X251 am 02 Apr 2015 20:38:31 Hat jemand praktische Erfahrungen mit der Nutzung eines Wechselrichters bei gleichzeitig laufendem Fahrzeugmotor? Bitte schreibt mir
- was für Geräte betreibt ihr dann über den Wechselrichter (wieviel Watt)? - wie groß ist eure Aufbaubatterie (wieviel Ah, Gel, AGM oder Nass)? - wie lange laßt ihr das jeweils am Stück laufen? - wie oft habt ihr das schon so gemacht bzw wie lange macht ihr das schon so? - wird eure Aufbaubatterie über die Lichtmaschine geladen oder sitzt irgendwelche spezielle Elektronik dazwischen (z.B. Sterling Lader)?
vielen Dank
PS: bitte nur selbst gemachte Erfahrungen und keine Vermutungen
vosu99 am 02 Apr 2015 20:56:52 In unserem Womo ist ein Büttner MT 1000 SI-N WR verbaut. Nun zu Deinen Fragen: - das Betreiben des WR bei laufendem Motor stellt kein Problem dar. - es werden alle Geräte,die in der Kapazität des WR liegen,damit betrieben. - im Womo haben wir 2 AGM Batterien mit je 95 Ah verbaut - wir lassen die angeschlossenen Geräte so lange laufen, wie es erforderlich ist. Bei laufendem Motor ist die Leistung der Lichtmaschine das Limit. Um das zu überprüfen,haben wir einen Batteriecomputer. - das machen wir seit Erwerb des Womos,d.h. seit 2 Jahren - bei uns sitzt beim Aufladen ein Büttner Ladebooster dazwischen
BulliFeeling am 03 Apr 2015 04:52:59 Hi
Wir haben schon 2000 Watt Last am Wechselrichter gehabt fuer mehrere Stunden (Dachklima + andere Geraete) und das hat immer gut funktioniert. Aber wir waren dabei gefahren ! Im Stand haetten die Akkus schlapp gemacht, da die 160 A Last auf die Akkus nicht optimal sind. Hier sind wir mit max 5 Minuten an der Schmerzgrenze. Nicht weil es nicht funktioniert sondern weil es die Lebensdauer der Akkus extrem reduziert. Unsere Akkus haben 225Ah. Der Wechselrichter hat 2kW Belastbarkeit, 3,5kW fuer max 30 Minuten. Wir arbeiten mit Ladebooster.
, Dirk
Bulli-Feeling. Wir vermieten VW Westfalia Bullis.
Altmaerker39638 am 03 Apr 2015 10:09:06 Hallo, das Betreiben des WR 2KW Dauer + bis 4 KW Max., bei laufendem Motor stellt kein Problem dar. Wurde sogar beim Einbau der Klimaanlage (Dometic Freshligth 2200) als notwendig, da ansonsten die Batterien schnell leer sind, angesprochen. Dazu werden alle Geräte, die in der Kapazität des WR liegen, damit betrieben. :lach: Also Kaffemaschine, ev. Fön oder Toaster. Im WoMoBi haben wir 2 Varta Batterien mit je 90 Ah. (Die Geräte können so lange laufen, wie es erforderlich ist. Bei laufendem Motor ist die Leistung der Lichtmaschine das Limit. (Sichert aber immer über 13,5 V ab) Dazu haben wir aber noch eine 280 Wp Solar auf dem Dach und wenn die Sonne lacht, bringt das ein guten Ertrag; zum überprüfen ist ein Solar+Batteriecomputer eingebaut. Diese Konfiguration haben wir nun seid 3 Jahren und es funktioniert gut.
kurt2 am 03 Apr 2015 12:01:12 Hallo X251 hat geschrieben:Hat jemand praktische Erfahrungen mit der Nutzung eines Wechselrichters bei gleichzeitig laufendem Fahrzeugmotor? - was für Geräte betreibt ihr dann über den Wechselrichter (wieviel Watt)? vielen Dank
- insbesonder Pedelec-Akkus die während einer längeren Fahrt geladen werden X251 hat geschrieben:- wie groß ist eure Aufbaubatterie (wieviel Ah, Gel, AGM oder Nass)
- Nass 240 AH X251 hat geschrieben:- wie lange laßt ihr das jeweils am Stück laufen?
- bis ich am Ziel angekommen bin oder Akku voll ist (durchaus 12-13Std am Stück wenn unsere 2 Akkus geladen werden müssen) X251 hat geschrieben:- wie oft habt ihr das schon so gemacht bzw wie lange macht ihr das schon so?
- eigentlich ständig seit 3 Jahren X251 hat geschrieben:- wird eure Aufbaubatterie über die Lichtmaschine geladen oder sitzt irgendwelche spezielle Elektronik dazwischen (z.B. Sterling Lader)?
- Ladung über Lichtmaschine plus 100Wp Solarplatten Warum möchtest Du das wissen, hast Du Probleme?
X251 am 03 Apr 2015 12:57:41 Erstmal Dank an alle für die Beiträge! Mir reichen die lauwarmen 10 Liter aus dem Trumaboiler nicht zum Duschen, außerdem fraß mir die Truma Combi zu viel Gas, also habe ich einen Boiler mit Motorwärmetauscher eingebaut Link zum eBay Artikel . Das ist grandios, wenn man viel fährt. Man hat immer 20L kochendheißes Wasser an Bord und das mit Energie, die man sonst "wegwirft". Mit Kaltwasser verdünnt können meine Frau und ich vernünftig duschen und haben meist danach immer noch genug warmes Wasser zum Abwaschen etc. und dass ohne Gas zu brauchen. Wenn man jetzt aber mal ein paar Tage irgendwo steht, geht der Wärmetauscher natürlich nicht. Mein Boiler kann zusätzlich über 220V beheizt werden, aber wenn man frei steht, ist das auch so eine Sache. Man kann dann zwar den Motor vom Ducato laufen lassen, aber im Stand braucht es ewig, bis der warm wird. Einen Generator habe ich auch, aber dann stinkt immer alles nach Benzin, man muß zusätzlich Benzin mitnehmen und der Generator hat auch Gewicht. Mit Benzinkanister sind das schnell über 20kg. Es müßte also am effektivsten sein, wenn ich den Boiler mit 220V per Wechselrichter aus der Lichtmaschine und gleichzeitig mit der Motorabwärme des Ducato heize. Dann ziehe ich kaum Strom aus den Batterien (laut Votronic Batteriecomputer kommen bei laufendem Motor bis zu 70A an der Aufbaubatterie an) gleichzeitig belaste ich den Motor stärker, da die Lichtmaschine richtig arbeiten muß und entsprechend viel mechanische Leistung benötigt, also wird der Ducato schneller warm und heizt den Boiler über den Wärmetauscher zusätzlich. Ich spare also Zeit, Brennstoff, das Gewicht des Generators und die Kosten für das Benzin ein und nutze den verbrauchten Diesel doppelt aus. Meine Sorge galt bisher nur der Lichtmaschine und ihrem Regler. Zwar hat der Ducato eine 110A Lichtmaschine und mein Wechselrichter würde "nur" 70A ziehen für den Heizstab des Boilers und das Ganze wäre über die Aufbaubatterie (210Ah Exide) auch noch gepuffert, aber da ich den Motor im Stand laufen lasse, könnte die Temperatur der Lichtmaschine stark ansteigen. Dies werde ich sicher überwachen, aber es schadet ja auch nichts, andere Wohnmobilisten nach ihren Erfahrungen zu fragen. Ich habe hier im Forum schon von Mutmaßungen gelesen, dass die Lichtmaschine beschädigt werden könnte, aber "könnte" und "würde" bringen mich nicht weiter. Tatsachen sprechen für sich. Also wollte ich herausfinden, was Andere für Erfahrungen gemacht haben und vorallem, ob das auch schon über längere Zeiträume funktioniert hat.
maredo am 03 Apr 2015 13:15:45 Nun, da macht es doch wieder Sinn über einen Moppel nachzudenken oder Gasgenerator oder die Lösung im vorhergehenden Artikel. maredo
X251 am 03 Apr 2015 13:46:18 Hast Du eigentlich mein Posting gelesen?
maredo am 03 Apr 2015 23:24:21 Irgendwie geht es hier um Kraftwerksbau und technische Lösungen. Alles andere bleibt auf der Strecke.
maredo
kintzi am 04 Apr 2015 03:01:39 Mach es ruhig (kann nichts passieren) u. schaue auf BC nach, ob die Lima die 70A voll bringt. Siehe aber auch nach der Kfz.-Spannung und berichte Werte. Meine schon oft hier geschilderte Erfahrung (Standklima 600W Aufnahme/WR mit Laderegler(Waeco easy cool), 2x 95Ah,Lima 120A max.) Messungen: Belastung 70A, davon 40A von Lima geliefert, 30A aus Batts. Spannungsabfall im Servicenetz bei anfängl. vollen Batts v. 12,8V auf 12,0 C bei dieser Belastung. LadeLeistungen hängen v. Kabelquerschnitten ab Lima ab, unter 16mm² brauchst Du garnicht erst anfangen. Wichtig: Spannung im Limanetz wegen Booster: dieser wird unter 13V leistungsreduziert und bei glaube (Handbuch nachschauen) 12,6V ganz abgeschaltet. Kannst Du dann vergessen, da im Stand je nach Außenlufttemp. die starken Lüfter im Stand öfter einschalten mit beträchtlichem Spannungsabfall. Lima wird auch ab 80"C zu ihrem Schutz durch Temp.-Stellglied in ihrem Regler leistungsreduziert. Solar mit 10 A gegenüber 70A auch recht schwach. Mußt Du also mit BC individuell bei Deiner Anlage mindestens 30 Min. probieren, teile die Werte hier mit, vielleicht kann man etwas verbessern, wenn's nicht klappt. Gr. Richi
Acki am 04 Apr 2015 07:45:37 Den Fahrzeugmotor im Stand zu verwenden, um Warmwasser zu produzieren, da frage ich mich schon, wozu wir relativ ausgeklügelte Wohnmobiltechnik im Aufbau haben!? Und wenn Du dazu noch in meiner Nähe stehst, dann werde ich Dich einiges fragen ...
kintzi am 04 Apr 2015 08:13:19 Bei "stand alone" ohne Nachbarschaft na ja, ansonsten in D (außer bei Arbeitsfahrzeugen) Bußgeld bewehrt verboten. Würde mich aber techn. interessieren, ob es klappt. Man kann ja das Wasser in der letzten Stunde Fahrt erwärmen. Gr. Richi
X251 am 04 Apr 2015 22:38:25 Acki, Du könntest mich fragen, was Du willst....Du würdest nur wahrscheinlich keine Antwort kriegen ;) Kintzi, um die Warmwasserbereitung während der Fahrt geht es hier gar nicht. Wenn ich fahre habe ich immer heißes Wasser ohne Strom, ich habe doch einen Kühlwasseranschluß am Boiler. Mir geht es nur darum, möglichst schnell heißes Wasser zu erzeugen wenn ich NICHT fahre. Und das geht logischerweise am besten, wenn ich alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten Wärmeenergie in das Wasser zu kriegen auch nutze. Ich werde jetzt erstmal ein paar Temperaturfühler kaufen und dann überall anbauen (Lima, Batterie, Boiler) damit ich das im Überblick habe und eine neue Batterie brauche ich auch noch. Ich werde mir die 210Ah Exide Gel kaufen, denn momentan habe ich noch die 280 SMF von Winner und die ist wirklich der allerletzte Mist. Aber weiß ich schon jetzt, daß ich niicht ganz genau messen kann, wie viel in der Aufbaubatterie ankommt, denn wenn der Motor läuft, sind Starterbatterie und Aufbaubatterie direkt verbunden. Das bedeutet dann aber auch, dass nicht alle über den Shunt vom Batteriecomputer fließt. Einen B2B Lader halte ich für unnötig, da die Gel batterie mit 14.4V zufrieden ist und die kommen auch hinten an. Zwischen Starter und Aufbaubatterie habe ich nur 1m Kabel und das hat 50qmm.
Gast am 06 Apr 2015 09:28:51 bei aller wertschätzung für technik, aber das ist mit kanonen auf spatzen schießen - nicht während der fahrt, aber bei stillstand. wenn du die investitionen dem erwerb von warmwasser gegenüber stellst und dabei noch beachtest, dass du einem kalten motor mit dem warmlaufenlassen im leerlauf nichts gutes tust (sehr lange laufzeit in einer für den motor ungünstigen temperatur), dann wirst du vielleicht daraufkommen, dass der getätigte aufwand seeeehr lange für gas zum heizen des wassers reichte - wahrscheinlich geht sich ein nullsummenspiel für ein camperleben gar nicht aus.
abgesehen von den zwistigkeiten mit eventuellen nachbarn, die einen verständlichen ärger dir gegenüber ausdrücken könnten.
kintzi am 06 Apr 2015 09:43:53 X251 Acki, Du könntest mich fragen, was Du willst....Du würdest nur wahrscheinlich keine Antwort kriegen
R: Aber Du würdest den geballten Unmut aller abkriegen oder eine Strafanzeige (viele Zeugen). Um das Motorwasser im Leerlauf auf Temp. zukriegen, dauert es je nach Außentemperatur ab einer Stunde. Bei Windstille verursachst Du eine riesen Dieselwolke, von der selbst Du Kopfschmerzen kriegst.
Kintzi, um die Warmwasserbereitung während der Fahrt geht es hier gar nicht. Wenn ich fahre habe ich immer heißes Wasser ohne Strom, ich habe doch einen Kühlwasseranschluß am Boiler. Mir geht es nur darum, möglichst schnell heißes Wasser zu erzeugen wenn ich NICHT fahre.
R: Das ist mir schon klar, aber durch Standlauf?!?Ausweg wäre starke WW-Standheizung .
Und das geht logischerweise am besten, wenn ich alle zur Verfügung stehenden Möglichkeiten Wärmeenergie in das Wasser zu kriegen auch nutze. Ich werde jetzt erstmal ein paar Temperaturfühler kaufen und dann überall anbauen (Lima, Batterie, Boiler) damit ich das im Überblick habe und eine neue Batterie brauche ich auch noch. Ich werde mir die 210Ah Exide Gel kaufen, denn momentan habe ich noch die 280 SMF von Winner und die ist wirklich der allerletzte Mist.
R: Danke f. den Hinweis, wahrscheinlich wird sich jetzt Alf Wacker melden.
Aber weiß ich schon jetzt, daß ich niicht ganz genau messen kann, wie viel in der Aufbaubatterie ankommt, denn wenn der Motor läuft, sind Starterbatterie und Aufbaubatterie direkt verbunden.
R: Warum? Shunt ist doch minusseitig an der AufbauBatt.
Das bedeutet dann aber auch, dass nicht alle über den Shunt vom Batteriecomputer fließt.
R: ?
Einen B2B Lader halte ich für unnötig, da die Gel batterie mit 14.4V zufrieden ist und die kommen auch hinten an.
R: Am Anfang sicher, aber später bei Temp.?
Gr. Richi
Laika57 am 06 Apr 2015 11:42:34 Der Verkäufer des Boilers schlägt ja auch eine Kombination mit einer Warmwasserzusatzheizung wie Ebersbächer oder Webasto vor.Das wird auch die einzig vernünftige und umweltverträgliiche Lösung sein.Die Kosten werden sich auch noch im Rahmen halten da ja auf einen hochwertigen Wechselrichter verzichtet werden kann. Das Laufenlassen des Motors um das Brauchwasser zu erwärmen ist ein absolutes no go - auch für den Motor und natürlich für alle ggf.umstehenden Wohnmobilisten. V.G.Laika57
Tinduck am 06 Mai 2015 07:02:50 Hm, hier scheint es wirklich eher ums technisch Machbare als um eine ökonomische Lösung zu gehen :D
Der Heisswassertank aus Deinem Link kostet schlappe 523 Euronen, das sind umgerechnet mindestens 21 x 11 Kg Gas, wenn man teuer kauft. Da kann man verdammt lange mit Duschen... Wobei ich den Motorwärmetauscher schon genial finde, damit man während der Fahrt noch was an Energie mitnehmen kann. Der Wärmetauscher sollte aber besser erst bei ausreichender Kühlwassertemperatur zuschalten, sonst dauert es wesentlich länger, bis der Motor warm ist und das kostet ziemlich Diesel...
Davon ab, was ist denn das für ein Truma-Boiler? Bei unsere 6002 mit Elektrooption sind 12 L Wasser im Gas-Elektro-Kombibetrieb in maximal 10 Minuten 60 Grad warm, nur Gas vielleicht ne Viertelstunde. Und das reicht dann für eine Person ganz locker zum Duschen... Die kurze Pause zum wieder-Aufheizen finden wir nicht so schlimm.
Ich denke auch, dass, wenn Euch das Wasservolumen aus der Truma nicht reicht, eine Dieselstandheizung für den Kühlwasserkreislauf, die den Zusatztank aufheizt, die effektivste und umgebungsschonendste Variante wäre.
Motor laufenlassen zum Wasser warm machen, das arme Aggregat, würd ich meinem nicht zumuten :nein:
Bis denn,
Tinduck
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