
|
das ist mein erster, 1979 neu gekauft:
![]() 1983 mit selbstgebautem Dachzelt (Aircamping war mir damals zu teuer) nach Russland (Kiew) und 1987 dann mit dem ersten WoMo, VW-T2, ehemaliges Polizeifahrzeug, selbstausgebaut, 100 Liter Wasser Unterflur, Duschen auserhalb des Fahrzeuges, 2 Kochstellen und so etwas ähnliches wie Porta Potti bis nach Marokko.
War das beste Reisefahrzeug das wir je hatten und damit auch die schönsten Touren gemacht. Da die Anspüche aber gestiegen sind (Duschen jetzt im Fahrzeug) ist der T2 mittlerweile nicht mehr denkbar.
Roland
wie schön war die Jugend! Erstes Auto, wo die Kinder keine Kindersitze mehr brauchten: Shadow2
Mein 2. Wohnmobil Tabbert 560E Bj. 1983 mit dem wir 1986 unsere Hochzeitsreise machten. ![]() 1987 am Golf von Genua.
50 PS Mit der Holden von Haballes als Modell. ![]() :D Ihr habt es nicht anders gewollt.
Unser erster Campingurlaub in Honfleur. Das Alkoholproblem hab ich heut noch.:oops: 1985 ![]() Sogar vom Umbau hab ich jetzt Bilder gefunden.
Das orange Blech an der Hauswand ist die ausgesägte Stehhöhe. Die Nachbarn wollten einen Arzt rufen. Der dürre Langhaarige im Blaumann war nicht Robert Plant von Led Zepp.... ![]()
trainierte Leber Sven! :D Richtig super, die Bilder erinnern mich..... leider habe ich kaum Fotos. Dafür war damals keine Zeit....
Es war viiiiiiiiiiiiiiiiiel viiiiiiiiiiiiiiiiel lockerer und abenteuerlicher! Wenn ich mir überlege, wie ich mit 16 auf meiner Zündapp CS50 Bj. 1968 mit Gebläsekühlung mit 6 Kumpels erstmal "nur" and den Gardasee wollte... Gerade mal 10cm auf der Sitzbank für mich. Alles war drauf. Zelt, Konserven ( man wußte ja nicht ob man und wo man was bekommt... ). Am dritten Tag ( nur Pisswetter ) Entschluß weiter nach Genua, über Brescia etc... Super Sonnenaufgang über Genua. Weiter über Imperia, Finale Ligure, San Remo bei Menton über die Grenze. 48 Stunden im Sattel. AUfgewacht in der Wechselstube.... Ja!!! Schilling, Lira, Francs,.... Heute... Euro.... Keine Patina auf alten Lira-Scheinen mit dem 10.000er drauf... Keine4 Fancs für die D-Mark.... Für solche Trips muss man heute nach Namibia oder nach Kambodscha! Da bin ich froh, dass ich eine 22 Jahre alte Mühle hab', an der ich die Hubstützen hinten von Hand runter drehen muss ;-) Grüßle Holger Hallo zusammen,
raidy hat ein schönes Thema gestartet - unerschöpflich. Wir sind jetzt seit 38 Jahren mit Reisemobilen unterwegs, überwiegend in Skandinavien. Uns ging es immer ums Reisen, Weiterziehen, Rumzigeunern. Und da hat sich viel verändert. Vor über 30 Jahren ging's mit einem 50 PS Bulli über die E6. Schon kurz hinter Oslo war die Strasse einspurig mit Ausweichstellen und nördlich von Narvik gabs fast nur noch Schotterpiste. Vor den Scheinwerfern waren Drahtgitter und wenn man Glück hatte blieb die Windschutzscheibe heile. Eine der schlimmsten Strecken, die ich so in Erinnerung habe, war die Strasse von Inari nach Kirkenes, über 150 km Waschbrett - Schotterpiste. Und heute ? Alles vom Feinsten. Prima ausgebaut. Mit 130 PS und viel Luxus gleiten wir durch die Lande. Damals waren nur ganz Wenige hier oben unterwegs. Es gab sowieso nicht viele Wohnmobile. Das hat sich ja bekanntlich gewaltig geändert. So weit ich weiß boomt die Branche wieder. Die Leute müssen mit ihren Womos ja irgendwo hin. Also wird es in Zukunft noch mehr Stellplätze und noch mehr Reglementierungen geben. Das freie Campen, so wie wir es früher praktiziert haben, ist vorbei. Einfach nur mal so hinterm Deich übernachten, das geht schon lange nicht mehr. Da gibt es jetzt einen kurbeitragspflichtigen Wohnmobilstellplatz mit Parkscheinautomat. Und gut ausgestattet muß der Stellplatz sein, mit Dusche, Toilette, Stromsäule, WLan, Animation, Hundeklo, Platzwart, Nachtwächter usw. usw. Das verlangt der reisende Gast heute so. Die vielen Camper, die vom Wohnwagen umgestiegen sind aufs Wohnmobil sind jetzt eigendlich wieder dort wo sie hergekommen sind. Auf einem Campingplatz - der jetzt Stellplatz heißt. Aber, wer das Reiseabenteuer sucht, der wird es auch heute noch finden. Rolf Hallo,
wir gehören seit 1972 zu den "Zigeunern" mit Zelt - Wohnwagen - Campingbus - Wohnmobil. Eigentlich hat sich alles verändert und zwar nicht unbedingt zum Besten: Es stört mich, - wenn Leute essen gehen, damit kein Dunst ins Womo zieht, - wenn fernsehen wichtiger ist als nette Nachbarschaft - wenn das Buch von Werbeprospekten von Lidl und Aldi verdrängt wird - wenn man im Ausland fast nur Deutsche trifft. Ich finde es gut, - wenn man spontan mit fremden Leuten quatschen kann, - wenn man ordentlich ver- und entsorgen kann - wenn man mit Navi den richtigen Weg findet - wenn man immer noch spontan verreisen kann und immer wieder viel erlebt und sieht. Viele Ich finde,
es hat sich überhaupt nichts verändert - aber wir haben uns verändert. ...und damit die Menge unserer Erfahrungen ...und damit unsere Wahrnehmungen ...und damit unser größeres Maß an Toleranz oder Engstirnigkeit Natürlich denke ich manchmal wehmütig an manch wilden damaligen Trip zurück, aber kann auch gleich wieder umschalten und mich an allem Aktuellen erfreuen. Man muß nur die guten Seiten sehen wollen - dann klappts auch mit der Lebensfreude. Immer dran denken: Wir sind nicht so, wie wir meinen. Wir sind so, wie uns die anderen sehen. , brainless :wink: Schön, das alles zu lesen!
Ich merke grade, dass wir diese Erfahrungen innerhalb der letzten 5 Jahre gemacht haben, für die ihr oft mehr als 20 Jahre gebraucht habt :D . Bei uns fing alles 2008 an. Wir trafen uns mit einem befreundeten Paar auf einem Tibetfestival. Nur - zelten kam für uns, weil auch schon in der zweiten Lebenshälfte, nicht in Frage. Also: Gästebettluftmatratze ins Auto, damals ein Mazda 3. Machte soviel Spaß, dass wir damit auch noch eine mehrtägige Reise bis nach Worms unternahmen. Mit Schibox auf dem Dach für unsere Utensilien. Dann wurde auf eine echte Matratze mit Lattenrost! in einem Peugeot 508SW umgestellt. Das war ein Luxus!!! Denn jetzt hatten wir auch noch Platz unter der Matratze. Richtiges Bettzeug hatten wir von Anfang an. Auf einem Campingplatz waren wir natürlich damit nicht - diese Blicke wollten wir uns ersparen! Es gab immer einen Wanderparkplatz oder einen Waldfriedhof. Und es war Entspannung pur :!: Kein überflüssiges Gepäck, keine Buchungen, keine Zeitvorgaben. Einziger und entscheidender Nachteil: Bei Regen kein Aufenthaltsraum. In Gasthäusern den Abend absitzen, nein danke. Und als es 2010 einfach nicht warm und trocken werden wollten und alle unsere Reisepläne (in Deutschland) ins Wasser fielen, reifte der Entschluss zur Anschaffung eines Womos. Und nun sind wir seit 2011 wetterunabhängig in unserer Blechdose! Nach wie vor ohne TV und Internet. Und jede Menge Ideen, was wir uns noch alles anschauen müssen :) . LG Erika Einspruch.
Ich bin so, wie ich mich sehe, und niemals wie die anderen meinen, mich zu sehen. Daran hat sich nichts geändert. Aber: Es hat sich viel verändert, denn es gibt Stellplätze. Und wir sollten sie auch nutzen, denn scheinbar werden wir "wild" nicht mehr gern gesehen. Also nicht wir haben uns verändert, sondern das Umfeld. Da greift wieder dein Satz: wie die anderen uns sehen..... Und ja, unsere Ansprüche sind mit dem Angebot mitgewachsen. Der Fortschritt macht auch vor uns nicht Halt. Wenn ich die Möglichkeit habe, Strom zu beziehen, nutze ichs. Aber ich kann noch genauso wie früher ohne Strom (im Sommer) stehen, ohne Fernseher und Läppi am Grill oder Lagerfeuer den Abend verbringen. Und kontaktscheu sind wir auch nicht geworden. Und wie die anderen uns sehen war mir früher schon egal, und heute erst recht. Mein Einspruch bezog sich aufs Posting obendrüber. Ich war mal wieder zu langsam, bzw. dachte, dass niemand mehr wach ist und hab mir Zeit gelassen.
Erika, euer Weg passt :zustimm: @Christel, ich hätte das auch nicht auf mich bezogen! War mir klar, dass Du den anderen Beitrag meintest.
Aber danke für Deine Ermutigung/Ermunterung oder wie auch immer. LG Erika Früher waren wir mit dem Lloyd-"Plastikbomber" und Zelt unterwegs, heute ist es ein Womo mit den Fahrrädern "hintendran". Früher sprach jeder mit jedem, jeder half jedem, wenn irgendwo ein Manko war. Heute wird unterwegs von vielen Womofahrern nicht mehr gegrüßt. Und auf den Stellplätzen gibt's eine "Fluchtdistanz" von fünf Metern. Kommst du dichter, schlägt die Tür zu. In einem Satz: Mir scheint, dass früher alles viel menschlicher zuging als heute.
Gerhard
Hallo Christel, natürlich hast Du Recht - für Deine Wahrnehmung. Aber dieser Thread handelt ja von veränderten Verhaltensweisen - also von "von aussen betrachtetem Tun". Nur deshalb habe ich gesagt "Wir sind so, wie die Anderen uns sehen." Ich hätte auch sagen können: "Die Anderen scheinen so zu sein, wie wir sie sehen." , brainless :wink: :tach:
So ein schöner Tröd, deshalb krame ich ihn auch nochmal hervor. Vor ziemlich genau 20 Jahren habe ich mit meinem T3 angefangen. Was hat sich seit dem geändert? :arrow: Ich selbst bin älter geworden und habe nicht mehr auf jede Improvisation Lust, die damals noch eine Herausforderung war. :arrow: Es gibt viel mehr WoMos und darum wohl auch mehr Regeln und Verbote. Aber ich persönlich erlebe es nicht so, dass freies Stehen wie es damals problemlos war, heute unmöglich ist. Bis auf gewisse Gegenden hat sich das nach meinem Gefühl nicht dramatisch zum Schlechten gewandelt, aber da mag jeder eine andere Wahrnehmung haben. Ich finde jedenfalls immer noch Plätze jenseits der Camping-Infrastruktur, wenn ich das will. :arrow: Allgemein ist das Leben reglementierter, standartisierter und langweiliger geworden. Ich habe mir gerade Dias meiner Frankreich-Tour :francais: im Herbst 1994 angesehen. Beispiel daraus: Damals war ich im Schiffahrtsmuseum in Douarnenez in der Bretagne. Dort konnte ich fast überall auf den Schiffen herumklettern, in jeden Niedergang reinkriechen und alles genau angucken. Ich habe mich einen ganzen Tag dort gut unterhalten gefühlt. Fast 10 Jahre später war ich nochmal da. Es war alles abgesperrt, manche Schiffe konnte man nur von Land aus ansehen. Nach zwei langweiligen Stunden war ich wieder draußen. Niemand will es mehr riskieren, dass ein unvorsichtiger Tourist in den Bach fällt. :ertrink: :arrow: Individuelle Selbstbau-WoMos sind sehr, sehr selten geworden. Oder wann habt ihr den letzten DüDo (508D) mit aufgeschweißtem Entendach gesehen? Klar, es hat sich auch was verbessert: :arrow: Beim Sch... sitze ich nicht mehr zwischen Kühlbox und Küchenblock auf dem Porta Potti. :arrow: Ich muss auch nicht mehr jeden Tag eine Entsorgungsmöglichkeit für 20 Liter Grauwasser suchen. Es hat mir schon immer wiederstrebt, das einfach in die Landschaft zu schütten... :arrow: Am Berg muss ich nicht mehr mit 40 im zweiten Gang raufkriechen. :arrow: Ich kann mich im Internet mit Gleichgesinnten darüber unterhalten, inzwischen sogar vom WoMo aus. Aber ich glaube auch, dass das Internet sehr viel zur Standartisierung, Reglementierung und allgemeinen Verlangweiligung beigetragen hat. Ein Bild :bild: von meinem guten alten T3 :womobus: habe ich noch nicht. Das sind alles Dias und ich kann meinen Scanner noch nicht davon überzeugen, die Durchlichteinheit zu benutzen... :machkaputt: CarbonUnit Hey,
ich denke es geht auch um die Möglichkeiten, die in unserem Hobby stecken - nach wie vor! Klar gehe ich heute auch alles anders an als vor 25 Jahren und die Bereitschaft zum ein oder anderen Kompromiss ist manchmal nicht mehr so ausgeprägt. Aber trotzdem lebe ich heute genauso die volle Bandbreite der Möglichkeiten: vom einsamen Stellplatz auf dem Hochplateau oder am Meer (wenn man sucht findet man auch heute solche Plätze noch), über den stadtzentralen Stellplatz (die sind definitiv mehr geworden!) bis zum CP (wenn auch äusserst selten - nach wie vor!) Ich halte mich - auch nach wie vor - an das Motto: Leben und leben lassen! und mir macht das Reisen mit dem WOMO immer noch riesig Freude. ... und wenns mal zu eng wird (auf dem Stellplatz oder in der Vorstellung meiner Nachbarn) dann dreh ich den Zündschlüssel und bin weg - auf zu neuen Ufern!! Viele und allzeit gute Fahrt! Berndt Tja, früher war alles Besser...
Nee, es war eben anders. :D Überall muss man mit der Zeit gehen. Will man Kaffemaschine Laptop, Fernseher und sonstigen Schnickischnacki, dann braucht man schon Solar auf dem Dach und freut sich über die Vielzahl an Stellplätzen mit E-Anschluß, W-Lan und V+E. Will man das alles nicht, wird es schwierig und die Vielzahl der Verbotsschilder hindern einen an Individualurlaub wie in den 70ern. Wir sind erst seit ca. drei Jahren in der Lage unseren Urlaub individuell zu gestalten und freuen uns über die Vielzahl der Stellplätze und natürlich auch über deren Ausstattung. Wir haben unser Bett und unseren halben Hausstand mit und wollen einfach nur flexibel sein. Outdoorverliebtheit ist obligatorisch! Da kommt es uns wirklich zu Gute, dass die WoMo-Frakton als "Devisenspender" mittlerweile fast überall willkommen ist und man darauf vorbeireitet ist. Uns kommt natürlich noch zu Gute, dass wir nicht auf allgemeine Ferienzeiten angewiesen sind sondern ausschließlich in Vor- oder Nachsaison "ausfliegen". Nachtrag: Hier mal ein Bild von meinem T3 im Herbst 1994 in der Tarn-Schlucht:
Damals schoben 57PS ca. 2,5 Tonnen. |
Anzeige
|