rump
luftfederung
hallo
Links zu ebay oder Amazon sind Werbelinks. Wenn Sie auf der Zielseite etwas kaufen, bekommen wir vom betreffenden Anbieter Provision. Es entstehen für Sie keine Nachteile beim Kauf oder Preis.

Das GOGOLOBIL unterwegs: im Baltikum 2009 1, 2


Gogolo am 03 Sep 2009 12:28:51

Jetzt bin ich nach über 4 Wochen wieder zurück und werde hier so nach und nach meinen Reisebericht über die erste große Urlaubsfahrt mit dem Gogolobil hier einstellen:

31.07.2009

Der Tag ist bewölkt und es ist noch einiges zu tun. Das Gogolobil ist noch mit Kleidung und frischen Lebensmitteln einzuräumen (die müssen erst noch besorgt werden) und auch noch aufzutanken. Gogoline kommt um 12:30 Uhr von der Arbeit – es ist schon alles fix und fertig, das Gogolobil scharrt schon mit dem Profil auf dem Asphalt. Die Abfahrt ist dann um kurz nach 13 Uhr von Rosenheim.

Zunächst läuft alles noch problemlos, aber schon ab München sind auch in Richtung Norden schon Staus auf Antenne Bayern angekündigt. Diese treffen auch zuverlässig ein. Den schlimmsten Stau erleben wir aber vom Vogtländer Dreieck bis nach Plauen – dort stehen wir zwei Stunden rum bzw. es geht nur im Schneckengang. Grund eine Baustelle, die die Fahrbahn auf eine Spur verengt. Warum aber dann der Stau so ist, dass mann/frau oftmals mehrere Minuten auf der Stelle steht, ist uns nicht ersichtlich. Kurz und gut – wir sind genervt und fahren dann auf die Raststätte Vogtland wo wir etwas zu abend essen (gute Soljanka und Sülze mit Bratkartoffeln). Die Übernachtung findet auch auf dem Rastplatz statt. Es ist zwar laut, aber ich schlafe trotzdem tief und fest.

Heutiges Fahrpensum: 393 km


01.08.2009

Nach einem gemütlichen Frühstück – es ist schließlich Samstag, und da gibt es immer ein gutes Frühstück – fahren wir weiter. A propos „gutes Frühstück“: wir haben eingefrorene Brezen und Körnersemmeln von zu hause mit dabei und die werden im Gasbackofen super knusprig aufgebacken; dazu natürlich Kaffee, Saft, weichgekochtes Ei, diverse Wurstsorten, Fleisch- und Fischsalat sowie Marmelade und Honig.

Um ca. 9 Uhr fahren wir weiter. Ursprünglich wollten wir gestern noch Dresden erreichen, was aber aufgrund des Staus nicht möglich war – heute fahren wir daran vorbei und beschließen diese Stadt ein anders mal eingehend zu besichtigen. Wir wollen heute noch den Spreewald erreichen. Auch auf dieser Fahrt geraten wir in einen Stau kurz vor Lübbenau. Allerdings ist dieser kürzer und wir können an der nächsten Ausfahrt ausfahren und Lübbenau über die Landstasse gut erreichen und kommen noch vor der Mittagspause am „Schlosspark Camping Lübbenau“ an und erhalten einen schönen Platz.

Ziemlich bald kommen wieder einige Leute am Gogolobil vorbei und bestaunen das Gefährt. Manche trauen sich auch, etwas zu fragen. Die meisten schauen aber das Gogolobil nur von Ferne an (als ob wir so aussehen würden, dass wir bei jeder Frage gleich beissen….). Am Nachmittag machen wir einen Spaziergang über den Schlosspark in die Altstadt von Lübbenau. Dort findet heute ein Hafenfest statt und am Fährhafen spielt eine Kapelle volkstümliche Musik – die Touris tanzen dazu. Wir verkneifen uns dies, kaufen statt dessen ein paar Gläser Spreewälder Gurken und sitzen uns in ein Cafe und essen Plinsen zum Kaffee.

Erst sehr spät wird es etwas kühler. In der Nacht findet pünktlich um Mitternacht ein Feuerwerk statt –wir bleiben aber in unseren Betten.


Es geht bald weiter....

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

kompakt am 03 Sep 2009 12:42:08

Freu, freu, freu! :)
Das Gogolobil in Aktion!!!
Und bei Euch würde ich gerne mal mitfrühstücken (bis auf den Fischsalat, brrr), hört sich total lecker an. :)
Jetzt freu ich mich auf die Fortsetzung.....

Anne42 am 03 Sep 2009 18:58:35

hallo Gogolo, freue mich schon auf den Bericht und die hoffentlich viele Fotos :razz:

Anzeige vom Forum


Gogolo am 03 Sep 2009 20:03:34

Es geht weiter, aber vorher noch zum Fischsalat: den liebe ich zum Frühstück seit wir in Skandinavien waren, und dort gibt es besonders guten Fischsalat oder Heringe in Zwiebeltunke.

Aber jetzt:

02.08.2008

Heute hat meine Gogoline Geburtstag und ich richte den Frühstückstisch im Freien her. Um 10 Uhr beginnt eine rund vierstündige Spreewald-Kahntour. Obwohl es ca. 33 Grad warm/heiß wird ist es auf den Spreewaldkanälen und auf dem Kahn angenehm kühl. Wir fahren auch abseits der üblichen Kurztouren und erleben den Spreewald in seiner vollen Pracht. Jens, der Kahnführer erzählt sehr viel informatives über die Gegend und über Fauna und Flora des Spreewaldes. Es ist eine sehr schöne Gegend und wir werden, wenn wir mal eine richtige „Deutschlandtour“ machen, sicher länger im Spreewald bleiben und auch mit dem Fahrrad die nähere und weitere Umgebung erkunden. Heute ist es aber viel zu heiß dazu.


Nachmittag sitzen bzw. liegen wir im Schatten, denn alleine vom denken fangen wir schon an zu schwitzen. Ein guter, starker Espresso tut das seinige dazu, dass wir noch mehr schwitzen. Für den Abend sind Gewitter und eine starke Abkühlung vorher gesagt. Die hält uns aber nicht auf, in die Orangerie des Schlosses von Lübbenau zum Abendessen zu gehen. Wir setzen uns im Freien unter die Bäume und beobachten während des Menüs ständig den Himmel, denn wir müssen ja auch den Weg wieder zurück gehen, was bei einem Unwetter nicht gerade prickelnd ist. Aber der Himmel meint es gut mit uns und lässt uns trocken zum Gogolobil zurückkehren.

Erst in der Nacht fängt es zu regnen an und es kühlt auf angenehme Temperaturen ab.




03.08.2009

Wir stehen zeitig auf, denn seit zwei Tagen „spinnt“ die Klimaanlage, d.h. die Kühlung funktioniert nicht mehr richtig. Nach einer anfänglichen Kühlleistung kommt aus den Düsen nur noch ungekühlte Luft – wahrscheinlich fehlt Kältemittel im Kühlkreislauf. Ich möchte daher auf dem Weg nach Polen noch eine Iveco-Vertragswerkstätte aufsuchen. Die erste Werkstätte, die wir anfahren, hat aber im Juni ihre Pforten als Iveco-Werkstatt geschlossen. Wir werden auf eine große Werkstätte nach der polnischen Grenze vertröstet. Dort wird uns aber sehr freundlich weitergeholfen und die Klimaanlage mit einem neuen Kältemittel gefüllt und die Anlage auf ein eventuelles Leck untersucht (aber nichts gefunden). Beinahe hätte es mit der Garantie Schwierigkeiten gegeben, denn das Gogolobil war bei Iveco noch nicht registriert und ich habe meine Garantieunterlagen noch nicht bekommen. Der dortige Werkstattleiter hat aber kurzerhand bei Bimobil in Deutschland angerufen und unbürokratisch die Sache für mich geregelt. Nach einer guten Stunde können wir weiterfahren. Nach dem Urlaub muss ich mich gleich um das offizielle Garantie- und Servicebuch kümmern!

Auf der gesamten Strecke bis Stettin regnet es. Auch als wir am dortigen Campingplatz ankommen hört es zwischenzeitlich kurz auf und fängt nach dem Abendessen (es gibt Nudeln mit Gemüse) wieder heftig an. Die Lust, Stettin näher zu besichtigen, ist auf Null gesunken. Entweder ist es zu heiß etwas zu unternehmen oder es regnet. Bis jetzt haben wir unsere Räder „umsonst“ mitgenommen. Auch die Nordic-Walking-Stöcke sind noch unbenutzt im Keller des Gogolobils. Wenigstens ist hier auf dem Campingplatz ein offenes WLAN, was ich bei dem Sch….-wetter auch reichlich ausnutze.


Es geht bald weiter...

Gogolo am 03 Sep 2009 20:14:45

Und schon geht die Fahrt weiter:


04.08.2009

Wir fahren weiter. Die nächste Station ist Danzig (Gdansk). Es regnet immer wieder, aber es reißt auch manchmal auf – ein ideales Fahrwetter, denn wir müssen heute „Strecke machen“ (es sind rund 350km nach Danzig). Dabei sind die Straßenverhältnisse sehr unterschiedlich. Zunächst ist die Straße recht gut, aber je weiter wir nach Osten und aufs Land kommen, desto holpriger wird die Sache. Pilzsammler bieten auf der Straße ihre Beute an. Ebenso gibt es an den Straßenrändern Blaubeeren und Honig zu kaufen. Wir halten gleich bei der ersten Stelle an, wo zwei Mädchen die Pilze verkaufen. Wir kaufen dort Steinpilze, Pfifferlinge und ein Glas Honig (insgesamt für 8 Euro). Da ich aber meinen Kragen nicht voll bekomme, erstehen wir am Nachmittag nochmals Rotkappen (500g), Steinpilze (1kg) und Pfifferlinge (1kg) für ebenfalls rund 8 Euro.

Am späten Nachmittag kommen wir am Campingplatz (ausgesucht aus dem ADAC-Führer) bei Danzig (Sopot) an und stellen fest, dass der Platz schon fast voll ist. In ein letztes Plätzchen parke ich mit dem Gogolobil ein, dann wird ein schönes Schwammerlgemüse gemacht und mit einer zwischenzeitlich aufgetauten Semmelknödelrolle verspeist. Anschließend gehen wir an den Strand, denn die Ostsee ist nur durch einen Radfahrweg vom Campingplatz getrennt. Meine Gogoline mag doch soooo gerne Strandspaziergänge. Dabei testen wir gleich unsere neuen Strandschuhe.


Bald geht es wieder weiter...

naty64 am 03 Sep 2009 22:12:35

Klasse Fotos, es macht immer wieder Spaß, Deine Berichte zu lesen. Danke dafür!
Die Strandschuhe sind ja klasse :)
Die Bilder vom Spreewald erinnern mich an unseren Urlaub, der leider schon vorbei ist.

Gogolo am 03 Sep 2009 22:15:20

05.08.2009

Wir brechen zeitig auf, denn wir besichtigen Danzig. Zwar ist es zur Stadt nicht weit, aber mit den Parkplätzen wird es wohl so eine Sache sein. Am Anfang muss ich in einer engen Straße wenden (mit dem Gogolobil kein Problem) und gleich am ersten bewachten Parkplatz werden wir auch noch wegen der Größe des Fahrzeugs abgewiesen. Aber ich finde gleich in der Nähe einen schönen öffentlichen Parkplatz. Der ist zwar nicht bewacht, aber ich ergreife alle dafür vorgesehenen Vorsichtsmaßnahmen, damit uns das Gogolobil nicht entwendet werden kann. Dann besichtigen wir die Altstadt mit ihren schönen Patrizierhäusern und kaufen uns – weil wir Durst bekommen – eine Cola.

Wir fahren nach der Besichtigung von Danzig nach Malbork. Dort befindet sich ein Weltkulturerbe der UNESCO, die Marienburg, die größte aus Backsteinen errichtete Festung Europas bzw. das weltweit größte Backsteinschloss. Wir bleiben aber nicht lange und schauen uns die Burg nur von außen an, denn es stehen ein paar hundert Leute vor der Ticketausgabe für die Schlossbesichtigung….

Anschließend geht es weiter. Ich möchte unbedingt einen Punkt anfahren, den ich aus dem Internet habe, und zwar zu einer Schiffshebeanlage mit einem Schrägaufzug am oberländischen Kanal bei Elblag. Aber nicht direkt in Elblag, sondern ziemlich außerhalb bei Jelonki, wo man recht schön beobachten kann, wenn die Schiffchen mit Wasserkraft über die schräge Ebene gezogen werden. Unglücklicherweise verlasse ich mich auf die mitgeteilten Geo-Daten und werde vom Navi über enge Dörfer und Felder gelotst – bis es nicht mehr weitergeht. Also umdrehen! Die Straßen sind abenteuerlich und sehr eng und schon mache ich ins Gogolobil den ersten Kratzer durch einen hohen Strauch in ein Fenster. Schöne Schei…! Das muss ich dann zuhause versuchen wieder auszupolieren. Ich navigiere nunmehr nach Orten in der Nähe des Ziels und weil ich ohnehin tanken muss kaufe ich gleich eine Landkarte für mein Bionavi. Schließlich erreichen wir doch noch das Ziel. Ich hätte mich schon geärgert, wenn ich dies nicht erreicht hätte.

Wir stehen unmittelbar an einem schönen Platz direkt am Schrägaufzug und warten auf die Schiffchen, die morgen Vormittag kommen sollen.



Morgen geht es weiter.....

kompakt am 04 Sep 2009 00:33:38

Ärger Dich nicht über den Kratzer, auf den Touren, die Du planst, kommen bestimmt noch mehr dazu. :wink:
Und jeder Kratzer ist eine Erinnerung!
Die Festung ist wunderschön, sie sieht auf den Fotos aus, wie gemalt. :)

Tipsel am 04 Sep 2009 01:00:03

Kratzer am Womo sind wie Narben bei Kindern und bezeugen aktives Leben. Auch Kindern tun die Kratzer weh, aber selbst im hohen Alter erinnern sie uns an tolle Erlebnisse. Lass sie dran.

Wir haben sogar immer die Fliegen am Alkoven drangelassen, denn daran hat man gesehen, dass wir nicht nur aufm CP rumgestanden haben :D :D :D

Bin gespannt, wie es weitergeht.

lexa36 am 04 Sep 2009 09:13:22

Nicht mehr ärgern wegen den kleinen Kratzern, er werden nicht die letzten sein.

Sondern sich an dem schönen Wohnmobil, und dem schönen Urlaub erfreuen :!:

uschi-s am 04 Sep 2009 10:01:01

Auch wir haben einen richtig tiefen Kratzer (kann man fast nicht mehr so bezeichnen) und wissen nicht, wie er drangekommen ist. Natürlich ärgert man sich darüber und ich überlege, wie wir ihn wieder wegbekommen. Mit Polieren ist das nicht getan. Aber tiefer Kratzer in Alu? Muss mal schauen.
Ich freue mich auf die Fortsetzung.

Gogolo am 04 Sep 2009 11:08:18

Ihr habt recht - der erste Kratzer tut noch weh. Und wenn ich mir vorstelle, was auf meinen Reisen nolch Kratzer reinkommen werden, dann ist der erste kratzer gleich nicht mehr so schlimm. Aber jetzt geht es wieder weiter:


06.08.2009

Und die Schiffchen kommen gegen 10 Uhr. Aber zunächst besichtigen wir noch das Maschinenhaus in dem nur mit Wasserkraft die Schiffe auf einer Plattform über den Schrägaufstieg gezogen werden. Das Ganze funktioniert schon seit über 100 Jahren und kommt vollständig ohne Strom aus! Ich bin echt begeistert. So etwas gefällt mir wesentlich besser als eine Besichtigungstour in einem alten Schloss. Auch meiner Gogoline gefällt das sehr.

Wir fahren dann weiter. Heute ist die Fahrtstrecke nicht übermäßig lange (nur ca. 180 km), wir sollten unser Zwischenziel in den Masuren gegen 14 Uhr erreichen – so die Prognose des Navi. Dort wollen wir uns nach einem ruhigen Campingplatz umsehen, den wir dann auch auf der Rückfahrt nutzen wollen. Die Vorgaben sind: Platz am Wasser, Ruhe und etwas abseits der Hauptstraße. Auch müssen wir noch Ent- und Versorgen – es ist zwar noch nicht knapp, aber wir wissen nicht, was da noch auf uns zukommt.

Und wir finden diesen Campingplatz auf der Strecke zwischen Mragowo und Mikolajki bei Jora Wlk (21° 30’ 05 O, 53° 52’ 04 N). Er nennt sich Camping Christian und wird von einem Deutschen geleitet, der eine Polin zur Ehefrau hat. Der Platz ist einfach, aber sehr schön gelegen. Wir werden heute Abend dort etwas essen. Auch frische Pilze hat uns der Schwager des Campingplatzbesitzers verkauft. Die gibt es morgen als Pilzpfanne mit Eiern zum Frühstück.

Am Abend essen wir Pirogen, das sind so Teigtaschen aus Kartoffelteig, gefüllt mit Hackfleisch (die gibt es auch mit Blaubeerfüllung). Und weil meine Augen größer sind als mein Magen, bestelle ich vorher noch eine Suppe, wie sie hier in Polen so üblich ist, mit Kraut und Fleisch drin. Suppe und Pirogen kommen zeitgleich an den Tisch, dazu noch je einen Salat. Wir sind anschließend pappsatt. Am Gogolobil zurück, bleiben wir noch lange draußen bei einem schönen Wein sitzen und beobachten die Sterne und den Vollmond.


07.08.2009

Heute spannen wir etwas aus und machen einen Ruhetag, damit wir erst nach dem Wochenende auf der Kurischen Nehrung (Litauen) ankommen – diese möchte ich unbedingt sehen, wenn möglich mit wenig Wochenendtouristen. Bis dahin sind aber noch 2-3 Fahrtage.

Das Wetter ist unverändert sehr gut: vormittags strahlend blauer Himmel, nachmittags kommen einzelne Cumuluswolken auf aber es bleibt trocken. Die Temperaturen erreichen schon 30-32 Grad. Nach einem guten Frühstück mit der erwähnten Pilzpfanne fahren wir mit den Fahrrädern (Gogoline dachte schon, dass diese gar nicht mehr zum Einsatz kommen….) am See entlang nach Mikolajki. Das sind hin und zurück nur 22km, aber zunächst geht es über tiefe Sandstraßen mit Wellblechpisten in Kiefernwäldern immer am See entlang über einzelne Feriensiedlungen zu diesem Ort. Wir sind erstaunt, dass wir doch so nahe an Mikolajki dran sind. Der Ort, der als „Ballermann“ der Masurischen Seen bekannt ist, gefällt uns gar nicht. Da sind wir viel lieber auf unserem einfachen aber schnuckeligen Campingplatz in schöner, ruhiger Umgebung. Deshalb halten wir uns auch nicht lange in diesem Touristenort auf und fahren alsbald wieder zurück.

Am Nachmittag plane ich schon die morgige Fahrtstrecke, denn wir werden Polen verlassen und nach Litauen einreisen. Meine Gogoline erweist sich wieder als Bedenkenträgerin: ob das doch sicher ist, ob wir dort auch Stellplätze finden, ob wir auch ent- und versorgen können,… Mich zieht es aber weiter um etwas Neues zu sehen und zu entdecken. Ich hoffe, ich habe die Bedenken ausräumen können.

Heute Abend gibt es warme Kartoffeln mit Butter, Käse und Wurst, dazu kühles Bier.



Die nächsten Tage folgen gleich...

Gogolo am 04 Sep 2009 11:19:29

08.08.2009

Nach einem letzten Supermarkt-Einkauf und Tankstopp in Polen erweist sich die Einreise nach Litauen als problemlos. Wir fahren allerdings nicht über die „große Grenze“ bei Suwalki, sondern auf einer schönen Alleestraße über den Grenzübergang bei Ogrodniki, da dieser wegmäßig günstiger für die Fahrt nach Vilnius ist. An der polnischen Grenze steht niemand, die Gebäude sind verwaist. Nach 200m kommt die litauische Grenze, dort sitzen zwar zwei Zöllner auf einer Bank, aber niemand macht anstalten aufzustehen und unsere Ausweise zu kontrollieren. Gelangweilt winken sie uns durch.

Die Straßen in Litauen sind hervorragend – zumindest die Hauptstraßen. Topfeben geht es durch Wälder und an schönen Seen vorbei und auch hier stehen immer wieder Leute am Straßenrand und wollen Pfifferlinge und Blaubeeren für kleines Geld verkaufen. Manche jüngere Frauen verkaufen sich auch selbst... Und nach einer schönen Fahrt bei wunderbaren Wetter erreichen wir am Nachmittag die Hauptstadt Vilnius. Das Navi führt uns zwar zur richtigen Straße – nur ist diese in drei Sektoren aufgeteilt und das kennt das Navi natürlich nicht. Fazit: der Stadtcampingplatz von Vilnius ist vorerst nicht zu finden. Wir fragen und fragen, aber keiner kann uns so richtig den Weg nennen. Erst bei einer Tankstelle treffe ich zwei Männer, die mir weiterhelfen können. Zunächst ist aber der eine ganz begeistert vom Gogolobil und bittet um Erlaubnis, einige Fotos machen zu dürfen um sie in das litauische Offroad-Internetforum einzustellen. Er kriecht förmlich unter das Fahrzeug um die Technik zu fotografieren.

Nach einer Viertelstunde, in der uns wegen dem Fahrzeug Löcher in den Bauch gefragt werden, fährt der andere Litauer mit seinem Pkw uns voraus und lotst uns bis unmittelbar zum Eingang des Campingplatzes. Das ist eine sehr freundliche erste Begegnung mit der
Bevölkerung Litauens. Die zweite freundliche Begegnung ist gleich auf dem Campingplatz durch den dortigen Platzwart, denn wir haben bislang noch keine Gelegenheit, Geld in die Landeswährung umzutauschen. Er meint, dass das kein Problem sei, gibt uns zwei Tickets für eine Fahrt mit den öffentlichen Verkehrsmitteln und sagt, dass wir das alles dann morgen bequem zahlen können, wenn wir in der Stadt Geld getauscht haben.

Der Campingplatz selbst ist ein ehemaliger Parkplatz der sog. Litexpo und hat einen dementsprechenden Charme eines asphaltierten Platzes ohne Rasen. Allerdings geht gleich in der Nähe des Campingplatzes der Bus Nr. 16 direkt ins Zentrum von Vilnius. Wir fahren in die Stadt, steigen an der Endstation Bahnhof aus und lassen uns nach kurzem Fußweg sogleich vom pastellfarbenen Charme dieser Stadt begeistern. Die Altstadt mit ihren vielen Kirchen (überwiegend orthodoxe Kirchen) ist wunderschön restauriert und hat im Abendlicht einen tollen Glanz, den ich versuche auf den Fotos einzufangen. In einer der Kirche ist gerade ein schönes Konzert mit wunderschönen Stimmen - wir verweilen hier etwas. Anschließen gehen wir noch die ganze Altstadt ab und essen dann noch in einem Lokal die landestypischen Kartoffelvariationen (schmecken sehr gut). Leider geht offensichtlich bei der Bestellung etwas schief, denn wir bestellen noch als Vorspeise gekochte Scampi in Chilisauce – die Bedienung bringt dann Vorspeise und Hauptspeise zur gleichen Zeit. Auch dauert es ewig, bis endlich das Essen kommt.

Die Rückfahrt zum Campingplatz und die dortige Nacht sind problemlos. Zwar steht auf dem Campingplatz noch eine Horde italienischer Womos, aber nach kurzer Zeit herrscht auch dort vor den Fahrzeugen Ruhe.


Der nächste Tag kommt auch gleich...

Gogolo am 04 Sep 2009 11:31:30

09.08.2009

Da wir ja schon am Vorabend die Stadt eingehend besichtigt hatten, können wir heute gleich weiterfahren. Zuvor fragt uns aber noch ein italienisches Ehepaar über unser Gogolobil aus. Dem Italiener hat es insbesondere unser „Freisitz“ angetan und er sagt immer: „bella, bellissima“.

Wir machen aber zunächst noch einen Ausflug nach Trakai, das mit vielen bunten Holzhäusern und die auf einer Insel gelegene, backsteinerne und im gotischen Baustil erbaute „Salos pilis“ (Inselburg). Wir verzichten aber auf eine Besichtigung der Burggemächer sondern erfreuen uns an der schönen Umgebung, da das Wetter immer noch herrlich ist.

Weiter geht es dann auf die rund 200km Fahrt nach Klaipeda um auf der kurischen Nehrung ein paar Tage zu verbringen. Ich beschließe ferner, die noch auf einer Exel-Datei von mir täglich penibel ausgefüllte Statistik über gefahrende Kilometer, Dieselverbrauch, Übernachtungskosten, usw. ab sofort nicht mehr weiter zu führen, denn ich bin ja im Urlaub und nicht beim Statistischen Landesamt beschäftigt. Und was mich wie viel kostet, ist mir solange egal, wie genug Geld da ist.

Gegen 15 Uhr kommen wir in Klaipeda an. Die Fahrt dorthin ist ohne besondere Höhen und Tiefen, denn es führt eine Art Autobahn dorthin. Den Tempomat auf ca. 90 km/h eingestellt brauche ich nur noch das Steuer festhalten und gerade aus lenken, denn auch die Straße hat fast keine Kurven. Den Fährhaven habe ich im Navi einprogrammiert. Ich glaube, das Navi mag mich nicht, denn es führt mich zunächst zum Frachtterminal außerhalb der Stadt. Erst nach mehrmaligen fragen von Passanten komme ich zum richtigen Fährterminal auf die kurische Nehrung. Dabei wäre es sooo einfach gewesen, wenn ich nur das andere Terminal im Navi eingegeben hätte (es standen zwei Terminals zur Auswahl….). Das Auf- und Abfahren von der Fähre ist für das Gogolobil ein Kinderspiel, denn im Gegensatz zu den anderen Fahrzeugen brauche ich nicht auf die notwendige Bodenfreiheit zu achten. Zu beobachten sind viele Wochenendausflügler, die in einem endlos langen Stau auf die Rückfahrt mit der Fähre warten müssen. Bewusst haben wir die Anreise auf die Nehrung auf den Sonntagabend gelegt, um diesen Wochenendurlaubern aus dem Weg zu gehen. Zum Campingplatz in Nida sind nach der Zahlung einer Umweltabgabe für die Straßenbenutzung noch rund 50km zu fahren, die Straße ist manchmal etwas eng und wellig und ich muss auf die Bäume achten, deren Äste in die Straße hineinragen. Freies Übernachten ist auf der kurischen Nehrung nicht möglich, da das gesamte Gebiet unter Naturschutz steht.

Wir können uns auf dem Campingplatz einen Stellplatz unter Birken und Föhren mit kleinem Rasenteil aussuchen. Da noch genügend Zeit ist, machen wir einen Abendspaziergang zur mit 60m höchsten Wandersanddüne Europas mit einem schönen Blick auf Nida und das Haff in der Abendsonne.

Im Gefrierschrank habe ich noch ein Karottencremesüppchen mit Ingwer und Zimt von zuhause. Dazu ein Baguette und einen gemischten Salat. Anschließend wird der Tag noch mit einem Glas Rotwein beendet.


So, eine jetzt wieder eine kleine Pause bei den Berichten....

CKgroupie am 04 Sep 2009 17:19:57

Klasse, ein Bericht vom Gogolobil!
Tolle Bilder, Gogolo und ein sehr interessanter Bericht. Ich freue mich schon auf mehr!

uschi-s am 04 Sep 2009 17:37:38

Das ist ein toller Bericht mit wunderschö´nen Fotos. Es warten sicher schon viele auf den Rest der Reise.

Gast am 04 Sep 2009 17:53:45

Mensch Gogolo,

wenn ich in Deinem Alter auch mit meiner Frau zusammen so verreisen kann wie Du, dann bin ich der glücklichste Mensch der Welt.

Ich wünsche Dir noch viele schöne Reisen (und uns hier die Berichte :D ).

Allzeit gute Reise!

Chris_62 am 04 Sep 2009 19:55:37

Ich bin begeistert von der Reise und den Bildern !

Auch von den Strandschuhen ...die hätten bei der Gogoline auch rotlackierte Nägel aufarbeiten können :wink:

Würde sofort mit Euch verreisen , nur nicht mit Euch frühstücken :D

Ich liebe zwar Pilze ...aber gleich morgends....nööö...

Ob Ihr mal an das litauische Off -Road-Magazin drankommt ???

Bin gespannt wie es weitergeht........

:daumen2:

Gogolo am 05 Sep 2009 21:08:03

So, jetzt kann ich endlich weitermachen, da das Bild zu Ventspils im Reiseraten erraten wurde.


10.08.2009

Der Wettergott meint es auch heute sehr gut mit uns, deshalb kommen die Fahrräder wieder zum Einsatz und wir machen einen Ausflug von rund 30km. Zunächst fahren wir durch Nida, aber dort herrscht wieder Touristenrummel. Wir sind froh, von dort auf einem schönen Radweg durch Kiefernwälder fortzukommen und genießen die Ruhe auf der Nehrung. Bei einer Rast mit schönem Blick auf das Haff setzen wir uns prompt in einem Ameisenhaufen und meine Gogoline bekommt etwas die Panik, weil die Ameisen so aggressiv sind. Auf dem Rückweg kaufen wir noch in Nida etwas ein und kehren dann zum Gogolobil auf dem Campinglatz zurück.

Der restliche Tag verläuft unspektakulär, d.h. wir relaxen etwas und ich schreibe das Gogolobiltagebuch nach und speichere die Fotos ab. Am Abend sitzen wir noch mit unseren Platznachbarn, dem Ehepaar Ingrid und Peter Tabbert aus Bremen zusammen, die mit ihrem Landrover mit Nordstarkabine schon sehr weit gereist sind und tauschen unsere gegenseitigen Reiseerlebnisse und –erfahrungen aus. Beeindruckt hat uns bei den Erzählungen, dass die Bremer bereits drei Monate in Skandinavien unterwegs waren und jetzt - ohne Zwischenstopp zu hause - über Rumänien, Bulgarien, Türkei nach Syrien und Jordanien weiterfahren. Das werden wir so ähnlich auch mal machen, wenn in einem dreiviertel Jahr unsere Pension ansteht! Eineinhalb Flaschen Rotwein müssen bei diesem Plausch daran glauben.

Beim Gogolobil zurückgekommen sind eine Unmenge von kleinen Mücken und Fliegen drin, sie sich offensichtlich über die Zwangsentlüftungsöffnungen ins Fahrzeug geschmuggelt haben. Jetzt ist erst mal Mückenbekämpfung angesagt bevor wir ins Bett gehen können.


11.08.2008

Der Himmel ist heute leicht bewölkt, aber es ist noch warm. Möglicherweise schlägt das Wetter um, denn es sind ganz hohe Federwolken zu beobachten. Ich fahre am Vormittag mit dem Fahrrad nach Nida um unsere Vorräte aufzufüllen.

Am frühen Nachmittag, es bewölkt sich stärker, gehen wir an den Sandstrand von Nida an der Ostseeküste. Auf dem Weg dorthin kriecht uns eine schwarze Schlange über den Weg – und das ausgerechnet mir, mit meiner ausgeprägten Schlangenphobie. Am liebsten würde ich nicht mehr weitergehen... Wir beide erschrecken richtig und meiner Gogoline läuft die Gänsehaut über den Körper weil ich ihr im ersten Schreck fest in die Hand gekniffen habe.

Der Strand hat einen feinen weißen Sand und ist aufgeteilt zwischen Nudisten, Frauen und Sonstigen. Dazu muss man vom Campingplatz rund 10 Minuten zu Fuß gehen. Wir machen am Strand ein Spaziergang von rund einer halben Stunde in Richtung Russische Grenze. Als der Wachturm immer näher kommt und auch die Leute am Strand immer weniger werden, drehen wir um, denn wir wollen ja nicht nach Russland und auch keinen Grenzkonflikt heraufbeschwören.

Kaum sind wir am Gogolobil zurück und haben den Sand von den Füßen geduscht, fängt es auch schon an zu tröpfeln. Wir packen schnell alles zusammen und verstauen die Sachen, die noch von uns im Freien lagern. Und dann fängt es auch schon kräftig an zu regnen, was uns dazu nötigt, ins Womo zu gehen. Auch die Temperatur geht schlagartig auf 15 Grad zurück. Jetzt ist ein schöner grüner Jasmintee das richtige! Auch ein kleines Nachmittagsschläfchen ist nicht zu verachten.


Gleich geht es weiter....

Gogolo am 05 Sep 2009 21:17:50

Fast ohne Unterbrechung geht die Reise weiter:


12.08.2009

Zwischenzeitlich sind auf dem Campingplatz auch eine Reisegruppe von Perestroika-Tours und ein Bus von Rotel-Reisen eingetroffen. Zwar sind wir früher auch mit Rotel-Tours gefahren, aber heute könnten wir uns das nicht mehr vorstellen. Das Fahren mit dem Womo macht ungeheueren Spaß und es gibt keinen Gruppenzwang und –disziplin – wir können tun was und wann und wo wir wollen….

Wir fahren über nette, kleine Orte auf der Nehrung zurück zur Fähre, die uns ohne Wartezeit ans Festland bringt.

In Klaipeda kaufen wir noch ein einem SUPER-Markt der Fa. Maxima ein. So etwas haben wir noch nie gesehen: ein wirklich Riesenangebot an Waren und ein tolles Sortiment. Alles TipTop-sauber und die Bedienungen hinter den Theken sind sehr freundlich. Es gibt wirklich ALLES – sogar Weißbier, aber auch Guinness sind zu vernünftigen Preisen zu haben. Die halbe Liter Dose Paulaner Weißbier kostet umgerechnet knapp 1,50 Euro – das zahle ich auch fast in Bayern.

Nachdem die Vorräte aufgefüllt sind fahren wir weiter über Palanga zur Grenze nach Lettland; es regnet immer wieder. An der Grenze auch hier: keinerlei Kontrollen und so rollen wir langsam aber die Grenzmarkierung und sind in einem neuen Land. Die Straße wird schlechter, ist geflickt und holprig und wir erreichen der Küste entlang fahrend über Liepäja die Stadt Ventspils, die wir uns näher anschauen. Beeindruckend sind die vielen Skulpturen und Kunstwerke in den Straßen um den Hafen. Auch schöne, restaurierte Holzhäuser stehen in der Stadt.

Unser heutiges Tagesziel ist der Campingplatz Mikelbäka, der im Womo-Führer (von J. Hünerfeld) beschrieben ist. Das dort beschriebene Stück Schotterpiste erweist sich von Ventspils kommend als eine 5 km lange üble Wellblechpiste, wie ich sie nur aus der Sahara oder von ganz schlechten Straßen in Island kenne. Wir erhöhen die Geschwindigkeit auf 80 km/h, da bei einer derartigen Geschwindigkeit die Reifen nur auf den Kämmen des Wellblechs fahren und die Fahrt somit ruhiger ist. Leider sind die Wellen der Straße von den Durchmessern von Pkw-Reifen geformt, so dass das Gogolobil mit seinen 9,5 R 17,5 – Reifen nicht so ruhig fährt. Ab der Abzweigung von der Hauptstrecke sind nochmals 2 km Schotter zu bewältigen, dann stehen wir auf einem netten, ruhigen Campingplatz für 15 Euro die Nacht und hören vom Standplatz schon des Meer rauschen. Der höchste Leuchtturm Lettlands in nicht weit von uns entfernt.

Natürlich zieht es uns – insbesondere meine Gogoline – an den Strand, den wir nach dem Abendessen (es gibt indische Hühnerleber mit Reis und Salat) auch besuchen. Zuerst finden wir nicht hin und irren einen Weg im Wald parallel zum Stand dahin, drehen dann um und erfragen uns den einfachen, kurzen Weg dahin. Der Strand ist hier wirklich traumhaft schön und sehr einsam....


Ein wenig Geduld bis zum nächsten Bericht...

Gogolo am 05 Sep 2009 21:34:20

So, für heute der letzte Teil-Bericht:


13.08.2009

Ich rede mit dem Platzwart, welche Strecke nach Riga vom Campingplatz aus besser ist: entweder nach links über den Nationalpark und die Landspitze von Lettland oder nach rechts wieder zurück in Richtung Ventspils und von dort weiter nach Riga. Da mir gesagt wird, dass bei der Fahrt nach links noch rund 30km Wellblechpiste auf uns warten, ist der Entschluss schnell gefasst: wir fahren nach rechts und „nur“ 5 km Wellblech zurück, denn 30 km Piste möchte ich meiner Gogoline und dem Gogolobil nicht antun. Wenn ich schon mit dem Gogolobil ins Gelände fahre, dann richtig. Durch Morast und über Lava, durch Wasser und Sumpf – aber nicht so materialzermürbendes Wellblech. Darum mag ich auch nicht nach Afrika und in die Sahara fahren, denn tagelange Wellblechpisten sind derartig Nerven aufreibend, das mag ich einfach nicht. Die Fahrt nach Riga geht durch Wälder und Felder über ziemlich gerade Straßen, die ein zügiges Vorwärtskommen zulassen.

Kurz nach Mittag kommen wir in Riga an und fahren auf den City-Campingplatz. Dieses mal weist uns das Navi korrekt den Weg dorthin. Auch dieser Platz hat wenig Charme, aber den Vorteil der Stadtnähe. Auf dem Platz steht das Bimobil von Johannes und Katja Hünerfeld, den Autoren des oben erwähnten Womo-Führers „Baltikum“. Zu Fuß gehen wir in die schöne Altstadt mit ihren Jugendstilhäusern und besichtigen alles, was in den einschlägigen Führern als besichtungswert erwähnt wird. Auch das Gegenstück des Wappentiers unseres Gogolobils ist dort in dem Kreuzgang des Doms ausgestellt. Leider wird dort gerade die prächtige Orgel restauriert und ist somit nicht zu sehen. Das Wetter ist ein typisches „April-Wetter“ – mal scheint die Sonne, dann regnet es wieder.

Am frühen Abend suchen wir noch ein Lokal auf, in dem landestypische lettische Speisen angeboten werden. Gogoline isst „Bull balls“ (was auch immer das ist - das englische Wörterbuch übersetzt das mit Stierhoden…. - und das waren sie letztlich auch!). Ich esse eine geräucherte Schweinshaxe. Beides schmeckt hervorragend, auch die als Vorspeise servierte Krautsuppe. Übrigens, von den "Bull balls" war anschließend keine "Wirkung" zu verzeichnen :D :D :D

Am Campingplatz zurückgekommen sehe ich die Hünerfelds bei ihrem Bimobil und lasse mir noch eine Widmung in mein Exemplar des Womo-Führer schreiben. Am späteren Abend sitzen wir mit den Hünerfelds noch bei ein paar Bierchen zusammen und tauschen unsere Erfahrungen und Erlebnisse aus.


Morgen geht es dann wieder weiter ...

Lancelot am 06 Sep 2009 09:57:59

Gogolo hat geschrieben:Übrigens, von den "Bull balls" war anschließend keine "Wirkung" zu verzeichnen :D :D :D


Vielleicht hättest besser DU die essen sollen ... :D :D

Superschöner Reisebericht, was dauert denn da immer so lang (bis zur Fortsetzung) .. :)

fuzzy am 06 Sep 2009 11:12:27

Lancelot hat geschrieben:Vielleicht hättest besser DU die essen sollen ... :D :D

Superschöner Reisebericht, was dauert denn da immer so lang (bis zur Fortsetzung) .. :)


Zu Beidem : eben !

Gogolo am 06 Sep 2009 13:35:24

Lancelot hat geschrieben:
Superschöner Reisebericht, was dauert denn da immer so lang (bis zur Fortsetzung) .. :)



Danke für das Lob, aber ich muss ja von meinen stichwortartigen Notizen zunächst immer einen flüssigen Text machen - und dazu brauche ich Lust und Laune. Außerdem muss ich dann noch die dazu passenden Bilder auswählen (da kann ich auch nicht "jedes" Bild anhängen :D )und diese Bilder dann von 12 MPixel verkleinern und dann noch an den Bericht anhängen. Das ist schon irgendwie - für mich als notorische "faule Sau" - eine riesige Arbeit...

Und die letzte Pause war auch dadurch bedingt, dass ich im Reiseraten in Bild von Ventspils eingestellt habe - und wenn ich dann als nächstes über den Ort berichte, dann hätte es jeder gleich gewusst.

Aber jetzt habe ich gerade wieder Lust und Laune obwohl in meiner Heimatstadt gerade unsere 5. Jahreszeit, das Rosenheimer Herbstfest ist und die Maß Bier und der Steckerlfisch/Schweinshaxe schon winkt. Ihr seht, ich opfere mich für euch auf....


14.08.2009

Der Tag beginnt mit Regengüssen, die nicht nachlassen. Der graue Himmel lässt auch keine Änderung erwarten. Wir fahren daher zeitig weiter und wollen über die Grenze nach Pärnu (Estland) zu unserer nächsten Station. Auf der Fahrt ändert sich das Wetter nicht – im Gegenteil, der Regen wird heftiger. Als wir nach einem wiederum problemlosen Grenzübertritt in Pärnu einrollen, regnet es noch immer. Wir beschliessen, nachdem ich etwas Geld in Landeswährung umgetauscht habe, die Station Pärnu ausfallen zu lassen und gleich nach Tallinn, der Hauptstadt, zu fahren. Den dadurch gewonnen Tag werden wir zu gegebener Zeit bei schönem Wetter zum relaxen nutzen. Auffallend ist, dass je näher wir der Hauptstadt kommen, die Straßen breiter werden. Kurz vor der Stadt ist die Straße fünfspurig – und das in jeder Richtung!

Gegen 15:30 Uhr kommen wir in Tallinn an und fahren nicht auf den City-Campingplatz (da haben uns die Hünerfelds abgeraten) sondern auf den Campingplatz des Olympia-Jachthafens. Dort habe ich mal wieder ein freies WLAN und schaue ins Forum. Allerdings kostet das Duschen pro Person/Tag extra rd. 4 € - wir duschen daher im Womo, denn das ist doch preislich sehr überzogen. Das Wetter wird nach einem prächtigen Sonnenuntergang mit Abendrot dann schnell saumässig: es regnet und stürmt, die Stahlseile an den Fahnenmasten gleich beim Gogolobil schlagen die ganze Nacht laut gegen die Masten. Erst gegen Morgen hört gottseidank der Regen auf.


Gleich noch ein Bericht ...

Gogolo am 06 Sep 2009 13:51:38

15.08.2009

Zum Frühstück ist strahlender Sonnenschein. Wir kaufen uns im Shop des Hotels der Campinganlage zwei Bustickets in die Innenstadt und beginnen ein wunderschönen Tag in Tallinn. Wir laufen kreuz und quer durch die ganze Stadt und besichtigen alles, was es zu besichtigen gibt, denn Tallinn hat eine wunderbare Altstadt. Vielfach stehen freundliche Marketenderinnen in historischen Gewändern vor ihren Karren und geben gebrannte Mandeln zum probieren an die Passanten – natürlich mit dem Hintergedanken, dass wir ihnen etwas mehr davon abkaufen. Aber die gebrannten Mandeln sind nicht nach unserem Geschmack, da gibt es auf dem Rosenheimer Herbstfest viel bessere!!!

Tallin gefällt mir sehr gut, denn die Altstadt ist noch hervorragend erhalten. Beeindruckt hat mich vor allem das Rathaus der Stadt und die vielen schönen Gassen sowie die gut erhaltene Stadtmauer. Wir essen in der Stadt zu Mittag (angeblich estländische Küche) und kaufen uns auch am Nachmittag noch einen Cappuccino mit einem kleinen Teilchen. Was das Essen betrifft, so teilt mir meine Gogoline mit, dass es ihr persönlich in Riga am besten geschmeckt hat, wo sie die Stierhoden gegessen hat! Wir hören uns auch noch ein Orgelkonzert in der Domkirche (Toomkirik) an und schauen einem Glasbläser bei seinem Handwerk zu.

Zum Abendessen gibt es kalte Sachen (Fisch, Wurst, Käse, Brot, Butter), die wir uns beim letzten Supermarkteinkauf besorgt hatten – dazu Spreewälder Gurken und bayerisches Weizenbier. Wir können leider nicht im Freien essen, da der Wind doch sehr heftig ist.

Den ganzen Tag Sonnenschein und angenehme Temperaturen – was will mann/frau mehr? Im Internet ist für morgen in ganz Estland schlechtes Wetter angesagt, mein Barometer im Womo sagt allerdings Sonne voraus. Ich bin neugierig, wer recht hat.



Und gleich noch ein Bericht - boa-ey, bin ich heute gut...

kalimera am 06 Sep 2009 13:54:56

Hallo Gogolo, macht Spaß, deinen Bericht zu lesen. Da kommen Erinnerungen an unserer frühere Reise ins Baltikum auf.

Und damit alle wissen, wo Gogolo in den Pausen zwischen den Reiseberichten zu finden ist, hier einmal grob die Lokalitäten.

Gogolo am 06 Sep 2009 13:59:20

16.08.2009

Nach einem schönen Tag fängt es in der Nacht wieder zu stürmen und zu regnen an. Das Internet hat recht behalten! Wir stehen gegen 8 Uhr auf, duschen im Gogolobil (die hätten für das duschen pro Nase/Tag 4 Euro verlangt – mir geht es nicht ums Geld, aber das ist zuviel und im Gogolobil haben wir alles was wir brauchen) und nach einem ausgiebigen Frühstück und Ent- und Versorgung brechen wir dann auf.

Entgegen der ursprünglichen Route fahren wir heute in den Süden das Landes nach Tartu. Das ist nicht weit und unterwegs hört es auch zu regnen auf, denn im Internet steht, dass das Wetter in den südlichen Landesteilen besser ist. Von der Fahrt als solche auf hervorragenden Straßen mit wenig Verkehr ist nichts besonderes zu berichten – außer: dass meine Gogoline sich das erste mal traut mit dem Gogolobil zu fahren. Das freut mich sehr, denn damit ist die erste Scheu vor dem großen Fahrzeug etwas überwunden.

Wir übernachten heute mit dem Gogolobil im Garten einer Bed-&Breakfest-Pension für wenig Geld – es sind nur 3 Stellplätze da. Ein Campingplatz ist in Tartu nicht vorhanden. Von der Pension sind es nur rund 15 Minuten Fußweg zum Stadtzentrum, gerade genug für einen netten Spaziergang am Nachmittag. Tartu ist ein recht hübsches, sauberes Städtchen und ich denke, es dürfte auch kein Problem sein, mit dem Womo irgendwo am Straßenrand zu stehen und dort zu übernachten.

Zwar sind dunkle Wolken am Himmel, aber es bleibt trocken. Wir besichtigen die Stadt und kaufen uns noch ein paar Andenken, so z.B. zwei Schnapsgläser, die schief stehen, weil in der Stadt ein recht schiefes Haus ist.

Am Abend koche ich für meine Gogoline etwas recht feines, da sie heute so tapfer gefahren ist. Es gibt Schweinemedallions in pikanter Sauce, dazu Vollkornfarfalle und ein Erbsen-Tomaten-Gemüse.


17.08.2009

Ein relativ kurzer Weg führt uns von Tartu zu unserer nächsten Station. Vorher kaufen wir aber noch in Tartu bei einem Supermark ein und vertanken unser letztes estländisches Geld. Ich habe gut kalkuliert, denn mit dem letzten estländischen Kroons ist der Tank des Gogolobils randvoll geworden.

Wie üblich ist der Grenzübertritt nach Lettland wieder problemlos und wir steuern zunächst einen im ADAC-Campingführer einen als „noch nicht bewertet“ beschriebenen Campingplatz am Fluss Gauju bei Ligatne an. Wieder führt der Weg von der Hauptstraße durch den dichten Wald des „Gaujas nationalais parks“ – natürlich auf einer Waschbrett-Schotterpiste über ca. 10km. Dieses mal lasse ich aber das Gogolobil „tanzen“, d.h. ich fahre über 80 km/h, denn ab einer derartigen Geschwindigkeit hört die Rüttelei auf und wir fahren praktisch nur noch auf den oberen Wellenkämmen des Waschbretts. Am Gauju angekommen sehen wir am darüber liegenden Ufer schon den Campingplatz mit Stellplätzen direkt am Ufer. Allerdings geht keine Brücke ans andere Ufer sondern eine Fähre und die hat eine Höhenbeschränkung von 3,00 Meter. Also heißt es für uns und das 3,45 Meter hohe Gogolobil: umkehren und die Waschbrettpiste zurückfahren!

Wir entschließen uns jetzt auf dem Campingplatz von Sigulda zu fahren, der liegt auch am Fluss Gauju. Nach einer halben Stunde haben wir auch das geschafft und suchen uns einen schönen Platz am Gelände mit Blick zum Fluss. Schnell kommen die Fahrräder herunter und wir fahren nach Sigulda – doch da wird noch zusätzlicher Schweiß von uns abverlangt, denn die Strecke nach Sigulda führt auf einen Hügel und die Straße nach oben hat 11% Steigung. Die Kondition ist auch nicht mehr so wie früher, als wir über 11 % noch gelächelt haben….. Aber es hat gut getan, sich nach der Fahrt noch etwas zu bewegen und nicht nur faul herum zu sitzen.

Das Angebot am Campingplatz hat auch eine Bootsfahrt auf dem/der Gauju. Dazu wird man mit dem Auto bis Ligatne gefahren und setzt sich dort ins Boot und rudert oder lässt sich treiben wieder bis zum Campingplatz zurück. Die Lust für eine solche Unternehmung ist bei uns aber gering – deshalb werden wir morgen wieder weiterfahren, und zwar nochmals an einen Platz an die Ostsee, weil meine Gogoline das so liebt.

Bilder habe ich heute keine gemacht.


So, jetzt habet ihr wieder eine kleine Pause bis zum nächsten Bericht verdient - und ich kann aufs Rosenheimer Herbstfest gehen.... (siehe oben bei Kalimera - Hallo Herbert :hallo: )

Lancelot am 06 Sep 2009 17:15:21

Gogolo hat geschrieben:
Lancelot hat geschrieben:Superschöner Reisebericht, was dauert denn da immer so lang (bis zur Fortsetzung) .. :)


Danke für das Lob, aber ich muss ja von meinen stichwortartigen Notizen zunächst immer einen flüssigen Text machen - und dazu brauche ich Lust und Laune.


Mei Gogolo, war ja eh bloß a Gaudi ... :wink:

esskaa am 06 Sep 2009 18:24:03

Da kriegt man Lust auf Baltikum. Mannomann, super schöer Bericht.

Danke, Gogoloine ( euch beiden )

Mover am 06 Sep 2009 18:50:46

Servus Gogolo,

auch ich oute mich als begeisterter Leser Deiner Reiseberichte. Vielen Dank dafür.

Sag mal, war Dir ein HZJ79 oder ein Hilux mit Schneckenhaus zu klein? Hast Du Dir Alpha Cab und andere Kabinen angesehen, fragt neugierig

Mover

Gogolo am 06 Sep 2009 18:52:49

:bia: :bia: :bia:

BildBildBild


Jetzt bin ich wieder vom Herbstfest da und versuche noch einen Bericht zustande zu bekommen:


18.08.2009

Der Regen verfolgt uns! In der Nacht fängt es wieder an und am Morgen hängen die dunklen Wolken tief am Himmel. Eigentlich wollten wir ja dort noch einen weiteren Tag verbringen und eine schöne Radtour machen oder uns mit Nordic-Walking etwas austoben. Aber das wird wohl nichts… wir fahren weiter, der Sonne entgegen. Dazu wollen wir an die Küste der Ostsee nördlich von Riga fahren – auch weil meine Gogoline den Meeresstrand sooo gerne mag. Aber schon den ganzen Weg dorthin regnet es. Zwar immer mit Unterbrechungen und manchmal wirklich strichweise – so wechseln nasse und trockene Fahrbahnabschnitte fast auf 10 Meter.

Da es an der Küste auch regnet, kommt Plan B zum Einsatz: wie fahren gleich nach Litauen und versuchen dort unser Glück. Über Riga geht es zunächst nach Siauliai, wo sich der Berg der Kreuze befindet. Hier haben wir Wetterglück: es reißt kurz auf (wie bestellt zum fotografieren) und kaum sind wir wieder im Fahrzeug, fang es zum regnen an. Wir wechseln noch übrig gebliebenes lettisches Geld in litauische Währung und steuern einen Supermarkt an. Kaum sind wir in diesem Supermarkt, gießt es wieder wie aus Kübeln. Es ist zum „Haare ausraufen“. Als wir dann auch nicht gleich auf Anhieb im Regen den Campingplatz von Siauilai finden, wird Plan C aufgerufen: wir fahren zügig an die deutsche Ostsee und hoffen dort auf schönes Wetter zum Rad fahren und zum Nordic walking.

Wir fahren also gleich weiter. Zwar nicht mehr zu lange, sondern nur bis in die Nähe von Tytuvenai/Sedula. Dort stehen wir bei einem Hotel an einem kleinen See. Bis eben hat es noch geregnet, jetzt scheint wieder die Sonne, aber es sind immer noch dunkle Wolken zu sehen und die Temperatur beträgt nur 17 Grad. Dafür mache ich uns heute ein schönes Lachsfilet mit Limetten-Basmatireis.

Morgen wollen wir auf alle Fälle weiter fahren und in zwei Tagen auf Rügen sein. Auf sooo schlechtes Wetter haben wir uns im Baltikum nicht eingestellt. Rügen hätte den Vorteil, dass wir uns gleich um einen schönen Platz für Weihnachten/Sylvester umsehen können und habe hier schon das Regenbogencamp bei Göhren/Rügen ausgedacht. Das könnten wir bei dieser Gelegenheit besichtigen und evtl. gleich eine Reservierung vornehmen.


19.08.2009

Die Flucht aus dem Baltikum vor dem Regen und dem schlechten Wetter beginnt! Es ist ja nicht so, dass wir Regen und schlechtes Wetter meiden – wenn wir nach Island fahren, dann wissen wir, dass wir uns darauf einzustellen haben und sind dementsprechend vorgewarnt. Wir wollten aber die fahrt ins Baltikum auch zu einem gewissen Teil für die Fitness nutzen und viel Rad fahren und Nordic walking betreiben. In Polen waren die Nebenstraßen nicht geteert und mit einem tiefen Sandbelag bzw. mit Schlaglöchern übersät, so dass Rad fahren nicht wirklich Spaß machte. Im Baltikum fehlten Radwege völlig und die Straßen sind so eng, dass es fast lebensgefährlich ist neben dem normalen Straßenverkehr mit dem Rad zu fahren. Hinzu kommt noch das schlechte Wetter. Und von den Sehenswürdigkeiten alleine macht uns der Urlaub keinen Spaß. Kurzum: wir haben genug!

Schnell geht es von Tytuvenai/Sedula in Richtung Süden und über Kaunas zur polnischen Grenze, dann weiter über schöne, aber enge Alleenstraßen nach Suwalki, Augustow und den masurischen Seen nach Olszytyn. Dort ist eine Zwischenübernachtung angesagt.

Das Wetter ist zwischenzeitlich auch besser geworden, je weiter wir nach Westen und Süden gefahren sind. Jetzt sitzen wir auf dem dortigen Campingplatz außerhalb der Stadt (in Dywity) an einem Fluss. Der Platz ist schön und ruhig. Aber wir wollen morgen schon zeitig weiterfahren, um baldmöglichst die Insel Rügen zu erreichen. Mindestens werden wir morgen bis nach Stettin fahren.


20.08.2009

Wir stehen zeitig auf, denn es sind heute noch einige Kilometer zu bewältigen. Und mit den entsprechenden Pausen werden wir am frühen Abend dann Stettin erreichen. Der dortige Campingplatz ist uns ja schon von der Hinfahrt bekannt.

Die Fahrt ist problemlos, das Gogolobil saust wie ein Rennpferd über die polnischen Straßen und überholt Lastwagen um Lastwagen. Um 17 Uhr erreichen wir Stettin und essen am dortigen Campingplatz eine Gulaschsuppe und Bigosch (Kraut mit Fleisch)



So, für heute reicht es jetzt mal mit den Berichten....

Gogolo am 07 Sep 2009 13:21:42

20.08.2009

Wir stehen zeitig auf, denn es sind heute noch einige Kilometer zu bewältigen. Und mit den entsprechenden Pausen werden wir am frühen Abend dann Stettin erreichen. Der dortige Campingplatz ist uns ja schon von der Hinfahrt bekannt.

Die Fahrt ist problemlos, das Gogolobil saust wie ein Rennpferd über die polnischen Straßen und überholt selbst auf den Landstaßen Lastwagen um Lastwagen. Um 17 Uhr erreichen wir Stettin und essen am dortigen Campingplatz eine Gulaschsuppe und Bigosch (Kraut mit Fleisch)


21.08.2009

Nach relativ kurzer Fahrt erreichen wir über die E65 Swinemünde (Swinoujscie)
Und wechseln dort mit einer kostenlosen(!) Fähre auf die andere Seite des Stettiner Haffs. Von dort aus auf schönen, aber engen Allestraßen (ich muss dort sehr auf die Höhe des Gogolobils wegen der hereinhängenden Äste achten) geht es nach Stralsund und dann im Vorwochenendverkehr auf die Insel Rügen zum Regenbogencamping Göhren. Diesen Platz wollen wir genau besichtigen, denn er ist in unserer ersten Wahl für die Ausfahrt zu Weihnachten und Neujahr.

Wir kommen gerade zur Mittagsruhe an und haben vorher schon Bedenken, ob überhaupt ein Platz für uns frei ist. Gott sei Dank haben die auf diesem großen Platz aber noch einige Stellplätze unter denen wir aussuchen können. Sicher, diese Plätze sind nicht gerade die besten und liegen an der Kleinbahnstrecke des „Rasenden Rolands“, der bei jeder Fahrt genau bei uns seine Tröte erklingen lässt. Anfangs ist das noch recht lustig, wenn eine Dampflok ihr Signal ertönen lässt, aber das geht so bis ca. 22:30 Uhr nachts. Gut ist auch, dass der Wind günstig steht und die Qualmwolken der Dampflok nicht zu uns treibt – aber wehe, wenn sich der Wind ändert…

Das heutige Wetter ist nicht so besonders, es regnet und gewittert auch hier, aber für die nächsten Tage ist purer Sonnenschein angesagt. Dann können wir auch mal richtig entspannen und ein wenig Aktivurlaub mit Radfahren und Nordic walking machen.

Wir essen im Lokal des Campingplatzes recht gut und günstig.

TorstenS am 07 Sep 2009 13:26:29

Hallo Ihr "Gogolinos",

ganz toller Bericht! Großes Lob für Deine Mühe!

Er weckt auch unsere Urlaubserinnerungen: Wir sind nur 2 Tage vor Euch Richtung Baltikum losgefahren. Ziemlich zügig auf die kurische Nehrung und dann der Ostseeküste folgend über Kap Kolka und Riga nach Norden, auf die Insel Saaremaa, nach Tallinn rüber, weiter südostwärts zum Peipsi-See, mit Zusatz-Abstecher an die Ostsee und über Vilnius wieder heimwärts.

Und ich muß eine "Lanze" für das Baltikum brechen: Wir haben wohl die Schönwetterphase (waren wohl eine Woche vor Euch auf der Nehrung) erwischt. Von dreieinhalb Wochen nur 5 Tage bedeckt, Regen nur in der Nacht. Strand- und Badewetter immer an der richtigen Stelle. Das gute Wetter hat uns verfolgt, Euer Schlechtwettergebiet haben wir wohl dann nur gestreift. Unser Problem war eher das Vermeiden von Sonnenbrand denn schlechtes Wetter.

Noch was zu Polen: Ist die Strecke über Danzig und Stettin wirklich brauchbar? Die von uns gewählte Strecke (hin: Görlitz-Posen-Thorun-Suwalki, zurück: über Posen nach Frankfurt/Oder) war sehr stark befahren, oft kaputt und viele, viele Baustellen, Bahnübergänge und Ortschaften). Aus meiner Sicht keine Empfehlung für den Transit.



Torsten

Gogolo am 07 Sep 2009 13:33:33

22.08.2009 bis 27.08.2009

Der erste Tag beginnt schon mit Sonnenschein!!! Wir entspannen erst mal und gehen an den Strand zu einem Strandspaziergang an der Ostseeküste. Auch das Gogolobil wird ent- und versorgt. Abends gibt es Pfannenkuchen, frisch von mir gemacht. In Göhren suchen wir auch gleich ein Lokal für ein Abendessen an einem der nächsten Tage. Auch reservieren wir gleich einen 1er BMW für eine ausgedehnte Inselrundfahrt am Dienstag.


Auszug aus unseren weiteren Aktivitäten:

Schöner langer Spaziergang von Göhren über Baabe nach Selin und natürlich auch wieder zu Fuß zurück. Am Abend genehmigen wir uns ein schönes Abendessen unmittelbar an der Promenade von Selin mit Blick auf das Meer. Das Lokal hat auf der Terrasse eine Rundumverglasung, so dass der Wind das Essen nicht auskühlt. Wir essen eine gemischte Fischplatte für zwei Personen.

Fahrt mit einem Schiff zu den Kreidefelsen über Selin und Binz. In Binz ist gerade die MS Europa vor Anker. Die Kreidefelsen leuchten in der Sonne. Bei der Rückfahrt kommt ziemlich Wind auf und das Schiff schaukelt ganz nett. Ich habe nichts auf dem Kopf aufgesetzt und durch den Wind merke ich nicht, dass durch mein „dichtes Haupthaar“ die Sonne an der Kopfhaut einen Sonnenbrand verursacht. Auf dem Schiff treffen wir ein recht nettes älteres Paar aus Niederbayern, mit denen wir uns recht gut unterhalten.

Wie oben gesagt, mieten wir uns einen 1er BMW für einen Tag. Das ist auf dem Campingplatz recht günstig: 14,90 € Tagespauschale und für jeden Kilometer 0,30 € Nutzung incl. Benzin. Wir fahren die Insel Rügen ab u.a. zum Jagdschloss Granitz und natürlich auch zum Cap Arkona.

Auf der Seebrücke von Selin haben wir im Lokal einen Tisch reservieren lassen und gehen dort zum Abendessen. Als Vorspeise gibt es eine kalte Tomatensuppe mit Basilikumpesto und gerösteten Pinienkernen. Ich esse gemischten Fisch aus der Ostsee und Gogoline isst einen Zander. Vor dem Lokal singt ein Shanty-Chor alte Seemannslieder. Ein recht gelungener Abend!

An einem Tag stehen wir schon um 05:30 Uhr auf und gehen an den Strand um den Sonnenaufgang aus dem Meer zu beobachten. Einige (wenige) Leute machen dies auch. Pünktlich wie aus dem Internet vorhergesagt, geht um 06:02 Uhr tatsächlich die Sonne auf und macht ein wunderschönes Morgenrot.

Wir machen Göhren „unsicher“ und suchen einen halben Nachmittag nach einem ausgewiesenen Wanderweg – allerdings ohne Erfolg. Letztendlich sind wir in einem Straßencafe gelandet bei Cappuccino, Mineralwasser und einer Waffel mit Eierlikör und Eis…

An einem Abend gehen wir in den Ort (Göhren), denn dort findet ein sog. Klangfestival statt mit keltischer und irischer Musik. Naja, die Musik ist eigentlich ganz in Ordnung, aber zwischendurch versucht so ein Komiker da immer, die Kinder zu unterhalten. Der Mann kommt aus Schwaben und sein Gequatsche ist grausam! Außerdem gibt es kein Guinness zu trinken. Das habe ich in Dosen noch im Kühlschrank – ich hätte welches mitnehmen sollen.

Natürlich gibt es auch einen „Faulenzer-Tag“ nur zum Ausspannen…incl. die Camingplatz-Spatzen mit Altbrot füttern, grillen, schön kochen, ……

Am letzten Tag unseres Aufenthalts mache ich wie immer das Frühstück während meine Gogoline zum duschen geht. Da passiert mir ein blödes Missgeschick: ich schalte die Kaffeemaschine ein und vergesse doch glatt, die Kaffeekanne darunter zu stellen. Das heiße Wasser geht in den Filter und läuft schließlich oben raus, da unten durch das fehlen der Kanne das Ventil nicht öffnet. Ich stelle sofort die Kanne darunter und öffne blödsinnigerweise den Filter (der kippt nach vorne!) – dadurch schwappt sofort der heiße Kaffee über meine rechte Hand und verbrüht mich! Von der Sauerei des übergelaufenen Kaffees im Gogolobil möchte ich jetzt gar nicht reden, das erledigt professionell meine liebe Gogoline, die gar nicht schimpft sondern mich bedauert und sofort in den Ort zur dortigen Apotheke geht und mir eine Wund- und Brandsalbe besorgt. Ganz langsam lässt der Schmerz nach, die Haut ist gerötet und der Tag etwas versaut.

Während des Aufenthalts in Rügen/Göhren ist das Wetter insgesamt recht brauchbar. Sicher hat es mal in der Nacht kurz geregnet. Aber tagsüber ist Sonnenschein mit maximal leichter Bewölkung. Nur am Tage des Autoausflugs ist es später etwas bewölkter geworden und hat dann auch in der Nacht geregnet.

Insgesamt stellen wir fest, dass Göhren und der Campingplatz für unseren geplanten Weihnachts- und Silvesteraufenthalt wohl nicht geeignet ist, da es uns bei einem 14-tägigen Aufenthalt sicher zu langweilig werden wird. Daran ändert auch nichts, dass am Campingplatz Wellnessangebote sind, denn nur von Wellness und von Stranspaziergängen möchten wir 14 Tage auch nicht „totschlagen“. Die Entscheidung fällt gemeinsam und einstimmig: wir fahren über Weihnachten und Silvester 2009 in Richtung Toskana, Marken und Umbrien!

Gogolo am 07 Sep 2009 13:39:17

Jetzt noch ein paar selbsterklärende Bilder:

Gogolo am 07 Sep 2009 13:45:09

Noch was zu Polen: Ist die Strecke über Danzig und Stettin wirklich brauchbar? Die von uns gewählte Strecke (hin: Görlitz-Posen-Thorun-Suwalki, zurück: über Posen nach Frankfurt/Oder) war sehr stark befahren, oft kaputt und viele, viele Baustellen, Bahnübergänge und Ortschaften). Aus meiner Sicht keine Empfehlung für den Transit.


Auch diese Strecke ist nicht wirklich zu empfehlen - aber es sind hier Anstrengungen zu sehen, die Situation zu verbessern. Gerade um Danzig herum sind die Staßenverhältnisse - und somit das Vorwärtskommen - sehr schlecht.


Jetzt der Rest, der Schluss, das Ende:

28.8.2009

Wir stehen ganz normal auf, frühstücken und entsorgen nochmals das Gogolobil, dann machen wir uns auf den Weg nach hause. Nicht ohne nochmals auf Rügen anzuhalten und das obligatorische tägliche Fischbrötchen zu essen und auch welche für unterwegs mitzunehmen. Am liebsten mag ich die Fischbrötchen mit Bratheringe oder Bismarckheringe, die sind einfach köstlich und schmecken hier oben im Norden am besten.

Eigentlich ist geplant, die Heimfahrt, die doch rd. 900km beträgt, in zwei Tagesetappen durchzuführen und am Samstag anzukommen. Das Navi zeigt an, dass die Fahrt auch an einem Tag zu schaffen ist und so fahren wir los, nicht ohne die notwendigen Tank- und auch Raststopps zu vergessen. Ohne Probleme kommen wir nach einem sehr schönen Urlaub erholt gegen 23 Uhr wieder in Rosenheim an.



Fazit der ersten großen Ausfahrt mit dem Gogolobil:

Der Motor des Iveco ist gigantisch, leise und durchzugsstark. Die Höchstgeschwindigkeit von 130 km/h ist locker zu erreichen, aber da säuft er doch ganz schön. Überholmanöver auf Autobahnen und Landstraßen sind problemlos und ohne Stress zu bewältigen. Steigungen bis ca. 8% merkt das Fahrzeug gar nicht, bei eingestelltem Tempomat brummt der Motor ein wenig „tiefer“, aber die Geschwindigkeit bleibt konstant.

Gut ist auch die sonstige Ausstattung des Ivece: sehr viele Ablagemöglichkeiten, hervorragende Schwingsitze mit Lordosestützen und Armlehen erlauben ein entspanntes fahren. Gute Verarbeitung aller Komponenten.

Nicht so zufrieden sind wir mit der Klimaautomatik. Manchmal kühlt sie gar nicht, manchmal so stark, dass direkt „Nebel“ aus den Luftschlitzen austritt. Eine eingestellte Temperatur an der Klimaautomatik wird nicht gehalten – mann/frau muss ständig nachstellen. In dieser Beziehung muss Iveco noch nachbessern. Gut ist, dass eine Ivecowerkstätte nur 500m von mir zuhause entfernt ist. Wie es sich später herausstellt ist der Temperaturfühler defekt und wird auf Garantie ausgetauscht.

Was noch nervt, das sind die Blattfedern, die auf schlechten Wegstrecken quietschen. Auch hier soll die Iveco-Werkstätte mal von unten zwischen den einzelnen Federblättern kräftig wasserfestes Fett reindrücken. Auch das erledigt die Iveco-Werkstätte zu unserer Zufriedenheit.

Bedingt durch den hohen Aufbau und die flexible Verbindung zwischen dem Aufbau und der Fahrerkabine sowie der entsprechenden Lagerung der Kabine auf dem Fahrgestell schwankt der Aufbau sowohl beim betreten des Fahrzeugs als auch bei schnellen Kurvenfahrten (da muss ich doch aufpassen). Natürlich hätte ich die Kabine auch fest mit dem Fahrzeug und dem Führerhaus verbinden können – aber das wollten wir aus einem ganz bestimmten Grunde nicht, denn bei Geländefahrten kann dann das Führerhaus und der Aufbau voneinander unabhängig sich bewegen und schwingen und Spannungsrisse an der Verbindung werden somit ausgeschlossen.

Zum Aufbau und zur Wohnkabine ist von der Qualität und von der Verarbeitung her von uns nur das höchste Lob auszusprechen. Toll ist auch die von mir als Sonderausstattung bestellte große Heckklappe als „Freisitz“. Super bewährt hat sich auch der Backofen: fast täglich wurden hier Brötchen aufgebacken oder der Ofen als Toaster benutzt. Auch eine überbackene Nudelpfanne gelang ganz einfach. Der „Keller“ des Gogolobils ist riesig und geräumig; wir haben ihn nicht voll bekommen obwohl wir alles möglich mitgenommen haben. Voll gepackt und reisefertig mit vollen Tanks wiegt jetzt das Gogolobil 4550kg – ich habe also noch eine Zulandungsmöglichkeit von knapp einer Tonne. Das gibt mir die Sicherheit, auf schlechten Straßen nicht am Gewichtslimit fahren zu brauchen. Natürlich wurde auch die separate Dusche und die Toilette benutzt (dazu sind sie ja da) – die Entsorgung funktioniert problemlos. Im Alkoven schlafen wir mit Froli-System und Kaltschaummatratzen besser als zuhause. Nicht vermissen wollen wir auch den Automatik-Dachventilator; tagsüber saugt er die warme Luft ab und bläst sie hinaus, in der Nacht kommt kühle Außenluft zu uns herein. Die drei CIS-Solarzellen auf dem Dach wurden über der Sitzgruppe verbaut, dadurch konnte sich das Dach in diesem Bereich auch nicht aufheizen. Bei der Elektrik habe ich alles einbauen lassen was gut und teuer ist, so ist es mir auch nicht gelungen, trotz freiem stehen und übernachten die Batteriekapazität mehr als 20% abzusenken. Nach nur einer Stunde Fahrt oder 3-4 Stunden Sonnenschein waren die Batterien wieder voll (die CIS-Solarzellen haben auch bei bedecktem Himmel zwischen 4-8 Ampere geladen.

Lediglich bei der Eingangstüre klemmt bei einer bestimmten Fallkonstellation das Schloss und die Türe lässt sich nur sehr schwierig aufsperren. Der große Tisch ist in allen Richtungen verschiebbar – diese Verschiebemechanik ist auf der Reise kaputt gegangen. Die klappbare Verlängerung der Küchenarbeitsplatte hüpft bei Fahrten auf schlechten Straßen ziemlich auf und ab und schlägt dadurch an die Wand der Kühlschrankverkleidung. Hier muss noch ein Feststeller angebaut werden. Und bei einer 12V-Steckdose ist die Sicherung durchgebrannt – die Ursache muss noch erforscht werden. Einen Termin mit Bimobil für die Nachbesserungen wurde bereits vereinbart.

---------------------------------------------------------

Das Gogolobil hat sich bewährt und kann bedenkenlos auf allen Pisten und Straßen in Island und auch auf sämtlichen sonstigen von uns geplanten Fahrten (China, Mongolei, Sibirien, aber auch Südamerika) eingesetzt werden.

Es kann dann los gehen! Es fehlt nur noch meine Pensionierung - aber bis dahin sind nur noch 8 (acht!) Monate


Habe die Ehre

Gogolo, der hofft, dass euch der Reisebericht gefallen hat

pipo am 07 Sep 2009 13:56:03

Chapeau!

Ein wunderschöner Bericht. Sehr schön beschrieben und illustriert :D

wiebke am 07 Sep 2009 15:05:46

Er hat gefallen! Sogar sehr :daumen2:

Vielen Dank dafür

oldie2002 am 07 Sep 2009 15:08:18

schöner bericht, danke und mach weiter so :wink:

Lancelot am 07 Sep 2009 15:08:24

Sehr schöner Bericht über den "Ersteinsatz" (na ja, eigentlich "Zweiteinsatz" :) ) des Gogolobils ... und die paar Kleinigkeiten kriegt ihr auch noch in Griff ...

Danke für´s "mitnehmen" :dankeschoen:

Gogolo am 07 Sep 2009 15:12:50

Lancelot hat geschrieben:und die paar Kleinigkeiten kriegt ihr auch noch in Griff ...


Wenn du mit den Kleinigkeiten mein Missgeschick beim kaffeekochen meinst, dann war das keine Kleinigkeit, denn es stellte sich als Verbrühung/Verbrennung 2.Grades heraus und mir geht jetzt großflächig die Haut am rechten Unterarm ab. Und heute gehe ich deswegen auch zum Arzt....

Blöd gelaufen - aber gottseidank am letzten Urlaubstag passiert.


Habe die Ehre

Gogolo

Lancelot am 07 Sep 2009 15:15:13

Gogolo hat geschrieben:Wenn du mit den Kleinigkeiten mein Missgeschick beim kaffeekochen meinst, dann war das keine Kleinigkeit ...


NEIN, das meinte ich - selbstverständlich - nicht, sondern die Kleinigkeiten am Auto .. :?

Gute Besserung :!:

homa am 07 Sep 2009 15:26:08

Ich habe Deinen Bericht sehr genossen. Wunderbare Beschreibung eines erlebnisreichen Urlaubs. Ich wünsche Dir für Deine Hand gute Besserung und hoffentlich keine Narben. Eine Rötung wird auf jeden Fall sehr lange sichtbar bleiben. Aber so wie Du es beschreibst, wird Dich ein leckeres Essen immer davon ablenken!!

kompakt am 07 Sep 2009 19:11:03

Versuch doch mal Aloe Vera!
Es gibt 98% reines Gel von Hübner, ich habe es in einer guten Drogerie gekauft.
Ich hatte ebenfalls eine großflächige Verbrennung, die sehr geschmerzt hat und erst eine Woche später habe ich den Versuch damit gewagt (nachdem Salben gegen Verbrennung nicht sooo geholfen hatten),
Es hat 100% geklappt, die Schmerzen waren fast augenblicklich weg, es juckte sofort nach dem direkten Auftragen auf die verbrannte Stelle, innerhalb vier Tagen war kaum noch etwas zu sehen und die Riesennarbe, die ich befürchtet hatte, gab es nicht!

Ich wünsche Dir gute Besserung und vielen Dank für Deinen Reisebericht!
Die Kinderkrankheiten Deines Gogolobils sind auch bald überstanden und dann kanns richtig losgehen!!! :)

Max Muetze am 07 Sep 2009 19:55:32

Hi Gogolo,

ein super toller Reisebericht.
Vielen Dank dafür.
Ich freu mich jetzt schon auf die Berichte noch viiiiiel weiter aus dem Osten. :D

VG
Max

Anzeige

  • Die neuesten 10 Themen
  •  
  • Die neuesten 10 Reiseberichte
  • Die neuesten 10 Stellplätze

TIPPS und Tricks für das Baltikum
mit Hund durch Litauen
Alle Rechte vorbehalten ©2003 - 2026 AGB - Datenschutzerklaerung - Kontakt