führte uns vorerst mal wieder an den CP-Brunnen am Forgensee nach Füssen.
Ich wollte einmal von der Marienbrücke auf das Disney-Schloß und den Forgensee blicken da ja die meisten Poster von hier geknipst werden.
Mit den Rädern hinauf bis zur Endstation der Pferde-Bussse und nach einem kurzen Fußmarsch waren wir da , es war den Abstecher allemal wert.
Bei der Weiterfahrt nahmen wir noch übersichtshalber den Hopfensee mit , wirklich so eine Art von Alpen-Riviera sehr schöne langezogene Uferpromenade mit wunderschöner
Aussicht auf die Berge und ebenso vielen eleganten Restaurants .
Es ging weiter in Richtung Bodensee bei extremer Schwüle und diesigen Sonnenlicht.
Am nächsten Tag das übliche Wetter wenn wir an den See kamen , es regnete satt.
Wir haben bei der eingeborenen Verwandtschaft schon das Image der „Regenbringer“
Wenn wir bei trockenem Wetter auftauchen sagt man ,es war eh schon lange trocken,gut das ihr kommt und in 8 von 10 Fällen hatte es auch bald darauf geschüttet.
Nach 2 Tagen Völlerei Aufbruch nach Freiburg im Breisgau - natürlich im Regen, die ganze Strecke bis Konstanz begleitet von den tapferer Teilnehmern einer Bodenseeradrundfahrt die sich mit dem Sauwetter abquälen mussten.
Nach einer extrem herbstlich anmutenden Fahrt durch den Schwarzwald mit dichten Nebel und Dauerregen kamen wir Samstag Nachmittag nach Freiburg , eine geplante Stadtbesichtigung musste leider wegen „Überbevölkerung“ auf allen Straßen und Parkplätzen abgesagt werden, keinerlei Parkmöglichkeiten im Nahebereich des Münsters, weiß der Henker was damals in der Stadt los war, vermutlich hat jemand 35 €Noten verteilt .
Also weiter nach Breisach auf den Stellplatz am Rhein. Vorerst hatte ich noch ein bisschen Spaß mit dem Navi, ich habe „kürzeste Strecke“ eingegeben weil ich nicht über die Schnellstraße fahren wollte . Bald außer der Stadt ging’s rechts weg auf einem kleineren Sträßchen ich hatte das Radweg-Schildchen wohl gesehen, nach einen Km befanden wir uns bereits in dichten Weingärten ohne irgendwelche Anzeichen von menschlichen Behausungen , das Sträßchen hat sich in eine „Autostraße mit Mittelstreifen“gewandelt es waren 2 schmale Spuren mit ansatzweise Asphaltbelag - getrennt durch eine 40cm breite und 30cm tiefe offene halbrunde Betonrinne. Es ging immer beständig bergauf, ich konnte und wollte nicht mehr umdrehen und dachte das geht bald zu Ende. Optimismus war angesagt am Navi war in der Ferne ja immer eine Bundesstraße zu erkennen so in 4-5 km .
Doch es kam noch schlimmer, die „Schnellstraße“ ging dann in einen 1m50 breiten von hohen Sträuchen fast zugewachsen eingesäumten Steig über, hier war es schon etwas unangenehmer wenn die Äste links und rechts ans Auto klatschten. Als es dann drastisch bergab ging wurde es mir doch etwas mulmig den sollte hier etwas entgegen kommen wäre das Rückwärtsfahren eine materialmordende wenn nicht gar unmögliche Angelegenheit geworden. Und wirklich an einer kleinen Lichtung in einer Kurve kam mir ein Geländewagen entgegen und zwar an der wirklich einzigen Stelle wo es so eine Art Ausweiche gab. Den Blick des älteren Herrn am Steuer möchte ich nicht kommentieren…
Endlich die angekündigte Einmündung in eine kleinere Bundesstraße, das waren die längsten 4km an die ich mich erinnern kann. Habe leider keine Photos gemacht da ich anderwärtig beschäftigt war und die Beifahrerin irgendwie paralisiert wirkte .
In Breisach einen schönen Platz am Ufer bekommen,leider war kein Schiffsverkehr es regnete bis in die späte Nacht wie aus Scheffeln.
Sonntagmorgen allerdings bestest Wetter Aufbruch nach Colmar .
Ich fand in der Avenue Joffre einen Parkplatz und gleich mit den Rädern ins Zentrum.
Da ging es uns wohl gleich wie allen Colmar -Besuchern , man ist überwältigt ob des homogenen Stadtbildes mit den wunderbaren Fachwerkshäusern . Wir quatschten so vor uns hin als uns ein Herr mit den Worten „das klingt aber sehr österreichisch“
ansprach , wir bestätigten ihm das es so ist und er wiederum erzählte von seinen Jugendjahren im Burgenland und seinen Wurzeln zu A, er lebt in Colmar und bot an uns durch seine Heimatstadt zu begleiten wir nahmen begeistert an und es waren 2 unglaublich interessante Stunden die uns dieser nette Herr bescherte. Wir hatten einen eigenen Reiseführer der sich durch großes Allgemein- und viel Detailwissen auszeichnete.
Am frühen Nachmittag weiter nach Türkheim , gleich am Ortseingang ein WOMO- Parkplatz 300m vom Zentrum das ist vorbildlich. Der schmucke Ort beherbergt u.a. ein Museum welches die letzten Kriegstage um Colmar und Türkheim im J. 1945 dokumentiert.
Da es noch zu früh für einen Schlafplatz war fuhren wir gegen Kaysersberg, schon tlws.durch die Weinstraße . Dort auf den großen Stellplatz der schon fast vollbesetzt war, weitere Ankömmlinge mussten den benachbarten Busparkplatz benutzen.
Wir gingen in die Altstadt die trotz äußerst unwirtlichen Temperaturen sehr belebt war, hier konnten wir zum ersten Mal den original Flammkuchen und die dazugehörigen Weine verkosten.
In der Nacht kühlte es drastisch ab,es hatte nur mehr 4° am Morgen. Nun war ich als Jäger gefragt etwas essbares ins Lager zu bringen ,das erste Mal musste ich ohne meine „Hilfsdolmetscherin“ die sich mit ihren kurzfristig angeeigneten französischen Wortschatz erstaunlich gut machte , eine Baguette-Bestellung abgeben. Ich stolperte meinen
vorher auswendig gelernten Satz herunter und wundersamerweise bekam ich auch alles was ich wollte dies steigerte mein Selbstbewusstsein gewaltig und ich konnte mir gar nicht mehr vorstellen wegen irgendwelcher Sprachprobleme so Vorbehalte gehabt zu haben… :)
Im Laufe des Tages klapperten wir die berühmtesten Orte wie Ribeauville/ Riquewihr systematisch ab hinauf bis in die Gegend von Dambach de Ville dort erschien mir die Landschaft nicht mehr so interessant und ich drehte um - zuviel Elsass das Erste mal sollte man vermeiden.
Zurück nach Kaysersberg auf den SP es war inzwischen wieder kalter Wind aufgekommen und es war Montag, ergo keine Menschen auf den Straßen der Stadt keine Gasthäuser offen-hinein in die Blechhütte Heizung und TV an.
Dank DVB-T bekam man viele deutschsprachige Sender ich bin der Meinung das es gar nicht mehr notwendig ist einen Digit.Sat zu installieren bzw.mitzunehmen die DVB-T Ausbreitung ist inzwischen überall in D,A, I ,CH , F schon sehr dicht.
Am Dienstag fuhren wir nochmals nach Colmar um das Musee Unterlinden zu besuchen, absolut sehenswert. In Colmar habe ich an einer autom. Tankstelle sogar Diesel zu 1,279€ ohne fremde Hilfe gezapft was mich wiederum sehr stolz machte….
Nachmittag gegen Süden da der Bedarf an alten Dörfern bereits abgedeckt war zuerst im Nachmittags Stau nach Thann hinein da es hier einen Stellplatz gäbe, gibt es schon aber leider alles sehr eng und überfüllt, daraufhin zurück nach Cernay auf den dortigen
CP – ein schöner , ruhiger parkähnlicher Platz - mit Strom € 16,50
Durch die dauernde Heizerei ging eine Gasflasche aus hatte nur noch eine 5kg Reseve.
Passt genau in D ist das Gas super billig also bei der Rückreise über Basel dachte ich in Lörrach dies zu erledigen, da es bei diesen Temperaturen ohne 2.Gasflasche eher stressig ist zumal die Fahrt durch die Schweiz geplant war wo ich vermute das die Tauscherei nicht so problemlos ist. Also hinein nach Lörrach ,zuerst in ein Wohnviertel geraten wo es nicht mal ein Geschäft gab geschweige einen Baumarkt . Ein Dame erklärte mir wie ich zu selbigen komme, ich müsste durch einen kleinen Schweiz-Zipfel in einen andern Stadtbereich- Fischbachstraße oder so. Nach Sucherei Straße gefunden, auf und ab plötzlich sehe ich ein riesiges Gas-Lager neben der Straße Gasflaschen palettenweise Nebenstraße hinein und gleich auf den Hof . Alles war gespenstisch still kein Mensch weit und breit , was war geschehen? Lösung – es war gerade 3Min. nach 12h - wir machen Mittag. Lager für heute geschlossen – gesegnete Maahlzeit. Also weitersuchen es gibt hier ein BAUHAUS.
Bald darauf gefunden Gasflasche ausgebaut zum Informations-Schalter . Die dort installierte Person hob gleich als sie mich sah abweisend die Hände „ die nehme wir nischt „ Auf meine Frage warum nicht , sagte sie ganz aufgeregt „Die Farbe ,die hat eine ander Farbe ,nee nee die wollen wir nischt „.
Meine nagelneue Flasche war bis auf eine satt-grüne Farbe 100% baugleich mit den üblichen–Flaschen ,sie war allerdings von BP .
Nun reichte es , brauche kein Gas mehr und wenn wir erfrieren - ich will heim - solche Bürokraten.
Da ich es mal als © low cost driver versuchen wollte ,beschloß ich die Schweiz ohne Autobahnvignette zu durchfahren, hier war das Navi sehr hilfreich, es ging bis Zürich sehr zügig bis auf einen 1stündigen Stop&Go zum CP Seebucht.
Dort wollte man mir einen Platz zuweisen, ich lehnte aber ab und bestand auf einen von mir auserwählten was mir dann auch gnädig gewährt wurde.
Vom Platzangebot für Womos bzw. Durchreisende kann man eigentlich nur von einem Stellplatz sprechen,es gibt nur winzige Schotterplätze unterhalb von Straße und Bahn.
Da es erst 16h30 war fuhren wir mit den Rädern noch in die Innenstadt . Ich wollte wenigsten ein paar Fränkli im Sack haben und suchte angestrengt einen Bankomat aber in der Stadt der Moneten erfolglos, auch recht dann halt keine Konsumation in der Schweiz, das haben sie davon. :D
Am Morgen Hochnebel sehr kühl und herbstlich ich ging ins kleine CP -Geschäft um 5 Semmel zu erstehen nachdem man mir versicherte auch € zu nehmen.
Das Nehmen hat der Typ zu wörtlich genommen, er verlange 4 € für 5 Stk. mickrige nicht mal allzufrischen Semmelchen 0,80 Cent /Stk.
Das nächste Hammer war die Bezahlung mit Bankomat-Card - CP-Gebühr € 37.- ohne Strom plus 2.-€ Wechselgebühr. :evil: Also dieser Platz lebt wirklich nur von seiner Stadtnähe
ansonsten spricht überhaupt nichts dafür, trotzdem gibt es einige deutsche Dauercamper hier die allerdings schönerer Wiesenplätze mit Seeblick haben.
Nächstes Zwischenziel war Chur , am unteren Ende des Züricher Sees lichtete sich der Hochnebel und es war eine sehr schöne entspannende Fahrt ,besonders die Straße oberhalb des Walensees war traumhaft die Autobahn verlief im Tal und hatte sicher keine solche Ausblicke.
Nachträglich hätte ich es eher bereut wenn ich eine Vignette erstanden hätte es ging auf den Bundesstraßen ganz hervorragend weiter.
Ab Chur dann über denn Julier Pass ins Oberengadin und nochmals auf 2200m hinauf über den Ofenpass ins Vintschgau nach Glurns.
Wollten keine LCD sein und gingen nicht auf den billigen Gemeinde CP um € 7.-sondern gönnten uns den Camping Glurns Vallis - Ortlerblick . Ein wunderschöner Terrassenplatz inmitten der Obstkulturen mit allem erdenklichen Komfort und einem hervorragenden Restaurant . Hier taten mir die € 29.- in keinster Weise weh, es stimmte einfach alles.
Leider war es noch immer sehr kühl so dass wir weiter an den Kalterer See fuhren.
Dort war es nach einer Woche Kälte und Wind wie auf einem anderen
Kontinent , mild ,wolkenlos , wohltuend. Übernachtet am oberen Lido Parkplatz der z.Zt. wieder kostenfrei ist und dementsprechend voll war.
Leider mussten wir dann letztlich die milden Gefilde wieder verlassen und ins ebenso kühle Kärnten zurückkehren.
grüße
schulze
der immer die Bilder durcheinander bringt
.

