Werte Leser, dies hier soll kein ausgeprägter Unterhaltungsbericht sein, eher ein Reise- und Erfahrungsbericht über unsere Wohnmobiltour im Mai 2013.
Als Neulinge hatten wir im August 2012 angefangen, mit dem WoMo durch die Lande zu ziehen. So ist dies also eigentlich erst die zweite Tour mit dem Mobilchen, die wir quasi als Neulinge starteten.
Lang genug war geplant, dass wir unseren englischen Freund Colin in Wales besuchen. Viele Jahre und noch viel mehr Kilometers verbrachten wir Seite an Seite auf unseren Moppedds, quer durch Europa tingelnd.
Irgendwann war dann bei Colin Schluss mit dem Moppeddfahren, er fühlte sich der Sache nicht mehr wirklich gewachsen, ist er doch auch schon kurz vor dem 80. …..
Und dann kam auch bei mir das mehr oder weniger plötzliche Aus, nix mehr Moppedd, aber reisen will ich.
Und die Freundschaft zu Colin wollte und will ich nicht aufgeben.
So buchten wir anfangs des Jahres direkt über Le Shuttle die Zugfahrt von Calais nach Folkestone. 263.- Euronen wurden mir dann von der VISA-Karte abgezogen, dafür bekam ich eine eMail-Mitteilung mit dem Code. Das sollte reichen … und, vorweggenommen, es reichte auch.
Doch nach England und Wales … wohin dann? Ab in die Normandie, stand eh ganz oben auf dem Reise-Wunschzettel.
Ein wenig geplant, damit ich auch mit der Zeit zurechtkomme, und schon gings am 14. Mai los.
Morgens um halb zehr waren wir schon auf die rue.
Relativ unspektakulär (mit Ausnahme der katastrophalen belgischen Autobahnen) gings über Belgien, sprich Namur, Lille, direkt nach Calais hoch. Die Gedanken, die ich mit im Vorfeld gemacht hatte, ob das auch alles so klappt mit dem Zug, waren komplett unnötig. Einzig verpasst hatten wir den pet-check, da unser kleine Snooopy mit dabei war. Also wurden wir eingangs der drei Kontrollstellen (hier: Zugpassage) erst 50 Meter zurückgeschickt in 'das kleine gelbe Haus', ließen Snooopy's Reisepass und die Impfungen checken und schwupps, waren wir wieder bei der äußerst freundlichen Dame, die uns alles in perfektem Englisch mit ausgeprägtem französischen Dialekt erläuterte.
Da wir gut 2 Stunden zu früh waren (geplant/gebucht war 20:20 Uhr), wurde uns angeboten, für 15.- EUR Aufschlag den nächsten Zug um 18:20 Uhr zu nehmen. Klar, haben wir da zugeschlagen.
Also durch die beiden Grenzkontrollen und den Check, dass auch die Gasflaschen geschlossen sind, und schon wurden wir auf den Warteplatz gelotst.
Man bekommt hierzu eine Karte mit einem Buchstaben … der zeigt an, für welche Zeit welcher Zug bestimmt ist. Dann auf dem Parkplatz braucht man nur noch auf die vielzähligen Tafeln zu schauen, welcher Zug, also welcher Buchstabe nun zum 'Beladen' aufgerufen wird.

Dann wird einem kurz vor dem Warteplatz noch eine 'line' zugeteilt, und man kommt automatisch zum richtigen Wagon. Überhaupt kein Problem.
Rund 35 Minuten, nachdem der Zug dann losgefahren ist, ist man auch schon da …. man fährt aus dem Zug wieder raus und … KEEP LEFT …. ab jetzt wird auf der falschen Seite gefahren.
Man wird allerdings direkt auf den Motorway, also die Autobahn geleitet … ist ne prima Zeit zum Eingewöhnen, dass man plötzlich rechts überholt wird.
Wir hatten geplant, dass wir auf dem Parkplatz des historischen Friedhofes von East Barming übernachteten. Den fuhren wir auch an … und siehe da …: kein Park- oder Übernachtungs-Verbotsschild, und wirklich gut zu erreichen.
Übrigens: das Hinweisschild "parking at your own risk" ist nicht mehr da ….
Wir kamen bei strömenden Regen an, aber ich habs Autochen nicht verlassen, um den Wagen auf dem leicht abschüssigen Platz in die Waage zu stellen, das konnten wir auch so einigermaßen hinkriegen, waren wir noch ganz allein auf dem Platz.
Nachts wars dann aber nicht mehr so ruhig. Nicht, dass die 'Friedhofsbewohner' Palaver gemacht hätten, nein, das Trommeln des Regens und der Hagelkörner ließ und das ein und andere Mal wachwerden.
Ansonsten aber steht man dort total abgeschieden und ruhig.
Abfahrt war dann am nächsten Morgen. Direkt rüber nach Haverfordwest/Wales.
Plötzlich während der Fahrt ist mir dann siedend heiß eingefallen, dass der Reifendruck ja noch gar nicht von 5.1 bar auf 5.5 bar erhöht worden war.
Also, nächste Tankstelle (sevice area) angesteuert. Die hatten aber nur'n Automaten stehen, mit dem ich nicht wirklich zurecht kam. Gut, 1 Pfund Geld sollte das kosten, aber wie …. vor allem, weil auch nur psi-Werte angezeigt waren. Ich fragte also um Hilfe und bekam sie. Nur …. mit diesem Teil konnte man allenfalls Luft rauslassen, aber nicht aufpumpen … weil der Zapfen in diesem Lauftaufpumpdingens zu kurz war für meine Ventile. Also ging ich das Risiko ein und fuhr weiter nach Wales. Die Reifen waren ja nicht heiß gefahren, also gar nicht so schlimm.
In Wales hab ich die Luft übrigens bei einem Reifenhändler checken lassen. Ja, hatte doch einiges gefehlt.
Ach ja, 5.5 bar sind rund 80 psi ……..
Die vier Tage zusammen mit Colin und seiner Frau vergingen im Fluge. es war eine schöne, aber kurze Zeit, wir haben viel in der Vergangenheit geschwelgt, über 'alte Klopper' gelacht und auch einige kurze Ausflüge an die Küste nach Fishguard und Goodwick sowie nach Neyland gemacht.

Ganz, ganz toll war natürlich wieder das von Colin selbst zubereitete, original englische Frühstück, mit allem drum und dran …. ach, wie liebe ich das ….
Leider hatte sich Stu (hier aus dem Forum) nicht gemeldet, scheinbar war er gerade nicht in der Gegend oder hatte Wichtigeres zu erledigen gehabt.
Stu, ein kaltes Bitburger und ne Tasse leckeren Tees mit Milch und Zucker hatten bereit gestanden ….
Danach gings dann wieder zurück Richtung Calais.
Allerdings hatten wir dafür zwei Zwischenübernachtungen eingeplant.
Da das Freistehen auf der Insel nicht unbedingt gerne gesehen wird und ausgewiesene Stellplätze eher rar sind, hatten wir und für den Campinplatz in Lacock, etwas südlich von Chippenham, entschieden.
Lacock, Folly Lane West, Piccardilly Caravan Park

Der Platz ist (per Navi) problemlos zu finden, und auch die Zufahrt gestaltete sich sehr einfach. Man steht sehr schön und ruhig, alles ist gepflegt und sehr (!) sauber. Der Preis von 19.- Pfund schien nicht überteuert und der Platz ist alles in Allem durchaus empfehlenswert, auch für mehrere Tage.
Vermisst habe ich hier nur die Grauwasserentsorgung … oder hab ich da nicht richtig hingeguckt?
Egal, am nächsten Morgen gings teilweise über den Motorway, teilweise über die Landstraße, zu nächsten Übernachtungsziel.
ShearBarn Holiday Park, Barley Lane, Hastings
Auf der weitläufigen und durchaus gepflegten 'Campingwiese' steht man zwar richtig gut, jedoch lassen die alten Sanitäranlagen doch etwas zu wünschen übrig. Überaus unangenehm war die Anfahrt zum Platz durch die Innenstadt von Hastings …. ging es hier doch sehr (!) eng zu, selbst kleinste Nebensträßchen mussten durchfahren werden.
Insgesamt würde ich diesen Platz, der im Übrigen 21.- Pfund gekostet hatte, nicht mehr anfahren wollen.


Bis kurz vor den Tunnel in Folkestone nutzten wir ausschließlich die Landstraße, und auch hier waren wir wieder 3 Stunden 'zu früh' für unseren Zug zurück nach Europa (ja, so sagen die Briten, wenn sie übersetzten wollen ….).
Auch hier wieder kein Problem, den richtigen Zug zu finden.
Rein in den Wagon, 35 Minuten gefahren, raus aus dem Wagon … und man muss sich wieder an den Rechtsverkehr gewöhnen.
Für 'U. K. – Ersttäter' sei gesagt, dass die ersten 10, 15 Kreisverkehre doch noch etwas Unbehagen, Unsicherheit hervorrufen … wie ordne ich mich vor dem Kreisel richtig ein, ich muss links einfahren und nach rechts schauen dass keiner kommt, usw. Aber danach läuft das alles im Handumdrehen ab.

In Calais angekommen, und wir wollten doch noch etwas Normandie erleben, wurde erst mal das Navi neu programmiert und losgefahren. Wir wollten an Cap Gris Nez frei stehen.
Doch das war ne Pleite. Dort angekommen musste ich feststellen, dass dort ausschließlich nicht einladende Busparkplätze eingerichtet sind. Die etwas schöneren Plätze für Pkws sind allesamt höhenbegrenzt, und vor ner dunklen Steinmauer mit einer Aussicht ins Nichts wollte ich dann doch nicht übernachten.
Wir fuhren also dann einfach an der Küste entlang und fanden neben der Straße einen kleinen frei zugänglichen Platz, teilweise von Hecken umrahmt und … windgeschützt.
Dort verbrachten wir dann unsere erste Nacht wieder in Europa ….

Nächste Station war Quiberville, wo wir früher schon einmal mit dem Moppedd gelandet waren. Teilweise an der Küste entlang, teilweise etwas weiter im Landesinneren waren wir am frühen Nachmittag schon dort.
Die Bäuche wollten wir uns vollschlagen mit frischem Fisch, aber an diesem Tage wollten wir im L'huitrière essen gehen. Was freuten wir uns auf den Fisch, und die Stimmung sackte ungemein ab, als wir sahen, dass dieses Hotel-Restaurant an diesem Abend geschlossen hatte.
Bratkartoffeln mit Wiener und Frikadellen gabs stattdessen …. wie grauenhaft …… Hätten wir uns doch auf dem Hinweg noch an einem Fischstand fangfrischen Fisch gekauft. Aber auf dem Rückweg zum Auto lagen nur noch Krebse und Muscheln in der Auslage.
Der nächste Tag war ein wunderschöner, Sonne, wenn auch mit frischen Brisen versetzt, ab er wir konnten das Autochen saubermachen, die Teppiche ausschütteln.
Abends dann wollten wir endlich ins L'huitrière, und es war lecker … ich zumindest hatte Rochen (skate, raye), super lecker und jede Menge Zeugs auf dem Teller.
Auf dem Rückweg kamen wir dann wieder an den Fischständen vorbei und erklärten mit Händen und Füßen, dass wir am nächsten Tage dann 'Turbot' (Steinbutt) kaufen wollten.

Doch der nächste Tage war regnerisch und stürmisch, die Fischer konnten gar nicht rausfahren, und so gingen wir wieder leer aus. Also, wieder ins L'huitrière und eine kalte Meeresfrüchteplatte (mit Austern und Muscheln und …) weggeputzt.
Nun ja, Austern, die waren auf der Platte, aber extra Austern bestellen … nee, iss dann doch nicht so mein Fall. Gut wars trotzdem.
Der Campingplatz in Quiberville … nun ja, war gar nicht so verkehrt. 52.- EUR hatten wir für 3 Nächte gelöhnt, er war sauber, gepflegt, nur Klobrillen gabs dort keine und die Duschen waren nicht geheizt. Angesichts der doch niedrigen Temperaturen war das nicht so ganz angenehm …..
Ansonsten ist aber alles da, was das WoMo braucht ……. und man hört bei Flut die Wellen rauschen, das Meer beginnt ja grade auf der anderen Seite der trennenden Straße.
Der nächste Tag brachte uns dann unter ständiger Begleitung des wirklich geilen Radiosenders 'France Bleu' über Fécamp und Etretat, an Le Havre vorbei und durch Honfleur (mit seiner derzeitigen Großbaustelle am Rande des Stadtkerns) nach Merville-Franceville. Das Navi hätt ich während der Fahrt mehrmals aus dem Fenster werfen können. Wollte ich doch überwiegend an der Küste entlang fahren, führte uns die blöde Kuh (die Steffi, die da schwätzt) immer wieder rein ins Land …. wo's doch nicht viel zu sehen gibt. Immer wieder drehte ich ab, und dann hatte ich doch die Orientierung verloren. Also Karte raus, geguckt, der Steffi die Meinung gegeigt und neu programmiert, bis die mich dann auch noch in die Innenstadt von Etretat geführt hat. Toll, der Stadtkern war ausdrücklich für Wohnmobile gesperrt. Ich weiß jetzt auch warum … da isses eng …..! Wir habens aber wieder rausgeschafft, und sogar ohne Polizeibegleitung …. Flic-Flic-Hurraaaaa ….
Der Rest bis Merville-Franceville war fast ein Kinderspiel, mit der Fähre sind wir bei Le Havre übergesetzt und wir erreichten diesen wunderschönen Campingplatz bei strahlendem Sonnenschein. Abends wurde die Pfanne rausgestellt, den eingekauften Fisch und die Krevetten gebrutzelt und mit einem oder zwei (oder drei ..) Gläschen Rosé stimmten wir uns auf das Champoins Leage Endspiel zwischen den Bayern und den Borussen ein.



Dieser Campingplatz,
Le Point du Jour, 75 route de Cabourg, 14810 Merville-Franceville-Plage
ist übrigens wieder zu empfehlen. Alles da, was das Herz begehrt, man steht sauber, ruhig und in Strandnähe, und für 16.- EUR wirklich nicht zu teuer.
Unser nächstes anvisierte Ziel war eigentlich Formigny in der Nähe von Omaha Beach, doch angesichts des Umstandes, dass wir in Quiberville eine Nacht mehr verbrachten und wir schon soooo früh an dem Stellplatz bei Formigny ankamen, entschieden wir uns um.
Wir besichtigten das Monument Omaha Beach


und fuhren weiter hoch nach Cherbourg / Auderville / St.-Germain-des-Vaux.
Dort hatten wir geplant, 1-2 Nächte frei zu stehen … und was uns da erwartete, sprengte alle (!) Rahmen.
Wir waren am Ende der Welt angekommen …. geradeaus war England, und links ab gings nach Amerika. Dazwischen war nur … Wasser, Wasser, Wasser …..
200 Meter entfernt vom Meer … das aber nur bei Ebbe …. kurz darauf kam die Flut, und wir waren nur noch max. 10 Meter vom Atlantic weg. G E N I A L ….
Sicherlich wurde diese absolute Ruhe von einigen Wanderern oder anderen Besuchern mit dem Auto gestört, einigen haben wir auch bestimmt ein gewisses romantisches Stündchen versaut, aber hier zu stehen, zu übernachten, dem Rauschen des Meeres zuzuhören und der Gezeiten zu folgen, das war schon ein besonderer Genuss ….. Vor allem auch das Wetter hätte nicht besser sein können, geschweige denn der Sonnenuntergang ….. booaaahhhhhhh ……
Immer wieder würde ich hier hinfahren, auch mal drei Nächte …….




Sicherlich, wir standen sehr, sehr nah am Wasser, und für den Fall, dass das Wetter umschlagen sollte, haben wir auch schon einen Fluchtplan ausgearbeitet ….. denn dann wärs vielleicht doch ein wenig unbequem dort geworden … mit Verlaub gesagt.
Aber das Wetter hielt, bis zur 2. Nacht. Dann kam der Regen, aber ohne Sturm, so dass wir tatsächlich nicht flüchten brauchten.
Am Morgen der Abfahrt … also Regen. Der hielt aber nicht lange an, und kurz drauf hatten wir wieder herrlichsten Sonnenschein. So trafen wir dann in Granville / Donville auf dem Campingplatz ein -nachdem wir erleben mussten, dass der eigentlich vorgesehene Platz in Jollouville geschlossen war … nix mehr Camping, verlassen-.
Nicht aber ohne dass uns das Navi wieder einen gespielt hätte. Obwohl es einen wesentlich günstigeren Weg zum Platz gegeben hätte (wie wir am nächsten Tage feststellen durften) führte uns diese blöde Kuh erst durch den Stadtkern von Granville und … dann durch Gässchen, die man zunächst gar nicht als solche erkennen konnte und wo man beim Abbiegen tatsächlich zurückstoßen, rangieren musste. Und genau dort stand dann noch ein Pkw geparkt, so dass ich mich entscheiden musste: das Auto oder mein Spiegel. Ich entschied mich für meinen Spiegel, der dann an einer Mauer angeklappt wurde. Nur 2 Kratzer im Gehäuse, sonst nix. Blöde Kuh !!!
Der Platz selbst bot wieder alles, was man so braucht … einschließlich eines schönen Strandspazierganges. Auch wieder durchaus zu empfehlen
Camping L'Hermitage, 50350 Donville-les-Bains (Basse-Normandie)


Nachdem wir uns dann wieder versorgt hatten, gings am nächsten Morgen, auch wieder bei Sonnenschein, weiter. Ich hatte bei der Planung gelesen, dass es in Ambrières des Vallees schön sein sollte auf dem Campingplatz, also wurde der angesteuert und gleich auch für 2 Nächte bezahlt, 12.- EUR die Nacht.
Der Platz war wirklich schön gelegen, am Flussufer, alles war schön grün und schien sehr ruhig zu sein …..
Also suchten wir uns 'unsere Wiese' aus und stellten uns auch gleich hin. Kurz auf die Keile gestellt, weil der Wagen ohnehin durch die verstärkten Federn hinten etwas höher steht … und dann merkte ich es …. knatsch … knatsch … knatsch … unter den Schuhen. Oha! Die Wiese war völlig durchweicht. Kurz geschaut, ja, die anderen auch allesamt. Nun, wir standen und blieben. Erst öffneten wir mal 2 Little Green Pygmees (Übersetzung für nicht englisch sprechende Franzosen: 2 Pullen 'Kroneburger') .. und dann viel mir auf, welche Spur ich doch durch die Wiese gezogen hatte. Ob ich da so einfach wieder rauskomme? Was mir noch auffiel …. da waren gar keine Camper, nix … einzig ein niederländisches Wohnwagengespann stand auf dem Schotterweg. Ich dachte zuerst, der fährt gleich los, aber nix da, der hat sich dort auf den Weg gestellt, weil sonst alles nass war, und der hat dann wohl am nächsten Morgen abgebrochen und ist weitergefahren.
Dann hab ich mal die Sanitäranlage inspiziert …. ich sage Euch … eine einzige Katastrophe. Pissoires im Freien, die Toilettentüren gingen ins Freie auf, die Behindertendusche und –toilette war in einem Raum mit dem Chemie-Klo-Ablass ….. und dreckig wars, nee, nee, nee. Das bedeutete, Duschen und Toilette unbedingt im Auto ! Und wir entschlossen uns auch, abzubrechen und am nächsten Morgen weiter zu fahren. Scheiß auf die 12.- Euros, die wir so verplempern würden. Und dann kam noch die Dunkelheit, nee, nicht am Himmel, der Platz war komplett unbeleuchtet, man hat gar nichts gesehen.
2 Wohnmobile kamen noch, ein Franzose und ein Nordire. Mit der Lady hatte ich noch ein paar Worte gewechselt, sie wollten dann auch weiterfahren wegen der Zustände.
Und wie es dann auch kommen musste, am nächsten Morgen regnete es.
Ich habs dann aber doch geschafft, aus der Wiese rauszukommen, den Schwung, von den Keilen runter hab ich da mit ausgenutzt.
Unn weg, egal wie die Wiese danach aussah …. ich hab nicht mehr rückwärts geschaut.
Also …: Camping Le Parc de Vaux, 35 rue des Colverts, 53300 Ambrières-les-Vallées (Pays de la Loire)
ist auf gar keinen Fall zu empfehlen, empfehlen kann man allenfalls, den Platz links liegen zu lassen, und sei er noch so schön gelegen.


Nun, wir waren ja schon auf dem Rückweg nach Hause, und so steuerten wir noch zwei weitere Campingplätze an:
Campingplatz Le Clos Saint Nicolas, 15 rue St. Nicolas
27800 Le Bec-Hellouin (Haute-Normandie) --- 12.- EUR


und
Campingplatz Du Vivier aux Carpes, 10 rue Charles Voyeux
02790 Seraucourt-le-Grand (Picardie) 16.- EUR


Beide Plätze sind sehr gepflegt und sauber, das Personal sehr freundlich und beide sind in jedem Fall zu empfehlen … wenn man schon mal in der Gegend ist.
Vor allem der Platz in Seraucourt-le-Grand hats mir angetan …. super schön gelegen und von Wasser (Seenlandschaft) umgeben, ruhig, einfach toll. Übrigens für Angler DAS Paradies …
Danach gings heim, rund 400 km über Luxembourg zum Tanken und Tabak Nachfassen.
Vor der Haustür angekommen sagte ich noch zu meiner auf dem Beifahrerplatz sitzenden Rückfahrkamera (na gut, iss meine Göttergattin Ingrid, das darf sie nu aber nicht lesen…), dass ich am Liebsten umdrehen und weiterfahren wollte.
Aber irgendwann iss immer mal Schluss …..
Die Frage stellt Ihr Euch mit Sicherheit: warum fährt der immer auf Campingplätze und nicht auf Stellplätze? Nun, zu Recht, aber die verschiedenen Stellplätze, die ich gesehen habe, haben mir nicht wirklich zugesagt, und auf irgendeinem Parkplatz inmitten kleiner Dörfchen … das sah nicht wirklich sehr einladend aus. Ahh, daher … aber wir sind ja noch am Lernen, am Anfang ….
Und noch eine Frage stellt sich zum Schluss: Wo kommt denn nun das Nudelwasser wirklich hin?


So, Leute, das waren rund 3000 km in 20 Tagen …. warten wir auf den August, da geht’s nach Südtirol und nach Kals am Glockner …
So long
und passt schön auf Euch auf ……
DeeDee, Ingrid, Klein-Snooopy und der Rumtreiber II


