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WoMo Reisen - NACH dem Tod des Ehemannes


Gator am 13 Mai 2009 15:12:49

Hallo Zusammen,
jetzt möchte ich gerne mal einen sehr ernsten Thread starten.

Ich hatte vor ein paar Tagen schon mal im Chat mit „Christel“ gesprochen, die mich ermutigt hat, das Thema hier anzusprechen:

Wir haben in der vergangenen Woche unseren Freund und Arbeitskollegen (ich nenne ihn mal Gustav) beerdigt. Er wurde nur 63 Jahre und war erst seit 9 Monaten im Ruhestand. Er und seine Frau (ich nenne sie mal Edith) waren / sind seit über 20 Jahren begeisterte WoMo Fans und so oft wie nur möglich on Tour gewesen.
Beide hatten es vor knapp 2 Jahren geschafft uns auch mit dem WoMo Fieber zu infizieren – dafür sind wir ihnen wohl für ewig dankbar.

Jetzt nach „Gustavs“ Tod möchte „Edith“ das WoMo-Reisen NICHT einstellen. Noch vor der Urnenbeisetzung hatte sie sich einige Kaufwünsche erfüllt, z.B. einen neuen Campingtisch.

Inzwischen plant sie, die für Mitte Mai geplante WoMo Fahrt nach Frankreich auch alleine zu starten.

Natürlich sind wir froh darüber, dass sie sich nicht in ihrem Haus verkriecht. Andererseits haben wir aber auch große Bedenken. Zu Hause schläft sie zurzeit nicht im gemeinsamen Ehebett sondern im Gästezimmer.

Bisher haben die beiden ihre Fahrten immer zu zweit unternommen.
Wie kann eine WoMo Reise jetzt plötzlich alleine aussehen? Immer war „Gustav“ an ihrer Seite.
Kann man wirklich nach so kurzer Zeit schon alleine verreisen – ganz alleine? Kommt da nicht irgendwann unterwegs zu Bewusstsein dass man jetzt alleine ist?
Wie reagiert sie in diesem Moment – und niemand ist dann zur Hilfe / Unterstützung da?

Gibt es hier im Forum vielleicht eine Witwe, die es tatsächlich geschafft hat, nach dem Tod des Ehemannes alleine mit dem WoMo zu verreisen?

Wir machen uns große Sorgen, dass es während der Reise zu einem Drama kommt.

Wenn Ihr hier nicht öffentlich antworten wollt könnte Ihr gerne auch mit einer PM antworten.

Dafür danke ich Euch.



Uwe

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maxe am 13 Mai 2009 15:19:01

Ich denke jeder Mensch verabeitet den Schmerz anders und sie möchte halt reisen. Warum auch nicht, bevor ihr daheim die Decke auf den Kopf fällt.

romania am 13 Mai 2009 15:22:35

Puhh Uwe,
da schneidest Du wirklich ein heikles Thema an...
Ich kann Deine Bedenken verstehen!

Ich denke mir, daß "Edith" sich sicher ganz bewußt dazu entschieden hat, diese Tour alleine durchzuziehen.

Vielleicht braucht sie diese Zeit zur Trauerbewältigung? So kann sie vielleicht besser Abschied nehmen, Zwiesprache halten, was auch immer...

Klar, sie ist zu allem alleine, ob sie sich da überschätzt wisst nur ihr, oder sie selber.
Sicher wäre es schön, wenn jemand mitfahren könnte, schon auch um sie aufzufangen, wenn es nötig ist.
Hat sie keine Freundin oder evtl. Kinder/Enkel, die sie begleiten könnten?

Ich fühle mit Euch und wünsche "Edith" und Euch eine zufriedenstellende Lösung!

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al am 13 Mai 2009 15:35:44

buff, schwieriges ding.

ich denke, alleine zu reisen, kann evtl. etwas kritisch werden. vielleicht gibt es ja noch womofahrer, die eine ähnliche tour fahren wollen und so einen kleinen konvoi bilden. da hat man privatpshäre, kann im falle eines falles helfen oder einfach nur da sein.

das sie im gästezimmer schläft ist gut. vielleicht können gute freunde während ihrer abwesenheit (natürlich nur mit ihrer vorherigen einwilligung) das alte schlafzimmer umbauen.

ich wünsche ihr jedenfalls eine glückliche fahrt mit vielen schönen erlebnissen, die sie ihrem mann in ihren gedanken erzählen kann.

Hafer am 13 Mai 2009 15:57:20

... mit Sicherheit ein heikles Thema. Wie von maxe geschrieben, geht jeder mit Trauer anders um.

Ich denke für Außenstehende ist es schwierig hier ein "Tip" abzugeben, da es fast nicht möglich ist "Edith" einzuschätzen.

Ich würde eher wie Edith reagieren. ==> Die Reise als eine Art Abschiedsreise von Gustav zu sehen.

==> muss aber jeder selber wissen.

Hafer

hast29 am 13 Mai 2009 16:03:58

Hallo,

ich bin zwar noch relativ jung und hoffe das es uns nicht trifft.
Aber ich würde es genauso machen.

Habt ihr mal daran gedacht das Edith vielleicht einfach allein sein möchte um die Trauer auf ihre Art zu bewältigen.
Die letzte gemeinsam geplante Reise auch so durchzuführen als ob ihr
verstorbener Mann noch dabei ist.
Vielleicht nimmt sie dabei wirkllich Abschied.

Sprecht mit ihr und teilt ihr eure Bedenken mit.
Vielleicht könnt ihr einen deal machen...siei ruft abends an das alles o.K. ist.

Aber vergeßt nicht, eure Edith ist 63 Jahre und keine Teenager mehr....

Labrador am 13 Mai 2009 16:06:59

@ Gator

Glaube man sollte hier nicht zu „schwarz“ sehen, ist doch schön wenn sich jemand nicht ganz aufgibt und noch voller Pläne steckt.
Ich drück ihr die Daumen

Gast am 13 Mai 2009 16:11:54

Gator hat geschrieben:Kann man wirklich nach so kurzer Zeit schon alleine verreisen – ganz alleine? Kommt da nicht irgendwann unterwegs zu Bewusstsein dass man jetzt alleine ist?
Wie reagiert sie in diesem Moment – und niemand ist dann zur Hilfe / Unterstützung da?


Ja, kann man. Das hängt immer von der Persönlichkeit des jeweiligen ab. Und wenn derjenige es will, dann muß er es tun. Ich glaube nicht, das es letztlich gut ist, wenn man der Person sowas ausredet, weil man selbst Bedenken hat. Sie muß für sich ganz alleine die Realität akzeptieren, das Ihr Mann nicht mehr da ist. Das kann ihr niemand abnehmen. Wie man das macht muß letztlich jeder für sich entscheiden. Und je schneller das passiert, je besser. Immerhin scheint "Edith" nicht apathisch zu sein, sondern vom Willen beseelt, mit der neuen Situation umgehen zu lernen. Das allein ist doch schon etwas sehr positives.

Das bedeutet für Dich als Freund ein riesige Belastung. Du kannst es aber leider nicht ändern.

Ich würde vorschlagen, mit der Person in enger Verbindung zu bleiben. So bekommst Du mit, wenn sich etwas ändert, und dann kannst Du Deine Hilfe wieder anbieten.

Ich ganz persönlich finde die Idee von "Edith" übrigens symphathisch. Ich könnte mir vorstellen, in gleicher Situation ähnlich zu denken.

Tipsel am 13 Mai 2009 16:13:07

Ich find es jedenfalls mutig das eigene Leben ohne Partner in Angriff zu nehmen. Wenn sich Edith dazu entschlossen hat, ists ihr Weg und sie wird es auch schaffen.

Manchmal kommen halt auch unerwartete Reaktionen zeitversetzt, und wenn dann noch jemand als Rückendeckung abrufbereit ist und zur Hilfe kommen könnte, falls es doch nötig sein sollte, gibt dies zusätzliche Sicherheit.

Beduin am 13 Mai 2009 16:23:59

Ich finde das von Edith echt jklasse das sie weiter macht!

Sie wird sich schon auch ihre Gedanken gemacht haben die dann eben aufs weitermach hinausliefen. Hut ab.

Ist sie im ADAC? hat sie ein Handy? Ist sie Komunikativ? Fährt sie mit Hund? Auf Campingplätze? Ist sie das Womo fahren gewöhnt?
Dann kann ja kaum was schief gehen.

Denke auch das das eben ihre Art ist mit dem Schmerz und Verlust umzugehen, Abwechslung ist ja immer gut.
Isa hat´s-machts ja genau so und ist auch Touren gefahren die sie mit Günter gemeinsam noch geplant hat und auch solche die sie Geimsam gefahren haben. Für sie auch noch mal ein Stück weit ein Weg gewesen um Abschied zu nehmen.

Bad Schönborn zu Sylvester habe ich mich mit 2 Witwen unterhalten, die eine wars ganz frisch und kannte sich kaum aus. Gasflasche umstöpseln, da sah ich sie stehen und lief halt mal rüber und half.

Geht alles :)

Maxima am 13 Mai 2009 16:26:18

Ich betrachte Edith's geplante Reise positiv, denn letztendlich kann nur sie alleine wissen was sie jetzt braucht. Wäre sie meine Freundin würde ich sie dazu ermutigen und ihr signalisieren, dass sie mich jederzeit kontaktieren kann, wenn sie das möchte. Vermutlich braucht sie das gar nicht, aber das Wissen darum, dass jemand da ist, tut einfach gut.
Kompliment an Euch, dass Ihr so gute Freunde für Edith seid!
LG
Maxima

GeoHeiner am 13 Mai 2009 16:38:14

Ich frage mich, was würde ich tun ?

Ich würde fahren und meiner Frau unterwegs erzählen was ich sehe, was ich erlebe, was ich fühle und denke. Ich bin sicher, ich würde auch die Antworten hören oder die Kommentare zu meinen Aussagen. Und ich bin mir auch sicher, dass meine Frau mich ermutigen würde nicht daheim zu bleiben.
Die Verbundenheit über den Tod hinaus bleibt sicher noch lange bestehen. Ich muß nicht zuhause trauern und nur noch in schwarzer Kleidung umherlaufen.

Natürlich gibt es dann auch Leute in Nachbarschaft und Freundes- und Bekanntenkreis die die Nase rümpfen so nach dem Motto: Sowas tut man nicht !

Wenn Dich das nicht umhaut liebe Edith, dann fahr und erzähl Deinem Mann von Deiner Reise, die er sicher gern mit Dir zusammen unternommen hätte.

Alles Gute !!

conga am 13 Mai 2009 16:39:20

Es gab in diesem Forum einmal eine Frau, der es ähnlich ergangen ist. Ich habe ihr den link zu diesem thread geschickt. Vielleicht meldet sie sich ja.

Maxima am 13 Mai 2009 16:43:49

GeoHeiner hat geschrieben:Natürlich gibt es dann auch Leute in Nachbarschaft und Freundes- und Bekanntenkreis die die Nase rümpfen so nach dem Motto: Sowas tut man nicht !

Wenn Dich das nicht umhaut liebe Edith, dann fahr und erzähl Deinem Mann von Deiner Reise, die er sicher gern mit Dir zusammen unternommen hätte.

Alles Gute !!


Hi Heiner,
Dein Statement gefällt mir außerordentlich!
Die Leute reden immer, egal was man tut.
LG
Maxima

Etienne am 13 Mai 2009 16:44:25

Wir haben vor kurzem, als wir bei unserem Wohnmobilhändler waren, eine Frau getroffen, die hatte auch gerade ihren Eheman verloren. Die war beim Händler, mit einer Freundin, um sich ein kleiners Wohnmobil zu kaufen. Sie will jetzt mit der Freundin fahren, was ich für eine gute Lösung halte. Hat deine Bekannte, niemand der mit ihr reisen könnte, Freundin, Enkel, Schwester usw.
Martina

Gator am 13 Mai 2009 17:27:37

Etienne hat geschrieben:Hat deine Bekannte, niemand der mit ihr reisen könnte, Freundin, Enkel, Schwester usw.
Martina


„Edith“ ist eigentlich das, was man unter einer starken Frau versteht. Aber sicherlich auch nur bis zu einer unbekannten Grenze.
Es geht uns jetzt auch nur um ihre erste Reise alleine.
Freunde hat „Edith“ bisher „nur“ als Paar!
Sie hat einen berufstätigen verheirateten Sohn ohne Kinder und wir müssen ebenfalls noch arbeiten. Sie hat zwei Schwestern, die leider auch schon verstorben sind.
„Edith“ ist in gewisser Hinsicht nun unser Vorläufer, als erste von uns Rentnerin und jetzt auch noch als erste Witwe geworden.



Uwe

Anne42 am 13 Mai 2009 17:44:53

ich denke ihr solltet sie ruhig fahren lassen, sie kann ja auf CP fahren, wenn sie sich sonst unsicher fühlt. Ihr Einsamkeit und Trauer muß sie so und so ertragen lernen, und vielleicht hilft es ihr, wenn sie dabei gefordert ist durch das allein fahren.
Ich fahre auch ab und zu alleine, wenn mein Mann keine Zeit hat. Allerdings fahre ich immer auf einen kleinen CP auf dem ich mich wohlfühle. Aber ich würde mir auch zutrauen ganz fremde Strecken alleine zu fahren, wenn man Hilfe braucht, holt man sie sich eben. Es ist ein großer Vorteil in diesem Fall, wenn man als Frau nicht mehr die Jüngste ist, man bekommt überall nette Hilfe, wenn man sie braucht.
Vielleicht braucht sie die Einsamkeit um zur Ruhe zu kommen, oder um sich selbst zu bestätigen ich schaffe das.

Maxima am 13 Mai 2009 17:45:05

Gator hat geschrieben:„Edith“ ist eigentlich das, was man unter einer starken Frau versteht. Aber sicherlich auch nur bis zu einer unbekannten Grenze.
Es geht uns jetzt auch nur um ihre erste Reise alleine.


Niemand kann wirklich in einen anderen Menschen reinschauen. Ich finde Edith's Vorhaben gut und bin davon überzeugt, dass sie ihre Grenzen kennt, sonst würde sie diese Reise nicht planen. ......und jedem Anfang wohnt ein Zauber inne, der uns beschützt und der uns hilft zu leben!

LG
Maxima

Rallamann am 13 Mai 2009 17:51:49

GeoHeiner hat geschrieben:Ich frage mich, was würde ich tun ?

Ich würde fahren und meiner Frau unterwegs erzählen was ich sehe, was ich erlebe, was ich fühle und denke. Ich bin sicher, ich würde auch die Antworten hören oder die Kommentare zu meinen Aussagen. Und ich bin mir auch sicher, dass meine Frau mich ermutigen würde nicht daheim zu bleiben.
Die Verbundenheit über den Tod hinaus bleibt sicher noch lange bestehen. Ich muß nicht zuhause trauern und nur noch in schwarzer Kleidung umherlaufen.

Natürlich gibt es dann auch Leute in Nachbarschaft und Freundes- und Bekanntenkreis die die Nase rümpfen so nach dem Motto: Sowas tut man nicht !

Wenn Dich das nicht umhaut liebe Edith, dann fahr und erzähl Deinem Mann von Deiner Reise, die er sicher gern mit Dir zusammen unternommen hätte.

Alles Gute !!



Hallo zusammen,

tja, eigentlich ist schon alles dazu gesagt worden. Anderen Tipps zu geben ist schwierig, ich weiß was ich machen würde, genauso wie Heiner es beschrieben hat.

picteur am 13 Mai 2009 18:40:56

Toll, dass "Edith" nach dem Verlust ihres Partners die geplante Reise machen möchte. Wenn sie schon jahrelang im WoMo unterwegs war, kennt sie sich aus und weiss worauf sie sich einlässt. Vielleicht ist der Verlust besser zu verkraften, wenn man ihn auf einer Reise anstelle auf dem heimischen Sofa verarbeiten kann.

Aus eigener Erfahrung kann ich sagen, dass man auch ohne Begleitung auf einer WoMo-Tour nicht alleine ist - es sei denn man möchte es. Auf CPs oder Stellplätzen kann man immer in Kontakt mit Gleichgesinnten kommen. Man kann auch alleine schöne Dinge erleben und genießen. Ich bin immer mit mir selber unterwegs und muss mich auch um Probleme kümmern wenn sie auftreten. Frau ist doch nicht blöd! Und auch "Edith" wird sich zu helfen wissen. Heutzutage kann man überall erreichbar sein (leider) bzw. sich Hilfe holen. Man wächst an Problemen :wink:

Trotz allem Ernst dieses Themas werde ich den Eindruck nicht los, dass wohl noch immer die Meinung verbreitet ist (nicht auf die Postings hier bezogen), dass man als Frau unfähig ist ein eigenes Dasein zu haben wenn der Partner verstorben ist. Viele scheinen zu vergessen, dass oft die Frauen das Leben der Männer organisieren und nicht umgekehrt. Mann ohne Frau ist gerne hilflos, aber selten umgekehrt.

FastFood44 am 13 Mai 2009 20:19:40

Ich finde dass man das weder toll, noch mutig, bedenklich oder sonst was finden muss.
Man muss es nur tolerieren :!:
Denn sie ist erwachsen und eigenverantwortlich und sowas ändert sich nicht durch die Tatsache dass sie nun Witwe ist.

Und sollte was schief gehen: Man hat gerade als Erwachsener auch das Recht auf Fehler.

Ich würde da auch unter keinen Umständen was sagen.
Sie hat einen Verlust zu verkraften und ob man es dann gut findet wenn man nun ihre freie Entscheidungen anzweifelt nach dem Motto: Kannst du denn überhaupt alleine....etc?
Würde sie es sich nicht zutrauen, dann würde sie es nicht machen.

GRUSS PETRA

fuzzy am 13 Mai 2009 20:33:22

Denke Sie unternimmt diese Reise ganz bewußt um auf Ihre Art Abschied zu nehmen oder nah bei ihm zu sein. Es wird eine sehr intensive Reise und ich wünsche ihr von Herzen das es eine schöne Reise wird und Sie wird genau wie Heiner es sagt ihrem Mann viel zu erzählen haben.

FastFood44 am 13 Mai 2009 20:39:03

PS: Außerdem kann es ja sein dass sie ihren Mann mitnimmt weil sie ihm noch einen Wunsch zu erfüllen hat.
Nicht jeder unterwirft sich dem dt. Friedhofszwang.
Ich kenne selber zwei Frauen die zum Schein die Urne bestattet haben, aber danach dem Mann den letzten Wunsch erfüllt haben.
Alles ist möglich.....
Mein Mann hat diesbezüglich von mir auch ganz klar einen letzten Wunsch mitgeteilt bekommen.

Nur würde ich kein Scheingrab wählen sondern den halblegalen Weg über die Schweiz nehmen

Maxima am 13 Mai 2009 21:18:35

FastFood44 hat geschrieben:PS: Außerdem kann es ja sein dass sie ihren Mann mitnimmt weil sie ihm noch einen Wunsch zu erfüllen hat.
Nicht jeder unterwirft sich dem dt. Friedhofszwang.
Ich kenne selber zwei Frauen die zum Schein die Urne bestattet haben, aber danach dem Mann den letzten Wunsch erfüllt haben.
Alles ist möglich.....
Mein Mann hat diesbezüglich von mir auch ganz klar einen letzten Wunsch mitgeteilt bekommen.

Nur würde ich kein Scheingrab wählen sondern den halblegalen Weg über die Schweiz nehmen


Hi Petra,
das geht mir runter wie Öl was Du da schreibst!
LG
Maxima

toli269 am 14 Mai 2009 06:54:11

Hallo

auch ich bin noch jung, sodass das Thema hoffentlich nicht so bald für uns persönlich geklärt werden müsste. Ich denke aber auch, dass jeder und jede eine ganz eigene Art finden muss, mit dem Verlust umzugehen. Ich habe vor jedem Respekt, der es schafft wieder nach vorne zu blicken.
Den tel. Kontakt z.B. bei Ankunft fände ich einen guten Weg. Wenn ihr selbst zeitlich flexibel seid, dann versucht doch ihr das Vertrauen zu geben, dass ihr nachkommen würdet, wenn sie das spontan möchte. Das darf aber keine "Verpflichtung" werden. Denn wenn alles gut geht - umso besser.
Ich wünsche ihr Alles Gute.
Thomas

FrankundMone am 14 Mai 2009 10:05:35

Moin Gator,

ich kann da nur von einer Womo-Freundin (66) berichten. Sie ist auch immer nur mit ihrem Mann mitgefahren. Sie sind überall hingefahren. Dann starb er. Sie überlegte lange hin und her, sie saß noch nie am Steuer des Womos. Sie fragte ihre Kinder, sie fragte uns. Sie wollte gerne reisen, es hat ihr so viel Spaß gemacht. Immer diese Zweifel, schaffe ich das alleine?
Sie meistert es hervorragend. Ihr Mann ist jetzt schon 2 Jahre nicht mehr, sie redet aber selbst auf Fahrten mit ihm. Laßt Edith fahren, wenn sie es doch nicht schafft, kann sie doch jederzeit wieder umkehren.

Ich finde es toll, daß Ihr Euch solche Gedanken macht!! Ihr seid wirkliche Freunde für Edith!

wilma57 am 14 Mai 2009 10:32:35

FrankundMone hat geschrieben:Laßt Edith fahren, wenn sie es doch nicht schafft, kann sie doch jederzeit wieder umkehren.


Genau das ist der entscheidende Punkt!!!
Sie hat durch die Jahre WOMO Erfahrung genug und wird sich zu helfen wissen, denn sie hat den Willen!
Und mit einem WOMO ist das Umkehren ja jederzeit möglich, also : Warum nicht???

Internette
WILMA57

Heraline am 14 Mai 2009 12:24:37

Auch ich hab schon einen geliebten Lebenspartner verloren (allerdings vor meiner Womozeit) und kann nur sagen: jeder soll so mit seiner Trauer und dem Leben was danach kommt und sicher nicht immer einfach ist, umgehen wie er es für richtig hält! Und zum Glück findet jeder da seinen eigenen Weg.

Ich finde das was Edith vor hat grandios! Sicherlich werden, hervorgerufen durch Erinnerungen, viele schwere Momente auf sie warten aber sicherlich ist dies auch ein guter Weg mit der Trauer umzugehen und mit der schmerzlichen Tatsache sein Leben erst mal alleine regeln zu müssen.

Sorgen würde ich mir da absolut keine machen! Falls nicht eh schon geschehen würde ich ihr meine Tel. und Handynr. in die Hand drücken und nochmals ausdrücklich betonen, dass sie mich jederzeit anrufen kann, egal ob sie jemand braucht um einfach nur positive Eindrücke zu teilen oder einen Kummerkasten!

Connie

Anne42 am 14 Mai 2009 15:10:16

Conni :daumen2:

kiwani am 14 Mai 2009 15:41:01

Hi Leute,

es gibt auch in jungen Jahren andere Arten den Partner zu verlieren... (z. B. an jemand anderes).

Richtig ist, nicht aufzugeben und weiter zu machen. Zeit heilt alle Wunden - ist zwar ein doofer Spruch in dem Moment - ist aber so. Ich spreche aus Erfahrung und fahre jetzt inzwischen seit 9 Jahren allein mit dem Wohnmobil durch die Gegend - u.a. auch weite Reisen wie Sardinien etc.

Ich wollte damals schon mit dem Camping aufhören, da ich als alleinreisende Frau ziemlich doofe Erfahrungen gemacht habe auf Campingplätzen etc. Ein alleinreisender Mann wird immer gerne zu einem Pärchen/Familie eingeladen, eine alleinreisende Frau (so gut wie) nie....

Deshalb war ich froh, auf das Solistenforum gestoßen zu sein, was ein sehr schönes Forum für den Anfang ist und um nicht ganz allein zu reisen. Dort habe ich im Laufe der Zeit einige neue nette Bekannte/Freunde gefunden (--> Link). Sie überwintern gemeinsam in Spanien, machen schöne Wochenendtreffen und auch tolle Gruppenfahrten. Man kann sich anschließen, muss aber nicht.
Für den Norden gibt es auch die Einzelfahrer, die wunderschöne Treffen in Bramsche durchführen.

Der Vorteil ist halt, man fährt gemeinsam - ist aber trotzdem allein im Wohnmobil "my home is my castle"...

Das große Treffen der Wohnmobilsolisten findet demnächst in Klingenberg am Main vom 12.-14.6. statt. Wer als Solist "reinschnuppern" will...

Ganz lieben ´
ELKE :wink:

Gator am 17 Mai 2009 13:25:54

Hallo Zusammen,
herzlichen Dank für Eure zum Teil wirklich hilfreichen Postings, PM und Mails.
„Edith“ ist vorgestern, anders als erwartet mit ihrem WoMo in Urlaub gefahren.
Sie begleitet nun ihren Sohn mit Schwiegertochter (auch mit WoMo) 2 Wochen durch Ostdeutschland.
Nach Rückkehr werden wir das Thema mit ihr nochmals vorsichtig ansprechen, besonders die beiden Angebote, die ich per Mail erhielt (über meine, zum größten Teil aus Versehen zerstörte, Homepage).
Nochmals, DANKE.

Uwe

Maxima am 17 Mai 2009 15:09:26

Uwe, auch Dir Dank für diesen Beitrag, haben mir die vielen sehr achtsamen und konstruktiven Antworten gezeigt, dass hier auch durchaus ernste Themen besprochen werden können, das war eine für mich interessante Erfahrung.
LG
Maxima

mk9 am 17 Mai 2009 17:42:18

Hallo Uwe,

habe erst jetzt Deinen Bericht gelesen.
Sicherlich reagiert jeder anders in einem solchen Fall.
Ich kann nur eine Begebenheit erwähnen, die wir 1995 selbst erlebt haben.
Diese Begebenheit habe ich in meinem Reisebericht: Südfrankreich 1995
erwähnt.
Unsere damalige Bekanntschaft auf dem CP in maussane war auch sehr viele Jahre gemeinsam mit ihrem Mann in Maussane gewesen.
Nach dessen Tod fuhr sie jedes Jahr alleine mit ihrem PKW und dem Wohnwagen alleine nach Südfrankreich. Sie hatte aber auch den Mut, Menschen anzusprechen wenn sie Hilfe brauchte.
Sie hatte dann aber in den 90iger Jahren ihren Wohnwagen in Frankreich gelassen. Jedes Jahr, zu der von ihr genannten Zeit, stellte man den Wagen auf ihren Stellplatz, den sie immer mit ihrem Mann reserviert hatten.
Mit Ihrem PKW kam sie jedes Jahr für einige Monate aus Stuttgart nach Maussane.
Sie sprach fast kein französisch, konnte sich aber immer in irgendeiner Art verständigen und fand aber auch immer Leute, die ihr behilflich waren.

Sie hatte einfach den Mut dazu, auch alleine unterwegs zu sein.
Wenn sie dann fuhr, so sagte sie uns, blickte sie gen Himmel und sagte:
"Kurt, siehst du mich ?". Kurt war der Vorname ihres verst. Mannes.

Es gibt tapfere Frauen, und ich denke mir, dass "Edith" auch zu diesen Frauen gehört.


Manfred aus Dülken ( mk9 )

Gator am 07 Jun 2009 15:10:41

Hallo Zusammen,
nur kurz zur Vervollständigung, „Edith“ ist am Pfingstmontag heil zurückgekehrt.
Sie wird das per Mail angekommene Angebot wohl wahrnehmen.
Nochmals DANKE.



Uwe

momo8910 am 09 Jun 2009 15:04:13

Toll !!! Das freut mich wirklich. Habe den Beitrag immer nur mitgelesen, war aber gespannt.

:daumen2:

Aus diesem thraed kann man für sich "was mitnehmen"...

LG Martin

Gator am 12 Sep 2009 12:44:42

Hallo,
so, nachdem ich nun wieder ein wenig Zeit fürs Forum gefunden habe, möchte ich hier nur kurz ergänzen, dass "Edith" schon große Probleme mit dem Alleinesein, besonders zu Hause, hat.
So ist sie inzwischen häufig mit dem Wohnmobil und ihrem Hund unterwegs.
Jetzt gerade ist sie auf eine Tour durch Italien gestartet - Ende offen (wahlscheinlich aber Rückkehr erst gegen Ende Oktober).

mit grüßenden WoMobytes

Uwe

mk9 am 12 Sep 2009 14:24:47

Hallo Uwe,

ich finde es toll, dass Edith jetzt wieder die Reise unternommen hat.


mk9 ( Manfred )

Gast am 12 Sep 2009 21:59:25

Da gäbe es jemanden, die hat ähnliches durchlebt, das grosse Wohnmobil verkauft und sich nen kleineren Bürstner beschafft. Sie ist jetzt auch alleine unterwegs, getroffen haben wir sie in der Toskana, im Moment ist sie in Frankreich unterwegs. Wir haben immer mal wieder SMS Kontakt. Vielleicht sollten wir die beiden mal zusammenbringen.

Gator am 25 Sep 2009 14:57:31

Hallo,
wir denken aber, dass dieses "Reisen" jetzt eine Art Flucht vor der Realität zu Hause ist.
Im WoMo auf Tour gibt es wohl ständig neue Eindrücke und Ablenkungen - anders als alleine zu Hause.

Mal sehen, wie und wann sie zurückkommt. Bisher gab es nur eine Postkarte aus "Füssen".



Uwe

brix am 29 Jan 2010 17:20:41

Hallo Uwe,

wie geht es "Deiner Edith"??
Hat sie Weihnachten allein einigermaßen verkraftet, hat sie noch Lust zum Womofahren.
In der Riege der Womo-Solisten wäre sie gut aufgehoben, da geht s zum Frühling so langsam wieder los mit gemeinsamen Treffen wenn die Winterflüchtlinge aus dem Süden so nach und nach zurückkommen.

trieste am 09 Jul 2014 23:46:57

Hallo,

habe auch meinen Mann vor knapp 2 Jahren verloren und bin nach 1 Jahr wieder mit einem kleinen neuen Wohnmobil alleine unterwegs, manchmal auch mit Freunden.
Es ist gar kein Problem, ich liebe es!
Das Leben geht weiter

Rosi

sabmatt am 10 Jul 2014 14:52:56

Hallo Rosi,
herzlich willkommen im Forum. :kette:

Deine Einstellung ist richtig, wenn der Anfang auch schwer fällt, weil es eine riesige Umstellung ist. Kopf in den Sand ist auf jeden Fall falsch.
Es gibt hier auch ein Thema "Alleinfarer /innen", vielleicht ist das was für dich ?

Mann am 10 Jul 2014 15:14:21

ich finde es gut was Sie vorhat, wir haben einen ähnliches Fall kennengelernt, in Moskenes auf Lofoten lebt ein alter Deutscher Mann, ist nach dem Tod seiner Frau dorthin ausgewandert, möchte dort sterben, ist schon alles bezahlt, versucht im Hafen am Anleger immer mit Deutschen ins Gespräch zu kommen, vielleicht kennt Ihn ja jemand. Wir haben uns lange unterhalten und wir waren beeindruckt von seiner Lebensgeschichte.
nichtsdestrotrotz würde es mir nicht gefallen wenn sich Angehörige oder Freunde Gedanken um mich oder meine Zukunft in besagter Situation machen würden, Zitat: "Andererseits haben wir aber auch große Bedenken " , so wie hier beschrieben, fände ich distanzlos und ganz schlimm, selbst über einen z.b Freitod möchte ich selbst entscheiden und würde ihn mir von niemandem verbieten lassen.

mercurius46 am 10 Jul 2014 15:52:20

Ja, ganz heikles Thema, und immerhin ist das Eingangsposting schon fünf Jahre alt. Sicherlich ist bei Edith die damalige Trauer in der Zwischenzeit einer liebevollen Erinnerung gewichen. "Das Leben geht weiter" hiess es zuvor, und ich wünsche Edith, dass sie das Hobby "Wohn- oder Reisemobil" weiter pflegt.

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