ein herrlicher Ausblick und wir waren froh eine Ausbuchtung zu finden wo wir kurz anhalten konnten und Fotos machten. Ein Rollwagen stand da und der Mann dahinter brutzelte Würstchen und Paprikaschoten. Wir holten uns bei ihm ein Brötchen gefüllt mit Hamburger, Mozarella, Peperoni (für Mike) und eins mit Paprika und Würstchen (für mich). Ich schaffte meins nicht ganz.


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lockenhaupt am 10 Nov 2007 17:04:26

Dann fuhren wir weiter.
Mein Hals schmerzte und ich fühlte mich nicht wirklich gut, dachte besorgt daran dass ich wahrscheinlich eine Erkältung kriegen würde. Das gefiel mir nun gar nicht und so sagte ich Mike vorerst auch nichts davon, als es nicht besser wurde sagte ich es ihm, damit er wusste dass er aufpassen musste um den Virus nicht auch zu kriegen.
Am Abend war’s dann vorbei und ich fühlte mich wieder ok.
Blondine führte uns bei Neapel in der Umgebung in kleine Gassen. Das war zuerst ja noch lustig aber mit der Zeit in diesem Wirrwar von engen Gassen und verrücktem Verkehr wo kein einziges Auto zu sehen war das noch in Ordnung war (die meisten hatten keine Rückspiegel mehr, waren zerkratzt und zerbeult) reichte es Mike dann auch und er kapitulierte und fuhr auf die Autobahn. Kosten : Euro 1.90 das ist ja ok.
Sowie man in die Region von Neapel gelangt bemerkt man es sofort, denn der Müllt türmt sich am Strassenrand hoch, scheinbar wird hier immer noch bei der Müllabfuhr gestreikt und nicht abgeholt, es ist grauenhaft wie viel Unrat da am Strassenrand liegt, und auch wenn kein Unrat um die Mülltonnen herum ist, jeder Strassenrand ist gesäumt von leeren Flaschen, Papier, Dosen, Zigarettenpackungen, usw.



Es ging dann über die Halbinsel die Serpentinen hoch und runter bis marina del Cantone zum Campingplatz. Der war zwar klein aber eigentlich ganz süss. Mit 28 Euro jedoch fanden wir es überteuert, aber es gab keine Alternative, man hätte die ganzen Serpentinen (die sehr eng sind und durch enge Gassen in Dörfchen) zurück müssen und da es nun auch nicht mehr so früh war hätten wir nicht gewusst wo bleiben. Also blieben wir hier. Der Platz war ja eigentlich nicht so schlecht, auch wenn’s im Internet ganz anders angepriesen worden war.


Auf dem Weg nach Marina del Cantone

Laut Internet war der Platz auf verschiedene Terrassen verteilt und das stimmte zwar auch, es gab 3 Plateaus, jedoch für Wohnmobile und Caravans gab’s nur einen einzigen Platz der recht voll war. Man „parkte“ uns vorläufig halb in einem Platz, am nächsten Tag sollte das Paar mit dem Zelt eh abreisen dann würde wir einen grösseren Platz erhalten. Nun gut, das ging ja schon. Wir hatten genügend Platz und konnten auf’s Meer hinaus sehen. Zum Meer runter jedoch ging’s nur entweder die Strasse hinunter, oder die Treppe hinunter. Der Strand unten direkt am Camping war sehr klein und voller grosser Steinsbrocken. Also ging nur ich kurz runter für einige Fotos, Mike blieb oben.


Blick vom Campingplatz hinaus auf’s Meer

Abends zogen Wolken auf doch da sie von den Abruzzen her kamen dachte ich die hätten sich schon ausgeregnet und wären jetzt nur noch trocken und ohne Regen.
Vor der Küste vor Anker dümpelte ein Schiff, hell erleuchtet. Ich versuchte ein Foto zu machen aber ohne Stativ wurde es unscharf. Schade.
Später gab es dann ein Gewitter und es regnete etwas. Im Regen gingen wir rasch raus und holten die Markise herein.

Fr. 07.09.2007 Sonnig, etwas frisch. Der Regen letzte Nacht hatte den Dreck von den Bäumen gewaschen dafür auf unser WOMO abgeladen. Da kommt doch Freude auf... Unser Womo sah dreckig aus, der Tisch draussen genauso, den mussten wir erstmal putzen. Nach dem Frühstück machten wir nochmals ein kleines Nickerchen. Wir gingen hinunter zum „Dorf“ das heisst da hat es ein Hotel, 1-2 kleine Läden in und 1-2 Restaurants und sonst gar nichts. In den Läden fanden wir nichts, oder dann nur zu überteuerten Preisen. So fragten wir ob man mit dem Bus in die Nächste Ortschaft zum Einkaufen könne, man sagte uns man bräuchte nur bis Santa Agata zu fahren, da gäbe es Supermärkte usw. Wir entschlossen uns für den nächsten Tag. Waren uns nicht einige ob wir nicht schon am Samstag weiter fahren sollten oder nicht.



Am späteren Nachmittag kam ein Womo mit Luxemburger Schildern an und es wurde hinter uns geparkt. Das Paar, Nita und Franco entpuppten sich als absolut nette Leute und so kamen wir am Abend mit ihnen ins Gespräch.

Sa 08.09.2007 Wieder warm und Sonnig. Wir mussten einkaufen, die Luxemburger eigentlich auch, aber sie waren noch müde von der gestrigen Fahrt, Franco hatte auch erstmal die Schnauze voll von der Fahrerei und so liessen sie uns erst einkaufen, wir machten aus dass wenn wir nicht so bald wieder zurück wären, wir den Bus genommen hatten und der vernünftige Fahrpreise hatte, sonst würden wir in kürzester Zeit wieder da sein.
So dackelten Mike und ich runter zur Busstation, fragten nach den Tickets. Da die nur 1 Euro einfache Fahrt kosteten, insgesamt für uns also 4 Euros zu bezahlen waren war das ok und wir kauften die Tickets. Der Bus war schon da und wir konnten gleich einsteigen.


Nita

Das war eine Fahrt!!! Der Busfahrer versteht seine Arbeit sehr gut und schleust den grossen Bus gekonnt vorbei an den Parkenden Autos, an den Autos die entgegen kommen und nicht wirklich Platz machen, vorbei an engen Hausecken und Serpentinen. Es war auch eine total lustige Fahrt für uns, denn eine Busfahrt in Italien oder in der Schweiz ist ein grosser Unterschied. Hier unterhielt sich der Fahrer mit einem Mann (Weisse Hose, Weisse Jacke, weisser Hut, buntes Hemd, ich hörte als er sagte er sei Art Director), hielt sogar an einer Ecke an, zeigte die Treppe hinauf und meinte er wohne dort oben, fuhr dann weiter als der Fahrgast ihm seine Anerkennung kund getan hatte. An einer andern Ecke hupte ein entgegenkommendes Auto, der Bus hielt an, die Fahrer hielten ihre Köpfe zum Fenster raus uns es stellte sich heraus dass die Beiden sich kannten und hielten kurz ein Schwätzchen ab, dann ging’s weiter. Absolut lustig alles. Undenkbar in der Schweiz.


Franco

In Santa Agata dann fanden wir zuerst ein Geschäft wo’s Internet gab, da kauften wir eine kleine Maus für’s Laptop und CD Rohlinge um unsere Bilder drauf zu brennen und fragten nach einem Supermarkt. Die nette Dame kam sogar auf die Strasse raus und zeigte mir wo wir langgehen sollten. Den Supermarkt fanden wir auch auf Anhieb, kauften kurz ein und gingen dann rasch wieder hinaus, wir wollten ja noch ins Internet bevor der Laden schloss. Ausserdem waren wir der Meinung dass um 13h wieder ein Bus zurück war.
Internet ging, jedoch sehr lahm solange Mike es benutzte. Merkwürdigerweise ging’s bei mir prima.
Dann machten wir uns auf zur Bushaltestelle. Wir warteten insgesamt 1,5 Stunden bis endlich ein Bus kam der anhielt und der uns auch mitnahm! Unzählige vorher hatte ich angehalten, entweder hielten sie gar nicht erst oder auf meine Frage nach Marina del Cantone hiess es jeweils dass sie dort nicht hin fuhren.


Fritzi

Die Warterei wurde verkürzt durch das was vor uns passierte. Es war die reinste Modeschau, was da für Menschen mit merkwürdiger Mode vorbei gingen, das war schon ein Erlebnis, das Beste war das Paar das untrüglich aus England stammen musste, sie dezent Englisch gekleidet, er mit kurzer Hose, Kniestrümpfen, geschlossenen Schuhen, Hemd und Hut, very british. Die Fahrzeuge waren auch klasse. Wir bemerkten bald dass alle Autos Schrammen hatten oder vom Rost zerfressen, oder bei einem war der Blinker kaputt, den klebte man dann einfach mit Klebestreifen notdürftig wieder fest, passt schon... Ein Mann auf einem Motorrad kam angefahren, da mussten wir herzlich lachen, in der einen Hand (am Lenker) 1-2 Tüten, die andere Hand frei aber am Lenker, und im Mund 1-2 Tüten! Ich dachte ich seh nicht recht. Oder dann diese Vespa ähnlichen Vehikel mit 3 Rädern, hinten eine Ladefläche, total überladen mit Schrott, Bauresten, Türen und Türrahmen usw. Es gibt nichts was es nicht gibt. Doch, eines gibt’s hier scheinbar nicht : Autos die normal aussehen, keine Schrammen, keine Beulen. Das gibt es wohl wirklich nicht, wir haben keines gesehen. Oder dann war’s dann eine Noble Karosse, einen Jaguar z.B.


Abendstimmung vom Campingplatz aus

Endlich kam der Bus und wir waren froh wieder zum Campingplatz zurück zu kommen. Wir mussten erst unseren Nachbarn von unseren Erlebnissen erzählen, die dann entschieden lieber nicht einkaufen zu fahren. Dann ruhten wir uns aus.
Abends grillten wir.

Abends kamen dann noch mehr Leute an, ich fragte mich wie die hier alle raus sollten. Doch hinter uns war eine Lücke, Franco wollte auch am Sonntag weiter fahren und so war das alles kein Problem, er würde rückwärts in die Lücke fahren und wir dann auch.

SO 09.09.2007 Sonnig. Mike schlief noch länger, ich war schon längst wach und fing schon an mit Aufräumen, damit wir auch mal wieder hier los kommen konnten. Gegen 8h wachte er dann auf, wir frühstückten und gingen raus. Die Nachbarn waren auch schon längst wach und sagten uns sie würden auch los fahren, und auch sie wollten nach Sizilien und ich hatte am Vortag gesagt dass wir auf einen Stellplatz in Cirella wollten, da sagten sie sie schliessen sich doch an, weil direkt nach Sizilien war auch ihnen zu weit. So jedoch 250km das würde ok sein.


Enge Strassen in Marina del Cantone

Nachdem wir bezahlte hatten fuhren wir im Konvoi los, Franco und Nita vorne weg mit ihrem Icaro, wir hinter ihm. Es ging noch ganz flott, obwohl es manchmal sehr eng wurde. Die Küstenstrasse nachher entschädigte einen für die Mühen. Es war eine schöne recht breite Küstenstrasse, hoch über dem Meer. Absolut Spitze. Ich knipste immerzu, es gab so viel zu sehen. Irgendwo wurden wir dann angehalten, wir sollen hier wenden, diese Strasse sei für Wohnmobile und Caravans verboten. Hö? Ich fragte ab wie viel Tonnen, er meinte das sei egal, WOMO’s und Caravans seinen hier nicht erlaubt. Und das kommt denen erst in den Sinn wo wir schon halb durch sind? Vorne war Amalfi schon in Sicht.


Wendemanöver des Icaro mitten auf der Strasse

Na ganz toll! Also mussten wir wenden und zurück. Wir hielten immer wieder Ausschau, aber da waren definitiv keine Schilder gewesen die wir hätten übersehen können. Da war nirgendwo geschrieben dass WOMOs verboten seien! Na was soll’s, ändern kann man eh nichts. So fuhren wir runter zur Autobahn. Kostete Euro 1.90 das war ja ok. Weiter hinten war sie gratis.



Die Landschaft änderte sich nochmals als wir nach Kalabrien gelangten. Hier war es sehr bergig, die Autobahn führte hoch über dem Talgrund, weiter hinten sah man Bergketten, kahl, ab und zu oben drauf ein Dorf. Unsere Seite war etwas besser dran, die war bewaldet, wobei man Wald nicht gleichsetzen darf mit Wald in der Schweiz. Hier war der Wald sehr dünn und nur mit wenigen hohen Bäumen, ansonsten mehr Gestrüpp, auch dieses nicht so dicht. Eine absolut tolle Gegend, man konnte sich nicht satt sehen.
Irgendwo überholten wir Franco und fuhren ihnen davon. Wir hatten vereinbart dass wir uns auf dem Stellplatz in Cirella wieder treffen wollten.



Wir mussten Tanken und endlich kam auch eine Tankstelle. Franco hatten wir inzwischen aus den Augen verloren, der war irgendwo runter von der Autobahn, da er Jahrelang Autobahn gefahren war, wollte er nun lieber die Landstrasse fahren.
Wir tankten und assen auch gleich etwas, dann ging Mike hinaus und rief mich. Franco kam gerade an und betankte sein WOMO. Wir begrüssten sie und fuhren dann weiter, die beiden wollten noch Rasten und den Hund etwas laufen lassen.



Lagonegro Nord verliessen wir die Autobahn und es ging weiter über die Landstrasse durch die Berge. Hier war es wohl etwas feuchter denn der Wald wuchs hier dichter an den Hängen. Immer wieder verbrannte Vegetation. Dann wurden die Berge schlagartig flacher und wichen dann ganz, vor uns das Meer.



Es ging noch eine Weile der Uferstrasse entlang bis zu Sosta Camper Lido Alexander. Da war unser Stellplatz. Kosten 8 Euro, jedoch inklusive Strom, direkt am Strand und es hatte Ver- und Entsorgestation, Klo’s und Dusche (kostet 80 Cent für 20 Liter warmes Wasser das ist voll ok). Der Perfekte Ort um sich zu erholen. Wir richteten uns ein und warteten auf Nita und Franco. Irgendwann sah Mike sie oben auf der Strasse vorbei rauschen. Wir gingen dann zur Strasse und setzten uns auf die Leitplanke um auf sie zu warten. Sie sollten ja nicht noch mal dran vorbei fahren.



Die Sonne brutzelte vom Himmel und es war nicht gerade gemütlich am Strassenrand. Mike meinte, vielleicht sollte er die Hosenbeine hoch ziehen und seine weissen Beine zeigen, dann würde vielleicht einer anhalten und Geld bieten. Nee nee, sagte ich, der würde Geld aus dem Auto werfen und dazu sagen Mike soll die Beine ganz schnell wieder bedecken. Genau in dem Moment kam ein Austin Mini daher und „begrüsste“ uns mit Lichthupe. Wir lachten schallend. Das kam ja mal wieder passend.


Auf dem Weg nach Cirella

Endlich sahen wir dann den Icaro weiter oben, hielt am Strassenrand, wir winkten rüber, er grüsste mit Lichthupe, Franco war froh endlich den Stellplatz gefunden zu haben. Ohne uns wäre er dran vorbei gefahren. Er hatte die Schnauze voll von der Fahrerei und war froh endlich angekommen zu sein und sich ausruhen zu können.


Ruine von Cirella, hoch über dem Stellplatz

Der Abend wurde wieder gemütlich.
Der Stellplatz hier ist absolute Spitze, es hat alles was man sich wünscht. Für 8 Euro ist ja klar dass man keine Luxusduschen usw. verlangen kann aber der Platz selber ist sauber, gross, direkt am Strand und die Leute hier sehr nett.


Stellplatz Lido Alexander, unter Eukalyptusbäumchen

Der Strand ist hier nicht so wie an ihn sich vielleicht vorstellen mag. An der Adria hat es feinen Sand, hier hat es Kieselsteine, grössere und kleinere, alle abgeflacht von der Brandung. Es ist barfuss gewöhnungsbedürftig, aber hat man sich erstmal dran gewöhnt geht auch das prima. Ausserdem tut es den Füssen gut. Die Wellen waren an dem Tag nicht hoch, so gut wie gar keine, wenn ich das so bermerken darf. Das Wasser kristallklar, da es ja keinen Sand zum aufwirbeln gibt. Schön türkisfarben am Strand, und dunkelblau weiter draussen. Einfach traumhaft. Dazu ist der Strand menschenleer, ich denke mal nur im Juli und August dürfte hier überhaupt etwas los sein, in der Zeit wo wir da waren auf jeden Fall war er leer. Ein toller grosser Strand für uns alleine!


Blick vom WOMO aus

Franco und Nita luden uns in der Bar zum Kaffee ein, auch hier muss ich sagen, absolut korrekte Preise, billiger als wir das gedacht hatten.

Mo 10.09.2009 wir mussten einkaufen gehen und zum Bankomaten Geld holen. Man sagte uns dazu müssten wir nach Diamante, nur dort hätte es eine Bank. Franco bot sich an uns zu fahren, da sie auch einkaufen mussten. So fuhren wir alle 4 mit Icaro nach Diamante. Eine süsse kleine Küstenstadt. Nita sah hoch oben auf einem Balkon etwas total Lustiges: eine Statue (Kopf, Schulten, Arme und etwas Brustkorb), die durch ein Periskop nach oben guckte. Absolut lustig. Leider hatte ich natürlich den Fotoapparat nicht dabei. Dachte ja nicht daran dass wir etwas Schönes finden würden, ich dachte ja dass wir nur einkaufen würden. Die kleinen Gassen waren total malerisch hier und viele bunt Bilder an die Wände gemalt. Einfach toll.
Wir fanden auch eine Bank und konnten einkaufen. Uns fehlten dann noch Steaks, da wir die beiden am Abend zum Grillen einladen wollten. Also gingen wir in eine Metzgerei. Der Metzger war total nett, fragte mich woher wir kommen. Ich sagte Schweiz. Er fragte woher dort, ich fragte ob er die Schweiz etwas kenne, antwortete er, ja sicher, er hätte 7 Jahre dort gelebt, Schwarzenburg. Nee ne? Das ist ja unglaublich wie klein die Welt ist, ich bin ja nicht sehr weit von dort aufgewachsen. (Schätzungsweise 15 Km).
So unterhielten wir uns etwas und er erzählte dann dass er in Neuenburg, Lausanne usw, gearbeitet hätte. Er hätte Kopfsteinpflaster gesetzt.
Absolut nette Unterhaltung.


Wolken kriechen über die Berge

Danach gingen wir zu Nita und Franco, die sassen schon auf der Terrasse eines Restaurants. Sie luden uns zum Essen ein. Ich bestellte eine Lasagne und war dann erstaunt zu sehen wie viel Sauce drin war, denn in Norditalien hat’s mehr Nudeln als Sauce, hier jedoch war sie gut gefüllt und schmeckte wie bei meiner Mutter. Absolut köstlich. Franco und Nita assen Penne mit Peperoncini und Mike ein Steak Milanese (Paniertes Steak). Ein Riesen Teil, schmeckte ihm prima.
Danach fuhren wir zurück. Nach einem Nickerchen bereitete ich den Tortellinisalat für den Abend vor.
Ich überredete Mike zum Strand runter zu gehen und im Meer zu baden. Natürlich machte ich auch davon Fotos.


Das Wasser war dann doch sehr kalt

Später wurde gegrillt und Franco war überglücklich dass Mike auch 4 Kalabresische Würste genommen hatte. Er findet ass Grillen nicht Grillen ist wenn die Würste fehlen. Es schmeckte allen super und wir redeten noch eine Weile bis wir uns dann nach drinnen verzogen zum Schlafen.



Mike hantierte noch draussen herum und rief mich dann raus. Wir gingen runter zum Meer weil er Blitze gesehen hatte. Also sassen wir auf einer Strandliege und sahen zum Horizont wo weit draussen auf dem Meer Blitze zuckten. Sie waren in den Wolken und so erhellten sie nur die Wolken. Es war schön. Ich sah auch eine Sternschnuppe, wusste aber nicht was ich mir wünschen sollte, ich habe doch alles.

Di 11.09.2007 Gegen 1h30 ungefähr wachte ich auf. Ich sah einige Blitze die diesmal näher waren, machte mir jedoch keine Gedanken drüber, da ich keinen Donner hörte. Vielleicht 30 Minuten später erwachte ich wieder, ich dacht es regnet. Es waren jedoch nur die Eukalyptusblätter die gegen unser „Esszimmerfenster“ kratzten. Dadurch jedoch bemerkte ich dass es windig wurde und ich dachte an die Wäsche und die Markise. Ich weckte Mike und ging schon mal raus, fing an die Markise etwas rein zu drehen doch alleine schaffte ich es nicht weil der Wind schon stark war und an der Markise riss. Ich musste sie auf der einen Seite festhalten. Endlich kam auch Mike heraus und half mir. Dann war die Wäsche dran, die flatterte wild im Wind es war schwierig sie rein zu holen. Ich holte auch Nita’s Wäsche herein, die war zwar noch ganz nass aber egal. Mike holte alles andere herein das noch herum flattern konnte. Zum Schluss stellte ich noch die Schuhe rein und das war keine Minute zu früh denn es fing an stark zu regnen. Genau im richtigen Moment waren wir drinnen und machten die Schotten dicht.
Ich sah noch eine Weile raus aber es gab nicht viel zu sehen, ausser einige Lichtscheine von Blitzen war nichts zu sehen. Wir schliefen wieder ein.


Klares, sauberes Wasser. Welle kurz bevor sie bricht

Gegen 7h30 erwachte ich und ging mit der Wäsche raus. Franco war auch schon wach und half mir die Wäsche auf zu hängen. Danach ging ich zum Strand, die Wellen waren jetzt etwas grösser als am Vortag und ich machte einige Fotos. Ich hoffe die sind mir gelungen. Ich habe versucht die Wellen zu fotografieren kurz bevor sie brechen, da sieht man so schön wie klar das Wasser ist. Am Abend vorher hatte ich den Sonnenuntergang aufgenommen, nun einen „düsteren“ Morgen.


Trüber Morgen
Nach dem Frühstück kam die Frage auf ob wir hier bleiben wollen oder weiter fahren. Nita würde gerne weiter fahren, Franco noch einen oder zwei Tage hier bleiben. Unsere Wege würden sich hier leider trennen, denn Franco und Nita wollten weiter nach Sizilien fahren, für uns lohnte es sich nicht mehr, wir wollten nicht noch weitere 300 km runter fahren, dann mit der Fähre rüber und dann nach nur 1-2 Tagen wieder zurück müssen. Das lohnte sich wirklich nicht, besonders da keiner genau wusste wie teuer die Fähre werden würde.



Also beschlossen wir von hier aus dann direkt Kurs zur Adria zu nehmen und dann von dort aus langsam nach Norden fahren, jede Etappe wie gehabt ca. 250km. Ich wollte auch dass Mike sich erholen konnte und nicht nur jeden Tag fahren musste. Er soll ausspannen, lesen, am Meer spazieren. So entschlossen wir uns noch einen Tag hier zu bleiben. Franco war’s ganz recht dass es für sie auch schon zu spät zum wegfahren war.
Mittags gingen wir über den Strand rüber zum Städtchen Cirella, wir wollten essen gehen. Doch vorher musste Fritzi versorgt werden, der sollte ja mit dürfen. Da Hunde nicht überall erlaubt sind hatten Nita und Franco schon eine patente Lösung bereit, Fritzi kam in einen Tragekorb. Damit kann keiner meckern, selbst wo Hunde nicht erlaubt sind, da drin klappt’s eben doch.


Fritzi wird getragen

Der Weg über den Strand war gar nicht so einfach, es liess sich nicht so gut gehen, der Strand bestand hier ja aus grösseren und kleinern Kieseln was nicht immer ganz einfach war. Ausserdem meckerte Fritzi, der wollte raus. Kaum war er draussen kam auch schon ein anderer Hund angerannt und es war dann doch wieder besser den lautstark protestierenden Fritzi wieder in den Rucksack zu stecken. Der grosse Hund rannte herum und gab erstmal keine Ruhe bis man ihm zu verstehen gab dass er unerwünscht war. Fritzi meckerte wacker weiter.
Drüben angelangt gab’s eine kleine Strandbar, dort fragte Franco nach ob die Steintreppe auch in die Stadt führen würde, der Mann in der Bar bejahte so stiegen wir die Treppe hoch.



Franco ging voran und wollte zuerst erkunden ob die Treppe denn auch wo an kam und meldete dann dass diese vor einem Haus endete. So gingen wir den gepflasterten Weg der Küste entlang. Es war wunderschön und ich konnte kaum genug kriegen, war ärgerlich dass die Kamera mal wieder nicht mit dabei war, ich hatte ja nicht gedacht dass wir etwas Tolles zu sehen kriegen würden und die schwere Kamera im Womo gelassen. Ich schwor mir, egal was auch komme, nachher noch mal alleine her zu kommen.
Die Küste hier war voller spitzer schwarzer Felsen, eine Frau sonnte sich und ab und zu hing ein Wäschestück über einem Felsen unten in der Brandung. Die Wellen waren viel grösser als am Tag vorher und es gab eine tolle Brandung. Das Wasser war durch den fehlenden Sand kristallklar und türkisblau und ich konnte von dem Anblick nicht genug kriegen.



Nita machte auch ganz viele Fotos, immer wieder hielt sie an und fand wieder etwas Tolles. In dem Moment beneidete ich sie, sie hatte daran gedacht die Kamera mit zu nehmen, ich aus Bequemlichkeit im Womo gelassen. Das hat man dann davon.
Im Städtchen angelangt fing es an einige grosse Tropfen zu regnen, wir suchten uns rasch ein Restaurant, fanden dann auch eines und traten ein. Wir mussten einige Stufen hinunter und kamen dann in einen länglichen grossen Raum der hinten offen war und in eine Terrasse über ging. Alles gepflegt und sauber.
Es war ein Fischrestaurant und auf der Karte gab es nicht viel das Franco zu sagte, so fragte er ob sie ihm wohl auch Spaghetti mit Tomatensauce aber ohne Fisch oder Meeresfrüchten bringen könnten, das war durchaus machbar. Franco meinte dann die würden so gut schmecken dass er grad noch mal einen Teller bestellte.
Wir 3 anderen bestellten Fritura mista, Mike und ich Calamari und Gamberini, Nita Fisch und Gamberis. Es schmeckte hervorragend. Zum Abschluss dann noch einen Nachtisch und einen Kaffee. Letzter wurde vom Hause offeriert.
Es wurde langsam warm und sie öffneten das Dach des Raumes. Es entpuppte sich als Schiebedach! Klasse Idee!



Wir dackelten durch die heissen Strassen zurück zum Stellplatz. Die andern mussten sich zum Verdauen erst mal hinlegen, ich schnappte mir die Kamera und hoffte dass das Wetter mit spielte, denn die Sonne war schon wieder zum Teil hinter fetten Wolken verschwunden. Ich kam drüben bei der Steintreppe an und machte die Kamera an... So’n Mist aber auch... Batterie fast leer, ich hatte vergessen zu laden. Na ganz toll, sollte ich nun den ganzen Weg hierher umsonst gemacht haben? Und dann passierte etwas was mich erst recht hoffen liess dass die Batterie noch reichen würde.



Ich war schon die kleine Steintreppe hoch gegangen und wollte über den Strand hinüber fotografieren, die Bucht mit der Brandung. Da sah ich im Himmel etwas was meine ganze Aufmerksamkeit auf sich zog. Ein Funnel! Ein FUNNEL! Man stelle sich das mal vor! Ich sah gebannt hinüber, traute meinen Augen nicht, doch da bildete sich wirklich ein kleiner Rüssel der immer weiter hinunter wuchs. In meinem Kopf rasten die Gedanken, was wenn er bis ganz runter kam und eine Wasserhose bildete und dann auf’s Land kam, direkt auf den Stellplatz zu? Ich hätte niemanden warnen können.


Funnel über der Bucht von Cirella

Innerlich fluchte ich, lief dann rasch um die Kurve herum, knipste meine Fotos (leider war die Sonne nicht mehr so toll wie am Morgen und die Bilder gefielen mir nicht mehr so, das Meer hatte keine schöne Farbe mehr und nichts stimmte wirklich aber egal) und ging dann rasch wieder zur Steintreppe, der Funnel war noch da, zwar nicht mehr so gut sichtbar, und er verschwand langsam wieder. Ich musste mich nun jedoch beeilen zum Womo zurück zu kommen, denn eine Regenwand zog über’s Land. Ich konnte nicht abschätzen ob sie nun nur vom Meer zum Berg hin zog oder ob sie Zeitgleich auch noch auf uns zu kam. Ich hatte keine Lust im Regen über den Strand gehen zu müssen. Als es einige Tropfen gab verstaute ich die Kamera sicherheitshalber im Rucksack.



Vor mir war der Himmel schwarz, hinter mir blau und die Sonne brannte mir auf den Rücken. Was für ein Wetter. Ich war total verschwitzt als ich endlich auf dem Stellplatz angelangte und ging daher duschen. Es dauerte eine Weile bis ich mich endlich auf normale Temperatur abgekühlt hatte.
Nita und Franco luden uns zum Abendessen ein, wir hatten dafür die Mittagsrechnung bezahlt.


Mi 12.09.2007 Stellplatz Daten wurde notiert bevor wir los fuhren: 39°43.30N 015°48.69E Wir frühstückten gemeinsam und Franco war dankbar für einen Kaffee, denn sie hatten vergessen welchen zu kaufen. Wir machten es uns noch mal gemütlich und tratschten noch ein letztes mal, luden dann alles ein und fuhren nach vorne zur Entsorgungsstation. Auch Wasser wurde noch mal nachgefüllt. Dann hiess es Abschied nehmen. Nita reichte mir ein Sträusschen Blumen das sie rasch gepflückt hatte, die dufteten so toll. Wir versprachen die beiden im Oktober oder November in Belgien zu besuchen und Nita sagte sie wolle uns ab und zu per SMS Meldung machen wo sie grad waren. Das wollten wir auch tun.
Der Icaro fuhr vorne weg, wir hinterher, bis irgendwo unsere Wege auseinander gingen, wir nach Osten, sie nach Süden. Es passte grad gut, an einer Kreuzung musste der Icaro stehen bleiben und wir fuhren dran vorbei, winkten ein letztes Mal und waren dann ausser Sichtweite.



Es ging zum Teil durch’s Landesinnere, zum Teil aber auch an der Küste entlang. In Metaponto hatte ich einen Campingplatz gesehen der direkt am Meer liegen sollte, den suchten wir. Leider war Kammel Camping zu, doch gleich daneben gab es einen Stellplatz, für den bezahlten wir nur 10 Euro. Es gab Strom, Entsorgestation, Versorgestation, und war direkt am Meer. 40°21.39N 0’16°50.00E jedoch muss ich dazu sagen dass es hier im Sommer nicht zu empfehlen ist (Juli-August), da es dann wahrscheinlich sehr laut sein dürfte, zum Platz gehört auch ein grosser Saal in dem viele Leute Platz haben und wo es eine Bühne gibt für Lifebands... Zum Glück war die Saison vorbei, Restaurant und Diskothek geschlossen. Doch da war nichts mit Ruhe, neben uns standen einige Italiener und ein Pole und die waren nun der Meinung sie müssten sich bis tief in die Nacht laut unterhalten. An Schlaf war nicht wirklich zu denken. Endlich gaben sie dann doch Ruhe.


Auf dem Weg nach Metaponto

Gegen Abend erhielt ich eine SMS von Nita, nachdem ich ihr gesms’t hatte wo wir waren. Sie schrieb, dass sie grad auf der Fähre nach Sizilien wären, Kosten : 52 Euro hin und zurück. Das geht aber. Ist ok der Preis.


Stellplatz in Metaponto

DO 13.09.2007 Nach wenig Schlaf wachte ich um 6h45 auf, schnappte mir die Kamera und wollte zum Strand, in der Morgensonne einige Fotos machen, doch wir waren von der Seite her eingeschlossen, das Tor war zu, zum Strand kam ich nicht. Also ging ich wieder zurück. Wir duschten, frühstückten und fuhren dann los.
Mike sagte ich soll die Blondine auf Pesaro programmieren, ich meinte das wäre doch zu weit, aber er hatte ja recht, war ja egal, wir konnten soweit fahren wie wir wollten und dann anhalten. So gab ich Pesaro ein und staunte nicht schlecht als sie sagte ca. 847 Kilometer. Hö? Wie das denn, so weit ist das doch gar nicht... wir sahen uns die Route an und bemerkten dass sie uns wieder zurück führen wollte, und über Neapel rüber an die Adria. Nee nee, so nicht Blondinchen, das geht zu weit. Also gab ich ihr Bari ein und von dort aus dann Pesaro. Insgesamt zeigte es mir dann um die 615 Km an, das war schon eher richtig.
Der Weg führte zuerst im Landesinnern, kein Meer in Sicht. Endlich dann kamen wir wieder an die Küste. Etwas nördlich von Vasto fand Mike einen tollen Stellplatz, Kosten Euro 6.50 pro Nacht ohne Strom. Mit Strom hätte es 10 Euro gekostet, aber kein Stromanschluss war frei.



42°14.43N 014°31.77E toller Platz direkt am Meer. Da wollten wir eine Nacht bleiben. Es hatte Hunde die scheinbar keinem gehörten, aber die störten uns nicht.

lockenhaupt am 10 Nov 2007 17:05:53

Abends briet Mike die Steaks, aber die schmeckten absolut nicht, rochen merkwürdig und hatten keinen Geschmack. So gaben wir sie den Hunden und assen Brot mit Coppa und Käse.
Später gingen wir zum Strand, ich sammelte Steine. Der Strand hatte keinen Sand sondern Steine, grössere als wir von Cirella kannten, und ich nahm einige mit. Eigentlich hätte ich den halben Strand mitnehmen wollen, hätte Mike mich nicht gehindert. Es gab hier Steine die aussahen wie Bernstein (Müsste man polieren um zu sehen ob’s wirklich Bernstein war oder nicht), und Feuerstein und alles Mögliche.
Der Strand recht erst flach und dort wo die Wellen immer anschlugen war’s recht steil.



FR 14.09.2007 nach einer ruhigen Nacht frühstückten wir. Bevor wir wegfuhren entlud Mike noch das Grauwasser und das Klo, dann konnte es weiter gehen, Richtung Pesaro.
Die Gegend war wunderschön, doch auch hier immer wieder verbrannte Vegetation, jedoch nicht in dem grossen Ausmass wie an der Westküste. Langsam verwandelte sich die Landschaft in die Gegend der Abruzzen die wir so gut kennen, wir näherten uns merklich Giulianova.
Mir ging’s nicht so gut und so hatte ich auch keine grosse Lust zum Fotografieren, doch dann musste ich die Kamera doch holen, ich sah einen Berg und meinte oben drauf etwas Schnee gesehen zu haben!



Bei San Benedetto suchten wir uns ein Restaurant, das war nicht so einfach. An der Strasse gab’s nichts oder nicht viel und zum Strand führten nur kleine Strassen in die wir auf keinen Fall mit dem Womo fahren wollten. Irgendwann gab es dann doch eine gute Strasse runter und wir fanden auch ein Restaurant das offen hatte. Sie brachten uns die Karte aber es wäre einfacher gewesen uns auf zu zählen was es mittags gab, denn fast die ganze Karte gab’s nur abends, mittags gab’s nur wenig. Wir entschieden uns für Frittura mista. Es schmeckte gut.



Danach fuhren wir weiter. 43km vor Ancona fuhren wir auf die Autobahn, denn wir hatten keine Lust durch Ancona durch zu müssen, ausserdem ging es uns wesentlich zu langsam voran, man quälte sich meist mit 30kmh durch die Städtchen. Bis Fano kostete es uns Euro 4.80 Maut, das ist ok. So erreichten wir rasch unseren Campingplatz Marinella in Pesaro.
Ich ging zur Rezeption und war erstaunt dass man uns sogar noch mit Familiennamen ansprach. Sie erinnerten sich noch an uns! Dies war das 4. oder 5. mal dass wir nun dort waren. Es hatte noch Platz frei, so fuhren wir nach Hinten zu den Plätzen. Viel war nicht übrig, so mussten wir den Platz neben den Klo’s nehmen. Passt schon, für 3 Nächte ist das ok.



Den Abend verbrachten wir ruhig, gingen nach vorne einen Kaffee trinken. Später briet Mike die Steaks, auch diesmal rochen sie merkwürdig, schmeckten aber. Es musste am Oel liegen. Wir waren der Meinung gewesen Olivenöl zu kaufen doch wir haben wohl daneben gegriffen und ein Mischöl genommen zu haben, auf jeden Fall ungeniessbar, obwohl drauf stand dass es sehr gesund sei und zum Salat sowie auch zum Braten gut sei.
Abends machte Mike den Mac an und war total erstaunt zu sehen dass er Internet hatte! Wir sahen uns also unsere E-mails nach und schickten Mails mit Photos an einige Bekannte und ins Büro.
Ich war rasch im Bett, war so müde an diesem Tag. Ich hörte noch nicht mal den Zug der doch schon recht viel Lärm macht.



SA 15.09.2007 nach dem Frühstück erfuhren wir vom österreichischen Nachbarn dass er heute abreisen wollte. Wir drehten die Markise rein und stellten die Stühle und Tische weg und warteten bis er abfuhr. Mike fuhr raus um ihm Platz zu machen und so stellten wir uns dann an seinen Platz hin, auch neben dem Toilettenhäuschen aber etwas weiter vorne.
Danach gingen wir zum Shop nach vorne. Olivenöl kaufen und die Brötchen holen. Wir machten es uns noch gemütlich, dann machte sich Mike in der Küche zu schaffen und machte uns Bouletten. Die schmeckten köstlich, besonders mit dem richtigen Oel diesmal.
Nach dem Essen machten wir ein Nickerchen.



Ich wachte als erste auf und wollte E-mails nachsehen, doch Internet ging nicht. So setzte ich mich hin und schrieb am Reisebericht weiter. Später wachte auch Mike auf und siehe da, bei ihm ging das Internet einwandfrei!
Er zog seinen Badeanzug an und wir gingen runter zum Strand. Ich setzte mich auf’s Handtuch und Mike ging baden. Das Wasser war ganz schön kühl aber genau richtig für ihn da ihm eh sehr heiss gewesen war.

Später gingen wir zum Restaurant und assen ein Eis, spazierten dann dem Strand entlang. Uns fiel auf dass es hier sehr wohl Ebbe und Flut zu sehen gibt. Ist uns bislang noch gar nicht aufgefallen. Weiter oben wo unser Platz ist, hat’s wohl tieferes Wasser, und hier ist es halt flacher. Man konnte quasi trockenen Fusses zu den Wellenbrechern gehen. Mike entdeckte Wurmhäufchen. Die kannte er vom Watt her. Was uns auch noch auffiel: es hatte Möwen. Möwen die auf den Wellenbrechern auf die Ebbe warteten und dann auf dem trocken gelegten Meeresboden ihr Futter holten. Auch das habe ich vorher noch nicht gesehen, oder ist es mir einfach nur nicht aufgefallen?

Abends gingen wir im Restaurant eine Pizza essen.


Irgendwo auf dem Weg nach Pesaro

So 16.09.2007 wir machten uns noch mal einen faulen Tag. Mittags machte ich Tortellinisalat und wir assen dazu die Bouletten die Mike am Vortag gemacht hatte. Wir erhielten einen neuen Nachbarn mit einem Igluzelt. Ich lag auf dem Bett und sah ihm zu, denn es lohnte sich wirklich. Insgesamt hatte er für sein kleines Igluzelt geschlagene 3 Stunden! Ein jüngerer Italiener, alleine, im Igluzelt. Das regte natürlich unsere Phantasie an. Ob seine Frau ihn wohl hinausgeschmissen hatte? Und als wir dann sahen wie pedantisch er das alles anging verstanden wir seine imaginäre Frau. Den würden wir auch rauswerfen…
Nachdem er das Zelt endlich soweit hatte kamen natürlich die Heringe dran, auch da dran hämmerte er scheinbar unendlich. Dann war auch das geschafft und wir dachten jetzt kehrt wieder Ruhe ein. Weit gefehlt. Es ging weiter, der Italiener war bei weitem noch nicht zufrieden mit seiner Konstruktion. Er holte Klebestreifen heraus und klebte damit noch überall alles fest, z.B. die Stangen, und bestimmt auch noch die Nähte, so genau konnte ich ja nun nicht hingucken. Einfach unglaublich was dem Typen so einfiel. Es sah fast aus wie in einem Sketch.



Mo 17.09.2007 Wir verstauten alles und verliessen dann den Campingplatz mit Ziel San Marino. Dort fanden wir einen Prima Stellplatz und erst noch gratis. 43°56.44N 012°26.54E Borgo Maggiore, ca. 300m von der Seilbahn weg. Das ist toll, auch wenn’s zur Seilbahn etwas steil hoch geht, das macht nichts. Dafür erreicht man San Marino direkt mit der Seilbahn und kommt direkt im Zentrum an. Ausserdem hat man erst noch einen Atemberaubenden Ausblick von der Gondel aus.
Lohnt sich allemal.



San Marino hatten wir ja schon einmal besucht und so streiften wir diesmal wieder durch die engen Gassen, sahen uns die tollen Bauten an und genossen den Ausblick auf der einen Seite bis zum Meer, auf der anderen bis tief ins Landesinnere. Einfach einmalig.



Später zurück im WOMO waren wir doch recht müde vom Tag. Ich legte mich etwas hin, Mike streifte über den Stellplatz und rief mich dann raus. Er sagte er hätte da ein Berliner Paar getroffen, ich solle doch mal kurz rüber kommen. So setzte ich mich zu ihnen. Das Paar war wirklich sehr nett und was die schon alles erlebt hatten. War toll ihnen zu zu hören.


Motorrad aus Holz, in einem Laden in San Marino

Später als wir schon längst wieder im WOMO waren und schlafen wollten, kam ein italienische WOMO an, machte ziemlich viel Lärm und fing spät abends erstmal an zu kochen. Doch dann hatten sie auch dies geschafft und alle konnten schlafen.

DI 18.09.2007 Die Berliner waren schon weg, und wir fuhren nun auch weiter, Richtung Heimat. Es war eine schöne Reise gewesen und noch war sie ja nicht ganz vorbei, aber fast.
Nach Ravenna fanden wir einen Supermarkt und gingen einkaufen. Als wir heraus kamen kam ein Hauch von Spanien auf: wieder regnete es und es gab ein Gewitter, ganz wie damals wo ich Barfuss über den Parkplatz gegangen war. Wir stiegen rasch ins WOMO ein und fuhren weiter. Immer vor dem Gewitter her. Ich hätte mir das Gewitter ja gerne angesehen, aber meist zieht es so schnell über einen hinweg dass man dann doch nicht viel davon hat.


Die Gewitterfront immer hinter oder neben uns

Irgendwo in irgendeiner Stadt sahen wir ein Schild „Route 66“ hö? Sind wir jetzt zuweit gefahren und schon in den USA? Dann kam ein Penny Markt „Hey guck mal, wir sind schon in Deutschland, sind schon zuweit gefahren“ war unser Kommentar. Als dann noch ein Inder in Indischer Kleidung auf einem Fahrrad vorbeifuhr kann man sich ja denken, war unser Kommentar „Huch, jetzt sind wir schon in Indien“.
Kam uns alles so unreal vor, weil wir im Süden nichts dergleichen gesehen hatten, und hier im Norden eben alles möglich war.



Irgendwo in irgendeiner Stadt ein Bahnübergang, Mike fuhr normal, also nicht zu schnell, aber auch nicht zu langsam. Hätten wir vorher gewusste dass da so ein grosses Loch drin ist (war absolut nicht erkennbar), hätten wir’s WOMO drüber getragen. Es gab dermassen einen Stoss dass wir befürchteten irgendwas sei bestimmt kaputt gegangen. Alles blieb zum Glück heil.

Irgendwo fanden wir einen Stellplatz, da hielten wir einen Mittagsschlaf, dann ging’s weiter Richtung Milano. Einige Kilometer vorher entschieden wir uns für die Nacht ein Quartier zu suchen. War nicht so einfach doch schliesslich fand Mike einen grossen Platz rund um ein Restaurant-Diskothek. Mitten in der Woche würde hier bestimmt nicht viel los sein und wir würden mit Sicherheit keinen stören. So parkten wir an einer Stelle unter den Bäumen wo’s keinen stören konnte, machen uns etwas zu essen und schliefen dann.



MI 19.09.2007 wir erwachten, die Sonne auch. Sie schickte eben ihre Strahlen über den Horizont und auf der Strasse war schon mächtig was los. Mike fädelte uns in den dichten Verkehr ein und wir fuhren immer weiter auf Mailand zu. Je näher wir der Stadt kamen, desto dichter war der Verkehr und desto besser konnte man die Luftverschmutzung erkennen. Was mich fasziniert bei den Italienern: auf den ersten Blick scheint es ein totales Verkehrschaos zu sein, nichts scheint wirklich eingehalten zu werden, Pannenstreifen wird einfach mal zur neuen Spur, selbst der grüne Mittelstreifen ist nicht Tabu, da fahren die Motorräder noch entlang, keiner blinkt wirklich, keiner guckt gross, spurt sich aber überall ein und es klappt. Es klappt wirklich, ohne Gehupe und Geschimpfe, es klappt prima.



Mike sah sich die Berge an, von Mailand aus, besonders wenn man im Stau steckt, kann man sich in aller Ruhe die Bergekette ansehen, die Südalpen. Mike sah Schnee und meinte das glaube er jetzt nicht, da oben hätte es ja schon Schnee. Also holte ich die Karte heraus, musste ja nun wissen welcher Berg das war. Es handelte sich zweifellos um das Monte Rosa Massiv mit der Dufourspitze ganz rechts, und links hinten, kaum zu erkennen (fast nur mit dem Teleobjektiv erkennbar), die spitze vom Matterhorn! Was für ein grandioser Anblick!



Ab Mailand ging’s prima, immer mit den Südalpen im Augenwinkel Richtung Aosta. Es dauerte nicht lange und wir befanden uns im Aostatal mit all seinen tollen Burgen hoch oben auf den Felsen. Ein Restaurant zu finden war nicht so einfach denn meist fehlte ein grosser Parkplatz für das Wohnmobil. Doch dann fanden wir doch einen und hielten an. Das Essen war mehr als nur ok, es war super und zu wirklich billigen Preisen gab’s sogar ein 2-Gang-Menu. Erst Pasta mit toller Sauce, dann hinterher etwas nicht grad Italienische: Kartoffelpüre mit Braten oder Steak Milanese oder anderes Fleisch. Es schmeckte toll und hinterher waren wir pappsatt.



Noch den letzten Rest hoch zum Tunnel, den schafften wir auch noch, Nickerchen wollte Mike erst wieder in der Schweiz machen, so fuhren wir den Pass zum Tunnel hoch, bezahlen mussten wir diesmal nichts mehr, hatten ja ein Retours-Ticket gekauft. Auf der anderen Seite gibt’s genügend tolle Plätze wo man anhalten kann, so hielten wir auf Schweizerseite auf einem Rastplatz an und schliefen erstmal eine kleine Runde.

Ich wachte auf und mein Handy bimmelte. Es war Michel. Der wollte wissen wann genau wir zu Hause eintreffen würden, denn er wollte uns mit einem Abendessen überraschen das er selber kochen würde. Was für eine tolle Idee von ihm. Zudem, so erzählte er mir, hätte er unser Bett frisch bezogen und die Wohnung geputzt. Das hört sich ja super an, so kommt man doch liebend gerne nach Hause.



Unser Urlaub war nun fast zu Ende, uns trennten nur noch 1,5 Stunden von zu Hause und irgendwie kam zwar etwas Wehmut auf dass die Reise nun schon zu Ende war, doch die Freude auf zu Hause, unsere Eltern und Sohnemann wieder zu sehen war doch grösser.

Uns fiel auf wie sauber und geschniegelt die Schweiz doch ist. Und als wir dann von Bulle Richtung Fribourg auf der Autobahn fuhren und ich den Greyerzersee sah sass ich staunend da als ob ich den zum ersten mal sehen würde. Wir sahen die Gegend hier mit fremden Augen, es war unglaublich, eine total andere Welt, wir waren nun verdorrtes Land, verbrannte Felder, karge Landschaft, viel Dreck und Müll gewohnt und nun saftige Wiesen, viele schöne Blätter zum Teil nur gefärbt, meist noch Grün, keinen Müll, keinen Dreck, alles toll.
Wir fuhren in Avry von der Autobahn runter und benutzen die Landstrasse um nach Hause zu gelangen. Da kamen wir an einem Feld vorbei auf dem Kühe geweidet hatten und nun wie an einer Perlenkette hintereinander nach Hause trotteten, ganz ohne dass sie jemand trieb. Mike sah es als erster und meinte: guck mal, die Kühe gehen alleine.



Mir entwich: „Guck mal, hier ist alles geordnet, sogar die Kühe gehen geordnet“ worauf hin wir lachen mussten.
Aber schön ist unsere Heimat halt schon, auch wenn man es mit der Zeit weil man sie jeden Tag vor Augen hat gar nicht mehr bemerkt. Es ist gut manchmal weg zu fahren, dann schätzt man die Heimat wieder mehr.


Der Seedorfsee, 8km von zu Hause weg

Dann waren wir zu Hause und alle freuten sich dass wir wieder da waren. Das ist doch schön so, ein perfekter Abschluss für eine tolle Reise.
Wie versprochen hatte Michel für uns was Tolles gekocht. Beim Essen erzählten wir von den vielen Erlebnissen.


Wiesen ganz in unserer Nähe, von da aus sind’s nur noch 2km bis nach Hause. Die Sonne ging grad unter

Anzeige vom Forum


lockenhaupt am 10 Nov 2007 17:08:31

Ufff endlich geschafft :o)

Sorry ist etwas lang geworden, aber vielleicht hat der eine oder andere dann doch bei diesem Wetter Lust ein wenig zu lesen.

Ich hoffe wir konnten euch ein wenig in Gedanken auf diese Tour entführen, und ihr habt beim lesen genauso viel Spass gehabt wie wir. Für uns was es auf jeden Fall ein riesen Gaudi und mit Sicherheit nicht das letzte mal mein Traumland Italien zu besuchen.


Mike + Rita

Administrator am 10 Nov 2007 17:57:50

wow! riesen Bericht - und wirklich tolle Bilder! :)

Gogolo am 10 Nov 2007 18:00:44

Schöne Bilder - super Bericht. Ich habe gar nicht aufhören können mit dem lesen, bis zum Ende.


Habe die Ehre

Gogolo

Tipsel am 10 Nov 2007 18:03:55

:daumen2:

Trockentaucher am 10 Nov 2007 22:20:33

Ich vermisse Vino Tinto, Grappa, Fungi etc... :D
Nein, ernsthaft, das war ein toller Bericht. Mille grazie! :dankeschoen:

aus der Eifel,

Gregor

runo am 10 Nov 2007 22:51:16

schöne Bilder und toller Bericht. Macht wieder Lust auf bella italia. :daumen2:
Dank Runo

Hans-Werner am 10 Nov 2007 23:16:12

Sehr schöner Bericht!
Viel besser als "Wetten dass"
Hans-Werner

Fibi am 10 Nov 2007 23:19:56

War wunderschön mit einem roten,,della casa" zu lesen.
Vielen Dank für den schönen Bericht :)
Ist ja nicht mehr lange bis zum nächsten Sommer. die paar Monate :wink:

Libeb Fibi

Fibi am 10 Nov 2007 23:22:28

Heißt natürlich

liebe :oops:
vielleicht der della casa?

Anne42 am 10 Nov 2007 23:47:03

Ein schöner Bericht und mit den Fotos kann man träumen, gerade bei diesem trüben Wetter das richtige. :D :D

Trikermaus am 11 Nov 2007 08:18:22

Vielen Dank für euren lieben Postings. Ich hoffe wir konnten euch damit ein Stück Sommer in den kalten Winter zurück bringen. An einigen Orten hat's ja schon Schnee, da lässt man sich gerne nochmal zurück in den sonnigen Süden versetzen.
Danke!
Rita

Gast am 11 Nov 2007 13:04:15

Hallo,
euer anschaulich und super bebilderter Reisebericht hat mir eine ausgesprochen köstliche halbe Stunde beschert!! Ich hab mich königlich amüsiert, so lustig und erfrischend ist der geschrieben. Noch dazu, wo wir letztes Jahr auch tief im Süden unseres Lieblingslandes unterwegs waren, allerdings in brüllender Hauptsaison um Ferragosto. Die Küste bei Cirella/Diamante haben wir auch als absolut ferientauglich und wohnmobilfreundlich erlebt, sauberer feinkieseliger Strand, glasklares Wasser, in den Ristoranti angenehme Preisgestaltung. Und selbst im August Platz genug!!

Allerdings, die Schilder, die das Fahrverbot der Amalfitana für Camper und Roulottes von 7.30 bis 24.00 Uhr anzeigen, gibt es tatsächlich!! Ihr habt's bloß wohl übersehen, obwohl ihr doch des Italienischen mächtig seid, aber es gibt sie, weiße Schilder in etwa in der Größe 50 x 30 cm und einige Kilometer, bevor man von Castellammare aus auf die Amalfitana kommt. Da hattet ihr aber großes Glück, daß ihr nur wenden mußtet, ich mene schon mal irgendwo gelesen zu haben, der weit über 100 Euro löhnen durfte!!

Fahrt nur bald wieder los und berichtet so munter darüber, macht viel Spaß, in Gedanken und euren schönen Bildern mitzufahren!!

Trikermaus am 11 Nov 2007 13:29:11

Hi Lira,
schon merkwürdig mit den Schildern, dass 4 Augenpare nichts gesehen habe. Würd mich auch nicht wundern wenn die Schilder mal kurz abgeschraubt woren wären. Oder aber wir sind erst nach den Schildern auf diese Strasse gekommen, wäre auch noch eine logische Möglichkeit.
Naja, ist ja egal, gelohn hat es sich allemal. :D
Rita

fasan am 11 Nov 2007 13:37:49

Hallo,
es sind in der Tat Schilder aufgestellt wie sie von Lira beschrieben sind. Ich bin deswegen die Amalfiküste mit dem Roller gefahren.

Günter

Gast am 11 Nov 2007 13:43:45

Ja, aber die sind schon auch leicht zu übersehen, das stimmt schon. Wir sind die Amalfitana 1996 noch mit dem Wohnmobil gefahren, sonntags mittags mitten im August, wo ganz Neapel da hinaus unterwegs war. War schon kein Vergnügen.
Aber es ist ja bei den beiden gut gegangen, sie mußten ja nichts bezahlen!

Trikermaus am 11 Nov 2007 13:56:50

hm dann haben wir sie wohl übersehen Naja, wie schon gesagt, ist ja alles gut gegangen und ich hab tolle Bilder von der Küste gemacht. :D

Spark am 12 Nov 2007 14:46:44

lira hat geschrieben:Wir sind die Amalfitana 1996 noch mit dem Wohnmobil gefahren, sonntags mittags mitten im August, wo ganz Neapel da hinaus unterwegs war. War schon kein Vergnügen.

1996 war es für WoMos noch offen ..
Oder habe ich es falsch in Erinnerung?

Gast am 12 Nov 2007 14:52:52

Nein, Du täuschst Dich nicht, damals gab es noch keine Sperre für Wohnmobile und man durfte ganztags noch drüber fahren. Drum sind wir das ja auch gefahren. Die Beschränkung muß wohl so um 2000 eingeführt worden sein oder so.
Naja, nach Mitternacht bis um halb acht früh darf man's ja immer noch fahren, könnte am frühen Morgen schon auch ganz reizvoll sein ...

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