es gibt eigentlich schon viele interessante Reiseberichte über Frankreich, in denen es auch sehr schöne Fotos zu sehen gibt. Insbesondere über die Normandie und Bretagne. Trotzdem möchte ich – wie versprochen - über unsere Wohnmobil-Tour durch den Norden Frankreichs berichten. Der Bericht enthält sehr viele Fotos. Damit die Ladezeit nicht zu lang wird, habe ich den Bericht auf drei Threads verteilt.
Die Fahrt ging an der Küste der Normandie und der Bretagne entlang, dann zu den Schlössern der Loire (wir haben aber nur einige davon angesehen). Zum Ende haben wir das Schloss von Versailles besucht und uns auch Paris angesehen. Für die Rückfahrt nach Hamburg haben wir uns noch ein paar Tage Zeit genommen und sind an der Mosel entlang gefahren, haben dann Weilburg und zum Schluss Hann.Münden angesteuert.
Übernachtet haben wir entweder auf Stellplätzen oder auf Campingplätzen. Von drei Campingplätzen, abgesehen, waren sämtliche von uns angesteuerte Campingplätze ACSI-Plätze, die uns maximal 14 Euro incl. Strom und Hund pro Nacht gekostet haben.
Anfahrt nach Frankreich:
Am Montag den 08.09.2008 gegen Mittag Abfahrt mit dem Wohnmobil. Die Fahrt geht über die Autobahn A 7 in Richtung Hannover und von dort weiter auf der A2 an Bielefeld vorbei nach Bergkamen-Rünthe. Auf dem dortigen Wohnmobilstellplatz am Yachthafen nehmen wir Quartier für die Nacht.
Am nächsten Tag Weiterfahrt über Dortmund, Hagen, Wuppertal, Düsseldorf, Liege in Richtung Namur/Belgien. Etwa 15.30 Uhr erreichen wir den Oteppe (Belgien) und steuern den schön gelegenen Campingplatz L`Hirondelle an. Es ist noch Zeit, für einen schönen Spaziergang durch den Wald. Anschließend sitzen wir vor dem Wohnmobil und genießen die Sonne.
Von Oteppe geht es am nächsten Morgen weiter an Charleroi, Mons und Valenciennes und dann über Arras in Richtung Küste. Wir landen schließlich auf dem Campingplatz Les Aubépines in St. Firmin bei Le Crotoy und haben damit die Anfahrt an die französische Kanalküste geschafft.
St. Firmin:
Wir bleiben den nächsten Tag in St. Firmin und machen einen schönen 2-stündigen Spaziergang durch Natur, Dünen und Strand. Dann ist faulenzen angesagt.
Le Treport, Etretat:
Die ganze Nacht hat es geregnet. Auch am Morgen regnet es weiter. Wir stehen daher erst um 9.00 Uhr auf. Nach dem Frühstück geht es dann weiter. Zunächst nach Le Treport. Trotz des Regens wagen wir uns aus den Wohnmobil und fahren mit einer Standseilbahn hinauf auf den hohen Kreidefelsen und haben eine schöne Aussicht auf die Stadt. Dann bummeln wir noch ein wenig durch die Stadt einschl. Markthalle und Hafen.
Weiter geht es nach Etretat. Hier fahren wir den örtlichen Stellplatz an, wo wir die über Nacht bleiben wollen. Es hat aufgehört zu regnen, es scheint sogar die Sonne. Ein Spaziergang in die malerische Altstadt und die Seepromenade (mit Blick auf die Kreidefelsen) rundet den Tag ab.
Wir lassen unser Wohnmobil am nächsten Morgen zunächst auf dem Stellplatz stehen und laufen noch einmal zur Seepromenade im Zentrum von Etretat. Dann erklimmen wir den westlich gelegenen eindrucksvollen Kreidefelsen und haben von dort einen herrlichen Ausblick auf Etretat sowie auf die weitere, aus ebenso eindrucksvollen Kreidefelsen bestehende Steilküste. Schließlich gehen wir zum Stellplatz zurück. Es ist schon fast Mittag als wir Etretat verlassen.
Honfleur:
An Le Havre vorbei geht es über eine imposante Autobahnbrücke, die die Seine kurz vor ihrer Mündung überspannt. Dann geht es nach Honfleur. Hier ist ein riesiger Wohnmobil-Parkplatz, auf dem man für 7 € auch übernachten kann, zu finden. Wir wollen aber nach dem Besuch der Stadt Honfleur noch weiter. Die Stadt ist aber unbedingt einen Besuch wert. Die Häuser der Altstadt, die das Hafenbecken umgeben, sehen einfach wunderschön aus.
Nach einem ausgiebigen Rundgang durch die engen Straßen von Honfleur geht dann weiter Richtung Westen. In dem Ort Merville-Franceville (kurz hinter Cabourg) finden wir den recht ordentlichen Campingplatz “Les Peupliers” , auf dem wir für eine Nacht einchecken.
Invasionsküste:
Von Merville-Franceville geht es über Quistreham weiter der Küste entlang. Wir kommen in das Gebiet in der im Juni 1944 die Invasion stattgefunden hat. Ein Ortschaft reiht sich an die andere und die Fahrt ist durch eine Vielzahl von Umleitungen sehr mühsam Wir halten schließlich am “Juno-Beach”, an dem seinerzeit die Kanadier gelandet sind. Ein alter Panzer gibt Zeugnis davon. Auch wurde als Ehrenmal ein großes Kreuz aufgestellt. Nach dem wir einen kurzen Spaziergang gemacht haben geht es weiter nach Arromanches. Hier ist ein Kino mit 360 Grad Leinwand, in dem ein Film über die Tage der Invasion gezeigt wird. Wir empfinden alles als sehr bedrückend.
Als nächster Punkt steht der Ort Port-en-Bessin-Huppain auf dem Programm. Abgesehen von der nicht ganz so hohen Steilküste und dem kleinen Hafen ist jedoch nichts besonderes zu sehen.
In der Nähe, in dem kleinen Ort Etreham liegt der Campingplatz “Reine Mathilde”, den wir für eine Nacht ansteuern.
Nach dem Besuch des amerikanischen Soldatenfriedhofs in St. Laurent sur Mer und des deutschen Soldatenfriedhofs in La Campe befindet geht die Fahrt nach St. Vaast la Hougue. Ein recht netter Ort in dessen Nähe sich eine Festung aus dem 17. Jahrhundert befindet. Wir machen einen Spaziergang dorthin.
Gatteville-Phare, Barfleur:
Dann geht es weiter nach Gatteville-Phare, wo wir den Campingplatz La Ferme du Bord de Mer ansteuern. Dieser liegt direkt am Meer. Wir bleiben auch den nächsten Tag noch dort und machen vormittags einen Spaziergang zu dem Ort Barfleur, wegen seiner mittelalterlichen Granitfassaden und seiner Pfarrkirche sehenswert ist.
Am Nachmittag unternehmen wir eine Wanderung zu dem Leuchtturm von Gatteville,
Cap de la Hague, Le Rozol:
Der folgende Tag bringt uns zum Cap de la Hague, dem westlichsten Punkt der Halbinsel Cotentin. Die Fahrt dorthin über Ormonville ist landschaftlich reizvoll (Steilküste und leicht bergig). Am Cap machen wir einen kleinen Spaziergang und sehen die Insel Anglesey liegen.
Dann geht es weiter über Beaumont-Hague der Küste entlang durch reizvolle Landschaft und teilweise engen Straßen über Biville (hier machen wir einen kleinen Abstecher in eine hübsche Dünenlandschaft) und Flamanville nach Le Rozol.
In Le Rozol checken wir beim Campingplatz La Ranch ein. Spätnachmittag machen wir einen einstündigen Spaziergang am Strand entlang und Dackel Max kann sich richtig austoben.
Wir bleiben in Le Rozol und machen vormittags und nachmittags jeweils Wanderungen am Strand entlang. Die übrige Zeit bleiben wir am Wohnmobil und genießen die Sonne und verbringen die Zeit mit Lesen.
Barneville-Carteret, Granville:
Von Le Rozol fahren wir zunächst die Küste weiter entlang nach Barneville-Carteret. Dort sehen wir die in der ADAC-Tourenführer genannte Dünenlandschaft.
Dann geht es weiter nach Granville, wo wir den Stellplatz in unmittelbarer Nähe der Landspitze Pointe du Roc zum übernachten ansteuern. Es ist noch früher Nachmittag, so dass wir uns die Altstadt, die Stadtmitte und die Umgebung des Felsen ansehen.
Avranches, Mont St. Michel:
Am nächsten Tag geht es zunächst Avranches, wo wir die Kathedrale des heiligen Aubert besichtigen, einen Bummel durch die Innenstadt machen und zuletzt die Basilika St. Gervais ansehen. In der Basilika liegt die Schädelreliquie des Bischofs Aubert (8. Jh.).
Dann geht es weiter nach Mont St. Michel. Platz finden wir auf einem riesigen Parkplatz auf dem eine enorme Menge anderer Wohnmobile stehen. Die auf einem Felsenberg liegende Abtei ist sehr eindrucksvoll. Da es erst Mittag ist, beschließen wir Mont St. Michel noch heute zu besichtigen.
Es ist schon später Nachmittag als wir zu unserem Wohnmobil zurückkehren. Auf dem Parkplatz wollen wir nicht übernachten. Stattdessen steuern wir den Campingplatz Aux Pommes in dem 4 Kilometer entfernten Ort Beauvoir an.
Cancale, Pointe de Grouin, St. Malo, St. Lunaire:
Jetzt kommen wir von der Normandie in die Bretagne. Von dem Ort Beauvoir geht es heute über St. Viviers nach Cancale einem sehr hübsch am Meer gelegenen Ort. Wir machen einen Bummel am Hafen dieser kleinen Stadt. Es ist unheimlich viel Betrieb. Vielleicht liegt es daran, dass es Sonntag ist. Wenn wir wollen, könnten wir Austern essen. Der Hafen ist dafür bekannt.
Nach nur wenigen Kilometer Fahrt gelangen wir zum Pointe de Grouin. Ein landschaftlicher Höhepunkt unserer bisherigen Reise. Die Steilküste, an der wir entlang wandern können ist einfach fantastisch.
Dann geht es weiter nach St. Malo, wo wir nur mit etwas Mühe einen Parkplatz finden. Es ist auch schon recht spät, so dass der Bummel (Strandpromenade, Chateau, Altstadt) relativ kurz ist.
Zurück am Wohnmobil fahren wir auch sofort ab über Dinard nach St. Lunaire. Hier checken wir für zwei Nächte auf dem Campingplatz La Tuesse ein und haben wieder einmal einen Ruhetag. Allerdings haben wir angenommen, dass wir in der Umgebung des Campingplatzes mit Max richtig gut laufen können. Leider Fehlanzeige. So verbringen wir den Tag im wesentlichen in der Sonne vor dem Wohnmobil mit Lesen, Ausruhen und kurzen Spaziergängen. Die Landschaft am Strand ist allerdings sehr schön.
Cap Frehel, Fort de Latte, Erquy:
Wir fahren weiter zunächst zum Cap Frehel. Die Steilküste dort ist wirklich eindrucksvoll.
Dann machen wir einen Abstecher zum Fort de Latte, einer Festung. Leider kommen wir in der Mittagspause und wir können die Festung leider nicht besichtigen.
Es geht weiter nach Erquy. Wir steuern dort den örtlichen Wohnmobilstellplatz an. Ein 1 ½-stündige Wanderung an den nahe gelegenen Strand und dem Küstenpfad entlang sind ein schöner Tagesabschluss
St.Quay, L`Arcouest, Ile de Bréhat, Tréguier:
Der Tag sieht nicht viel versprechend aus. Es ist stark bewölkt und es sieht nach Regen aus. Von Erquy fahren wir über St. Brieuc nach St. Quay. Dort vom Yachthafen aus machen wir eine kleine Wanderung der Steilküste entlang. Die felsige Steilküste und die aus dem Meer herausragenden Felsen bilden trotz des schlechten Wetters eine schöne landschaftliche Kulisse.
Weiter geht es über Paimpol nach L`Arcouest. Von hier gehen Schiffe auf die autofreie Ile de Bréhat. Dort wollen wir morgen hin. Aus diesem Grunde checken wir auf dem Campingplatz Camping du Rohut ein.
Am nächsten Tag regnet es zum Glück nicht mehr, aber es ist noch bedeckt. Wir verlassen den Campingplatz und fahren nur ein kurzes Stück in die Nähe der Anlegestelle. Um 10.35 legt das Schiff ab und 20 Minuten später laufen wir den kleinen Hafen der Insel Bréhat an. Wir machen wir uns auf den Weg zur Nordspitze der Insel zum Leuchtturm Phare du Paon. Immerhin sind das 3,3 Km. Von dort hatten wir einen wunderschönen Ausblick auf die Felsen im Meer.
Als wir wieder den kleinen Hafen erreichten waren wir immerhin 3 Stunden unterwegs.
Um 14.00 Uhr legte das Schiff dann wieder ab und brachte uns zurück aufs Festland und eine halbe Stunde später starteten wir mit unserem Wohnmobil nach Tréguier. Dort fuhren wir den örtlichen Stellplatz an, der recht hübsch an einem Fluss liegt. Eine Stadtbesichtigung war ein schöner Tagesabschluss.
Pointe du Chateau, Cote de Granit Rose, St.Michel en Gréve:
Die Sonne scheint und wir machen uns von Tréguier auf den Weg zum Pointe du Chateau, dem östlichsten Teil der Cote de Granit Rose. Hier befindet sich ein zwischen zwei Felsen ein gezwängte Wohnhaus. Ein sehr merkwürdiger Anblick.
Aber darüber hinaus bietet die zerklüftete Felsenküste landschaftlich auch einiges. Es ist sehr schön und wir machen mit Max einen kleinen Spaziergang.
Es geht zurück nach Tréguier und von dort weiter nach Ploumanach. Von Ploumanach führt der Küstenwanderweg “Sentier des Duaniers” nach Perros de Guirec. Diesen Küstenwanderweg laufen wir entlang und sehen wieder eine bizarre Felsenlandschaft. Die Felsformationen sind sehr eigentümlich und bieten uns eine herrliche Landschaft.
Dann geht es weiter nach St.Michel en Gréve, wo wir auf dem Campingplatz “Les Capucines” einchecken.
Jetzt schieben wir wieder einmal einen “Ruhetag” ein. Der ist auch notwendig, weil wir dringend “Wäsche machen” müssen und weil ich wegen einer bösen Furunkel einen Arzt aufsuchen muss. Am Nachmittag machen wir aber noch einen zweistündigen Spaziergang den ausgedehnten Strand des kleinen Ortes St.Michel en Gréve entlang. Dackel Max hat wieder Gelegenheit zum baden.
Cote de Abers, Lampaul-Plouarzel:
Wir verlassen den Ort St.Michel en Gréve und fahren über Morlaix, St. Pol-de-Leon, Plouescat und Plouguerneau an die Cote des Abers. Auf der Fahrt kommen wir an der Küste vorbei, die nicht felsig ist, sondern aus Dünenlandschaft besteht.
Dann gelangen wir zu dem Ort Portsall, von dem eine reizvolle Küstenstraße bis zu dem Ort Melon verläuft. Wir folgen dieser Straße und steigen selbstverständlich auch aus und wandern einige Zeit den Küstenwanderweg entlang. Hier dominieren wieder Felsen. Das besondere sind aber die vielen kleinen Felsinseln im Meer und die Kette von Leuchttürmen, die den Schiffen in diesem gefährlichen Gewässern den Weg weisen soll.
Weiter fahren wir zu dem “Aire de Campingcars” in Lampaul-Plouarzel einem recht schön gelegenen Wohnmobil-Stellplatz direkt am Meer. Hier sehen wir wieder Dünenlandschaft, aber auch Felsenküste. Natürlich machen wir auch einen Spaziergang mit Max, können dann aber bis 19.00 Uhr !! vor dem Wohnmobil noch in der Sonne sitzen. Und das Ende September direkt am Wasser.
Brest, Camaret-sur-Mer:
Über Plouarzel geht es weiter nach Brest. Die Stadt Brest hat nur zwei Sehenswürdigkeiten, das Chateau, eine stattliche Festung, und die größte Hebebrücke Europas. Um genau diese Sehenswürdigkeiten anzusehen, schlagen wir uns mit unserem Wohnmobil quer durch den Stadtverkehr von Brest. Aber wir haben Glück und finden in der Nähe auch einen Parkplatz. Das Chateau beherbergt auch ein Marinemuseum, so sehen wir uns nicht nur die Festungsanlage, sondern auch das Museum an. Von der Festung haben wir einen tollen Ausblick auf den Hafen von Brest sowie auf die Hebebrücke. Ein beeindruckenden technisches Bauwerk.
Von Brest geht es dann weiter auf die Halbinsel Crozon. Hier fahren wir nach Camaret sur Mer, wo wir den Campingplatz “Plage de Trez Rouz” ansteuern.
Wir bleiben auf den folgenden Tag dem Campingplatz “Plage de Trez Rouz” und machen eine Wanderung auf dem Küstenwanderweg in den Ort Camaret sur Mer. Diese kleine Stadt liegt ganz hübsch. Wir sind wohl gute 6 km gelaufen und waren fast 3 Stunden unterwegs. Den Rest des Tages verbringen wir im Wohnmobil, da das Wetter recht windig und kühl ist.
Weiter geht es im 2. Teil


