Vielleicht interessiert ihr Euch für neue und vielleicht ausgereiftere Technik.
Ich fahre seit 4 Jahren Elektroautos City-el, Peugeot 106, Berlingo, etwa 20.000km/Jahr mit der ganzen Familie rein elektrisch
Das City-el fuhr anfangs mit Blei-Akkus (AGM), die schon nach eiem halben Jahr nur noch die Hälfte der Leistung hatten. Entnehmen kann man aus Blei eh nur, grob gesagt, die Hälfte der angegebenen Strommenge. Außerdem sind die ja bekanntlich "bleischwer".
Über die beiden französischen Elektroautos kam ich auf NiCd- Accus, 6V/100Ah. Die sind praktisch unverwüstlich, liefern auch bei tiefen Temperaturen noch die volle Leistug und wiegen 13 kg pro Stück. Einzig was sie krumm nehmen ist wenn man sie Voll geladen stehenlässt dafür kann man sie ruhig komplett leer stehen lassen. Das mögen sie. Winterlagerung also kein Problem. Es sind aber Nasszellen und der beim Laden entstehende Wasserstoff muss ins Freie gelangen.
Der sog. Memory-Effekt ist umkehrbar indem man sie völlig entlädt und dann wieder lädt. Man kann sie aber schnell-laden kurzfristig mit 500A. 2C ohne probleme auch lang,
Da hier das Problem ist, dass man die Fahrten planen muss um kurz vor der Abfahrt die Batterie voll geladen zu haben, brachte einen Freund dazu, es mit LiFePh- Batterien zu versuchen.
Diese dürfen aber weder tiefentladen noch
überladen werden, was ein ausgeklügeltes Batteriemanagement erfodert.
Er setzte sich also daran, um für den City-El ein komplettes System von Ladung und Entladungsüberwachung zu bauen.
Da läuft nun ohne Probleme.
Warum erzähle ich das alles. Ihr könnt nach der Vorgeschichte Euch denken, dass für mich Bleiakkus nicht in Frage kommen. Außerdem weiß ich von Wohnmobil/Wohnwagenhändlern, das Akkus ungefähr 50% der Garantieanfragen ausmachen.
Ich wollte dann NiCd in meinen Wohnwagen einbauen wegen der kalten Temperaturen beim Wintercamping.
Mein Bekannter sagte mir dann, dass es eigentlich kein großes Problem sei, das Fertige System auf Campingfahrzeuge und boote umzubauen.
Er ist zur Zeit dabei und ich will schon mal die Konfiguration verraten.
Die Preise soweit bekannt sag ich euch auch schon mal.
die gesammte Stromtechnik befindet sich in einem Staufach, von außen Zugänglich und mit F-30-Platten ausgekleidet.
Darin sind
Eingang 230V Netz über Sicherugsautomat und Fi-Schalter
Dieser versorgt das 15V/100A Netzteil. 400€
Eine zweite freie Steckdose ist zur möglichen Versorgung des 230V Bordnetzes vorgesehen.
Normalerwiese wird das 230V-Bordnetz aber über einen Cotek Sinuswandler 2000W (1800 Dauer/4000 Spitze) 700€ versorgt.
Der Strom der Lichtmaschine wird beim Fahren in einen Ladebooster (130€) eingespeist. Dieser bringt 7A zum Laden der Batterie.
Weiterhin leistet eine 120W sich selbst drehende Solarzelle bis zu 4,5A über einen Solarladeregler.
Nun das Besondere:
Als Stromspeicher fungieren vier 3,2V/160Ah LiFePh Zellen 14kg 1000€
Diese liefern 150Ah Strom mit 11 bis 14V Spannung.
Der eingeladene und abgegebene Strom wird über einen Ah-Zähler kontolliert. Nach Verbrauch von 80Ah wird automatisch nachgeladen.
Der Ladestrom ist bis 100A regelbar um die Leistung des Ladegerätes an die Stromquelle (Campingplatz meist nur 800W) anzupassen. Mit Generator oder am Hausnetz kann ich aber in 1,5 Stunde voll laden.
Auf den Zellen befinden sich Kontrollplatinen die die einzelnen Zellen abgleichen und das Ladegerät runterrgeln, sobald eine Batterie die Ladeendspannung erreicht hat. Anschließend wird nur noch mit schwachem Strom geladen um die Zellen anzugleichen.
Nach unten wird einfach bei 10,5V abgeschaltet. Es wird erst wieder frei geschaltet, wenn durch geladen wird.
Auf dem sog. Kopsteuergerät im Wohnwagen kann ich Abfragen/Einstellen.
Stromstärke des Ladegerätes
eingeladene A
abgegebene A
verbleibende Ah
Einzelspannung der Zellen
und Gesamtspannung
Temperatur der Zellen.
Weiterhin kann ich mit einem Knopfdruck (Notaus) den Stomfluss von und zur Batterie trennen, oder auch das Schütz wieder starten um die Batterie anzuschließen.
So kann kein heimlicher Stromverbraucher meine Batterie leersaugen.
Die Selbstentladung ist sehr gering.
Natürlich gibt es auch Nachteile. Diese Batterie muss, um ihre volle Kapazität nutzen zu können, auf ca 18°C geheizt werden.
Ich werde sie daher in einen "Mantel" packen und mit einer 30W Heizfolie überwacht heizen.
Was das BMS, bestehend aus Kopfsteuergerät, Zellenplatinen, Hauptplatine, kosten wird, weiß ich noch nicht.
Ich werde weiter berichten und auch Fotos machen, wenn ich das System komplett habe. Bis dahin laufen noch die NiCds ohne Probleme.
Habe hoffentlich niemenaden gelangweilt und hoffentlich so geschrieben, dass man es verstehen kann.