udo61 am 19 Nov 2014 00:16:59
Ein Truma B10 ist ein mit Gas befeuerter Warmwasserbereiter? Mit einem Kaltwasseranschluss und einem Warmwasseranschluss?
Weitere Anschlüsse anzubauen bringt nur was wenn dort trinkbares Wasser hindurchgeführt wird, Heizwasser wäre nicht geeignet.
Eine externe Beheizung würde ich mit einem Plattenwärmetauscher machen, die gibt es bereits sehr preiswert. Plattenwärmetauscher in die Kaltwasserleitung einbauen, das sind dann 2 Anschlüsse, die anderen beiden Anschlüsse führen Heizwasser, das Heizwasser muss natürlich in Bewegung sein. Das Gegenstromprinzip beachten, was bei der Primärseite der Eingang des Heizwassers ist, ist bei der Sekundärseite der Ausgang des angewärmten Trinkwassers (Niemand muss das warme Wasser wirklich trinken, es soll nur den Reinheitsgrad der Flüssigkeit verdeutlichen). Der Warmwasserbeiter muss abgesichert sein, üblicherweise hat der Truma B10 eine Anschlussgarnitur mit Sicherheitsventil, vermutlich so etwa 2,8 bar. Die Heizwasserseite solle über das KFZ-Heiz- und Kühlsystem abgesichert sein. Der Wärmetauscher sollte keine weiteren Absperrungen bekommen sondern offen zum Truma B10 angeschlossen werden, dann wäre er mit dem Truma zusammen am Sicherheitsventil. Jetzt kommt der Trick: Vom Warmwasseranschluss des Truma wird auf direktem Wege vermittels einer Warmwasser- und Trinkwasserbeständigen Pumpe der Inhalt des Warmwasserbereiters wieder durch den Wärmetauscher geleitet. Wenn der Wärmetauscher beheizt wird wird mit der Zeit der gesamte Inhalt des Warmwasserbereiters auf die Temperatur des Heizwassers gebracht. Klar soweit?
Das ist der erste Ansatz, irgendwann wird das Trinkwasser die gleiche Temperatur wie das Heizwasser haben, auch wenn das 90 Grad sind. Das kann Verkalkungsprobleme geben. Wenn noch eine Temperaturregelung gewünscht wird, so muss der Heizwasserzufluss entsprechend reguliert werden, dazu kommt ein Temperaturfühler in den Trinkwasserausgang des Wärmetauschers und der steuert ein Regelventil auf der Heizungsseite des Wärmetauschers.
Diese Technik ist bewährt, sie ist jetzt nur für den Sonderfall eines Warmwasserbereiters mit nur 2 Anschlüssen angepasst. Was noch wichtig ist: Die Trinkwasser-Umwälzpumpe muss mit einem Rückschlagventil versehen werden, damit das kalte Wasser nicht den kurzen Weg zum Warmwasseranschluss nimmt.
Das wäre in Kürze der Weg den ich gehen würde.
Man kann die Heizwasserseite auch "lustig" anschließen, ein glattes Rohr mit 2 T-Stücken in einem Abstand von ca. 30 cm oder mehr, durch dieses Rohr fließt ständig das Heiz- oder Kühlwasser wenn die Heizung und/oder der Motor in Betrieb sind. An eines der T-Stücke wird eine Pumpe mit Sperrventil (Rückschlagventil) angeschlossen, an das T-Stück welches sozusagen der Wärmequelle am nächsten ist, oder welches zuerst durchströmt wird. Die Pumpe zieht aus diesem T-Stück das Heizwasser und drückt es durch den Wärmetauscher, das Gegenstromprinzip hat weiterhin Gültigkeit, vom Wärmetauscher wird das abgekühlte Heizwasser zurück in das andere T-Stück geleitet. Man kann diese Primärpumpe sehr schön entsprechend der Temperatur des aufgewärmten Trinkwassers am Wärmetauscher ein- und ausschalten, das geht bereits mit einem elektromechanischen Thermostat.
Dieser drucklose Anschluss wurde bereits bei der Einbindung eines Holzofens in eine Gasheizungshydraulik erprobt, funktioniert einwandfrei.
Das ist aber nur ein Schema, mir sind aus dem Ärmel keine 12 V oder 24 V Pumpen bekannt, das sollte es aber irgendwo geben.