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Camper und Radfahrer 1, 2, 3


intertrailer am 03 Jun 2009 22:34:46

Hallo!

Ich möchte hier ein kleines Erlebnis aus unserem letzten Cavallinoausflug schildern.
Möchte vorab noch erwähnen das ich berufsbedingt ca. 25000km im Jahr mit dem Auto unterwegs bin, als Ausgleichssport aber gerne mit dem Rennrad unterwegs bin. Kenne also beide Seiten aus der Sicht des jeweiligen Verkehrsteilnehmers.
Zurück zum Thema:
Bin also auch an jenem Italienwochenende fleißig mit dem Rad unterwegs gewesen und muss dazu erwähnen dass diese Gegend nicht unbedingt fürs Straßenrad geeignet ist. Das Verkehrsaufkommen ist in diesem Gebiet einfach zu groß, die schönen Radwege aber für Geschwindigkeiten mit dem Renner um die 30 bis 40kmh für die anderen Rad und Fußgängerwegbenützer zu gefährlich. Wie sich aber vor allem Deutsche und Österreichische Gespannfahrer hier verhalten ist einfach unverantwortlich. Während Italienische, Holländische, Französische PKW-aber auch Womo und Wowa-Fahrer auch mal ein paar Minuten hinten nach fahren können, ist dies den deutschsprachigen Landsleuten mit überbreitem Gefährt und trotz mangelnder Fahrroutine nicht möglich. In jeder Situation muss mit aller Gewalt überholt werden ohne die wahre Breite des nachlaufenden Hängers richtig einschätzen zu können. Den Gipfel stellte ein Wohnwagengespann dar dass mich bei der Ausfahrt eines Kreisverkehrs in Jesolo unbedingt überholen musste. Das Zugfahrzeug bereits abgebogen, kam dann ein recht breiter Wowa nach der natürlich den kürzesten Weg zum nachlaufen suchte.., und der war natürlich bei weitem weiter rechts als das voraneilende Zugfahrzeug. Nur dort, ganz recht neben hohem Randstein war ich mit meinem Fahrrad. Pedallieren war nicht mehr möglich da ich sonst mit den Pedalen den Randstein kollidiert hätte, die Laufräder waren auch schon an dessen Sockel und rechts spürte ich den Wohnwagen an meiner Schulter. Es ging wirklich nur um Millimeter die einen schweren Sturz mit unabsehbaren Folgen verhinderten. Dem Fahrer im dicken SUV voran blieb dies wohl ungesehen.
Bin diesen Kreisverkehr selbst mit fast 30kmh gefahren und da ist es ja wirklich nicht notwendig solch kriminelle Überholmanöver durch zu führen.
Mein Resümee aus dieser Situation, ich werden nie mehr so weit rechts fahren um solche Manöver überhaupt zu ermöglichen. Auch wenn sich andere Verkehrsteilnehmer darüber fürchterlich aufregen werden. Das Protzgehabe Österreichischer und Deutscher Autofahrer den Radfahrern gegenüber empfinde ich als äußerst schändlich und ein entsprechendes Umdenken wird im Sinne einer gemeinsamen Straßenbenützung einfach unerlässlich sein. Dies sollte nur einen kleinen Gedankenanstoss zum überdenken der eigen Fahrweise darstellen.

Lg Ferdl

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Tipsel am 03 Jun 2009 23:20:39

Wir nehmen Rücksicht auf Radfahrer, denn sie sind in der schlechteren Position - aber manchmal bekommen auch wir das große Grausen, nämlich dann, wenn uns bergab Radfahrer vor einer Serpentine trotz Gegenverkehr überholen.

Leider war die Kamera nicht schnell genug wieder bereit, denn trotz Gegenverkehr und durchgezogener Mittellinie hat uns hier auch noch der zweite Radfahrer überholt. Und wir waren nicht langsam, denn es ging bergab.



Anschließend fuhren sie auf der Fahrbahnmitte - klar, das hab ich beim Mopedfahren auch so gelernt, damit man nicht in den Graben gedrückt wird - aber in der Serpentine gings wieder auf den durchgezogenen Mittelstreifen. Gottseidank kam keiner entgegen.




Wenn dann einer stürzt, kann man gar nicht so schnell bremsen und schon ist man schuld, denn wir könnten niemals beweisen, dass der Radfahrer gerade überholt hat und deshalb ein Abstandhalten gar nicht möglich war.

Ich will damit nicht die Radfahrer anprangern, sondern auch mal die andere Seite zeigen, denn wir haben auf dieser Strecke mehrmals die Luft angehalten, sonst hätte ich garnicht fotografiert. Es waren nicht nur diese beiden, sondern das ging eigentlich die ganze Strecke schon so. Für Radfahrer gilt die durchgezogene Mittellinie wohl manchmal nicht.

Es ist eine Gratwanderung wie bei allen kritischen Themen, denn irgendwie haben beide Recht, und wir können ja abbremsen, aber die Radfahrer bergauf halt nicht mal kurz Gas geben. Schwierige Situation.

Aber Ausbremsen und schneiden geht garnicht, das ist absolut rücksichtslos und für den Radler lebensgefährlich.

Rumbuddel am 03 Jun 2009 23:32:42

Ohne ins Detail zu gehen.
Aber was sich die Herren und Damen möchtegern Radprofis an schönen Wochenenden bei uns im Münsterland auf den Straßen so leisten, da frage ich mich dann schon, wer seine Fahrweise überdenken sollte.

Und wenn man dann nicht halbwegs gnadenlos den Pulk von 40 Amateurradlern überholt und sich mit sanfter Gewalt ob des Gegenverkehrs in den Pulk setzt - die mindestens zu zweit nebeneinander fahren - kann man für die nächste Stunde den Tempomat auf 25 km/h stellen ...

Ein einzelner Radler, gute Güte, da bleibe ich natürlich dahinter, bis ich gefahrlos für ihn vorbei komme. Und Fahrweisen wie von Dir beschrieben, sind natürlich keinesfalls akzeptabel.

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Chris_62 am 03 Jun 2009 23:36:48

Ich radel durch den ganzen Ort zur Arbeit .

Bekomme fast täglich die Krise !


Aber wehe, ich fahre mit dem Auto durch Freiburg .

Da hält sich kaum ein Radfahrer an irgendwelche Verkehrsvorschriften :(

Über Land fahren die Rennradler auch immer auf der Strasse , auch wenn ein Radweg vorhanden ist !


"Also es gibt überall solle und solle "


Daran werden wir wohl nichts ändern können..........

:nixweiss:

Tipsel am 03 Jun 2009 23:40:06

Und ich hoffe, dass wir uns in diesem Thread nicht in die Wolle kriegen :D

Rumbuddel am 03 Jun 2009 23:46:27

Naja,

dass die Rennradler auf der Straße fahren kann ich ja noch nachvollziehen. Die Radwege sind zumindest bei uns nicht in dem Zustand, als dass man mit den dünnen Pneus seine Freude darauf hätte. Zumal es wohl auch nicht so witzig ist sich mit Tempo 25 aufwärts durch langsame Wochenendradler, Hunde und Kinderwagen zu lavieren.

Aber wenn schon auf der Straße, dann doch bitte so, dass der für die Straße vorgesehene Verkehr nicht über Gebühr behindert wird.

Was den gemeinen Radler im Stadtverkehr angeht ... no comment!

Wir bemühen uns und hoffen unseren Kindern dahingehend ein Beispiel zu sein, wie man sich richtig verhält.

alla-gud am 03 Jun 2009 23:50:01

richtig gefährlich sind die radprofis , die die gesamte strassenbreite einnehmen, wenns sie auf engen kurfigen strassen bei uns im pfälzer wald rumtreteln....da fahren auch bikes mit 200 ps....und wenn dann hinter ner serpentine plötzlich 30 jungs im pulk fahren ...wirds eng.... kauf dir lieber ein mountain bike...obwohl , dann kriegt man ärger mit walkern und joggern , die sich erschrecken :D

Gast am 03 Jun 2009 23:55:28

intertrailer hat geschrieben:....Mein Resümee aus dieser Situation, ich werden nie mehr so weit rechts fahren um solche Manöver überhaupt zu ermöglichen. Auch wenn sich andere Verkehrsteilnehmer darüber fürchterlich aufregen werden. Das Protzgehabe Österreichischer und Deutscher Autofahrer den Radfahrern gegenüber empfinde ich als äußerst schändlich....
Lg Ferdl


Fredl, nur ein radelnder Autofahrer kann einen Radler verstehen und du tust gut daran nicht zu weit rechts zu fahren. Man muss als Radler immer noch einen Spielraum zum Strassenrand haben, wie dein Fall bestens zeigt, um von solchen hirnlosen Tr.....n nicht überfahren zu werden und im Ernstfall noch ausweichen zu können. Mir ist dasselbe auf gerader Strecke im Vorjahr mit einem Italiener passiert der mich sogar mit seinem Spiegel an der Schulter streifte. Nur weil ich den Lenker auf dieser Seite sofort losgelassen habe konnte ich gerade noch ohne Sturz auslenken.

Chris_62 am 03 Jun 2009 23:55:45

Tipsel hat geschrieben:Und ich hoffe, dass wir uns in diesem Thread nicht in die Wolle kriegen :D


Ich hoffe fest mit :daumen2:

reisekatze am 04 Jun 2009 03:37:08

:fahrrad2:
intertrailer hat geschrieben:und muss dazu erwähnen dass diese Gegend nicht unbedingt fürs Straßenrad geeignet ist. Das Verkehrsaufkommen ist in diesem Gebiet einfach zu groß, die schönen Radwege aber für Geschwindigkeiten mit dem Renner um die 30 bis 40kmh für die anderen Rad und Fußgängerwegbenützer zu gefährlich.

Du schreibst es selbst, dass die Straße nicht zum Radfahren geeignet ist. Aber Du als Mini-Jan Ullrich kannst nicht auf dem Radfahrweg mit den anderen Bikern mit angepasster Geschwindigkeit fahren, sondern benutzt mit 30-40 Km/St eine stark befahrene Straße als Radrennbahn!

intertrailer hat geschrieben:... ist dies den deutschsprachigen Landsleuten mit überbreitem Gefährt und trotz mangelnder Fahrroutine nicht möglich.

Mangelnde Fahrroutine? Er hat es immerhin bis Jesolo geschafft! Oder war sein Weg dorthin mit umgemähter Radfahrer gespickt?

intertrailer hat geschrieben:Dem Fahrer im dicken SUV ....

Da bist Du wohl etwas neidisch?

intertrailer hat geschrieben:Bin diesen Kreisverkehr selbst mit fast 30kmh gefahren und da ist es ja wirklich nicht notwendig solch kriminelle Überholmanöver durch zu führen.

Das muss man sich auf der Zunge zergehen lassen:
Es herrscht hohes Verkehrsaufkommen. Jeder der in den Kreisverkehr will, muss vor dem Einfädeln anhalten. Ein Gespannfahrer der gerade aus dem Stand anfährt, wird kaum mehr als 30 Km/St draufhaben, wohl wissend, dass er gleich wieder abbiegen muss.

Du bist aber ohne anzuhalten in den Kreisverkehr hineingefahren, wie hättest Du sonst 30 Km/St drauf gehabt?

intertrailer hat geschrieben:Mein Resümee aus dieser Situation, ich werden nie mehr so weit rechts fahren um solche Manöver überhaupt zu ermöglichen. Auch wenn sich andere Verkehrsteilnehmer darüber fürchterlich aufregen werden.

Das ist Nötigung und strafbar!

intertrailer hat geschrieben:Das Protzgehabe Österreichischer und Deutscher Autofahrer den Radfahrern gegenüber empfinde ich als äußerst schändlich und ein entsprechendes Umdenken wird im Sinne einer gemeinsamen Straßenbenützung einfach unerlässlich sein. Dies sollte nur einen kleinen Gedankenanstoss zum überdenken der eigen Fahrweise darstellen.

Und? Hast mit dem Umdenken und Überdenken schon angefangen? :gruebel:

stubenhocker am 04 Jun 2009 06:56:44

Ich fahre mit dem Rennrad ca. 15000 km/Jahr. Zur Arbeit fahre ich auch meistens mit dem Rad, und da gehts durch die Stadt. Da erlebt man eine Menge, wobei ich mit Womo/Wowa kaum Probleme habe/hatte! Da wird trotz Gegenverkehrs überholt, knapp eingeschert, ausgebremst etc. Leider hat der gemeine dicke bequeme Autofahrer kein Verständnis für Leute, die in ihrer Freizeit Sport treiben. Das sieht man leider auch in den Antwoten in diesem Thread, besonders an dem Herrn über mir. Typisch deutsch und typisch deutsche Autofahrer!
Für alle Nicht-Rennradfahrer: man kann mit dem Rennrad nicht immer auf Radwegen fahren, die sind teilweise sehr schlechter Qualität und man ruiniert sich die (teilweise recht teuren) Laufräder und seinen Schnitt. Der Gesetzgeber hat "uns" Rennradler übrigens von der Radwegbenutzungspflicht entbunden.
Der Autofahrer hat bei einem Unfall Auto-Fahrrad meistens schlechte Karten, da von einem Auto bauartbedingt eine höhere Gefahr ausgeht. Also überlegt Euch beim nächsten Mal, ob ihr knapp überholt oder lieber abbremst.
Alexander

Lancelot am 04 Jun 2009 07:30:37

stubenhocker hat geschrieben:Der Gesetzgeber hat "uns" Rennradler übrigens von der Radwegbenutzungspflicht entbunden.


Trotzdem müßt "ihr" euch auch an die StVO halten ... , DAS sehe ich manchmal nicht unbedingt gewährleistet (wobei ich mich da nicht ausnehme, wenn ich mit bike unterwegs bin :D ).

Rumbuddel am 04 Jun 2009 07:53:52

stubenhocker hat geschrieben:Für alle Nicht-Rennradfahrer: man kann mit dem Rennrad nicht immer auf Radwegen fahren, die sind teilweise sehr schlechter Qualität und man ruiniert sich die (teilweise recht teuren) Laufräder und seinen Schnitt. Der Gesetzgeber hat "uns" Rennradler übrigens von der Radwegbenutzungspflicht entbunden.


Ja genau, der Radler ruiniert sich seinen Schnitt ... also immer schön auf Kosten aller anderen Verkehrsteilnehmer den Schnitt hochhalten.


Übrigens:
(Vom ADFC)

Rennrad und Radwegebenutzungspflicht

Immer wieder einmal wird der ADFC gefragt, ob es eine spezielle Regelung gibt, die es Benutzern von Rennrädern (oder allgemein besonders schnellen Radfahrern) erlaubt, trotz vorhandenem, benutzungspflichtigem Radweg die Fahrbahn zu benutzen.

Die Straßenverkehrsordnung (StVO) kennt jedoch keine Ausnahmeregelung von der Radwegebenutzungspflicht, die unmittelbar an bestimmte Fahrradtypen (wie z.B. Rennräder) oder an eine bestimmte Geschwindigkeit geknüpft ist. Insofern handelt es sich bei der Vermutung, dass Rennradbenutzer oder Mitglieder von Radsportvereinen pauschal von der Radwegbenutzungspflicht befreit sind, lediglich um eine (allerdings scheinbar weit verbreitete) Großstadtlegende, die aber nicht von der StVO gedeckt ist.

Es gibt aber Ausnahmen von der Radwegbenutzungspflicht:

1) Die Benutzungspflicht ist seit der Novelle der Straßenverkehrsordnung von 1998 nur noch dann gegeben, wenn der Radweg durch ein blaues Schild (Zeichen 237, 240, 241) gekennzeichnet ist. Wo dies fehlt, darf auch bei vorhandenem Radweg die Fahrbahn benutzt werden (sogenannte "andere Radwege" mit freiwilliger Benutzung gem. § 2, Abs. 4, Satz 3 StVO).

Gast am 04 Jun 2009 08:41:15

stubenhocker hat geschrieben:Der Autofahrer hat bei einem Unfall Auto-Fahrrad meistens schlechte Karten, da von einem Auto bauartbedingt eine höhere Gefahr ausgeht. Also überlegt Euch beim nächsten Mal, ob ihr knapp überholt oder lieber abbremst.Alexander

da ist was Wahres dran, vor vielen Jahren hat mich mal ein Radler gerammt, der ohne Vorfahrt auf der falschen Straßenseite in mein stehendes!! Auto reingefahren ist, weil er bei Nässe nicht rechtzeitig bremsen konnte. Der hat einen Salto auf die Motorhaube gemacht, und zum Glück ist ihm dabei nicht das Geringste passiert.
Sachschaden: 1 verbeulte Motorhaube + Kotflügel, 1 gewaltiger Achter im Fahhrad

Die Schuldfrage war unstreitig, auf meinen Kosten bin ich trotz RA sitzen geblieben, denn: auch von einem stehenden Fahrzeug geht eine erhebliche Betriebsgefahr aus

Der Gesetzgeber schützt (mit Recht) den körperlich und finanziell schwächeren Verkehrsteilnehmer (der Autofahrer muß eine Haftpflichtversicherung haben, der Radler nicht)

Der Radler weiß daß er der Schwächere ist, aber nichts und niemand wird ihn daran hindern die Sau rauszulassen wenn ihm danach ist, und laßt ihn deshalb fahren. Ich möchte jedenfalls niemals in die Situation kommen einen "schuldigen" Radler blutend unterm Auto rauszuziehen.

grüße klaus (der auch mit Roller und Rad unterwegs ist)

LowCostDriver am 04 Jun 2009 08:45:05

Vielen Dank Buddel für das Statement, ich habe mich schon oft gefragt, ob es den Rennradfahrern erlaubt ist auf der Straße zu fahren.
Scheint so, als wäre es wohl nicht.

Ich fahre im Urlaub gern mit unserem normalen Fahrrad und wir nehmen unsere Räder auch immer mit in den Urlaub.
Wo vorhanden nutzen auch wir einen Radweg. Gibt es keinen, fahren auch wir auf der Straße. Wo sonst?

Ich zähle mich aber übrigens auch zur bekennenden Fraktion, die der Meinung ist, dass Rennräder (meist ohne Licht, wohl wegen der Gewichtsersparnis :roll: ) nicht auf die Straße gehören, wenn ein Radweg vorhanden ist.
Wir haben hier im Erftkreis ein gut ausgebautes Radwegenetz und an fast jeder Bundesstraße findet sich mindestens ein und oft sogar je ein Radweg pro Fahrtrichtung.
Dennoch nutzen die Rennradfahrer in vielen Fällen die Straße.
Ich kann es nicht verstehen, dass man sich selbst in Gefahr bringt und andere, besonders durch unnötiges Nebeneinanderfahren, zu unnötigen Überholmanövern zwingt.
Überholen ist immer ein Risiko, weil es m.E. für Gewöhnlich nicht zum üblichen Aufwand für die Verkehrsteilnahme gehört.

Daher halte ich schon an erster Stelle den Radfahrer, der trotz Radweg auf der Straße fährt, für rücksichtslos, weil er schon in gewisser Weise den Autofahrer zu einer Reaktion nötigt, wenn sich dieser mit der regulären Geschwindigkeit (70 oder 100 für Landstraßen) fortbewegt.
An dieser Stelle dann vom Autofahrer mehr Rücksicht zu verlangen enbehrt daher nach meiner Auffassung jeglicher Grundlage :!:

Klar kann ich auch mal ein Stück 60 oder auch 40 fahren (bei einem Traktor zum Beispiel, der kann nirgendwo anders hin!), aber mit 30 hinter einem Radler herzufahren, weil Gegenverkehr kommt und man so nicht gefahrlos überholen kann, bildet eine (vermeidbare!) Gefahr für die Verkehrsteilnehmer hinter mir (die ja mit 70 angefahren kommen...).

An der Stelle fehlt mir dann das Verständnis für das Bedürfnis auf der Straße "schnell" fahren zu müssen.
Tun sie es doch, ist dies in meinen Augen egoistisches Verhalten.

In der Stadt mag ich noch Verständnis haben, wenn man sich Radweg und Fußgängerweg teilen muss. Dann noch Bordsteine, Ausfahrten und Kinder auf dem Bürgersteig.
Da kann ein Rennradfahrer mit 30 nicht über den Bürgersteig pacen.

Aber besonders auf Landstraßen sind mir persönlich Rennradfahrer auf der Straße bei vorhandenem Radweg ein Groll.


Björn (der hier mal ganz klar Position bezieht :wink: )

Gast am 04 Jun 2009 09:00:02

LowCostDriver hat geschrieben:An dieser Stelle dann vom Autofahrer mehr Rücksicht zu verlangen enbehrt daher nach meiner Auffassung jeglicher Grundlage :!:

Klar kann ich auch mal ein Stück 60 oder auch 40 fahren (bei einem Traktor zum Beispiel, der kann nirgendwo anders hin!), aber mit 30 hinter einem Radler herzufahren, weil Gegenverkehr kommt und man so nicht gefahrlos überholen kann, bildet eine (vermeidbare!) Gefahr für die Verkehrsteilnehmer hinter mir (die ja mit 70 angefahren kommen...).


hallo Björn,
Deine Position ist verständlich, aber ob da dann ein Richter Verständnis für hat?
Die gefühlte und die praktizierte Rechtsprechung unterscheiden sich manchmal erheblich...

grüße klaus

LowCostDriver am 04 Jun 2009 09:05:53

Ja ich weiß Klaus und das stimmt mich nicht weniger mit Sorge :(

intertrailer am 04 Jun 2009 09:07:13

Hallo!

Hoffe natürlich auch dass sich hier niemand in die Haare kriegt. Das war bestimmt nicht beabsichtigt!
Zum Thema:
Wenn ich in einen geregelten Kreisverkehr einfahre und von links niemand kommt brauch ich dort auch nicht an zu halten. Bei der Ausfahrt aus dem Kreis schon gar nicht. Wer die großzügigen (2-Spurigen ) Kreisverkehre vor Jesolo kennt weiß auch dass man da locker mit 30-40 Sachen rumdüsen kann. Sowohl mit KFZ als auch mit Fahrrad. Bin selbst Mitglied eines Radsportvereines und als Autofahrer muss auch ich des öffteren den Kopf beuteln mit welcher Sturheit da das angebliche Recht nebeneinander zu fahren verteidigt wird vor allen bei schmalen Straßen, Gegenverkehr, oder im doch langsameren Tempo bergan.
All diese Dinge wollte ich jedoch nicht Thematisieren obwohl sie natürlich auch diskutiert werden sollen.
Mir ging es aber vor allem um Wohnwagenfahrer die sich nicht immer bewusst sind wie der Wohnwagen hinten nachläuft. Und bei einem langen Gespann (in meiner Situation Audi Q7 mit ca. 7m Wohnwagen am Haken) zieht der Wohnwagen nun mal stark nach innen. War selbst 1 Jahr lang Gespannfahrer und bin trotz anfänglichem Training auf Parkplätzen um das Nachlaufverhalten sowie verschiedene Bremssituationen und auch das Rückwärtsfahren zu üben, mit dem Hänger bei einer Ausfahrt über die Bordsteinkante geraten. Zum Glück befanden sich dort keine Personen. Bei Wohnmobil ergibt sich dieses Problem meist nicht, da diese eher einen langen Überhang haben der in der Rechtskurve ja nach links ausschert. Dass es nur wenige geübte Wohnwagenfahrer gibt wird doch wohl keiner bestreiten können. Wie sollten sie auch bei meist nur 2-3 Ausfahrten jährlich. Möchte daher auch keinem Wohnwagenfahrer einen Vorwurf machen, diese aber dennoch bitter beim Überholen von Radfahrern größere Vor und vor allem Umsicht walten zu lassen.

Zum Thema Radwege im Freiland:
Kenne die Situation in Deutschlan nicht, in Österreich ist es jedoch so, dass bei Freilandradwegen bei jeder Querstraße bzw. Auseinfahrt, Weg u.s.w. due blaue Tafel Radfahrweg „Ende“ angebracht ist. Somit ist es dem Radfahrer nicht möglich den Radweg zügig zu befahren da die Autofahrer des Querverkehrs nicht vor dem Radweg anhalten müssen. Diese Situation hat auch schon zu Unfällen bei Hobbyradlern geführt. Daher wird mit dem Rennrad zumindest in Österreich auf Freiland auch bei vorhandenem Radweg die normale Straße benützt.

lg Ferdl

zaffidick am 04 Jun 2009 09:20:40

Das hier ist gut "Wenn ich in einen geregelten Kreisverkehr einfahre und von links niemand kommt brauch ich dort auch nicht an zu halten". Hier bei uns in der Vorderpfalz ist es mittlerweile anscheinend normal, dass Rennradfahrer in den Kreisverkehr einfahren, obwohl im kKeisverkehr ein Auto kommt, dieses dann rechts überholen, wenn das Auto den Kreisverkehr verlassen will. Ich werde immer wieder gezwungen im Kreisverkehr anzuhalten, damit ich den Kreisverkehr da verlassen kann wo ich will. Absolut super. Und wenn was passiert, bin ich noch schuld. Ein Traum. LG Jutta

LowCostDriver am 04 Jun 2009 09:22:44

Ferdl, in deinem Fall gehört es sich natürlich, dass man anhält und sich erkundigt, ob etwas passiert sei.
Ob es dir gut geht und dass man natürlich Adressen austauscht, falls doch noch etwas sein sollte, was im Moment des Schrecks vielleicht nicht bemerkt hat.

Ich denke aber mal, der Gespannfahrer hat es gar nicht mitbekommen, dass er dich touchiert hat.
Das spricht ihn nicht frei, erklärt aber vielleicht den Umstand, dass er nicht angehalten hat.
Aber lieber so, als dass noch etwas schlimmes passiert wäre :)
Deinen Unmut kann ich aber voll und ganz verstehen.

:ironie:
Warum hast du ihm nicht die Trinkwasserflasche hinterher geworfen! :D

Gast am 04 Jun 2009 09:32:57

... es gibt auch diese --> Link Variante :(

ich denke mal, dass die gegenseitige Rücksichtnahme das Beste für alle
wäre - aber das wird in unserer Ellenbogengesellschaft wohl ein Traum bleiben (von Ausnahmen abgesehen)

Bitte alle Bilder und Text angucken!

uwe brökelm am 04 Jun 2009 09:52:30

na das ist ja mal nen thema..
noch schlimmer finde ich das ich als normaler fußgänger heute kaum noch eine chance hab vernünftig spazieren zu gehen...
und dann regen sich die radfahrer noch auf wenn man denen mal sagt sie sollen absteigen..
ich für mein teil weiss..das ich wenn ein radfahrer hinter mir die klingel betätigt ich nicht platz machen werde..
in dem fall ist nämlich der radfahrer der stärkere verkehrsteilnehmer..und wenn er erwartet das die autofahrer sich als stärkere ihm gegenüber sich vernünftigt verhalten..dann erwarte ich das als fußgänger auch von ihm..
die arroganz und überheblichkeit von radfahrern ist doch einfach nicht mehr zu überbieten..in der regel sich über alle ge-und verbote hinwegsetzen..
ja ich verallgemeine jetzt ..aber für 90% prozent der radfahrer trifft das zu..
wir sind z.b. am 1 mai in hamburg vom elbe-camp zu fuss zu den landungsbrücken..das sind knapp 15 km gelaufen schön an der elbe lang..nur leider war es kaum möglich auch nur hundert meter normal oder nebeneinander zu gehen..
oder jetzt über pfingsten an der ruhr lang..alle welt meint räder unter den füssen haben zu müssen..

am liebsten würd ich noch eine fahrradsteuer von 10euros pro jahr einführen...als pauschale strafe..für das mangelde rechtsbewusstsein der radfahrer...
weil wenn sie sich so im straßenverkehr aufführen würden..oh gott darf gar nicht drandenken..
Also liebe raddfahrer denkt beim nächsten mal daran das es auch noch leute gibt die ihre füße ganz normal benutzen..

Gast am 04 Jun 2009 10:44:27

Wenn man hier einige Postings liest, dann braucht man sich nicht wundern wie rücksichtslos und rechthaberisch sich viele Autofahrer gegenüber anderen Verkehrsteilnehmern verhalten.

Typisch und vielsagend ist, dass der "Sandbuttler" :wink: einerseits wenn es um ihn geht von der Behörde verlangt, dass er vor dem befahren des Sandstrandes gewarnt wird damit er sich nicht selbst eingräbt, andererseits verlangt derselbe, dass Rennradfahrer, trotzdem es vom Gesetzgeber ausdrücklich erlaubt ist, nicht nebeneinander fahren dürfen/sollen und am besten von der Straße verbannt gehören. Das nebeneinander Fahren von Rennradlern ist ausdrücklich erlaubt, die sind nämlich nicht breiter als sonst ein anderes Fahrzeug auch und Geschwindigkeiten sind bei jedem Fahrzeug Bauartbedingt!!! Sie sind nur schwächer und deshalb fehlt ihnen anscheinend die Berechtigung am Verkehr teilzunehmen wenn sie den Autofahrer manchmal zwingen auch nur eine Minute mal vom Gas zu gehen und Rücksicht zu nehmen. Erst recht wenn sie es gar wagen abwärts so ein langsamer fahrendes Auto zu überholen. Sowas kann und darf doch nicht sein, wo samma denn, wo kemma denn do hin?? :wink:

Ich meine da outet sich einer mit jedem seiner Postings immer mehr. Nur was ihm persönlich hilft ist gut und darauf besteht er. Ich sehe da einen Wolf im scheinheiligen Schafspelz der Bestimmungen nur dann respektiert und verlangt wenn sie ihm dienen. Aber er ist ja nur ein Vertreter dieser weit verbreiteten Spezies die meinen wenn sie in ihrer "heiligen" Blechkiste sitzen gehört ihnen die Welt. :flop:

jonathan am 04 Jun 2009 10:48:32

Vielleicht wurde dieser thread ja nur gestartet, damit es mal wieder was zum Streiten gibt :D Es ist-wie oben schon mal geschrieben-immer eine Sache, die beide TN betrifft. Ich selbst erlebte in Italien auch schon, daß ich als geübter Gespannfahrer durch Rad-und Rollerfahrer in situationen gebracht wurde, die haarsträubend waren. So überholte unser Gespann in Neapel in der Rush-hour ein Rollerpärchen und drängte sich in den Zwischenraum zwischen Zugwagen und Wohnwagen-und bemühte sich mein Tempo in etwa zu halten-ich musste nun auf den Verkehr vor mir, neben mir(sehr, sehr eng dort) und nun auch noch "in mir" achten. War ne spannende Angelegenheit!!! Oder auf der Küstenstrasse auf Elba, die sich in Schlangenlinien an Berg entlangzieht. Was soll ich als Gespannfahrer denn bitteschön machen, wenn Rennradler mich in den engen Kurven auch noch überholen, der Zugwagen aber schon fast an der Leitplanke oder am Felsen entlangschrammt und der Hänger eben in der Mitte der Strasse ist und nun bei Gegenverkehr kein Platz mehr für den lieben Radler bleibt.... Aber deswegen schimpfe ich nicht pauschal über "die Rennradler", schon gar nicht die "deutschsprachigen" und die "protzigen", denn vielleich sprechen diese ja ein andere Sprache und sind vielleicht auch gar nicht "protzig" und haben selbst zu wenig Übung in diesen Situationen.
Werner

Gast am 04 Jun 2009 10:52:21

Hallo,
klar macht es Spass schnell mit dem Rad zu fahren, daher ein Rennrad.
Aber dieses ist ein Sportgerät und kein Beförderungsmittel!

Die meißten Straßen sind öffentliche Straßen, also von jedem zu befahren der von A nach B kommen möchte!
Fahrräder stellen ein klares Hinderniss gegenüber allen anderen Verkehrsteilnehmern dar. Daher gibt es immer mehr Radwege.
Neben der rechtlichen Seite (wurde schon angesprochen) kommt nun auch die vernünftige Seite Fahrradwege zu benutzen und das rüchsichtsvoll gegenüber anderen Fahrradfahrern :!: :!:
Schließlich kann man auch nicht mit Inline-Skates durch die Fusswege preschen, oder sich beschweren das Fussgänger auf die Fahrweise mit den Skates keine Rücksicht nehmen. Man kann auch nicht als Sportbootfahrer oder Surfer im Fahrgewässer der Schifffahrt fahren mit der Begründung, da wäre mehr Platz für den Schwindigkeitsrausch oder mehr Wind! Man kann auch nicht als Sportflieger in gesperrte Lufträume fliegen!
Auch muss man als Motorradfahrer an Geschwindigkeitsbegrenzungen, Überholverboten und anderen Verboten halten, obwohl es mit dem Motorrad praktisch nicht immer notwendig erscheint.

Also wenn man weder rechtlich noch sicher mit dem Rennrad auf öffentlichen Straßen fahren kann, sollte man es lassen :!: :!:

Schließlich kann man auch anderswo sportlich mit dem Rad unterwegs sein, zum Beispiel im Gelände. Zwar nicht mit der hohen Geschwindigkeit, dafür aber mit vergleichbaren Spass und sportlichen Leistungen

Für mich sind Fahrradfahrern auf sehr belebten Bundesstraßen, vor allen Dingen in Urlaubsregionen (mit müden und zum Teil überforderten Verkehrsteilnehmern), lebensmüde potentielle Organspender oder einfach nur Idioten, die denken Ihr Hobby ist das Non plus Ultra.

Fahre überigens kein Rennrad mehr, da sich das aus besagten Gründen für mich nicht mehr lohnt, obwohl ich das gerne gemacht habe.

Jörg

canter am 04 Jun 2009 11:14:01

Hallo alle Radler und KFZ´ler und am besten alle,

bitte kein Streit oder persönliche Angriffe hier, dazu sind beide Hobbys zu schön!

Ich bin selbst viele Jahre semiprof. auf dem Rennrad unterwegs gewesen und hab da sehr viel blödheit von Autofahrern erlebt. Sei es das ich unbedingt auf der Passabfahrt ( ich war mit ca. 90km/h unterwegs ) überholt werden musste, nur damit der dann mit 80km/h vor mir herfährt und mich an jeder Kurve noch weiter ausbremst oder das ich schon den Spiegel eines Transporters an den Helm gedengelt bekam.
Andersherum ärgere ich mich aber auch oft über Radler die bei uns ( perfekte, 3m breite Radwege neben der Landstraße ) dann auf der Straße mit 20km/h den Hügel raufwackeln statt den 3m entfernten Radweg zu benutzen. Und in München bekomm ich manchmal einen echten Hass auf Radler, da sich alle an Ampeln und Regeln halten, ausser die Radler.

Wo kein Radweg ist, sollen und müssen Radler halt auf die Straße und da muss ich im Auto auch rücksicht nehmen, wo ein Radweg ist, gehören Radler auch da hin. Ich kann verstehen wenn ein Rennradler im Ort nicht den Radweg benutzt. Da stimmt aber dann auch das Tempo und die halbe Minute 40km/h statt 50, überlebe ich gerne. Mit ne`m Rennrad ist es halt oft nahezu unmöglich diese Holperpisten und Randsteine zu befahren.

Es wäre halt schön wenn alle das Hirn einschalten und auch noch aufeinander Rücksicht nehmen könnten. Nur leider ( und das ist meine persönliche Erfahrung ) geht das in fast allen Ländern - ausser Deutschland. Da hat nämlich immer jeder Recht und beharrt stur darauf - statt einfach mal ein wenig cool und gelassen zu sein.

canter am 04 Jun 2009 11:22:01

Hallo nochmal,

@cojo/Jörg:

Natürlich kann und darf man mit einem Rennrad auf er Straße fahren. Vorraussetzung sind Reflektoren seitlich in den Speichen bzw. reflektierende Mäntel ( die haben fast alle ) und neben den funktionierenden Bremsen ( mit den Rennrad steh ich schneller als ein Auto ) noch das Licht. LED Lampen hinten und vorn haben heute sehr viele, auch ich.
Daher gilt das Rennrad rechtlich als ganz normales Fahrrad und darf überall fahren.

Gast am 04 Jun 2009 11:22:42

canter hat geschrieben:
Es wäre halt schön wenn alle das Hirn einschalten und auch noch aufeinander Rücksicht nehmen könnten. Nur leider ( und das ist meine persönliche Erfahrung ) geht das in fast allen Ländern - ausser Deutschland. Da hat nämlich immer jeder Recht und beharrt stur darauf - statt einfach mal ein wenig cool und gelassen zu sein.


gut gesagt: :daumen2:

LowCostDriver am 04 Jun 2009 11:36:35

Hallo Rider,

vielleicht unterscheiden sich ja die Gesetze in Deutschland und Österreich? :nixweiss:

Aber schon bei der Radfahrprüfung 1984 (da war ich 8 ! :D ) habe ich gelernt, dass Radler hintereinander fahren sollen.

Ich bin dennoch nicht der Typ, der sich dann aber auf Hörensagen verlässt, daher habe ich deine Aussage mit den mir zur Verfügung stehenden Mitteln nachgeprüft, ich darf zitieren:

(4) Radfahrer müssen einzeln hintereinander fahren; nebeneinander dürfen sie nur fahren, wenn dadurch der Verkehr nicht behindert wird. Sie müssen Radwege benutzen, wenn die jeweilige Fahrtrichtung mit Zeichen 237, 240 oder 241 gekennzeichnet ist. Andere rechte Radwege dürfen sie benutzen. Sie dürfen ferner rechte Seitenstreifen benutzen, wenn keine Radwege vorhanden sind und Fußgänger nicht behindert werden. Das gilt auch für Mofas, die durch Treten fortbewegt werden. Außerhalb geschlossener Ortschaften dürfen Mofas Radwege benutzen.

Quelle: § 2 STVO, du kannst diese hier online einlesen:
--> Link

Ich habe mir erlaubt, den entsprechenden Terminus im Zitat fett hervor zu heben.

Im übrigen würde ich es begrüßen, wenn du den Thread nicht dazu missbrauchst Mitgliedern dieses Forums zu unterstellen, welche Charaktereigenschaften sie nach deiner Ansicht besitzen, denn dies ist hier nicht das Thema :!:

Rumbuddel am 04 Jun 2009 11:45:30

@Rider,

erst ab Gruppen von 16 ist es erlaubt nebeneinander zu fahren.
Aber diese Gruppe darf dann nicht über Kilometer ein Verkehrshinderniss darstellen und muss anderen Verkehrsteilnehmern ein gefahrloses Überholen möglich machen.

Und auf der Straße dürfen sie nur dann fahren, wenn kein verpflichtender Radweg vorhanden ist.

stubenhocker am 04 Jun 2009 12:31:51

cojo hat geschrieben:Also wenn man weder rechtlich noch sicher mit dem Rennrad auf öffentlichen Straßen fahren kann, sollte man es lassen :!: :!:


Darum gehts nicht. Mit dem Rennrad erreicht man in der Ebene locker Geschwindigkeiten von 50km/h, die ein trainierter RRFahrer auch über längere Zeit fahren kann. Somit ist man dem Autoverkehr weniger ein Hindernis, als der Sonntagsfahrradfahrer, der mit Schrittgeschwindikeit umherfährt und Mutti die schönen Blumen am Wegesrand zeigt.

Ich oute mich hier mal als agressiver Radfahrer. Ich weiß, das ich in der Stadt schneller und wendiger als mit dem Auto bin, nutze dies auch 100% aus und verstosse auch vorsätzlich gegen die STVO, solange ich niemand anderen gefährde. Über die Folgen bin ich mir bewusst, nehme diese inkauf.
Wenn ich mit dem Rennrad auf der Landstrasse trainiere, fahre ich grundsätzlich in der Mitte der rechten Fahrbahn. Als Autofahrer kenne ich die Situation, in der man sich von hinten dem Radfahrer nähert, von vorn Gegenverkehr kommt und man überlegt, ob man es noch schafft zu überholen oder nicht. Diese Entscheidung nehme ich als RRFahrer dem hinter mir fahrenden Autofahrer damit ab. Beim Überholen gilt nämlich der seitliche Mindestabstand von 1m und da wirds gerade bei so manchem Womo- oder Gespannfahrer ganz schön haarig. Erst recht, wenn da die Unsicherheit beim Fahren dazukommt.
Übrigens sollte sich der agressive Autofahrer, der mit Absicht Radfahrer "ärgert", bewusst sein, das er anhand des Kennzeichens zu identifizieren ist, also überlegt, was ihr tut :D !

So, jetzt kloppt weiter drauf, wir fahren morgen nach Schweden. Fahrräder kommen natürlich mit. Wenn ich wieder zurück bin, mache ich einen Thread auf mit dem Thema "Wer schützt uns vor den Walkern?" :D :D :D

viking92 am 04 Jun 2009 13:00:48

stubenhocker hat geschrieben:
cojo hat geschrieben:Wenn ich mit dem Rennrad auf der Landstrasse trainiere, fahre ich grundsätzlich in der Mitte der rechten Fahrbahn. ......
....... Beim Überholen gilt nämlich der seitliche Mindestabstand von 1m

....und verstosse auch vorsätzlich gegen die STVO......



Glaubst doch nicht im ernst, dass ich mich (als KFZ-Führer) dann auch an die STVO halten würde :wink:

Sehe Radfahrer auf der Strase schon gelassen......nur nach 5 min würd mir auch der Kragen platzen.


Rumbuddel am 04 Jun 2009 13:03:10

Tja Stubenhocker,

Du hast also den Rundumblick und kannst zu 100% jede Gefahr abschätzen ... Respekt.
Könnte ich von mir nicht behaupten, obwohl ich ein sehr guter Fahrer bin. Sowohl Rad als auch Auto oder auch Inliner ...

Da kannst Du Dich natürlich auch über die STVO stellen, denn Du hast ja immer alles im Griff.

Vermutlich dachten dies auch die jährlich über 4000 Verkehrstoten in Deutschland ... alles im Griff.

Aber wenn Du dann mal doch nicht alles im Griff hast und wegen Deiner Rücksichtslosigkeit jemand in einen Unfall mit Dir verwickelt wird, hat die arme Sau von Autofahrer wegen Deinem idiotischen Verhalten (ich denke das kann man durchaus so sagen) auch noch Die ?karte gezogen, weil, eine Teilschuld ist mindestens drin.

Und dann?

canter am 04 Jun 2009 13:20:38

Hi Stubenhocker,

ich war auf dem RR auch kein Kind von Traurigkeit, hab Autos überholt und sicher auch öfter Geschwindigkeitsbeschränkungen übertreten.
Allerdings galt die StvO auch für mich. Und da fehlt mir das Verständnis. Meine Kids lernen in der Schule ( Radlprüfung 4.Klasse ) und von mir als Vorbild wie man sich im Verkehr verhält. Wie sollen die verstehen das sie sich an Regeln halten müssen die andere ignorieren? Dafür sind diese Regeln da und sollten von der "Gesellschaft" euch vorgelebt werden.
Oder meinst du ernsthaft das nur du bei einem Unfall zu Schaden kommst und dein fliegendes Rad nicht ein Kind treffen könnte oder du durch die Scheibe eines Autos in den Innenraum fliegen kannst?

uwe brökelm am 04 Jun 2009 13:24:24

stubenhocker...
ich hoff wirklich das dich irgendwann wer aus dem sattel holt...und du dann 2 wochen zeit hast im krankenstand über deine aroganz nachzudenken...
und in diesem fall hoff ich noch das dann der fahrer unfallflucht begeht..!!!..damit er nicht zur rechenschaft bzw. teilschuld verurteilt wird...

Gast am 04 Jun 2009 13:53:58

canter hat geschrieben:Hallo nochmal,

@cojo/Jörg:

Natürlich kann und darf man mit einem Rennrad auf er Straße fahren. Vorraussetzung sind Reflektoren seitlich in den Speichen bzw. reflektierende Mäntel ( die haben fast alle ) und neben den funktionierenden Bremsen ( mit den Rennrad steh ich schneller als ein Auto ) noch das Licht. LED Lampen hinten und vorn haben heute sehr viele, auch ich.
Daher gilt das Rennrad rechtlich als ganz normales Fahrrad und darf überall fahren.


hallo Jens,

es ging nicht um das generelle Verbot. Meineserachtens kann auch einer bei guter Sicht ohne Reflektoren auf öffentlicher Straße fahren. Aber es ging um Straßen die dicht befahren werden, teilweise mit Schwerlastverkehr und Tempos weit über 60 km/h.

Wenn auf einem Urlauberzubringer (auch dicht befahrene Bundesstraßen), die ja oft im Süden nicht allzu breit sind, Radler unterwegs sind. Brauchen die sich, gerade in der Hochsaison nicht wundern wenn Sie im Graben landen. Denn anders als der Hobbyradler, wollen die anderen Verkehrsteilnehmer (Touristen, Zulieferer, Angestellte) keinen Spaß auf der Piste sondern nur von A nach B. Wenn da mal en Radler ist, wird da noch vorsichtig überholt, umso mehr aber da fahren desto waghalsiger werden die Überholmanöver. Das sollten die radfahrenden Autofahrer eigentlich wissen. Dazu kommt noch die unterschiedliche Mentalität, und das differenzierbare Fahrkönnen sowie der eigentliche Fahrzweck und Dauer hinzu.

Daher würde ich nur Urlaubsorte wählen wo ich meinem Hobby mit überschaubaren Risiko und ohne nennenswerte Einschränkungen nachgehen kann, oder ich lass es :!:

Ich fahr auf Bundesstraßen mit dem Rad, nur genötigt durch fehlende Alternativen und nicht um meinen Geschwindigkeitswahn per Muskelkraft ausleben zu können und dabei alle 2 Sekunden rechnen muss das ein anderer Verkehrsteilnehmer mich übersieht oder unterschätzt.

Eventuell geht es dabei nur um das Rennradfahren WOLLEN und nicht um das KÖNNEN. Aber wie alles im Leben sollte das WOLLEN dem KÖNNEN folgen und nicht umgekehrt.

Jörg

stubenhocker am 04 Jun 2009 14:29:32

Rumbuddel hat geschrieben:Du hast also den Rundumblick und kannst zu 100% jede Gefahr abschätzen ... Respekt.


das habe ich nicht gesagt. ich habe auch nicht geschrieben, das ich ausschließlich über rote ampeln fahre und ständig verkehrsregeln missachte.

in 30 jahren radsport als leistungssport und damit verbundenen ca. 200t radkilometern ist mir noch nichts passiert, und das wahrscheinlich auch, weil ich trotz (oder gerade wegen) meiner fahrweise für die anderen verkehrsteilnehmer mitdenke. risiken kann ich besser abschätzen, für den unvorsichtigen autofahrer mit-reagieren und mich trotzdem entsprechend zügig, aber doch umsichtig (das eine schliesst das andere nicht aus) im strassenverkehr bewegen.
wenn ich mit unseren kindern unterwegs bin, fahre ich sehr defensiv und 100% stvo-konform. und trotzdem wird uns da die vorfahrt genommen, steht jemand mit dem auto auf dem radweg.... wie passt das denn zusammen? oder sind das die frustrierten autofahrer, die sich rächen wollen, weil ich sie am tag vorher im stau stehend überholt habe? :D

alla-gud am 04 Jun 2009 14:30:15

radler gegen camper
camper gegen motorradfahrer
hundeführer gegen hundehasser
familien gegen rentner
beichtende sünder gegen oberlehrer
spieser gegen hippi
dickschiff fahrer gegen low cost driver (im allgemeinen )
alkoven gegen integrierte
wintercamper gegen weicheier
e griller gegen kohle
bier gegen wein
stellplatznutzer gegen cp nutzer
cp nutzer gegen freisteher

was ist nur aus dem forum geworden ???

stubenhocker am 04 Jun 2009 14:31:39

uwe brökelm hat geschrieben:stubenhocker...
ich hoff wirklich das dich irgendwann wer aus dem sattel holt...und du dann 2 wochen zeit hast im krankenstand über deine aroganz nachzudenken...
und in diesem fall hoff ich noch das dann der fahrer unfallflucht begeht..!!!..damit er nicht zur rechenschaft bzw. teilschuld verurteilt wird...


du bist aber sehr böse :eek:
ich wünsche mir das nicht, schließlich fahre ich seit rund 200t radkilometern unfallfrei (s.o.) und das soll auch so bleiben.

luedra am 04 Jun 2009 14:41:08

alla-gud hat geschrieben:radler gegen camper
camper gegen motorradfahrer
hundeführer gegen hundehasser
familien gegen rentner
beichtende sünder gegen oberlehrer
spieser gegen hippi
dickschiff fahrer gegen low cost driver (im allgemeinen )
alkoven gegen integrierte
wintercamper gegen weicheier
e griller gegen kohle
bier gegen wein
stellplatznutzer gegen cp nutzer
cp nutzer gegen freisteher

was ist nur aus dem forum geworden ???


:daumen2:
Diese Aufzählung sagt alles :!: :!: :!: :!: :!:

Rumbuddel am 04 Jun 2009 14:49:39

stubenhocker hat geschrieben:
Rumbuddel hat geschrieben:Du hast also den Rundumblick und kannst zu 100% jede Gefahr abschätzen ... Respekt.


das habe ich nicht gesagt. ich habe auch nicht geschrieben, das ich ausschließlich über rote ampeln fahre und ständig verkehrsregeln missachte.

:D


"Ich weiß, das ich in der Stadt schneller und wendiger als mit dem Auto bin, nutze dies auch 100% aus und verstosse auch vorsätzlich gegen die STVO ..."


Naja, obige Aussage hat sich anders angehört. 100% bedeutet schließlich immer und alles und hört sich schon sehr rücksichtslos an.

Wenn Du dies nun relativierst ... ok.

Rumbuddel am 04 Jun 2009 14:52:21

Btw.

ich will bestimmt nicht eine bestimmte Kategorie Autofahrer in Schutz nehmen.

camperfrank am 04 Jun 2009 14:52:51

luedra hat geschrieben:
alla-gud hat geschrieben:radler gegen camper
camper gegen motorradfahrer
hundeführer gegen hundehasser
familien gegen rentner
beichtende sünder gegen oberlehrer
spieser gegen hippi
dickschiff fahrer gegen low cost driver (im allgemeinen )
alkoven gegen integrierte
wintercamper gegen weicheier
e griller gegen kohle
bier gegen wein
stellplatznutzer gegen cp nutzer
cp nutzer gegen freisteher

was ist nur aus dem forum geworden ???


:daumen2:
Diese Aufzählung sagt alles :!: :!: :!: :!: :!:



Sehe ich anders. Es lesen einige mit und werden sicherlich in jeder Sicht ihr verhalten prüfen.

Wenn ein Rennradler ohne ab zu bremsen, mit hoher Geschwindigkeit rufend an meinem 5 jährigen Patenkind vorbeidüst,(Sonntags voller Radweg) mache ich mir so meine Gedanken.
Genauso wenn 2 auf der Bundesstraße nebeneinander fahren und sich teilweise freihändig über Gott und die Welt unterhalten....

Auch da denke ich mir meinen Teil...... Alleine was die für einen Dreck "fressen".

Nasenbär am 04 Jun 2009 15:13:11

camperfrank hat geschrieben:.....Sehe ich anders. Es lesen einige mit und werden sicherlich in jeder Sicht ihr verhalten prüfen.....


Das wäre wünschenswert.
Leider sehe ich das so, dass zumindest in der relativen Anonymität von Internetforen anders als im realen Leben kaum einer von seinem Standpunkt abweicht bzw. sich etwas von den Meinungen anderer annimmt.
Darum ist es auch Käse, über diese Dinge zu diskutieren, weil sowieso außer Streit nichts dabei rauskommt.
Im realen Leben sieht es meist gar nicht so aus, wie es in den Foren immer mal dargestellt wird.
Zumindest reißt sich dort die Mehrheit wohl mehr zusammen. :D

CKgroupie am 04 Jun 2009 15:21:40

Irgendwie ist der Spieß mal wieder rumgedreht. Jetzt sind die Rennradler auf einmal die Bösen der Landstraße.
Die Womofahrer, die den Threadersteller fast vom Rad geholt haben, können also gar nicht dafür? Er ist bestimmt auch so ein rücksichtsloser Schnellraser, der unsere Sicherheit bedroht?

Jetzt übertreibt's mal nicht!

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