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Hallo liebe Foristen... bin neu hier und wollte mal sehen, ob mir hier jemand helfen kann :) Also, ich habe ganz normal einen festen Wohnsitz, Arbeit etc... allerdings bin ich jetzt in eine normale Wohnung gezogen, nachdem ich früher in einem Haus gewohnt habe... und ich vermisse einfach einen Ort, der NUR FÜR MICH ist und an dem ich absolut meine Ruhe habe :) Ein Haus mieten dafür lohnt sich nicht (zu groß - bin Single). Deshalb meine Idee: WOHNMOBIL. Mit dem zusätzlichen Vorteil, damit auch mal in Urlaub fahren zu können. Jetzt allerdings der Knackpunkt: ich möchte nicht ständig irgendwelche Stellplätze suchen und immer umparken, und Campingplatz ist mir evtl. zu viel Trubel... Deshalb: Wie ist Eure Erfahrung -- findet man jemanden (z.B. Landwirt), der einem ein paar qm Wiese für sagen wir 100 € im Monat verpachtet als fast-Dauerstellplatz? Strom wär über Solar, und Wasser Ver- und Entsorgung kümmer ich mich selber... Habt Ihr eine Idee, wo / wen man da am besten fragt? So viele Fragen... hoffe auf einige hilfreiche Tipps :) Viele Anderer Vorschlag: wie wäre es mit einem Schrebergarten? Gibt's ha je nach Region doch öfters. Wäre ein Minihäuschen und ohne die Zusatzkosten für ein eigentlich mobiles Wohngerät (Wohnwagen/Wohnmobil). Rossi Also, ich weiß ja nicht, in welcher Ecke du bist, aber hier in Meck Pom würdest du sicher so etwas finden können. Gib einfach mal eine Anzeige in einer dieser kostenlosen Zeitungen (die bekommt ja jeder) auf und außerdem kannst du noch bei Ebay Kleinanzeigen suchen. Viel Glück Markgräfin Hallo,- das kann ja wieder spannend werden oder auch unterhaltsam. Eine Eingangsfrage, wo montierst du den Postkasten? Liebe Mondmann Ich hab mich glaub ich nicht ganz klar ausgedrückt: Ich habe einen festen Wohnsitz mit Post, Waschmaschine, etc. und behalte den auch... das Wohnmobil ist als "Zweitwohnsitz" gedacht :) Ich würde kein Womo irgendwo auf eine Wiese stellen,selbst wenn Du einen Landwirt oder ähnliches findest der Dir eine Wiese verpachtet.Was glaubst Du denn wie lange Dein Fahrzeug unbeschädigt bleiben würde?Ausserdem ist eine Wiese für landwirtschaftliche Nutzung bestimmt,ich weiß nicht ob das so einfach geht einen Standplatz für ein Wohnmobil daraus zu machen. Ich bin selbst Grundbesitzer landwirtschaftlich genutzter Flächen würde mich aber hüten eine Verpachtung als Stellplatz vorzunehmen.Such Dir lieber einen kleinen,ruhigen Campingplatz,das ist einfacher und ohne großes Risiko. Arno Man müsste in etwa wissen wo Du deinen Hauptsitz und die Arbeit hast. Machbar ist da sicher in der Richtung was, vielleicht erst mal für eine begrenzte Zeit um zu sehen wie es anläuft. Arkona Ich muss leider Arno völlig recht geben. Selbst wenn Du jemand findest, der Dir eine Wiese o.ä. verpachtet, kannst Du nicht einfach ein Womo oder Wowa drauf stellten. Jede Fläche unterliegt einem Flächennutzungsplan und das ist in den meisten Fällen halt Landwirtschaftliche Nutzungsfläche. Wird von Dir dann zweckentfremdet und mit Sicherheit von den Behörden nicht geduldet. Was im Prinzip ja auch Sinn macht. Und wie Arno schon sagte, da würd ich mein Womo auch nicht so auf freier Flur alleine stehen lassen. Schade, die Idee ist an sich ja nicht verkehrt, aber lässt sich leider nicht umsetzen. Kirsche
Kaufe dir ein Haus und vermiete es. Vom Grundstück teilst du ein Stück für deine Bedürfnisse ab! :wink: Ich würde auch in den Kleinanzeigen in deiner Nähe nach Anzeigen wie "Garten zu vermieten" usw. schauen. Ist je nach Region günstig und evtl. kannst Du ein Wohnmobil darauf abstellen. Einfach so auf eine Wiese in der freien Natur ist sicher nicht möglich. Bei uns wären schon mal die Jagdpächter, der Förster usw. nicht einverstanden. Peter N Das geht auch auf einem Kleingartengelände nicht,auch dort gibt es strenge Vorschriften was die Nutzung und den Bau von Gartenhütten betrifft,ausserdem werden diese Kleingärten wenn sie in Kolonien liegen von Vereinen verwaltet,die sind oft strenger als der Gesetzgeber,ich weiß wovon ich rede,mir gehören 15 Kleingärten.Mit dem Vorstand des Kleingartenvereins der mein Generalpächter ist ist nicht gut Kirschenessen.....ein Wohnmobil auf einer Kleingartenparzelle?Gar nicht auszudenken,weder von der Vereinssatzung noch von den einschlägigen Vorschriften. Arno Also eine Kleingartenkolonie wäre mir auch zu spießig bei all den Verordnungen und Gartenzwergen. In der Regel sind die Parzellen recht klein und mit dem Wohnmobil gar nicht an- bzw- befahrbar. Aber bei uns in der Ecke gibt es viele "Freizeitgrundstücke" in den Weinbergen, auf denen auch Wohnwagen oder WoMos, oder gar ganze Häuser stehen. Das sind 1000 bis 2000 m², die es für ca. 500€ im Jahr zu pachten gibt - wenn mal was frei wird. Meist haben sie Stromanschluss und einen Brunnen. Hier ist man noch weitgehend frei in der Nutzung. Klar gibt es gesetzliche Verodnungen, aber wo kein Kläger, auch kein Richter. Wir hatten mal so ein Grundstück und haben dort unser Pferd gehalten. Ich würde mal nach so einem Grundstück Ausschau halten. Vor Ort oder im Netz zum Beispiel bei Immobilien-Scout. Ich hoffe für den Themenersteller, dass sich im wirkichen Leben weniger Spießer tummeln... Viel Erfog bei Deinem Vorhaben, ich würde Dir was verpachten, allerdings ist alles langfristig 'weg' Das dann im Vertrag nicht 'Wohnmobilstellplatz' steht dürfte doch woh klar sein Schade das es keinen "Gefällt mir" Butten hier gibt. Jeder Scheiß wird bei uns reglementiert. Das dies manchmal auch Sinn macht ist unbestritten. Die Deutsche Reglementierungswut ist aber wohl unerreicht. Wünsche viel Glück bei der Suche eingangs bereits beschrieben worden...schau bei iiibay in die kleinanzeigen grundstücke en masse´ Hallo, zunächst danke für die vielen Antworten. Leider kann ich selber jetzt nicht viel schreiben, da ich rechts schon wieder die 3 Männchen mit den VERBOTSschildern sehe, und diese mir es VERBIETEN, die meisten meiner Gedanken zum Thema hier zu äussern. Aber... "es passt ins Gesamtbild" :-) Ich werde aber dann mal durch die Kleinanzeigen auf diversen Portalen stöbern und gucken, ob die Leute teilweise mit sich reden lassen und auch (evtl. gegen Bestechung (Aufpreis)) gewillt sind, sich der deutschen Reglementierungswut entgegenzustellen (aber "politische Diskussionen sind nicht erwünscht", deshalb sage ich da nichts weiteres zu). Danke nochmal für die vielen "offenen" Antworten, und auch den "pessimistischen" Postern bin ich nicht böse ;-) (P.S.: Ich bin in NRW -- da ist das ganze aufgrund der hohen Bevölkerungsdichte und damit vermutlich einhergehenden gesteigerten Reglementierungswut wohl noch etwas schwieriger)
Von wegen unerreicht,die wird von der europäischen Reglementierungswut locker übertroffen! Arno Hallo, Foobar Halte Dich lieber an die Vorschriften,die Kommunen brauchen Geld und kontrollieren auch in Bereichen die früher aussen vor waren. In den Kleingärten die ich verpachtet habe wurde vor zwei Jahren plötzlich kontrolliert,jede Gartenhütte vermessen ob sie denn auch dem hessischen Kleingartengesetz entspricht.Freizeitgrundstücke werden ebenfalls kontrolliert,selbst die Gerätehütte eines Sportanglervereins mußte abgerissen werden obwohl es die seit fast 20 Jahren gab. Wünsche Dir trotz dem viel Erfolg. Arno Moin Foobar, beachtlich, wie Du die ganzen Miesepeter :roll: abtropfen läßt, meine Anerkennung! Nachdem leider nur wenige konstruktiven Rat geben konnten, empfehle ich den direkten Kontakt zu Bauern in deiner Nähe bzw. dort, wo Du hin möchtest. Immer mehr Betriebe werden nur noch nebenberuflich geführt. Hier ist jeder Euro, der sich zusätzlich mit dem Boden verdienen läßt, hoch willkommen. Möglicherweise wäre ein Wiesengrundstück, auf dem Du (abgezäunt natürlich 8) ) deinen Hund ausbilden kannst, eine völlig legale Geschichte. Es soll ja sogar Fälle gegeben haben, wo der Hund leider verstarb, bevor das Gelände bezogen wurde......... Wenn dir darüber hinaus der Landwirt noch die Möglichkeit einräumt, auch -mitunter längerfristig- das Mobil dort abzustellen, hast Du, was Du willst. Besonders hilfreiche Landwirte haben vielleicht auch einen alten Tank/Tankwagen, der für's Grauwasser/Schwarzwasser eine Zwischenstation bietet. Das notwendige Frischwasser kann man ja, zumindest in der Anfangszeit, mit Kanistern bunkern. Viel Erfolg, Volker :wink:
Wie recht Du hast ........ Mit dem schreiben mein ich :lol: Mach dich auf die Suche und frag da wo Du hinwillst, die Frage hier zu stellen bringt nix. Du mußt einen finden der Dir was verpachten will, nicht mehr und nicht weniger, alles andere ist überflüssig Ich möchte jetzt einmal wieder konsstuktiv etwas zu Thema beitragen :!: Bleib dran so etwas geht und hatte ich auch schon so gut wie Grundstück dafür gepachtet ,aber nur wegen dem fehlen meiner "Womo Garage " . Ich hatte ein Grundstück an der " Angel " wo mir der Besitzer erlaubte mein Wohnmobil abzustellen und auch jederzeit wieder los zu fahren -> inclusive Strom ,Wasser . Da auf dem Riesigen Gelände Direkt an einem großen See mit Bootssteg und Angelsteg ,sowie baden geht auch -> Denn vor dem Womo eine riesige "Private Wiese" ,die nicht öffentklich war . Das Grundstück hatte auf der vorderen Ebene (direkt an einem Yachthafen gelegen ) ein Wochenendhaus , was meist nie belegt war durch den Besitzer .Dazu gehörte ein Nebengebäude mit Dusche Toilette und Entsorgung (der Besitzer hatte einen lütten MAN Phönix in der Garage :D )und nutzte Jahrelang dieses Grundstück um ein wenig zu entspannen,bei vielen Festen bei uns in der Region . Ausserhalb seines direkten Grundstückes standen schon zwei "Camper auf Zeit ", denen legte er sogar Strom an .... Du siehst es gibt auch noch andere Leute die Dein Vorhaben teilen ... PS ich hätte im Jahr all inklusive 900€ bezahlt -> Ich find es einen fairen Preis bei der Lage und dem Umfeld .. Es handelte sich um einem See nahe Werder / Havel und ca 7 km vom Stadtzentrum Potsdam entfernt und zudem mit Busanbindung falls man das "Schätzechen "mal stehen lassen wollte .. Ich habe jetzt eine Garage und hätte dieses Grundstück genommen , wenn es nicht geklappt hätte, denn bei uns kostet ein Freiluft Parkplatz schon 50€ und das in den Büschen auf irgendeinen Hof .... Lass Dich nicht abhalten , denn wenn du so ein Grundstück hast , kannst du auch die Post dort hinschicken lassen , was du ja eigentlich nicht brauchst . . :boot: :fahrrad: :fahrrad2: viel Glück bei der Suche. Vielleicht wäre ja auch das eine Option für Dich: Zur Zeit arbeite ich in der Schweiz und lebe in meinem Womo. Ich stehe auf einer Art Dauercamping-Platz. Da es sich um eine Art Verein handelt, ist Beitrag mit umgerechnet 1000€ im Jahr recht günstig, wenn man die Tarife auf einem regulären Campingplatz betrachtet. Der Vorteil ist, dass Du ausgezeichnete sanitäre Anlagen und Möglichkeiten zum Ver-/Entsorgen hast. Jeder Platz hat Strom, Wifi und wenn Du magst Kabelfernsehen. Der Nachteil ist, dass die Parzelle mit 10x10m recht klein ist und Du viele Nachbarn und ein paar Regeln zu befolgen hast. Sicherlich gibt es so Anlagen auch in Deutschland. Ansonsten teile ich die Meinung, dass Du sicherlich etwas finden wirst. Ich denke, es wäre nicht so schwer einen entsprechenden Landwirt zu finden, der dir weiterhilft. Ein Wohnmobil wäre allerdings wesentlich teurer als ein Wohnwagen. Halt uns auf dem laufenden, ich glaub das Projekt ist mit Hilfe eines Landwirts relativ schnell realisierbar. Strom von Solar im Winter? Kannst du im Dland min. 5 Monate lang glatt vergessen. Frischwasser kannst du ja noch herankarren, aber was machst du mit Gey- and Blackwater? Es darf im Dland nicht jedes beliebige Grundstück für Camping benutzt werden. Da reden die örtlichen Behörden ein gewichtiges Wörtchen mit. Im Grunde kannst du das bei unserer Rechtslage glatt vergessen. Such dir einen anständigen Dauerstellplatz auf einem CP, auf den du mit Zustimmung des Platzinhabers auch deinen Wohnsitz anmelden kannst. ein zugelassenes fahrzeug (das womo) auf eine private wiese stellen ist kein problem. und wenn doch mal einer meckert, dann fährst du halt 5m vor - und beim nächsten mal wieder 5m zurück! ich bin ja kein Spießer, aber wer von Euch wollte sowas evtl. in seiner Nachbarschaft stehen haben ? Ich meine nicht den Threadersteller, aber wenn es so einfach wäre............................................................... Ättt superduty: hat er nicht schon mehrfach geschrieben , dass er einen Wohnsitz hat und dort nicht dauerhaft wohnen möchte??? Schau am besten nach Gartengrundstücken von privat oder auch Stadt ohne so einen doofen Kleingartenverein, sowas gibt's sogar hier in Frankfurt. Zum Ersten, die Idee als solches finde ich gut, den ich hatte sie selber mal. Zum 2. gibt es in unserem Lande zu viele, die mit Ihrem Schmierigen nackten Finger flott auf andere zeigen und dazu von der Gesetzgebung auch noch das Fundament bekommen. Wir besitzen hier auf dem Lande selber genug eigene Grundstücke in allen Varianten der Natur, Wald, Wiesen, am Bachlauf, als Tannenschonung usw. und da wollte ich selber mal so eine Idee umsetzen. Vergeblich. Man hat sofort die Ortspolizeibehörde am Hals. Alles ausserhalb des Dorfes kann man vergessen. Die zielführensten Tipps die ich hier lese sind die, wo Dir Bauernhöfe empfohlen wurden. Vielleicht findest Du irgendwo einen Kleinbauernhof der so nach und nach sein Gewerk drann gibt, wo Du Dein FZG hinstellen darfst. An Sonsten kann ich Dir NUR noch zu CP raten. Da gibt es genug die Dir günstig solche Möglichkeiten bieten. Da gibt es einige im hintersten Eck, ganz ruhig gelegene, sparsam ausgestattete Plätze, die da in Frage kommen. Leider ziehen gerade diese Plätze teils zweifelhafte Gestalten an, mit denen in der Nachbarschaft ich meine Freizeit nicht leben möchte. Wohne ja auch auf dem Dorf und hier ists auch so, da geht leider, wie BP schreibt nix, schon gar nicht mit Motor :( Wohn-, o Bauwagen werden maaaaaaal hin u da geduldet......... Wünsche dir aber trotzdem viel Glück. PS wenn du noch die Gegend hin schreiben würdest, vielleicht melden sich paar mehr die dir einen tip haben :) moin. so wie ich den Trötstarter verstanden habe, will er ja eben NICHT auf seinem minipachtland dauerstehen und vor allem auch kein grauwasser entsorgen ( :oops: fälltmirnurebengradsoein) ein wohnmobil lässt sich ja im unterschied zu einem bauwagen jederzeit wegbewegen zum zwecke gesetzeskonformer entsorgung. foobar möchte einfach so eine art wochendgrundstück zum längeren parken, denke ich. nach meinen erfahrungen ist so etwas auf privatgrund problemlos möglich. zumindest im wilden osten, der hat ja womöglich andere gesetze noch? :) voraussetzung ist natürlich eine entsprechende absprache und auch evtl. vergütung mit/für dem landbesitzer. hier mal ein fotto von meinem (fast) dauerplatz in 2011 und 2012: ![]() gefiel mir deshalb so gut, weil fast direkt am see. am anfang hatte ich all abendliche besuche vom förster: SIE DÜRFEN HIER NICHT PARKEN!! SIE STEHEN JA SCHON 2 WOCHEN HIER!! doch, meinte ich, ist ja privatgrund und ich hab die erlaubnis vom besitzer..und steh den ganzen sommer hier öfter mal rum..im winter auch ab und zu.. NEIN, DAS IST NATURSCHUTZGEBIET HIER UND KEIN PRIVATGRUND! (DAS wusste ich aber besser als er, ich war ja auch "vorbesitzer" gewesen, smile) 3 tage später hat er sich entschuldigt.. er hätte das überprüft und es wär o.k. nun trinken wir oft abends mal ein bier zusammen.. (das der dann noch fahren darf danach? ein rätsel..) gutes gelingen foobar, das klappt schon! lg magda Hi foobar Laß dich von den ganzen Theoretikern hier, die komischerweise immer wissen was NICHT geht, bloß nicht davon abhalten. Ich hatte vor Jahren diese Idee auch, und habe sie dann auch gleich in die Tat umgesetzt. Die wenigen Leute die von meinem Plan wußten, rieten mir mit den immer gleichen Einwänden schon im Vorfeld davon ab. Hätte ich auf diese Leute gehört, oder mich durch sie gar verunsichern lassen, hätte ich es wahrscheinlich erst gar nicht versucht, und würde Dir heute den gleichen spekulativen Mist erzählen. Jetzt mal zur Praxis. Nachdem ich ein brachliegendes Freizeitgrundstück von dessen Besitzer für kleines Geld langfristig pachten konnte, stehe ich jetzt schon seit 3 Jahren mit Wohnmobil und Wohnwagen für jedermann erkennbar fest drauf. Der angemeldete Wohnwagen steht die ganze Zeit schon fest an der gleichen Stelle. Mit dem Womo fahre ich hin und wieder mal fort, ansonsten steht es auch die ganze Zeit fest dort. Die vorbeikommenden Leute denken offenbar daß ich dort fest wohne, sehen daran aber keinen Stein des Anstoßes. Im ersten Jahr kam die Behörde die für die Freizeitgrundstücke zuständig sind vorbei, und fragten ob ich da fest wohne. Ich verneinte, und sagte daß ich hier nur meine Freizeit verbringe. Da ich noch eine kleine Wohnung habe wo ich auch gemeldet bin, ( die haben meine Personalien aufgenommen und wahrscheinlich überprüft) war für die offenabar der Käse gegessen. Ich sah die danach niemals wieder. Abgesehen davon hätte ich jederzeit bei massivem Ärger von seitens der Behörden mein Wohnwagen an das Wohnmobil hängen können, und hätte innerhalb von wenigen Minuten alles hinter mich gelassen. Die allermeisten Leute die solche Ideen wie Du haben, scheitern nicht an der vermeintlichen Behördenhürde ( die es ja durchaus gibt) sondern daran, daß sie wegen der vermeintlichen Behördenhürde, es dann gar nicht erst versuchen. Vieles geht, und einiges geht auch nicht. Aber um das im einzelfall zu Wissen, muß man es erst mal versuchen. Dann kann man hinterher auch aus Erfahrung mitreden, ansonsten sollte man doch besser mal die Klappe halten. Vor 4 Jahren als ich aus meiner Wohnung raus mußte und nicht gleich was passendes gefunden habe, wollte ich für die Wohnungssuche übergangsweise in meinem Wohnmobil wohnen. Da ich auch noch den Wohnwagen hatte und keinen Stellplatz mehr dafür, hängte ich den gleich hinten mit dran. Das wohnen im Womo und Wohnwagen gefiel mir dann so gut, daß ich mir vorerst keine Wohnung mehr suchte und diesen Zustand dann 1 Jahr lang beibehielt. Während dieser Zeit stand ich mit Womo und angehängtem Wohnwagen fast die ganze Zeit über unter der Woche im Stadtgebiet. Mit dem Fahrrad fuhr ich dann zur Arbeit. Nur übers Wochenende fuhr ich immer raus aus der Stadt Anfangs wurde die mobile Ordnungsbörde der Stadt auf mein sonderbares Gespann am Straßenrand aufmerksam, und fragte mich dann was das für eine Bewandnis das auf sich hätte. Ich sagte ihnen klipp und klar daß ich zur Zeit darin wohne. Mit dieser direkten Antwort waren sie überfordert, denn sie wußten erst gar nicht wie sie behördlich darauf reagieren können und sollen. Nachdem sie meine Personalien ( ich war ja Ordnungsgemäß bei einem Bekannten gemeldet) aufgenommen hatten, fuhren sie wieder davon. Ich blieb ja oft tagelang an den gleichen Stellen wo ich niemanden störte, stehen. Am übernächsten Tag kamen sie wieder und meinten daß wohnen auf öffentlichen Grund verboten wäre. Aber solange ich nicht auf der Straße campe, und keinen Dreck hinterlasse, wissen sie offiziell nichts davon. Da ich immer angekuppelt auf Plätzen stand wo ich auch tagsüber niemandem den Parkplatz wegnahm, nahm auch niemand anderer anstoß an meinem Gespann. Daß ich richtig darin wohnte, vermutete anscheinend sowieso niemand. Da ich durch Womo und autarken Wohnwagen, zwei Toiletten und doppelte Menge Wasser und Gasflaschen zur Verfügung hatte, brauchte ich nur alle paar Wochen mit dem Gespann mal zur Kläranlage, um dort die Toiletten und das Grauwasser zu leeren. Anschließend bunkerte ich dort auch gleich wieder Frischwasser. Eine Solaranlage hatte ich ja beim Womo und auch am Wohnwagen. So hatte ich zumindest über Sommer mehr Energie zur Verfügung, wie ich verbrauchen konnte. Jeden Abend die schwere Entscheidung zu treffen, ob man im Womo oder im Wohnwagen schlafen will, das hat schon was. Für ein Paar nach einem Streit eigentlich die ideale möglichkeit der getrennten Schlafzimmer, aber für einen Einzelnen auf dauer fast schon wieder zu viel Wohnraum. Zurück zum Thema. Wenn du ein Freizeitgrundstück pachten kannst, oder mitbenutzen kannst, dann ist das schon problemlos machbar. Gegen ein zugelassenes Freizeitfahrzeug auf einem Freizeitgrundstück, das nicht nachweislich zum dauerhaften drin wohnen dort steht und jederzeit weg bewegt werden kann, wird wohl niemand von Behördenseite was einwänden können. Eine Blockhütte oder Holzgartenlaube die auf fast jedem Freizeitgrundstück zu finden ist und zum wohnen ausgebaut wurde, ist nach meiner Erfahrung von Behördenseite da schon konflikträchtiger. Noch eine Anmerkung zu dem Thema und zu Freizeitgrundstücken. Mit Freizeitgrundstücke meine ich natürlich Grundstücke die als Freizeitgrungstücke auch ausgewiesen sind, und nicht gepachtete Wiesen Grundstücke die dann kurzerhand vom Pächter zu Freizeitgrundstücken umgestaltet werden. Ausgewiesene Freizeitgrundstücke sind allerdings auch schwer zu bekommen, weil jeder danach sucht, und die die welche haben sich nicht davon trennen wollen. Die Option Freizeitgrundstücke ist zwar eine der gangbaren Option fürs Dauerwohnen, aber auch die schwierigste um an ein pachtbares Objekt zu kommen. Obwohl ich lange und massiv danach suchte hatte ich auch nur durch Zufall Wind von einem seit langem brachliegenden Freizeitgrundstück bekommen. Der Eigentümer des Grundstücks hatte keinerlei Interresse das Grundstück selbst zu nutzen, wollte es aber ohne Geldnot auch nicht verkaufen. Daher lag es seit Jahren unbenutzt wildwuchernd zwischen den anderen genutzten Freizeitgrundstücken herum. An dem Pachterlös war er eigentlich kaum interressiert, darum bekam ich es auch für eine billig Pacht. Vielmehr war er froh daß sich mal jemand um sein wildwucherndes brachliegendes Grundstück kümmerte . Was ich auf dem Grundstück mit meiner auffallenden Weißware veranstalten wollte konnte er sich zwar denken, war ihm aber eigentlich egal, solange er als Grundstückseigentümer dadurch keinen Ärger hatte. Und für mich war das Pachten dieses Freizeitgrundstückes ein völlig risikoloses Unterfangen, da die Jahrespacht für das Grundstück weit unter der Jahrespacht für einen Wohnwagenabstellplatz gelegen hätte. Die einzige Arbeit die ich hatte war das Grundstück erst mal vom Gestrüpp zu befreien, so daß man überhaupt mal mit dem Gespann drauf fahren konnte. Die Nachbargrundstücke waren alle fertig eingezäumt und schon lange freizeitmässig auch für dauerhaftes bewohnen von den Eigentümern hergerichtet. Bei diesen Grundstücks Besitzern war jeder froh wegen seinem baulichen Tun möglichst unauffällig und unbehellicht zu bleiben. Leben und leben lassen, war das Gebot an das sich alle hielten. Im Gegenteil zu den anderen Grundstücksbewohnern konnte ich meine ganzjährig zugelassenen fahrbaren Behausungen bei Behördenärger jederzeit mitnehmen, was bei meinen Nachbarn mit ihren ausgebauten festen Wohnhütten nicht ginge. Von daher sah ich dem ganzen völlig entspannt entgegen. Bis heute hatte weder ich noch ein anderer von seitens der Behörden irgendwelchen Ärger bekommen. Und einige lebten mit ihren fest ausgebauten Hütten schon jahrzehnte lang da draußen. Das einzige was ich bisher in das gepachtete Grundstück investiert hatte war ein Brunnen, den mir ein Bekannter kostengünstig gebohrt hatte. So mußte ich mein Wasser nicht mehr im Wohnmobil herbeischleppen. Für meinem Strombedarf hatte ich meine Solaranlagen auf Womo und WW, und im Winter noch zusätzlich ein Stromerzeuger. Seit letztem Jahr habe ich noch einen alten Schäferwagen für die Winterzeit mit auf dem Grundstück stehen.Da er super ausgebaut und mit einem Holzofen ausgerüstet ist, nutze ich ihn zum Wohnen in der Winterzeit. Denn Gas war auf Dauerbetrieb im Wohnwagen über den Winter dann doch etwas teuer, so daß ich mit dem Schäferwagen und Holzofen bei dem vielen Holz das ich über Sommer angehäuft hatte, für umme über den Winter heizen konnte. Eine richtige leerstehende Miet Wohnung habe ich natürlich auch noch, aber da übernachte ich eigentlich nur ganz selten, und gehe nur zum Wäschewaschen und zur Briefkastenentleerung hin. Als monatlicher ungenützter Kostenfaktor schlägt die Wohnung natürlich am meisten zu Buche, ist aber für mich als gemeldeter fester Wohnsitz um den Ordnungsbehörden bei Kontrollen den Finger zeigen zu können, auch unabkömmlich. Denn für die allermeisten Deutschen speziell für die Behörden ist von natur aus offenbar nichts unerträglicher, als wenn nicht ALLE Dinge in ihrem Umfeld bis auf den letzten Furz bombensicher und vor allen Dingen gesetzeskomform geregelt sind. Ich brauchte auch viel zu lange um mich von diesem Vorschriften Denken mal halbwegs frei zu machen, und merkte erst in der Praxis zu meiner Erleichterung, daß nichts so heiß gegessen, wie es gekocht wird. |
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