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komisches Gefühl nach dem Unfall


rena am 12 Jun 2012 08:40:54

Ich weiß, es ist ein ziemlich komisches Thema, aber mich würde mal interessieren, was Ihr davon haltet.

Wir hatten ja im Winter 2010 einen Unfall auf der Autobahn mit Frontschaden. Mein Mann am Steuer, ich auf dem Beifahrersitz und meine Tochter hinten an der Dinette. Der CI kam auf Glatteis bei 60 kmh, mein Mann fing ihn noch sanft auf, dann die nächste Glatteisplatte und dann dreht sich der CI (gottsseidank ist er nicht gekippt) und prallte frontal mit ca. 40 kmH gegen die Mittelleitplanke. Gottseidank haben die LKW und PKW, die hinter uns waren, genügend Abstand gehalten. Das war unser großes Glück.

Aber das ist ja Vergangenheit.

Seitdem aber habe ich jedes Mal ein ziemlich mulmiges Gefühl, wenn wir schneller als 80/90 kmH auf der Autobahn fahren und ich Beifahrerin bin. Fast schon Angst!! Klar möchte ich meinem Mann nicht damit auf die Nerven gehen.
Ich möchte das gerne wieder loswerden, weil ich wirklich sehr sehr gerne mit dem Wohnmobil unterwegs bin (speziell mit dem neuen!!).

Was meint Ihr dazu?

LG Rena

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schaetzelein am 12 Jun 2012 08:50:30

Guten Morgen Rena,
ich kann dich gut verstehen und ich denke, dass es allen, die mal so ein Trauma erlebt haben, geht.
Es dauert einfach seine Zeit und es wird immer besser. Aber so schnell und einfach wirst du das nicht los. Ich hatte zwar mit dem PKW einen Wildunfall, aber der hing mir auch ne ganze Weile im Kopf.

Liebe und nur Mut....das wird wieder :)

LG Antje

RaiWo am 12 Jun 2012 09:07:15

Guude!
So ähnlich ging es mir vor ca. 40 Jahren. Im Prinzip hilft da nur immer wieder fahren, fahren, fahren.
Ich hatte vor jeder neuen Fahrt Angst, dass es wieder "krachen" könnte.
Los war ich das Ganze, als tatsächlich wieder einer auf unser Auto gefahren ist. :D
CU
Vutscko

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Gast am 12 Jun 2012 09:09:36

Ich denke Du solltest mal eine Runde mit mir fahren

:D

danach fühlst Du dich bei Sigi sicher wie im 7. Himmel 8)

rena am 12 Jun 2012 09:15:35

Stephan - ich fühle mich schon jetzt bei Siggi so......... Der Arme kann ganz sicher nichts dafür :wink:

LG Rena

meridion am 12 Jun 2012 09:39:10

Hallo,

auch ich hatte vor ca. 10 Jahren eine Aquaplaning-Unfall auf der Autobahn.
Danach hatte ich bestimmt 4 Jahre ein mulmiges Gefühl bei Nässe und erst recht bei Spurrillen.
Eine Spur davon ist heute noch da.....

Ich denke du brauchst wirklich Zeit.
Sprich ruhig über deine Ängste mit Freunden und deinem Mann.
Das hilft bei der Traumabewältigung.

Wenn es gar nicht geht kannst du ja auch noch über professionelle Hilfe nachdenken. Ich denke der ADAC hat da Ansprechpartner.

Viele und gutes Gelingen.
Thorsten

snoopyunterwegs am 12 Jun 2012 09:40:29

Liebe Rena,

was du erlebst, ist ein ganz normales Gefühl.

So einen Schock zu verarbeiten, dauert einfach seine Zeit und das ist unabhängig davon, ob der Unfallverlauf letztendlich gimpflich ausgegangen ist.
Es hilft sicherlich, ein vermindertes Reisetempo aufzunehmen, bis wieder ein weitgehendes Sicherheitsgefühl - so es im Straßenverkehr eben möglich ist - entsteht.

gremlin am 12 Jun 2012 14:57:41

Gott sei dank ist euch bei dem Unfall nichts so viel passiert. Aber tatsächlich spielt die Psyche danach eine große Rolle.

Ich hatte mit 18 meien ersten Reh-Unfall vor einem Waldstück. Jetzt, 20 Jahre später fahre ich immer noch mit einem komischen Gefühl an die Waldstücke heran. Ich gehe automatisch vom Gas und nach dem Wald atme ich erstmal tief durch. Ich bekomme es einfach nicht aus dem Kopf raus, auch wenn ich es mir noch soviel vornehme. Als Beifahrerin bin ich da noch schlimmer, ich hab immer Angst, daß der Fahrer nicht auf die Rehe achtet, die ich schon imaginär ins Auto laufen sehe.

Aber das alles hilft nix, fahren,fahren, fahren....obs wieder passiert, weiß man Gott sei Dank vorher nicht. Oder: Augen zu und durch....


alterschalter am 12 Jun 2012 16:47:09

Ich kann die Vorschreiber nur bestätigen: Fahren, fahren, fahren - und am besten nur an schöne Dinge dabei denken und die Landschaft genießen.

Ich habe 6 Jahre gebraucht, um mich wieder in einem Kleinwagen wohl zu fühlen, davor habe ich mich nur im Geländewagen (dem Panzer) wohl gefühlt.

Kopf hoch, wie heißt es doch so schön: "Die Zeit heilt alle Wunden......:" ;)

Lancelot am 12 Jun 2012 16:59:03

Stephan1 hat geschrieben:Ich denke Du solltest mal eine Runde mit mir fahren



Oh nein ... :eek: :eek:

Nicht noch ein zweites Trauma ... :D


@Rena : Du hast ein Trauma erlitten .. das kann

- von ganz einfach über den zeitlichen Abstand
- bis "nie" und wenn, dann nur durch professionelle Hilfe

geheilt werden. Je nach dem "wie schlimm" es für Dich ist und wie sehr es Deine Lebensweise beeinträchtigt, kannst/mußt Du - notfalls - auch Profi-Hilfe nutzen.

Lies doch mal : --> Link

al am 12 Jun 2012 17:13:36

es klingt banal, ist aber so. man muss sich einer angst stellen. einer möglichen gefahr nicht aus dem wege gehen.

am besten: selber fahren, da kannst du reagieren. als beifahrer.... das ist wie kino... mal sehen was die nächste szene bringt.


und wenn das alles nix wird, geh zum profi.

(so und jetzt kommt nicht noch irgend einer und sagt, trink dir vorher einen, oder rauch genug gras... klar ginge das auch... irgendwie... aber nicht mehr sicher für dich und vor allem für andere)

lahmeente am 12 Jun 2012 17:15:15

Hallo Rena,

da du ja noch mitfährst zeigt ja, dass Du es überwinden kannst, aber es ist für dich ja eine deutlich Einschränlung des Lebensgefühl. Daher schieb es nicht auf die lange Bank, und besuche einen Psychologen. Dein Hausarzt wird in der Regel die Kollegen kennen, und dir einen empfehlen können.

Das ist keine Schande, sondern ganz normal. Wenn du dich besser fühlst, sag Dir halt: statt zum Psychater, gehst du zu einem "personal coaching".

Der wird mit dir die Sache besprechen, mit Ihm zusammen (und bitte nur mit Ihm) könntet ihr dann entscheiden, ob es z.B. Sinn macht, dass Du zusammen mit deinem Mann ein Fahrsicherheitstraining beim ADAC macht. Du als Beifahrer kannst dann das sichere Schleudern in die Wasserwand erleben, dass hat manchem die Sicherheit beim Autofahren schon wieder gebracht.

Aber bitte nur mit Absprache mit dem Psychologen, sonst kann das auch nach hinten los gehen.

Ich wünsche Dir alles Gute, und viel Spass beim Wohnmobilfahren.


Friedhelm

ottomar am 12 Jun 2012 17:34:12

Hallo Rena,

das, was Friedhelm geschrieben hat, kann gar nicht deutlich genug unterstrichen werden!

Und noch etwas: Warte nicht zu lange, bis Du professionelle Hilfe in Anspruch nimmst, denn Traumata bzw. deren Folgen können sich chronifizieren, und dann hast Du Dein Leben lang mit Deiner Angst zu tun.

Viel Erfolg bei der Bewältigung wünscht Dir von ganzem Herzen,

Ottomar

Bergbewohner1 am 12 Jun 2012 20:15:29

Hallo Rena, wir hatten mit unserem Kind mal einen unverschuldeten Verkehrsunfall auf dem Berliner Ring, die anderen im Trabbi sahen fürchterlich aus. Es viel Jahre gedauert, bis ich beim Überholen nicht sofort wieder das komische Bauchgefühl bekam. Mit der Zeit wird es aber wieder besser, das kann ich dir bestätigen.

LowCostDriver am 12 Jun 2012 20:29:26

Versuche erstmal herauszufinden, ob es am Fahren selbst, oder am Fahrer liegt.
Will heißen: Fahr mal selber eine Runde!
Hast du das Gefühl dann auch, wenn du Steuer und Verantwortung in der Hand hälst, würde ich dir ein Fahrtraining mit Schwerpunkt auf der Gleitfläche empfehlen. Hier lässt sich eine solche Situation üben und quasi am eigenen Leib erfahren.
Stück für Stück lernt man dann, wie man sich verhält.

Hast du hingegen ein Problem mit dem Fahrer bzw. mit der Situation, aufgrund der Beifahrersituation nicht ins Geschehen eingreifen zu können, wird es schon etwas schwieriger. Auch hier kann ein auf zwei Mal Fahrtraining im Wechsel helfen, dass man die Hintergründe erkennt und versteht.
Andererseits würde ich mir nicht allzu viele Illusionen machen! Ein Restgefühl wird immer bleiben, auch wenn es mit den Jahren schwächer wird.

Ich drücke euch die Daumen, dass du schnell die Freude am Fahren zurückgewinnst.


Björn

Gast am 12 Jun 2012 21:01:04

Lancelot hat geschrieben:@Rena : Du hast ein Trauma erlitten .. das kann

- von ganz einfach über den zeitlichen Abstand
- bis "nie" und wenn, dann nur durch professionelle Hilfe

geheilt werden. Je nach dem "wie schlimm" es für Dich ist und wie sehr es Deine Lebensweise beeinträchtigt, kannst/mußt Du - notfalls - auch Profi-Hilfe nutzen.
Ich kann - leider aus persönlicher Betroffenheit - dies nur unterstreichen und Dir dringend raten, nicht zu lange mit einer professionellen Hilfe zu warten, wenn Du merkst das es sich nicht bessert.

Das Ängste zurückbleiben ist normal und es wäre krankhaft wenn es nicht so wäre, aber Du musst es verarbeiten können d.h. zu 99 % vergessen können. Wenn nicht ab zum Facharzt für Psychatrie, der beisst nicht und nur er kann Dir eine Verordnung ausstellen mit der Du eine Psychotherapie machen kannst.

Der ADAC ist nicht berechtigt entsprechende Verordnungen zu Lasten der Krankenkasse auszustellen, bietet aber vieleicht "Selbshilfegruppen o.ä. an.

Ob das reicht und Dir hilft - das kann ich nicht beurteilen.

Eine PTBS haben viele und man muss sich nicht schämen Hilfe in Anspruch zu nehmen, ganz im Gegenteil zeugt es von Verantwortungsgefühl und von Persönlichkeit dies durchzuziehen bzw. vom Arzt überprüfen zu lassen.

Tipsel am 13 Jun 2012 01:54:34

Bei mir ists fast 40 Jahre her, und mein Peter muss leider noch immer dárunter leiden, wenn weiter vorn jemand auf die Bremse tritt.

Damals wurde mir geraten, mich gleich wieder ans Steuer zu setzén, was ich auch getan habe. Und als Fahrerin hab ich auch keine Probleme,
Aber als Beifahrerin, ohne direkten Einfluss aufs Geschehen, steh ich immer mit einem Fuß in der Ölwanne. Ich weiß garnicht, obs eine Ölwanne gibt und ich hab noch nie das Bodenblech wirklich durchgetreten, aber man sagte es mir so.

Beobachte, obs besser wird, ansonsten such professionelle Hilfe, denn ich habs verpasst, bzw. gabs sowas damals noch nicht.

rena am 13 Jun 2012 08:09:34

Ich danke Euch allen für Eure Worte und Ratschläge.
Bei mir ist es so wie bei Tipsel.... ich bremse mit und auch ich wundere mich manchmal, dass das Bodenblech so stabil ist :wink:

Allerdings ist es so, dass mein Mann ein sehr ruhiger und bedächtiger Fahrer ist. Da muss ich wirklich keine Angst haben. Es ist dieses Gefühl des Unvorhersehbaren, was mich nervös macht.

Es ist aber nicht so, dass ich permanent Angst habe. Meist nur vor der Fahrt. Wenn ich dann einmal im Fahrzeug sitze - speziell bei längeren Fahrten - dann wird es von Kilometer zu Kilometer besser und ich werde auch ruhiger.

Wir starten in ein paar Wochen in den Urlaub. Italien und Kroatien. Darauf freue ich mich und hoffe doch sehr, dass ich die Fahrten auch genießen kann. Und wenn es nicht so sein sollte, dann werde ich nach dem Urlaub professionelle Hilfe suchen.

Nochmals ganz lieben Dank Euch allen.
LG Rena

RaiWo am 13 Jun 2012 09:03:59

Guude!
@ rena:
So ist es mir auch ergangen. Nach Fahrtantritt ging es immer besser.
CU
Vutschko

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