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REISEBERICHT: Türkei-Syrien-Jordanien-Israel, Ende Februar bis Anfang April 1999
(auf besonderen Wunsch von Dirk) 1. Teil Österreich – Syrien (Damaskus) Das war dieser Wahnsinnswinter in dem die Lawine in Galtür/Tirol das halbe Dorf weggerissen und viele Menschenleben gekostet hat. So hatten auch wir mit den Schneemassen zu kämpfen. Tage langes Schneeschaufeln vom Morgen bis zum Dunkel werden zermürbten uns. Wir hatten Mühe das Womo für diese große Reise überhaupt fit zu bekommen. Um auf ebener Strasse die 300m mitten in der Stadt bis zur Hauptstrasse zu kommen mussten sogar Schneeetten montiert werden. Knapp vor der Abfahrt brachen vor Kälte noch der Türgriff der Aufbautür und der Deckel der Außensteckdose ab. Wir sind trotzdem abgefahren und wollten wenigstens bis zum Gardasee kommen, um dort zu übernachten. Am Morgen danach stellten wir dort dann auch noch Wasser im Womo fest. Ein Schlauchanschluss war durch die Kälte undicht geworden. Na ja, das geht ja schon gut los dachten wir, wie wird diese große Reise wohl werden? Aber sie wurde und noch dazu WIE! Es wurde eine ganz tolle, interessante, fast problemlose und wunderbare Reise. Wir trafen uns mit einer Gruppe Gleichgesinnter im Hafen von VENEDIG. Mit der Fähre ging es nach IZMIR. Von dort dann über EPHESOS nach PAMUKKALE. ( 228 KM, 1. Nacht) Dann über APHRODISIAS (sehenswert), ANTALYA nach BELDIBI.(379 KM, 2.Nacht). Über ANTALYA bis SIDE. (161 KM 3.Nacht) Besuch von ASPENDOS natürlich obligatorisch. Auch die DÜDEN Wasserfälle haben wir uns angeschaut. Über ALANYA-CAP ANAMUR (Anamur Kalesi/Festung) dann an der Südküste der Türkei entlang. Hier konnten wir bei herrlichem Frühlingswetter bis nach Zypern sehen. Da wir einige Jahre im östlichen Mittelmeer mit unserem Segelschiff KAMALA herumschipperten wurde Christine (mein Weiberl) und mir immer wärmer ums Herz. Wir kamen an vielen Ankerplätzen und kleinen Fischerhäfen vorbei die wir schon von der Wasserseite her kannten. Es ging heute bis TASUCU (283 KM 4. Nacht). Von TASUCU (im kl. Hafen lag genau an derselben Stelle wo wir immer ankerten ein deutsches Segelboot vor Anker) Alte schöne Erinnerungen wurden wach. Über SILIFKE vorbei an der KIZKALESI (Mädchenburg), ERDEMLI, MERSIN kommen wir in einen sehr fruchtbaren Landstrich die CUKUROVA. Über TARSUS, ISKENDERUN, ANTAKYA ging es nach REYHANLI, direkt an der Syrischen Grenze (416 KM 5. Nacht). Am Montag, den 1.März Grenzübertritt nach SYRIEN bis nach ALEPPO. Grenzübertritte in arabischen Ländern sind ja immer etwas Besonderes. Wir hatten leider als Reiseziel ISRAEL angegeben deshalb wurde es doch etwas kitzlig. Aber durch eine Notlüge, dass wir über Ägypten mit der Fähre nach Israel gehen werden, kamen wir dann doch ins Land. Nach 3 Stunden war es dann, Dank eines der deutschen Sprache mächtigen „Agenten“ mit genügend Bakschisch doch geschafft. Das berühmte SIMEONKLOSTER wurde natürlich besichtigt. In ALEPPO aber dann einen sicheren Nächtigungsplatz zu finden war schwierig. Es war so schwierig, dass wir schlussendlich im Hof eines Franziskanerklosters hinter hohen Mauern unsere Hütten (WOMO) aufstellten. Dienstag 2.3.99 ALEPPO – „Tor zum Orient“ Stadtrundfahrt mit einheimischem Führer. Besichtigung der Neustadt dann zu Fuß durch die Altstadt, die SOUKS (Basar) (12KM lang und alles überdacht!) Besichtigung einiger Karawansereien, Kirchen (im Christlichen Viertel), Moscheen, Zitadelle. Spätes Mittagessen in einem alten kleinen Palasthaus dem YASMEEN House, das wirklich hervorragend und preiswert war. Nachmittag dann noch einmal in die Souks, um allein durchzubummeln. 2 nette aber ängstliche Schwaben haben sich in unsere Obhut begeben. Die fühlten sich scheinbar hinter meinen 90 kg sicherer als allein. *gg* Am Abend tranken wir noch geschmuggelten türkischen Rotwein mit unseren Freunden. Mittwoch, 3.3.99 ALEPPO – TARTUS (287 KM) Wir kamen auf eine Art Autobahn. Der Unterschied zu unseren Autobahnen lag darin, dass wir es hier mit querenden Schafherden, gegen die Fahrtrichtung fahrenden und links abbiegenden LKWs und Traktoren, zu tun hatten. Die fahren immer dort, wo gerade weniger Schlaglöcher sind. Hier mussten wir wirklich mit allem rechnen und sehr vorsichtig zu Werke gehen. Über eine abenteuerliche, 8 km lange Straße mit 10 km/h kamen wir zu einer riesigen Säulenallee soweit das Auge reicht (2 km lang), namens APAMEIA. Dann ging’s über MISYAF, Wadi UYUN in die Berge. Müde und geschafft erreichen wir in einem Gewitter die Hafenstadt TARTUS. Am Lagerfeuer und bei Wein genossen wir den Rest des Tages. Donnerstag, 4.3.99 TARTUS – PALMYRA (371KM) Morgens ging es bei strahlendem Sonnenschein weiter. 1. Stopp bei der Kreuzritterfestung CRAC DES CHEVALIERS mit sehr schönem Ausblick über das flache Land. Auf dieser Festung trafen wir 4 Österreichische Soldaten(sogar aus unserem Bezirk) die auf den Golan Höhen stationiert waren. Natürlich gab es ein großes Hallooo. In SALAMIYEH gab es eine nette Geschichte. Wir wollten Brot besorgen. Ich blieb am Straßenrand mitten in der Stadt stehen und Christine stieg aus um sich umzusehen. Da sah sie auch schon jemand mit Brotfladen aus einem Eingang kommen. Bevor sie sich entschloss da hineinzusehen war sie schon von 5 Männern umringt, die alle palaverten aber keiner verstand natürlich was sie wollte. Nach dem auf der ganzen Welt verstandenen Zeichen „Hunger“ gingen sie mit ihr in den Eingang des Ladens, wo es Brot gab. Ich kam ihr zu Hilfe. Der Bäcker stapelte einen Stoß Fladen auf und drückte sie uns in die Hand. Aber wir „durften“ natürlich nicht bezahlen. Wir waren einfach Gäste. Das ist die arab. Gastfreundschaft! Dann fuhren wir weiter Richtung Irakische Grenze nach PALMYRA. Was soll ich sagen? PALMYRA muss man im Abendrot erlebt haben um zu wissen was in uns vorging. Das ist eine alte reiche Handelsstadt die von den Zolleinnahmen der durch ziehenden Karawanen lebte. Wir haben in unserem Reiseleben viel gesehen und erlebt. Aber es wird bis zu unserem Lebensende sicher zwei unvergessliche Momente geben. Das ist einmal der Sonnenaufgang am Gipfel des Kilimanjaro (5998m) und der zweite Moment ist der Sonnenuntergang in PALMYRA!!! Noch dazu konnten wir direkt am Rande dieses rosaroten Traums so mit dem WOMO stehen, dass wir bis in die Dunkelheit nur diese wunderbare Ausgrabungsstätte vor uns hatten. Keinen Menschen, keine Autos, nichts…….nur uns und unsere überwältigenden Gefühle. PALMYRA muss man gesehen haben, darüber zu berichten würde ein BUCH füllen und man könnte es nicht beschreiben. Freitag, 5.3.99 PALMYRA – DAMASKUS Nochmaliges, ausgiebiges Besichtigen der Stadt/Ausgrabungen/Ruinen, die Weitläufigkeit ist einfach einmalig, das Theater…ein Traum. Zum Abschluss noch der gigantische BAAL TEMPEL…monumental. Dann noch ein Foto und einen wehmütigen Blick zurück, aber dann mussten wir uns losreißen und durch die Steinwüste ging es gen DAMASKUS auf einen CP. Samstag 6.3. DAMASKUS Wir machten eine Stadtrundfahrt, aber der Guide ist nicht gut und spricht auch ein Deutsch das kaum verständlich war. Wir sahen uns die riesige berühmte OMAYYADEN MOSCHEE an. Danach machten wir aber eine Fliege uns zogen allein weiter. Wir durchstreiften den Basar, kauften noch eine wunderbar gewebte Tagesdecke. Dann hatten wir genug und fuhren mit einem Taxi zum CP zurück. Irgendwie waren wir von DAMASKUS enttäuscht. Vielleicht haben wir uns auch zu viel erwartet. Am Abend grillte uns der Besitzer des CP ein Lamm am Spieß. In erfahrener weiser Voraussicht hatten wir uns zu der Grillerei nicht angemeldet. Das Lamm war wie Kaugummi. Ich war froh die Küche meines Weiberls genießen zu können. Da am nächsten Tag eine lange Stecke zu fahren war und der Grenzübertritt nach JORDANIEN bevorstand machte ich das WOMO schon startklar. Das heißt herunter von den Keilen, Strom aus, Stützen eingekurbelt usw. Sonntag 7.3. DAMASKUS – JERASH (Jordanien) 07:00 Uhr war Abfahrt, ich wollte nicht ins Gedränge kommen. Die Durchfahrt durch DAMASKUS war ja auch noch zu bewältigen. Es war genau so wie ich es ja schon von Tripolis kannte. Ein einziger HORROR und wer da nicht genau wusste wie lang und wie breit sein WOMO ist, der hatte schlechte Karten. Augen zu und durch! Nach fast einer Stunde war Damaskus im Rückspiegel. Wir machten den geplanten Umweg über das pompöse Theater BOSRA. Dort erstanden wir heimlich von Grabräubern noch einige schöne (verbotene) Fundstücke. Um 13:00 war Treffpunkt an der Grenze angesagt. Die Ausreise aus Syrien dauerte 1 ½ Stunden und ging dank eines Gasfeuerzeugs das ich dem Zöllner spendierte, der sich aber postwendend mit einer kalten Cola revanchierte, zügig über die Bühne. Dann kamen noch die Einreiseformalitäten in Jordanien. Na ja, eh schon wissen, um 16:00 Uhr hatten wir auch das geschafft. Yippiiieeeehhhhh! JORDANIEN ist gegenüber SYRIEN total zivilisiert und westlich orientiert. Das sah man bereits nach ein paar Kilometern. Der Straßenbelag war gut und die Straße sogar mit Mittelstreifen, alles gut beschildert und sehr sauber. Wir übernachteten in den Bergen in ALJUN beim OLIVE BRUNCH RESORT CAMPING. Es war sehr sauber und die WC's und Duschen wurden extra für uns sogar mit Duschdas, WC-Papier und kleinen Seifen bestückt [!!!] Im angeschlossenen Restaurant haben wir dann den Tag noch mit einem sehr guten Abendessen und Wein gefeiert. Teil 2 folgt: REISEBERICHT: Türkei-Syrien-Jordanien-Israel, Ende Februar bis Anfang April 1999
Teil2 Montag 8.3.1999 JERASH – AZRAQ Sonnenschein wie fast immer auf dieser Reise. Vormittag eine schöne Führung durch die gigantische Ruinenstadt von Jerash, mit Hippodrom, Theater, Kirchen, Straßen, Marktplatz etc. Die Stadt ist eher größer als Palmyra hat NIE den Charme und das Rosarot dieser Stadt. Heute war es eine kurze genüssliche Tour. Es ging über Zargua in gemütlichem Tempo bis zur Oase AZRAQ. Wir haben unterwegs nur einen Steinfriedhof angeschaut und waren schon am Nachmittag am Ziel. Diernstag 9.3. AZRAQ – AMMAN Zuerst haben wir uns die Wüstenfestung von Azraq angesehen, in der Laurence von Arabien eine Nacht verbracht haben soll. Der Enkel eines seiner Offiziere ist dort Führer und machte seine Sache gut. Die Türen in der Festung sind Tonnenschwere Steintüren! Weiter ging es dann zu diversen Wüstenschlössern die sich die Herrscher auch schon damals abseits vom Volk mitten in die Wüste gebaut haben um ihren Lüsten zu frönen. Wein, Weib und Gesang hat auch bei den Muselmanen eine hohe Priorität. Das Volk muss ja nicht alles wissen. Ob sich da heute was daran geändert hat? Ich glaube nicht! Eines dieser kleinen Schlösser hat noch sehr gut erhaltene Wandmalereien die nur aus sehr erotischen Szenen bestanden. Das sahen wir aber schon sehr genau an, auch die Damen. *g* Am späteren Nachmittag waren wir in Amman. Wir konnten direkt beim Royal Cultural Center in der Nähe des Regent Palace Hotel auf einem bewachten Parkplatz stehen. Wir machten vor dem Abendessen noch einen kleinen Stadtbummel bei dem ich mir ein Hemd kaufte. Ich erwähne das deshalb weil der Verkäufer ganz stolz meinte: „Das ist spezial türkische Qualität!“ Wir lachten, aber heute muss ich sagen, dass ich dieses Hemd immer noch habe und es wirklich eine ganz tolle Qualität ist. *schmunzel* Mittwoch 10.3. AMMAN AMMAN im Altertum auch Philadelphia genannt und Teil der Dekapolis, wurde wie Rom auf sieben Hügeln gebaut. Heute ist es eher frisch und es geht ein kalter Wind. Amman ist ziemlich hügelig und liegt auf 700m Meereshöhe. Heute war natürlich eine Stadtbesichtigung mit Führer angesagt. Amman ist eher eine junge Stadt und hat keine der sonst üblichen Basare. Es ist eher eine moderne Stadt. Wir sahen uns einige Ausgrabungen an wie EN GAZAL 8.000 v.Christus, die Zitatelle mit Herkulessäulen und Omajadenischen Ausgrabungen, das röm. Theater und auch das Stadtviertel der Reichen und Schönen. Wir sahen uns dann noch allein das archäologische Museum an mit sehr schönen Exponaten aus allen Epochen. Äußerst interessant waren aber die originalen aus Kupfer bestehenden Schriftrollen aus Qumran (Israel). Abends fielen wir wieder bald in die Betten. So eine Stadt schafft mich immer. Donnerstag 11.3. AMMAN – UMM AR RASAS Im Stadtzentrum konnten wir das endlich mal WOMO waschen lassen. Das war herrlich. 2 Leute wuschen mit Schlauch und Bergen von Schaum das ganze WOMO um einen minimalen Betrag. Die wollten sogar innen auch noch sauber machen und gar nicht mehr aufhören zu putzen. Aber wir wollten ja weiter fahren. Der Verkehr in Amman ist gegen Damaskus null Problem. Wir fuhren über den IRAQ AMIR (Sklavenberg) weiter nach NAUR wo der berühmte „KING’S HIGHWAY“ beginnt. Heute haben wir einen „Mosaikentag“. Wunderbare Mosaiken befinden sich auf dem Mount Nebo (Mosesberg) wo Moses „in’s gelobte Land blickte“. Die Kirche hat eine ganz tolle Atmosphäre mit Ausgrabungen rundherum der der damaligen Siedlung. In MATABA gab es noch 3 Kirchen ebenfalls mit sehr schönen alten Mosaiken zu sehen wobei das berühmteste wohl die „Landkarte Palästinas“ ist, das sicher jeder schon im Fernsehen gesehen hat. Schlussendlich landeten wir aber im Wüstengebiet UMM AR RASAS. Unser Übernachtungsplatz lag direkt mitten in der Wüste neben dem schönsten Kirchenbodenmosaik das man sich vorstellen kann. Es ist nicht nur wunderschön sondern auch riesig. Man hat die ganze Halle mit Wellblech überdacht um das Mosaik zu schützen und man konnte auf einer provisorischen Galerie rundherum gehen und das Mosaik so schön von oben genau zu sehen. Es gab nur einen Aufseher der noch zwei Polizisten organisierte die mit uns dann am Abend am Lagerfeuer mitten in der einsamen Wüste neben dieser Ausgrabung ganz toll feierten. Freitag 12.3. UMM AR RASAS – PETRA Kühler Wind, aber sonnig. Weiter geht es den KINGS HIGHWAY nach Süden. Landschaftlich ist das wohl der schönste Tag bisher. Wir kommen durch zwei gigantische Wadis. Zuerst geht es 1000m hinunter dann dasselbe wieder hoch. Es folgt ein flaches Hochplateau mit Felsenhöhlen von braun bis wieder grüne fruchtbare Flecken auftauchen. Wunderbar was die Natur hier geschaffen hat. KERAK mit seiner Kreuzritterfestung nehmen wir auch noch mit. Heute nächtigen wir auf dem so genannten Campingareal beim Forum Hotel in Petra! Das Abendessen (warmes Buffet) nahmen wir in diesem Hotel zu uns. Nach dieser langen Fahrt haben wir uns das verdient. Die Flasche Wein zum 5stern Preis gönnten wir uns aber trotzdem. Samstag 13.3. PETRA – WADI RUM 06:00 Uhr Tagwache. Heute müssen wir uns unbedingt beim aufgehenden Sonnenlicht Petra anschauen. Da man sich für den Weg in die Schlucht Pferde mieten kann, nahmen wir diese Gelegenheit war. Aber es waren lahme Gäule und die Führer ließen uns nicht allein reiten. Petra selbst ist sicher sehr schön und auch sehenswert. Es hat aber für uns durch die wirklich übertriebene Abzockerei der Guide’s und der anderen Führer bis zu den Pferdetreibern sehr viel an Glanz eingebüßt. Mittags sind wir dann abgereist und entlang den DESERT HIGHWAYS mit relativ viel LKW Verkehr in Richtung AQUABA gefahren. Im WADI RUM sind wir gegen 17:00 Uhr angekommen. Hier haben wir wieder in einem kleinen Resthouse gegessen. Die Athmosphäre in der Wüste war herrlich. Sonntag 14.3. WADI RUM – EILAT (Israel) Wir sind wieder sehr früh aufgestanden da wir den Sonnenaufgang in der Wüste miterleben wollten. Wir saßen auf der Terrasse des Resthouse bei Kaffee während die Sonne aufging. Wir freuten uns schon auf diesen Tag der uns wieder an unsere Reisen nach Libyen erinnern sollte. Wir mieteten einen JEEP mit Fahrer und ab ging es in die Wüste. Dieses Wadi ist ein wunderbares Wüstengebiet mit Bergen aus roten und gelbem Sandstein die teilweise von dem Sandstrahlgebläse sprich Wüstenwind ausgehöhlt wird. In so vielen Farben und Formen wie es nur die Natur zusammen bringt. Es war das zweite AKAKUS oder TIBESTI Gebiet(Libyen), einfach nur schön. Hier war Laurence von Arabien ebenfalls einige Zeit. Die Lust nach Wüste kam in uns wieder stark hoch. Mittags mussten wir uns aber von diesem Traum losreißen und Richtung Israelische Grenze aufbrechen. Gut dass wir noch nicht wussten was uns heute bevor stand. Wenn wir bisher immer dachten die arabischen Grenzübertritte wären das schlimmste, so haben wir uns gründlich, aber sehr gründlich getäuscht. Was die Israelis mit uns aufführten schlug alles bisher dagewesene bei weitem. Wir waren ca um 14:00 an der Grenze und bekamen gleich mal nach einer Stunde ein blaues Pickerl von der Security auf den Außenspiegel geklebt. Was der bedeutete wussten wir Gott sei Dank auch noch nicht, bekamen das aber dann nach wieder einer Stunde zu spüren. Diese jungen Israelis sind so was von überheblich und arrogant das muss man erlebt haben um es zu glauben. Nach einer intensiven Befragung woher, wohin, mit wem gesprochen, wo getankt, war ein Araber irgendwann in ihrem WOMO usw. usf., befahl man uns das Womo auszuräumen??? Ausräumen fragten wir? Natürlich komplett ausräumen sagte man uns in schroffem Ton. OK dachten wir legen wir halt etwas raus dann werden sie schon zufrieden sein, hatten wir gedacht. Alles raus, Besteck, Kleidung, einfach alles was nicht angeschraubt ist. Jeder WOMO Fahrer weiß dass man für so eine Reise fast den ganzen Wohnungsinhalt mit hat. Wir bekamen so eine Art Einkaufswägen in die wir alles tun mussten. Wir standen stundenlang in dieser mörderischen Hitze und räumten aus und räumten aus, bis zum Schluss wirklich die Kiste leer war. Das beste aber war, wir mussten sogar den Fäkalientank heraus nehmen und auf das Röntgenband legen. Ich konnte es mir vor lauter Zorn einfach nicht verkneifen den Schieber oben etwas zu öffnen damit es richtig herausstinkt. Bei der hin und her Schieberei spritzte es dann auch noch heraus. Ich freute mich wie ein Schneekönig als der Duft über diese Jungs hinwegzog und sie die Nase rümpften. Na ja, um die Geschichte abzukürzen, nach 7 (sieben) Stunden Grenzaufenthalt fast mitten in der Nacht kamen wir dann in Eilat auf unseren CP. Geschafft, voller Zorn, hungrig wie die Wölfe und wütend. Unsere Moral war am Boden angelangt und wir schimpften auf Israel was wir nur konnten [!!!] Montag 15.3. EILAT – Ruhetag Heute war bei uns Großputz uns auf- bzw. einräumen angesagt. Die Freunde gingen zum Meeresobservatorium und zum Schnorcheln. Da wir EILAT ja schon von unserem Segeltörn her kannten, nahmen wir uns einfach Zeit um den Frust loszuwerden. Abends gingen wir in ein nahe gelegenes Fischrestaurant zum Essen. Das beruhigte mich wieder etwas. Ich gestehe aber gerne der Wein hat schon auch was dazu beigetragen. ;-) Teil3 folgt: Hallo Rider!
Ein spannender Bericht - eine beneidenswerte Reise! Danke!! :klatschen: Eine Frage: wusstet immer schon im Voraus, bei welchem Hotel, oder Platz oder Campingplatz ihr sicher übernachten konntet? , Schnecke Jau
Super, habe auch Spass beim lesen Danke Schnecke u. Beduin, es freut mich wenn es jemand interessiert.
Zu deiner Frage Nachbarin. ;) Wir hatten Glück. Die Reise wurde von einem jungen Mann um die 30 geplant der da mit WOMO Gruppen öfter hinunter fahren wollte. Der fuhr diese Route vorher mal ab, erkundete die Übernachtungsmöglichkeiten usw. Aus politischen Gründen musste er das später allerdings lassen, da ja Israel(Palästinensergebiete wie das Westjordanland) kaum mehr zu bereisen sind. Es war 99 in diesen Gebieten schon manchmal etwas mulmig. Wir bekamen von ihm die Route, was man anschauen kann und die Tagesziele aufgeschrieben. Wir, Gruppe von einigen WOMO's, fuhren jeder für sich allein und am Abend traf man sich am vereinbarten Treffpunkt. Das war natürlich sehr komfortabel. Der Mann fuhr jeden Tag direkt vom Startort zum Tagesziel vor, war immer vor uns da und organisierte was notwendig war. Oder wenn mal etwas nicht ging, so wie z.B. in Aleppo, da suchten wir dann entweder mit Hilfe der Polizei oder mit sonstigen offiziellen etwas. (z.B. das Franziskanerkloster) Ich möchte dazu aber mal was Grundsätzliches für die Interessierten sagen. Man darf sich so eine Reise nicht vorstellen wie im überfüllten Mitteleuropa wo alles geregelt ist. In solchen Ländern gibt es keine Regeln wo man oder wo man nicht stehen darf. Man kann überall stehen wo man sich selbst wohl und sicher fühlt. Das ist überhaupt kein Problem. Auch die berühmte arabische Gastfreundschaft gibt es immer noch. Es wird jedem Fremden sofort und mit Freude geholfen. Man ist sogar stolz drauf Kontakt mit Fremden zu haben. Wir haben das in arabischen Ländern immer wieder erlebt. In Libyen z.B. bezahlte einmal ein Mann der gerade in einer Tankstelle am Rande der Sahara seinen Diesel bezahlte auch unseren gleich mit, obwohl wir nicht nur den Tank sondern auch noch 6(sechs) Reservekanister a 20lt angefüllt hatten. :D Wie schon an anderer Stelle mal bemerkt, ist unserer Erfahrung nach immer nur dort wo viele Menschen sind wie zB. in Großstädten oder Touristenzentren, am ehesten mit Problemen zu rechnen. Auf dem Land nie! Auch sind in arab. Ländern Hotels/Rasthäuser nicht nur zum Übernachten in Zimmern da wie bei uns, sondern das sind wirklich Rastäuser die für ALLE Reisenden da sind. Egal ob der mit dem Zelt oder Womo im Hof übernachten oder ein Zimmer will. Das ist wie früher mit den Karawansereien. Der Reisende bekommt Unterschlupf und zwar ganz selbstverständlich wie es gerade geht. Ich sage jetzt mal ganz bewusst etwas Provokantes. Europa ist Sch....e! ZU eng, ZU voll, ZU viele Regeln und ZU viel Streben nach Money. Das Menschliche ist schon lange auf der Strecke geblieben. Ich dachte schon oft ans abhauen, weil es überall schöner und freier ist als hier, schaffte es aber aus priv. Gründen nie. Aber da bin ich sicher nicht der Einzige unter uns Womo Menschen, oder? *schmunzel* thats it :mrgreen: LG Rider Ps: sorry, ich bin wie immer zu lange geworden. mea culpa :oops: absolut interessant....auch die Schlussfolgerung ist plausibel, aber mit solchen Reiseländern haben die wenigsten hier wohl Erfahrungen. Umso interessanter ist der Bericht, D A N K E dafür :!: hallo michael,
DAS was du sagst, ist aber mit ein grund für mich, diesen bericht zu schreiben. ich möchte damit gerne ängste gegenüber das nicht so geregelte und fremde, ungewisse, abbauen helfen. überall wo wir bisher hingekommen sind, wirklich überall, leben menschen wie du und ich und keine ungeheuer. wie erwähnt, überall sind die menschen friedlicher und hifsbereiter als hier bei uns. ok, es mag schon mal auf einer grenze verzögerungen oder problemchen mit übermotivierten offiziellen geben, aber das lässt sich mit ein wenig charme, bakschisch, mit einem verzeihenden lächeln oder kleinen geschenken IMMER regeln. es kostet nur etwas zeit, in der man aber ebenfalls immer wieder die menschen vor ort kennenlernen kann, auch die offiziellen. es rennt ja nichts davon. ich weiß schon, dass das für viele nicht so leicht zu verstehen ist, wir haben das auch erst lernen müssen, aber das beste, ich kann es wirklich nur empfehlen, ist einfach drauf los zu fahren!!! voraussetzung ist natürlich, dass man zeit hat. was kann schon groß passieren? wenn es gar nicht mehr weiter geht dreht man einfach um uns basta. dann war man aber auch dort und hat was erlebt! ist uns aber noch NIE passiert. wenn wir mal irgendwo ein problem hatten dann garantiert in europa!!! gruß rider :wink: Hallo Rider -
und wann startet ihr wieder??? Wohin??? Wenn ich könnte, wie ich es mir wünsche, würde ich gleich losfahren um ähnliche Erfahrungen zu machen, wie ihr sie gemacht habt.... Gut, dass du den Bericht noch geschrieben hast! :daumen2: Freue mich auf den nächsten Teil! Gibt es auch Bilder??? ( wenigsten ein paar :) , Schnecke hallo schneckerl *ffg* aber vielleicht verrate ich dir in einer PM mal warum ich das sagen darf ;)
wir sind z.zt. etwas flügellahm da mein weiberl wieder zeitweise arbeiten geht. also gehen sich leider nur reisen rund ums haus aus. bevorzugt südtirol, gardasee und im märz wenn wir vielleicht das neue womo bekommen wahrscheinlich in der gegend spreewald. fotos habe ich natürlich en masse, aber die einscannerei ist etwas mühseelig. wo könnte ich die am besten hinstellen? hier würden sie vermutlich zu viel platz wegnehmen, denn mit 2 oder 3 ist ja nicht gedient nehme ich mal an. LG rider vernünftige Größe vorausgesetzt, bekommst Du hier mit Deiner Upload Quota und dem Album locker um die 100 Fotos hochgeladen..........reicht das? :D verehrter boss! :D
da siehst du mal wie ich mich bemühe dein servervolumen nicht ZU sehr zu strapazieren. wird so viel rücksichtnahme denn auch belohnt? :razz: ähemmmm...ich bin schon froh wenn ich mit meinem intimfeind dem herrn scanner ein zehntel davon schaffe. aber dein befehl wird mir ein herzenswunsch sein. *g* welche größe würde denn der herr am besten finden? ich erfülle jeden wunsch, obwohl mir am liebsten wäre wenn ich sie nicht verkleinern müsste. das ist immer sooo umständlich für meine bescheidenen kenntnisse. gott zum gruße edler meister, meinen :respekt: rider ;-) Hallo Rider,
super, klasse Bericht. Danke das du die für uns sovile Mühe gemacht hast. Ich kann deine Reisebeschreibung von Jordanien sehr gut nachempfinden. Ich habe im Jahr 2000, geschäftlich und mit einem PKW und Fahrer, fast dieselbe Route gemacht. Es war einfach Toll. Warum bist du zum baden nicht Akaba geblieben? Ist mit sicherheit genauso schön wie Isreal und du hast nicht den Stree mit dr Grenze. Wir haben auf unserer Businesstour 4 Tage in Akaba verbracht, baden, faulenzen, usw., war einfach Klasse. Die Araber sind soetwas von hilfsbereit und gastfreundlich. Deinen letzten Worten kann ich nur zustimmen. Wo hin entwickeln wir uns nur??? Klaus rider,
verkleinern ist nicht umständlich - schau mal hier in der Suche, irgendwo gibt es dazu ein Thema - u.a. mit der Empfehlung eines Tools, welche alle Bilder auf einmal verkleinert.......... So und nun der Hinweis, Rider hat einen ganzen Stapel von super Fotos in sein Album gestellt. Ich kann euch nur empfehlen: angucken :!:
Wolf lieber wolf,
danke für den tipp mit der software und die nette bemerkung. es war wirklich eine schweinearbeit. aber ich habe sie gerne gemacht, erstens weil ich sonst eh nur schnee schaufeln hätte müssen :wink: und zweitens ist es eine freude wenn man jemand der daran interessiert ist, eine kleine freude machen kann. schneckerl hat mich so lieb darum gebeten, dass ich einfach schwach werden musste. es war aber auch für mich toll, da die ganzen erinnerungen wieder hoch kamen und ich die reise noch einmal gefahren bin. ich war heute wirklich in der türkei, syrien, jordanien und israel. gibt es einen schöneren lohn? danke und liebe grüße aus dem tief verschneiten tirol rider ps. der dritte und letzte teil ist fast fertig und morgen im netz. *freu* Hallo Rider,
toll, Dein Reisebericht; ich freue mich besonders auf Teil 3, der ja wohl insbesondere Israel beinhalten wird. Ich freue mich deshalb so sehr, weil ich selbst 2 x da war und Israel als etwas wirklich "Besonderes" kennengelernt habe (außer den Einreiseformalitäten - die sind wirklich nichts "Besonderes" :D , da gebe ich Dir recht. Da musst Du mal alleine als Frau ein- und vor allem ausreisen - da kommst Du Dir vor wie ein Schwerverbrecher :eek: ) Bei Deinen Bildern kommen viele Erinnerungen auf (könntest Du vielleicht noch welche reinstellen? :) ). Wenn Du das für's Schneckerl machst, kannst Du auch noch ein paar für mich reinstellen :D :D . LG Solveig Hallo Rider!
:daumen2: :daumen2: So viel Arbeit hat sich gelohnt :top: zwar sollte ich für heute ich PC endlich schließen - aber den Genuss deines Albums musste ich mir noch leisten. Super ! DANKE! aus Bayern! Schnecke liebe solveig,
bei 48 fotos ist auch bestimmt für dich was passendes dabei, da bin ich mir sicher. ich vergess doch keine frau. :D nur mit brat pitt kann ich leider nicht dienen. außerdem befindest du dich hier in einem WOMO forum. :wink: mir ist nur irgendein fehler in der reihenfolge passiert, du musst unter den fotos nicht auf WEITER klicken sondern ZURÜCK, dann stimmt auch die richtung der reise, sorry. gruß rider Traumhafter Reisebericht, Rider !!!
Deine Einstellungen gegenüber den Europäern kann ich sehr gut nachvollziehen und unterstreichen, da ich selbst beruflich 3 Monate in Saudi-Arabien und insgesamt 11 Mal in der Türkei war. Die Gastfreundschaft dort ist nicht zu überbieten. So ist es einfach ein Erlebnis, wenn man z. B. von wildfremden, bettelarmen Leuten zum Essen eingeladen wird und dort vom Fussboden!!!, gegessen hat. Im darauffolgenden Jahr haben wir uns dann beim Hausherrn mit Tomatensamen und Kaffee aus Deutschland dafür bedankt. Das letzte Mal dieses Jahr im April war ich jedoch etwas entäuscht von der immer größer werdenden Abzockerei in der Türkei. Die Reise, die Du gemacht hast, wäre eigentlich mein Traum: ein echtes Abenteuer. Doch hierfür fehlt mir erstens der Mut und zweitens die Ausrüstung. Doch Ostanatolien werde ich irgendwann noch wagen. Uli REISEBERICHT: Türkei-Syrien-Jordanien-Israel, Ende Februar bis Anfang April 1999
Teil 3 und ENDE Dienstag 16.3.99: 66 KM EILAT (am Roten Meer) – TIMNA NATIONALPARK Da wir heute nur ca. 30 KM vor uns haben lassen wir uns Zeit und gehen es ruhig an. Der Timna Park ist für seine alten Kupferminen aus der Bronzezeit bekannt. Die „Stollen“ sind so niedrig, dass die armen Menschen kriechend gearbeitet haben müssen. Es ist sehr interessant sich das anzusehen, außerdem ist es eine sehr schöne Gegend. Da der CP mit Jugendlichen belegt war suchten wir uns einen anderen Platz zum übernachten. Wir fanden dann auch schnell ein tolles Plätzchen am Fuße der „Salomon Säulen“ und am „Hathor Tempel“. Mittwoch 17.3.: 304 KM Timna Park – Ein Gedi Da auch diese Etappe recht kurz war und die Gegend am Toten Meer entlang eher eintönig ist, blinkten wir links und ab ging’s in die Negev Wüste. Es ist eigentlich wie immer sonnig, heiß aber klar. Leider ist diese Wüste nicht so einsam wie z.B. die Sahara. Es gehen die neuesten asphaltierten Straßen kreuz und quer durch. Auch Stromleitungen sieht man überall. Es wurde uns aber schnell klar warum das so ist. Es ist natürlich Militärgebiet wie alles in Israel. Die Kibuzzim müssen ja gebaut, versorgt und auch bewacht werden. Am Kraterrand eines riesigen erloschenen Vulkans gab es einen richtigen Touristenauflauf. Vermutlich waren Ferien. Nach der Mittagsrast ging es wieder Richtung Totes Meer zurück. Wir fuhren an den Hotels von Ein Bogeg vorbei in denen sich die Touristen von den verschiedenen Hautkrankheiten im Salz“säure“wasser ;-) heilen ließen. Mir kam ein Tropfen auf die Zunge und ich glaubte sie brennt mir ein Loch rein. Man kann nicht mal schwimmen so stark ist der Auftrieb. An MASSADA, das der Israelischen Bundeshymne den Namen gab, fuhren wir vorbei da wir schon beim ersten Besuch in Israel auf dem Berg waren. Wir übernachteten beim Ferienzentrum Ein Gedi auf dem ruhigen Parkplatz. Donnerstag 18.3.99: 170 KM EIN GEDI – HA’ON am See Genezareth Bevor wir EIN GEDI verlassen machen wir noch eine Wanderung zu einem Wasserfall den es angeblich in einem nahen Wadi geben soll. Wir konnten es uns in dieser staubtrockenen und heißen Wüstengegend nicht vorstellen. Aber wir kamen nach einiger Zeit aus dem Staunen nicht heraus. Es wurde immer grüner, man merkte schon, dass es in der Nähe Wasser geben muss. Als wir aber dann einen richtigen Wasserfall mit dem dazugehörigen Becken sahen gab es kein Halten mehr. Hosen runter und ab ins kühle herrliche Nass. Unsere Damen beneideten uns, aber selber Schuld wer so verklemmt ist. *g*. Sogar Steinböcke wanderten furchtlos umher. Tarzan hätte seine Freude daran gehabt. Wir wanderten noch bis zum Gipfel und dann zog es uns aber wieder zu unseren WOMO’S, schließlich sind wir nicht auf Urlaub. ;-) Dann fuhren wir nach QUMRAN, dem berühmten Fundort der alten Schriftrollen. Was waren wir aber enttäuscht als wir sahen was in der Zwischenzeit dort entstanden ist. Ein Riesensouvenirshop und BUSSE…BUSSE…BUSSE !!!!! Wir hatten das damals ganz allein für uns und durften sogar bis zu DER Fundhöhle wandern. Aber so ist es eigentlich überall, wo wir schon mal waren. Die Zeit bleibt leider nicht stehen. Am See Genezareth haben wir einen netten CP direkt am See gefunden wo wir 3 WOMO’S ganz allein standen. Es geht ein sehr warmer Wind. Vor dem Womo hat es um 20:00 Uhr noch 29 Grad. Um 22:00 machten wir noch einen „Schwumm“ im kühlen See und alberten glücklich und zufrieden herum. Freitag 19.3.: 104 KM RUND UM DEN SEE GENEZARETH Diese Rundfahrt war natürlich Pflicht, schließlich wollten wir doch auf den Spuren unserer Religion wandeln. Auch wenn man nicht gerade sehr katholisch ist, beschleicht einen ein sonderbares Gefühl. Die Schule hat scheinbar ihre Wirkung nicht verfehlt. Endlich bekamen wir heute unsere ersten FALAFEL zu essen. Sie schmeckten vorzüglich. In KAPERNAUN schlenderten wir ein wenig herum, dann besuchten wir noch TIBERIAS und zurück an unser Platzerl am See. Jesus Geburtsstadt CAPERNAUM lag auch noch am Weg. Irgendwie macht sich aber eine eigenartige Stimmung breit. Sind wir nun doch schon 4 Wochen fast pausenlos unterwegs und ein gewisser Verschleiß machte sich bemerkbar. Die Aufnahmefähigkeit ließ auch nach. Na ja, was soll’s nehmen wir es halt gemütlicher. Am Abend als Belohnung wieder ein Glas Wein und die Welt sieht gleich rosiger aus. Samstag 20.3. : 124 KM HA’ON – HORSHAT TAL (Golan) Da ich doch ein politisch interessierter Mensch bin, musste ich natürlich auf die GOLAN HÖHEN. Über Nacht hat es zugezogen und es wurde merklich kühler. Vom See geht es sofort aufwärts auf die Höhen. Die für die Juden so wichtige Ausgrabung GAMLA ließen wir aus und sahen uns dafür KATSRIN und das nette TALMUT-Museumsdorf an. Plötzlich hören wir Donner und schon ging es los. Es war ein beeindruckendes Gewitter und es goss in Strömen. Wir fuhren noch der Golan Grenze zu Syrien durch einige drusische alte Dörfer entlang. Das Wetter ist aber so miserabel, dass wir eine geplante Wanderung auslassen und uns auf die Suche nach einem schönen Wasser geschützten Stellplatz machen. Ein CP hat noch geschlossen, aber gleich in der Nähe fanden wir dann UNSER Platzerl, an dem wir uns wohl fühlten. Sonntag 21.3.: 114 KM HORSHAT TAL – ROSH HA NIKRA Da es immer noch regnet beschließen wir aus den Bergen Richtung ZEFAT zu fahren. Diese Stadt interessiert uns, da sie sehr streng jüdisch ist. Aber es war so trostlos, dass wir nicht mal stehen blieben. Der Regen peitschte immer noch wie wild und so landeten wir wieder mal in einem netten Beisl und taten uns wieder an FALAFEL gütlich. Je näher wir dem Mittelmeer kamen umso mehr ließ der Regen nach. Der Wind pfiff zwar immer noch aber es war wenigstens trocken. Der Libanesischen Grenze entlang ging es nach ROSH HA NIKRA. Wir tranken noch den obligaten Nachmittagskaffee und fuhren mit einer Seilbahn zu den Höhlen HINAB [!!!] Ja richtig gelesen, es ging hinab in das Reich Poseidons. Das Meer spülte die Kreidefelsen im Laufe der Geschichte aus und das Wasser schoss durch die Gänge mit einem Getöse wie wenn 10 Düsenjäger gleichzeitig starten würden. Der Wind blies sicher mit Stärke 7 und das Wasser spritzte fast bis zur Bergstation. Aber es wurde uns doch wieder mal warm ums Herz. UNSER Mittelmeer hat uns wieder und als wir so auf das Meer hinaus schauten dachten wir mit Wehmut und auch leichtem Schauer am Rücken an unsere Segeltour von Zypern nach Tel Aviv und das Libanesische Aufklärungsflugzeug das uns damals um 05:00 Uhr morgens abfangen wollte. In einigen KM Entfernung fanden wir dann in einem Eukalyptuswald am Rande der Dünen einen wunderschönen Platz. Mit „Tiroler Käsnudeln“ und dem obligaten Glas Wein ließen wir den ereignisreichen Tag ausklingen. Montag 22.3.: 108 KM ROSH HA NIKRA – MEGIDDO Wir haben herrlich geschlafen, die Sonne scheint uns ins Gesicht und die Lebensgeister machten Luftsprünge. Nach einem Dünenspaziergang zogen wir weiter. An einer Tankstelle füllten wir wieder unseren Wassertank auf, Luft in den Reifen wurde kontrolliert und auch der Dieseltank bekam sein Futter. Das Mädel an der Tanke war supernett, lieb und hilfsbereit. Wir bekamen sogar noch einen KAFFEE „for the road“. Ein Einheimischer wollte wieder mal in das WOMO schauen, wie schon so oft. So was kennt man auf der politischen „Insel“ Israel überhaupt nicht, die Leute staunen überall wo wir hinkommen. Wir kommen nach AKKO das eine sehr nette Hafenstadt mit einer sehenswerten Altstadt ist. Wir spazieren durch den Markt eigentlich müsste ich ja Basar sagen, da die Altstadt ein sehr arabisches Flair hat. Die Marina war eher ungeschützt so dass die Schiffe ganz schön im Wasser herumschaukelten. Wir haben uns natürlich frischen Fisch zugelegt und ich freute mich schon auf das abendliche Mahl. Dann fuhren wir über Regionalstraßen nach NAZARETH. Was wir dort sahen erschreckte uns echt. Zerschossene alte Häuser, dreckig, trostlos, ungemütlich mit böse dreinblickenden Menschen. Wir fuhren so schnell wir konnten durch dieses Chaos. Als wir in den Nationalpark MEGIDDO kamen stellten wir uns auf einen Busparkplatz grillten unseren Fisch und stiegen irgendwie enttäuscht in die Heia. Dienstag 23.3.: 178 KM MEGIDDO – JERUSALEM Morgens war es wieder total bewölkt und regnerisch. Wir starteten Richtung Jerusalem wollten aber über das Westjordanland über Jericho fahren, „da ich ja politisch interessiert bin“. ;-) Allerdings, als ich die trostlosen Plastikzeltstädte der Palästinenser sah, verging mir das Interesse bald. Trostlos kann ich nur sagen wie armselig diese Menschen hausen müssen. Dass dort Terroristen geboren werden wundert mich seither wirklich nicht mehr. Durch JERICHO fuhren wir ebenfalls nur durch ohne stehen zu bleiben. Erstens kannten wir es schon und zweitens waren da wieder diese feindseligen Blicke. An der Strasse stand aber dann noch so ein sauber aussehendes Teehaus(Container) mit zwei freundlich lachenden jungen Palästinensern, so dass wir einfach das Gefühl hatten wir sollten die ein paar Cent verdienen lassen. Es war dann auch sehr nett und das Gespräch sehr aufschlussreich. Von Jericho fuhren wir dann wieder querfeldein in das WADI KELT. Dort gab es an den Felswänden klebend das griech.-orthodoxe St. Georgskloster das wir uns unbedingt ansehen wollten. Der „Chef“ des Hauses führte uns überall herum und wir ließen natürlich auch eine Spende zurück nach dem er uns seinen Segen für die weitere Reise gegeben hatte. Der wirkte auch, da wir nur mit einem kleinen Schnitzer direkt bis ans ZIONSTOR in der Altstadt kamen. Wir wollten hier am Parkplatz, trotzdem es laut ist, eine Nacht verbringen, da das natürlich DER Superausgangspunkt für die morgige Altstadtbesichtigung war. Mittwoch 24.3. : 10 KM JERUSALEM Es war aber trotzdem eine angenehm ruhige Nacht direkt an der Altstadtmauer. Über die VIA DOLOROSA der Kreuzweg von CHRISTUS, das armenische Viertel, dem arabischen Viertel wo es auch böse Blicke gab, bis zur Klagemauer, Felsendom sahen wir uns alles an. Bei einem arabischen „Grabräuber“ erstanden wir dann in einer finsteren Ecke einen wunderschön geformten kleinen Krug aus Ton, den man eigentlich gar nicht beschreiben kann. Er ist nur ca. 8 cm hoch aber eine Form die einfach sagenhaft schön ist. DEN musste ich einfach haben. Anschließend fuhren wir aber zu unserem heutigen Platz (Treffpunkt) dem RAMAT RACHEL HOTEL CAMPING. Das WOMO und wir mussten einfach wieder mal auf Vordermann gebracht werden. Das machten wir dann auch. Es war auch für uns endlich wieder eine richtige Hoteldusche gefragt. Freunde kamen dann auch noch auf ein Flascherl Vino Rosso vorbei und man beredete natürlich was jeder seit dem letzten Treffen so erlebt und gesehen hat. Donnerstag 25.3.: 27 KM JERUSALEM Es ist bewölkt heute und windig. Wir fuhren nach einem ausgiebigen Frühstück in die Neustadt und wie könnte es anders sein, selbstverständlich nach YAD VACHEM. Die Anlage war allerdings nicht so beeindruckend wie erwartet. Eher bescheiden, wie es sich für eine Gedenkstätte dieses Ausmaßes eigentlich ja auch geziemt. Dann sahen wir uns noch das Israel Museum, das einen eigenen Pavillon für QUMRAN hat und einen Teil des Archäologischen Museums an. Dafür bräuchte man aber einen eigenen ganzen Tag. Dann ging es zur KNESSET das Parlament Israels. Wir kamen gerade recht zu einer Führung. Im Festsaal hingen sehr schöne Chagall Gobelins und man sah tolle moderne Mosaike. Draußen ist es inzwischen noch regnerischer und kühl geworden. Man merkt einfach dass man nicht auf Meereshöhe ist. Am Abend gab es im Hotel ein ganz tolles Buffet und ich schlug aus Herzenslust zu, es war ja auch teuer genug. ;-) Freitag 26.3.: 133 KM JERUSALEM - CAESAREA Die letzten zwei Tage bevor wir auf die Fähre gehen wollten wir noch geruhsam ausklingen lassen. Die Hoteldusche musste natürlich noch einmal gehörig genutzt werden und gegen 10:00 Uhr starteten wir Richtung TEL AVIV. Mit einem Einkaufsstopp haben wir die 50 km Autobahn bald hinter uns. Den geplanten Abstecher in das alte JAFFA ließen wir wegen der ständigen Staus in Richtung Hauptstadt ausfallen. Wir wollten es eigentlich nur unseren Freunden zeigen, aber die waren unter diesen Umständen auch dafür. Wir fuhren durch bis NATANYA. Das ist eine sympathische quirlige Stadt am Mittelmeer mit hübschen Fußgängerzonen. Nach einem ausgiebigen Stadtbummel, Falafel und Kaffee ging es am Nachmittag nach CAESAREA. Dort fanden wir wieder einen ganz tollen Übernachtungsplatz direkt am Meer bei den Ausgrabungen die total unbewacht waren. Diese sahen wir uns natürlich in Ruhe ungestört an und wir fanden im „Schutt“ auch einige kleinere Fundstücke. Wie wir heute bei einem Anruf der Fährgesellschaft erfahren, hat die Fähre einen Tag Verspätung. Leider gab es dabei auch eine schlechte Nachricht, denn sie hatte entgegen den Aussagen des Unternehmens auch kein Camping an Bord. Na ja, da waren wir schon etwas verärgert aber was soll’s, es ist nicht zu ändern. Samstag 27.3. CAESAREA Ein herrlich sonniger Tag begann wieder um die Ruinen am Meer genauer zu besichtigen. Die „Funde“ vom Vortag ließen in uns eine kleine Goldgräberstimmung aufkommen. In diesem „Schutt“ der Ausgrabungen lag immer wieder etwas das uns „gierig“ werden ließ. Einmal war es ein Stück antikes Glas (Byzantinisch vermutlich) dann wieder ein Tonscherben der vielleicht einmal zu einem Krug gehört hat usw. Auch eine korrodierte alte Münze stach mir ins Auge. Am Nachmittag tauchten auch andere Freunde wieder auf uns es gab ein nettes Treffen mit Plausch, Kaffee und Wein und Geschichten erzählen das bis 22:00 Uhr dauerte. Alle haben irgendwie mit der Reise schon abgeschlossen, in den Köpfen rief schon der heimatliche Herd. Sonntag 28.3.: 114 KM CAESAREA – HAIFA Der Tag begann irgendwie nicht so wie er sein sollte. Ich war nicht gut drauf, das Wetter wurde auch schlechter usw. Es macht mich manchmal etwas unruhig wenn es nicht nach Plan läuft. Jetzt mussten wir sozusagen einen zusätzlichen Tag „vertrödeln“. Das klingt zwar lächerlich aber nach 5 Wochen ist man doch nicht mehr so frisch und geistig beweglich wie zu Beginn einer Reise. Wir fuhren dann einfach in die KARMEL Berge um uns in der Weingegend Israels etwas umzusehen. Da entdeckten wir einen Weinkeller der Firma ROTHSCHILD. Dem statteten wir natürlich einen Besuch ab. Es war auch ganz interessant und wir verkosteten auch einige Tröpfchen des edlen Saftes. Wir kauften natürlich auch einige Fläschchen als Souvenir für unsere Lieben zu Hause und natürlich auch für uns. Auf dem Rückweg fuhren wir über Haifa nach ATLIT wo wir direkt am Strand stehen. Der Landwind pfeift um unser WOMO aber er ist warm und wir können am Abend wieder draußen sitzen. Montag 29.3.: 33 KM HAIFA Nachdem es in der Nacht regnete ist es am Morgen schwül. Um 09:00 Uhr fahren wir nach HAIFA und besichtigen die Stadt und die bekannten Gärten der BAHAI Religion oder Sekte, wie immer man es nennen will. Diese Gärten sind eine Augenweide. So was von einer gepflegten riesigen Anlage direkt in der Stadt am steilen Hang habe ich noch nie gesehen. Da lag kein Blättchen irgendwo am Boden alles schnurgerade, kein Halm eines Unkrauts war zu sehen. Aber es ist ja auch kein Wunder, da die Jünger dieser „Religion“ alles angeblich kostenlos und freiwillig machen. Es waren auch überall junge Leute am Zupfen und kehren und ordnen. Nach dieser Augenpflege zog es uns Richtung Hafen, Richtung Fähre….mit einem Wort Richtung Heimat. Wir trafen dort auch so nach und nach unsere Freunde und allen ging es gleich. Die Stimmung war nicht mehr so fröhlich wie sonst. Das aufgezwungene Herumbummeln und den Tag verbringen war nicht so toll. Der Hafen war angeblich bestreikt worden, wie wir erfuhren aber um 22:00 Uhr soll es tatsächlich losgehen. Wir wären alle froh endlich Richtung Heimat auf See zu sein. Dienstag/Mittwoch 30./31.3. AUF SEE Das Wetter war sehr wechselhaft, das Schiff zwar nicht das Neueste aber die Kabinen doch geräumig. Der erste Zwischenstopp war dann auf Zypern im Hafen von LIMASSOL wo wir uns natürlich auch wieder gerne an unsere eigene Landung auf dieser Insel erinnerten. Wir lagen damals auch im Außenhafen der großen Schiffe in einem ruhigen Eck nur für eine Nacht, wo wir uns die Einreisformalitäten die in Zypern auch eher nervig sind erspart haben. Wir machten einen kleinen Landspaziergang um uns die Beine etwas zu vertreten. Der nächste Stopp war in RHODOS. Leider hat es da so geschüttet, dass wir den Hafenbereich nicht verließen und uns auch nur die Beine etwas vertraten. Donnerstag 1.4.99 Ankunft in PIRÄUS/ATHEN – PATRAS Bei Ankunft Sonnenschein und wir freuten uns schon wieder auf die Fahrt durch den PELOPONNES. Wieder einmal vorbei an grünen Wiesen, Bäumen, blühenden Sträuchern, im Hintergrund die noch schneebedeckten Berge und das türkisblaue Meer als Kontrast. Von PATRAS ging es dann mit der Minoan Lines nach VENEDIG. Die Aretousa war wieder mit Camping an Bord. Das Schiff ist ausgestattet wie ein Luxusliner und war erst 1 Jahr alt mit allen Annehmlichkeiten. Die Nacht im WOMO ist aber trotzdem angenehmer als in einem Luxusbett. ;-) Freitag 2.4.99 AUF SEE Das Schiff war so groß, dass man sich auf den 7 (sieben) Decks fast verlaufen konnte. Aber wir sind ja geeicht und fanden unsere Hütte immer wieder. SO liebe Leute das war die Geschichte unserer ganz tollen und wunderbaren Reise in den Orient auf eigenen Rädern. Wir können nur jedem Abenteuerlustigen empfehlen einfach drauflos zu fahren. Es gibt so viel zu entdecken und zu erkunden und zu erleben, das vergisst man NIE mehr. Das sind Erinnerungen, vielleicht gelang es mir ein wenig die Freude am erlebten rüber zu bringen, die einem niemand mehr nehmen kann! Danke, dass du so viel Interesse und Geduld hattest bis hierher durchzuhalten und zu Ende zu lesen. Die Fotos zu diesem Bericht sind im „wohnmobilforum.de“ Album von RIDER zu finden. Vom ersten vergrößerten Bild bitte ZURÜCK klicken da mir ein Fehler unterlaufen ist den ich nicht mehr korrigieren kann und will. *g* Immer eine gute Fahrt mit einer zufriedenen und glücklichen Heimkehr wünscht Armin the Rider mit seiner weltbesten Copilotin Christine. Hallo Christine und Armin,
vielen Dank für den tollen Bericht.Welche Fremdsprachkentnisse waren für Eure Tour notwendig? MfG Volker *Seufz* war das schön hallo groovy,
also ich spreche echtes tirolerisch, anständiges deutsch kann man von einem westösi wirklich nicht verlangen. ;) ich bin bei uns der mann fürs grobe, sprich technik und fahren zuständig. mein weiberl ist für die intelli zuständig und wir kommen mit ihrem deutsch, franz. und englisch überall durch. aber im ernst, mit engl. kommt man überall weiter. arabisch kann man nun wirklich nicht verlangen und ist auch nicht notwendig. Allah as'salimak (gott schütze dich) *g* rider :D Danke Ryder
MfG Volker hallo uli/plaggehu,
was lese ich da von dir? MUT? zu was brauchst du da mut? mut brauchst du bei uns um eine straße zu überqueren aber doch nicht für so eine reise!!! da tut dir kein mensch was. da musst du eher aufpassen dass dir keiner was schenkt. das weißt du doch selber. was man natürlich im moment nicht machen kann das sind sicher die palästinensergebiete wie der gaza streifen etc. AUSRÜSTUNG? was meinst du denn da? so wie deine kiste vor der türe steht, das reicht vollkommen, wenn alles in ordnung ist. wir haben keinen euro für spezielle ausrüstung ausgegeben. straßenkarten, reifen mit genug profil und ein lächeln im gesicht reicht vollauf. wenn du in die osttürkei fährst ist das nicht anders. das einzige was ich für notfälle empfehlen würde wäre: ein paar kugelschreiber, gasfeuerzeuge, ein paar süßigkeiten für kinder von hilfsbereiten menschen, aber bitte ja nicht nur so zum verteilen auf der straße! einfach nur zum DANKE sagen. sonst haben wir dort auch marokkanische verhältnisse, daran sind wir nämlich selber schuld. danke fürs kompliment. LG rider :oops:
Hallo Rider, ich denke schon, dass man für eine solche Reise etwas Mut braucht. Zumindest in heutigen Zeiten, wo der Iran Israel den Krieg erklärt und es im ja doch nicht so weit entfernten Irak auch nicht gerade ruhig zugeht, weil dort ein wildgewordener Cowboy wütet. Ich hoffe aber trotzdem, dass auch ich es irgendwann wage, diese Tour zu fahren. Ich würde dann evtl. aber noch weiter fahren über Nordafrika und rüber nach Portugal. So 3 Monate sollte man dann allerdings wohl dafür einplanen, um nicht in Stress zu geraten, den ich im Urlaub nicht brauchen kann. Mit Ausrüstung meinte ich eigentlich im wesentlichen einen Allradantrieb, der einen sicher etwas unabhängiger macht und einen in die wirklich entlegenen Ecken kommen lässt. Ansonsten gebe ich Dir völlig Recht, dass man auch im Problemfall nicht verloren ist. Die Araber handhaben es sicher so wie die Türken, die dir glatt aus einem Kotflügel einen Auspuff machen oder umgedreht. :D wobei die Türken vielleicht noch etwas fleissiger sind als die Araber. Wie auch immer. Nochmals ein Riesenkompliment an Dich für den Bericht, der mich wieder einmal in meinem Vorhaben bestärkt. Ich werde mir gleich einmal die Bilder anschauen. Bis bald und schönen Abend noch ! Uli |
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