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Kleine Geschichte zum Thema Getriebe


luzie am 18 Jan 2008 22:56:15

Wir fahren seit 5 Jahren ein Euramobil auf Mitsubishi L300. Dieses Jahr wird es 21. Im Frühjar 2006 hörte man plötzlich seltsame Geräusche aus dem Motorraum. Der Meister in der Werkstatt sagte klar: "Das ist das Getriebe, das muss neu." Er wollte sich um ein (gebrauchtes) Austauschgetriebe kümmern und hat uns dann hängen lassen. Wir haben dann selbst danach gesucht und in Köln einen Verwerter gefunden der sich auf Getriebe spezialisiert hat. Die meinten wir müssten mit dem Womo vorbeikommen oder das ausgebaute Getriebe zuschicken. Es war inzwischen schon Sommer geworden, wir sind dann beruflich immer sehr eingespannt, und irgendwie haben wir es dann nicht mehr bis zum Sommerurlaub nicht mehr geschafft das zu erledigen. In einem Anfall von Leichtsinn sind wir dann nach Kroatien aufgebrochen. Der ADAC bringt uns ja nach hause! Als wir über die Alpen waren, ist uns dann ein Stein vom Herzen gefallen. Kurz und gut, wir kamen auch wieder ohne Probleme heim. Danach sind wir natürlich mutig geworden. Wir haben dann noch einige Touren in Deutschland gemacht. Dann wurde es Winter und das Womo eingemottet. Wir hatten dann natürlich Zeit um uns um das Getriebe zu kümmern. Aber der Winter ist ja soooo lang und man hat ja soooo viel Zeit. Und schwups, war es wieder Frühjahr und wir wieder auf die Piste.
2007 haben wir dann eine große Bodensee-Tour, viele kleinere Touren und wieder eine Kroatienfahrt gemacht.
Das Getriebe war inzwischen wirklich nicht mehr zu überhören. Noch mal ein Versuch bei einer Werkstatt, diesmal eine Mitsubishvertragswerkstatt. Womo auf den Hof gestellt und wieder nach hause. Am nächsten Tag dann eine Nachricht auf dem Anrufbeantworter:"Guten Tag hier ist Werkstatt XY, das neue Getriebe kostet 2961,39 € plus ca. 700 € für den Aus- und Einbau. Bitte melden Sie sich." Da ist uns dann mal ganz schön schlecht geworden. Bei so einem alten Fahrzeug ist das der "Todesstoß". Aber wir hängen an dem Womo. Also haben wir uns wieder auf die Suche nach einem gebrauchten Teil gemacht. Tagelang alle möglichen Verwerter usw. abtelefoniert. Nichts.
Wir haben unser Glück dann noch mal auf die Probe gestellt und sind noch nach D'dorf zum Caravan Slon gefahren. Im 3. + 5. Gang rappelte das Getrieb fürchterlich. Auf P1 trafen wir dann noch einen anderen L300 Fahrer. Der gab uns den Tipp mit Renet.de. (Ich hoffe ich darf das hier sagen, wenn nicht- löschen) Dort kann man Anfragen nach Ersatzteilen stellen und die werden dann an viele Verwerter usw. weitergeleitet. Wenn das passenden Teil gefunden wurde wird es einem zugeschickt bzw. an eine Werkstatt meiner Wahl.
Wir fuhren dann frohen Mutes heim. Auf der Rückfahrt waren die Getriebegeräusche dann weg. Wir wagten nicht uns zu freuen. Das war auch gut so, denn zuhause angekommen stellten wir fest, dass aus dem Getriebe bzw. der Verbindung zur Kupplung Öl tropfte.
Damit waren dann alle weiteren Touren endgültig gestrichen. Blieb noch die Option mit Renet. Doch auch da haben wir nichts gefunden.
Wir wollten unser Möppelchen aber nicht aufgeben. Ich muss dazu sagen, mein Uli kann Häuser bauen, aber leider keine Autos reparieren. Wir waren schon ganz verzweifelt, da sagte ein Arbeitskollege uns Hilfe zu. Uli und er bauten das Getriebe aus und er nahm es mit um zu prüfen ob man es noch reparieren kann. Es war nur ein Lager und die Dichtung zur Kupplung kaputt. Das hat er dann für uns repariert, was nicht so einfach war denn die Teile waren nicht so einfach zu bekommen. Aber Artur hats geschafft. (Hier noch mal ein großes Dankeschön). Das ganze hat uns alles in allem ca. 100 € gekostet.

Und die Moral von der (langen) Geschicht? Verschrotte alte Autos so schnell nicht. (Tschuldiung für den holprigen Reim)

Uli und Uschi

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Gast am 19 Jan 2008 02:42:18

luzie hat geschrieben:Verschrotte alte Autos so schnell nicht. (Tschuldiung für den holprigen Reim)


Das kann ich nur ein :bindafür: :daumen2: :dankeschoen: für geben. So als Duc. Fahrer :D


Hardo

Gast am 19 Jan 2008 10:48:55

Hallo und guten Morgen

eine wirklich nette Geschichte. Das zeigt wieder, daß man nicht zu schnell aufgeben darf, aber auch, wie schnell " Fachwerkstätten" mit dem Verkauf von Neuteilen sind, ohne erstmal einen Versuch der Reparatur zu starten. Ich finde es einfach eine Schande wie die Arbeitsmoral gesunken ist. Da brauchen sich die Werkstätten nicht zu wundern, das immer mehr Leute selber schrauben.
Ich freue mich für Euch und wünsche Euch noch viele schöne Touren.

mfg
Michael und Beate

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bert am 19 Jan 2008 15:15:18

Glück gehabt, aber aus Sicht der Werkstatt auch zu verstehen.
Die müssen auf ein rep. Getriebe Gewährleistung geben.
Rechnet man dann noch die Zeit von der Reparatur und den Aus/ Einbau
kommt schon eine unangenehme Summe zusammen.
Bei einem Austauschteil sind die da sicher " schmerzfreier",
ausserdem kann gar nicht mehr jeder Mechaniker Getriebe reparieren.
Obwohl die alten Getriebe da sicher noch einfacher sind.
Wünsche euch noch viele Kilometer mit eurem Womo.

Bert

dieter2 am 19 Jan 2008 16:03:34

bert hat geschrieben:Die müssen auf ein rep. Getriebe Gewährleistung geben.
Bert

Eigendlich nur auf ihre Reparatur.
Wenn sie nur einen Simmering und Lager an der Hauptwelle erneuern brauchen
sie auf das ganze Getriebe keine Gewährleistung geben.
Aber wie schon geschrieben,die wollen garnicht reparieren,können es warscheinlich auch nicht.
Heute gibt es nur noch Teiletauscher,und Teile tauschen kann ich auch,mach ich auch :D
Mein Womo wird warscheinlich nie eine Werkstatt von innen sehen.

Dieter

bert am 19 Jan 2008 20:00:38

Eigendlich nur auf ihre Reparatur.
Wenn sie nur einen Simmering und Lager an der Hauptwelle erneuern brauchen
sie auf das ganze Getriebe keine Gewährleistung geben.t



Ist schon klar, aber wenn später dann ein anderes Lager defekt ist wird es
eine endlose Geschichte!

Bert

Anne42 am 19 Jan 2008 22:12:36

was für eine schöne Geschichte, gratulation. Aber wer hat schon so einen tüchtigen Freund, ich kann auch Häuser bauen, aber ans Auto würden weder mein Mann noch ich uns trauen. :(

Alfred0 am 21 Jan 2008 21:11:12

Servus,

da kann man nur sagen, gut schalt auf allen Wegen.
Was mich wundert hat aber nichts mit Getriebe oder Fahrzeug zu tun.
Euer Womo ist 21 Jahre alt!!! Was habt ihr, bzw eure Vorbesitzer
unternommen, dass das Womo nicht wegfault?
Wenn man in diesem Forum die Beträge liest könne man meinen
Wassereinbrüche werden vom Werk mitgeliefert. Gehört zum Lieferumfang :-)


Alfred

luzie am 21 Jan 2008 21:35:23

Na gut, wir hatten auch schon Wasserschaden. Angefangen beim Alkoven. Man muss dazu sagen, das wir das Womo bei ebay blind für wenig Geld gekauft haben. Der die Alkobenfront fühlte sich von innen butterweich an. Nachdem wir die Innenverkleidung entfernt hatten, konnte man die ganze Bescherung sehen. Das große Fenster muss wohl ne ganze Weile undicht gewesen sein. Lustigerweise fand sich auch ein zugespachtelter Schaden der aussah als ob jemand mit der Axt neben das Alkovenfenster gehauen hätte. Wir vermuten das das evtl. ein Verkehsschild ( dreieckig, Vorfahrt achten) gewesen sein könnte. Das Fenster hat Uli dann ausgebaut und das Loch dann verschlossen. Leider nicht fachgerecht, denn es entstehen leider immer kleine Spannungsrisse. Nach weiteren Schäden haben wir dann auch nicht mehr gesucht.
Am Fahrzeug selbt muss man auch ab und an was gegen Rost machen, aber bis jetzt sind die tragenden Teile einwandfrei. Im Mai ist wieder TÜV fällig. Letztes mal hat der Prüfer nur den Scheibenwischer bemängelt, sonst konnte er nichts finden.

Wir hoffen das wir noch ein paar Jahre damit fahren können, denn ein vergleichbares Fahrzeug kostet heute einiges mehr als wir damals für ein 16 Jahre altes Womo bezahlt haben.

Bis jetzt weiß ich auch noch nicht ob wir damit in Umweltonen fahren dürfen. Als Benziner ohne Kat sind die Chancen sicher aber nicht gut. Spätestens beim TÜV wird dieses Rätsel aber gelöst.

Uschi

Francesca am 04 Nov 2013 03:39:40

Hallo,

Wunderbare Geschichte, bin so froh um den L300
Bin genau soweit mit meinem L300 1994...
Wäre froh um Adresse/Lieferant von Getriebe Ersatzteile da Artur den Challenge schon gewonnen hat!!!
Nochmals Bravo
und im voraus Danke für Hilfe
Francesca

alkoven am 04 Nov 2013 07:47:33

Ich hatte mit meinem L300 (Benziner) im Aug. 2007 ca. 14 Tage vor meinem geplanten Sommerurlaub das gleiche Problem. Da kein Austauschgetriebe zu finden war, fand ich über meine markenfreie Werkstatt eine Getriebeinstandsetzungsfirma in der Nähe. Mit dem ausgebauten Getriebe bin ich dort hingefahren und ich betete den Monteur an, mir doch das Getriebe schnell zu überholen, damit mein Urlaub stattfinden kann. Es klappte und das für 600 € (ohne Aus- und Einbau).

Schnell war das Getriebe von meiner Werkstatt wieder eingebaut und mein Urlaub konnte stattfinden. Der L300 mit Baujahr 1989 dürfte wohl heute noch im Raum Pfalz herumfahren, nachdem ich ihn 2009 schweren Herzens für ein größeres Fahrzeug verkaufte.

Fazit: nie zu schnell aufgeben, es findet sich oft eine Möglichkeit für unsere alten Schätzchen.

mv4 am 04 Nov 2013 08:48:51

Gratulation zu eurem Schätzchen...21 Jahre ...davon können die heutigen Besitzer neuer Wohnmobile nur träumen-- weil es kein elektonikteile für diese Modelle nach 21 Jahren mehr gibt.

Wegen dem Getriebe...es gibt auch sehr gute Firmen ... Getriebe-Reparatur-Spezialisten ...leider werden es immer weniger. Aber zum Glück läuft ja euer Mobil wieder. Weiterhin viel Spaß damit!!

Sina1 am 04 Nov 2013 09:00:21

Bei Problemen mit Motoren, Getrieben usw. in den neuen Bundesländern schauen, die Meister und Gesellen dort haben noch reparieren gelernt, als im Westen schon nur noch Baugruppenwechsler ausgebildet wurden... leider werden es immer weniger!

LG

Gast am 04 Nov 2013 20:08:33

Man nennt sie auch Teiletauscher!

frankiafred am 05 Nov 2013 17:25:31

Moin,
klasse wie günstig ihr letztlich die Reparatur war.
Ganz so dramatisch würde ich die Reparatursituation nicht sehen.Ich glaube es gibt für so ziemlich jedes Problem einen Spezi der es richtet.Das der dann nicht immer "umme Ecke" wohnt ist klar.
Viele machen sich einfach nicht die Mühe zu suchen.

Fred

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