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Zahnriemenwechsel bei vollintegrierten WoMo (Carthago CHIC)


lahmeente am 19 Jun 2009 12:27:00

Hallo,

leider konnte ich bei der Suche nichts dazu finden. Ich bin auf der Suche nach einem gebrauchten Carthago CHIC I47, die ältesten Mobile die man da findet sind Modelljahr 2005. Fiat empfiehlt ja nach 48 bzw. 60 Monaten den Zahnriemen zu wechseln. (Die KM Begrenzung von 100000 km, spielt bei einem WOMO ja eher keine Rolle). Somit stellen sich mir folgende Fragen:

1. Ab wann beginnt die Zeit zu zählen, ab Erstzulassung oder eher ab Auslieferung Chassis an den WOMO Hersteller. Sprich muss der Händler/Verkäufer noch den Zahnriemenwechsel machen, wenn das Womo EZ 03/2005 hat ?

2. Wie kompliziert ist es bei vollintegrierten Womos, da ich zumindestens bei Carthago mit Iveco gelesen habe, ein Wechsel der Glühkerzen ist nur mit Motorausbau zu bewerkstelligen. Hat hier schon ein CHIC I Besitzer den Zahnriemen wechseln lassen ?

3. Sollte es so einen Aufwand geben, welche anderen Wartungsmassnahmen drohen da noch, also Zahnriemen,Glühkerzen etc. ? Die könnte man dann ja auf einmal machen lassen, um dann wieder Jahre Zeit zu haben.

Für Meinungen und Antworten bin ich sehr dankbar.


LahmeEnte

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kintzi am 19 Jun 2009 16:03:34

Hallo LE, zu 1) i.d.Regel 5Jahre n. EZ. 2)Zahnriemen muss bei 244er so gehen, evtl Aufpreis wegen erschwertem Zugang(Typ-abhängig). Glühkerzen haben d. Sofim/Fiat-Motoren seit 02 keine, Kaltstartanlage ist entweder elektr. Ansauglufthzg. oder häufiger Flammstarteinrichtung. 3) Jährlich oder 30Tkm Öl/Filterwechsel, 5jährlich Zahnriemen u. alle 90Tkm Ventile einstellen(mit Plättchen bei Tassenstössel. Richi

lahmeente am 19 Jun 2009 19:43:28

Hallo Richi,

danke, daß mit den Glühkerzen ist gut zu wissen. Ich hatte heute nachmittag noch mit einem Händler deswegen telefoniert. Der Aufwand beim integrierten CHIC von Carthago im Zusammenhang mit einem 2.8 Ducato soll schon hoch sein. Der Zugang ist deutlich erschwert und die Kosten dementsprechend hoch.
Ich werde es wohl einplanen müssen, daß da noch Kosten auf mich zukommen.

Danke und
LahmeEnte

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Gast am 19 Jun 2009 20:00:12

lahmeente hat geschrieben:Hallo Richi,

danke, daß mit den Glühkerzen ist gut zu wissen. Ich hatte heute nachmittag noch mit einem Händler deswegen telefoniert. Der Aufwand beim integrierten CHIC von Carthago im Zusammenhang mit einem 2.8 Ducato soll schon hoch sein. Der Zugang ist deutlich erschwert und die Kosten dementsprechend hoch.
Ich werde es wohl einplanen müssen, daß da noch Kosten auf mich zukommen.

Danke und
LahmeEnte


Der Glühkerzenhinweis betriff den M-Liner auf Iveco. Nur, damit mein Hinweis hier nicht entstellt wiedergegeben wird.

Beim Carthago M-Liner auf Iveco-Chassis ist ein Zusatzaufwand von ca. 3.000 EUR erforderlich, nur um alle 5 Jahre die Glühkerzen zu wechseln. Es muss die Vorderachse raus und der komplette Motor. Öl nachfüllen ist ein Kunststück und nur mit gebastelten Einfüllbehältnissen in kleinen Mengen möglich. Um den Messstab zu ziehen, braucht man schon mindestens einen Overall. Serviceklappe Fehlanzeige. Bei dem besagten M-Liner wurde zudem die Spiegelanaordnung, dieser vorgehängten Libellenfühler, als nicht verkehrssicher begutachtet. Der Spiegel liegt genau im nicht einsehbaren, nämlich nicht gewischten Wischerfeld, so dass bei schlechtem Wetter kein Blick nach hinten links oder neben das Fahrzeug möglich ist. Klare Verstöße gegen die StVZO.

Wie es beim Chic ist, weiss ich nicht genau. Jedoch ist bei fast allen Integrierten neuerer Bauart mit teilweise sehr erheblichen Mehrkosten bei Wartung und Reparturen zu rechnen.

pulverher am 19 Jun 2009 20:47:27

rantanplan hat geschrieben:
lahmeente hat geschrieben:Hallo Richi,

danke, daß mit den Glühkerzen ist gut zu wissen. Ich hatte heute nachmittag noch mit einem Händler deswegen telefoniert. Der Aufwand beim integrierten CHIC von Carthago im Zusammenhang mit einem 2.8 Ducato soll schon hoch sein. Der Zugang ist deutlich erschwert und die Kosten dementsprechend hoch.
Ich werde es wohl einplanen müssen, daß da noch Kosten auf mich zukommen.

Danke und
LahmeEnte


Der Glühkerzenhinweis betriff den M-Liner auf Iveco. Nur, damit mein Hinweis hier nicht entstellt wiedergegeben wird.

Beim Carthago M-Liner auf Iveco-Chassis ist ein Zusatzaufwand von ca. 3.000 EUR erforderlich, nur um alle 5 Jahre die Glühkerzen zu wechseln. Es muss die Vorderachse raus und der komplette Motor. Öl nachfüllen ist ein Kunststück und nur mit gebastelten Einfüllbehältnissen in kleinen Mengen möglich. Um den Messstab zu ziehen, braucht man schon mindestens einen Overall. Serviceklappe Fehlanzeige. Bei dem besagten M-Liner wurde zudem die Spiegelanaordnung, dieser vorgehängten Libellenfühler, als nicht verkehrssicher begutachtet. Der Spiegel liegt genau im nicht einsehbaren, nämlich nicht gewischten Wischerfeld, so dass bei schlechtem Wetter kein Blick nach hinten links oder neben das Fahrzeug möglich ist. Klare Verstöße gegen die StVZO.

Wie es beim Chic ist, weiss ich nicht genau. Jedoch ist bei fast allen Integrierten neuerer Bauart mit teilweise sehr erheblichen Mehrkosten bei Wartung und Reparturen zu rechnen.



Deshalb fahren wir auch Alkoven.

2 Fahrertüren, Winterwand, Zugang zum Motor ohne Probs usw. und so fort.

Wer sich einen Integrierten antut, muß sich das hier mal reinziehen.

Das Raumgefühl im I ist schon toll, aber entweder sitzt man im Schaufenster, oder die Rolläden sind runter....

Verstehe echt nicht, was das soll :-o

kintzi am 19 Jun 2009 20:49:42

Hallo rantanplan, unglaublich !! Richi

lahmeente am 20 Jun 2009 10:28:41

Hallo,

@Rantanplan
Danke für die Richtigstellung, auf Grund dieses Berichtes kamen mir auch die Bedenken, so dass ich hier beim Händler auch weiter nachhaken werde.

@pulverher
Die Diskussion Integriert vs. Teilintegriert vs. Alkoven ist hier zwar OT aber sicherlich interessant. Wenn man ein Wohnmobil kauft, schmeißt man eine Menge Geld aus dem Fenster. Da geht es auch viel nach Gefühl. Ob bei der Gesamtentscheidung erhöhte Wartungskosten kaufentscheidend sind, wage ich aber zu bezweifeln. Aber man sollte diese Kosten kennen, so dass man sie auch ggf. bei der Verhandlung nutzen kann. Denn Wertverlust, Zinsverlust, Versicherung und Steuern stellen die Wartungskosten doch deutlich in den Schatten.

Soweit ich jetzt recherchiert habe, hat der neue Ducato mit 160 PS eine Steuerkette.


LahmeEnte

PS: Wenn wir nur nach Vernunft entscheiden würden, dann wäre dies eine Forum für Radfahrer mit Zelt (billig, gesund und umweltfreundlich) :D

Gast am 20 Jun 2009 21:01:43

rantanplan hat geschrieben:Der Glühkerzenhinweis betriff den M-Liner auf Iveco. Nur, damit mein Hinweis hier nicht entstellt wiedergegeben wird.

Beim Carthago M-Liner auf Iveco-Chassis ist ein Zusatzaufwand von ca. 3.000 EUR erforderlich, nur um alle 5 Jahre die Glühkerzen zu wechseln. Es muss die Vorderachse raus und der komplette Motor. Öl nachfüllen ist ein Kunststück und nur mit gebastelten Einfüllbehältnissen in kleinen Mengen möglich. Um den Messstab zu ziehen, braucht man schon mindestens einen Overall. Serviceklappe Fehlanzeige. Bei dem besagten M-Liner wurde zudem die Spiegelanaordnung, dieser vorgehängten Libellenfühler, als nicht verkehrssicher begutachtet. Der Spiegel liegt genau im nicht einsehbaren, nämlich nicht gewischten Wischerfeld, so dass bei schlechtem Wetter kein Blick nach hinten links oder neben das Fahrzeug möglich ist. Klare Verstöße gegen die StVZO.


Das hab ich mir gerade auf der Zunge zergehen lassen! Bei meinem Womo war zwar kein Glühkerzenwechsel erforderlich aber der Zahnriemenwechsel stand an. Bei der Terminvereinbarung mit der Werkstatt war die erste Frage: Integrierter oder Serienfahrerhaus? Meine Antwort (Serie) brachte ein hörbares Ausatmen durch den Hörer :D
War dann bei den Arbeiten dabei und konnte sehen, dass das Frontend mit Scheinwerfern, Blinkern, Kühlpaket und LLK mit ein paar gut zu erreichenden Schrauben und Muttern ruck zuck entfernt war. Dann musste der Lüfter demontiert werden und alles lag leicht erreichbar vor dem Mechaniker.

Es wurden dann der Zahnriemen getauscht (die Spannrollen waren wg. der geringen Laufleistung [38.000 km] im Neuzustand), die zwei Keilrippenriemen für Klimakompressor und Servopumpe, die Klimaanlage entleert und neu befüllt, Motorwäsche von unten und oben gemacht und alles mit Druckluft sauber geblasen. Rechnung fiel dann incl. Material, Arbeitszeit und Märchensteuer mit 480 € niedriger aus, als ich befürchtet hatte :)

Fredl, froh über sein Alkovenmodell

macagi am 20 Jun 2009 22:10:49

pulverher hat geschrieben:Das Raumgefühl im I ist schon toll, aber entweder sitzt man im Schaufenster, oder die Rolläden sind runter....



Ist zwar ein bisschen OT:
Also meist sitzen wir vor dem Schaufenster - also wir können besser rauskucken als fast alle anderen, insbesondere die Alkovenmodelle, es sei denn die haben Hecksitzgruppe.....

Ölwechsel etc hängt sehr stark vom Modell ab, man muss nachfragen bzw am Besten selbst den Kopf reinstecken und nachschauen. Bei uns kommt man überall supergut dran.

flens am 20 Jun 2009 23:00:18

Hallo,

kann die Ausführungen von rantanplan nur bestätigen. Ich philosophierte kürzlich während der Wartezeit auf eine Reparatur mit meinem Carthago Händler über die Frage, warum Carthago keine Alkoven mehr baut. Er war sehr unglücklich darüber und erwähnte, dass seine Liner Kunden sich bei derartigen Reparaturen massiv bei ihm beschweren würden (wen wunderts!). Die Alkoven Kunden würden jetzt auf andere Marken ausweichen müssen und Liner Kunden, die eine solche Reparatur hinter sich haben, sieht er nie wieder ...
Das scheint mir aber kein Carthago-spezifisches Problem zu sein, sondérn eher ein Problem bestimmter Integrierten-Baureihen.
Ich freue mich jedenfalls über meinen Alkoven mit dem "Standard" Basisfahrzeug.

,
flens

canter am 21 Jun 2009 00:31:42

Ähnlich gruseligen Aufwand gibt es aber auch bei den großen Alkoven die als Basis ein LKW Chassis haben.
Ich hab das Thema mit unserem Mitsubishi Canter durch, der ab Werk eigentlich auch ein kippbares Führerhaus hat.
Es gibt zwar eine Serviceklappe im Führerhaus über die Öl nachgefüllt werden kann, aber versuch mal einer die Wasserpumpe zu tauschen! Ich hätt kotzen können und hab dann den Motor ausgebaut. ( Vorn 1m aufgebockt über LKW Grube, Kran durch offene Tür, Motor durch Serviceluke hindurch angehängt, Vorderachse raus, Getriebe ab, Motor runter und nach dem Tausch der Pumpe alles Retoure ). Wer da keine Werkstatt kennt die alles hat und in der für ganz kleines Geld geschraubt wird, geht Pleite! In der normalen Werkstatt hätte die Wapu mit Personalkosten rund 3000,-€ gekostet. Dto zum Ventile einstellen.

Die neuen MAN, Iveco, MB,.. sind da auch keinen deut besser wenn das Haus nicht mehr gekippt werden kann.

Gast am 21 Jun 2009 10:21:57

canter hat geschrieben:Ähnlich gruseligen Aufwand gibt es aber auch bei den großen Alkoven die als Basis ein LKW Chassis haben.


Das wird wohl so sein. Hat jemand Erfahrung, wie es z.B. beim MAN mit Alkovenaufbau ist? Wie kommt man da an Motor und Getriebe? Wie hoch sind da die Inspektionskosten.

Ich war am Samstag bei MW wegen kleinem Vorderachsschaden. Irgendwelche Gelenke wurden für kleines Geld getauscht, so dass ich beruhigt ohne Klappern in der Urlaub fahren werde. Er erzählte mir, dass er einen Kunden mit Integrierten habe, der woanders für den Zahnriemenwechsel sage und schreibe 1.200,- € bezahlt habe. Dies scheint so die Größenordnung zu sein.

Gegen erhöhte Aufwendungen bei der Wartung ist an sich nichts einzuwenden. Ich meine: Der Käufer hat einen Anspruch darauf, auf diesen konstruktionsbedingten Nachteil vor Kaufabschluss hingewiesen zu werden. Dann kann er sich entscheiden, ob diese laufenden Mehrkosten "unerheblich" sind im Vergleich zum Gesamtaufwand oder nicht. Ich denke, wenn einer einen gebrauchten Integrierten kauft, wird die Hinweispflicht umso größer, je günstiger das Fahrzeug ist.

Alle, die sich hier im Forum informieren, und das sind ja nur verschwindend geringe Wohnmobilfahrer, wissen jetzt, dass man sich erkundigen sollte. Alle anderen, die sich nicht die Zeit nehmen, sich mit unserem Hobby eingehender auseinanderzusetzen, müssen halt zahlen. "Dumm zahlt", war schon immer richtig. "Dumm" im Sinne von "nicht informiert haben" passt auch wieder bei diesem Thema.

Gast am 21 Jun 2009 10:23:16

Unabhängig vom Fabrikat muss dem Käufer VOR dem Kauf vermittelt werden, was im Service- und/oder Reparaturfall auf ihn zukommt. Die hier beschriebenen Probleme liest man in keinem Verkaufsprospekt und kein Verkäufer wird den Kunden darauf hinweisen.

Aus meiner Sicht muss es eine verbindliche Regelung geben, die dem Kunden Transparenz über den zu erwartenden Aufwand im Service- u. Reparaturfall gibt. Die Hersteller machen es sich aus Kostengründen bei der Produktion zu einfach - im PKW Bereich wäre sowas undenkbar. Das wäre doch eine Aufgabe für den ADAC ...

Fredl

agu am 21 Jun 2009 18:11:59

Ich nehme mal an, daß der MAN den gleichen Motorzugang wie mein Atego hat.
Zwischen den Sitzen wird eine Haube demontiert und man kommt wunderbar an den Motor. Der Mehraufwand ist relativ gering, es werden einige Abdeckfolien benötigt, damit der Teppich nicht schmutzig wird. Aber ausser bei einem Motorschaden muss man eh nicht an den Motor. Ölmessung erfolgt über den Bordcomputer und Zahnriemen ist nicht. Nach Aussage der Werkstatt muss man bei ca. 500.000 km u.U. mal nach den Steuerkette gucken. Für Öl- und Ölfilterwechsel gibts in meiner Werkstatt auch keine Mehrkosten.

Gast am 21 Jun 2009 18:35:28

agu

Hört sich gut an. Tolles Fahrzeug!

Noch etwas, weil ich gerade auf dem Stellplatz darauf angesprochen wurde:

Bei den Integrierten hat man sehr oft das Problem, bei einem Scheibenschaden schnell Ersatz zu bekommen. Das wird unterschiedlich lange dauern, kann aber bis zu Wochen und Monaten gehen, je nachdem, wie oft das Fahrzeug gebaut wurde oder wie alt es ist.

Hat man ein Serien-Führerhaus vom Ducato, Sprinter, LT, Transit und wie sie alle heißen, dürfte die Ersatzteilbeschaffung in allen europäischen Ländern wohl binnen eines Tages möglich sein, wenn nicht sogar in der Nähe jemand eine Scheibe vorrätig hat. Wie sind Eure Erfahrungen denn damit?

Man sieht: Zahnriemenwechsel ist nur ein kleiner Aspekt dieser ganzen Problematik.

Gast am 21 Jun 2009 18:47:01

zum Thema Atego:


Ich hatte mal mit Omnibussen auf Atego-Chassis zu tun und daher etwas Erfahrung sammeln können.
Die Wartungsarbeiten können beim Integrierten ohne Mehraufwand durchgeführt werden, wenn man von oben einigermaßen hinkommt.
Schwierig dürfte es werden, wenn mal ein Steckelement (Pumpe-Düse-Einheit) oder einer der drei Kühler getauscht werden muss.
Motorschäden sind zwar Gott sei dank selten, aber Lichtmaschine / Turbolader / Zylinderkopfdichtung etc. sind sicher auch bei gut gepflegten Fahrzeugen ab und zu ein Thema.....Und dann wünscht man sich ein kippbares Fahrerhaus.

Viele ,
westy75

lahmeente am 21 Jun 2009 21:55:55

schön wie das Thema sich entwickelt. Mit einem Integrierten ist man nicht billig unterwegs :(

Also ich habe heute noch weiter gesurft und gesucht. Das Thema läßt mich nicht los. Auf Ducato spezialisierten Seiten habe ich schon mal was gefunden:

Der Zahnriemen altert auch im Stand, d.h. für Fiat beginnt die Frist bereits ab Verlassen des Werks. Über die Fahrgestellnummer kann man beim freundlichen FIAT-Händler nachschauen, welche Wartungsmassnahmen anstehen, ob noch Rückrufe etc. ausstehen, und seit wann der Wagen geführt wird. Bei Überschreiten der dort vermerkten 5 Jahresfrist kann es zu Kulanzproblemen bei Fiat kommen, wenn es zu einem Überspringen oder Reissen des Zahnriemens kommt. D.h. wenn man ein laut EZ ein 4 Jahre altes Wohnmobil kauft, kann es gut sein, daß das Chassis bereits 5-6 Jahre alt ist. Der Hersteller hat wohl die Möglichkeit bei Fiat eine Korrektur vornehmen zu lassen, so dass das Chassis richtig datiert wird, allerdings die Zeit, die das Womo beim Händler auf den Käufer wartet, zählt auf jeden Fall mit. Damit wäre der Händler eigentlich in der Verantwortung den Wechsel zu übernehmen. Sollte nach Kauf ohne Wechsel der Zahnriemen reissen, wird es schwer sein dies dem Händler als Garantiefall auf Auge zu drücken. Daher am Besten mit der Fahrgestellnummer vor dem Kauf zum FIAT Händler. Ich werde es jedenfalls so versuchen.

Am saubersten wird es wohl sein, zusammen mit dem Verkäufer alle austehenden Wartungsmassnahmen bei Fiat zu erfragen und aufzulisten, und diese dann in den Kaufvertrag mitzuverhandeln.

Wie gesagt wenn mann vorher weiss, dass man alle 5 Jahre ca. 2000,- € mehr für Wartung zur Seite legen muss, ist das nicht schön, aber wenigstens kalkulierbar.

Das mit der Scheibe, ist das gleiche wie bei einem Parkrempler vorne, so billig wie bei einem Original Fahrerhaus, wird das nie. Die Airbags sind auch teurer (wenn es sie überhaupt gibt). Die Crash-Sicherheit steht in den Sternen, aber diese ist auch bei einem TI oder Alkoven nicht mit dem Original-Transporter vergleichbar.

Also man muss verrückt sein sich einen Integrierten zu kaufen, aber mit Vernunft ist nicht alles zu erklären.


LahmeEnte

Gast am 23 Jun 2009 05:00:50

gast hat geschrieben:
canter hat geschrieben:....
Alle, die sich hier im Forum informieren, und das sind ja nur verschwindend geringe Wohnmobilfahrer, wissen jetzt, dass man sich erkundigen sollte. Alle anderen, die sich nicht die Zeit nehmen, sich mit unserem Hobby eingehender auseinanderzusetzen, müssen halt zahlen. "Dumm zahlt", war schon immer richtig. "Dumm" im Sinne von "nicht informiert haben" passt auch wieder bei diesem Thema.



Guten Morgen,

interessanter Fred !
richtig, dem stimme ich zu ... obwohl man dann immer mehr von seinen Wunschmarken evt. abgeschreckt werden könnte. Und es gibt dann bald gar kein perfektes Wohnmobil ! oder ? :-)

Leberkaesbaron hat geschrieben:Unabhängig vom Fabrikat muss dem Käufer VOR dem Kauf vermittelt werden, was im Service- und/oder Reparaturfall auf ihn zukommt. Die hier beschriebenen Probleme liest man in keinem Verkaufsprospekt und kein Verkäufer wird den Kunden darauf hinweisen.

Aus meiner Sicht muss es eine verbindliche Regelung geben, die dem Kunden Transparenz über den zu erwartenden Aufwand im Service- u. Reparaturfall gibt. Die Hersteller machen es sich aus Kostengründen bei der Produktion zu einfach - im PKW Bereich wäre sowas undenkbar. Das wäre doch eine Aufgabe für den ADAC ...

Fredl


@Fredl,

Du magst ja recht haben und es ist ein Wunschdenken, aber das ist dann wohl meistens immer durch unabhängige Automibilclubs oder anderen Vereinen o. Verbraucherschutzvereinen zu realisieren.
Die Hersteller haben kein Interesse daran, der Verkäufer hat andere Aufgaben = ein Produkt an den Mann zu bringen, da sind ihm Folgekosten schlicht weg egal :!:
Der Gesetzgeber schlägt sich mit anderen unwichtigen Regelungen und Gesetzen herum.

pm hat schon einen Wohnmobilkatalog herausgegeben Anfang des Jahres, wo man eine gute Modellübersicht mit wichtigen technischen Grund- u. Aufbaudaten hat sowie Preisangaben, aber eben solche Berichte o. Angaben über technische Folgekosten wie z.B. "Zahnriemenwechsel " oder mehr fehlen überall.

dieter2 am 23 Jun 2009 10:52:05

Wir mußten bei unseren ex Hymer S660 auf DB die Ventilführungen erneuern lassen.
Die Hälfte ging von außen vorne,die andere Hälfte mußte von innen gemacht werden.

Es war jedenfalls eine große Sauerei hinterher.
Trotz auslegen mit Schutzmatten waren etliche Ölflecken im Wagen.

Und es wurde auch viel mehr Zeit gebraucht,was sich natürlich auch im Preis niederschlug.

Das war aber nur einer der Gründe uns keinen Vollintegrierten mehr zu kaufen.

Dieter

Gast am 23 Jun 2009 13:04:15

dieter2 hat geschrieben:Das war aber nur einer der Gründe uns keinen Vollintegrierten mehr zu kaufen.


ACK, die Diskussion über Vor- u. Nachteile verschiedener Konzepte würde abendfüllend :)

Natürlich schaut so ein M-Liner oder grosser Concorde gut aus - sehr repräsentativ und imponierend. Letztendlich sind aus meiner Sicht die Gründe für einen Alkoven mit Serienfahrerhaus:

- jede Werkstatt kann an dem Auto (ohne Mehraufwand) rumschrauben und reparieren.
- Ersatzteilbeschaffung - auch bei Unfall u. besonders Windschutzscheibe) funktioniert europaweit schnell u. zuverlässig.
- Die Serienversion musste Crashtests bestehen - wie das bei einem VI aussieht, weiss ich nicht.
- deutlich bessere Isolierung sowohl gegen Hitze als auch gegen Kälte im Wohnraum.

Schönheit war schon immer teurer ... nicht nur bei den Frauen :D

Fredl

lahmeente am 23 Jun 2009 14:02:06

Leberkaesbaron hat geschrieben:- jede Werkstatt kann an dem Auto (ohne Mehraufwand) rumschrauben und reparieren.
- Ersatzteilbeschaffung - auch bei Unfall u. besonders Windschutzscheibe) funktioniert europaweit schnell u. zuverlässig.
- Die Serienversion musste Crashtests bestehen - wie das bei einem VI aussieht, weiss ich nicht.
- deutlich bessere Isolierung sowohl gegen Hitze als auch gegen Kälte im Wohnraum.

Schönheit war schon immer teurer ... nicht nur bei den Frauen :D


Hallo,

das mit der Werkstatt, den Ersatzteilen und Crashtest sehe ich leider auch so. Auch das mit der teuren Schönheit :D

Aber die bessere Isolierung beim Alkoven ist nur dann der Fall, wenn das Fahrerhaus abgetrennt werden kann, dies ist bei den meisten Alkoven heute nicht mehr der Fall, da auch hier eine Halbdinette und Pilotensitze verbaut wird. Da ist die Auswahl schon deutlich eingeschränkt. Solche Alkoven und Teilintegrierte mit Originafahrerhaus sind da ggf. sogar schlechter isoliert als ein Vollintegrierter.
Die alten Carthago Alkoven hatten schon was, werden aber nicht mehr gebaut.

Also ich grübel weiter, ob und was ich mir da mit einen VI antun werde. :?


LahmeEnte

Gast am 23 Jun 2009 14:11:22

lahmeente hat geschrieben:Aber die bessere Isolierung beim Alkoven ist nur dann der Fall, wenn das Fahrerhaus abgetrennt werden kann, dies ist bei den meisten Alkoven heute nicht mehr der Fall, da auch hier eine Halbdinette und Pilotensitze verbaut wird.

Das ist natürlich richtig. Ich ging von einer richtigen Abtrennung des Fahrerhauses aus (Winterwand mit Tür).
Die alten Carthago Alkoven hatten schon was, werden aber nicht mehr gebaut.

Kann ich nur aus eigener Erfahrung bestätigen. Selbst das Angebot an gebrauchten Carthago Alkoven ist sehr übersichtlich ... mein Händler in Lennestadt erzählte mir vor einiger Zeit, dass ihm ein 5 Jahre alter Carthago Mondial schier aus den Händen gerissen wurde.

Vielleicht ändert sich die Modellpolitik auch mal wieder und orientiert sich weniger an der Optik als am Kundenwunsch und der Realität.

Fredl

camperfrank am 23 Jun 2009 17:44:10

Hallo,

hier wird ja sehr oft vom Menschenverstand bezw. Lebenserfahrung gesprochen, aber einiges Verstehe ich nicht so richtig.

Wenn ich mir ein 150000€ teures Reisemobil kaufen kann, dann sollte ich auch die Folgekosten bezahlen können.
Das war doch schon beim 911er so. Damals für 35000DM einen gut gebrauchten gekauft und dann festgestellt das für ne neue Kupplung der Motor raus musste. Damals ab 7000DM aufwärts.

Heute gibt es das Net, damals die Kneipe. Finde es gut dass es noch Te"s gibt wie hier in diesem Thread, aber pauschal jetzt auf die HErsteller einzuschlagen oder den Gesetzgeber zu fordern finde ich daneben.
Ich möchte hier nicht auf einzelne Beispiele eingehen, aber welcher Geschäftsmann schickt Mandanten o. Kunden weg?

Welcher Imbissbudenbetreiber sagt zu nem "Dicken", es gibt keine Pommes,.. und Majo schon mal gar nicht.

Denk an deine Gesundheit, das kostet uns nur wieder erhöhte Krankenkassenbeiträge.......

Ich lese jetzt schon einen neuen Thread unter dem Motto:" Concordhändler wollte mir armer Wurst keinen gebrauchten verkaufen. Folgekosten für einen Stahlarbeiter trotz Contischicht nicht bezahlbar!!!!!!

Kleine Durchsicht beim 3 Jahre alten Vario incl. größeren Flachbildschirm und neuem Teppich 7500€.....
:D
Auch das ist hier schon oft geschrieben worden. Lasst euch Luft (Kapital) für spätere Reparaturen.

Gast am 23 Jun 2009 17:52:44

... und damit alle in die Lage versetzt werden, genug Polster anzusammeln, um die teilweise horrenden Mehrkosten zu bezahlen, weisen wir darauf hin. Denn sonst erfährt man kaum etwas davon.

camperfrank am 23 Jun 2009 18:04:17

Eben dass finde ich absolut Richtig. Aber leider denken viele (ich teilweise auch) ach das wird so nicht sein.
Das ist dann wenn es in die Hose geht, Lehrgeld! :?

Eine Frage bezügl. des Zahnriemens.
Eigendlich wäre doch der HErstellungstag oder ein Aufdruck mit dem MHD die richtige Praktik???
In Knuffingen beim Rentner "HEribert" der nur noch Hobbymäßig ab und an was macht und zufällig noch einen "Riemen" in einer Wehrmachtskiste vorrätig hat...... :ironie:

erlöscht dann die Gewährleistung des Riemens beim verlassen des Betriebshofes :denk:

Gast am 23 Jun 2009 20:58:44

camperfrank hat geschrieben:Wenn ich mir ein 150000€ teures Reisemobil kaufen kann, dann sollte ich auch die Folgekosten bezahlen können.


Im Prinzip natürlich richtig wobei ich nicht wissen möchte, wieviele von diesen dicken Brummern Spitz auf Knopf finanziert sind :D

Allerdings muss man diese Folgekosten auch kennen und hier sehe ich eher eine gewisse Verschleierungstaktik. Für den PKW und LKW Bereich gibt es bei turnusmässigen Servicearbeiten AW's (Arbeitswerte), deren Höhe in der Werkstatt aushängt. So weiss man schon vorher, was in etwa auf einem zukommt, weil Inspektionen vom Hersteller zeitmässig geplant sind. Das ist bei unserem Thema nicht mal ansatzweise der Fall - fast jedes Womo ist anders aufgebaut und die Überraschung kann unangenehm werden.

Natürlich ist es albern einen 200.000 € Bomber zu fahren und dann wg.
1000 € Mehrkosten den finanziellen Exitus zu erleben.

Fredl

lahmeente am 24 Jun 2009 00:37:52

Ja Hallo,

kaum komme ich abends später aus der Kneipe zurück, schon verpasse ich hier die tollste Diskussion. :D

Also 200.000,- € wäre schon toll, aber bei einem CHIC I47 muss man dann schon mit Vergolden anfangen, um den Preis zu erreichen. Die Fahrzeuge die ich mir zur Zeit anschaue waren mal so bei 95.000 € Listenpreis, und sind jetzt bei ca. 60.000-65.000 € angekommen. (Immer noch genug Geld !) Wenn man nun mehrere Angebote vergleicht, dann ist mir die erledigte Wartungsarbeit wichtiger, als z.B. der TFT Bildschirm, den kann ich mir nämlich dann besser neu kaufen. Ansonsten gehöre ich leider der Spezies an, die vorher gerne weiss, was auf mich zukommt. Das versaut mir dann jeglichen Spontankauf, aber rettete mich auch vor mancher Dummheit :!:

Bzgl. des Alters des Zahnriemens, ich weiss es nicht. Ggf. halten die Dinger länger und die Alterung im ungespannten Zustand ist nicht so wild. Aber das Risiko würde ich gerne vermeiden, und hoffe, daß die Fiat Werkstatt einen neuen Zahnriemen verwendet.

Mir ginge es übrigens auch nicht um das Beklagen der ach so teuren Wartungskosten, sondern nur um die Information. Denn ich bin darauf auch nur per Zufall gestoßen.

Also gute Nacht, oder guten Morgen
LahmeEnte

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