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meine Suche nach ähnlichen Beiträgen/Erfahrungen ergab rund 100 Beiträge zu diesem Thema ...
Nach zwei Jahren (also noch innerhalb der Garantiezeit) traten die berühmten Spinnenähnlichen Haarrisse an der Frontmaske und am rechten Windfang (beides Formteile, vermutlich Zulieferer) auf. Die Haarrisse wurden in Marktschorgast anstandslos überarbeitet und sind auch bis heute nicht mehr aufgetreten. Innerhalb der Garantiezeit also kein Problem.
Jetzt, nach sechs Jahren, treten aber am grauen Heck-Leuchtenträger die besagten Haarrisse auf (ca. 10 bis 15 cm lang), auch entstanden nach 5 Jahren dunkle Verfärbungen in dem grauen Formteil, die aber von FRANKIA als "kein Problem" klassifiziert wurden.
Ich habe mich jetzt an FRANKIA gewandt, in der Hoffnung auf Kulanzreparatur. Die Antwort lautet sinngemäß: Weder die Risse noch die Verfärbung ist auf die Produktion zurückzuführen, die Reparaturkosten muss ich also voll selbst tragen ...
Jetzt meine Frage an die Experten: Ist eine solche Rissbildung im Gelcoat normal oder ist die Ursache doch in der Produktion?
Nicht böse gemeint ......also nicht falsch verstehen, aber das sieht wie ein "Anstoß , Rempler" aus.......
Arto
riobode am 10 Nov 2014 10:10:52
Definitiv kein Rempler... so sehen diese Gelcoatrisse aus, habe bereits Erfahrung damit!
Anzeige vom Forum
Gast am 10 Nov 2014 10:45:23
Die Wahrheit liegt wie so oft in der Mitte.
Klar zu sehen ist die kleine "Spinne" wo irgendwann mal was angestoßen ist. Das kann ein Einkaufswagen, eine Kind, ein Parkpfosten ... gewesen sein, vermutlich ohne dass der Besitzer davon erfahren hat.
Hier scheint das Coating recht hart zu sein und eventuell nicht optimal mit dem GFK verbunden. Es bilden sich im Coating Mikrorisse welche durch das sogenannte Water-treeing sich bei Frost erweiter und die Oberfläche schädigen. Sobald die Risse groß genug sind, dass Schmutz eintritt, werden die Risse sichtbar. Das GFK wir dadurch zwar geschwächt, aber da es (bei gut getränkten Fasermatten) sehr langsam geht und in der Regel keine tragenden Teile gefährdet sind, ist das kein ernsthaftes Problem.
Die Zeit bringt es mit sich, dass Materialien altern und das WoMo vielleicht in 50 Jahren seine Stabilität verliert. Bis dahin ist es ein Schönheitsfehler und kein Grund sich Sorgen zu machen.
Wenn es dich stört: folieren lassen.
Ich mein ja blos, Alf
riobode am 10 Nov 2014 11:03:46
Alf,
danke für deine Meinung.
Wenn es ein Rempler gewesen wäre, würde ich hier keinen Thread eröffnen.
Es gibt insgesamt drei Stellen, an denen die besagten Risse aufgetreten sind, und interessanterweise immer dort, wo eine Krümmung der Oberfläche vorhanden ist ...
Und an die Dachhaube (vor vier Jahren aufgetreten) ist definitiv kein Einkaufswagen rangekommen :-)
Danke auch für deinen Tipp mit Folieren, ich denke, das ist die kostengünstigste Variante einer Reparatur.
Gast am 10 Nov 2014 11:24:16
Du meinst sehr sicher zu sein. Aber: Stöße können die Teile schon vor dem Zusammenbau erhalten haben.
Alf
kurt2 am 10 Nov 2014 11:29:26
riobode hat geschrieben:Es gibt insgesamt drei Stellen, an denen die besagten Risse aufgetreten sind, und interessanterweise immer dort, wo eine Krümmung der Oberfläche vorhanden ist ... Und an die Dachhaube (vor vier Jahren aufgetreten) ist definitiv kein Einkaufswagen rangekommen :-) Danke auch für deinen Tipp mit Folieren, ...........
Hallo Mario, Du hast ganz klar recht. Lass`Dir nichts einreden. Deine Bilder zeigen die klassischen "GFK- Spinnen/GfK- Risse". Dazu bedarf es keiner Rempler etc.! Hatte ich auch auf dem Dach, allerdings im 6. Jahr, kurz vor Ende der Dichtheitsgarantie. Bei mir wurde von Eura das Dach gewechselt. Mein Händler, der den Austausch damals in Schwung brachte und auch durchführte, erklärte mir, dass es bei den verbauten Qualitäten der Massenhersteller durchaus normal sei, wenn sich GFK- Spinnen bildeten (vorwiegend an gebogenen oder geformten Stellen) :-o . Umstritten ist indes offenbar, ob tatsächlich eine Reparatur/Austausch notwendig sei. Dies kommt offensichtlich auf den Einzelfall bzgl. der Tiefe der Risse an. Er erklärte mir damals, dass oberflächliche, lediglich im Gelcoat befindliche Risse keine Auswirkung haben, hingegen tiefere bis ans (darunterliegende) Gewebe dringende Risse unbedingt repariert werden müssten. Ich denke Dein Vorhaben mit einer Folierung löst das Problem gut. Ich würde das (inzwischen auch aus der Garantiezeit raus) auch so machen. Berichte bitte über das Ergebnis, da sicher für Viele interessant.
willi_chic am 10 Nov 2014 12:44:06
Hallo,
beim Kauf unseres Carthago Chic anno 2006 gab es zu den Fahrzeugunterlagen ein Beiblatt zur Pflege der GFK Oberflächen, mit dem Hinweis daß es bewegungsbedingtes !! Auftreten von Spinnweben-Rissen geben kann und ich das per Unterschrift akzeptieren möge. Ich hatte das abgelenht mit dem Hinweis daß Bewegung zur bestimmungsgemäßen Nutzung eines Womos gehören würde. Nie wieder was davon gehört
Später habe ich das Thema mal bei einer Werksführung von Concorde angesprochen. Der Fertigungsleiter erklärte, daß sich der Qualitäts und -Preisunterschied von Gelcoats im Bereich von 1 zu 10 bewege........
grüße klaus
Kajakus am 10 Nov 2014 13:46:25
Moin moin zusammen, die Risse im Gelcoat haben verschiedene Ursachen. Meist entstehen sie an Stellen wo das Gelcoat zu dick aufgetragen wurde, oder es ist eine nicht sehr elastische Sorte eingesetzt worden. Beim Anstoßen von Außen gibt es diese Risse meist weit entfernt von der Anstoßstelle, nähmlich dort wo das Gelcoat einen längeren Weg über das Laminat gehen muß,und dann bricht. Diese Stellen sehen so aus als wären sie von der Innenseite angestoßen worden, oder durch Temperaturspannungen entstanden. Zum fachmännischen Reparieren muß jeder einzelne Bruch bis aufs Laminat mit einem kleinen Fräser (Drehmel) aufgefräst und dann mit Topcoat wieder gefüllt werden. Ein großflächiges Abschleifen des Gelcoats und ein Neuauftrag macht sehr viel Arbeit , da ist ein neues Teil oft billiger. Einfach überlackieren ist nicht möglich, weil in diese engen Spalten kein Lack eindringt. Erfahrungsgemäß hält ein GfK- Teil wie dieses, auch mit den Haarrissen, noch sehr viele Jahre. Schöne , Kajakus.
Gast am 10 Nov 2014 14:00:00
Es ist alles gesagt. Nur noch nicht von Jedem. :lol:
a.miertsch am 10 Nov 2014 14:03:09
Er erklärte mir damals, dass oberflächliche, lediglich im Gelcoat befindliche Risse keine Auswirkung haben, hingegen tiefere bis ans (darunterliegende) Gewebe dringende Risse unbedingt repariert werden müssten.
Nun beweis ihm mal den Unsinn den er da von sich gibt. Wirklich entscheidend ist das verwendete Glas. Und das ist in jedem, wirklich jedem Fall für derartige Teile von minderwertigster Qualität. Dazu kommt der Herstellungsprozess. Ich habe beschädigte Bootskörperteile gesehen, da ließ sich die Gelcoat problemlos vom Glasfaserkörper exakt trennen. Sprich, es wurde nicht nach dem angelen sofort mit Matte nachgetupft, bzw. Faser-Harzgemisch aufgespritzt, sodass sich keine innige Verbindung bilden konnte. Ist erst mal Wasser im Riss, hilft überfolieren nur temporär, der chemische Prozess im Glas(Verseifen) läuft und ist nur noch mechanisch(ausschleifen/fräsen) zu stoppen. Aber wer macht das schon, bei einem Spoiler oder einer Schürze. Ist ein Schönheitsfehler, zumindest für die nächsten Jahre. Irgendwann fällt alles auseinander, aber da dürfte das Mobil schon viele Jahre in Afrika gefahren sein. Albert
riobode am 10 Nov 2014 17:43:18
Vielen Dank für eure Antworten über die Ursachen usw.
Wenn ich jetzt ein Fazit ziehen darf, dann ist die Entstehung dieser Haarrisse bereits in der Herstellung der GFK-Teile zu suchen, d. h. die Herstellerfirma ist jetzt nach zwei Jahren fein raus ...
Ich habe also für sehr viel Geld ein Fahrzeug erworben, das so langsam aber sicher dahinsiechen wird und der evtl. Wiederverkaufswert sinkt entsprechend, denn wer wird ein mit Gelcoatrissen behaftetes Wohnmobil ohne saftigen Preisabschlag kaufen?
Dabei reinige und konserviere ich alle Flächen immer mit den entsprechenden Pflegemitteln, viel Schweiß für nichts?
Zum Glück sind auf den von FRANKIA hergestellten weißen GFK-Außenwänden (noch) keine Risse zu sehen, aber das kann ja noch kommen ...
Kann mir bitte noch einer der Experten erklären, woher die dunklen Verfärbungen kommen, die nach ca. 5 Jahren auf dem Heck-Leuchtenträger aufgetreten sind? Ich habe zwar ein Foto davon gemacht, aber darauf sind die Verfärbungen schlecht zu erkennen, weil die Oberfläche spiegelt.
Bei den dunklen Verfärbungen handelt es sich um kleinere Flächen mit unregelmäßiger Kontur, Größe etwa Handtellergroß. Ich vermute UV-Einwirkung, da das Heck von Vormittag bis zum Abend von der Sonne beschienen wird.
Poliert, gewachst, geschwitzt, nicht wegzubekommen.
Sind unsere GFK-Mobile rollende Zeitbomben?
Gast am 10 Nov 2014 18:04:12
Du machst mir Angst. Wann wird mein Rapido explodieren?
kurt2 am 10 Nov 2014 18:09:35
riobode hat geschrieben:Ich habe also für sehr viel Geld ein Fahrzeug erworben, das so langsam aber sicher dahinsiechen wird und der evtl. Wiederverkaufswert sinkt entsprechend, denn wer wird ein mit Gelcoatrissen behaftetes Wohnmobil ohne saftigen Preisabschlag kaufen?
Hallo Mario, nein, so wild ist es nicht. GFK bildet zwar manchmal Risse, ist aber andererseits sehr gut zu reparieren. zB: --> Link, oder: --> Link
Die "Linien" können V-förmig aufgebohrt, gesäubert, mit Gelcoat verfüllt und wieder sauber glattgeschliffen werden. Sieht man nachher nichts mehr und hält auch. Allerdings wird der Bereich direkt unter den Leuchten wohl flächig zu bearbeiten sein.
Im Netz gibt es viele verschiedene Rep-Anleitungen. Bei etwas Geschick kann man das auch selbst machen.
riobode am 10 Nov 2014 18:44:57
KudlWackerl hat geschrieben:Du machst mir Angst. Wann wird mein Rapido explodieren?
Bitte erspare uns in Zukunft solche Beiträge, danke!
riobode am 10 Nov 2014 18:49:54
Kurt2:
Vielen Dank für deine Links.
Ich warte jetzt den Kostenvoranschlag des Herstellers ab und werde dann entscheiden. Ich bin zwar handwerklich geschickt aber gleichzeitig auch leider Perfektionist ;-)
kurt2 am 10 Nov 2014 19:39:47
riobode hat geschrieben:Ich bin zwar handwerklich geschickt aber gleichzeitig auch leider Perfektionist ;-)
Hallo, ist doch die beste Paarung :ja: :D
quabi am 10 Nov 2014 20:55:27
Moin moin, meine durch eine sehr unsanfte "Fremsberührung" entstandenen spinnennetzförmigen Haarrisse im Heckbereich der GFK-Seitenwand habe ich mit diesem Mittel --> Link behandelt. Ich hoffe, dass dies Mittel das hält, was es verspricht. quabi
wolfherm am 10 Nov 2014 20:57:43
Der Link führt nicht zu einem Produkt.
quabi am 11 Nov 2014 16:19:10
quabi hat geschrieben:Moin moin, meine durch eine sehr unsanfte "Fremsberührung" entstandenen spinnennetzförmigen Haarrisse im Heckbereich der GFK-Seitenwand habe ich mit diesem Mittel --> Link behandelt. Ich hoffe, dass dies Mittel das hält, was es verspricht. quabi
Tja, wenn der von mir angeführte Link --> Link nicht zum Material führt, dann auf der sich öffnenden Seite im Suchfeld halt "Captain Trolley" eingeben, dann sollte das Material angezeigt werden. Vielleicht hilft ja auch dieser Link vom Hersteller --> Link ?? quabi
Kajakus am 11 Nov 2014 17:12:51
Moin moin zusammen, von solchen Wundermitteln habe ich schon oft geträumt. Einfach Capt. Tolley`s auftragen, warten und schon ist alles dicht. Wenn es wirklich funktionieren würde hätte ich bestimmt schon mal davon gehört. Normalerweise steht auf einer Gebrauchsanweisung für Produkte die Abdichten sollen: 1. sauber, 2. fettfrei und 3.trocken muß der zu bearbeitende Untergrund sein. Dieses Supermittel werde ich mir mal besorgen und Testen. Schöne , Kajakus.
giovannibastanza am 11 Nov 2014 18:00:03
riobode , was dir da passiert ist eine dumme Sache und würde mir auch auf den Keks gehen. Ich will auch keinesfalls die Sache hochspielen , sondern sie einmal nüchtern und realistisch betrachten .´, weil das mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit nicht auf einen Rempler zurückzuführen ist , sondern wohl ein Problem des Gelcoats im Fahrzeugbau ist . Als vor ein paar Jahren mein Hersteller Carado just in dem Augenblick als ich mein Womo gekauft hatte die Dächer der Fahrzeuge in Kunsstoff ausgeführt hatte , bin ich mal zu meinem Verkäufer gefahren und habe mit ihm auch über diese Angelegenheit gesprochen . Da es ein kompetenter langjähriger selbstständiger Geschäftsmann ist, der das Herz auf dem rechte Fleck hat kann man mit dem offen und vernünftig reden . In dieser Unteredung sagte er etwas , was mir damals noch nicht richtig erschien , weil ich doch gerade vermeintlich zu einem falschen Augenblick gekauft hatte , denn mein Fahrzeug besteht ganz und gar aus ALU . Er beruhigte mich und sagte , ich solle erst mal mit dem Auto zufriedeb sein , dennnach seiner Erfahrung , er hat noch andere Marken zu verkaufen , gibt es immer mal Ausreißer , bei denen der Kunststoff Risse bildet . Alu kennt sowas nicht . So ganz hat mich diese Auskunft nicht befriedigt , aber danach habe ich in diesen Foren öfter mal über Fälle gelesen , wo auf dem Dach Falten und Wellen und Risse entstanden sind , die teilweise in der Garantiezeit auf Firmenkosten , danach auf Kosten des Eigners behoben werden mussten . UNd da hat keiner angestoßen , auf dem Dach nicht und sonst auch nicht . Will damit sagen : Riobode hat recht , Kunststoffe können reißen , die Dehnung scheint noch nicht vollends kontrolliert worden zu sein . Nicht bei jedem , aber immer öfter . Wenn man die Foren durchblättert ,jedenfalls so oft , dass man darüber reden sollte und keine Verdächtigungen loslassen sollte . Giovanni.
riobode am 11 Nov 2014 20:34:09
Giovanni,
danke für deine Zeilen.
Ja, die Risse nerven, insbesondere dann, wenn man sein Fahrzeug liebt und immer schön gepflegt hat ... es ist ja wie ein Kratzer oder eine kleine Beule beim PKW, man guckt immer drauf ...
In dieser Jahreszeit kann ich wegen der immer weiter fallenden Temperaturen nichts mehr selbst daran machen. Problem ist aber auch, nach der Reparatur, die ich mir durchaus zutraue (ist ja kein Hexenwerk), den gesamten Leuchtenträger neu zu lackieren oder gar neues Gelcoat aufzubringen. Ich denke, da ist leider ein Werkstattbesuch beim Hersteller angesagt. Noch habe ich keinen Kostenvoranschlag zugesandt bekommen.
giovannibastanza am 12 Nov 2014 17:18:30
riobode , ich würde mich mal mit der Herstellerfirma ins Benehmen setzen , zumindest fragen , wie du nun wenn sie es nicht überhmen mit diesem Schaden umgehen solltest . Hier im Forum taucht hin und wieder mal ein Foris mit Namen -turbokurtla - auf . Dieser Mann hat sehr viel Ahnung von Aufbaureparatur . Vielleicht meldet er sich mal .
Moderne Menschen , moderne Womo , TI / VI .
Giovanni.
Bergbewohner1 am 12 Nov 2014 19:05:21
riobode hat geschrieben:Giovanni,
den gesamten Leuchtenträger neu zu lackieren oder gar neues Gelcoat aufzubringen. Ich denke, da ist leider ein Werkstattbesuch beim Hersteller angesagt. Noch habe ich keinen Kostenvoranschlag zugesandt bekommen.
Wenn Risse drin sind, dann müssen diese aufgearbeitet werden, einfach drüber bringt nichts, die kommen dann nach kurzer Zeit wieder. Die Hersteller verlangen meistens sehr Geld, mit meinem Karmann mußte ich 2 mal nach Sprendlingen, eine Strecke 500 km. Die haben sich schwer getan, die Risse weg zu bekommen, beim 2. mal haben sie es aber ordentlich gemacht, ich konnte nicht mehr erkennen, wo die mal waren. Sind dann auch nicht wieder gekommen, habe da mal einen ganzen Tag zu geschaut, ist wirklich kein Hexenwerk, die richtige Temperarur und Geschick und schon schon die Risse weg. Ein genaue Beschreibung findet man bei fast jedem Yachthersteller. Dadurch das viele WoMo Hersteller zu viel Schreddermaterial aus der Industrie mit ins GFK mischen, entstehen hauptsächlich diese Haarrisse und versauen sich damit ihren Ruf.
gtom am 13 Nov 2014 08:26:23
Ich kann mir nicht vorstellen dass WoMo- Hersteller selbst solche Gfk Teile herstellen, meist sind das externe Kleinbetriebe die die Formteile herstellen und an die Wohnmobilhersteller liefern. Da die Polyestherverarbeitung viel Handarbeit ist kommt es zu einer sehr großen Serienstreuung, geht z.b. der "Laminierer" zwischen Gelcoat und erster Lage zu lange auf die Toilette dann kann u.U die Anhärtezeit überschritten sein... Am fertigen Endprodukt nimmt man das nicht wahr... Das ist kein "HiTech" Bauteil...
Ursachen für die Rissbildung gibt es viele... Beim Gfk- Faserspritzen z.b. sieht man die Schichtdicke nicht, beim Anmischen des Gelcoats kann es passieren dass z.b. die Temperatur nicht stimmt (erste Produktion Montag morgens nach dem Wochenende) jemand misch zuviel Härter rein (Bei Polyester besonders kritisch da im 2-3% Bereich) Schmutzpartikel beim Laminieren in die Form reinfallen, Laminatschicht zu Dick (Exotherme Reaktion -> Überhitzung) usw...
Bei solchen Bauteilen stellt sich auch immer die Frage wie lange es eigentlich Halten muss und wie der Zustand nach x Jahren sein soll... Wenn z.b. die Funktion nach 6 Jahren noch gegeben ist und nach dieser Zeit eine Rissbildung als "Materialtypische" Erscheinung anzusehen ist dann "kann" man in meinen Augen damit leben... Was anderes wäre es wenn eine grundlegende Funktion - z.b. Dichtheit - eines Bauteils nicht mehr gegeben ist.
Thomas
a.miertsch am 13 Nov 2014 11:04:35
ät Thomas, hast Du sehr schön beschrieben, nur bezweifele ich , dass es Probleme mit den Mischungsverhältnissen heutztage noch gibt. Laminiert wird zudem bei gewöhnlichen Anbauteilen sowieso nicht(unbezahlbar). Wer mit Gewebe unmittelbar auf Gel laminiert ist schonmal ein Murkser. Da gehört immer eine Lage Matte dazwischen, oder es wird Faser gespritzt. Und wenn man das macht, kann man auch gleich fertig spritzen. Nur, es muss ja immer schneller gehen, Formen sind teuer also hat man nur wenige bis 1ne. Weil das so ist müssen die Reaktions- und Härtezeiten "optimiert" werden. Füllstoffe im Gel, Titandioxid und Tixotropiemittel verlangsamen den Härteprozess, also wird nachgeholfen. Wenig Farbe, mehr Tixotr. und Beschleuniger /Härter, dann geht es schneller. Das Ergebnis ist Sprödigkeit, ungleichmäßiger Spannungsverlauf im Produkt, Farbveränderungen. Wer letztlich der eigentliche Verursacher ist, der Harzlieferant oder der Verarbeiter, wissen nur diese Beiden. Schuld ist der Preisdruck der Abnehmer dieser Teile. Jetzt kommt bestimmt jemand und sagt du willst ja auch nicht mehr für das Mobil bezahlen. Stimmt, nur der Preis wurde kalkuliert mit einwandfreier Qualität. Und die wird nicht geliefert, trotzt steigender EVP. Albert
kurt2 am 13 Nov 2014 12:57:28
a.miertsch hat geschrieben:. ......... nur der Preis wurde kalkuliert mit einwandfreier Qualität. .............. Albert
HAllo, denke das stimmt nicht ganz. Muß vermutlich heißen: "der Preis wurde kalkuliert für die vom Kunden geforderte Qualität". Dann wird ein Schuh draus.
--> Link (scrollen bis "Wer eine GFK- Kabine sein Eigen nennen kann, der weiß was er hat!")
Kajakus am 13 Nov 2014 14:18:28
Moin moin zusammen, Gfk- als Werkstoff schon ein Sammelbegriff von einigen 1000 Möglichkeiten der Laminate. Da ist es schon sehr schwer einen Überblick zu bekommen. Noch schwerer ist es, Mitarbeiter zu finden die sich in dieser sehr komplexen Materie auch nur einigermaßen auskennen. Es ist, trotz der vielen Fehlermöglichkeiten, ein toller Werkstoff, der immer wieder erstaunt. Unendlich viele Produkte sind mit wenig Aufwand herstellbar. Selbst fehlerhafte Teile halten viele Jahre. Leider ist es selbst einem Fachmann nicht möglich Fehler im Laminat auf Anhieb zu erkennen, sie zeigen sich manchmal erst nach vielen Jahren. Selbst richtiger Murks ist hält ganz gut. Gute Verarbeitung ist Vertrauenssache, denn es spielen neben guten Rohstoffen noch viele Faktoren mit. Als da sind Temperatur. Luftfeuchtigkeit, Mischungsverhältnisse, Formgebung usw. Der Werkstoff wird ja erst aus diversen Komponenten hergestellt. Harz, Härter,Beschleuniger, Füllstoffe, Glas-, Polyester-, Aramid-, Kohlefasern in Matten oder Gewebeform fügt der Verarbeiter ja erst mit seinem Fachwissen zusammen. Die Wandstärken eines Teiles sind für die Verarbeitung wichtig, die Reaktionswärme macht es manchmal nötig , in mehreren Schritten zum fertigen Teil zu kommen. Da ist sehr viel Erfahrung und das berühmte Fingerspitzengefühl erforderlich. Im üblichen Handauflegeverfahren ist es nahezu unmöglich, bei aller Sorgfalt, zwei exakt gleiche Teile zu fertigen. Selbst habe ich mit diesen Werkstoffen über 40 Jahre gearbeitet, trotzdem kommen leider mal Fehler vor. Zum Glück lässt sich Gfk auch meist leicht wieder reparieren, was bei den Thermoplasten nicht so einfach ist. Schöne , Kajakus.
Bergbewohner1 am 13 Nov 2014 18:58:44
Albert, kann dir voll zustimmen, war vor einigen Jahren mal bei einem Hersteller und durfte dort einen ganzen Tag "zuschauen", da kam gerade ein Lastzug mit GFK Teilen aus I, die wurden gleich beim abladen kontrolliert, ca. die Häfte war schadhaft, der Prüfer meinet zu mir- auf Nachfrage- so sei fast immer, das waren Teile was sofort gesehen wurde, was ist mit den nicht gleich sichtbaren Fehlern? aber Albert hat es auf den Punkt gebracht- es geht nur noch um Kohle-der Kunde wir immer mehr zum Doofen abgestempelt.
andwein am 14 Nov 2014 11:24:16
Aber jeder will doch GfK (hagelresistent) und lattenfrei im Wohnmobil! Oder habe ich da was falsch verstanden? Alles im Leben hat Vor- und Nachteile und GfK ist ein tolles Material (Holz übrigens auch) wenn es sauber ver- und gearbeitet ist. Es ist aber kein Material für Zack-zack-Formteile. Das Dumme an der Sache, es übersteht meist die Gewährleistungszeit ohne sichtbare Schäden. Sorry, bin heute wieder gnadenlos direkt, Andreas
Mann am 14 Nov 2014 12:09:26
andwein hat geschrieben:Aber jeder will doch GfK (hagelresistent)
also ich nicht , Boden und evtl. Dach aber das sollte es dann gewesen sein.
schnatterente am 14 Nov 2014 13:32:52
Und wir wollen einen Blitzschlag überleben, denn wir spielen kein Lotto ;-)
gtom am 14 Nov 2014 14:10:18
andwein hat geschrieben:Aber jeder will doch GfK (hagelresistent) und lattenfrei im Wohnmobil! Oder habe ich da was falsch verstanden? .. und GfK ist ein tolles Material wenn es sauber ver- und gearbeitet ist. Es ist aber kein Material für Zack-zack-Formteile.
Hallo Andreas... GFK ist NICHT Hagelresistent, es ist lediglich "resitenter"... Das ist ein kleiner Unterschied... Während Alu bereits beim "Normhagel" massive Schäden aufweist benötigt GFK einen gewichtigeren oder schnelleren Hagel... (Bei der flächigen Verwendung als Sandwich)
Und Gerade für "ZigZag" Formteile ist GFK ein sehr kostengünstiges Material wenn es um die Herstellung von Kleinen bis mittleren Stückzahlen geht...
Ach nochwas: Mit Laminatbauteilen kann man "Normaufprall" ohne weitere Prüfung herstellen, d.h. für GFK Formteile gibt es zulässige Aufbauvarianten bei denen der Hersteller den Fußgängerschutz/Splitterschutz nicht gesondert nachweisen muss...
Thomas
Mann am 14 Nov 2014 16:57:19
gtom hat geschrieben: Hallo Andreas... GFK ist NICHT Hagelresistent, es ist lediglich "resitenter"... Das ist ein kleiner Unterschied... Während Alu bereits beim "Normhagel" massive Schäden aufweist benötigt GFK einen gewichtigeren oder schnelleren Hagel...
Thomas
ich denke der größte Unterschied ist, Alu ist optisch beschädigt bleibt aber dicht, beim GFK kann es andersrum sein.
andwein am 15 Nov 2014 14:46:58
Mann hat geschrieben:ich denke der größte Unterschied ist, Alu ist optisch beschädigt bleibt aber dicht, beim GFK kann es andersrum sein.
So ist es treffender ausgedrückt! Andreas
gtom am 15 Nov 2014 16:20:25
andwein hat geschrieben:So ist es treffender ausgedrückt! Andreas
Diese Aussage versucht man sich "herzuleiten", Fakt ist aber dass nach einem normalen Hagel ("Normhagel") beide Werkstoffe strukturell weitestgehend unbeschädigt bleiben. Sowohl beim Alu als auch beim GFK dürfte die Zahl der Wasserschäden durch Hagel Europaweit recht gering sein wenn man nur den mechanischen Effekt eines Hagelschlags berücksichtigt...
Wasserschäden haben meist andere Ursachen, ein Teil der Ursachen Kann (!) zwar indirekt mit Hagel zusammenhängen wäre aber z.b. im Zuge einer Schadensaufnahme durchaus vermeidbar...
99% aller Wasserschäden liegen im Dichtungsbereich von Anbauteilen bzw. Aufbauteilen... Hier primär Dichtflächen an Fenstern, Klappen usw weil beispielsweise die dauerklebrige Butyldichtmasse durch Schmutz und Bewegung nicht mehr Dichtet, auch Alu- Anbauteile werden vom Wasser unterwandert wenn sich z.b. die Lackierung im Laufe der Jahre löst, poröse Dichtungen durch Alterung, Fehlkonstruktionen mit nicht ablaufenden "Wasserpfützen" auf Dächern, Schraubverbindungen usw...
Oder gabs hier im Forum schonmal nen Wasserschaden durch eine optisch unbeschädigte Alu- oder GFK Schicht hindurch?
Thomas
Responderh am 15 Nov 2014 18:30:03
Servus Beinand, ich fahre seit 2007 einen Wochner Teilintegriert und habe auch in der Verbindung Fahrerhaus /Aufbau diese Spinnen,gehabt. So wurde der hintere Aufbau jetzt 2014 wurde komplett ab bzw angeschliffen und teilweise nachgebessert und die Stelle in weiss lackiert. Der Aufbau jedoch 2 x mit UV resisstenten Klarlack überlackiert.Der Lackierer selbst ist ein ehemöiger Arbeiter von RMB gewesen,der den Umzug nach Marktschorgast nicht mitgemacht hat und solche arbeiten jetzt selbständig in Argenbühl (Allgäu)durchführt.Der hat mir auch mitgeteilt,dass bei RMB Fahrzeugen generell das GFK separat noch vor der Auslieferung immer mit Klarlack versehen wurden.
emil77b am 15 Nov 2014 23:39:47
a da binnich ja beruhigt,
dacht schon, ich müßt mein Schätzchen entsorgen, wegen dieser microrisse
8)
Emil
herab55 am 16 Nov 2014 11:01:54
Hallo Hans. habe ein ähnliches Problem, wie ist denn der Name der Fa. in Argenbühl ?
Viele aus dem Schwarzwald Gisela und Herbert
Responderh am 16 Nov 2014 11:31:43
Firma Hotti oder Merk Wohnmobilservice Argenbühl Giessen 5
andwein am 16 Nov 2014 11:32:37
gtom hat geschrieben:Fakt ist aber dass nach einem normalen Hagel ("Normhagel") beide Werkstoffe strukturell weitestgehend unbeschädigt bleiben. Sowohl beim Alu als auch beim GFK dürfte die Zahl der Wasserschäden durch Hagel Europaweit recht gering sein wenn man nur den mechanischen Effekt eines Hagelschlags berücksichtigt. Thomas
Da stimme ich dir vollinhaltlich zu. So groß sind die Microrisse nicht, dass sich ein Wasserschaden im Dach oder den Wänden bildet. Leider auch ein ABER: Wasser kann in das Laminat eindringen (Osmose) und die Microrisse (im zusammenhang mit Frost) erweitern. Spätschäden könnten sein: kleine Schmutzfänger-Risse (optisch) oder beschädigter Glasfaser/Kunststoffverbund, GfK-Schwächung. Alles kein Grund zur Panik, aber zu der berechtigten Aussage: Beide Arten (Alu/GfK) haben ihre Vor-und Nachteile, die man bei der Kaufentscheidung/Diskussion kennen sollte. Übrigens: Sogar meine Lieblingszeitschrift in technischen Beschreibungen (grins) schreibt in ihrer neuesten Ausgabe 12/2014 auf S. 12 fälschlicherweise "das Dach ist außen mit hagelresistentem GfK beschichtet". Ich bin ja nur Forumschreiber, ich darf auch mal ungenau sein. Aber da schreiben professionelle Tester (oder übernehmen die die Werbeaussagen der Industrie??) Ein Schlingel, wer Böses denkt! Andreas
herab55 am 16 Nov 2014 11:42:39
Hallo Hans, danke Dir für die schnelle Antwort.
Herbert
gtom am 16 Nov 2014 12:01:47
Hallo Andreas....
DAS große Problem bei solchen Diskussionen ist die von den Teilnehmern zugrunde gelegte NORMUNG...
Um einen Werkstoff in seinen Eigenschaften zu definieren muss man: Die gleiche Norm verwenden, vergleichbare Maße und Einheiten verwenden und die gleiche Verarbeitung bzw. Bauart betrachten...
Einfaches Beispiel: Jemand behauptet eine Mauer sei uneben und wellig... derjenige der die Mauer gebaut hat behauptet diese sei eben. Nun kommt ein Sachverständiger, legt anhand der vereinbarten Bedingungen die zugrundeliegende Norm fest und anhand dieser Norm kann er die Maßtoleranz nachmessen und ein Ergebniss ermitteln... Jetzt erst kann man sagen ob die Wand gerade ist oder nicht... (Auch wenn die persönlichen Meinungen der Beteiligten darüber ganz weit auseinander liegen...)
Wenn eine "Fachzeitschrift" keine Norm für eine solche Aussage verwendet dann ist diese Aussage entweder nicht seriös oder der Einfachheit halber als richtig angenommen und so dargestellt...
Gemäß den Versicherern ist es so: Bei einem GFK- Dach ist die Gefahr eines sichtbar verbleibenden Schadens durch den - in unseren Regionen üblicherweise vorkommenden - Hagel derart gering dass die Versicherer hier Preisnachlässe gewähren...
Wie gesagt, das bezieht sich auf den statistischen Hagel... (in Größe und Geschwindigkeit)
Ich versuch mal später ein Bild eines Hagelschadens an einer GFK Seitenwand hochzuladen (Dellen in der Seitenwand)
Thomas
kurt2 am 16 Nov 2014 13:36:35
Hallo, da sich der TE nicht mehr meldet, denke ich, das Thema ist für ihn ausreichend diskutiert.
Im Zusammenhang mit der Sanierung geschädigter Flächen stellt sich mir jedoch die Frage, ob nicht folgende Reparaturverfahren, statt einer GFK- Reparatur, sinnvoll wären: Hier mal 2 Alternativen (von vermutl. mehreren): --> Link --> Link
Insbesondere das Spritzverfahren (elastisches Durabull) sollte doch auch Risse überbrücken bzw. füllen und dichten. Flächig gemacht, müsste doch dann mit der "Spinnenplage" endgültig Schluß sein.