Hallo buccaneer,
wir waren viele Male im Winter in Norwegen, allerdings nicht so weit nördlich. Wir waren hauptsächlich in den Bergen nordöstlich von Lillehammer - zum Skilaufen. Fast immer im März. Nur einmal über Weihnachten, das hat uns nicht so gut gefallen. Es gibt zu wenig Tageslicht.
Im März sind die Tage schon wieder länger. Das Wetter ist meistens stabil - kalt -, zumindestens in den Bergen. Es liegt meterhoch Schnee. Die Strassen sind geräumt, werden aber nicht gesalzen, sondern auf der geschlossenen Schneedecke mit Splitt abgestreut. Im März hat die Sonne schon wieder ein bischen Kraft und taut dann die Fahrbahn an, so daß sich Wasserlachen bilden. Diese gefrieren dann nach Sonnenuntergang sofort und bilden in der Dunkelheit gefährliche Eisfelder. Hier sind Spikesreifen angesagt (geliehene oder eigene). Haben wir aber nicht, wir haben es möglichst vermieden während der Dunkelheit zu fahren.
Ganz wichtig ist die Gasversorgung. Eine
Gasflasche ist nach 3 Tagen leer. Wir haben gute Erfahrungen mit der Kombination Wynen - Tankgasflasche und einer norwegischen Tauschflasche gemacht.
Die kälteste Temperatur die wir hatten, war nachts -20 Grad bei sehr starkem Wind. Wir haben es ganz gut überstanden. Die Grundvoraussetzungen für Wintercamping müssen alle stimmen.
Im März sind in den Skigebieten viele Campingplätze wieder geöffnet und es gibt in diesen Gebieten auch viele geräumte Parkplätze auf denen man mal eine Nacht stehen kann.
Obwohl wir im Winter nicht nördlicher als Dovre waren, haben wir in klaren Nächten oft Nordlicht gesehen. Fantastisch.
Hier noch ein kleines Foto zum Einstimmen auf den nächsten norwegischen Winter.
von Rolf