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Überspannungsschutz 1, 2


SteffenBerlin am 24 Jul 2012 09:23:23

Hallo liebe Wissende,

ich stehe des Öfteren an Stellen mit einer unsicheren 230V-Versorgung.
Nachbars hatten am Wochenende 400V auf ihren Stromanschlüssen. Die Ladegeräte bzw 12V-Umwandler gingen reihenweise kaputt. Das möchte ich vermeiden und vorsorgen.
Im Netz bin ich auf den Netzprotektor NP 3000 von Truma bzw. Calira gestoßen. Ist der gut und sinnvoll? Das Gerät Schaudt OVP 1 als Vorschaltung zum E-Block würde ich wegen der Anschlüsse nur über Kaltgerätestecker nicht nehmen. Oder ist eine bloße Steckdosenlösung, wie sie für PCs im Heimgebrauch verkauft werden, ausreichend?

MfG Steffen

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: Artikel auf eBay oder versuchs hier bei Amazon

andwein am 24 Jul 2012 09:56:24

Ich glaube, die Zwischensteckerlösung (PC-Schutz etc.) ist absolut ausreichend. Ich verwende sie selbst auch. z.B.
--> Link
Die Dinger haben eine optische Anzeige, ob sie eingegriffen haben und funktionieren auch für den gesamten 230V Womo Stromkreis wenn sie in einer beliebigen Steckdose eingesteckt werden
Andreas

kheinz am 24 Jul 2012 10:10:21

Ich würde dir dringend empfehlen die Krankheit und nicht die Symptome zu behandeln.
Nicht das dich, trotz nutzloser teuerer Geräte der unsichtbare Strom in die ewigen Jagdgründe befördert

MfG Wolfgang

Anzeige vom Forum


ottomar am 24 Jul 2012 10:19:43

SteffenBerlin hat geschrieben:Nachbars hatten am Wochenende 400V auf ihren Stromanschlüssen.


Dunnerlittchen, das ist aber viel! Und da sage noch einer, man könne die AKWs nicht so bald abschalten. :D

Aber ernsthaft: Wie ist Derartiges möglich, und woher weiß man, dass es gerade 400V waren?

Mit freundlichen n,

Ottomar

soul am 24 Jul 2012 10:23:21

hallo!

nachdem mir in griechenland wegen überspannung einmal mein ebl abgeschossen wurde habe ich den hier eingebaut. mittlerweile ist er auch im wohnwagen drinnen.

Amazon Link



lg

SteffenBerlin am 24 Jul 2012 10:25:20

... ich sehe gerade, dass es meine Frage schon einaml gab: --> Link
Warum bei ersten Mal die Suche nichts ergab, ist mir ein Rätsel. Ein Admin kann ja die Themen verbinden.

400V und 240 V haben irgendetwas mit den Phasen zu tun. Eine Phase sind 240V, 3 Phasen sind 400V: 240V*3/2. Und die ganze Geschichte passiert, wenn jemand ein Adapterkabel bastelt...

MfG Steffen

Gast am 24 Jul 2012 10:25:22

kheinz hat geschrieben:Ich würde dir dringend empfehlen die Krankheit und nicht die Symptome zu behandeln.

sorry, aber das ist quatsch....

die "Krankheit", in diesem Fall vermutlich Überspannung durch Schaltgeräte in der Nachbarschaft hat Steffen nicht in der Hand, kann sie also nicht kurieren. Deshalb hat er keine andere Wahl als zu versuchen die Auswirkungen auf sein Womo zu verhindern, und da meine ich daß der Zwischenstecker von Andreas die geeignete Wahl ist.

falls Steffen "elektrisches Verständnis" hat kann er das Ding innerhalb des Womos hinter den Außenstromanschluß pfriemeln

grüße klaus

Gast am 24 Jul 2012 10:32:52

SteffenBerlin hat geschrieben:... ich sehe gerade, dass es meine Frage schon einaml gab: --> Link
Warum bei ersten Mal die Suche nichts ergab, ist mir ein Rätsel. Ein Admin kann ja die Themen verbinden.

400V und 240 V haben irgendetwas mit den Phasen zu tun. Eine Phase sind 240V, 3 Phasen sind 400V: 240V*3/2. Und die ganze Geschichte passiert, wenn jemand ein Adapterkabel bastelt...

MfG Steffen


Nachtrag: falls da wirklich durch irgendwelche Basteleien die verkettete Spannung mit 400V anliegt, nützen diese Filter nichts, da sie für schnelle Transienten im Mikrosekundenbereich gebaut sind

Gast am 24 Jul 2012 10:38:51

SteffenBerlin hat geschrieben:400V und 240 V haben irgendetwas mit den Phasen zu tun. Eine Phase sind 240V, 3 Phasen sind 400V: 240V*3/2. Und die ganze Geschichte passiert, wenn jemand ein Adapterkabel bastelt...


Zurückhaltung mit solchen Äußerungen sollte man üben, wenn man keine Ahnung von der Materie hat (frei nach Dieter Nuhr)

Mit der Bastelei von Adapterkabeln hat das nun wirklich nichts zu tun. Außerdem ist unsere Netzspannung schon seit geraumer Zeit 230V.

ottomar am 24 Jul 2012 10:44:32

Ich verstehe immer weniger.

Adapterkabel mit drei Phasen??? Wo sollen die denn angeschlossen sein? (Respektive: Wo sollen die natürlich nicht angeschlossen sein?).

Mit freundlichen n,

Ottomar

SteffenBerlin am 24 Jul 2012 11:07:06

Google: Kann man 230V aus 400V abzweigen? Ja. --> Link
... und es kann auch schief gehen.
... und hier gibt es den Adapter zu kaufen: --> Link
... und die richtige Formel lautet: 230V*(Wurzel aus 3)=400V (Gibt es hier keine Physiklehrer der Oberstufe?)

MfG Steffen

singlefreiheit am 24 Jul 2012 11:37:30

SteffenBerlin hat geschrieben:Nachbars hatten am Wochenende 400V auf ihren Stromanschlüssen.

Bastelt dein Nachbar gerne selbst an seiner Hauselektrik rum?
Wenn man den Null-Leiter-Anschluss einer 230 V-Steckdose an eine Phase hängt, kommen aus der "230 V-Steckdose" 400 V raus.

SteffenBerlin am 24 Jul 2012 12:11:04

singlefreiheit hat geschrieben:
SteffenBerlin hat geschrieben:Nachbars hatten am Wochenende 400V auf ihren Stromanschlüssen.

Bastelt dein Nachbar gerne selbst an seiner Hauselektrik rum?

... mit Nachbar meine ich Womonachbarn, die auch völlig unschulidg waren. Der Strom war einfach eine freundliche Geste. Sie haben ihn genommen und ihre Womos angschlossen; ich nicht, nur weil ich auf das Fernsehen verzichten wollte. Zuerst war ja auch alles okay.

Also ich wünsche mir eine Überwachung meines 230V-Eingangs, welcher bei höheren Spannung als ??? in kürzester Zeit die Stromversorgung trennt. Netzprotektor NP3000 oder Steckdoseadapter? Oder etwas anderes ...

MfG Steffen

kintzi am 24 Jul 2012 12:16:40

Oder anders: Ein Dachständer hat 4 Leitungen.
3 davon sind Phasen, die 4. ist der Nullleiter (vulgo Erde).
Zwischen jeder Phase u. dem Nulleiter sind 230V (früher 220V), zwischen 2 Phasen 400V (früher 380V), alle 3 Phasen zusammen sind sog. Dreh- oder
Kraftstrom.
Die Spannungsverlauf ist sinuskurvengleich, Hin- u. Rückleitung wechseln in der Sekunde 50x (=50Hz).
Weiter ist der Spannungsverlauf in den Phasen um 120° (Winkelgrade) verschoben, so dass bei Drehstrom für eine Phase die bd. anderen den Rückleiter spielen. Nullleiter dann nur notwendig bei Phasenverschiebung (z.B. E-Motoren /cos phi).
Für 230V (eine Phase gegen Nullleiter) ist der Nullleiter der Rückleiter.
Wenn nun ein Edelbastler in der Nachbarschaft (gleicher Strang) Phase auf Nullleiter legt (und der Hauserder taugt nichts), hat man bei sich Phase gegen Phase u. damit 400V auf der 230V-Steckdose. Prost Mahlzeit!
Gr. R.

kintzi am 24 Jul 2012 12:25:15

Ach so: NP3000 o.OVP 01A zwischen Aussensteckdose u. LS/FI. Gr. R.

rolfblock am 24 Jul 2012 12:44:44

Also zunächst wieder einmal die Rechtschreibung, weil, der Lernerfolg steigt mit dem Logarithmus der Anzahl der Wiederholungen.
Zwischen Zahlenwert und Einheit gehört ein Leerzeichen.
Also 230 V und nicht 230V.
Kintzi hat nicht Recht, wenn er sagt, dass bei Motoren mit cos phi ein Nullleiter notwendig ist. Der Nulleiter wird nur dann gebraucht, wenn die Last auf den drei Phasen unsymmetrisch ist. Ein Drehstrommotor braucht demnach gerade keinen Nulleiter.

Die einfachste Methode zu verhindern sich durch falsche Anschlüsse 400 V auf den Landstromeingang zu schaufeln, kostet gerade mal 10 Euro und ist äußerst vielseitig verwendbar; ein Multimeter.
Vorher messen, dann weiss man auch ob der Schutzleiter geht.
Ob ein Überspannungsschutz gegen 400 V schützt, wäre mal interessant auszuprobieren.

kintzi am 24 Jul 2012 13:01:04

Hallo rolfblock, hast recht mit der Assymetrie, habe mich geirrt. Aber kann es sein,
dass Du bei der Schreibweise ein Pedant bist. Beim Strom sehe ich ja Pedanterie ein, aber wegen dem fehlenden Space zur Einheit ist wohl noch keiner gestorben.
Dein Vorschlag mit Voltmeter kam mir auch , ist doch aber kaum praktikabel.
:razz: Gr. R.

SteffenBerlin am 24 Jul 2012 13:14:53

rolfblock hat geschrieben:Die einfachste Methode ... ein Multimeter.


... das dies an Bord sein sollte, habe ich hier im Forum schon gelernt. Man bräuchte es zum Testen freier Steckdosen auf Stellplätzen, ob ein vorheriger Kunde seine Strompauschale noch nicht aufgebraucht hat.

... ich habe aber bei einem Multimetertest nur eine Momentaufnahme. Ich kann mir nicht sicher sein, ob das so bleibt.

MfG Steffen

Gast am 24 Jul 2012 13:51:02

Es gibt solche Geräte. Ich kenne sie aus der Bühnentechnik.
Sie schützen vor Fehlerströmen, fehlender "Erdung/Nullleiter", falscher Phasenverwendung und vor Über- und Unterspannung, manche sogar im ms-Bereich. Allerdings haben sie ihren Preis.
Hier ein Beispiel für alle, die nicht schrauben wollen. --> Link

Übrigens kann auch permanente Unterspannung zu Defekten führen.

Gast am 24 Jul 2012 14:26:32

rolfblock hat geschrieben:Also 230 V und nicht 230V.

Also kintzi :nein:
Wirklich unglaublich, was du dir da wieder geleistet hast. :nein:

Da aber auch Siemens es nicht kann --> Link
und Bosch --> Link
und selbst die VDE dazu zu blöde ist (siehe Seite 4): --> Link

will ich es dir ausnahmsweise heute mal verzeihen. Aber nur, wenn du hoch und heilig Besserung gelobst. :ja:

Nehme dir ein Beisiel an wikipedia, die können es: --> Link


Ansonsten schließe ich dich an 230[Leerschritt]V an. :D

rolfblock am 24 Jul 2012 16:12:16

Lieber Raidy,
schön, dass du auch auf dem Pfad der korrekten Schreibweise von Einheiten mit mir wandelst.
Hier mal ein paar sehr oft gesehene Fehler

falsch richtig
Mhz MHz
H h für Stunde hour
Km km für Kilometer
K k für 1000
k K für 1024 = 2^10

Wir sollten mal eine Tabelle zusammenstellen und die Einheiten erklären.

Gast am 24 Jul 2012 16:44:46

Lieber Rolf,
Es war eher als Ironie gedacht. :?
Ich habe da zwei Meinungen:

1) Es ist schon besser, wenn man sich die richtige Schreibweise angewöhnt.
2) Dies ist ein Forum, da sehe ich es nicht so eng. Wenn man denn Sinn des Schreibers versteht, dann reicht mir das völlig.

Der Spaß hört allerdings dann auf, wenn jemand Phase und Null nicht unterscheiden kann und dann Empfehlungen gibt.

Hinzu kommt, dass wir hier im Süden es mit der Rechtschreibung ohnehin nicht so genau nehmen. Dafür sind wir Weltmeister in Fremdsprachen: --> Link AUUUUAAAAAAAHHHHH :eek:

rolfblock am 24 Jul 2012 19:33:59

Lieber Raidy,
du als E-Techniker kennst ja auch Nachrichtentechnik.
Wir senden hier alle via Buchstaben verschlüsselte Nachrichten. Der Code ist allerdings bekannt. Daher können alle den Sinn verstehen.
Eine Nachricht zu senden, bedeutet sie zu codieren, so dass sie übertragen werden kann. Das erfordert Aufwand.
Auf der Empfänger (Leser) Seite muss das ganze wieder dekodiert werden, schon versteht man den Sinn.

Man kann nun den Codier/Decodier Aufwand gleichmäßig auf Sender und Empfänger verteilen, oder unsymmetrisch.
Beispiel UKW Radio. Der Sender ist sehr stark, der Empfänger braucht nur eine Stabantenne. = unsymmetrisch
Video MPEG Codierung: Der Sender ist wesentlich aufwändiger, der Empfänger daher billiger. unsymmetrisch

Gleiche Verteilung z.B. Telefon. Der Aufwand auf Sende- und Empfangsseite ist gleich.

Andersrum Enigma : Sender recht einfach, Empfänger kompliziert.

Je genauer der Sendecode an den Empfänger angepasst ist, desto leichter kann der Empfänger verstehen.
Je besser unsere Schreibweise an den Empfänger angepasst ist, desto leichter hat es der Leser.
Daher ist es sogar höflich korrekt zu schreiben, da es den Leser entlastet.

Kintzis Beiträge sind ein Musterbeispiel für wenig Codieraufwand beim Sender, daher kompliziert zu lesen und zu verstehen. Dadurch leidet allerdings der verständliche Inhalt, selbst wenn er sachlich korrekt ist.


Deine Beiträge dagegen verwöhnen den Leser durch excellente Form und Inhalt. Da macht das Lesen doppelten Spass.

So funktioniert Nachrichtentechnik.

SteffenBerlin am 24 Jul 2012 19:51:15

... gibt es noch Sinnvolles zum Thema oder wird das jetzt vollens neben der Spur? rolfblock und raidy - Ihr habt bisher nichts zum Thema gesagt; nur rumgelabert.


Steffen

Gast am 24 Jul 2012 19:56:40

SteffenBerlin hat geschrieben:... gibt es noch Sinnvolles zum Thema oder wird das jetzt vollens neben der Spur? rolfblock und raidy - Ihr habt bisher nichts zum Thema gesagt; nur rumgelabert.
Steffen

Ein paar Posts zuvor habe ich die Lösung für das Problem vorgestellt. Du solltest schon alles lesen, bevor du "nichts" sagst.

Aber du hast recht: Wir sollten zum Thema zurück kommen. Nur kann ich nichts mehr dazu vortragen, da ich schon eine Lösung gepostet habe.

kintzi am 24 Jul 2012 21:40:35

Wieso?
Reichen NP3000, OVP01 u. NU-230 nicht?
Könntest ja auch mal "Danke" sagen.

SteffenBerlin am 24 Jul 2012 22:04:43

... na klar: vielen Dank. :)

Steffen

daffi2222 am 24 Jul 2012 22:20:17

Kurz mal eingeworfen: wozu hat meine Karre dann eine Sicherung hinter Aussenweltdose????????


Kopfkratz

Gast am 24 Jul 2012 22:24:25

SteffenBerlin hat geschrieben:... na klar: vielen Dank. :) Steffen


:eek: :eek: :eek:

SteffenBerlin hat geschrieben:Im Netz bin ich auf den Netzprotektor NP 3000 von Truma bzw. Calira gestoßen. Ist der gut und sinnvoll?
Hallo

Komisch das auf eine Frage so geantwortet wird, wie in diesem Tread wieder einmal. :( :( :(

Der Netzprotektor ist für eine Eingangsspannung von 400 V nicht zugelassen, aber ist entsprechend Spannungsfest, sicher noch die beste Lösung.

Auch der Vorschlag einen Überspannungsschutz-Zwischenstecker hilft nur sehr bedingt, denn dieser ist für kurzfristige Überspannungen gedacht, die bei einem Blitzschlag in ein Stromnetz auftreten. Auch hier kann der Überspannungsschutz nur bedingt helfen, wenn andere Geräte mit eingesetzt werden, dies wird gerne von den Händerlern verschwiegen und steht dann nur in den Bedienungsanleitungen der Geräte die aber sowieso keiner liest.

So hilft z.B. der Gasgefüllte Überspannungsableiter in dem Überspannungsschutz gar nicht mit, weil dieser erst bei Spannungen über 450V auslöst. Dies widerum bedeutet, dass der Überspannungsschutz eindeutig als sogenannter "Feinschutz" einzuordnen ist, gemäß den "Einteilungen" die auch in der Wikipedia stehen.

--> Link

Ich würde von diesen billigen Überspannungsschutzstecker dringend abraten, sofern diese nicht Teil des fachgerechten Überspannungsschutzsystems ( Grobschutz, Mittelschutz, Feinschutz ) sind.

Ich zitiere mal die Wiki:

......Feinschutz muss sich nicht automatisch auf dem gleichen Qualitätsniveau befinden wie ein guter externer Feinschutz.

Insbesondere Überspannungsschutzadapter (Zwischenstecker) und Überspannungsschutz-Steckdosenleisten besitzen oft keine Sicherheit, die bei Überhitzung der Varistoren oder deren Zerstörung diese vom Netz trennen, was im Extremfall zu Bränden führen kann. Diese Schutzgeräte leiten ohnehin Überspannungen nur gegen den parallel verlaufenden Schutzleiter ab, was meistens nicht ausreicht.

( Zutreffend finden unter Feinschutz - unter welchem diese Überspannungs - Zwischensteckdosen auch hingehören )

Gast am 24 Jul 2012 22:42:17

daffi2222 hat geschrieben:Kurz mal eingeworfen: wozu hat meine Karre dann eine Sicherung hinter Aussenweltdose????????
Kopfkratz

Die Sicherungen im WoMo schützen vor:

1) Fehlerströmen (Wenn du mit dem Föhn duscht, wenn ein Kabel aufgescheuert ist,und du den gefährlichen Pol (die Phase) berührst,... :D )
2) Zu viel Strom (zu viele Verbraucher, Kurzschluss)

Sie schützen NICHT vor Überspannung.
Wenn deine Ladegeräte z.B. gerade 200W ziehen (also so rund 1A) und die Spannung auf 400V hochgeht, dann ziehen sie dennoch weniger als 10A (der übliche Wert der WoMo-Sicherung). Aber wegen der Überspannung sterben deine Netzteile, der Fernseher, der SAT-Empfänger....... :eek:

Grüßle Raidy

Gast am 24 Jul 2012 22:45:21

raidy hat geschrieben:Hier ein Beispiel für alle, die nicht schrauben wollen. --> Link

Ist natürlich auch ok, aber wesentlich teurer, technisch natürlich wesentlich besser.

daffi2222 am 24 Jul 2012 22:48:52

Sch....

Aber ein gutes hat es. Ich habe keinen Tv und Sat und solche Dinge. Nur eine Kaffemaschine und das Handy.
Aber solche Teile sind doch über die Hausrat versichert, oder?



Ralf

Gast am 24 Jul 2012 22:59:34

daffi2222 hat geschrieben:Sch....

Aber ein gutes hat es. Ich habe keinen Tv und Sat und solche Dinge. Nur eine Kaffemaschine und das Handy.
Aber solche Teile sind doch über die Hausrat versichert, oder?



Ralf
Hast Du Überspannungsschäden ausdrücklich mitversichert ?


Nochmals zu dem Überspannungs Zwischenstecker, habe ich gerade mal in die Vorschriften geschaut.
Dieser sitzt ja hinter dem 30 mA-Fehlerstrom-Schutzschalter (RCD bzw. RCCB, residual current circuit breaker) der als zentrales Sicherheitsorgan in der Unterverteilungen installiert ist ( sein sollte )


Da ein professionelles Überspannungsschutz-Konzept nach DIN V VDE V 0100-534 [2] mehrstufig aufgebaut ist, hier aber gepfuscht wurde, wird beim Ansprechen des Ableiters im Überspannungsableiter bei 400 V ( anstatt 230 V ) es zu einem unzulässig hohen Dynamischen Stoßstrom über den Fehlerstrom-Schutzschalter kommen, so das es zu Verschweißungen der Kontakte kommen kann.

Dies hätte zur Folge, dass die Funktion des FI nicht mehr gegeben ist.

Der FI-Schutzschalter erkennt eventuell noch die Fehlerströme, kann aber durch die dauerhaft geschlossenen Kontakte die sicherheitsrelevante Trennung vom Netz nicht mehr ausführen. ( Lebensgefahr )

daffi2222 am 24 Jul 2012 23:06:26

Gegenfrage: kann mir Soetwas auch Zuhause passieren ?

Sobald ich wieder daheim bin, werde ich das prüfen.

Danke.



Ralf

Gast am 25 Jul 2012 08:41:22

Wenn Du keinen Überschutz hast und 200 m entfernt der Blitz in einem Haus einschlägt - ja.

Tomcam am 25 Jul 2012 09:33:54

Hallo zusammen,

habe gerade an einem Artikel über (heimischen) Überspannungsschutz gearbeitet. Von Phoenix Contact gibt es mittlerweile für die Hausinstallation kombinierte Module mit Mittelschutz (Schutzstufe 2) gegen Überspannungen/Blitzschlag und FI-Schalter DAHINTER, sprich ebenfalls geschützt. Die Ausführungen, die ich kenne, sind dreiphasig, sprich eindeutig fürs Eigenheim ausgelegt. Aber grundsätzlich würde so etwas wohl auch gut in einem Reisemobil funktionieren. An den Steckdosen selbst genügt dann ein üblicher Zwischenstecker (z.B. Kopp, Westfalia etc.) als Endgeräteschutz (Stufe 3) und voilà hat man schon einen zweistufigen Schutz.
Die Ansprechschwelle ist mir gerade nicht geläufig, die meisten solcher Überspannungsableiter Stufe 2 (z.B. Dehn) arbeiten aber ab etwa 255/275 Volt.
Schutzstufe 1 mit entsprechend großvolumigen Modulen samt Funkenstreckentechnologie setzt man bei exponierten Häusern ein, die mit Blitzableiter und Fangeinrichtungen ausgerüstet sind und einen entsprechend hohen Schutz brauchen, mitunter auch bei Häusern, die noch nicht mit Erdkabeln, sondern Freileitungen angeschlossen sind. Für die meisten Anwendungen ist das nicht nötig. Wer ganz sicher gehen will, der bekommt von Citel kombinierte, kompakte 1-2-3-Schutzmodule, allerdings zum saftigen Preis.

Viele

Tomcam am 25 Jul 2012 09:37:19

Noch als Ergänzung: Da ich für Unterhaltungselektronik-Zeitschriften schreibe und entsprechend die angeschlossenen Gerätschaften mitunter richtig teuer sind, lautet das Fazit des Artikels trotz allem: Bei Gewitter generell und auch bei längerer Abwesenheit Stecker raus! Das ist und bleibt der beste Schutz – und bei einem Volltreffer wohl auch der einzig wirklich sichere...

Viele

Gast am 25 Jul 2012 09:50:33

Tomcam hat geschrieben:Noch als Ergänzung: Da ich für Unterhaltungselektronik-Zeitschriften schreibe und entsprechend die angeschlossenen Gerätschaften mitunter richtig teuer sind, lautet das Fazit des Artikels trotz allem: Bei Gewitter generell und auch bei längerer Abwesenheit Stecker raus! Das ist und bleibt der beste Schutz – und bei einem Volltreffer wohl auch der einzig wirklich sichere...
Auch bei einem "Volltreffer" sind bei fachgerechter Installation die Geräte geschützt. Es ist zutreffend das die meisten Häuser an einem Überspannungs sparen und keinen installieren lassen, muss jeder Bauherr selber wissen.

Die Kombigeräte ( Grobschutz und Mittelschutz kombiniert ) gibt es schon lange, aber es wird klar gesagt, dass dies eine Notlösung ist. Besser ist die seperate Installation.

Die Überspannungselemente haben alle kleine Fenster mit z.B. einer grünen Anzeige ( Plättchen ). Wen neine Überspannung eintritt kann es den Überschpannungsschutz zerstören, das Plättchen wird dann durch ein rotes ersetzt, bzw. ist dann weg und das Fenster ist schwarz.

Der Betreiber muss nach jedem Gewitter den Zustand selbst kurz kontrollieren ob die Plättchen noch ok sind. Ansonsten kann der Betreiber diesen durch abziehen etfernen und sich vom Fachinstallateur für ca. 30 € einen neuen geben lassen.

Leider wissen das viele auch nicht und der Überspannungsschutz ist schon vor 10 Jahren ausgefallen. :(

Ist also ein umfangreiches Thema.

Tomcam am 25 Jul 2012 10:33:25

Hallo,

das ist grundsätzlich absolut richtig. Da die abgestufte Absicherung idealerweise auch Kabelwege und Abstände mit einbezieht ist die separate Installation von Grob-/Mittel-/Feinschutz überlegen und vorzuziehen.

Die "Notlösung" ist aber im Wohnmobil gegeben, denn hier hat man die Abstände und Kabelwege nicht, auch keine Unterverteilungen auf Etagen oder dergleichen.

Dennoch gab es hier in der Eifel Einschläge, bei denen vom Fachbetrieb installierte mehrstufige Schutzschaltungen geradezu explodierten und die Kabel den Putz aus den Hauswänden sprengten.

Ich halte durchaus viel von diesen Schutzeinrichtungen, die immer erheblich besser sind als keine und zweifellos Schaden verhüten können. Ich selbst habe Schutzstufe 2 in der Hauptverteilung geplant und in einer Unterverteilung bereits realisiert.

Aber es bleiben Zweifel, wenn ein Blitz unmittelbar einschlägt, mit allen Problemen wie Folgeströmen etc.

Deshalb bleibe ich auch dabei, dass "Stecker raus" für ein Gerät am sichersten ist.

Viele

Gast am 25 Jul 2012 10:56:21

Tomcam hat geschrieben:Dennoch gab es hier in der Eifel Einschläge, bei denen vom Fachbetrieb installierte mehrstufige Schutzschaltungen geradezu explodierten und die Kabel den Putz aus den Hauswänden sprengten.

Aber es bleiben Zweifel, wenn ein Blitz unmittelbar einschlägt, mit allen Problemen wie Folgeströmen etc.

Deshalb bleibe ich auch dabei, dass "Stecker raus" für ein Gerät am sichersten ist.
Wenn man die möglichkeit hat den Stecker zu ziehen ist das auf jeden Fall gut .... aber:

Wenn ein direkter Einschlag erfolgt, sind die Auswirkungen zum Teil so gross das auch ausgesteckerte Geräte u.U. Schaden erleiden können. ( Elektromagnetische Effekte )

Bei dem Bericht stellt sich immer die Frage, waren die Schutzschaltungen in Ordnung ? Oder hatten Sie bereits ausgelöst als der Blitzschlag erfolgte.

Leider haben die tatsächlich de Schwachpunkt, dass bei mehreren Einschlägen nach einen Defekt der Überspannungseinrichtung leider nur eingeschrängter und gar kein Schutz mehr besteht. Welcher Hauseigentümer stellt sich schon bei Gewitter an die Unterverteilung und beobachtet den Schutz. Gibt es aber auch mit Elektronischen Meldungen.

So bleibt tatsächlich ausstecken ist ein sehr guter Schutz, besser noch ein Überspannungsschutz und ausstecken. Selbst hier bleibt tatsächlich ein Restrisiko.

Wie beim WOMO, ein Restrisiko bleibt immer. Wenn uns ein LKW reinkracht und vor uns einer ist, ist es egal vom VI oder Alkhoven oder PKW oder Kleinbus, alle werden plattgemacht und die Wahrscheinlichkeit so etwas zu überleben ist extrem gering.

Wenn es schon Gewittert gehe ich nicht raus und ziehe den Stecker vom Wohnmobil raus. :D

Elektrogeräte während des Gewitters anfassen kann gefährlich sein, also würde ich auch keine isolierten Stecker während des Gewitters mehr rausziehen, wie aber leider sehr häufig gemacht wird.

kintzi am 25 Jul 2012 11:13:41

Alles richtig, beim Vetter hat`s vor 15 Jahren bei einem Naheinschlag E-tronik um 10TDM erwischt (Amateurfunker+ Nachichtentechniker, elektronisiertes Haus). 7000 DM f. Geräte v. Hausratvers., Rest Inst. nicht, weil selber install.
F. Solarelektronik u. Einspeisung eigene Versicherung (bei 12 kW ca. 400€).
Hat dann damals f. 4000 DM irren Klimbimm als Schutz eingebaut.
Seitdem hat ihn der Blitz gemieden :D Gr. R.

SteffenBerlin am 25 Jul 2012 11:37:23

... vielen Dank für die neuen Beiträge.

Also als Laie habe ich verstanden:
Für Blitzschutz hilft nur Stecker ziehen bzw. ein Überspannungsfilter, in einem Beitrag zuvor wurde unitec 46416 genannt.
Der Netzprotektor NP3000 schützt vor Spannungsschwankungen im Netz. Schaltet er nun bei 400V (zuverlässig) ab?

In meinem Womo sieht der Sicherungskasten wie bei einer Hausinstallation aus, d.h. Sicherungs- und FI-Module auf Hutschiene.
Gibt es so etwas wie den NP3000 für die Hutschiene?

In welcher Reihenfolge sind die Module anzuschließen?

... und bitte, nennt doch mal ein paar ganz konkrete Produkte. Als Laie kann ich zwar auf der Seite von Dehn lesen ader nichts verstehen.

MfG Steffen

Gast am 25 Jul 2012 11:52:20

SteffenBerlin hat geschrieben:Der Netzprotektor NP3000 schützt vor Spannungsschwankungen im Netz. Schaltet er nun bei 400V (zuverlässig) ab?
Da 400 V ausserhalb der zulässigen Eingangsspannung liegt - leider nein.

Das andere scheint Baumarktscheiß zu sein - technische Spezifikation nicht gefunden )

daffi2222 am 25 Jul 2012 12:20:26

Hier tauchen bei mir Fragen auf.

Wenn ich einen Blitzableiter habe und der Blitz über diesen abgeleitet wird, was ist dann mit meinen Geräten?

Ist es Falle einer Überspannung nicht Möglich das Womo zu Erden?

Ich glaube , das hier wird länger...




Ralf

SteffenBerlin am 25 Jul 2012 12:21:24

UlrichS hat geschrieben:
SteffenBerlin hat geschrieben:Der Netzprotektor NP3000 schützt vor Spannungsschwankungen im Netz. Schaltet er nun bei 400V (zuverlässig) ab?
Da 400 V ausserhalb der zulässigen Eingangsspannung liegt - leider nein.


... tja, nun dreht sich meine Frage im Kreis.

MfG Steffen

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