reiko hat geschrieben:Wenn das so wäre, wäre im Winter in Gebieten des deutschsprachigen Raumes die Flüssiggasmischung nach der DIN EN 539 nicht mehr spezifikationsgerecht und könnte zu Problemen bei flüssiggasbetriebenen Kfzs führen. Das Risiko wird wohl kein Gasehändler eingehen.
Autobetrieb Entnahme aus dem Tank flüssig, Verdampfung im Vergaser / ESP
Heizung etc.. Entnahme verdampft.
Viel Unterschied.......
So einfach ist die Entnahme von Flüssiggas aus dem Tank zum Betreiben eines Motors auch nicht.
Es reicht nicht aus, dass da einfach was flüssiges im Tank liegt.
Ich versuche die Problematik darzustellen.
Der Druck im Tank soll mindestens 1,5 bar betragen. Das bedeutet, dass der Druck im Tank 0,5 bar höher ist als außerhalb des Tankes.
Nun muss die Flüssigkeit (Flüssiggas) vom Tank zum Motor strömen.
Bei dem Überdruck von 0,5 bar strömt das ohne fremde Hilfe zum Motor. Wird es von einer Pumpe am Motor angesaugt, geht es auch problemlos.
Betrachten wir den Fall, dass nur Butan im Tank wäre.
Bei 0°C ist der Druck im Tank 1 bar, genauso hoch wie der Druck außerhalb des Tankes. Von alleine strömt das Flüssiggas nicht mehr um Motor.
Eine Pumpe würde es noch problemlos fördern.
Bei – 10°C ist der Druck im Tank 0,7 bar, also ein Vakuum von 0,3 bar.
Bei – 20°C ist der Druck im Tank 0,45 bar, also ein Vakuum von 0,55 bar.
Da müsste die Pumpe das Flüssiggas aus dem Vakuum fördern. Das ginge zwar, wäre aber sinnlose Energieverschwendung. Der Pumpenantrieb würde dem Motor mehr Energie zum Fördern des Flüssiggases entziehen.
Man sieht also:
Nur flüssig reicht nicht aus. Das Flüssiggas muss auch unter einem bestimmten Druck stehen und dafür sind bei bestimmten Temperaturen bestimmte Mischungsverhältnisse erforderlich.
Für uns Womofahrer ist das wesentlich einfacher. Die magische Grenze ist ca. 0°C.
Darüber spielt das Gemisch keine Rolle.
Wolfgang