Versailles:
Weiter geht es nach Versailles. Um die Mittagszeit kommen wir dort an. Da es in Versailles leider keinen Stellplatz gibt, müssen wir auf den einzigen – und daher teuren - Campingplatz dieser Stadt. Nach einem Spaziergang mit Max durch den nahen Kastanienwald, machen wir uns zu Fuß auf den Weg zum Schloss und besuchen noch die ausgedehnten Gartenanlagen des Schlosses von Versailles. Es ist alles enorm angelegt. Die vielen Springbrunnen und Fontänen, die vielen Blumen, die immer noch blühen ergeben mit den vielen Rabatten und Bäumen ein fantastisches Bild. Nur die vielen Menschen stören ein wenig.
Versailles, Maisons-Laffitte:
Für den heutigen Tag haben wir vor, nach dem gestrigen Besuch der ausgedehnten Gartenanlagen, nun auch das Schloss von Versailles von innen anzusehen. Mit großer Mühe und einer “irrsinnigen” Sucherei ist es uns gelungen einen Abstellplatz für unser Wohnmobil zu finden. Dann machen wir uns auf den Weg zum Schloss. Als wir dann vor den Schlosskomplex stehen, klärt uns ein kleines Schild auf, dass das Schloss von Versailles am Montag immer geschlossen ist. Also Pustekuchen mit der Besichtigung! Also steuern wir Maisons-Laffitte (Vorort von Paris) an und checken dort für 3 Nächte ein. Für eine Fahrt nach Paris ist es schon etwas zu spät und so machen wir mit unserem Max eine kleine Wanderung entlang der Seine.
Hinweis: Für den Paris-Besuch haben wir uns den recht schön an der Seine gelegenen Campingplatz in Maisons-Laffitte ausgesucht, weil wir mit unserer ACSI-Karte dort nur 14,00 Euro bezahlen. Ansonsten sind die Campingplätze sehr viel teurer und Stellplätze kennen wir dort nicht. Den Campingplatz empfinden wir durch die nahe Eisenbahnstrecke aber als recht laut – drei Nächte waren uns genug. Dafür liegt er sehr verkehrsgünstig: 10 Minuten zum Bahnhof, RER-Zug fährt alle 10 Minuten und braucht 20 Minuten bis zum Arc de Triomphe..
Paris:
Heute geht’s nach Paris rein. Vom Campingplatz 10 Minuten Fußweg zur Bahn, 10 Minuten für’s Ticket kaufen und dann 20 Minuten Bahnfahrt und wir stehen am Arc de Triomphe. Ein tolle Verbindung.
Vom Arc de Triumphe laufen wir die Avenue des Champs Èlysèes hinunter in Richtung Place de la Concorde. Rechts sehen wir sehen wir das Grand Palais und das Petit Palais. Wir gehen ein Stück auf die Brücke Ponte Alexandre III und sehen von weitem den Invalidendom.
Weiter gehen wir ein Stück die Seine entlang und erreichen den Place de la Concorde. Von hier aus geht’s in den Jardin des Tuileries. Hier gönnen wir uns einen kleinen Imbiss. Durch den Jardin des Tuileries erreichen wir die eindrucksvollen Gebäude des Louvre, dem größten Museum Europas. Es hat aber gerade geschlossen.
Wir nehmen die Metro und fahren über Place Charles de Gaule-Etoille zum Eiffelturm. Wir fahren auf die zweite Ebene des Turms und haben schon hier eine herrliche Aussicht über Paris.
Dann ist es für den Tag genug und wir fahren zurück nach Maisons-Laffitte.
Unser zweiter “Paris-Tag”. Mit der RER-Bahn geht es wieder bis Charles de Gaule-Etoille und dann weiter mit der Metro bis Trocadero. Von hier haben wir eine tolle Aussicht auf den Eiffelturm und wir können gut fotografieren.
Wir überqueren die Seine über die Ponte D´Iena und laufen unterhalb des Eiffelturms in den Parc du Champ de Mars. Von dort ist es nur ein kurzer Weg und wir sind am Invalidendom. Eine prachtvolle Kathedrale, in der der Sarkopharg des Kaisers Napoleon I. liegt. Natürlich besichtigen wir den Invalidendom
Eindrucksvoll sind aber auch die Gebäude des Hotel des Invalides, in dem sich ein Militärmuseum befindet.
Von der nahe gelegenen Metrostation fahren wir dann zur Station Notre-Dame des Champs. Von hier aus ist es nicht weit zum Jardin du Luxembourg, einem sehenswerten Parkgelände, in dem sich auch das Palais du Luxembourg befindet.
Wir haben uns den Garten gern angesehen und streben jetzt der Metrostation Odeon zu, die wir auch nach kurzer Zeit erreichen. Nur zwei Stationen und wir verlassen die Metro ganz in der Nähe der Saint Chapelle.
Dann nur wenige Schritte, immer dem Touristenstrom nach und wir stehen vor der Kathedrale Notre Dame. In der Tat ist diese Kathedrale sehr sehr eindrucksvoll und unbedingt sehenswert.
Nach diesem heutigen Rundgang sind wir ziemlich erledigt, wir merken unsere Füße und haben nur den Wunsch: zurück zu unserem Wohnmobil.
Versailles:
Dass wir das Schloss Versailles nicht von innen gesehen haben, sticht uns. So haben wir schon am Dienstag beschlossen, noch einmal nach Versailles anzusteuern um uns das Schloss doch noch anzusehen. So fahren wir heute Vormittag wieder zurück und sind schon nach kurzer Zeit und ohne Sucherei wieder in Versailles und checken noch einmal auf dem dortigen Campingplatz ein. Nach dem obligatorischen Weg mit Max (durch den nahe gelegenen Kastanienwald) machen wir uns auf den Weg zum Schloss Versailles. Heute ist das Schloss geöffnet und wir können die prunkvollen und beeindruckend schönen Räume bestaunen. Die Besichtigung lohnt wirklich.
Nach einem nochmaligen Rundgang durch den Park....
....geht es per Linienbus wieder zurück zum Campingplatz. Hier wartet Dackel Max auf einen nochmaligen Rundgang.
Chatillon sous les Cotes:
Von Versailles steuern wir den hübsch gelegenen Campingplatz in Villevaud an, der einmal sehr ruhig liegen soll und von dem laut ACSI-Campingführer ebenfalls eine gute Verbindung nach Paris bestehen soll. Dann könnten wir sogar noch den Besuch der Kathedrale Sacre Coèur nachholen, den wir vorgestern nicht mehr geschafft haben. Leider erwies sich dieser Platz für uns als “Niete”: Für Wohnmobile nur sehr knappe Plätze - für unser Wohnmobil von 8,34 m einfach zu klein. Keine Anbindung an den ÖPNV nach Paris. Wir müssten immer mit unserem WoMo zur nächsten RER-Station fahren. Kriegen wir dort überhaupt einen Parkplatz ? Völlig indiskutabel !! Wir beschließen unter diesen Umständen auf einen nochmaligen Paris-Tag zu verzichten, da wir keine Lust haben, den Platz in Maisons-Laffitte, den wir als recht laut empfunden haben, nochmals anzulaufen bzw. einen anderen Campingplatz erst noch wieder zu suchen. So fahren wir weiter über Chalons en Champagne und Verdun in den kleinen Ort Chatillon sous les Cotes in dem sich ein schöner kleiner Campingplatz (für 10 € incl. Strom und Hund) befindet.
Saar, Trier:
Wir verlassen Chatillon sous les Cotes wieder und fahren über Bouligny und Thionville zunächst nach Saarburg. Jetzt haben wir nach 38 Tagen Frankreich wieder verlassen. Unser ursprüngliches Ziel Saarburg sagt uns nicht recht zu. Vielleicht liegt es am Nebel, der über dem Tal der Saar liegt. Wir fahren daher weiter und bleiben auf einem Stellplatz in Trier hängen. Nach einem ausgiebigen Spaziergang mit Max ist es 15.30 Uhr und wir beschließen, noch in die Innenstadt von Trier zu fahren. Die etwa 400 m vom Stellplatz entfernte Buslinie 83 bringt uns zur Porta Nigra, dem Wahrzeichen von Trier. Dann fahren wir mit einer kleinen Bahn durch Trier und lassen uns die übrigen Sehenswürdigkeiten zeigen und erklären.
Am Ende laufen wir noch ein wenig durch die Fußgängerzone, bevor uns der Linienbus zurück zum Stellplatz bringt.
Bernkastel-Kues:
Nach einem ausgedehnten Spaziergang der Mosel entlang mit Max (bei noch starkem Nebel), fahren wir von Trier der Mosel folgend nach Bernkastel-Kues und checken auf dem am südwestlichen Ortsrand nahe dem Yachthafen gelegenen Campingplatz ein. Zwischenzeitlich ist die Sonne durchgekommen und wir machen eine weitere Wanderung mit Max und haben eine herrliche Aussicht auf bewaldete Höhen, die Weinberge und die Mosel.
Dann ist noch Zeit in die Ortsmitte von Bernkastel-Kues zu laufen. Wir sehen eine sehr hübsche Altstadt mit romantischen alten Gassen. Es ist schon spät am Nachmittag als wir zum Wohnmobil zurückkehren.
Wir bleiben, wie wir uns vorgenommen haben, in Bernkastel-Kues. Gleich nach dem Frühstück machen wir erst einmal einen Spaziergang mit Max. Es ist noch sehr neblig. Dann laufen wir noch einmal in die Altstadt von Bernkastel-Kues und sehen uns diese heute noch etwas intensiver an.
Zwischenzeitlich war der Nebel auch verschwunden und es war wieder ein sonniger Tag. Wir gehen dann auch auf die Burg Landshut hinauf, die oberhalb der Altstadt liegt. Von dort haben wir eine sehr schöne Aussicht auf das Moseltal.
Wieder in die Altstadt hinab gestiegen, finden wir ein gemütliches Restaurant. Zurück am Wohnmobil folgte ein weiterer Spaziergang mit Max, den dieser sicher nötig, aber auch verdient hat.
Cochem, Altendiez:
Weiter geht es heute der Mosel entlang. Die Landschaft ist ganz toll. Zuerst fahren bis Traben-Trabach. Dort machen wir einen kurzen Stadtbummel. Der Ort ist zwar ganz schön, aber kann mit der Altstadt von Bernkastel-Kues nicht mithalten. Hübsch anzusehen ist dagegen Cochem. Auch hier sehen wir uns die hübsche Altstadt mit den engen Gassen an.
Allerdings hat es angefangen zu regnen und darunter leidet unser Stadtbummel doch ein wenig. Bevor wir zum Wohnmobil zurück gehen, kaufen wir für zu Hause aber noch einige Flaschen Wein ein. Cochem selbst hat kein Wohnmobil-Stellplatz und so müssen wir weiter. Während wir vor Cochem einige Stellplätze gesehen haben, können wir hinter Cochem keinen mehr entdecken. Es kommt auch keiner mehr, zumindest keiner mit Strom. So fahren wir, während es weiterhin regnet, weiter nach Koblenz, dann nach Bad Ems und landen – es ist schon ziemlich spät - in Altendiez.
Weilburg:
Am nächsten Morgen fahren wir nach Weilburg. Der dortige Stellplatz ist recht gut. Auch die nahe gelegene Altstadt mit Schloss ist ein Besuch wert. So nehmen wir uns vor zwei Nächte in der schönen Stadt Weilburg zu bleiben. Wir machen noch einen kleinen Bummel durch die Stadt - sonst ereignet sich nicht mehr viel.
Wir bleiben in Weilburg. Nach einem Spaziergang mit Max sehen wir uns die wunderschöne Altstadt an.
Dann machen wir eine Führung durch das Schloss von Weilburg mit. Es war sehr interessant und wir haben wieder einmal sehr prunkvolle Räume gesehen, die auch noch sehr gut erhalten sind. Eigentlich hat uns dieses Schloss besser gefallen, als manches an der Loire. Am Nachmittag folgt dann noch eine kleine Wanderung mit Max durch den Wald und der Lahn entlang.
Hann.Münden:
Nach Ver- und Entsorgung am Stellplatz, abgeben der Stromkastenschlüssel in der Touristeninformation, Austausch einer Gasflasche bei OBI, Einkauf bei REWE verlassen wir schließlich gegen 11.30 Uhr Weilburg. Wir kommen aber gut voran und sind gegen 15.00 Uhr in Hann. Münden und stellen uns auf den Wohnmobil-Stellplatz am Weserstein. Nach einem Spaziergang mit unserem Max folgt ein Bummel durch die historische Altstadt. Sie ist sehr schön und wir wollen morgen noch einmal hin.
Wir machen erst einen ausgedehnten Spaziergang mit Max entlang der Fulda (die man allerdings kaum sehen kann). Anschließend bummeln wir noch einmal durch die Altstadt von Hann. Münden.
Dann geht es zurück zum Stellplatz. Gegen 15.00 Uhr, soll Dackel Max auch noch einmal sein Recht bekommen, es ist sonnig und ich mache mit ihm noch einen schönen Spaziergang.
Reiseende:
Wir starten früh am morgen, tanken noch einmal in Hann. Münden auf und fahren dann Richtung Heimat. Unsere siebenwöchige Tour ist leider schon zu Ende.
Die Wochen sind schnell vergangen. Frankreich hatten wir bisher nur von der Durchreise kennen gelernt. Nun haben wir das erste Mal das Land bereist. Die Küste der Normandie und der Bretagne war wirklich sehr schön. Wir haben aber sicher nicht alles gesehen. Auch die Loire-Schlösser, Versailles und Paris kannten wir noch nicht. Nach Paris werden wir ganz sicher noch einmal fahren.
Gerd

