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schlechter Geruch aus dem Wassertank 1, 2


Scout am 06 Feb 2015 14:26:08

kintzi hat geschrieben:Zitat andwein mit Ergänzung von mir (E:):
2. Desinfizieren, mit entfernen von biologischen Verschmutzungen in den Leitungen
E: Chlordioxid oder Dankklorix 3 Flaschen (4,5l?) / 100l Tankinhalt lt. Scout.

Diese 3 Flaschen stammen aus Erfahrungsberichten von Forenmitgliedern, die damit Biofilme entfernt haben.

--> Link
Seite 15 Erfahrungsberichte von Forenmitgliedern


Scout

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wohnmobilbenutzer am 06 Feb 2015 19:55:22

kintzi hat geschrieben:
1. Desinfizieren, ohne entfernen von biologischen Verschmutzungen in den Leitungen (Tank ist einfach)

2. Desinfizieren, mit entfernen von biologischen Verschmutzungen in den Leitungen

3. Entkalken, mit entfernen kalkhaltiger Ablagerungen

4. Verhindern von weiteren Verkeimungen, in Tank und Leitungen, bestehende bleiben bestehen

Gibt es noch was?


Hallo,

nach meiner Meinung macht ihr das zu kompliziert. Mit Ausnahme der Position 3 (Entkalken) kann man das alles mit dem gemäß gemäß Liste der Trinkwasserzusatzstoffe zugelassenen Chlordioxid machen. Das kann man bei Fachfirmen in größeren Mengen zu extrem günstigen Preisen kaufen. Wenn man sich dann noch ein Testset zur Konzentrationsbestimmung anschafft, kann man über die Messung der Chlorzehrung auch Rückschlüsse ziehen, ob noch organische Substanzen/Verkeimungen im Wassersystem vorhanden sind.

Hier --> Link habe ich dazu schon Einiges geschrieben.



PS: Ist irgenwie blöd, daß die Länge der Zitate hier so stark eingeschränkt ist - ich musste Einiges löschen, wodurch das Ganze schlechter nachvollziehbar wird.

kintzi am 06 Feb 2015 20:27:31

Ist doch bekannt, aber der Preis liegt bei Chlordioxid f. 1) (Desinf. ohne Schmadder), wenn man's nicht gerade vom städt. Wasserwerk auf dem Partisanenweg zum 0-Tarif bekommt, zwischen 20 u. 30€, 400ml Dankklorix nicht mal 1 €. Gr. Richi

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wohnmobilbenutzer am 06 Feb 2015 20:50:08

Hallo kintzi,

das Problem liegt im Prinzip nur darin, daß im Campingzubehörhandel für Chlordioxid ein in Bezug auf die Menge astronomisch hoher Preis verlangt wird.
Wenn ich mich wegen der vielen Vorteile und der universellen Verwendbarkeit von Chlordixid dazu entschließe, dieses dauerhaft zu verwenden, bekomme ich im Fachhandel zwei 2,5 l- Kanister mit den Grundsubstanzen zum Preis von insgesamt rund 50,- Euro und habe damit für zig Jahre ausgesorgt.

Rainer Klasani hat dazu hier --> Link einen m. E. sehr guten Artikel verfasst, in dem er auch ausgerechnet hat, wie wenig der Spaß dann kostet.


Scout am 07 Feb 2015 01:37:26

wohnmobilbenutzer hat geschrieben: dem gemäß gemäß Liste der Trinkwasserzusatzstoffe zugelassenen Chlordioxid machen. ……….. Wenn man sich dann noch ein Testset zur Konzentrationsbestimmung anschafft, kann man über die Messung der Chlorzehrung auch Rückschlüsse ziehen, ob noch organische Substanzen/Verkeimungen im Wassersystem vorhanden sind. .

Die Liste der Trinkwasserzusatzstoffe enthält Mittel für eine Behandlung des Trinkwassers. Das hat mit Tankdesinfektion und dem Entfernen von Biofilmen nichts zu tun. Dazwischen liegen Welten. Man sollte die verschiedenen Anwendungen schon säuberlich trennen und nicht beides in einen Topf packen. Genauso wie das Testset bei einer Tankdesinfektion vollkommen unbrauchbar ist.
Wenn man sich auf Liste beziehen möchte, dann auf das DVGW Arbeitsblatt 291 mit dem Thema. „Reinigung und Desinfektion von Wasserverteilungsanlagen“

Die Liste der Trinkwasserzusatzstoffe kommt aus der Trinkwasserverordnung und hat mit Reinigung und Desinfektion nichts zu tun.


Scout

kintzi am 07 Feb 2015 02:32:51

Zusätze werden doch viel niedriger dosiert.
Chlordioxid ist nicht unbegrenzt lagerfähig. Gr. Richi

willi_chic am 07 Feb 2015 09:55:42

kintzi hat geschrieben:Chlordioxid ist nicht unbegrenzt lagerfähig. Gr. Richi

ich bin vor einem halben Jahr auf Chlosdioxid umgestiegen

das 1kg-Paket von Fa Stangl (für 10 kg Lösung) hat runde 40 € gekostet und reicht für den Rest meines Campinglebens

der Ansatz mit 5 mg/l für Schockdesinfektion ist 6-8 Woche haltbar und wird beim Wasserfassen auf 0,2mg/l runterverdünnt

grrüße klaus

kintzi am 07 Feb 2015 10:57:25

Habe Substanzen u. Ansatz durcheinander gebracht. Danke f. d. Korrektur.
Wäre Chlordioxid f. die Poolreinigung bei Saisonbeginn etwas (Wasser über Winter nur zu einem Dritteln abgelassen) ? Gr. Richi

wohnmobilbenutzer am 07 Feb 2015 11:41:25

Scout hat geschrieben:Die Liste der Trinkwasserzusatzstoffe enthält Mittel für eine Behandlung des Trinkwassers. Das hat mit Tankdesinfektion und dem Entfernen von Biofilmen nichts zu tun. Dazwischen liegen Welten. Genauso wie das Testset bei einer Tankdesinfektion vollkommen unbrauchbar ist.


Scout


Hallo,


im Prinzip kann man die Themen Wassertankreinigung und Desinfektion des Trinkwassers aus technischer Sicht nicht voneinander trennen.

Wenn man eine Wasserversorgungsanlage im WoMo hat, die von Anfang an nur mit Wasser beschickt wurde, das mit einem gut wirksamen Desinfektionsmittel wie Chlordioxid keimfrei gemacht wurde, wird sich kein Biofilm bilden. Die Wasseranlage muss allerdings bei Nichtgebrauch immer gründlich geleert werden und austrocknen können.

Normalerweise mache ich deshalb keine Stoßdesinfektion mehr, wenn ich bei der Erstbefüllung z. B im Frühjahr mit dem Testset feststelle, dass die gemessene Chlordioxidkonzentration in etwa den vorausberechneten Werten entspricht. Das ist der Hinweis, dass die Anlage "sauber" ist. Dies kann natürlich bei anderen Wohnmobilinstallationen je nach vorherigem Betrieb ganz anders sein und dann ist natürlich eine Grundreinigung angesagt.

Die Industrie bietet eine Vielzahl von teuren Tankreinigungsmitteln an und will natürlich damit auch Geld verdienen. Der Aufwand bei der Anwendung ist teilweise recht hoch (Einsatz verschieder Mittel und anschließendes Ausspülen). Dabei muß man sicher sein, daß bei diesen nicht zur Trinkwasserdesinfektion zugelassenen Mitteln jedesmal komplett alle Rückstände aus dem Trinkwassersystem entfernt werden. Bei meiner Methode habe ich diese Problematik nicht, auch wenn ich mal eine Stoßdesinfektion durchführen müsste. Ich habe deshalb m. E. bei minimalem Zeit- und Kostenaufwand einen maximalen Nutzen.

Aber es muß halt jeder selbst entscheiden, wie er mit den etwas ungünstigen Trinkwasserhygiene-Verhältnissen in den Womos umgeht.











wohnmobilbenutzer am 07 Feb 2015 11:47:37

kintzi hat geschrieben:Zusätze werden doch viel niedriger dosiert.
Chlordioxid ist nicht unbegrenzt lagerfähig. Gr. Richi


Hallo,

es stimmt schon, daß Chlordioxid nicht unbegrenzt lagerfähig ist - die Ausgangkomponenten aber schon. Ich bereite das Chlordioxid deshalb immer erst vor dem Urlaub durch Mischen der beiden Komponenten zu und fülle es in zum Tankvolumen passende Portionsgläser.

Ich habe einmal mit der zugelassenen Konzentration an Chlordioxid versetztes Wasser zwei Monate im Tank stehen lassen - da hat die Messung in der Tat ergeben, daß es sich nach diesem Zeitraum vollkommen abgebaut hat.


wohnmobilbenutzer am 07 Feb 2015 11:57:40

kintzi hat geschrieben:
Wäre Chlordioxid f. die Poolreinigung bei Saisonbeginn etwas (Wasser über Winter nur zu einem Dritteln abgelassen) ? Gr. Richi


Hallo,

dazu habe ich keine gesichtern Erkenntnisse. Chlordioxid hat eine von anderen Chlorprodukten deutlich abweichende Wirkungsweise und ist insofern mit den normalerweise im Schwimmbadereich eingesetzten Mitteln nicht direkt zu vergleichen.

Eine Reinigungs- und Desinfektionswirkung ist bestimmt gegeben. Man müsste aber nachforschen, inwieweit es in höheren Konzentrationen hautverträglich ist. Ist jetzt aber etwas ot.


thomas56 am 07 Feb 2015 12:02:54

wohnmobilbenutzer hat geschrieben:
Ich habe einmal mit der zugelassenen Konzentration an Chlordioxid versetztes Wasser zwei Monate im Tank stehen lassen - da hat die Messung in der Tat ergeben, daß es sich nach diesem Zeitraum vollkommen abgebaut hat.


meiner Meinung nach ist unser Leitungswasser schon 6 Wochen haltbar gemacht worden und ich zumindest habe nicht 6 Wochen lang das selbe Wasser im Tank.

Ich habe 10 Jahre lang unser Planschbecken mit Chemikalien behandelt und dadurch weiss ich, dass die Zehrung und Abbau vom Chlor von den unterschiedlichsten Faktoren abhängig ist. Von daher müsste ich den PH- und Chlorwert fast täglich messen um absolut auf der sicheren Seite zu sein.

Mein Tankwasser halte ich generell für den Verzehr nicht geeignet, deswegen nehme ich es auch nicht in den Mund.

wohnmobilbenutzer am 07 Feb 2015 12:45:53

thomas56 hat geschrieben:Mein Tankwasser halte ich generell für den Verzehr nicht geeignet, deswegen nehme ich es auch nicht in den Mund.


Hallo,

ist zwar ein auf den ersten Blick etwas radikaler Ansatz - aber ich kann ihn nachvollziehen.

Die Verhältnisse im Womo sind einfach nicht mit denen zu vergleichen, die man zuhause durch die öffentliche Trinkwasserversorgung hat. Da gibt es viel mehr Unsicherheiten durch die verschiedenen Wasserqualitäten, die man unterwegs tankt, durch unhygienische Verhältnisse an den Zapfstellen, durch hohe Temperaturen u.s.w. .

Mir ist auch schon mehrfach passiert, daß ich das Tankwasser nicht als Trinkwasser verwenden konnte. Das konnte ich durch die Chlordioxidmessung nach der Zugabe feststellen.

Wenn man gleich eine zu hohe Chlorzehrung feststellt, enthält das Wasser zu viele Substanzen, die nicht hineingehören und sollte deshab nicht getrunken werden.

Umgekehrt hatte ich auch schon nach der Chlordioxidzugabe eine zu hohe Chlorkonzentration gemessen, weil das gezapfte Wasser schon eine Menge Chlor enthielt. Also war es auch nicht als Trinkwasser verwendbar. Ich hätte natürlich vor dem Tanken den Chlorgehalt messen können, aber irgendwo will man den Aufwand im Urlaub ja nicht ins Unendliche treiben, auch wenn ich die Sicherheit in der Trinkwasserversorgung aus meiner beruflichen Sicht für extrem wichtig halte.

Also denke ich mal, daß der Ansatz "Tankwasser ist kein Trinkwasser" für Menschen, die nicht einen gewissen Aufwand bei der Wasserversorgung im Womo treiben wollen bzw. nicht auf ihr gutes Immunsystem vertrauen wollen, nicht verkehrt ist.



andwein am 07 Feb 2015 15:14:07

Ich diskutiere ja auch bei einem solchen Thema gerne mit, es ist ja wirklich interessant, aber ich muss mich allerdings outen:
In den letzten 30 Jahren habe ich 5 Wohnmobile gefahren. Ich habe überwiegend frei gestanden, und auch an Quellen, Dorfbrunnen und Friedhöfen mein Wasser bebunkert. Ich habe nur bei der Brunnen/Quellentankung jedesmal eine Micropur-Pille eingeworfen.
Ich habe nie einen Tank entkalkt, Ich habe nie einen Tank desinfiziert, Ich habe nie eine faulen Geruch gerochen und nie einen Biofilm entdeckt.
Was ich in den dreißig Jahren an Geld gespart habe! Irre, das reicht mehrere Tankfüllungen Diesel!
Ich frage mich wirklich, was muss man wie lange falsch machen, dass das Wasser im Tank kippt???
Richtig irritiert, Andreas

kurt2 am 07 Feb 2015 16:11:49

andwein hat geschrieben:Ich frage mich wirklich, was muss man wie lange falsch machen, dass das Wasser im Tank kippt???
Richtig irritiert, Andreas


HAllo Andreas,
ist bei mir genauso.
Allerdings entleere ich den Tank immer nach der Reise und entkalke und desinfiziere die Wasseranlage jährlich vor Beginn der Saison. Mit diesem Prozedere hatte ich noch nie ein Problem mit dem Frischwasser.

wohnmobilbenutzer am 07 Feb 2015 18:01:06

andwein hat geschrieben:I
Ich habe nie einen Tank entkalkt, Ich habe nie einen Tank desinfiziert, Ich habe nie eine faulen Geruch gerochen und nie einen Biofilm entdeckt.
Ich frage mich wirklich, was muss man wie lange falsch machen, dass das Wasser im Tank kippt???
Richtig irritiert, Andreas


Hallo,

Glück gehabt, würde ich mal sagen :mrgreen: .

Nee, im Ernst - das mit der Desinfektion ist halt wie mit dem Sicherheitsgurt im Auto. Den braucht man auch bei den meisten Fahrten nicht wirklich - wenn man dann doch mal einen Unfall hat, ist man froh dafür.

Aber das es keinen Biofilm gegeben hat, das wundert mich wirklich. Zumal die früher in den Trinkwasseranlagen der Womos verbauten Materialien oftmals noch einen guten Nährboden für Keime abgegeben haben. Ich habe auch schon etliche Bilder von aus Womos ausgebauten Schlauchleitungen gesehen, die keinesweg appetlich ausgesehen haben. Aber ist halt Alles Geschmackssache :mrgreen: .


wmsnooker am 07 Feb 2015 18:34:54

...die 5. Seite
tztztz :roll:

kintzi am 07 Feb 2015 18:43:36

Zitat Kurt2
ist bei mir genauso.
Allerdings entleere ich den Tank immer nach der Reise und entkalke und desinfiziere die Wasseranlage jährlich vor Beginn der Saison. Mit diesem Prozedere hatte ich noch nie ein Problem.

Bei gleichem Prozedere ebenfalls! Klin. keine Infektionen einschl. Hündin, die es seit '05 regelmäßig säuft.

Entkalkung: mit Citrat, man merkt's am besseren Fluß durch die Perlatoren.

Ad Wohnmob.-Ben. : Du bestimmst Chlorkonzentrationen u. schließt daraus auf die Keimfreiheit? Würde mal bakteriol. nach ein paar Wochen prüfen, am einfachsten mit "Uricult" Nährboden aus der Apotheke. Bebrütung im Backofen mit Regler deutlich unter 50°C,Thermometer mit einlegen, um 35-40°, 24-48 h.
Zum anderen muß man nach begründeter Desinfektion spülen, nicht wegen der Chemie, zerfällt ja in harmlose Substanzen, aber die "Bioleichen " sollten auch raus, desgleichen frei gewordene Toxine/Enzyme.
Gr. Richi

wohnmobilbenutzer am 07 Feb 2015 20:47:55

kintzi hat geschrieben:Du bestimmst Chlorkonzentrationen u. schließt daraus auf die Keimfreiheit? Würde mal bakteriol. nach ein paar Wochen prüfen.
Zum anderen muß man nach begründeter Desinfektion spülen, nicht wegen der Chemie, zerfällt ja in harmlose Substanzen, aber die "Bioleichen " sollten auch raus, desgleichen frei gewordene Toxine/Enzyme.
Gr. Richi



Hallo,

im Prinzip hast Du recht. Mit dem von dir geschilderten Mehraufwand könnte man die Sache noch optimieren. Aber irgendwo sehe ich wie bei allen Dingen eine Grenze.
Zudem reichern sich die "Bioleichen" nicht an - der Tank wird ja ständig neu befüllt, das meiste Wasser als Brauchwasser benutzt und am Ende des Urlaubs wird der Tank komplett geleert.

Über die Bestimmung der Chlorkonzentration kann man natürlich nicht direkt auf die Keimfreiheit schließen. Wenn jedoch die gemessene Konzentration nach etwa einer Stunde nicht wesentlich von der vorausberechneten abweicht, kann man daraus schließen, daß keine chlorzehrenden Substanzen und damit kein wesentliches Nährstoffangebot/kein Biofilm im Wasserversorgungssysten vorhanden sind. Unter diesen Umständen kann man davon ausgehen, daß ein gut wirkendes Desinfektionsmittel wie z. B. Chlordioxid eventuell vorhandene Keime weitestgehend abtötet. Wenn eine messbare Chlorzehrung vorhanden ist, könnte es sein, daß sich bereits ein die Keime schützender dicker Biofilm gebildet hat, der die Desinfektion massiv behindert.



thomas56 am 07 Feb 2015 20:52:19

wohnmobilbenutzer hat geschrieben:Wenn jedoch die gemessene Konzentration nach etwa einer Stunde nicht wesentlich von der vorausberechneten abweicht, kann man daraus schließen, daß keine chlorzehrenden Substanzen und damit kein wesentliches Nährstoffangebot für Keime im Wasserversorgungssysten vorhanden sind.

:eek: Was nimmst du für Gerätschaften mit in Urlaub?

wohnmobilbenutzer am 07 Feb 2015 21:10:58

thomas56 hat geschrieben: :eek: Was nimmst du für Gerätschaften mit in Urlaub?


Ist ein einfacher Farbumschlagtest, bestehend aus zwei Reagenzien. Kostet allerdings ca. 50,- Euro. Reicht aber, wenn ich mich richtig erinnere, für ca. 150 Tests aus, was die Kosten etwas relativiert.

Mann mann, da wende ich übers Jahr vielleicht eine Stunde auf, um das Desinfektionsmittel zu dosieren und die Tests zu machen - aber ich habe den Verdacht,daß ich hier im Forum schon mindestens drei Stunden lang Berichte darüber geschrieben habe :mrgreen: .



thomas56 am 07 Feb 2015 21:13:44

ich habe einen Pooltester, geht das auch und welches wären die Idealwerte? --> Link

wohnmobilbenutzer am 07 Feb 2015 21:31:00

Hallo Thomas,

ich glaube eher nicht, daß dieses Testset geeignet ist. Es misst zwar den Gesamtchlorgehalt, aber nur im Bereich von 0,1 -6 mg/l. Das ist für Trinkwasserzwecke zu ungenau.

Laut Trinkwasserverordnung dürfen maximal 0,2 mg/l Chlordioxid im Trinkwasser enthalten sein. Der von mir benutzte Test hat eine entsprechend feine Abstufung.

Zu den Idealwerten: Ich berechne die erforderliche Chlordioxidzugabe mit der Excel-Tabelle von Rainer Klasani (habe ich ein paar Beiträge oberhalb verlinkt) in Abhängikeit vom Tankvolumen so, daß etwa die 0,2 mg/l erreicht werden. Nach einer Stunde messe ich, wobei der Test im Regelfall diese Konzentration anzeigt. Wenn nicht, verwende ich aus den vorher schon mal geschilderten Gründen diese Tankfüllung nicht als Trinkwasser.


thomas56 am 07 Feb 2015 21:51:35

Danke wohnmobilbenutzer!

mithrandir am 07 Feb 2015 22:49:25

wohnmobilbenutzer hat geschrieben: Die Wasseranlage muss allerdings bei Nichtgebrauch immer gründlich geleert werden und austrocknen können.


Ich wundere mich ja immer, dass es Menschen gibt, die glauben, man könne eine Wasserleitung mit einem Innendurchmesser von 20-30mm, einer Länge von 3-4m und mehr und mehreren Ecken und Kurven, von den "Wassersäcken" ganz zu schweigen, austrocknen kann.
Selbst im heißen Sommer befindet sich der Großteil der Leitung im lichtfreien, eher kühlen Innenbereich.
Mich wundert auch, dass man tatsächlich glaubt mit der Entleerung eines 10m Schlauchs die Grundlage für Keimwachstum zu entziehen.

Meiner Meinung nach entspringt ein Großteil dieser Diskussionen einer Hygienehysterie.
Klar, Biofilm und schwarzer Belag sind nicht appetitlich, aber auch nicht hochgiftig. Ich mag es auch nicht und nutze zu diesem Zweck Chlorgranulat aus dem Schwimmbadbereich. Und zwar immer dann, wenn das Wasser nach längerem Stehen vor antritt der Reise des WoMos müffelt.
Während der Reise ist der Durchsatz hoch genug, so dass ich noch nie spülen musste (zur Not habe ich Granulat dabei). Geruchsprobleme macht da eher der abwassertank, aber auch der lässt sich mit Chlor behandeln.
Ich nutze auch keine Analysesets für die Dosierung. die Dosierung richte ich nach dem hier schon verlinkten Dokument. Danach ordentlich spülen und die Geruchsbelästigung ist passe.
Die Wasserleitungen auszutauschen halte ich für vollkommen übertrieben. Das macht man zu Hause auch nicht. Und ich habe schon verschiedene Hausleitungen von Innen gesehen. Ein Biofilm ist der Normalfall.
Ich denke auch, dass die meisten gar kein Problem haben. Bei mir war es so, dass der Vorbesitzer den Tank einmal ausprobiert hat und dann zum Großteil ungenutzt ließ. Dadurch hatten wir tatsächlich anfangs schwarze Flocken. Klar bekomme ich das Zeug nie komplett aus der Leitung, aber die Chlorbehandlung ab und zu sorgt dafür, dass die Belastung im rahmen bleibt.
Wir hatten im Urlaub noch nie Durchfall oder Kotzeritis.
Wer seinen Tank von Anfang an einigermaßen pflegt (und damit meine ich keine Dauerbeschickung mit Silber, Chlor oder ähnlichem), wird wahrscheinlich nie Probleme haben.
Wenn die Leitungen und der Tank bei Nichtbenutzung maximal gefüllt ist, bleibt wenig Platz für Sauerstoff und somit für Keime.

kintzi am 07 Feb 2015 23:57:37

Also wenn's "müffelt",ist es bei mir aus. Müssen keine pathogenen Keime sein, aber immer welche zuviel, Hündin geht auch nicht dran. Bis jetzt
nur 1x passiert , reines Wasser aus Vergesslichkeit bei Temp. um 25°C 5 Wochen drin gelassen. Sofortige fraktionierte Spülung über 16h mit Hypochlorit (1/2 l Dankklorix in 100l Wasser) u. 2x100l Wasser beseitigte das Übel. Und das Abwasser roch auch nur noch nach Schwimmbad.
Chlor zur Dauerdesinfektion mag ich nicht, mir reichen die Besuche noch im Osten (DDR, Polen). Da hatte man den Eindruck, innerlich gebleicht zu werden u. voda gasowa in Siphonfl. gab es auch nicht immer. :razz: Gr.Richi

kintzi am 08 Feb 2015 00:01:46

Zitat:
Wenn die Leitungen und der Tank bei Nichtbenutzung maximal gefüllt ist, bleibt wenig Platz für Sauerstoff und somit für Keime.

Denkste, und was ist mit den (gefährlichen) Anaerobiern ? Gr. Richi

wohnmobilbenutzer am 08 Feb 2015 11:21:41

mithrandir hat geschrieben:Ich wundere mich ja immer, dass es Menschen gibt, die glauben, man könne eine Wasserleitung mit einem Innendurchmesser von 20-30mm, einer Länge von 3-4m und mehr und mehreren Ecken und Kurven, von den "Wassersäcken" ganz zu schweigen, austrocknen kann.

....... und nutze zu diesem Zweck Chlorgranulat aus dem Schwimmbadbereich.


Hallo,

ich glaube keinesfalls, daß man die Wasserleitung ganz austrocknen kann. Aber halt zum Großteil. Man minimiert dadurch zweifelsfrei die Biofilmbildung. Das ist auch der Grund, warum zumindest mein Womohersteller diese Maßnahme in der Bedienungsanleitung empfiehlt. Es geht auch nicht darum, den allerletzen Keim zu erwischen, da der Mensch durchaus mit den meisten Keimen gut leben kann. Ohne bestimmte Keime wie z. B. die Darmkeime könnte er überhaupt nicht leben. Aber ein Übermaß an Keimbelastung, wie sie sich unter ungünstigen Umständen im Womo einstellen kann, muß aus meiner Sicht nicht unbedingt sein.

Chlorgranulat aus dem Schwimmbadbereich würde ich persönlich nicht nutzen, da man nicht ausschließen kann, daß darin Beimengungen enthalten sind, die im Trinkwasser nichts zu suchen haben. Chlor in der normalüblichen Form wirkt auch chemisch ganz anders als Chlordioxid. Bei vorhandensein bestimmter organischer Wasserinhaltsstoffe bilden sich bei dem klassischen Chlor Chlornebenprodukte, die nicht unbedingt als gesundheitsförderlich gelten. Zudem stört mich dabei auch der starke Chlorgeruch, der bei richtig dosiertem Chlordioxid hingegen kaum auftritt.


andwein am 08 Feb 2015 12:00:15

wohnmobilbenutzer hat geschrieben: ich glaube keinesfalls, daß man die Wasserleitung ganz austrocknen kann. Aber halt zum Großteil.

Ich glaube auch nicht, dass man in jedem Wohnmobil die Leitungen trocken bekommt. Aber das sind halt Konstruktions/Herstellungs/Winterstatusfehler. Ein sauber abfallendes Wassersystem lässt sich ausblasen, der Tank lässt sich trocken wischen. Die Hähne bleiben offen, der Duschschlauch wird beim Entleeren hochgehoben (wie der Befüllungsschlauch), der Tankablass und der Revisionsdeckel bleiben offen. Die Wasserfallen (Wasservorfilter, Druckausgleichsgefäß kann man öffnen und die Reste auslaufen lassen.
Vielleicht ist das der Grund. Manche machen es halt auf die alte Art, manche suchen im Internet nach der perfekten Lösung (wo man angeblich dann nichts weiter tun muss als ein paar tröpfen zugeben und alle ist wieder o.k.)
Nur meine Machart, Andreas

wohnmobilbenutzer am 08 Feb 2015 13:29:20

andwein hat geschrieben: ... der Tankablass und der Revisionsdeckel bleiben offen...


Hallo,

hatte ich bisher auch immer gemacht. Bei der ersten Füllung im letzten Frühjahr hatte ich zum Glück vorher noch in den Tank reingeschaut und eine tote Hummel entdeckt.
Die konnte ich dann noch entfernen.

Wenn sowas im Tank verbleibt, hat man eine stete Quelle der Verkeimung. Ist im Prinzip genau wie im Wasserleitungsbau. Wenn sich da während der Bauzeit eine Maus in die Leitung einschleicht und verendet und man die bei der Spülung vor Inbetriebnahme nicht rauskriegt, kann man ewig desinfizieren und kriegt die Leitung nicht keimfrei.
Das beantwortet vielleicht zum Teil auch deine Frage weiter oben wo du dich gewundert hattest, was die Leute falsch machen, daß sie so verunreinigte Wassersysteme haben.

Also schließe ich jetzt den Tankablass und decke die Revisionsöffnung mit einer Fliegengaze ab.



mithrandir am 08 Feb 2015 13:49:10

wohnmobilbenutzer hat geschrieben:ich glaube keinesfalls, daß man die Wasserleitung ganz austrocknen kann. Aber halt zum Großteil. Man minimiert dadurch zweifelsfrei die Biofilmbildung.


Klar, aber sich mal mit dem Wachstum und der Ausbreitung von Keimen und Bakterien beschäftigt hat, weiß, dass so ein kleiner Biofilm an einer feuchten Stelle nach der Wiederbefüllung relativ schnell wieder zu einer Belastung führt, die auch ohne trocknende Maßnahmen entstanden wäre.

Klar muss jeder letzten Endes so arbeiten, dass er am Ende ein ruhiges Gewissen hat. Um mehr geht es doch nicht. Mich nervt es einfach nur, dass hier teilweise Schreckensszenarien aufgebaut werden (hauptsächlich durch das Marketing der Reinigungsmittelhersteller), die komplett an der Realität vorbei gehen. Mir könnte es ja auch egal sein, was die anderen so in ihre Tanks schütten, aber letzten Endes landet ein Großteil halt wieder in der Umwelt und im Grundwasser und erhöht die Wahrscheinlichkeit von Resistenzen.
Ab er sterben werden wir sowieso alle irgendwann. Und die Wahrscheinlichkeit, dass wir an einer Infektion durch Keime im
Wasser aus dem WoMo Tank sterben, ist seeeeeeehr gering.

kintzi am 08 Feb 2015 13:53:36

Zitat:
....aber letzten Endes landet ein Großteil halt wieder in der Umwelt und im Grundwasser und erhöht die Wahrscheinlichkeit von Resistenzen.

wohnmobilbenutzer am 08 Feb 2015 14:03:45

mithrandir hat geschrieben:Und die Wahrscheinlichkeit, dass wir an einer Infektion durch Keime im
Wasser aus dem WoMo Tank sterben, ist seeeeeeehr gering.


Hallo,

das stimmt natürlich. Aber das die ganze Wohnmobilbesatzung eines von mir gemieteten Wohnmobils einen Durchfall hatte, habe ich selber schon erlebt. Und eine andere Ursache konnte man damals weitgehend ausschließen. Ist im Urlaub auch keine reine Freude und hat mich dazu bewogen, beim eigenen Mobil von Anfang an auf diesbezügliche Hygiene zu achten.

Es werden ja wirklich viele Tankreinigungs- und Desinfektionsmittel angeboten. Bei manchen Werbeaussagen sträuben sich mir auch die Haare. Und eine ganze Sammlung von verschiedenen Wundermittelchen anzuwenden, wäre mir auch zuviel.


kintzi am 08 Feb 2015 14:05:16

Zitat:
....aber letzten Endes landet ein Großteil halt wieder in der Umwelt und im Grundwasser und erhöht die Wahrscheinlichkeit von Resistenzen.

Das ist aber auch so ein Schreckensszenario u. z. T. unreflektierte Behauptung.

Was wir empfehlen (Hypochlorit, Chlordioxid) wird rasch zu Chloriden (mit Na zu Kochsalz u. Wasser) abgebaut,
Citrate stellst Du in Deinem Körper selbst im Citronensäurezyklus her , ohne letzteren kaum Leben.

Und Resistenzzüchtung durch Desinfektionsmittel ist ein Märchen, bei Antibiotika würde ich Dir recht geben. Gr.Richi

mithrandir am 08 Feb 2015 18:40:57

kintzi hat geschrieben:Und Resistenzzüchtung durch Desinfektionsmittel ist ein Märchen, bei Antibiotika würde ich Dir recht geben


Desinfektionsmittel sind in den meisten Fällen auch Antibiotika.

kintzi am 08 Feb 2015 20:58:10

Hano !?! :razz: Gr. Richi

MarkusAlex am 09 Feb 2015 09:49:48

Tankreinigen ist immer wieder ein Thema ,

am besten ist es nach dem Entleeren den Tank zu öffen und offen zu lassen,die Wasserarmaturen öffnen ( und elektrisch abschalten) die Wasserleitungen mit Druckluft ausblasen . Ferti!g da riecht nix und stinkt nix

Hat man erst mal den Biofilm im Wassersystem geht das auch nicht mehr so super raus , in harmlosen fällen reichen Corega Taps zum Reinigen ( Peroxid)
bei Chlor werden nur Bakterien abgetötet, aber nicht gereinigt .

Wenn hier zb der Tank stinkt , empfehle ich einen neuen zu Kaufen , mit den Teuren Campingreinigern wiegt sich das fasst auf .
Dann ist Garantiert das du Sauberes Wasser hast ( kein Trinkwasser )

Da lieber Aqua-Natural im 5 Liter behälter mitnehmen und alle sind Glücklich

MarkusAlex am 09 Feb 2015 09:51:08

Tankreinigen ist immer wieder ein Thema ,

am besten ist es nach dem Entleeren den Tank zu öffen und offen zu lassen,die Wasserarmaturen öffnen ( und elektrisch abschalten) die Wasserleitungen mit Druckluft ausblasen . Ferti!g da riecht nix und stinkt nix

Hat man erst mal den Biofilm im Wassersystem geht das auch nicht mehr so super raus , in harmlosen fällen reichen Corega Taps zum Reinigen ( Peroxid)
bei Chlor werden nur Bakterien abgetötet, aber nicht gereinigt .

Wenn hier zb der Tank stinkt , empfehle ich einen neuen zu Kaufen , mit den Teuren Campingreinigern wiegt sich das fasst auf .
Dann ist Garantiert das du Sauberes Wasser hast ( kein Trinkwasser )

Da lieber Aqua-Natural im 5 Liter behälter mitnehmen und alle sind Glücklich

kintzi am 09 Feb 2015 11:24:24

Gebissreiniger? Dachte,der wäre schon lange ad acta! Oder von mir aus, um den Abwassertank zu desodorieren. Gr. Richi

MarkusAlex am 09 Feb 2015 12:14:42

natriumperoxid

ist das mittel was für für ein eeinwandfreie Chemische reinigung brauchen , das ist eben billig im Gebissreiniger enthalten .

das heisst anlage füllen , Packung Gebissreiniger rein , ( eine Tablette reicht gerade mal für 0,25 Liter )

130 liter tank + Boiler und Rohrleitungen

am Ventil auslaufen lassen .

Dann ein eRuhezeit von ca 3 Std

Danach Spülen mit TW , zuerst den Tank . mit dem Gartenschlauch über das Ablassventil
Dann die Pumpe demontieren und den Gartenschlauch mit der Fahrzeugleitung verbinden . Achtung nur mit Druckminderer 0,5 bar und gut Spülen

viking92 am 09 Feb 2015 12:22:53

Scout hatte mal so ein wunderbares Bild von den Rückständen der Tabs.

Evtl. meldet er sich noch :wink:


Lancelot am 09 Feb 2015 12:35:40

viking92 hat geschrieben:Scout hatte mal so ein wunderbares Bild von den Rückständen der Tabs.


Auf Seite 12 : --> Link
:)

Matze1412 am 23 Jun 2016 09:41:48

Welche Dosierung empfehlt ihr für Stoßdesinfektion?
Fa. Asset empfiehlt für 100 L Tank 100 g Oxosanum (=100mg ClO2) bei 6 Stunden Einwirkzeit. Hier habe ich von 5 g für 100 l gelesen....

Darüber hinaus würde mich interessieren, ob Permanentdesinfektion notwendig und wenn ja in welcher Dosierung?

Vielen Dank
Matze

Scout am 23 Jun 2016 10:41:33

Hallo Matze!
Schau dir dieses Excelblatt an. --> Link
Darin ist es recht gut beschrieben und man kann berechnen wie viel Oxosanum man braucht.
Du solltest abschätzen, ob dein System versifft, also Beläge in Schläuchen vorhanden sind oder nicht. Danach richtet sich die Anwendungskonzentration.

Ob man eine Permanentdesinfektion durchführen muss hängt vom Wasserdurchsatz ab. Bei längerem Verbleib kann es sinnvoll sein. Es ist aber nur möglich wenn man dann wöchentlich Chlordioxid zugibt. Chlordioxid wirkt nicht über längere Zeit, vielleicht eine Woche.

Gruß
Scout

wohnmobilbenutzer am 23 Jun 2016 15:56:23

Matze1412 hat geschrieben:...Darüber hinaus würde mich interessieren, ob Permanentdesinfektion notwendig und wenn ja in welcher Dosierung?..

Vielen Dank
Matze



Hallo,

die Frage, ob eine Permanentdesinfektion erforderlich ist, lässt sich leider nicht so einfach beantworten. Das hängt von vielen Randbedingungen ab, auf die man bei Wohnmobilreisen kaum Einfluß hat. Trotz der Normen vorgebenden Trinkwasserverordnung in D und ähnlichen Regelungen z. B. im EU-Raum, kann sich das unterwegs getankte Wasser durchaus stark in Bezug auf Keimbelastung, Nährstoffe für Keime und eventuell schon vom Versorger zugegebene Desinfektionsmittel unterscheiden.

Das ist im Regelfall auch kein Problem, wenn das Wasser in den öffentlichen Versorgungssystemen kühl bleibt und relativ schnell verbraucht wird. Beim Wohnmobilbetrieb hat man leider diese günstigen Bedingungen nicht immer.

Ich persönlich betreibe deshalb eine Dauerdesinfektion, zu der ich hier --> Link schon mal etwas geschrieben habe.
Ob man sowas macht, hängt sehr stark vom persönlichen Sicherheitsbedürfnis ab - und, es gibt natürlich auch ganz andere Ansätze, wie z. B. das Tankwasser gar nicht als Trinkwasser zu benutzen.

Einen wesentlichen Vorteil der Dauerdesinfektion sehe ich darin, daß sich bei konsequenter Anwendung praktisch keine Biofime (Anlagerungen von Mikroben) auf den wasserbenetzten Oberflächen der Wasserinstallationen im Womo bilden können. Diese Biofilme hat man zwar regelmäßig auch in öffentlichen Wasserversorgungsanlagen, in denen undesinfiziertes Wasser verteilt wird - bei den dortigen Betriebsbedingungen sind die aber normalerweise unproblematisch.

Im Womo jedoch können sich diese Biofilme schon mal durch die Austrocknung über Winter oder durch das Geschüttel während der Fahrt lösen. Dadurch hat man dann diese kleinen schwarzen Flocken (Mikrobenansammlungen) im gezapften Wasser. Das lässt sich vermeiden, wenn man regelmäßig aufwändig die Wasserversorgungsanlage des Womo reinigt oder Wasser von Versorgern tankt, die von sich aus Desinfektionsmittel zugeben. In Deutschland z. B. geben allerdings die Wasserversorgungsunternehmen keineswegs immer Desinfektionsmittel zu. In der Region, in der ich beruflich mit der Wasserversorgung zu tun habe, wird von den Versorgungsunternehmen mehr als 90% des Wassers undesinfiziert abgegeben. Das kann man natürlich unterwegs nicht ganz so einfach feststellen. Deshalb messe ich, wie ich in meinem Anfangs verlinkten Beitrag beschrieben habe, mit einem Testset den Chlorgehalt des getankten Wassers und gebe bei Bedarf selber Chlordioxid entsprechend den Vorgaben der Trinkwasserverordnung zu.

Wenn man somit keine Biofilme im Womo-Wasserversorgungssystem hat, hat man auch den Vorteil, daß man das Wasser bei Bedarf schon mal eine Zeitlang im Womo stehen lassen kann. Auch wenn sich das Chlordioxid nach einigen Tagen abgebaut hat, kann es nicht zu Rückverkeimungen aus Biofilmen kommen. Da das Wasser an sich durch den anfänglichen Chlordioxidgehalt praktisch steril ist, kommt es wahrscheinlich auch über längere Zeiträume nicht zu kritischen Keimvermehrungen.

Da mir diesbezüglich aber keine speziellen wissenschaftlichen Untersuchungen bekannt sind, lasse ich aber sicherheitshalber bei längeren Standzeiten das Wasser immer ab. Damit entzieht man eventuell sich bildenden Biofilmen die Lebensgrundlage. Voraussetzung ist allerdings, daß sich die Wasserversorgungsanlage gut entleeren und austrocknen lässt.



Grüße

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