Wir sind die Strecke von Koblenz nach Tarragona mehrfach mit einem Alkoven 3,85 t zGesGew gefahren und haben verschiedene Strecken ausprobiert. Ziel war es immer möglichst schnell und kostengünstig entweder Tarragona oder Koblenz zu erreichen. Die dabei entstandenen Daten: Fahrtzeit, Verbrauch, Kosten, Tankstellen, Übernachtungsplätze, etc haben wir erfasst und ausgewertet. Die Verbrauchswerte haben nur Relevanz für unser Fahrzeug, Sparfüchse kriegen das sicherlich besser hin.
Es gibt zwei Strecken, die sinnvoll in Frage kommen. Alle anderen Strecken ( wir kennen 4, die wir auch ausprobiert haben) z. Bsp über Andorra, erfordern erheblich mehr Zeit und sind mit teilweise aberwitziger Kurbelei über die Pyrenäen verbunden. Der Gesamtstreckenverbrauch lag dann bei 14,5ltr/100km. Diese haben wir nur dann benutzt, wenn das Motto war: Der Weg ist das Ziel! ....und mindestens zwei Übernachtungen eingeplant waren.
1. Strecke:
Koblenz-Trier-Luxemburg-Thionville-Metz-Nancy-Toul (bis hier mautfrei)-auf der RN über Neufchateau-Langres bis Dijon, über den gut ausgebauten Ring Dijon-Beaune-Macon-Lyon. In Lyon nicht der Aussschilderung Marseille folgen, sondern der A7 weiter folgen. Südlich Lyon auf die A47 in Richtung St Etienne fahren und erste Ausfahrt runter auf die D386 Richtung Givors und unbedingt auf dieser Rhone Seite auf der D386, später D86 bis Pont Saint Esprit bleiben. Dort auf die D148 bis Bagnol sur Ceze und weiter auf die D6086 über Remoulins bis Nimes. (Anmerkung: Die Fahrt auf dieser Rhone Seite hat den Vorteil, dass dort der Verkehr auf 7,5t beschränkt ist und etwa 150 Kreisverkehre weniger sind. Zeitersparnis fast 2 Stunden) Von Nimes bis Montpellier geht die unvermeidliche Kreisverkehr Kurbelei bis kurz vor den freien Autobahnabschnitt hinter Montpellier. Von dort weiter auf der D613 bis Meze. Es ist Geschmackssache ob die weitläufige Umfahrung um Beziers, teilweise unter Nutzung der A75 ab Meze genommen wird, oder die Reise über Marseillan-Adge nach Beziers weiter geht. Schneller ist keine. Es gibt auch noch die Möglichkeit die A750 hinter Montpellier bis zum Dreieck A75/A750 nach Beziers zu fahren. Die Strecke ist deutlich länger, aber stressfreier.
Bis Perpignan geht die Fahrt parallel auf der D6009. Die Nutzung der Umfahrung um Perpignan ist sinnvoll, dann weiter bis Le Boulou. Unbedingt hier beim Supermarkt Leclerc tanken, denn ab Spanien wird es ca. 15ct/ltr teurer.
In Le Boulou auf die Autobahn bis zur Abfahrt 2 in Spanien fahren. Das erspart viel Kurbelei und Kreisverkehr. Ab hier auf der gut ausgebauten NII bis Girona. Keinesfalls der Ausschilderung nach Barcelona folgen, sondern auf die Autobahn fahren bis zur Zahstelle kurz vor Barcelona. Kostet für WoMo mit Zwillingsreifen ca 30€ und erspart eine aberwitzige Kurbelei ab Matao durch die Orte der Küste. Zeitersparnis ca. 1,5 Stunden. Ab dieser Zahlstelle (La Roca) auf der Mautfreien Autobahn AP7 in Richtung Tarragona – Valencia fahren. Auch den nächsten Mautabschnitt ab Martorell befahren und in Villa Franca an der Ausfahrt wieder runter und der A7 (ehemals N340) folgen bis El Vendrell. Weiter in Richtung Tarragona. Ab der Ortschaft Torredembarra ist die Strasse wieder außerhalb Ortschaften bis fast nach Miami Platja.
Vorteil dieser Strecke: Keine Berge, gut ausgebaute Strasse, moderater Gesamtverbrauch 12 ltr/100, (ausser bei Gegenwind durch Mistral) auf 1560km. Zeitdauer 27 Stunden Fahrtzeit ohne Übernachtung.Große Zahl von Übernachtungsplätzen (keine Stellplätze) entlang der Strecke.
Nachteil: Zwischen Beaune und Lyon und Narbonne und Beziers irrwitzige Kurbelei wegen Kreisverkehr. Keine Übernachtungsmöglichkeit. Letzte Übernachtungsmöglichkeit vor La Jonquera auf Leclerc Parkplatz in Le Boulou.
2. Strecke
Koblenz-Trier-Luxemburg-Thionville-Metz-Nancy-Toul (bis hier mautfrei)-auf der RN über Neufchateau-Langres bis Dijon, über den gut ausgebauten Ring Dijon nach Beaune. Dort auf die D974 via Montceau les Mines-Lapalisse-Vichy-Clermont Ferrand. Alternativ dazu ab Dijon durch den Norden Dijons auf die A38 (mautfrei) bis Ausfahrt 24 Beaume und dort auf die D981 Richtung Autun, weiter Richtung Bourbon- Lancy- Moulins- Clermont Ferrand. Vorteil dieser Strecke: Viele Übernachtungsplätze entlang der Strecke.
In Clermont Ferrand auf die A75 bis Beziers. Vorsicht Falle, die Brücke bei Millau ist mautpflichtig, Mauthöhe nach Fahrzeuggröße und Jahreszeit. Umfahrung über Millau Stadt möglich auf sehenswerter Panoramastrasse. Die Billigtankstellen in Millau haben Höhenbegrenzungen auf 2,5m, bzw nehmen keine deutsche EC oder Credit Karten im Automaten. Dafür schöner Übernachtungsplatz in Millau am Fluß Tarn vor der Brücke über die Tarn. Weiterer Platz auf der Höhe, kurz vor der Auffahrt zur A75. Weiter bis Beziers, ab hier nach Tarragona wie bereits beschrieben.
Vorteil dieser Strecke: Relativ lange, mautfreie Autobahnstrecke. Ausgewiesener
Stellplatz in Autun oder Lapalisse, beide aber besonders im Sommer spätestens um 17:00 Uhr belegt. Kürzeste Fahrtzeit mit 25 Stunden ohne Übernachtung,
Nachteil: Viel Schwerverkehr auf Strecke zwischen Dijon und Clermont. Im Sommer auch sehr viele Wohnwagen. Mehrere Steigungen von 350 m bis auf meist 1000 m, einmal bis 1280m auf A75. Im Sommer dort Stau. Überholverbote werden überwacht. Viele Geschwindigkeitskontrollen auf A75. Keinesfalls, zu keiner Zeit auf Autobahnraststätten/Parkplätzen an der A75 übernachten. Zwischen Oktober und Mai teilweise unwetterartige Schnee und Regenfälle in den Höhenlagen der A75 mit Starkwindböen. Verkehr kommt zum Erliegen.Verbrauch erheblich höher, 13,5 ltr/100km auf Gesamtstrecke 1570 km. Verbrauch auf der A75 zwischen Clermont und Dreieck A75/A750 16,8ltr/100km
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von Orsito aus der Nähe von Koblenz