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5 Jahre im Discounter Granduca-Garage-P


Margit1924 am 05 Okt 2014 22:32:07

Ja - vor 5 Jahren schauten wir auch fast täglich ins WoMo-Forum um wichtige Entscheidungshilfen zum Kauf zu erhalten. Vieles hat uns zum Nachdenken gebracht und vieles wurde geplant und wieder verworfen. Auf der Messe in Stuttgart verliebten wir uns in das oben genannte WoMo welches wir auch beim über 300 km entfernten Händler in Engen kauften. Unser erster Zwischenbericht nach einem Jahr fand damals hier so großes Interesse, dass wir uns gedacht haben - ein 5 Jahresbericht wäre für manchen vielleicht hilfreich.

Roller Team Granduca Garage P Modell 2008
Fiat Ducato 130 PS, Länge 7,35m, Halbdinette, große Heckgarage mit darüber liegendem Doppelbett, Bad mit separater Dusche, L-Küche, großer Kühl- und Gefrierschrank, 4 Flammen Herd, Backofen und vieles mehr, und das alles zum Messepreis von ca. 43 000 Euro.

1. Die Motorisierung und Räder
Der Fiat Ducato läuft und läuft klaglos - bis jetzt 35000 km. Bei meiner sehr sparsamen Fahrweise verbraucht er ca. 10-11 Liter auf 100 km. Die Leistung reicht, um überall gut mitfahren zu können. Die von uns überquerten Alpen-und Appeninnenpässe waren keine ernsthaften Probleme. Nach jetzt 35000 km war der erste Satz Vorderreifen verschlissen, die Hinterräder halten noch gut einige Jahre durch.

2. Die Einrichtung
Der gewählte Grundriss hat uns nicht enttäuscht. Besonderes die separate Dusche erfreut uns bei jeder Benutzung. Das Bett über der Garage erreicht man über eine ausziehbare Leiter, woran man sich schnell gewöhnt. Schade, dass bei ausgezogener Leiter die Tür ins Bad teilweise blockiert ist, und , will man in der Nacht eine kurze PP einlegen, man sich sehr schlank machen muss, oder die Leiter einschiebt und dann wieder auszieht. Im Bad überwiegt das Plastik. Alles ist jedoch zweckmäßig und gut zu benutzen. Recht erfreulich - die große Kombination aus Kühlschrank mit Gefrierfach. Sie lief bis heute fehlerlos. Auch der Backofen darüber funktioniert recht ordentlich. (Wir lieben unsere täglich frisch gebackenen Brötchen). Der 4 Flammen Herd ist ganz ordentlich. Doch hier hat man es etwas übertrieben. Wer kocht schon gleichzeitig auf 4 Flammen? Dafür sind die einzelnen Kochplätze sehr klein. 3 Flammen mit größerer Stellfläche wären wohl praktischer. Recht gut gelungen ist die Spüle mit den darunter liegenden Auszugsfächern und auch der Herdunterschrank erfüllt seinen Zweck. Der im Herdoberschrak eingebaute Dunstabzug rattert recht eigenartig, scheint aber seine Dienst einigermaßen zu erfüllen. Die insgesamt recht kleine Arbeitsfläche konnten wir durch den Einbau eines Klapptisches neben dem Eingangsbereich erheblich vergrößern. Die Sitzgruppe ist für bis zu 4 Personen recht bequem - lediglich der Tisch könnte einige cm. breiter sein. Der Umbau in ein zweites Doppelbett funktioniert tadellos - vorausgesetzt man vergisst nicht die dafür notwendigen Zusatzpolster. Der original Vorhang zur Fahrerhausverdunkelung hatte wohl nur Alibifunktion. Ersten war er viel zu kurz, (ca. 25 cm Luft bis zum Boden) wodurch die kalte Fahrerhausluft sehr schnell in den restlichen Innenraum gelangte und auch die Stoffdicke und Qualität waren nicht überzeugend. Er wurde auch nach kürzester Zeit gegen etwas Brauchbares ausgetauscht. Zur besseren Nutzung erhielten einig Oberschränke zusätzlich Fachböden, was das Einräumen erheblich erleichterte. Keine Problem gab es mit Klappen und deren Verschlüssen.

3. Der Aufbau
Hier präsentiert sich das Fahrzeug mit wenigen Aufklebern mit GFK-Dach und ebensolchen Wandaufbau. Die Silikonnähte zwischen den einzelnen Segmenten waren schon beim Kauf von nicht all zu guter Qualität was auf dem Dach nach dem Motto ausartete: viel Sikaflex - viel Dicht. Gut dass man das normalerweise nicht sieht. Die folgenden Generationen des Fahrzeuges schauten hier wesentlich besser aus. Überrascht waren wir, als uns unser Händler nach 4 Jahren bei der Dichtigkeitsüberprüfung mitteilte, dass es hinter dem Fahrersitz wohl nass sei. Dieser Schaden wurde von ihm auf Garantie behoben. Im letzten Urlaub ließ sich plötzlich die Seitentür nur noch manchmal öffnen. Hier war ein Teil des Schießzylinders abgebrochen und dieser muss wohl erneuert werden. Keine Probleme gab es mit den Fenstern. Die recht große Heckgarage ist über zwei große Klappen gut zu erreichen. Im Innenraum wurden zusätzlich ein Kistensystem und Staumöglichkeiten für bis zu 4 Trinkwassertanks a 10l und einem Reservekanister a 20 Liter geschaffen. Für unsere Fahrräder wurde eine passende Befestigung eingebaut. Fazit - alles recht schmucklos aber funktionell.

4. Technik
Hier funktioniert alles recht brauchbar. Nach 3 Jahren war die Aufbaubatterie defekt und wurde erneuert. Im zweiten Jahr gab das Netzladegerät seinen Geist auf. Es ist unter dem Fahrersitz gut zugänglich verbaut und wurde vom Händler auf Garantie ausgetauscht. Die Innenlampen, die weit mehr als notwendig vorhanden sind, verursachten keine Probleme. Die wichtigsten werden demnächst auf LED-Leuchtmittel umgestellt. Keine Klagen gibt es bis jetzt auch mit der Heizung, die klaglos funktioniert. Kühlschrank, Backofen, Gasanlage - alles ohne Beanstandungen.

5. Was wurde zusätzlich eingebaut oder verändert
Klapptisch im Eingangsbereich neben der Küche, zusätzliche Fachböden in den Oberschränken, ein Kistensystem in der Heckgarage und die Befestigung für die Fahrräder. Die Befestigung des TV-Gerätes wurde um 180 gedreht, es ist jetzt in der Grundstellung zu den Fahrersitzen ausgerichtet.

6. Einsatzgebiet
Die meisten unserer Urlaubstouren fanden bisher im südliche Deutschland statt. Es folgen Frankreich und Italien. Wer es genauer erfahren möchte, kann die meisten Touren auf unserer Internetseite --> Link nachverfolgen. Es sind dies die Ziele der 1000-Steiner. Fahrten nach Norwegen, und mein Traum - Rund um die Ostsee (Dänemark, Schweden, Norwegen, Finnland, die baltischen Staaten und über Polen zurück) sind in der Planung.

7. Fazit?
Dies ist unser erstes Wohnmobil - ein Vergleich fehlt also. Ob namhafte Hersteller mehr oder weniger Probleme haben, wissen wir nicht. Bis zum heutigen Tag war jede Tour mit unserem 1000-Steinchen ein Vergnügen. Größere Mängel gab es nicht - die kleinen konnten behoben werden.

Vielleicht sieht man sich ja mal unterwegs oder auf unserer Internetseite --> Link
Viele
die 1000-Steiner
(Margit und Rudi)

Anzeige vom Forum

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didje3 am 06 Okt 2014 00:12:48

Die Discounter aus Italien sind nicht schlechter oder besser wie die deutsche WoMo.
Es gibt sogar deutsche WoMo die werden noch nach dem Kauf Umgebaut. :lach:
didje

Gast am 06 Okt 2014 06:27:13

Vielen Dank für diesen ehrlichen Testbericht. Auch Eure Internetseite ist sehr schön gestaltet.

Sehe ich das richtig (ich habe noch nicht alle Reiseberichte gelesen), dass Ihr im Winter nicht unterwegs seid? Mich würde nämlich noch die Wintertauglichkeit des Mobils interessieren.

Ansonsten war der Beitrag sehr aufschlussreich. Technische Daten kann jeder abschreiben, aber ein Individueller Praxisbericht ist immer aussagekräftiger.

Anzeige vom Forum


chukran am 06 Okt 2014 08:24:13

Das ist eine super Idee und gute Info :?:
Danke

selbstschrauber am 06 Okt 2014 10:46:33

Vielen lieben Dank für den Bericht. Ich hatte ja auch mal einen über unser ehemaliges Womo eingestellt, "100.000km bzw 10 Jahre".
Finde es immer wichtig solche Informationen zu haben, die aus der "Fachpresse" sind zum einen nicht objektiv, zum anderen betreffen die Neufahrzeuge und so lange alles neu ist, sollte es ja funktionieren.

LG

Selbstschrauber

Tirena27 am 06 Okt 2014 18:10:56

Die Aussage von Margit und Rudi können wir nur bestätigen. Wir haben das gleiche Modell (auch aus Engen) und sind bisher sehr zufrieden damit. Gut, ein paar Probleme mit der Elektrik gab es schon, aber die sind z.T. auch selbst bzw. durch den Händler verursacht.

Da Heinz-Jürgen nach der Wintertauglichkeit fragt, wir haben unser Mobil seit letztem Jahr und waren auch Silvester damit im Allgäu. Die Abwassertanks liegen außen und sind nicht beheizt!

Nach dem Urlaub haben wir als erstes die B-Holme unten (ich habe den Schnee gesehen) abgedichtet und die Kältebrücke zwischen Fahrerhaus und Aufbauboden (ist mit einem Riffelblech abgedeckt) mit Dämm-Material ausgefüllt. Für die Winterfahrten haben wir noch Auslegeware passend zugeschnitten, das ist einfach angenehmer an den Füßen (werde ich nächste Woche wieder einlegen).

Ansonsten sind wir mit unserem Mobil rund um zufrieden und möchten es nicht mehr hergeben!

Margit1924 am 06 Okt 2014 22:19:39

Wir freuen uns, dass unser kleiner Testbericht auf so große Resonanz gestoßen ist. Die Aussage von Claudia und Sven was die Wintertauglichkeit angeht, können wir nur bestätigen. Als Isolierung zwischen Fahrerkabine und Aufbau befindet sich meist nur Luft. Für die Tanks soll es zwar eine Isolierung geben, doch ich fürchte, dass damit die bisher schon sehr knappe Bodenfreiheit noch weiter darunter leidet. Und weil wir schon bei den Abwassertanks sind: der für das Spülwasser hat (un)sinnigerweise seinen Ablass genau in der Mitte des Fahrzeuges, was beim Entleeren an manchen Entsorgungsstationen Probleme geben kann. Abhilfe haben wir mit einem 10 cm Durchmesser starken und 1 m langen HD-Rohr geschaffen, welches an einem Ende einen 90 Grad-Bogen besitzt und mittels 2 Metallbändern auf einem kleinen Brettchen geschraubt wurde. Man schiebt einfach den Bogen unter den Ablauf und alles läuft zur Seite. Aber nochmal zur Wintertauglichkeit. Unser 1000-Steinchen steht dann meistens in seiner Garage und wartet auf schöneres Wetter ( siehe Homepage). Nur selten wird es bei Temperaturen unter 0 Grad bewegt. Die große Truma ist zwar ausreichend dimensioniert aber das Doppelbett über der Garage grenzt direkt an die Außenhaut. Margit, die hinten schläft, erträgt dies nur mit einer zusammengerollten Decke als zusätzliche Isolierung. Sollten noch irgendwelche Fragen auftauchen, werden wir versuchen, diese möglichst genau, bald und ehrlich zu beantworten, auch wenn wir nicht täglich im WoMo-Forum vorbeischauen.

es grüßen
Die 1000-Steiner
Margit und Rudi
--> Link

Tirena27 am 07 Okt 2014 07:38:15

Margit1924 hat geschrieben: Und weil wir schon bei den Abwassertanks sind: der für das Spülwasser hat (un)sinnigerweise seinen Ablass genau in der Mitte des Fahrzeuges, was beim Entleeren an manchen Entsorgungsstationen Probleme geben kann. Abhilfe haben wir mit einem 10 cm Durchmesser starken und 1 m langen HD-Rohr geschaffen, ...



Genau diesen Unsinn wollte ich letzte Woche auch ändern. Mein Gedanke war die beiden Tanks mit einem flexiblen Spiralschlauch zu verbinden, damit man bei Bedarf beide Tanks über einen Ablauf entleeren kann. Leider habe ich als ich unter dem Fahrzeug war dann festgestellt, dass der Tank für das Spülwasser höher ist als der 2. Abwassertank - somit würde das Wasser sich immer im hinteren Tank sammeln und die Kapazität des kleinen Tanks würde vermutl. verloren gehen. Leider ist die Bodenfreiheit auch so begrenzt, dass eine feste Installation eines Abflußrohres an den mittleren Tank nicht mit dem vorhandenen Abflußschieber funktioniert.

joste am 07 Okt 2014 15:48:44

Wir haben beide Tanks isolieren und beheizen lassen. Funktioniert, Bei extremen Temperaturen (2013) sind die Ablasshaehne die Schwachstellen. Zumindest den hinteren könnte man noch umwickeln. Aber natürlich Stromverbrauch. Für das Fahrerhaus haben wir eine Hindermann Aussenisolierung bis zum Boden. Auch gut. Kalte Luft kommt noch ein wenig unter den Fahrerhaussitzen, werde ich jetzt auch ummanteln.

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