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die Woche auf dem Campingplatz vergeht wie im Flug, und die Ruhe tut uns gut. Wir finden das Prinzip - eine Woche Hinreise, eine Woche Campingplatz, eine Woche Rückreise - ganz gut. Eigentlich haben wir jetzt schon viel gesehen und wissen nicht so ganz genau, wo wir hinfahren sollen und entscheiden uns für Dinard. Vorher fahren wir aber noch zum Cap Frehel (wie anscheinend jeder Bretagnefahrer!). Die Panoramabilder werden leider nicht so dargestellt, wie ich mir das vorstelle, aber ich machs trotzdem mal! In Dinard suchen wir vergeblich einen Stellplatz, und so machen wir erstmal einenSpaziergang auf der wunderschönen Promenade und fühlen uns an die Cote d'Azur erinnert. Ein französisches Ehepaar, welches wir zufällig treffen, gibt uns eine ausführliche Stadtführung. Den örtlichen Campingplatz erreichen wir leider erst 15 min. nach Toreschluss und so lassen wir und auf den Parkplatz eines großen Bowlingcenters nieder und machen uns dort einen schönen Abend. Da uns Dinard sehr gut gefällt, beschließen wir noch eine Nacht auf dem Campingplatz zu verbringen. Der örtliche Camping Municipal macht einen sehr guten Eindruck und liegt zudem direkt am Meer - und wir haben richtig Glück: wir bekommen für eine Nacht einen Stellplatz direkt am Strand. Zur Stromversorgung müssen wir zusammen mit einem Franzosen einen schneckenverseuchten Stromkasten wieder in Gang bringen (die neuen sind trotz 25m Kabel zu weit weg), was uns den Kommentar unserer schwäbischen Nachbarn einbringt: "Dasch mir ja die Sicherunge net wieder rausfliege!" Wir machen uns jedenfalls erstmal auf den Weg in die Stadt um eine Portion Moules & Frites zu vertilgen! Stellplatz am Strand kann es was schöneres geben als mit Meeresrauschen einzuschlafen? Am Folgetag schauen wir uns noch ein wenig die schöne Umgebung an und besuchen einen riesigen Flohmarkt, bevor wir nach Grandcamp-Maisy in der Normandie weiterfahren. Ich möchte gerne noch etwas über die Geschichte der Invasion erfahren. Das Wetter wird immer schlechter bis es in Strömen regnet. In Grandcamp-Maisy besuchen wir den örtlichen Stellplatz, der uns allerdings zu weit draußen liegt und so beschließen wir wie viele andere Wohnmobilisten auch, uns in den Hafen zu stellen. Dort setzt gerade die Ebbe ein und wir beobachten hunderte von Franzosen, die bewehrt mit Eimer und Stangen sich auf den Weg ins Meer machen. Auf Nachfrage erfahren wir, daß sie Krabben und Muscheln suchen. Wir machen uns durch den strömenden Regen auf den Weg in den Ort, wo es bis auf 2 Kirmesbuden nicht viel zu sehen gibt. Dafür stinkt es ganz furchtbar im ganzen Ort nach verdorbenen Fisch und wir erfahren, dass dies bei Ebbe immer so ist und der Geruch vom Meer kommt. Ich hatte die Duftnote "Meeresbrise" anders in Erinnerung..... Am nächsten Tag hat sich der Himmel aufgeklärt und zwei ältere Herren (der Hafenmeister + Stellvertreter) klopfen an unsere Tür und machen uns darauf aufmerksam, dass der Platz im Hafen eigentlich nur für Yachtbesitzer ist. Wir versprechen, dass wir uns nach dem Fühstück sofort auf den Weg machen. In Belgien hätten wir schon ein saftiges Knöllchen gehabt. Wir möchten eigentlich die Küstenstrasse entlang fahren, um die Landungsstätten der Allierten zu besichtigen, aber unser Navi leitet uns ärgerlicherweise auf die Schnellstrasse. So fahren wir nach Arromanches Les Bain und schauen uns dort die Museen an. Auf dem dortigen Stellplatz, der sehr gut besucht ist, treffen wir eine Frau aus Bochum, die sich einen Opel Combo (Corsa Kastenwagen) zum Womo umgebaut hat. Das kleinste Womo, dass ich je gesehen habe. Nach dem Besuch der Museen sind wir beeindruckt und auch nachdenklich. lest ihr noch - oder schlaft ihr schon? :wink: am selben Nachmittag gehts weiter nach Deauville / Trouville oder wie meine Frau sagt: "Duville Truvill". Seitdem heißt diese Doppelstadt bei uns immer so - kann man sich besser merken!! :D :D . Der Stellplatz vor Ort ist fast voll und nicht wirklich schön, die VE Station ist gesperrt und so beschließen wir wie 90% der Wohnmobilisten, uns im Hafen niederzulassen. Laut Nachfrage fährt die Polizei hier zwar Streife, akzeptiert die Wohnmobile aber dort, wo es nicht ausdrücklich laut Schild verboten ist. Wir sind ganz begeister von unserem Stellplatz, der genau zwischen den beiden Orten liegt (die Fischer sind von unserem Stellplatz nicht ganz so begeistert) und von dem man alles per Fahrrad sehr gut erreichen kann. Während Deauville sowas wie der Badeort der reichen Pariser ist (alles recht mondän und gut erhaltenes Fachwerk, auch die Geschäfte dem entsprechend), ist Trouville für die Normalsterblichen. Der große Sandstrand in beiden Orten ist bequem zu erreichen und das Wasser hat endlich einmal eine angenehme Badetemperatur! Leider müssen wir nach 2 Tagen weiter fahren....Abwasser und Fäkalientank voll, Strom leer, Frischwasser auch leer. Wir wollen über Honfleur Richtung Heimat fahren und genießen noch mal den Abend an unserem romantischen Stellplatz So, Fotos gibt's keine mehr, aber noch eine kleine Geschichte zum Schluß, denn wir wollten noch über Honfleur fahren um uns mit französichem Wein, Käse, Gebäck u.ä. einzudecken. Kurz vor Honfleur steht ein 3,5 t Schild und denken uns, da fahren wir besser aussen rum.
Dann habe ich mich 2 km weiter doch von Susi bequatschen lassen und bin von oben in Honfleur rein - am Ortseingang wieder das Schild: 3,5 t. Na ja, denk ich mich, ich hab ja unter 3,5 t. Das die Länge (ca. 7m) ein Problem sein könnte, habe ich nicht bedacht. Die Strasse wurde abschüssig und immer schmaler. Zunächst kam uns ein 7,5 t entgegen. Wir konnten uns mit großer Mühe in eine Parkbucht quetschen und der LKW konnte vorbei. Wir haben uns dann gedacht: Wenn der da untern rauskommt, dann kommen wir da locker durch, schlimmer kanns ja net kommen - denkste!! Am liebsten hätte ich die Kanten von meinem Womo mit Margarine eingeschmiert, um durch diese enge Gassen zu kommen! Meine Frau ist die ganze Zeit bis unten zum Ort nebenher gelaufen, um drauf zu achten dass wir blos nirgendwo anfahren! Das schlimmste waren die 90 °C Abbiegungen - es hat mich gewundert wie ruhig die Franzosen hinter uns das akzeptiert haben, die haben uns sogar noch Tips zum rausfahren gegeben! Ich sag nur eins - nie wieder überseh ich ein 3,5 t Schild....Wenns noch enger geworden wär - ich glaub wir hätten eine Hubschrauber zum Rausheben gebraucht! (ja ja ich weiß, ich hatte das schon bei al's Bericht geschrieben, aber gehört halt zur Reise mit dazu und ich wollte nicht noch mal alles von vorne tippen!) Auf der Rückfahrt wollten wir uns noch einen ruhigen Stellplatz in Belgien suchen, so dass wir ruhig und erholt zu Hause ankommen. Wir suchen uns einen in Grobbendonk (vielleicht 3000 Einwohner). Leider ist an diesem Tag in Grobbendonk Volksfest und der Stellplatz mittendrin: Hinter uns ein Hard-Rock Konzert, seitlich ein Radrennen, vor uns eine Open-Air Veranstaltung mit Musik von Klaus & Klaus und DJ Ötzi (Haben Belgier keine eigenen Schlager?) und über uns Feuerwerk. Um 1:00 nachts habe ich die Schnauze voll von klopfenden Belgiern und fahre einen halben Kilometer weiter, um endlich Schlaf zu finden. Viel zu schnell ist der Urlaub zu Ende, doch wir sind auch froh, unser zu Hause und die beide Katzen wieder zu sehen (eine haben wir übrigens vor 2 Jahren aus der Bretagne mitgebracht!). also der bericht ist doch nur tarnung. du wolltest doch nur nochmal bilder mit essen reinstellen. :twisted:
aber dennoch, schön. und bei gelegenheit zeige ich dir schöne stellen in belgien. so ganz ohne schokolade! @al,
:D :D Du hast mich erwischt! Na dann bin ich ja mal auf die anderen tollen Stellen in Gelbien gespannt! warte warte nur ein weilchen.....
aber, frage, warst du nicht in frankreich unterwegs? wo sind die bilder der crepes, der galettes? und ich sehe keine getränke :!: @al
das war immer alles gleich weg, bevor wir es fotografieren konnten!! :D :D Galettes haben wir mitgenommen, Wein nur ein wenig, da ich noch einen guten Vorrat im Keller habe. Cidre wird vor Ort vernichtet, Käse auch weil der hält ja nicht ewig. Beim Käse hatten wir eine schöne "Neuentdeckung" Coeur du Neufchatel! Weichkäse in Herzform, etwas herzhafter als Brie! Crepes mach ich selber bis auf Buchweizencrepes, da fehlt mir noch ein gutes Rezept Sehr schöner Bericht und Klasse Bilder.
Hat mir gut gefallen. Hans Ein toller Reisebericht mit schönen Bildern.
Haben im letzten Sommer einige Orte auf eurer Route besucht. Das Susi-Erlebnis kommt uns auch bekannt vor, konnten allerdings gar nicht mehr Abbiegen sondern nur noch halbwegs geradeaus, mussten sogar eine kurze Einbahnstrasse ignorieren. Bis auf eine Französin die uns scheltend entgegen kam :D , hat es niemand bemerkt. aus dem kalten Münsterland Danke für die Komplimente!
@Strandgut: kaltes Münsterland?! Na hoffentlich fällt der Strom nicht wieder aus! :twisted: :twisted: gibts im münsterland strom? :twisted: Hallo,
ihr habt einen tollen Reisebericht geschrieben. Die Bilder finde ich super. An einigen Orten sind wir auf unserer Tour auch gewesen. Bilder davon sehe ich mir besonders gern an. Gerd Hallo Aldis, sehr schöner Bericht und wunderschöne Bilder. Bei manchen davon nimmt man schon beim Betrachten zu. :D
Klaus Hallo Aldis,
sehr schöner Bericht und wirklich tolle Fotos !!!!!! :) tira Moin Aldis,
Schöner Bericht und tolle Bilder. Wir waren ja auch in der "Ecke", aber es gibt bei jedem Bericht immer noch etwas, was man selbst nicht gesehen hat! Für die Fälle haben wir dann das Forum :D :D :D :respekt: Mit internetten n WILMA57 Hallo Ihr Beiden,
toller Reisebericht und schöne Fotos. Das kann man in dieser, für mich, nicht so schönen Zeit gut gebrauchen. Aber, die Fotos dieser vielen, süßen Leckereien ist wirklich eine Quälerei sondergleichen. Sehen und nicht probieren dürfen. Wie könnt Ihr mir so etwas antun. :D |
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