sebixvi am 28 Aug 2014 12:32:02 Hallo zusammen, wie bereits im anderen Thread "Aufbaunummer Challenger" erwähnt, beschäftigt mich derzeit ein bißchen Wasser im Alkoven. Bisher habe ich links die Kantenleisten entfernt, darunter sah alles ganz gut aus. Inzwischen habe ich die obere Leiste am Dach, die den Anschluss des Alkovenblechs dichten soll, entfernt. Hier hatte jemand mit weißem Sikaflex nachgearbeitet, dieses war aber ziemlich spröde und ist natürlich den Bewegungen an dieser Stelle nicht gewachsen. Beim Ausdrehen sind rechtsseitig zwei Schrauben ca. 1cm unter der Oberfläche gebrochen, hier ist also in jedem FAll Wasser drin. Die Frage ist, wie weit soll man öffnen, um nachzusehen bzw. eine Trocknung zu ermöglichen? Das Mobil steht in einer trockenen Halle. Ich habe die Kantenleisten entfernt unt jetzt erst einmal links den Rahmen des ALkovenfensters abgebaut, um möglichst viel Luft an das feuche Holz zu bringen. Ich habe mal ein paar Bilder eingestellt:  Hier sieht man die Innenansicht - auf der man nichts sieht, allerdings die Feuchtigkeit durch weiche Stellen an den Kanten fühlen kann. Die Messwerte des TFA Dostmann - Messgerätes habe ich mal dazu geschrieben. Offenbar ist die obere Ecke "nass".  Hier ist die obere Leiste entfernt und das lose aufliegende GFK des Daches zurückgeklappt. Das Dach hat jedenfalls nichts nennenswertes abbekommen. Auf dieser Seite waren die Befestigungsschrauben der Leiste fest, keine ist beim Ausdrehen gebrochen. Die Köpfe waren nur minimal verrostet. Die andere Seite kommt bei Gelegenheit dran - hier kann ich das GFK nicht zurückklappen, weil ich die Kantenleiste recht noch nicht entfernt habe. Eins nach dem anderen...  Nochmal eine Nahaufnahme dieser Ecke von oben. Man kann für meine Begriffe erkennen, dass die Querleiste jedenfalls nicht verrottet ist.  Das ist die untere Kante des Alkovens. Mich wundert, dass offenbar innen direkt unter dem GFK noch eine Holzplatte sitzt. Jedenfalls ist die zwar ein bißchen feucht, aber nicht gammelig.  Nochmal die Unterkante des Alkovens, etwas weiter vorne. Hier sieht es so aus, als wenn im vorderen Bereich Kunststoff eingetzt ist. Kann das jemand bestätigen? Jetzt stellt sich mir die Frage, wie weiter: soll ich zur Begutachtung noch weitere Stellen öffnen? So weit konnte ich ohne Beschädigungen freilegen, ab jetzt würde weiteres Freilegen bedeuten, innen die Dekorplatten zu entfernen. Das möchte ich nach Möglichkeit vermeiden. Kann ich, wenn die bisher sichtbaren Hölzer zwar teilweise feucht, aber allesamt nicht vergammelt sind, davon ausgehen, dass ich den Wassereinbruch noch in einem frühen Stadium entdeckt habe und daher kein nennenswerter Schaden entstanden ist? Reichen die bisherigen Öffnungen aus, um ein Trocknen zu ermöglichen? Ich bin für jegliche Hinweise dankbar! Viele , Sebastian PS: Kann mir jemand Tipps zur Demontage der Fender geben? Man sieht oben und unten eine Schraube, dazwischen drei oder vier Nieten. Muss ich die Nieten ausbohren, oder reicht es, die Schrauben zu lösen und dann den Fender abzuziehen?
selbstschrauber am 28 Aug 2014 14:24:52 sebixvi hat geschrieben:Hallo zusammen,
Kann ich, wenn die bisher sichtbaren Hölzer zwar teilweise feucht, aber allesamt nicht vergammelt sind, davon ausgehen, dass ich den Wassereinbruch noch in einem frühen Stadium entdeckt habe und daher kein nennenswerter Schaden entstanden ist?
Für mich sieht das absolut harmlos aus, im Sinne von: rechtzeitig entdeckt. Ich würde es - soweit ihr diese Saison nicht mehr los wollt- so offen lassen und danach wieder abdichten ohne weitere Zerlegungen. Halt die Feuchtigkeitswerte beobachten. Just my 2cents. Turbokurtla und andere Experten können das sicher besser beurteilen. LG Selbstschrauber
sebixvi am 29 Aug 2014 09:31:51 Hallo Selbstschrauber,
danke für Deine Einschätzung.
Meine Messung heute morgen ergab leicht gesunkene Werte (in der Ecke z.B. 95 statt 99), dass kann aber natürlich auch die normale Messungenauigkeit sein. Ich werde das Auto jetzt erstmal offen stehen lassen und die Werte weiter im Auge behalten. Weiter öffnen werde ich erstmal nicht.
Auf der rechten Seite habe ich zunächst die Polsterplatte (hier ist kein Fenster im Alkoven, sondern eine mit blauem Polsterstoff bezogene Platte angeschraubt) abgenommen, um vernünftig messen zu können. Hier sind die Werte an der Decke und an der Seite wesentlich niedriger (allesamt im 40er-Bereich), allerdings gibt es am Boden Werte von >80 in einem Bereich bis ca. 10cm vom Rand. Da sollte ich aber mit Entfernen der äußeren Kantenleiste am Alkoven genügend Luft dran bringen, um das langsam trocknen zu lassen.
Bei den Fendern werde ich wohl um ein Ausbohren der Nieten nicht herum kommen: ich habe die Schrauben oben und unten entfernt und die durchgehende Sika-Naht mit dem Cuttermesser durchgeschnitten. Jetzt kann ich den Fender zwar vorsichtig von der Seitenwand abheben, aber nicht nach vorn schieben. Offenbar ist er tatsächlich mit den sichtbaren Nieten an das Blech der Fahrerhauskabine genietet. Wer weiß, warum die hier keine Blechschrauben verwendet haben....
Viele , Sebastian
sebixvi am 31 Aug 2014 14:17:53 Hallo,
zum Abbau der Fender kann ich inzwischen folgendes berichten:
- die beiden Schrauben (ganz oben und ganz unten seitlich) abschrauben, die Nieten ausbohren (geht mit einem 6er Bohrer und einem Akkuschrauber ohne Probleme, das Material ist sehr weich).
- mit einem Cutter die Sika-Nähte rundherum aufschneiden
- dann lässt sich der Fender sowohl am Fahrerhaus als auch von der Kabine seitlich abspreizen, aber noch nicht entfernen.
Grund sind zwei Leisten, die mit einer Art Nut-Feder-Halterung den Fender halten. Dazu sind die Leisten ineinander geschoben, eine ist am Fender mit Sika angeklebt, die andere an der Seitenwand festgeschraubt. Wenn man den Fender nun nach vorne schiebt, sollte sich die Verbindung lösen.
Das hat bei mir nicht geklappt, ich habe daher mit einem Spachtel die Sika-Naht zwischen Fender und Leiste Stück für Stück gelöst. Als ich die Leise fast entfernt hatte, ging die Verbindung der beiden Leisten - wie eigentlich geplant - dann doch auseinander und ich konnte den Fender nach vorn abziehen...
Dafür geht die Trocknung des Alkovens nur sehr langsam vonstatten :-( Eigentlich wollten wir in den Herbstferien (mitte Oktober) nochmal los. Vielleicht muss ich bis dahin die Kantenleiste erstmal wieder anschrauben und dann im Bereich des Alkovens nochmal abnehmen, um alles den Rest des Winters trocknen zu lassen.
Sebastian
sebixvi am 04 Sep 2014 11:03:43 Hallo zusammen,
inzwischen habe ich auch die rechte Kantenleiste nebst Gummi zumindest im Bereich des Alkovens entfernt und dort - soweit möglich - das Holz begutachtet. Zustand entspricht dem links, d.h., das Holz ist zwar feucht, aber nicht verfault. Jetzt habe ich das aufliegende Laminat erstmal mit Abstandshaltern aufgestellt und auch die Aluhaut des Alkovens etwas vom Holz abgezogen, um mehr Luft ranzukriegen und die Trocknung hoffentlich voranzutreiben. Das Wetter hilft dabei - das Mobil steht in der Halle direkt vor einer großen Lüftungsöffnung und wird zumindest links von der Sonne beschienen.
Etwa Sorge macht mir, dass ich am unteren Rand des Alkovens kaum weiter öffnen kann. Das Alkoven-Blech ist ziemlich weit unter den Alkovenboden gezogen und liegt dort doppelt mit dem GFK über der Fahrerhauskabine. Als Lüftungsöffnung steht so nur der schmale Spalt, den die Kantenleiste abdeckt, zur Verfügung. Ich schätze, das wird so ewig dauern, wenn es überhaupt trocknet. So richtig gut aufspreizen kann ich den Bereich aber auch nicht - da zeigt sich, dass Sandwichwände ziemlich stabil sind...
Im Alkoven und insbesondere den Rundungen ist - soweit erkennbar - kein Holz, sondern Kunststoff verbaut. D.h., mein Trocknungsproblem beschränkt sich auf die Dekorplatten und die unteren Holzleisten.
Übrigens sollte man die Beiträge von turbokurtla ganz lesen: beim Abziehen des Gummis der linken Seite habe ich eine Riesensauerei mit der Dichtungsmasse veranstaltet, die klebte hinterher überall und ich musste geschätzte 15m Kantengummi aufwendig mit Waschbenzin reinigen. Grund war, dass ich die Geschichte mit den nassen Händen beim Abtupfen nicht richtig gelesen und daher mit trockenen Händen an die Arbeit gegangen bin. Die zweite Seite habe ich gestern mit nassen Händen bearbeitet und das Dekalin von Kante und Gummi in ca. 1/2h sauber und ohne weitere Zwischenfälle abgetupft...
Sebastian
sebixvi am 08 Sep 2014 15:53:05 So,
ich werde mal meine Alleinunterhaltung fortsetzen ;-)
Nachdem ich nun wirklich ALLE Schrauben der Kantenleiste entfernt habe (auch die, deren Köpfe abgerissen sind und die ich daher übersehen hatte), kann ich nun tatsächlich die Seitenwände des Alkovens so weit abspreizen, um mir ein Bild vom Ausmaß der Feuchtigkeit zu machen.
Rechts hat nur das untere Rahmenholz etwas Wasser gezogen, ist allerdings nicht verfault und noch fest. Hier hilft nur Luft...
Links ist der Alkoven auch an der Oberseite etwas feucht , korrespondierend mit den eingezeichneten Messwerten, die sich leider bislang kaum nach unten bewegen. Hier riecht es etwas nach "Pilz", d.h., der Schimmel ist am Werk. Durch das jetzt mögliche Aufspreizen hoffe ich, mehr Luft an die entsprechenden Stellen zu bringen und die Trocknung zu beschleunigen.
Auch hier werde ich also versuchen, die Ecken zu trocknen; damit sollte dem Schimmel auch gleich das Handwerk gelegt werden. Von Torf bin ich zum Glück weit entfernt!
Sebastian
emil77b am 08 Sep 2014 16:19:33 Hallo Sebastian, ggf. würde ich versuchen, in dem pilzige riechenden Bereich, ein bischen mit Chemie nachzuhelfen, um dem Schimmel den Garaus zu machen .. wenn Du da halt irgendwie rankommst. Ein kleiner Lüfter zur Unterstützung des Trocknens wäre sicher auch nicht verkehrt, falls Stromanschluß vorhanden. Emil
Gast am 08 Sep 2014 21:06:51 Hallo, ich weiß nicht wie das bei ist, aber bei meinem Eura ist die Holzpatte des Akovens im Innenraum nur mit Teppich ausgeschlagen. Der ist diffusionsoffen. Die dort vorhanden Feuchte ist langsam zum Innenraum hin ausgetrocknet. Hat aber ewig gedauert. Die ersten messbaren Ergebnisse in diesem Bereich hatte ich erst noch ca.3 Wochen, bei den offenen Wände hingegen konnte man nach 2 Tagen schon eine Verbesserung feststellen. Du brauchtst Geduld bis das alles trocken ist.
sebixvi am 16 Feb 2015 23:18:43 Hallo zusammen, durch Umzug und kaltes Wetter ist die Reparatur des Alkoven leider etwas schleppend vorangegangen... Außerdem habe ich versucht, das gereinigte Dichtungsgummi mit einem Butylband wieder anzubringen. Dies erwies sich aber als zu fest - jedenfalls bei Raumtemperatur, Heißluft hatte ich mangels 230V nicht parat. Deshalb habe ich das Kantengummi nochmals abgezogen und nach Anfrage bei mehreren Händlern für die linke Seite jetzt neues bestellt. Also: Finger weg von Butylband! Wie heißt es so schön - aus Fehlern lernt man... Der Alkoven trocknet vor sich hin, die Seitenwände sind trocken (Anzeige <=10). Etwas Sorge macht mir die rechte Seite: hier ist die Seitenwand komplett trocken, ein Fenster gibt es hier nicht. Auch im Dachbereich unter der Leiste, die einmal quer über das Dach läuft und links für den Schaden verantwortlich ist (Verbindung GFK-Dach zu Alu-Alkovenblech, was den Bug bildet) sind rechts keine Spuren von Feuchtigkeit erkennbar. Beim Trocknen hat sich allerdings das Holz am Boden des Alkovens in seine Einzelteile zerlegt. Unter der Matraze stoßen zwei Dekorplatten aneinander, diese Naht ist "hochgekommen" in einem Bereich bis ca. 10cm von der Kante weg. Das Kantenholz unten am Alkoven ist feucht, aber fest. Woher kann hier Feuchtigkeit kommen? Gibt es bekannte Schwachstellen? Die untere Leiste, welche das Blech nach unten über dem Fahrerhaus abschließt, habe ich bisher drangelassen; ich war der Meinung, dass hier ja allenfalls das Wasser von oben abtropft. Sollte ich die genauer inspizieren? Frei nach Kurt: "Wasser kommt immer von oben" würde ich hier keine Baustelle vermuten. Das Wohnmobil steht in einer trockenen Halle, "neues" Wasser, was erst nach der Öffnung reingelaufen ist, kann ich ausschließen. Die Seitenwände direkt über dieser Stelle sind trocken. Fotos reiche ich morgen nach. Schönen Abend, Sebastian
sebixvi am 17 Feb 2015 12:27:03 Hallo zusammen, wie gestern angekündigt ein paar Bilder von der rechten Seite:  Die hintere Seite des Alkovens sieht vom Holz her ziemlich düster aus, allerdings ohne, dass sich in diesem Bereich innen Schäden befinden würden. Kann es sein, dass das Wasser von vorne nach hinten durchläuft und sich hier am Übergang zum Fahrerhaus sammelt?  Dieselbe Leiste, weiter vorn. Feucht ist sie, faulig dagegen nicht.  So sieht´s von Innen aus. Ich würde meinen, dass der Wassereintritt vorn am Alkoven an der unteren Rundung lag. In diesem Bereich waren die Schrauben auch angegammelt, evtl. hat sich das im Kantengummi stehende Wasser einen Weg nach unten gesucht. Aber für die hintere Ecke passt das nicht.  Hinterer Bereich von innen. Ganz habe ich die Leiste noch nicht freigelegt, aber die Feuchtigkeit ist auf den Bereich der Leiste beschränkt und geht nicht so weit wie im vorderen Bereich. Auch deshalb wundert mich, dass die Leiste von außen hinten viel gammeliger wirkt als vorn?! Kann sich jemand einen Reim darauf machen? Noch eine Frage beschäftigt mich: die Bilder und Berichte von Reparaturen, die ich bisher gelesen habe, waren alles Reparaturen von innen. Jetzt habe ich hier das Problem, dass die stehenden Seitenwände trocken sind, allerdings die Rahmenhölzer und die Dekorplatten nicht. Die Dekorplatten sind aber unter die Seitenwände geschoben, d.h., ich müsste den Alkoven offen lassen, wenn ich die Platten ganz heraustrenne (was ich bisher nicht vorhabe, ich denke, es reicht, am Rand ein Stück neu einzusetzen, darüber kommt sowieso die Matraze). Auch die Schrauben, die den Alkoven halten, gehen durch die Dekorplatten durch, d.h., die Kantenleiste muss in jedem Fall ab, um diese Schrauben herausdrehen zu können. Wie habt ihr das gemacht? Ich möchte die Kantenleisten eigentlich so schnell als möglich wieder dranhaben, denn so ist das Mobil mal gar nicht mobil. Außerdem kann ich es in der Halle nicht heizen, um die Trocknung zu beschleunigen (Gasverbot, Strom gibt´s nicht). Wenn das Wetter wieder besser wird, wäre also der Plan, die Kantenleisten wieder zu schließen und dann von innen vor der Haustür weiterzumachen - mit Strom und (Gas-)Heizung, damit´s schneller trocknet. Viele , Sebastian
viking92 am 17 Feb 2015 12:44:09 Hy Sebastian, HOSSA :eek: ...das scheint was Grösseres zu werden. Schreibe am Besten mal Turbokurtla --> Link an, das er hier mal reinschaut & Dir evtl. mit Tipps weiterhelfen kann. & viel Erfolg noch
sebixvi am 17 Feb 2015 23:51:24 Hallo viking, danke für den Link zu Kurts Profil, ich habe ihm mal eine "Einladung" zum Thread per PN geschickt... ;) Gerade habe ich auch den Beitrag aus Oktober von JoergNRW entdeckt, die Bilder decken sich ziemlich mit meinen :( Ich werde nun erstmal die Dekorplatten im Alkoven zumindest im Randbereich entfernen, meine Hoffnung, dass alles durch die seitliche Alkovenöffnung trocknet, kann ich wohl begraben. Und dann werde ich sehen, ob ich die Platten in der ganzen Breite erneuern muss oder ob es reicht, seitlich Stücke anzusetzen. Wenn's doch nur endlich richig warm draußen werden würde - ohne Heizung dauert die Trocknung ewig, und wenn man die Kantenleisten ab hat, will man sie auch erst wieder dransetzen, wenn's innen wieder trocken ist und neue Dekorplatten eingeklebt sind. So lange ist das Wohnmobil in der Halle fest... Bis demnächst, Sebastian PS: Kann man eigentlich den Threadtitel ändern? Inzwischen kann das Fragezeichen entfallen und die Worte "Wasser" und "Schaden" müssen wohl zusammengeschrieben werden...
Rumbuddel am 17 Feb 2015 23:53:05 Hi, wir hatten einen ähnlichen Wasserschaden im Alkoven an unserem Challenger. Nur wesentlich geringer. Das Problem war die Abdeckleiste des Übergangs Alkoven (Aluminium) zum Dach (GFK). Da war an der rechten Seite EINE Schraube nicht ordentlich eingedichtet. Ich denke die Feuchtigkeit, nach der Du fragst, kam von oben. Konstruktionsbedingt konnte zumindest bei uns das Wasser wunderbar an dem Kunststoffkantenprofil, das in der Rundung des Alkovens ist, runterlaufen, bis es sich in der unteren Kantenleiste sammelte und auch den Alkovenboden in einem größeren Bereich durchnässte.
thomas56 am 18 Feb 2015 00:29:54 sebixvi hat geschrieben:
Moin, Schimmel ist eine Sache, aber das sieht für mich auf dem Bild nach "Schwamm" aus! Schwamm kann man nicht bekämpfen, sondern man muss ihn entfernen, weil er auch bei Trockenstellung weiter wächst. Zumindest im Hausbau ist diese Art des Befalls meldepflichtig!!! Die minimale Entfernung von betroffenen Materialien beträgt in jede Richtung 1,5m!
turbokurtla am 18 Feb 2015 10:21:05 Tag Sebastian Fangen wir mit dem Wasser an. Links ist die Einbruchstelle klar. Rechts könnte es natürlich auch an der Unterseite/unteren Kantenleiste des Alkovens reingelaufen sein. Hatte ich bei meinem Alkoven vor 2 Jahren so. Oben trocken unten nass. Wasser, wo immer es auch herkommt, läuft natürlich im Holz nach unten. Ganz langsam, aber es läuft. Deshalb sind die Wasserschäden auch immer unten schlimmer. O.K., wenn jetzt Deine untere, waagerechte Leiste etwas nach hinten hängt, würde Wasser auch hier zwar fast waagerecht aber trotzdem langsam aufs Gefälle zu laufen und dort das Holz faulen lassen. Tja, und man sieht hier mal gut, wie lange Wasser in den Hölzern bleibt, denn das ist alles noch von dem Wasserschaden. Trocknung: Du musst weiter öffnen. Eine Möglichkeit wäre, so vorhanden, die Sperrholzplatte am Boden des Alkovens. Schneid die so groß wie nötig auf und entferne die oberste Platte. So siehst genau was weiter innen los ist und es kann sehr gut austrocknen. Garantiert ist hier auch noch Wasser drin. Eine weitere Möglichkeit wäre die Seitenwand rechts. Du sagtest doch was von einer aufgeschraubten Stoffplatte. Wenn das so ist, könntest Du da drunter die Wand entsprechend öffnen, trocknen lassen und später wieder ne ähnliche Platte draufkleben. Durch die Stoffplatte würde man gar nix davon sehen. Egal wie und was, aber eins solltest Du dabei beachten. Beim späteren Anschrauben der Kantenleiste brauchst Du gutes Holz, sonst halten diese Schrauben nicht und es wird sofort wieder undicht. Öffne also und kleb, wo nötig, neue Rahmenhölzer ein. So, jetzt noch zum Abdichten. Ganz einfach, vergiss jegliches Butylband, das ist ein Scheiß. Nimm ein paar Tuben Dekalin und hau das Zeugs unter die gesäuberten Gummis. Nichts anderes. Kurt
viking92 am 18 Feb 2015 10:48:16 sebixvi hat geschrieben:PS: Kann man eigentlich den Threadtitel ändern? Inzwischen kann das Fragezeichen entfallen und die Worte "Wasser" und "Schaden" müssen wohl zusammengeschrieben werden...
Hy Sebastian, erledigt.
sebixvi am 18 Feb 2015 10:56:08 Hallo Kurt,
danke, dass Du Dir die Zeit genommen hast, Dich mit meinen Problemen zu befassen!
Ich werde die Dekorplatte am Boden des Alkovens entfernen, zunächst einmal jedenfalls am Rand. Die seitlchen Wände bringen nicht viel, denke ich: ich habe ja die Kantenleisten entfernt und die Seitenwände links und rechts vom Alkoven abgespreizt; die Wände sind schon trocken, nur am Boden hält sich die Feuchtigkeit. Und offenbar reicht es - zumindest bei den derzeitigen Witterungsbedingugnen - nicht aus, wenn die Rahmenhölzer seitlich an der frischen Luft liegen. Insofern werde ich nun den Alkovenboden von oben öffnen - und mich gedulden, bis das Mobil wieder fahren kann. Alles andere bringt ja nix.
Dein Tipp mit der evtl. leicht schräg stehenden Leiste ging mir ähnlich durch den Kopf: wer weiß, wo der Vorbesitzer das Mobil stehen hatte. Wenn es leicht schäg nach hinten gestanden haben sollte, wäre es ebenfalls denkbar, dass das Wasser weiter vorn eindringt und nach hinten läuft. Aber viellicht sehe ich mehr, wenn ich weiter geöffnet habe.
Danke und viele , Sebastian
PS: viking: Danke für´s Titel-Anpassen!
sebixvi am 18 Feb 2015 16:42:02 Malzeit, ich habe meinen Schaden ein bisschen weiter geöffnet und denke, auch ich kann mich der Eine-Schraube-ist-Undicht-Theorie anschließen:  Das ist - mehr oder weniger - die Totale des Schadensbereichs. Am Ende der Rundung des Alkovens ist offenbar das meiste Wasser angekommen. Die Frage, ob es dort auch reingekommen ist oder aber von der darüberliegenden Leiste durch den Kuntstoff-Alkoven heruntergeflossen, ist wohl eher akademisch, zumal ich sowieso Kantenleiste und Querleiste auf dem Dach entfernt habe und neu eindichten muss. Dort an der Alkovenrundung sind von außen drei oder vier Schrauben der Kantenleiste beim Ausdrehen abgebrochen...  Das ist der hintere Teil des Alkovens. Die Rahmenleiste ist zwar feucht, aber nicht verrottet. Offenbar ist das Wasser an dieser Leiste langgelaufen, denn die Dekorplatte ist lediglich im Randbereich, ca. 5cm breit, feucht. Daneben ist alles trocken. Alles in allem scheint sich der Schaden glücklicherweise in Grenzen zu halten. Wenn jetzt noch wärmeres Wetter wird.... Sebastian
emil77b am 18 Feb 2015 17:51:32 Hallo Sebastian, Du schreibst, Alles in allem scheint sich der Schaden glücklicherweise in Grenzen zu halten.sehe ich auch so. Allerdings würde ich den Boden noch etwas höher in die Rundung hinein vom Belag befreien, bis zum sichtbaren Ende des feuchten Materials. Wenn jetzt noch wärmeres Wetter wird....Denke der Faktor Trocknungs-ZEIT, ist wichtiger. Das trocknet auch bei kalten Wetter aus. Anschließend erneuern was morsch ist und neu verkleiden, aussen abdichten wie Kurt es angeraten hat, dann wirds schon bald wieder gemütlich in Eurem Womo :) Emil
turbokurtla am 18 Feb 2015 19:04:44 sebixvi hat geschrieben:Das ist der hintere Teil des Alkovens. Die Rahmenleiste ist zwar feucht, aber nicht verrottet. Offenbar ist das Wasser an dieser Leiste langgelaufen, denn die Dekorplatte ist lediglich im Randbereich, ca. 5cm breit, feucht. Daneben ist alles trocken.
Achtung ! Was Du da siehst, ist nicht das Rahmenholz ( Bild von außen ) das verfault ist und in dem die Schrauben stecken. Das steckt tiefer und hochkant in der Wand drin und ist garantiert der Rahmen der Seitenwand. Deshalb, also weil 2 verschiedene Hölzer mit kleinem Abstand, ist das zu sehende Holz fast unberührt von Fäulnis. Tja, und das muss aber raus und erneuert werden. Entweder Du buhlst das raus, was schwierig wird, oder Du schneidest doch ein kleines Stück der Seitenwand auf. Viel Spass Kurt
sebixvi am 18 Feb 2015 21:01:38 turbokurtla hat geschrieben:Achtung ! Was Du da siehst, ist nicht das Rahmenholz ( Bild von außen ) das verfault ist und in dem die Schrauben stecken. Das steckt tiefer und hochkant in der Wand drin und ist garantiert der Rahmen der Seitenwand.
Hallo Kurt, der Aufbau hier ist anders: die Seitenwand ist quasi in Dach und Boden des Alkovens hineingeschoben. Das ist ja ein bißchen mein Problem mit den Kantenleisten: die Dekorplatten reichen bis unter die Wangen der Seitenteile. Insofern ist das Holz schon das, was man auch von außen sieht. Man kann das hier halbwegs erkennen, meine ich:  An den hellen weißen Rändern in der Rundung sieht man, dass die Seitenwand hier seitlich in den Alkoven eingeschoben wird. Die Schrauben gehen von außen durch das Dach bzw. die Bugwand, in der Seitenwand ist dann allerdings tatsächlich ein zweites Holz, was die Schrauben aufnimmt. Das Holz, was man von außen sieht und was im hinteren Bereich dunkel ist, ist demnach der Alkovenboden.  Hier sieht man's auch ganz gut. Das Bild habe ich gestern gemacht, nachdem ich angefangen hatte, den Alkovenboden zu öffnen. Etwa über der weißen Querleiste unten sieht man oben "eine Lücke". Hier sieht man in den Alkoven hinein. Die Leiste ist identisch mit der, die man innen von oben sieht.  Ansicht von vorn, man sieht die abgespreizte Seitenwange. Das Holz darin ist vollkommen in Ordnung. Gut zu sehen ist auch, dass die Seiten seitlich eingschoben werden und die äußere GFK-Schicht umlaufend etwas "übersteht". Dieser Überstand deckt dann Dach und Bugwand bzw. Alkovenboden seitlich ab. Genau vorne im Alublech sieht man übrigens ein Schraubenloch. Links, leicht nach oben versetzt, ist die Gegenbohrung in der Seitenwange. Der Versatz in der Höhe kam dadurch, dass ich den Alkoven allseitig gelöst habe und er daher etwas nach unten abgesackt ist. Inzwischen habe ich ein paar Schrauben wieder eingesetzt, um ein Abstürzen des Alkovens verhindern. Insofern meine ich schon, dass mein freigelegtes Holz, was innen gut aussieht, das Holz ist, was von unten etwas dunkel ist. Ich habe auch versucht, mit dem Schlüssel "hineinzupieksen", was mir nicht wirklich gelungen ist. Das Holz ist also, ungeachtet der Farbe, noch fest. Schönen Abend, Sebastian
emil77b am 19 Feb 2015 00:34:49 Hallo Sebastian,
bau Das Bodenrahmenholz aussen zweiteilig. In Wandstärke nimmst Du ein Holz in der Stärke altes Holz + Bodenplatte(n), innen daran ein zweites Holz geklebt, in der Stärke des alten Bodenrahmenholz. Querhölzer ebenfalls in der Altstärke, darauf den neuen Boden. :wink:
Emil
turbokurtla am 19 Feb 2015 08:05:54 Moin Ah, ja. Ist halt so mit Bildern, und dann baut jeder Hersteller anders auf. Aber Du weißt auf was ich Dich hinweisen wollte. Wenns Holz noch gut ist spielt die Farbe keine Rolle. Bohre in die Kantenleiste neue und etwas mehr Löcher vor um die Schrauben in einem neuen Holzloch fest sitzen zu lassen. Kurt
sebixvi am 22 Apr 2015 13:05:58 Hallo zusammen,
die ersten wärmeren Tage in diesem Jahr haben die Trocknung erheblich beschleunigt. Damit wir für die anstehenden langen Wochenenden gerüstet sind, soll der Alkoven nun wieder verschlossen werden.
Meine Frage betrifft die Leiste, welche den Alu-Alkoven mit dem GFK-Dach verbindet (Querleiste über dem Dach), durch diese ist das Wasser eingedrungen.
Der Stoß ist wie folgt aufgebaut: Holz-Unterkonstruktion, Alu-Haut des Alkovens, GFK (schwimmend), Alu-Leiste. Die Abdichtung sah so aus, dass auf die Alu-Haut des Alkovens Dichtmasse aufgetragen wurde, darüber war die GFK-Schicht gelegt. Abgeschlossen wurde der Stoß von einer Alu-Leiste, die mit Dichtmittel versehen aufgeschraubt war.
Kann man diesen Aufbau noch verbessern? Spontan fiele mir ein, unter der Alu-Leiste noch ein Unterlegprofil zu verwenden, so ist der Aufbau an den Kanten ja auch gemacht und dort hält es dicht. Die Querleiste ist natürlich deutlichen Bewegungen ausgesetzt, das Dichtmittel war zudem an dieser Stelle sehr spröde und hatte seine Klebrigkeit teilweise komplett verloren.
Danke für Ideen, Sebastian
sebixvi am 24 Jun 2016 10:29:51 Hallo zusammen,
inzwischen ist das Wohnmobil wieder zu und der Schaden behoben. Ich habe die Kantengummis auf der einen Seite komplett erneuert, was ein ziemlicher Aufwand war. Auf der anderen Seite habe ich im Bereich des Alkovens (d.h., bei den ersten 3m der gebogenen Kantenleiste) die alte Dichtungsmasse entfernt und neues Dekalin aufgebracht, das ging insgesamt deutlich schneller.
Richtig dicht habe ich den Alkoven erst bekommen, als ich nicht nur die obere, sondern vor allem die untere Verbindungsleiste, welche quer unter dem Alkoven verläuft, neu abgedichtet habe; die Dichtungsmasse vor allem im Randbereich war ziemlich porös und klebte nicht mehr wirklich. Im Original war die Leiste nur mit Dichtungsmasse aufgebracht. Ich habe sie abgenommen und gereinigt und jetzt mit einem Unterlegprofil verschraubt. Das verwendete Unterlegprofil ist so breit wie die Leiste und enthält Dichtungsmasse.
Seit dieser Verbesserung der Abdichtung hat der Alkoven schon einige, auch stärkere, Regengüsse erlebt und ist absolut dicht.
Dass Undichtigkeiten unten solche Auswirkungen haben, hätte ich nicht gedacht. Hängt aber wohl auch damit zusammen, dass die Entwässerung des Daches zu großen Teilen an dieser Stelle passiert. Bei Regen sieht man regelmäßig genau an dieser Stelle einen Wasserstrahl, weil das Wasser vom Dach an der Rundung entlang nach unten läuft und dann dort abtropft. Insofern ist die Stelle immer sehr nass, die Kapillarwirkung und die geringe Oberfächenspannung des Regenwassers erledigen dann den Rest.
Also: immer auch unten nachsehen!
Trockene Grüße, Sebastian
sebixvi am 23 Jul 2020 15:51:58 Hallo zusammen, ich muss diesen inzwischen vier Jahre alten Thread nochmal reaktivieren: bei Messungen habe ich festgestellt, dass ich im vorderen Bereich des Alkovens, direkt unter der Rundung, Feuchtigkeit und weiche Stellen hatte. Freilegen des Schadensbereichs ergab, dass die dort verlaufende Querleiste rechts und links ziemlich verrottet ist. So wie es aussieht, war es Wasser, was vom Schaden stehen geblieben ist - ich habe viel morsches Holz aus den Ecken entfernt, aber nirgendwo Wasser gefunden, obwohl das Mobil einige Tage draußen stand und es Ende Juni nicht zu wenig geregnet hat... Jetzt habe ich das alte Holz und Styropor entfernt und durch neues ersetzt. Probleme bereitet derzeit der Bezug von neuen Dekorplatten: einige Händler (Albers Mobile in Nottuln, Caravan Wessel in Ascheberg) können mir leider nicht helfen. Dabei geht es mir gar nicht so sehr um das Original-Dekor, was lt. Albers-Mobile (Trigano-Vertragshändler) nicht mehr lieferbar ist. Da der Bereich unter der Matratze liegt, ist es nicht so wild, wenn es nicht das Original-Dekor ist. Hat jemand einen heißen Tipp, wo man Dekorplatten beziehen kann? Da ein Versand wohl ausscheidet, wäre es gut, wenn es in der Nähe von Münster wäre. Zum Thema Bezugsquellen: für die benötigten 27mm-Leisten habe ich bei Hellweg eine Hobeldiele Fichte, 27x146x3000mm gefunden, die man sich super zu Leisten der benötigten Länge und Breite (am Rand waren meine Leisten etwas breiter als die üblichen 27x27mm) zurecht schneiden kann. Für die Styropor-Platten habe ich eine 60er Styropor-Platte gekauft und mit einem selbstgebauten Schneider in zwei 27mm-Platten geschnitten: im Baumarkt gibt's Ersatz-Heißdraht von Proxxon auf der Rolle, 20m für gut 3 EUR. Zwei Schrauben in ein Brett, den Draht dazwischen, mit einer Feder etwas gespannt und mit dem Labornetzgerät mit 20V/1A versorgt, ergibt einen 1A-Styroporschneider für solche Platten. Danke & Viele Grüße, Sebastian
sebixvi am 23 Jul 2020 16:31:40 Hier noch ein paar Bilder:  Das ist der Schadensbereich. Man kann am Boden noch gut die Wasserspuren erkennen, außerdem ganz rechts den Wassereintritt an einer Schraube. Die Leiste entfernte Leiste muss auf der Seite der Rundung wieder eingesetzt werden. Und hier mein Styroporschneider:  Und die Feder zur Spannung des Schneidedrahtes: 
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