Erstmal Danke an alle die sich mir gegenüber Positiv geäussert und konstruktives Forumsverhalten an den Tag legten.
und Danke an Dragonforces daß Du das mit den destruktiven 2-Zeilern und deren Klientel mal so deutlich angesprochen hast.
Mir sind diese destruktiven 2-Zeilen Schreibern in allen Internetforen, seit jeher ein greul.
Wir sind ja alle hier um von einander zu Profitieren, und nicht um uns gegenseitig gertig zu machen
Wenn das ganze Miteinander unter dem Motto, " Ich behandele andere im Forum so, wie ich von den anderen im Forum auch behandelt werden möchte" geschehen würde, hätten wir manche sinnlosen Auseinandersetzungen erst gar nicht.
Aber daß das nur Wunschdenken ist, weiß ich ja genau.
Mir braucht man die Camperwelt, oder die Welt als solches nicht mehr zu erklären.
Ich will mich hier nicht großtun, will nur zur besseren Verständnis meines Erfahrungsfundus erwähnen, daß ich 4 Jahre lang Platzwart eines Campingplatzes war, und nebenbei noch für ein Jahr die Camping Gaststätte mitgeführt habe.
Was ich in dieser Zeit erlebt habe, da könnte ich 10 Bücher voll Kurz Geschichten schreiben.
Ich selbst bin ja auch argwöhnisch wenn andere Camper oder Wohnmobilisten aus ihrer Erlebniskiste berichten.
Aber nicht weil ich diese zum teil abstrusen Geschichten nicht Glaube, diese Geschichten GLAUBE ich ALLE ohne Ausnahme, weil ich weiß und selbst erlebt habe daß unter Menschen alles menschliche möglich ist.
Was ich aber oft nicht Glaube ist, daß diese bestimmte Personen diese Geschichte selbst erlebt haben.
Als ich noch Platzwart war, und in der Gaststätte unter dem Campervolk am Tisch gesessen oder in die Runde reingehört habe, da waren immer wieder Camper darunter, die Tagsüber unfähig waren ihre leere Campingasflasche alleine zu wechseln, und Abends dann Neuankömmlingen von ihren Weltreisen erzählten.
Viele Camper wenn man sie so reden hört, haben vor ihrer Zeit als sie auf dem Campingplatz Dauercamper wurden, alle schon Amerika mit dem Wohnmobil bereist, den Nanga Parbat bestiegen und die Wüste Gobi durchlaufen.
Die Fotos ihrer Expeditionen, die sie natürlich alle hatten, sind leider beim letzten Wohnungsbrand oder Umzug verloren gegangen.
Der eine am Tisch ist mit seinem Wohnwagengespann in einem Rutsch ohne Pause nach Griechenland gefahren, der andere gleich nach Marokko.
Der eine mußte mal wegen einer Baustelle mit seinem Wohnwagen eine ganze Straße lang rückwärts fahren, der andere rückwärts über eine Holzbrücke über die er vorwärts nur mit eingeklappten Spiegeln kam.
Da saßen Abends die Creme de la creme unter den Gespannfahrern am Tisch die durch jedes Nadelöhr fahren, aber mit ihrem Zugfahrzeug beim runterfahren von der Parzelle, den Zaun des Nachbarn platt fahren.
Der Platzhirsch erzählte jedem Neuankömmling. Camper könne man nicht werden, Camper müsse man von Geburt an sein. Der wäre kein Hobby sondern eine Lebenseinstellung. Er erzählte jedem vom einfachen Leben und der Kunst der Genügsamkeit.
Dabei hatte er in seinem Wohnwagen und Vorzelt mit Strom und Wasser allen erdenklichen Komfort. Na ja, zu einfach darf das einfache Leben halt auch nicht sein.
Wenn einmal ein Sturm oder ein schweres Gewitter auf zog, war er der erste der seine Sachen in seine Karre packte und nach Hause fuhr. War das Unwetter vorbei kam er wieder, und übernahm als alter Hase auch sofort das Kommando über die auf dem Platz gebliebenen, für die Aufräumarbeiten.
Ich könnte tagelang über die menschlichen Abründe weiterschreiben und ein Ende wäre immer noch nicht in Sicht.
Schönen Sonntag
Willi

