irgendwie schwebt das Thema schon fast 2 Jahre bei mir durch den geistigen Orbit. Mein Traum ist mit dem Gespann (also WOMO, Hänger mit Motorrad) für einige Monate auf die Kanaren zu fahren und dort via Inselhopping die Gegend zu erkunden. Zwar plane ich da immer mal wieder dran herum aber ob ich die Reise je werde machen können ist ehr fraglich. Schliesslich bin ich noch mindestens 20 Jahre berufstätig. Und solch ein Trip dauert mindestens drei Monate sonst lohnt sich der Aufwand nicht.
Sicher könnte man das Ganze auch in nur 4-6 Wochen unterbringen. Dann muss die Reise aber generalstabsmässig geplant sein und das spontan des WOMO-Reisens geht einfach verloren. Das bringt es nicht.
Die Fähren (ca. 30h Fahrzeit) fahren jeweils zwei mal die Woche von Cadiz und Huelva in Südspanien. Kostenmässig ist das in der Nachsaison mit um die 700 € pro Strecke (mit Anhänger) auch noch zu stemmen.
Als Anreiserouten kommen für mich zwei in Frage. Zu einen der reine Landweg über Frankreich und Spanien und zum anderen die Anfahrt über Italien. Italien???? – ja ihr habt richtig gelesen. Man kann, wenn man sich ein Teil der Fahrerei ersparen will (vor allem die Autobahn in Frankreich ist ja wohl auf Grund der Mautstellen extrem räudig…), von Genua oder Livorno mit der Fähre bis Barcelona fahren. Je weiter man in Deutschlands Süden wohnt desto sinniger ist die Anreise auch wenn man natürlich hier für die Fähre wieder schmücken muss. Allerdings spielt die zusätzliche Fähre in Relation zu den Gesamtkosten einer solchen Reise dann auch keine übergeordnete Rolle mehr. Das würde die Kosten über alles um ca. 10-15% steigen lassen.
Ich würde bei einem eingeschrenkten Zeitfenster ehr die zweite Variante bevorzugen auch wenn ich aus dem Norden Deutschlands komme und so kaum Fahrstrecke einspare. – Aber eben Nerven. Statt auf der Autobahn von Mautstelle zu Mautstelle zu juckeln liegt man auf dm Schiff in der Sonne. Als Rentner (also mit richtig viel Zeit) ist bestimmt die erste Variante vorzuziehen.
Vor Ort könnte man in aller Ruhe eine Insel nach der anderen unter die Lupe nehmen. Fährverbindungen gibt es ja dort überall.
Ein echtes Problem ist nach allem was ich bisher weiss die Infrastruktur für WOMOs. Da Camping und Stellplätze recht rar sind und man vermutlich die meiste Zeit notgedrungen Freisteher ist muss man Selbstversorger sein. Einen LPG-Tank nebst Adapter und Solarzellen bzw. Moppel oder Booster sollte man zum Laden der Batterien in jedem Fall haben. Die Grauwasserentsorgung sehe ich nicht so als das Problem an. Da ist bei mir eh nur drin was biologisch abbaubar ist. Das kann zur Not auch mal in den Kanal. Schwarzwasser kann man, wenn keine Entsorgung in offiziellen Stellen möglich ist, wohl nur über öffentliche Toiletten realisieren. Wenn da keine Chemie drin ist geht das aber auch. Soll man nicht und ist auch ein bissel Schweinerei – aber ich hab das im Notfall woanders auch schon gemacht. Man sollte die Toilette dann nur so hinterlassen wie man sie vorgefunden hat…
Ich wollte die Idee einfach mal hier zum Besten geben. Ausserdem hoffe ich das sich der eine oder andere findet der solche eine Reise schon einmal gemacht hat. Im Forum ist nicht viel zu finden – ein brauchbarer Reisebericht. Sonst nüscht…

