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Tja, da will ich mich mal ein wenig auf „dünnes Eis“ begeben, bei so manchem eingefleischten Kroatien- Fan mache ich mich jetzt vielleicht ein wenig unbeliebt. Dennoch möchte ich mit euch mal ein paar Erfahrungen austauschen, die wir im Rahmen unserer großen Kroatien- Rundreise mit dem Wohnmobil gemacht haben (unser neuester Reisebericht hierzu findet sich seit gestern Abend auf unserer Webseite). Vielleicht haben ja andere auch solche Erfahrungen gemacht und stimmen mir am Ende des Tages zu, vielleicht haben wir aber auch nur einfach mehrfach Pech gehabt, wer weiß. Doch der Reihe nach. Seit gestern ist unser neuester Kroatien- Reisebericht online. Wir haben sehr lange überlegt und diskutiert, ob wir diesen so schreiben und veröffentlichen können, wie wir es erlebt haben. Sollen wir es kürzen? Erlebnisse gar weg lassen? Oder beschwichtigen? Andererseits haben wir es genau so erlebt, wie wir es berichten und wir sind daher auch ein wenig gespannt auf die Reaktionen, die unser Bericht vielleicht hervorrufen wird. Doch worum geht es eigentlich? Das Land ist wunderschön, keine Frage! Wir haben vom ersten Moment in Kroatien (beginnend in Umag und dann die ganze Küste runter über Novigrad, Porec, Vrsar, Rovinj, Fazana und Pula) einen traumhaften Urlaub erlebt. Dabei haben sich die Promenaden und Städtchen in ihrer Schönheit und Beschaulichkeit immer wieder gesteigert, richtig toll! Was aber leider viel zu oft nicht funktioniert hat, war das menschliche Miteinander mit den Einheimischen, besonders (und das ist das erschreckende!) im Tourismus- Bereich! Ich bringe gleich ein paar Beispiele dazu, die für sich zusammen genommen einfach zu viele sind, um als unglückliche Einzel- oder Zufälle gewertet zu werden. Und ich glaube nicht, dass hier mangelnde Toleranz auf meiner Seite zu einem solchen Empfinden geführt hat. Immerhin waren mit dem Wohnmobil bereits in halb Europa und zu Zeiten des Billigfliegers und Mietwagen in der anderen Hälfte. Ob Spanien, Portugal, England, Schottland, Italien, Frankreich, Holland, Dänemark, Norwegen, Schweden, Finnland, egal wo: Nirgendwo sind wir auf eine solche Ansammlung abweisend eingestellter Menschen gestoßen, wie in Kroatien, bzw. in Istrien! Ich überlege die ganze Zeit hin und her, woran das liegen mag. Vielleicht lag es daran, dass die Menschen dort einfach überreizt waren. Immerhin waren wir unmittelbar nach der Hochsaison dort unterwegs. Und wenn man einen vollen Hochsommer in der Tourismus- Branche erlebt hat, ist der Akku einfach leer. Das verstehe ich schon bzw. könnte mir vorstellen, dass das vielleicht einen guten Teil zu unseren negativen Erfahrungen beigetragen hat. Andererseits ist es am Balkan doch gerade Kroatien, welches sich wirklich bis in den letzten Winkel die „Filetstücke“ des Tourismus gesichert hat, die übrigen Anrainerstaaten drumherum gehen doch, was den Zugang zum Mittelmeer angeht, praktisch leer aus. Ist aber dieser Vorteil wertig genug, um minderes Verhalten gegenüber den Touristen auszugleichen, bzw. überhaupt erst zu ermöglichen? Ich für meinen Teil habe jedenfalls nach der ersten und wahrscheinlich einzigen Reise nach Kroatien mit dem Land abgeschlossen. Da fahre ich lieber 3x nach Italien oder auch nach Ungarn an den Plattensee, als noch einmal nach Kroatien. Da wäre zum Beispiel die Dame an der Kasse des Campingplatzes Valkanela, die unbedingt wollte, dass ich 20cm weiter rechts stehe. Sonst könnte sie mich nicht auschecken und abkassieren! Stellt euch das vor: Ihr geht in die Rezeption und wollt zahlen. Die Frau am Tresen sagt: „Ja, das können sie gern“. Du legst deine Sachen auf den Tresen und wartest, dass was passiert. Aber nichts passiert. Ich dachte noch, die Frau tippt was in den Computer oder so, aber nach 5 min hab ich nachgefragt, ob noch etwas wäre. Da meinte sie total schnippisch, dass ich bei ihr stehen müsste. Also vis-a-vis direkt vor ihr. Ich stand vielleicht einen viertel Schritt versetzt zu ihrem Platz, mehr nicht. Ich gehe also demonstrativ den Viertelschritt mittig zur Seite und sie sagt anerkennend: „Ja, JETZT kann ich auch kassieren!“. Was soll man davon halten? Oder der Souvenirverkäufer in Rovinj, der total unfreundlich zu uns wurde, als wir nach einem Mengenrabatt fragten, weil wir gleich mehrere Taschen kaufen wollten. Regelrecht rausgeschmissen hat er uns aus seinem Laden. Oder besonders Rezeptionistin auf dem Campingplatz Stoja, die mir sogar einen glatten Rauswurf androhte! Nur, weil es ordentlich Diskutier wegen der mangelhaften Platzvergabe gab und der Platz doppelt vergeben wurde. Verständlich, dass das nicht ohne Reibereien abgeht, aber einen Platzverweis?! Sowas hat man mir in 7 Jahren Campinggeschichte noch niemals angedroht! Oder der Plattfuß auf dem Campingplatz Bi-Village. Eine alleinreisende Frau mit 3 Kindern parkt beim Auschecken an der Rezeption vor uns ein, trifft aber mit dem spitzen Rad versehentlich den Bordstein. Der Reifen platzt und die Frau steht da. Ziemlich hilflos. Und drumherum? Fährt der Platzgärtner mit seinem Golfwagen umher, streift die Putzkolonne herum und sogar die Leute in der Rezeption haben es mitbekommen. Aber hat mal einer gefragt, ob er helfen kann? Niemand! Ich habe das Rad dann gewechselt. Das hat mich dann schon geärgert. Nicht, weil ich das Rad gewechselt hab, sondern weil die Angestellten des Platzes einen Gast ihres Hauses, der offensichtlich ein Problem hat, einfach ignorieren! Warum muss die Frau erst um Hilfe betteln? Wo ist die Aufmerksamkeit? Die Hilfsbereitschaft? Ich könnte noch eein weiteres halbes Dutzend Vorfälle in Eisdielen, Restaurants und Campingplätzen aufführen, aber belassen wir es dabei. Denn selbst ohne diese offensichtlichen Konfrontationen haben wir immer und immer wieder das Gefühl vermittelt bekommen, eine Art „niederer Bittsteller“ zu sein. Wir fühlten uns an vielerlei Orten wie bei einer sowjetischen Blockabfertigung zur Essensausgabe. Unfreundlich, muffig, unhöflich. Stehst du an einer sowjetischen Blockabfertigung für die Essensausgabe, braucht die Frau mit der Kelle ja auch gar nicht freundlich sein, warum auch? Du willst das Essen, musst also anstehen und bist auf sie angewiesen. Sie sitzt am Drücker. Bist du dann nach langer Wartezeit dran und sagst was wie „Das sieht aber nicht so lecker aus!“ oder beschwerst dich über die Wartezeit, bekommst du noch einen dummen Spruch und wenn du Pech hat, deinen Napf gar nicht gefüllt. So in etwa fühlten wir uns an vielen Stellen in Istrien behandelt. Wie der Trottel mit dem leeren Napf in einer langen Warteschlange ohne Alternative! Sei es nun Campingplatzrezeption (dort am allermeisten!), oder auch Restaurant, Souvenirladen oder beim Eisverkäufer. Beispiel Restaurant: Vor dem Restaurant stehen „Fänger“, die dich freundlich und lächelnd in ihr Lokal bitten. Es geht also doch mit der Freundlichkeit, wenn auch gespielt! Sitzt du aber erst einmal und hast spätestens bestellt (dann kann man ja nicht mehr gehen), ziehen die Kellner eine Fresse wie drei Tage Regenwetter. Sie bringen nur zögerlich die Sachen und nicht selten haben wir das falsche Essen bekommen, oder die Portionen waren viel zu klein und lieblos zubereitet. Gut, es gab natürlich Ausnahmen und wer unseren Reisebericht genau gelesen hat, der hat diese auch gefunden, zum Beispiel mit der leckeren Pizzeria Sergio in Rovinij. Aber im Großen und Ganzen bleibt von der Gastfreundlichkeit in Kroatien ein sehr negativer Eindruck zurück!! Anderes Thema, Gleichberechtigung: Wir besuchten Pula und fanden dort in einer Seitenstraße eine Politesse vor, die einen Abschleppwagen bestellt hatte. Dieser schleppte einen Audi aus Füssen mit deutschem Kennzeichen ab. Der Abschlepper war schon da, der Wagen wurde gerade verladen. Gleich dahinter stand ein Kroate mit einem einheimischen Kennzeichen aus Pula. Dieser hatte noch nicht einmal ein Knöllchen! In der Straße war auf dieser Straßenseite ganz einfach nur Parkverbot bzw, Parken auf dem kompletten Gehweg! Eine Zusatzbeschilderung, dass es für Einheimische hierfür Ausnahmen gibt, waren nicht zu erkennen, auch hatte der Wagen aus Pula keine besondere Parkerlaubnis hinter der Scheibe o.ä... Ich fand dies unfair, denn beide verhielten sich falsch. Nur warum der Deutsche sowohl das Knöllchen an der Windschutzscheibe UND gleich den Abschlepper am Hals hatte, während der Kroate noch nicht mal eine Knolle hatte, sieht nunmal wie eine Ungleichbehandlung aus. Oder im Restaurant in Labin! Wir bestellen Pizza, am Nebentisch bestellen zwei Kroaten ein paar Minuten später Pizza. Die Kroaten bekommen ihre Pizza früher, wir etwa 10 Minuten später. Für sich alleine gesehen keine große Sache! Im Kontext aber ein weiteres Puzzlesteinchen für ein negatives Gesamtimage! Natürlich bin ich Gast in einem Land und habe mich entsprechend zu benehmen, schon klar. Und keinesfalls ist es so, als würden wir als „typische Deutsche“ mit einer „Hoppla, jetzt komme ich als Gast und du musst springen!“ ins Land. Wir denken das jeder, der auch unsere übrigen Reiseberichte kennt, unseren Charakter und unser Verhalten während unserer zahlreichen Reisen in Europa als eher zurückhaltend und nicht aggressiv- fordernd bestätigen kann. Umso mehr erstaunt es uns, dass wir als ganz normale Touristen eben auf so viel Ablehnung gestoßen sind. Gut, wir erwarten auch keine große Dankbarkeit, dass wir Euros oder Kuna ins Land bringen, das machen andere auch, das ist nichts Besonderes. Aber ein klein wenig mehr Offenheit und Freundlichkeit hat bislang in allen von uns besuchten Ländern prima funktioniert und uns schöne Urlaube beschert! Vielleicht stehen ja nicht umsonst so viele Schilder am istrischen Straßenrand, dass ein Lächeln nichts kostet?! Mir scheint es fast so, als hätten die Menschen in Istrien hier wirklich absoluten Nachholbedarf! Wir überlegen im Nachgang manchmal, ob wir vielleicht eine Teilschuld an unseren negativen Eindrücken in Istrien zu verantworten haben. Denn nach dem dritten oder vierten Campingplatzabenteuer geht man aufgrund der vorherigen Erfahrung leider schon mit einer „Na, was wird mich denn heute erwarten?“- Skepsis in Richtung Rezeption, fährt seinen persönlichen emotionalen Schutzschild schon einmal aus und bereitet sich gedanklich darauf vor, gleich ein weiteres Mal auf diese oder jene Weise regelrecht abgebügelt zu werden. Und dabei kann es dann natürlich passieren, dass man selbst ein negatives Grundgefühl auf seinen Gegenüber überträgt. Aber ein solches Verhalten ist nunmal auch irgendwo menschlich. Schade dabei ist nur, dass ein solches aufkommendes Gefühl viel von der Urlaubsstimmung kaputt machen kann. Da hilft dann auch kein toller Strand oder ein noch so schöner Standplatz mit Blick auf den Sonnenuntergang weiter. Wir haben uns gefragt, was wohl die Ursache sein könnte und sind eigentlich an einem Überangebot des Tourismus hängen geblieben. Überall gibt es Restaurants, Souvenirs, Apartments, Hotels und Campingplätze. Das ganze Land lebt davon, hängt ja quasi am Tourismustropf. Man akzeptiert diese Situation offenbar, denn es bringt Geld. Aber man scheint auch nicht wirklich glücklich damit zu sein! Wir hatten den Eindruck, als sei man den Touristen mittlerweile überdrüssig (vielleicht war es ja auch ein anstrengender Sommer mit einer vollen Hochsaison für die Menschen? Wir waren ja in der unmittelbaren Nachsaison da) und legt entsprechend eine gewisse Gereiztheit und Dünnhäutigkeit an den Tag. Man kann dies natürlich einerseits verstehen, andererseits ist das für uns als Individuen und für unsere persönlichen Urlaubserlebnisse natürlich wenig zuträglich. So, das musste jetzt einfach mal raus! Nun bin ich echt gespannt auf eure Meinung! Haben wir einfach nur am Stück Pech gehabt? Oder ist euch sowas auch schon passiert und könnt uns zustimmen? Björn ganz kurz, ich war vor ca. 20 Jahren auch einmal gleich zwei mal da, das erste und das letzte mal. Finde Italien, Spanien und Frankreich deutlich besser. Man achte auf die Reihenfolge. Hallo Björn, ähnlich ist es uns 1999 in Südfrankreich am Atlantik ergangen. Nie mehr wollten wir nach Frankreich und wir haben es bis 2011 durchgehalten. Dann wollte ich unbedingt in die Camarque. Mit einem ganz unguten Gefühl sind wir losgefahren. Dieser Urlaub war einer der schönsten Urlaube mit dem Wohnmobil. Die Franzosen waren durchweg alle sehr sehr freundlich, ob auf dem CP oder in den Geschäften. Nirgends sind wir auf Ablehnung gestoßen oder wurden unfreundlich behandelt. Seither bin ich wieder Frankreich-Fan. Vielleicht habt ihr auch einfach ein blödes Jahr erwischt und solltet es einfach nochmal versuchen, in ein paar Jahren. Wir waren 2009 auch im September in Kroatien, Istrien und Insel Krk und wir wurden überall sehr nett und freundlich behandelt. Dieses Land wird wirklich von Touristen überrollt, aber was ihr erlebt habt darf eigentlich nicht vorkommen. Einzelfälle gibt es immer mal, aber bei euch waren es der Einzelfälle einfach zuviel :wink: Bijörn, wie lange ward ihr denn unterwegs? Man macht viele Erfahrungen auf lange touren....du hast scheinbar etwas mehr schlechtere gemacht! Aber dies sind doch irgendwie "normale " Urlaubserfahrungen...nur vielleicht nicht so viele auf einmal :lach: Aber wo ist das positive....über das meiste kann bald gelacht werden was man tolles erlebte....einem einen Reifen zu wechseln ist doch was positives, einer schnippigen Dame die Meinung zu sagen und den Platz zu verlassen ...ist was positives...da macht man kurzen Prozess...feddisch! Das sind allerdings keine Landestypischen Erscheinungen...sowas kann dir in jedem Land passieren...vorallem in D. peter Schade das du solche Negativen Eindrücke aus diesem Wunderschönen Land mitgenommen hast, und die Vielzahl der "unangenehmen" Begegnungen lassen auch nicht auf Zufall schliessen. Nur soviel, uns erschienen die Kroaten, und auch Slowenen, immer als Freundlich und zuvorkommend, ich habe solche Erfahrungen nicht gemacht, und wir haben fast die Gleiche Route gemacht wie ihr.Ich kann nicht einschätzen ob und was Repräsentativ ist. Hmm...wir waren jetzt das dritte mal in HR, zwar immer in der Vorsaison, und können uns an solche Situationen nicht erinnern. Einzige Ausnahme die recht unfreundliche Rezeptions...frau auf dem "Hunde-CP" auf Cres. Aber gut, ich kann mir wirklich vorstellen das es mit der Masse an Touristen zu tun hat. Bislang hatten wir auch in Restaurants nie das Gefühl unfair behandelt worden zu sein. Anders dieses Jahr in Italien: wir tranken zum Essen einen Wein, ließ sich gut trinken, die Flasche für über 12€. Am nächsten Tag fuhren wir ...nicht lachen...zum LidL, und welcher Wein war der billigste im ganzen Regal ??? Genau dieser ! Wir sind nur froh nicht mehr zur Hauptsaison fahren zu müssen, und wenn eines Tages doch einmal, dann in die Kapaten ! mfG Stefan
...Bieten die denn auch einen schön gedeckten Tisch Bedienung und ein Essen ala carte dabei oder muss man wie hier auch mit einem fahrbaren Drahtgestell sein Abendessen selber zusammen raffen? :lach: Hallo Bijörn, da wir jedes Jahr nach HR fahren, kann ich deine Aussagen und Erlebnisse schon nachvollziehen. So ähnlich ging es uns auf Cress auf einem CP. Mit dem Parken, da sind die ganz schnell, wenn "Ausländer" falsch stehen. Habe ich aber nicht nur HR erlebt, sondern auch Slowenien, da hatte es mich getroffen, der vor mir stand, der bleib unbehelligt. Auf der Insel Pag in Novalja, war es auch ähnlich, deshalb fahr ich dort nicht mehr hin. In Istrien, bei PULA auf dem CP werden die Camper bis auf Einzelfälle, ordentlich behandelt und zuvor kommend bedient, da kann ich nichts negatives sagen. Hallo Björn! Ich kann deine Frust nachvollziehen, aber das was du in Kroatien erlebt hast, kann und erlebt man fast überall, auch in Deutschland. In allen Ländern wo wir gewesen sind haben wir solche und solche Erfahrungen gemacht. Ich denke dass die goldene Zeiten längst vorbei sind, wo sich grade auf dem Balkan jeder so gefreut hat über Touristen die gekommen sind. Vieles hat sich geändert und zwar, wer arm ist, hat kein Lust und wer reich ist, hat’s nicht nötig! Das ist eben so! Ich möchte niemand in Schutz nehmen, aber die Politessen in Deutschland sind auch nicht viel freundlicher. Wenn ich schon mal in deutschem Fernsehen sehe, wie sich deutsche Polizisten auf die Straße oder Zollbeamten auf’m Flughafen benehmen, fällt mir nichts ein. Dieser Arroganz und Zynismus muß seinen gleichen suchen! Darum denke ich dass man alles nicht ganz so ernst und ziemlich locker nehmen soll, es ist nicht immer so schlimm. Was soll’s, wir können so oder so nichts dran ändern! Mit Mobil kann man wenigstens weiter fahren wenn`s nicht gefällt, das machen wir auch. Liebe Gordan
Auf Grund Deiner Aussage und dem Bericht von Björn, habe ich mal wieder gemerkt, dass Urlaubseindrücke doch sehr individuell sind. Gerade auf Pag, haben wir die schönste Zeit in Kroatien erlebt..... Wir waren in der Vorsaison 2012 dort und haben eigentlich alles erlebt. Von total unfreundlich (Istrien) bis hin zur möglichen Aufnahme in die Familie :D . Ich denke vieles was Du, Björn erlebt hast, ist der Tatsache geschuldet, dass da vom Touristenstrom der Hauptsaison geschädigte Dienstleister am Werke waren. Andererseits, ist mir ein solches Verhalten, z.B. in nördlichen Ländern, in der Nachsaison bisher noch nicht unter gekommen. Auch in GB gibt es Gegenden, die viel vom Tourismus leben. Man hat uns das aber noch nie spüren lassen, dass man jetzt langsam von den Touristen genug hat.... Vielleicht gibt es aber auch ein Nord-/ Süd-Gefälle. Denn auch in Italien oder Südfrankreich hatte ich im September/Oktober schon manchmal den Eindruck, dass man etwas unfreundlicher bedient wird, als z.B. im Frühjahr. Evtl. gebt Ihr dem Land irgendwann, zu einer anderen Jahreszeit, mal wieder eine Chance.... Roman Wenn ich auf einen CP komme,egal in welchem Land und will dort einchecken oder beim verlassen zahlen kann ich Höflichkeit erwarten,schließlich lebt das Personal von den Gästen des CP.Würde mir eine Angestellte eines CP so dumm kommen würde sie mit Sicherheit erst mal einen satten Anpfiff von mir einstecken und den Rest würde ich dann mit ihrem Chef besprechen.Auch im Restaurant muß ich mir nicht alles gefallen lassen,ich habe ein Restaurant hier in D verlassen als das Essen nach 30 min.nicht auf dem Tisch war und ich dies der Bedienung mitgeteilt hatte. Arno Hallo, ich kann deinen Bericht gut nachvollziehen.... Umso größer und anonymer der Laden, desto weniger besteht ein Interesse ob Einzelne gerne wieder kommt. Die Masse macht es aus und erst wenn das Geschäft schlecht läuft entdecken manche wieder die Nachhaltigkeit. In Zierow an der Ostküste erging es uns ähnlich...also bleiben wir von solchen Orten fern. Allerdings wer unserer Landsleute mal beobachtet ,möchte bei so mancher Szene im Boden versinken und das erklärt sicherlich auch das Verhalten der Leutchen auf der anderen Seite des Tresen... mfg Jo Ich hatte es letztjährig in meinem Bericht auch kurz erwähnt. Es kam uns vor, wie Italien ohne Gefühl. Das Land war astrein, die Leute unterkühlt. Es wird mich nicht abschrecken nochmals hinzufahren, aber hier zur Zeit in Italien, da fühl ich mich so richtig wohl. Überall Ansprache, die Leute grüßen und versuchen trotz unserer Sprachbarriere mit uns in Kontakt zu kommen und haben endlose Geduld. In Italien bringt ein singender Wirt den Teller, in Rovinj knallte ihn ein muffiger Typ dahin. Da hilft es auch nicht, wenn er zum Bersten voll ist. Wenn uns in Kroatien jemand ansprach, dann um uns etwas zu verkaufen. Hallo Roma, Ich meinte nur den CP Strasko Novalja, nicht die Menschen dort, nicht das es Missverständnisse gibt. moin man hat einfach das gefühl, die sind alle schon zu satt... vor allem in istrien, da sind wi rbereits zu ostern mit vier leuten abgefertigt worden, als hätte der ober das alles in accort.. das war mir schon gewaltig zu professionell,, weiter südlich ist es ( noch ) besser..aber selbst hier auf einem c p , vieleicht mal ein drittel voll, bestand die reception darauf, zwei, einfach von ihnen ausgesuchte plätze in dritter reihe, zu belegen, auf mein bitten, erst mal zu schauen, einfach lapidar, das sei nicht möglich, klar verließ ich einfach den platz,, 10 km weiter grad das gegenteil, suchen sie sich ein plätzchen, machen sie sichs beqwehm, und kommen dann , um ein zu checken.. gruß karl hallo Da Ihr ja alle Pech habt,möchte ich (wir mal)mäuschen spielen wenn Ihr da seit: wir fahren seit 13 Jahren immer im September aber auch im mai Nach unser leiblingsland von einem >Platz sind wir noch nie geflogen,warum auch??? zwei drei worte auf kroatisch und alle freuen sich im ganzen land haben sie uns immer geholfen. ja Istrien ist eine touri Hochburg die wir schon immer gemieden haben,also sprecht bitte nicht von ganz HR ja es macht uns richtig wütend,da wir es nicht nach vollziehen können. hingegen Italien im nach dem Griechenland Urlaub alle unfreundlich camps überteuert,naja wir wollen keine diskusion,aber schaut euch die hr berichte mal richtig an. zum glück wollen nicht alle dort hin . desto mehr platz bleibt für uns nur ein Beispiel wir haben eine behinderte tochter ,jedes lokal half uns,holte den Rollstuhl mit an die tische . die Kroaten lächeln eigentlich immer,aber manchmal schallt es aus dem wald ....... ja das wars. gruß ute und kuno Wir waren ja im April letzten Jahres in Istrien - Vorsaison. Nirgendwo hatten wir Probleme. Ein CP ließ und sogar einen Tag vor Saisoneröffnung hinein. In Lokalen und Geschäften wurden wir freundlich bedient. Und wir sprechen nicht einmal drei Worte kroatisch... Ich kann mir allerdings vorstellen, das in der Hauptsaison der Bär steppt. Als wir die Bodenmarkierungen sahen, erschrak ich. Man steht dann wie in der Sardinenbüchse. Einige Male standen wir auch frei - zu der Zeit auch kein Problem. Mein Fazit: Istrien ist ganz nett, aber wir werden dennoch nicht noch einmal hinfahren. Denn in der Hauptsaison ist das nix für uns. Dann liebe weiter runter bis Dubrovnik Die Beschäftigten im Tourismus sind natürlich in der Hochsaison voll gestresst und suchen ab und an ein Ventil, um mal ein bisschen Frust abzulassen. In Italien ist uns vor ein paar Jahren mal folgendes passiert: Wir, Wanderklamotten mit zwei kleinen Kindern, kommen um kurz nach 14 Uhr in ein Restaurant und fragen vorsichtig, ob es nach was zu Essen gibt. Der "Ober" zögert, naja es sei ja gleich Mittagspause, aber wenn wir nur schnell eine Pizza essen geht das schon. Dabei lässt er ziemlich raushängen, dass er uns diesen Gefallen nicht unbedingt erfüllen müsse. Nach zwanzig Minuten, wir hauen uns schnell die Pizza rein, kommt eine andere deutsche Familie rein. Mann und Frau in Seglerklamotten, er zurückgegeeltes Haar, sie hochgewachsen, blond mit Sonnenbrille, die Kinder zwei Prinzessinen in pink. Der "Ober" weist freundlich einen Platz zu, erkundigt sich nach dem Befinden. Der Mann bestellt launig ein paar Getränke, Schnitzel, Pommes und ein paar andere Sachen. Keine Pizza. Wir haben uns natürlich geärgert und lange über diesen blöden Vorfall diskutiert, aber ich versuche seitdem, ein bisschen bestimmter aufzutreten. Sonnenbrille ist auf jeden Fall hilfreich. Die letzten zwei Jahre in Dalmatien sind wir aber bei 95% aller Kontakte, von Mautstation, Tankstelle, Supermarkt, Campingplatz und Restaurant sehr höflich behandelt worden. Trotz Hauptsaison. Peter N Ich kann das gut nachvollziehen, herzlich sind die Kroaten generell nicht, Ausnahmen bestätigen die Regel. Irgendwie fühlt man sich oft abgezockt. Haben auch einige unangenehme Momente gehabt (Wohnmobil aufgebrochen, beim Geld umtauschen betrogen, unfreundliche Platzwarte und Einiges mehr) wo ich gedacht habe, hier fährst du nicht mehr her. Dennoch liebe ich dieses Land. Wenn dein Bericht hier einige wütend macht, so nimm es gelassen. Vielleicht passt dieser link zu dieser Diskussion, und den unterschiedlichen Erfahrungen in Kroatien hier dazu ? --> Link Hallo Peter Was haben Kreuzschiff-Fahrer mit diesem Thema zu tun.? Hallo zusammen, erstmal vielen Dank für eure rege Beteiligung, hat mich sehr gefreut. Und auch ein wenig erleichtert ehrlich gesagt! Offenbar haben auch einige andere von euch bereits Erfahrungen gemacht. Besonders gut hat mir die Anmerkung von Sven gefallen! "Italien ohne Seele"! Das trifft es irgendwie zu 100%! Aber natürlich muss man auch Kritik den entsprechenden Raum lassen, mir war schon klar, dass es auch zu Contra kommen würde. Das ist auch in Ordnung so. Denn wenn es nicht auch Verfechter für eine Sache geben würde, wäre einer sachlichen Diskussion ja die Grundlage entzogen. Ich finde es daher gut, wenn auch entsprechend positive Rückmeldungen zu Kroatien kommen. Eine Sache ist mir gleich aufgefallen, ein wenig kann man dies auch bei einigen Kommentaren heraus lesen. Im Süden wird es besser?! Dies können wir im Ansatz zumindest in soweit bestätigen, dass wir mit der Insel Krk (das kommt irgendwann mit Teil 2) auch wieder schönere Erfahrungen gemacht haben. Nur Istrien, diese Halbinsel, hat uns einige Kopfschmerzen bereitet. Vielleicht liegt es wirklich daran, dass Istrien ja das erste Urlaubsgebiet Kroatiens ist, wenn man über die Alpen aus Nord- und Mitteleuropa anreist. Nach 1000km Fahrt will man ja auch nicht unbedingt noch 300-500km weiter fahren! Also würde mich mal interessieren, ob es tatsächlich so etwas wie ein "Nord- Süd"- Gefälle gibt. Weniger in dem Sinn, wie Roman ihn beschrieben hat (also in Europa Skandinavien / England toll, dann nach Süden hin eher abnehmend? Richtig wiedergegeben?), sondern eher rein auf Kroatien bezogen. Was ist mit der Region Dubrovnik, Zadar oder Split? Ist es dort vielleicht besser? Wer kann berichten? Besonders im direkten Vergleich zu Istrien? Und den Hinweis mit den Kreuzfahrern von yasar finde ich gar nicht so schlecht. Er beschreibt im Prinzip das gleiche Problem, was ich auch versuche zu beschreiben. Das Land ist einfach übervoll von Touristen, die Einheimschen "ächzen" regelrecht darunter. Wie eine große Last. Da hat man auch keine Lust. Ich kann das schon verstehen. Sorgt aber eben auch dafür, dass ich im Süden eher 3x nach Italien fahren werde, als noch ein einziges Mal nach Kroatien. Und das schreibe ich völlig wertfrei und emotionslos, ich will damit auch den Kroaten in keinem Fall "eins auswischen" oder sowas. Ist nur mein persönliches Resümee aus der Sache, mehr nicht. Noch einige direkte Antworten: nethunter: Wir waren 9 Tage in Istrien und 8 Tage in der Kvarner Bucht, auf der Insel Krk und bei den Plitvicer Seen. Der zweite Teil ab Kvarner Bucht (ich schrieb es bereits oben), waren dann deutlich besser. Zwar nicht fehlerfrei, aber immerhin ließ die Anspannung ein wenig nach gleich wieder irgendwo angepfiffen zu werden... schaeetzelein: Ja, das hab ich mir auch schon überlegt. Einfach nochmals ran und ausprobieren. Dafür ist mir aber eigentlich der Weg zu schade, wenn es dann am Ende nicht klappt. Aber mal sehen, "nie" sagen soll man ja nicht. Björn Hallo Bjoern, wir waren schon oft in HR und unser Erfahrung ist, dass Istrien viel mit massentourimus und massenabfertigung tun hat. weiter suedlich hat es uns immer sehr sehr gut gefallen. Vielleicht gebt ihr irgendwann dem suedlichern Kroatien doch noch eine Chance. Vg
Hallo Bijörn, ähnliches, aber nicht alles, könnten wir von unseren Istrien Reisen auch berichten, wobei es auch genauso gegenteilige erfreuliche Erlebnisse gab. Aber wir meiden so gut es geht Istrien, da sie die Touristen Hochburg ist, und fahren lieber nach Dalmatien und noch weiter in den Süden. Und ja, wir konnten immer wieder feststellen, dass die Leute, je weiter wir in den Süden komment freundlicher und gemütlicher sind. Aber wegen 7 Tage lohnt es sich halt nicht, bis Sibenik, Split oder Orebic zu fahren. :? Man liest "Hochburg" und gleichzeitig "Meiden". Macht es Sinn für eine Bevölkerung, die überwiegend vom Tourismus lebt, abgestumpft und unfreundlich zu reagieren, wenn ihr Landstrich besonders gut besucht wird? Das ist wirtschaftlich doch ziemlich unsinnig, oder nicht? Wir fahren schon viele Jahre zum bayrischen Badesee in Oberitalien (Gardasee) und die ganze Monte Baldo Gegend ist als Massentourismus verschrien, trotzdem erleben wir nur Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und angenehme Kommunikation. Zur Zeit sind wir in Lgurien, ein Landstrich, der in den 60ern für Auslandsurlauber boomte und dann lange Zeit nur für Inländer noch interessant war. Erst 2005 wurde die Gegend wieder entdeckt und einige Städte am Rande des Meeres erleben den Besucherstrom in ungeahntem Maß wieder. In den meisten Orten, die mal touristisch frequentiert waren, sieht man Leerstand, Verfall und Attraktionen, die Kinder der 80er vielleicht noch vom Hocker reißen konnten. Trotzdem freundliche Ansprache und wenn man sich Bier oder einen Aperol in der Dorfkneipe bestell, dann werden Chips, Tacos, Chillisauce, Pizzahäppchen und ein Teller frische Oliven aufgefahren, das man schon ein schlechtes Gewissen bekommt. Und oft waren wir die einzigen Gäste, die an den Tischen saßen. Unser Hund bekommt außer Streicheleinheiten immer ungefragt eine Schale Wasser. Mit einem Ping Pong Effekt, bei Überlauf die Touris wieder "webzubeissen", da erreicht man doch dauerhaft nix mit. Ich bin weiter der Meinung, das es an der Mentalität der Einwohner liegt. Es gibt Bevölkerungen, die Fremde um sich rum nur als Mittel zum Zweck dulden. Wer zum Beispiel in islamisch bevölkerten Gebieten mal urlaubt, der wird dies auch noch viel heftiger feststellen. Ich habe da Tunesien als hochrotes Tuch im Kopf. wenn man Ligurien und Gardasee schon gut findet, wie will man dann z. B. Apulien oder Kalabrien bezeichnen, da ist es erst richtig gut. Der Weg dorthin dauert allerdings etwas länger aber dann
Das hast Du richtig wiedergegeben. :wink: Ansonsten haben auch wir innerhalb von Kroatien dieses Nord-Südgefälle erlebt. Der Urlaub wurde für uns ab "Rijeka" mit jedem Kilometer schöner. In Istrien wird eine Form des Massencampings gepflegt, mit der wir nicht gut umgehen können. Das fängt schon damit an, dass ich in der Vorsaison, trotz fast leerem Campingplatz, einen festen Stellplatz zugewiesen bekomme. Gefällt der mir nicht und ich suche mir selbst einen neuen, wurden wir teilweise an der Rezeption schon sehr schräg angeschaut...Bei der Platzgröße kann man sich teilweise ungefähr vorstellen, wie es einem Legebatteriehuhn zumute sein muss.... Weiter südlich, außer auf den Großplätzen (so ab 3000 Einheiten :D ), konnten wir dagegen fast immer frei wählen. Und je südlicher wir kamen umso freundlicher wurden auch die Menschen. Ich glaube nicht, dass wir uns das eingebildet haben. Roman haballes - deine Überlegungen kann ich nachvollziehen, aber.... - Menschen reagieren oft aus dem Bauch - und nicht kühl für die Zukunft des Landes in den nächsten 20 Jahren planend. Übrigens egal wo. - Es gibt kulturelle Unterschiede. Die ich nicht für Wertungen hernehm, aber trotzdem sind sie da. Und es gibt Kulturen, die sind sehr gastfreundlich - aber man lächelt auf der Straße niemanden an! Es gibt Kulturen, da ist alles sehr freundlich, auch mit Fremden, aber der heimische Herd ist heilig. Und es gibt alles dazwischen. Für mich heißt das, aufmerksam sein und möglichst wenig werten. So erlebe ich, wie vielfältig die Welt ist. - Meine direkteste Erfahrung mit dem südlichen Kroatien stammt noch aus den 80ern (und ohne Womo). Es war ne Gruppenreise auf einer Insel vor Dubrovnik. Und die Unterkunft musste erst gewaltig überredet werden, uns zum Frühstück etwas ähnliches wie das uns gewohnte deutsche Frühstück zuzubereiten. Der ursprüngliche Plan des Hauses war warmes Essen mit Salat und Nachtisch - dreimal am Tag. Da prallten echt noch Kulturen, auch Esskulturen aufeinander. Mittlerweile weiß vermutlich jeder Gastronom, was Mitteleuropäer so mögen - nur, ob sie das nachvollziehen können, ist ne andre Frage. Vermutlich gibt es die Unterschiede nach wie vor, aber man versucht, den Touris zu geben, was sie wollen. Aber das wiederum erzeugt eine Haltung von Kunde/Lieferant, die nur noch wenig von menschlichem Miteinander hat. Und auch das hat Auswirkungen. Engländer beispielsweise machen das zum guten Teil anders. Die bleiben bei ihrer Kultur und erwarten/hoffen, dass sich die Touris drauf einstellen - da läuft die Begegnung schon auf einer anderen Ebene ab als in Gegenden, die auf Tourismus angewiesen sind. wir können björns empfindungen sehr gut nachvollziehen. denn wir haben schon vor über 20 jahren, damals noch ohne womo. kurz vor der ersten sezession, der sloweniens, einen urlaub im damaligen jugoslawien abgebrochen und sind nach österreich zurückgefahren. das sozialklima und die wirtschaftlichen verhältnisse in diesem land waren unerträglich, auch im landesinnereren, etwa banja luka oder sarajewo. hatte dort also sicher nichts mit "vom tourismus überlaufen" zu tun. die menschen betrieben auf notmärkten tauschhandel mit den resten ihres besitzes, wir, als beobachter saßen mit der cola in der hand im straßenlokal und betrachteten das elend. es war unerträglich wir haben das damals auf die wirtschaftliche krise und die spannungen zwischen den landesteilen nach dem tod titos geschoben. seither ist dieses land von mehreren kriegen mit unvorstellbaren grausamkeiten, von außen zugefügt und unter den bürgerkriegsparteien selber, überrollt worden. die ganz naive hoffnung, daß nach dem zerfall des staates wenigstens wirtschaftlich besser werden würde, hat sich für die mehrheit der bevölkerung in keiner weise erfüllt (noch weniger als in der ex-ddr). es ist erschreckend, wie groß die illusionen der kroaten waren und sind, z.b. daß es nun, mit dem bevorstehenden eu-beitritt endlich besser werde. (beziehe mich heirbei auf enge kontakte mit ausgewanderten kroaten, die jetzt in deutschland leben). vergessen sind auch nicht die kriegsgreuel. wir kennen, wie gesagt noch heute völlig traumatisierte kroaten, die sich bis heute nicht in ihr heimatdorf zurücktrauen. diese hintergründe von bürgerkrieg, krieg, wirtschaftlichem niedergang - bis auf den tourismus in den küstengebeiten - blenden wir touristen gern aus, wenn wir bei herrlichem wetter in schönster landschaft unsere "kostbarsten tage des jahres" genießen wollen. und zu unserem urlaubsglück auch noch eine frohgelaunte dienstleistungsbevölkerung erwarten. nicht umsonst hat peter handke jugoslawien das traurigste land der welt genannt. im bürgekrieg und in dem nationalen chaos hat jugoslawien "seine seele" verloren. anton [quote="nuvamic"]...Mittlerweile weiß vermutlich jeder Gastronom, was Mitteleuropäer so mögen - nur, ob sie das nachvollziehen können, ist ne andre Frage. Vermutlich gibt es die Unterschiede nach wie vor, aber man versucht, den Touris zu geben, was sie wollen. ..quote] Vorab sorry fürs kastrieren des Zitats, geht abba nüscht mehr anderster hier! naja, mag ja sein, aber DAS Argument ist mir zu einfach. Wieso sollen die das nachvollziehen können, bzw. müssen? Begreifen, machen, gut! Da bin ich recht einfach von der Argumentation. Wenn ich Touristen gezielt ansprechen muss/will, sollte das vorzugsweise mit Freundlichkeit geschehen, auch wenn ich grad dazu keine Lust habe.....! Auch ich hab manchmal keine Lust, freundlich zu sein, wenn mir was quer hängt, aber die Branche, über die wir hier reden, lebt von Dienstleistung, die notwendigerweise eihergeht mit Freundlichkeit un Umsicht. Es sei denn....die Kunden stehen Schlange und man verkraftet, das einige dieser so wechselwillig sind und nicht mehr kommen. Und das isses völlig Jacke, ob ich ne Eisdiele, nen SP, nen CP, ne Bratwurstbude oder sonstwas hab. Und der Vergleich mit England..... auch das ist eine ganz andere Kiste, hier ist die Landestypische, bzw. -spezifische Mentalität schon eine andere. ich denke nicht, dass man dies unbedingt vergleichen kann, lass mich aber gerne überzeugen ! ;D
Hallo Anton, das ist eine sehr pessimistische und depressive Perspektive, die du hier zeichnest. Das kann ich so nicht bestätigen. Auch ich war vor 30 Jahren im ehemaligen Jugoslavien unterwegs. Vieles was Du dazu schreibst, kann ich bestätigen. Nur ist das was ich voriges Jahr in Slowenien und Kroatien erlebt habe, damit in keinster Weise vergleichbar. Natürlich wird es nach dem unnötigen Krieg traumatisierte Kroaten geben. Aber zu sagen, dass dies auf die ganze Bevölkerung zutrifft, greift dann doch viel zu weit. Wir haben, wie oben schon geschreiben, südlich von Rijeka viele fröhliche und gut gelaunte Kroaten kennen gelernt. Und das nicht nur an der Küste. Das Land ist nach meiner Einschätzung auch wirtschaftlich, ebenso wie Slovenien, auf einem guten bis sehr guten Weg. Und das nicht nur durch den Tourismus. Roman Low Cost Driver;;;; wenn man jetzt gehässig währewie so manche User im diesen Forum dann könnte ich antworten** wird ja keiner gezwungen dieses schöne Land zubereisen``àber ich denke du hattes einfach Pech'' ich fahre jedes Jahr einmal nach Kroatien und hatte noch nie Brobleme```was stimmt,das es ein stolzes Volk ist und gegenüber Fremden sehr auf Distanz eingestellt sind'' lg Dethleff 1 :surf: korrektur: handke spricht vom traurigsten land europas. Roman: sicher tririfft man "fröhliche und gutgelaunte" kroaten in kroatien. ich wollte nur eine antwort auf björns gegenteilige erfahrungen in der jüngsten geschichte dieses landes suchen, das als einziges land europas in den vergangenen jahren die erfahrung von grausamstem bürgerkrie machen mußte. fast jeder kroate hat, wenn man im gespräch so weit kommt, hierzu grauenhafte geschichten zu erzählen. da kann einem schon mal die schöne oberfläche als alptraumhaft erscheinen. und fröhliche touristen als alpe. vergleichbar mit den traumatisierten bw-rückkehrern aus afghanistan. die funktionieren ja auch nicht mehr so wie vor ihren erfahrungen, sondern bleiben in ihrer dpressiven traurigkeit hängen, weil sie niemanden finden, mit dem sie ihre erfahrungen teilen können. anton Inzwischen scheint die angespannte wirtschaftliche Lage für die Unzufriedenheit in der kroatischen Bevölkerung verantwortlich zu sein. Steigende Preise für lebensnotwendige Güter belasten das verfügbare Einkommen spürbar. Der kommende EU-Beitritt wird die Lage wahrscheinlich nicht verbessern. Natürlich ist das alles kein Grund unhöflich zu sein. Ein bisschen kann ich den Frust der Leute aber verstehen. Immer mehr Arbeit für weniger Geld. Auf Dauer geht das auf`s Gemüt. An den Touristen wird dann etwas Dampf abgelassen. Da spielt Neid auch eine große Rolle. Ist natürlch der falsche Weg, machen die Griechen aber genau so. Ich habe übrigens noch nie schlechte Erfahrungen in Kroatien gemacht und bereise das Land schon über 20 Jahre. hmmm, kann björns erfahrungen auch nicht bestätigen, allerdings "kenne" ich istrien eigentlich nur vom durchfahren (einzige ausnahme waren mal 2 nächte auf dem "camp medulin"). seit dem krieg waren wir 4x in dalmatien bis runter und die leute waren immer höflich und freundlich, einen gestressten kellner gibts in jedem land mal... genauso irgendwelche nervigen souvenirhändler, die einem irgendeinen mist verscheuern wollen. klar stimmt es, dasz die kroaten "reservierter" als die italiener sind, dafür hat aber auch noch nie einer versucht, mir vom mopped aus den rucksack zu entreissen. zum stichwort gesetzliche ungleichbehandlung von einheimischen und touris: das gibt es in jedem land hin und wieder, die regel ist dies aber nirgends, auch nicht in hr. speisen und getränke munden mir in italien auch besser...aber dasz der balkan fleischlastig ist weisz man vorher! ich glaube, viele mitteleuropäer reisen mit einer sehr starken "billig - erwartung" nach hr und finden 30.-€ in der hs auf dem cp "abzocke", vergessen dabei, dasz in i dann 60 fällig werden. auch der "zwang" einen cp aufsuchen zu müssen, ist für viele unerträglich, glauben tun sie das dann erst, wenn sie es vor ort bestätigt sehen. 2011 ist mir 50 km südlich rijeka die kupplung verreckt, eine werkstatt in rijeka hat innerhalb von 24h ein original luk - repset (!!!) besorgt und eingebaut, hat uns eine tolle + günstige zwischenübernachtung sowie günstige taxis besorgt - die rechnung war mit 2200 kn billiger als der mündliche kostenvoranschlag (" kann vielleicht 3000 kuna..")
Als Inhaber von 2 Gaststätten rechne ich . in der Regel ... das 0,2 ltr Glas muss die 1ltr. Flasche finanzieren... Aus einer 1ltr. Flasche fülle ich 4 x 0,2 ltr. Gläser (ist immer bisschen mehr drin ,als 0,2 ltr. ). Von meinem Weinhändler beziehe ich 1 ltr. z.b. Grauburgunder (gut trinkbar) für etwas über 5 € = 1 Glas 4,80 €.-..x 4 wären 19,20 € ..ganze Flasche kostet lt. Karte 18,00 €...Wenn ich weniger als 300 % aufschlage, hab ich schon mit Nachfragen vom Finanzamt zu rechnen.. Also wenn die Flasche 2,99 bei Lidl kostet, kann ich 12 € für die Flasche akzeptieren... In ner Stausswirtschaft oder beim Winzer sieht die Preisgestaltung natürlich anders aus....Wenn man anfängt, Restaurantpreis mit den EK-Preisen vom Discounter zu vergleichen, sollte man kein Restaurant besuchen... Natürlich sind Reiseerfahrungen immer individuell und nicht unbedingt zu verallgemeinern. In den 70er und Anfang der 80er Jahre bin ich mit Frau + 2 kl. Kinder in einem VW-Bus fast jährlich nach Jugoslawien (Adria) gefahren und wir haben die besten Erfahrungen gamacht. Freundliche Menschen, freundlicher Service, gutes Preis-Leistungsverhältnis.. allerdings unfreundliche Polizei! Kurz nach dem Krieg bin ich mit einer Gruppe Motorradfahrer nach Krk...wir hatten 2 kleine Ferienhäuser auf einem CP gemietet.. und es war einfach schlecht. Die Hütten waren wohl noch bis vor kurzem als Notunterkünfte genutzt worden.. und dann, entsprechend abgewohnt und unrennoviert wieder touristisch genutzt worden.. vorher mal zu putzen hatte man wohl vergessen. Restaurantservice war schlecht und verhältnismässig teuer. Service war wenig freundlich. In den drauffolgenden Jahren ca. alle 2 Jahre wieder nach Slowenien/Kroatioen und die Erfahrungen sind leider nicht besser geworden... in den Touristenhochburgen m.M.n. noch schlimmer..(ich war meist in der Vor- oder Nachsaison dort). Kleine Anmerkung: gut geführte, saubere CP mit freundl. Service auf der österreichischen Seite standen schmutzige CP, mit mässigem Service und im Vergleich viel höheren Preisen auf der slowenischen Seite gegenüber.
hallo, interessante Aussagen, danke für die Info, so ähnlich kenne ich die Kalkulation mit kleinen Abweichungen seit vielen Jahren (auch zB in Frankreich). Neugierige Frage: +warum+ fragt das FA? weil sie meinen, du würdest das +dann+ nur als Hobby und nicht als ernsthaftes Gewerbe betreiben (was anderes fällt mir momentan nicht ein)? Das is einfach - die fragen, weil sie denken, du unterschlägst Umsatz. Wir waren vor zwei Jahren im Sommer in Kroatien, also auch Hauptreisezeit, Hitze, evtl. gestresstes Personal usw. Wir waren auf einem CP für eine Woche und fanden eig. alles höflich, geordnet, zuvorkommend... :ja: Da hatten wir zuvor in Italien deutlich mehr Touri- Nepp mit allen negativen Randerscheinungen erlebt. Aber so ists halt, punktuell macht man immer mal solche und solche Erfahrungen, ich denke aber, man sollte dann dem Land eine zweite Chance geben. [quote="haballes Macht es Sinn für eine Bevölkerung, die überwiegend vom Tourismus lebt, abgestumpft und unfreundlich zu reagieren, wenn ihr Landstrich besonders gut besucht wird? Das ist wirtschaftlich doch ziemlich unsinnig, oder nicht? Wir fahren schon viele Jahre zum bayrischen Badesee in Oberitalien (Gardasee) und die ganze Monte Baldo Gegend ist als Massentourismus verschrien, trotzdem erleben wir nur Freundlichkeit, Hilfsbereitschaft und angenehme Kommunikation. [/quote] Das kann ich nur bestätigen, genauso wie die Kritik von Björn an Kroatien. Hab im Frühjahr 2012 in Kroatien auch diese Mentalität kennengelernt. Im Herbst dann Gardasee eine super Freundlichkeit und vor einigen Wochen mal wieder Jesolo. Auch hier, wie immer, eine "ehrliche Freundlichkeit" wie ich es bezeichne. Viele der von Björn beschriebenen Szenen würden in Italien niemals so passieren. Mentalität hin oder her, wer vom Tourismus lebt sollte freundlich sein. Kurt Ist schon immer mein Reden: Wer im Service ist, muss freundlich sein - oder wenigstens den Eindruck erwecken können. Nicht nur in der Gastronomie - überall, wo man am Kunden arbeitet, ist das erforderlich. Wer das nicht kann, sollte besser im Hintergrund arbeiten...... Hallo piccolino, ich möchte keinesfalls als Pfennigfuchser gelten, wenn ich im Lokal einen Wein trinke werde ich niemals den Einkaufspreis ausrechnen. Ich finde es nur einfach unsensibel dem Kunden gegenüber den "billigsten" Wein aufzutischen. Wenn der Wirt wenigsten so clever gewesen wäre den Wein in eine Karaffe umzufüllen...jeder Weinkenner wie ich wäre zufrieden mit seiner Wahl! :wink: Und zum eigentlichem Thema: auch dieses Jahr waren wir wieder in HR (meist) gut essen (ausnahme das Rest. auf dem CP in Trogir) und können uns nicht über den erlebten Service beschweren. mfG Stefan
Hallo Stefan, ich sehe das auch etwas anders. Jeder, der sich mit der Materie auskennt weiß, dass jede Flasche Wein in der Gastronomie so kalkuliert wird, wie das piccolino geschrieben hat. Daher zähl für mich nicht der Preis, den ich im Großhandel bezahlen würde, sondern der, der auf der Weinkarte steht. Da hab ich bestimmte Schmerzgrenzen. Wenn der ausgewählte Wein innerhalb dieser Grenzen liegt und auch noch schmeckt, ist mir der Großhandelspreis eigentlich egal. :) Ich hab beim "Italiener" auch schon einen "Primitivo", die Flasche für 14 Euro getrunken, den ich selbst im Weingroßhandel für 3,50 Euro kaufe. Schmecken tun beide gleich gut. Seine Qualität hat er in Blindtests gegen Weine für knapp 10,00 Euro mehrfach bewiesen... :wink: Roman Wir waren im November in Kroatien, nur auf Cres. Dort fand die Europameisterschaft der IOM (International One Meter Class) im RC Segeln statt. Die Regatta wurde auf Camping Kovacine durchgeführt, die Regatta Teilnehmer wohnten im Hotel Kimen. Wir hatten mit denen auch ein Arrangement getroffen, weil der Camping Platz schon geschlossen war. Wir wohnten im Womo und nahmen unsere Mahlzeiten im Hotel ein und das zu einem sehr akzeptablen Preis. Wir haben keinerlei Unfreundlichkeiten erlebt. Die Rezeptionisten immer freundlich, die Hotelchefin absolut engagiert und freundlich, die Kellner alle ausnahmslos freundlich. Auf Kovacine wurden die Olivenbäume gepflückt, auch hier wurde gewunken, gegrüsst und gelacht. Die kroatischen Segler waren etwas distanzierter und etwas distanziertes Verhalten begegnete uns auch hier und da, wenn wir im Ort waren. Aber dasslebe distanzierte Verhalten habe ich auch in Saint Marie de la Mer und in der Normandie kennen gelernt. Das ist dann eben so. Trotzdem heisst das ja nicht, dass das jetzt an Euch lag :D Es wird in Kroatien, genau wie jedem anderen Land, Solche und Solche geben. Wir werden auf jeden Fall nochmal nach Kroatien fahren. Weil uns die Landschaft dort so gut gefällt, weil es sehr entspannend dort war. Und wenn dann mal einer schlecht gefusselt ist, dann ist das zwar doof, aber der Ärger lohnt nicht. |
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