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Das MoMo in der Bretagne 1, 2


Momoblog am 01 Okt 2015 16:54:06

Endlich geht's wieder los!
Nach viel zu wenigen und viel zu kurzen Wochenende-Trips starten wir morgen Richtung Frankreich. Mit einem klitzekleinen Umweg über Trier, wo wir unsere Womo-Bekanntschaft von der Schweden-Reise --> Linkbesuchen wollen, geht es Richtung Bretagne. Eigentlich schon für das Frühjahr geplant, dann aber wegen der besseren Wetteraussichten für die Toskana verworfen.
Der grobe Plan ist es, möglichst zügig zum Mont St. Michel zu kommen und uns ab da treiben zu lassen. Ob wir allerdings an der nördlichen Küste versacken oder es uns doch sehr an die wildere Atlantikküste zieht, machen wir von Lust, Laune und Wetter abhängig. :)

Wer aber noch pfiffige Tipps für Stell- oder Campingplätze hat, darf sich gerne melden. Auch bin ich mir noch nicht ganz schlüssig, welchen französischen Mobilfunkanbieter man fürs Internet nehmen sollte. Leider ist Frankreich (ähnlich wie Deutschland) nicht so ein Paradies wie Italien oder Schweden, was Angebote mit viiiel GB (brauche ich für Fotos und Bloggen) angeht. Momentan stehen Virginmobile, Orange oder SFR auf meinem Einkaufszettel. Falls jemand da was zu sagen kann, wäre das prima!

Lieben ,
Michael

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leoline am 01 Okt 2015 18:30:21

Hallo Michael, da kann ich mich ja schon wieder auf einen tollen Reisebericht freuen! Tipps kann ich leider keine geben, war selbst noch nie in Frankreich, aber bestimmt bekomme ich dann auch Lust darauf, denn du schilderst eure Erfahrungen immer so anschaulich, dass man das gleich nachmachen möchte.
Euch eine gute Reise und viele schöne Eindrücke!

Gast am 01 Okt 2015 19:26:49

moensters hat geschrieben:Der grobe Plan ist es, möglichst zügig zum Mont St. Michel zu kommen und uns ab da treiben zu lassen.


Wie wollt ihr denn fahren- möglichst gerade Strecke hin/-und zurück gleicher Weg oder etwas bummeln?

Kai

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Momoblog am 01 Okt 2015 20:38:32

Danke für die Vorschusslorbeeren, Maja! Ich werde mir Mühe geben... ;-)

Kai, den Weg in die Bretagne wollen wir möglichst schnell hinter uns bringen. Denn wenn wir mit dem Bummeln vorher anfangen, kommen wir bei unserem Reisetempo gar nicht erst an! ;-)

Eventuell machen wir noch Station in Rouen, aber auch das steht noch nicht fest.

Liebe , Michael

Ganzalleinunterhalter am 01 Okt 2015 23:55:36

Hallo Michael, wünsche Euch viele tolle Eindrücke mit entsprechendem Wetter in der Bretagne - bin heute Abend gerade von einer 3 wöchigen Tour vom für mich schönsten Ecken von Frankreich zurück gekommen.


Meine Stationen waren Camaret sur mer, Landevennec, Lampaul-Plouarzel, Pointe de Saint Mathieu, Lanildut, Côte touristique mit Argenton und Lilia mit Phare de l'Île Vierge, Meneham, Ile Grande, Tregastel mit Zöllnerpfad, Castel Meur in Plougrescant, Halbinsel Sillon de Talbert, L'Arcouest mit übersetzen auf die Île de Bréhat.
Zwischenstop auf der Hinfahrt in Châteaudun CP und auf der Rückfahrt in Courville / Eure SP.

Momoblog am 02 Okt 2015 13:23:11

Hallo Horst,

die Namen sind für mich schon mal Musik in den Ohren - jetzt muss ich sie nur noch mit Erlebnissen verknüpfen! ;-)

Lieben ,
Michael

Gast am 02 Okt 2015 14:04:42

Zur Bretagne kann ich nicht viel erhellendes beitragen, irgendwie war es meistens lausiges Wetter wenn wir dort waren.
Auf der Route dorthin liegen aber ein paar schöne Ziele, z.B. Amiens (größte Kathedrale Frankreichs), einen kleinen Schlenker ist auch die Steilküste bei Etretat wert, hinter der Pont de Normandie Honfleur (sehenswerte Altstadt am Hafen). Beuvron en Auge ist auch sehenswert, dort gibt es auch einen Stellplatz.

Kai

Aretousa am 02 Okt 2015 16:16:33

Klar regnet es ab und zu. Aber danach oder davor sieht es so aus.
Aufgenommen Ende August, Anfang September diesen Jahres.

bei Tregastel



Lampaul-Plouarzel




Pointe Saint Mathieu



Viel Spaß in der Bretagne.

Ganzalleinunterhalter am 02 Okt 2015 19:06:02

Hallo Lena, offensichtlich hatten wir dieses Jahr ähnliche Bretagneziele :lol:

Bei Tregastel , 27. September

Wohnsitz von Didi Hallervorden

Lampaul-Plouarzel, 15. September


Pointe Saint Mathieu, 25. September

Momoblog am 05 Okt 2015 15:22:46

Allez, allez!
Obwohl wir in den letzten Wochen nicht wirklich Zeit hatten, uns auf die Reise vorzufreuen, ist die Lust aufs Wohnmobilreisen nach wie vor groß. Das merken wir, als wir das MoMo am Freitagmittag mittlerweile schon routiniert für die Reise nach Fronkreisch packen. Kaum haben wir die MoMo-Tür geöffnet, riecht es förmlich nach Abenteuer und Lust aufs Entdecken von neuen Landschaften, Städten und Leuten.
Drei von diesen Leuten, die wir im Sommer in Schweden kennengelernt haben, wollen wir auf der ersten Etappe gerne besuchen. Und so nehmen wir nicht den "logischen" Weg über Belgien, sondern starten gen Trier. Das preiswerte Volltanken in Luxemburg nehmen wir billigend in Kauf...
Der Stau vor der Leverkusener Brücke gehört zu einem Start in den Urlaub Richtung Süden/Westen ja fast schon dazu und wir fragen uns, ob das Stehen in diesem Stau schon so etwas wie Heimatgefühl ist. Auf Stephans Empfehlung hin nehmen wir den Weg durch die Eifel und nicht über Koblenz, was sich auch als sehr relaxte Variante herausstellt. Durch sich langsam herbstlich färbende Wälder und bei strahlendem Wetter cruisen wir entspannt in die alte Römerstadt,
Die Wiedersehensfreude ist auf allen Seiten groß (auch Debbie und Mia freuen sich über das Wiedersehen!) und nachdem wir erst mal das Haus mit dem riesigen Apfelgarten bewundert haben, werden wir auch noch aufs Leckerste verköstigt - wir sind schon spartanischer in einen Urlaub gestartet! Wir nehmen das Angebot, im Gästezimmer zu schlafen, gerne an. Auch wenn es sich fast schon frevlerisch anfühlt, das arme MoMo in der Nacht alleine zu lassen, sind wir froh, nicht in der starken Schräglage zu schlafen.
Wir starten dann sehr gemächlich mit gemütlichem Frühstück in den Tag und weil es einfach so nett ist, machen wir noch einen Spaziergang rund um den Weiher, auf dem uns Luna noch ihre Fahrradkünste demonstriert.
Entsprechend spät ist es, als wir aufbrechen, aber wir werten es als gutes Zeichen für entspanntes Reisen, dass wir uns dadurch gar nicht erst stressen lassen. Dann dauert es halt was länger, bis wir in der Bretagne sind!
Wir fahren auf der deutschen Moselseite bis Remich und sind von der Schlange an der Grenze und vom Tanktourismus durchaus beeindruckt, auch wenn wir aufgrund der Myriaden an Tankstellen nicht warten müssen, sondern sofort lostanken können: 0,97€/l ist ein durchaus überzeugendes Argument für einen Besuch in Luxemburg!
Unser nächstes Zwischenziel legen wir spontan fest: Metz ist die nächste größere Stadt in Frankreich. Und da sich das für eine Mittagspause mit Stadtbummel anbietet, probieren wir die Stadt einfach mal aus. Und siehe da: Wir sind sehr angetan! Groß genug, um alles zu bieten, was wir uns wünschen, klein genug, damit die Parkplatzsuche nicht stressig wird. Und so finden wir einen Platz am nördlichen Innenstadtrand und bummeln entlang der Mosel Richtung Stadtmitte. Wir sind überrascht, wie gut uns die Stadt gefällt. Sehr entspannt und mit netten Geschäften rechts und links fühlen wir uns ausgesprochen wohl.
Und nachdem wir bei einem Bäcker ein belegtes Baguette und eine Tarte Caramell erstanden haben, kümmern wir uns noch um die Internetversorgung für diesen Urlaub. Im Internet wurde mir Virginmobile empfohlen und prompt ist dies auch der erste Handyladen, der uns über den Weg läuft. Schicksal! Und die freundliche Verkäuferin kann sogar leidlich deutsch (mit dem genauso charmanten wie verwirrenden Übersetzungsfehler "Verbrechen" für "forfait", was wohl mit "Tarif" besser übersetzt wäre...). Sie verlangt also Perso (check!), Kreditkarte (check!) und eine IBAN (check!) für den 3GB-Tarif, den ich fürs Bloggen sicherlich brauche. Aber als ich meine EC-Karte hinlege, meint sie verwirrt, dass sie schon eine französische IBAN brauchte. Hä? Schon mal was von EU gehört? Aber auch ihre Kollegin schüttelt traurig den Kopf und verweist uns an die Konkurrenz. Sachen gibt's...
Bei der Konkurrenz von SFR werden wir dann fündig. Allerdings auch erst, nachdem die erste Verkäuferin auf meine Frage "Parlez vous anglais ou allemande?" mit einem "Ich frage mal einen Kollegen" verschwindet. Der freundliche Gael kümmmert sich dann aber vorbildlich um alles, so dass wir bestens ausgestattet den Laden wieder verlassen. Von den preiswerten Angeboten mit großem Internetvolumen und Hochgeschwindigkeit, mit denen wir in Schweden und Italien verwöhnt wurden, sind wir aber meilenweit entfernt. Warum das in den großen Ländern Frankreich und Deutschland nicht möglich ist, verstehen wohl nur die Mobilfunkunternehmen...
Egal! Wir genießen unser Mittagessen in einem Park, der auch in Paris gefallen würde und finden überhaupt, dass Metz eine Miniausgabe von Paris ist. Es gibt nämlich tatsächlich ein Centre Pompidou und auch die Galeries Lafayette. Wir kommen gerne wieder!
Jetzt wollen wir aber doch noch ein paar Kilometer machen. Bis zum Sonenuntergang müssten wir es bis kurz vor Paris schaffen. Also gucken wir in unserem "France Passion"-Buch nach, was so ungefähr in Schlagweite liegen könnte. Für alle Uneingeweihten: FP ist eine tolle Idee! Vornehmlich Bauernhöfe, aber auch z.B. Winzer können sich bei FP als Gastgeber registrieren, wenn sie Wohnmobilisten kostenlose Übernachtungsplätze anbieten können. Im Gegenzug guckt man sich dann gerne das Hoflädchen an und kauft das eine oder andere leckere Gemüse. Oder Wein. Oder Käse. Oder Schnaps.
Wir finden einen Bauernhof in Beautheil, was ca. 50km vor Paris liegt. Perfekt! Also machen wir uns auf die Route gen Westen und folgen dem Ratschlag, dass die N4 nach Paris weitestgehend autobahnähnlich ausgebaut sie und man sich so die Maut auf der etwas nördlicheren A4 sparen könne. Und tatsächlich lässt es sich auf der weitestgehend schnurgeraden Straße trefflich reisen. Bis auf eine Ortsdurchfahrt (und kleinere Hausansammlungen für die das Wort Dorf eine Übertreibung wäre) kommt man so ähnlich zügig wie auf einer Autobahn voran. Und das ganze mit keinem nennenswerten Verkehrsaufkommen und bei sonnigem Reisewetter. Was wollen wir mehr?
Und pünktlich mit einem herrlichen Sonnenuntergang treffen wir an der Ferme an. Obwohl um halb acht das Lädchen schon geschlossen hat, kommt die freundliche junge Bauersfrau aus dem Haus, als sie mich über den Innenhof irren sieht. Das Kärtchen in meiner Hand weist mich als France-Passionler aus und sie zeigt mir freundlich den Stellplatz für die Nacht. Und dann stehen wir an einem kleinen Bachlauf, genießen den leckeren Käse aus dem tollen Marche Couvert in Metz und fühlen uns in Frankreich einfach sauwohl.

Momoblog am 05 Okt 2015 15:26:38

Rechtsdrehend und schnurgerade
Vom sonnigen Wetter von gestern ist am Morgen nichts mehr übrig. Wir sind in einer grauen Nebelsuppe gefangen und wundern uns bei der morgendlichen Runde mit Mia, dass auf der Nebenstrasse trotz Sonntagmorgen so viele Autos unterwegs sind. Da sollen sich die Franzosen doch mal ein Beispiel an den Schweden nehmen!
Wir haben beschlossen, den ohnehin nur rudimentären Reiseplan über den Haufen zu werfen und statt am Mont St. Michel an der Atlantikküste unser Bretagneabenteuer zu beginnen. Also nicht linksdrehend, sondern rechtsdrehend. Denn der Wetterbericht sagt ab heute abend 2 Tage feinstes Regenwetter voraus. Und so beschließen wir, einen kleinen Abstecher ins Tal der Loire zu machen und für die Regentage noch Nantes und Vannes in petto zu haben, bevor es dann ans Meer geht.
Der Weg führt uns an Disneyland und Parc Asterix vorbei. Auf den schnurgeraden Straßen durch große Waldgebiete stehen immer wieder Autos am Wegesrand und ich schwöre, dass wir sogar Rotkäppchen mit ihrem Korb auf dem Weg zur Großmutter gesehen haben!
Für die Parisumfahrung haben wir uns mit Sonntag einen guten Tag ausgesucht, denn es ist dank Navi kein bisschen stressig, die ständigen Spurwechsel auch rechtzeitig zu bewerkstelligen. Aber was um alles in der Welt bedeuten die Warnzeichen mit explodierenden Autos am Straßenrand? Warnung vor Selbstmordattentätern?
Hinter Paris beginnt dann die große Langeweile: Landschaftlich gibt es absolut nichts berichtenswertes und wenn nicht mal ab und zu ein Kreisverkehr käme, würde man vor lauter Anspruchslosigkeit und optischer Gleichförmigkeit wahrscheinlich einschlafen.
Unser Etappenziel Tours haben wir vor allem wegen der beeindruckenden Kathedrale St. Gatien ausgesucht. Und auch sonst schien es uns ein lohnendes Ziel zu sein. Der erste Eindruck ist aber eher ernüchternd. Wir finden am westlichen Ende der Innenstadt einen Parkplatz, aber die ersten Meter in der Stadt wirken so gar nicht attraktiv. Immerhin haben sich aber die Bäume das Recht erkämpft, einen Bürgersteig in ganzer Breite zu belegen.
Und auch als wir in die Altstadt kommen, springt der Funke nicht so recht über. Billigrestaurant an Billigrestaurant. Annette fühlt sich an die Düsseldorfer Altstadt erinnert - vielleicht deshalb?
Aber als wir an der Kathedrale angekommen sind, sind wir schon mal angetan von diesem gotischen Bauwerk. Wir beschließen Schichtdiesnt zu machen. Annette bleibt mit Mia draußen und ich sondiere die Lage, ob sich ein Besuch überhaupt lohnt. Schon nach dem Betreten bin ich mir sicher, dass es sich lohnt. Die Wirkung dieser in den Himmel strebenden Deckengewölbe lässt sich mit den Fotos nur schwer dokumentieren, ist aber sensationell. Fast noch sensationeller sind allerdings die tollen Glasmalereien in den Fenstern. Mit ein bisschen mehr Muße könnte man stundenlang die vielen Details studieren. Aber auch die rein farbliche Wirkung ist eine Wucht. Noch schöner ist für mich allerdings nach wie vor nur Saint Chapelle in Paris.
Direkt neben der Kathedrale finden wir noch einen schön angelegten Park (warum wird an so was bei uns eigentlich immer als erstes gespart?), der vor allem mit der gigantischen Zeder im Vorhof beeindruckt. Ein wahrhaft riesiger Stammumfang von 7,50m und ein Alter von über 200 Jahren lassen ihn wahrlich majestätisch wirken.
Und auch wenn Tours uns nicht so begeistert wie gestern Metz sind wir uns sicher, dass sich der Umweg alleine für Kathedrale und Garten gelohnt hat.
Als wir am MoMo ankommen fängt es passend zur Wettervorhersage an zu tröpfeln. Und so fahren wir also in Richtung des heutigen Etappenziels. Welches das ist, ändert sich im Laufe der kommenden Stunde nahezu im Minutentakt. Das eigentlich angepeilte Wasserschloss an der Loire wird verworfen, als Annette auf halber Strecke eine sich interessant anhörende Gärtnerei im France Passion-Guide findet. Oder doch die Ferme, die Rillette und Patè verkauft? Aber da wäre auch noch das Restaurant mit dem tollen Rheinblick. Hä? Ach so, falsch gegoogelt... Letzten Endes erscheint uns das Wasserschloss zu weit weg, die Gärtnerei zu langweilig und das Restaurant hat Sonntag abend zu. Bleibt noch La Maigrettière mit den Rillette.
Wir schlängeln uns durch enge Sträßchen zu unserem Ziel und werden auch sofort freundlich von Madame Dentier empfangen. Annette übernimmt mit ihren zumindest rudimentären Französischkenntnissen aus der Schule freundlicherweise die Konversation und wir lernen, dass es Rie-Jett und nicht Rie-Lätt heißt. Das kaufen wir dann auch gerne fürs Abendessen ("Poulet ou Lapin?") und stimmen beim Abendessen mit der Bewertung auf der France-Passion-Seite überein, dass es excellent ist.
Ansonsten werden wir von Madame mit ihren drei Hunden und ich weiß nicht wie vielen Katzen nicht mehr viel sehen, denn sie erzählt uns, dass sie morgen um drei Uhr raus muss, weil ja Markttag sei. Aua!
Da genießen wir lieber den Abend im MoMo in der Gewissheit, dass wir morgen irgendwann vom Tröpfeln des Regens geweckt werden und aufstehen, wenn uns danach ist!

Momoblog am 05 Okt 2015 15:27:09

Das ganze mit Bildern gibt es in unserem Womo-Blog: --> Link

Aretousa am 05 Okt 2015 15:49:50

Hast du gemerkt, ich bin ganz schnell eingestiegen, als ihr mal angehalten habt? Der Anfang klingt klasse, ich bin gespannt, wie es weitergeht. Schön, dass ich mitreisen darf.

Ganzalleinunterhalter am 05 Okt 2015 21:32:26

Bin auch mit an Bord - bin schon gespannt wie es weitergeht :)

Momoblog am 05 Okt 2015 23:04:24

Wird zwar etwas eng, aber wir nehmen euch gerne mit. Wär auch blöd, wenn ihr heute verpasst hättet:

Nicht Mias Tag
Auf den Wetterbericht ist Verlass. Morgens prasselt der Regen auf das Dach und wir freuen uns, dass wir statt des warmen Regens draußen eine heiße Dusche im MoMo haben.
Unsere wasserscheue Mia ist bei dem Wetter auch nicht wirklich für eine Gassirunde zu begeistern und so lassen wir sie nach den ersten Kilometern in einem Waldstückchen ihre Geschäfte verrichten, da sie dort zumindest ein bisschen Schutz vor dem Regen findet. Ich finde es super, weil ich so Zeit für ein Foto vom verwunschenen Waldweg habe. Und auch im weiteren Verlauf ist die Landschaft abwechslungsreich und auf einer Ortsdurchfahrt sehen wir eine Baumallee in den schönsten Herbstfarben. Da werden Erinnerungen an den Indian Summer wach!
Unser Geist ist willig, an der Loire auch mal ein Schloss zu besichtigen und die Wahl fällt auf das Wasserschloss Chateau de Serrant. Dumm nur, dass wir vor verschlossener Schranke stehen, da in unserem Reiseführer nicht stand, dass Montag und Dienstag Ruhetage sind... Immerhin gibt es in St. Georges sur Loire aber einem Stellplatz mit kostenloser Ver- und Entsorgung, so dass wir zumindest an dieser Front wieder erst mal Ruhe haben.
Damit wir wenigstens etwas von der Loire sehen, beschließen wir nach Champtoceaux zu fahren, wo es eine halbverfallene Zollbrücke am Ufer und einen schönen Blick auf den Fluss zu bewundern gibt.
Unser Plan, nun das letzte Stück zu unserem Etappenziel Nantes entlang der Loire zu fahren, geht nur zur Hälfte auf, den auf den nächsten Kilometern sieht man vom Fluss genau gar nichts. Und zu allem Überfluss haben alle kommenden Brücken eine Höhenbegrenzung, die nicht MoMo-kompatibel ist. Das wäre ja was! Aber die nächste Brücke führt uns dann hinüber und mitten ins Zentrum von Nantes, wo wir sogar auf einem beschrankten Parkplatz am Chateau völlig problemlos einen Parkplatz kriegen. Chapeau!
Da wir ein bisschen bummeln wollen und evntuell auch in Kirchen rein wollen, beschliessen wir heute mal, dass Mia ein MoMo-Wachhund sein muss und lassen sie zurück. Allerdings mit einem leicht mulmigen Gefühl, da doch einige zwielichtige Gestalten rund um den Parkplatz rumlungern.
Wir verdrängen die schlechten Gedanken aber recht bald als wir auf Höhe des Wassergrabens das Chateau halb umrunden. Doller Bau! Und auch die Gäßchen mit ihren teils originellen, teils aber auch gräßlich ordinären Restaurants lenken uns ab. Was vor allem noch geklärt werden muss: Warum kann man mit SFR keinen Hotspot für das iPad einrichten? Den ersten Tagesbericht hatte ich nämlich fix und fertig auf dem iPad, konnte ihn aber nicht hochladen, da ich mit dem iPhone kein WLAN für das iPad bereitstellen konnte. Und die Meldungen und Infos von SFR waren mehr als kryptisch. Im Laden teilte man mir dann freundlich lächelnd mit, dass das mit einer Prepaid-SIM leider nicht möglich sei. Und wo wir schon dabei sind: Ein Aufladen per Kreditkarte, wie es in Schweden problemlos möglich war, geht natürlich auch nicht. Die spinnen, die Franzosen! Immerhin hilft uns dann der nette Ami mit dem großen M bezüglich des WLANs aus, so dass den Blog wieder auf den aktuellen Stand bringen kann. Aber schön ist anders...
Schön ist nämlich zum Beispiel die Passage Pommeraye. Ganz im Stil der tollen Passagen die wir aus Paris kennen, gibt es viele Geschäfte mit unseligem Unsinn. Genau richtig für uns! Direkt zu Beginn gibt es eine Chocolaterie, wo wir kurz entschlossen erst mal Kekse und vor allem ein Gläschen Caramel au beurre salè erstehen. Mjam! (Und nein, dafür werden keine Kalorien gezählt!)
Im nächsten Geschäft erstehen wir dann sogar noch die Steigerung: Den leckeren Brotaufstrich mit Noisette, Lait & Eclats de Caramel au Beurre Salè. Sozusagen Nutella auf speed! Haben wir in Paris täglich in unserem Cafè zum Frühstück gehabt und sind seitdem süchtig.
Ebenfalls witzig: Der Laden mit den Pyjamas mit den unmöglichsten Motiven und Farbkombinationen - muss man halt tragen können!
Auf dem Rückweg stellen wir fest, dass a) die Zeit wie im Fluge vergangen ist, b) wir Mordshunger haben und c) der arme Hund jetzt lange genug auf uns gewartet hat. Also kaufen wir noch flugs in einer sehr urigen Bäckerei Brot fürs Abendessen und ein belegtes Sandwich für den gröbsten Hunger.
Mia freut sich sehr, als wir endlich wieder da sind und hat ihre Pflicht als Wachhund offensichtlich ernst genommen: Es ist nichts passiert. Wir genießen unsere Sandwichs, die statt dem erwarteten Tomate-Mozzarella Tomate-Ziegenkäse-Walnuss-Kräuter und noch dazu superlecker sind. Und beobachten das Treiben der zwielichtigen Gestalten, die entweder am Handy hängen, sich Fingerzeichen geben oder einfach nur rumlungern. Offensichtlich parken wir an Nantes' Drogenumschlagplatz Nr.1...
Daher lassen wir nur zu gerne die Großstadt hinter uns und freuen uns darauf, nun endlich am Meer anzukommen. Wir machen unseren France-Passion-Hattrick perfekt und peilen einen Bauernhof in Saint Brevin Les Pins an. Sieht auf den ersten Blick eher wie ein Schuppen aus, wird aber durch den wieder mal sehr freundlichen Empfang wett gemacht. Mia wird aufs ausgiebigste von den drei Hofhunden beschnüffelt, was sie gottergeben über sich ergehen lässt. Ebenso wie unsere Auskunft, dass sie leider nicht mit uns zum Strand kann, da wir dorthin mit den Rädern fahren wollen. Und Fahrrad und Mia klappt eher so mittel...
Mit leicht schlechtem Gewissen fahren wir als Richtung Strand, wobei wir uns mehrfach auf der Karte vergewissern müssen, dass wir auf dem richtigen Weg sind, denn ausgeschildert ist der Strand nirgends. Als wir dann aber angekommen sind, werden fast Heimatgefühle wach. Der Strand ist ähnlich weitläufig wie in Egmond und wir legen eine kurze Gedenkminute für Mia ein, die hier sicherlich gerne rumgerast wäre. Denn nicht nur ist der Strand breit, nein, wir haben ihn auch noch **komplett** für uns alleine! Maan stelle sich das mal in Holland vor!
Am Wasser freuen wir uns über die vielen Muschel, die zum sammeln förmlich einladen und warten gespannt auf den Sonnenuntergang, der sich dann auch wahrlich nicht lumpen lässt. Eine tolle Lightshow ist das mit Farbtönen am Himmel, die an übelste Kitschbilder erinnern und die rot-orange-blau-Palette wird kräftig gemischt. Toll!
Nachdem die Sonne hinterm Horizont verschwunden ist, brechen wir bald auf, damit wir nicht in völliger Dunkelheit fahren müssen, verpassen dadurch aber eine weitere Farbexplosion am Himmel, die wir leider nur mit einem Schulterblick vom Fahrrad aus sehen. Auf jeden Fall aber ein mehr als viel versprechender Start in unsere Zeit am Meer!

Das ganze mit Bildern gibt es in unserem Womo-Blog: --> Link

eva b. am 06 Okt 2015 10:20:36

Klasse geschrieben :ja:
Ich fand's sogar ohne Bilder fesselnd, aber jetzt hab ich auch die Fotos gefunden :oops: Noch besser :D

chenbro am 06 Okt 2015 12:37:50

Liest sich wie ein Roman und ich könnte sofort losfahren...
Herzlichen Dank fürs mitnehmen

Momoblog am 07 Okt 2015 10:22:34

Ein Tag für Gourmets
Der morgendliche Ausblick ist nicht gerade erfreulich. Es schüttet so sehr, dass sich auch der Esel, der neben uns auf der Weide steht, in seinen Unterstand verzogen hat. Auch als wir uns von unserer Gastgeberin verabschieden wollen, hat sich daran nichts wesentliches geändert. Da wir sie aber zunächst nicht antreffen, macht Annette noch die Gassirunde mit einer mäßig begeisterten Mia. Und siehe da, als beide zurückkehren ist auch unsere Gastgeberin aus dem Gewächshaus gegenüber aufgetaucht. So können wir uns also noch mit ein paar sehr ungewöhnlich geformten Tomaten, Schoko-Paprika und einem Aubergine-Feigen-Chutney eindecken. Toll, was man in Frankreich alles an Leckereien entdecken kann!
Wir fahren bei heftigen Windböen über die Pont de Saint-Nazaire, die sich unheimlich hoch über die Loire hinweg erhebt und haben endlich bretonischen Boden unter den Rädern. Hurra!
Wir haben uns vorgenommen, zunächst den Nationalpark Grande Brière mit seiner Sumpflandschaft zu erkunden. Ähnlich wie in Schweden im Store Mosse ist das Wetter mit seinen stürmischen Regenschauern aber eher nicht so aussteigen-förderlich, so dass wir in Ile-de-Fèdrun zwar kurz eine Broschüre im OT holen, aber dann auch schnell wieder ins trockene MoMo einsteigen. Der Ort hat zwar ein paar nette Reetdachhäuser, ist aber nicht so charmant wie im Reiseführer beschrieben.
Wir steuern also mit geringen Erwartungen das nächste angeblich hübsche Reetdachdorf Kerhinet an. Und der verpflichtende Parkplatz mit dem rosa Reisebus vor dem Dorf lässt Schlimmstes befürchten, aber tatsächlich erwartet uns ein Highlight.
Denn der restliche Parkplatz ist so gut wie leer und als wir durch das wahrlich schnuckelige Dorf ziehen, gehört es uns ganz alleine. Keine Menschenseele ist unterwegs und zu allem Überfluss ist mittlerweile auch noch die Sonne rausgekommen. Jackpot!
Wir gucken und fotografieren uns einen Wolf und schlagen in der Essensabteilung des Kunsthandwerkerhäuschens zu. Im Gebiet um Guèrande, was wir als nächstes besuchen wollen, ist nämlich Salz **das** lokale Produkt. Und salziger Honig hört sich nur auf den ersten Blick komisch an, schmeckt aber ziemlich lecker! Und so wandert er zusammen mit Kaninchen-Patè und einer Kräuter-Meersalzmischung in unsere Taschen.
Da der Parkplatz nicht sooo malerisch ist, versuchen wir unser Glück für eine Mittagsmahlzeit im wenige Kilometer entfernten Brèca, wo ein Hafen für die Wasserstraßen des Nationalparks sein soll. Und wir finden tatsächlich einen recht netten Platz für unser Indoor-Picknick mit den heute erstandenen Leckereien. Und was noch besser ist: Es schmeckt auch noch alles vorzüglich!
Solchermaßen gestärkt geht es jetzt nach Guèrande, der Salzhauptstadt der Region, mit seiner mittelalterlichen Festungsmauer, die mich spontan an den Ring um Lucca erinnert. Nur, dass hier nix los ist. Kein Wunder, bei dem immer noch eher bescheidenen Wetter!
Wir lassen uns aber die Laune nicht vermiesen und stöbern uns durch die netten Lädchen, die vor allem viele leckere Überraschungen bereit halten. Zum Beispiel alle möglichen Varianten von Schoko-Frühstücksaufstrichen - warum haben wir eigentlich das vergleichsweise armselige Nutella überhaupt mitgenommen? Unser persönlicher Favorit ist ja die Schokocreme mit Erdnüssen!
Und auch in anderen Geschäften werden diverse Kekse, Schokoladen, Trocken- und kandierte Früchte angeboten. Man könnte sich schier dusselig kaufen. Richtig angetan haben es uns aber die X Varianten von Fischsuppen, -aufstrichen und -konserven, die nicht nur durch ihre tollen bunten Dosen gefallen, sondern, wenn man dem Probiertischchen glauben darf, auch durch ihren Geschmack begeistern. Aber wer ist bitteschön auf den dummen Gedanken gekommen, ein Fischkonserven-Outlet mitten in der Altstadt zu platzieren? Da schleppt man sich ja tot!
Also lassen wir erst mal die Konserven Konserven sein und inspizieren erst mal die Kirche. Die hat nämlich wieder wunderbare Buntglasfenster, die trotz des mäßigen Wetters leuchten wie verrückt.
Anschließend machen wir uns auf die Suche nach der im Reiseführer angepriesenen Teestube Gout'Thè. Und tatsächlich gefällt es auch uns gut. Kein Wunder bei dem schweineleckeren Gateaux aux chocolate und den Tees, die man mit einer genialen Dreier-Eieruhr individuell ziehen lassen kann.
Wir durchstöbern noch ein paar nette Lädchen, wo man schöne Dinge für schönes Geld kaufen kann und schlagen auf dem Rückweg dann bei den Fischgeschäften zu. Der ultimative Fischsuppenvergleich kann kommen!
Aber zuvor müssen wir noch einen guten Platz für die Nacht finden. Denn der Stellplatz von Guèrande ist zwar großzügig, aber direkt am Kreisverkehr der Durchgangsstraße gelegen. Nicht so doll. Wir beschließen Richtung La Turballe zu fahren und dann einen Stellplatz nach dem anderen akzuklappern. Der Stellplatz im Süden der Stadt liegt verführerisch genau zwischen Meer und Salzbecken. Und noch keine Womos da - super! Kurz darauf wissen wir auch, warum: An der Schranke steht ein Automat, der zwar freundlich erklärt, welchen Knopf man drücken soll, aber darauf leider gar nicht reagiert. So ein Pech!
Auf dem Weg zum nächsten Stellplatz weiter nördlich kommen wir an einem Campingplatz vorbei, den sich Annette schon bei der Vorbereitung ausgesucht hat. Toll direkt am Meer gelegen. Aber bei einer näheren Inspektion sehen wir, dass alle Erste-Reihe-Plätze schon vergeben sind und man in der nächsten Reihe mit der Breitseite zum heftigen Wind stünde. Also wieder nix.
Der nächste angebliche Stellplatz ist mit Womo-Latten verbarrikadiert. So langsam fragen wir uns, ob das so weitergeht... Aber der nächste Platz hat zwar einen Automaten, aber diesmal lässt er mit sich reden und gibt uns für freundliche 6€ den Weg frei. Wir stellen fest, dass wir den 30-Womo-Platz für uns alleine haben und parken an einer gut windgeschützten Stelle. Nicht unwichtig, da für die Nacht Böen der Stärke 10 angekündigt sind!
Alsbald machen wir uns Richtung Sonnenuntergang auf, der sich hinter dem Uferwäldchen als potentiell lohnend ankündigt. Und kaum sind wir um die ersten paar Ecken gebogen, stehen dort 2 Womos auf unbezahlten Plätzen, die nicht wirklich schlechter als unser offizieller Platz sind. Wir können nur lachen und beschließen, die 6€ als gute Investition in die örtliche Infrastruktur zu sehen.
Der Blick über den aufgepeitschten Atlantik Richtung Sonne lohnt sich wenig später in der Tat. Aber da wir auch ein drohendes richtig fettes Regenfeld auf uns zukommen sehen, machen wir uns strammen Schrittes auf den Rückweg zum MoMo. Denn dort beginnen wir mit dem Fischsuppenvergleich Part 1 und ergänzen das ganze noch um Baguette mit diversen Aufstrichen. Wer wissen will, wie sich die Redewendung "Leben wie Gott in Frankreich" anfühlt: Genau so!

Das ganze mit Bildern gibt es in unserem Womo-Blog: --> Link

wolkenhimmel am 07 Okt 2015 10:46:27

*Argh* Wie konntest Du nur! Jetzt knurrt mir der Magen und es sind noch 2h bis zur Mittagspause! :cry: :lach:

Das klingt alles sehr gut und die Fotos sind so schön, ich fahre auch mit...

LG Harriet

Momoblog am 07 Okt 2015 22:26:08

Langsam wird's eng, Harriet, aber das passt schon noch. Ich lass auch was Käse für dich übrig...

Salzig und wild
Was ist die richtige Antwort darauf, wenn morgens ein unangekündigter Regenschauer übers MoMo fegt? Richtig, nochmal im Bett umdrehen!
Aber schon bald wird es deutlich freundlicher, so dass wir bei heiter bis wolkigem Wetter den Stellplatz verlassen und direkt vor dem ersten Rätsel des Tages stehen: An der Ver-/Entsorgungsstation ist ein weiblicher Frischwasseranschluss. Da hilft uns auch unser Gardena-Sammelsurium nicht weiter - einen doppelt männlichen Adapter haben wir nicht im Angebot. Ist aber nicht so schlimm, weil wir am nahe gelegenen Campingplatz in Turballe dann doch noch zu unserem Frischwasser kommen.
In Turballe parken wir das MoMo dann direkt unter dem Womo-Parkverbotsschild, dass wir sehr frei als saisonbedingt interpretieren, da an der Promenade und auch auf den örtlichen Parkplätzen reichlich leere Parkplätze vorhanden sind. Da werden wir wohl keinem den letzten Platz weggenommen haben...
Im Marchè Couvert decken wir uns dann mit Gemüse und Käse ein und vervollständigen den Einkauf in der Boulangerie. Annette bestellt mittlerweile schon so versiert, dass kaum noch auffällt, dass wir eigentlich kein französisch können. Dumm nur, wenn dann irgendwelche Nachfragen kommen!
Weiter geht es in die Marais Salants, da wir uns die tollen Salzfelder von Guèrande mal näher ansehen wollen. Dem geneigten Leser mag an dieser Stelle aufgefallen sein, dass wir uns wieder in Richtung Süden bewegen. Aber wir haben irgendwie das Gefühl, dass wir mit dieser Region noch nicht "fertig" sind. Also hinein ins Terre de Sel, wo wir ein paar der wunderbaren Bilder der Salzfelder als Deko fürs MoMo kaufen. Dumm nur, wenn man beim Dekorieren feststellt, dass 5 eine total unpraktische Zahl ist, um die Bilder gleichmäßig zu verteilen und man dann noch mal ins Geschäft muss, um die nach langen Diskussionen zurückgelegte 6. Karte doch noch zu kaufen.
Weiter geht es bei mittlerweile strahlend sonnigem Wetter mitten durch die Salzfelder. Für unser Navi ist das alles schon Meer und so lotst es uns über die Straßen, die links und rechts wasserblau umgeben sind. In Wirklichkeit bieten sich aber immer wieder tolle Ausblicke, so dass wir mehrfach anhalten, um diese wunderbare Landschaft zu fotografieren. Insbesondere die Salzbecken, in denen am Rande schon aufgebrochener, getrockneter Salzschlamm in verschiedenen Blau- und Grüntönen zu finden ist, lassen das Fotografenherz höher schlagen.
Am Ende der Salzfelder stoßen wir auf die Halbinsel von Le Croisic, welches auch unser nächster Zielort ist. Sicherheitshalber navigiere ich zum örtlichen Womostellplatz, der aber wieder mal völlig leer ist. Wir stellen das MoMo ab und machen uns auf den Weg in das leicht verschlafen wirkende Hafenstädtchen. Man merkt, dass die Saison vorbei ist! Der Ort sammelt bei uns keine Plus-, allerdings auch keine Minuspunkte.
Wir fahren nun immer die Küste entlang rund um die Halbinsel. Hinter dem Ort beginnt die wilde Küste, die Cote Sauvage. Uns gefällt der Wanderweg, der oberhalb der schroffen Klippen verläuft und wir überlegen, ob wir nicht einfach einen Stellplatz nehmen und die Tour für heute beenden. Da aber die Küste immer noch ein bisschen schöner wird, je mehr wir nach Osten zurückfahren, beschließen wir mindestens bis Batz-sur-mer zu fahren, dass im Reiseführer als nett beschrieben ist. Und entlang der Strecke fällt schon auf, wie viele Womolatten und explizite Womoparkverbote es gibt. Als wir also an einem Kreisverkehr östlich von Batz einen offiziellen Stellplatz finden, stellen wir uns erst mal dort hin und beratschlagen kurz, ob wir mitten an einer Kreuzung stehen wollen. Aber der Blick aufs Meer und der verlockende Pfad entlang der Klippen geben den Ausschlag: Wir bleiben.
Und bei unserem spätnachmittäglichen Weg zurück nach Batz freuen wir uns über die Entscheidung. Der Blick auf Meer, Klippen und Brandung tut gut und als wir Batz auch noch als ausgesprochen fotogenes und sympathisch verschlafenes Nest kennenlernen, beglückwünschen wir uns zu unserer Entscheidung. Passend dazu werden wir auf dem Rückweg in wärmstem Abendlicht gebadet und sehen einige Womos traurig an unserem nun voll gefüllten Stellplatz vorbeiziehen.
Wir wiederum basteln uns aus unserem reichhaltigen Sortiment an Leckereien ein wieder mal fürstliches Abendbrot mit unserem ersten Cidre des Urlaubs. Auch das könnte zur Gewohnheit werden!

Das ganze mit Bildern gibt es in unserem Womo-Blog: --> Link

ostsee13 am 08 Okt 2015 13:05:18

:roll: :roll:
jetzt rückt doch mal ein bisschen zusammen, ich quetsche mich auch noch rein, :?
wirklich spannend
liebe
Aggi

Momoblog am 08 Okt 2015 23:29:42

Willkommen an Bord,Aggi!

Ein Traum in Ocker
Beim Frühstück klopft es an die MoMo-Tür. Ein freundlicher Herr in Uniform weist uns darauf hin, dass die Übernachtungsgebühr von 5€ doch bitte schön in der Tourist Information zu bezahlen sei. Warum man jetzt alle Womos in die Ortsmitte lotst, anstatt dem Mann ein Portemonnaie zu spendieren, verstehen wir allerdings nicht so ganz.
Nach einer Morgenrunde mit Mia über den Strand brechen wir auf und steuern ein Ziel an, auf das wir uns alleine vom Namen her schon freuen: Penestin mit seiner Plage de la Mine d'Or.
Penestin ist ein nettes Örtchen, der große Parkplatz ist so gut wie leer, die Sonne lacht. Ideale Startbedingungen für eine kleine Wanderung. Also, eigentlich ist es eher ein etwas längerer Spaziergang entlang der Küste, denn anstrengend wird das ganze in den kommenden 3 Stunden wirklich nicht.
Wir erreichen dir Küste und sind zum wiederholten Male baff, dass an diesen schönen Stränden so gut wie kein Mensch zu finden ist. Gut, es ist Donnerstag, aber auch Mütter mit kleinen Kindern oder Senioren sucht man vergebens. Und auch Touristen treffen wir auf der Strecke praktisch nicht. Schön für uns!
An einem mit vielen Muscheln und Kieseln übersäten Strand machen wir eine kleine Pause und beobachten das Meer - denn bei Flut soll hier angeblich alles überschwemmt sein, so dass der Wanderweg an dieser Stelle einen Ebbe- und einen Flutweg anbietet.
Aber die Flut kommt so langsam, dass wir uns ganz entspannt mit unserem Proviant stärken können und dann weiter oberhalb des Strandes weitergehen.
Nach einiger Zeit sehen wir endlich das, wofür wir vor allem gekommen sind: Die Mine d'Or sind nämlich ein Ockerbruch direkt am Meer und die Färbung der bröselnden Klippen zusammen mit Himmel und Meer ist einfach der Kracher!
Dummerweise sehen wir es aber von oben und wir ärgern uns kurz darüber, dass wir nicht am letzten Abzweig zum Strand runter gegangen sind. Aber ein schneller Check mit Google Maps zeigt uns, dass bald ein weiterer Abgang folgt und (noch wichtiger) es auch wieder einen Aufgang gibt. Denn auch am bald erreichten Abgang waren Schilder wieder vor der Flut. Scheint hier echt ein Thema zu sein!
Wir gehen also hinunter zum Strand und kommen aus dem Staunen und Genießen gar nicht mehr heraus. Nee, wat is dat schön! Und entsprechend fotografieren wir uns einen Wolf und denken bei jedem Bild, dass wir **jetzt** wirklich das ultimative Bild geschossen hätten. Bis jetzt das Highlight der Tour!
Irgendwann ist auch der letzte Ocker weggeguckt und wir machen uns auf den Heimweg. Unterwegs durch die ausgestorbene Straße zurück zum Ort sind allerdings noch einige Restaurants und Creperies (Creperien?) und einige wenige davon haben sogar geöffnet. Wir beschließen, unsere erste Formule Midi zu probieren. Das ist dieses Mittagessen, wo man wahlweise Vor- oder Nachspeise dazubekommt. Die Speisekarte übersetzt uns netterweise Herr Google.
Annette verzichtet daher auf die Kuttelwurst, genannt Andouillette de Troyes, obwohl sie doch mit einer (bestimmt leckeren) Senfsauce serviert wird und nimmt lieber einen Lammspieß. Ich bin aber abenteuerlustig und bestelle sie mal auf gut Glück, was mir einen ungläubigen Blick der Bedienung einbringt. Sie gibt wirklich alles, um mich davon abzuhalten, diese Spezialität zu probieren und bestätigt auch Annettes Verdacht mit den Innereien, den sie mit Zeigen auf den eigenen Bauch kommuniziert. Aber jetzt fühle ich mich doch an der Ehre gepackt und bleibe erst recht bei meiner Bestellung.
Nun, es war eine Erfahrung. Nicht wirklich schlecht oder ungenießbar und sogar gut gebraten. Aber warum jemand das würde essen wollen, wenn es auf der Erde so viel schönes zu schlemmen gibt, kann ich mir auch nicht erklären. Und erst recht nicht, warum es eines von fünf Gerichten für eine Formule Midi sein sollte. Aber ich wurde ja gewarnt!
Von Penestin geht es nun weiter an die Presqu'Ile de Rhuys, die südliche Halbinsel des Golf du Morbihan. Unterwegs tanken wir noch mal und kaufen in einem Carrefour-Supermarkt ein. Aber anders als in Schweden können wir mit dem Supermarkt gar nicht so viel anfangen, denn die wirklich leckeren Sachen kaufen wir dann tatsächlich lieber auf dem Markt oder beim Erzeuger. Fühlt sich hier in Frankreich einfach richtiger an. Aber immerhin können wir unsere Rotweinvorräte auffüllen. Auch wichtig.
Wir steuern nun einen Stellplatz fast am Ende der Halbinsel an. Der Platz in Kerjouanno hört sich verlockend an: Strom und WLAN würden uns wirklich gut tun. Denn ersteres brauchen wir, um die Akkus wieder zu füllen und letzteres würde unsere SFR-gebeutelte Internetkasse schonen. Ach ja, und nett gelegen soll der Platz auch noch sein. Strand- und ortsnah.
Wir finden einen durchaus nett angelegten Platz vor, der für 50 Womos vorgesehen sein soll. Und genau das ist irgendwie auch das Problem. Die Stellplätze sind eine Stufe besser als eng, asphaltiert und im Sommer möchte ich hier nicht wirklich stehen. Die Stromversorgung ist sehr alternativ gelöst: Es gibt 20 Anschlüsse für 50 Womos... Und da der Platz schon (für diese Saison) ordentlich gefüllt ist, gucken wir in die Röhre. Ist nix mit Strom, alles schon belegt. Immerhin funktioniert das kostenlose WLAN, ist aber so lahm, dass man nicht wirklich mal eben etwas recherchieren kann.
Aber für heute reicht uns das, so dass wir das MoMo abstellen und zum nahe gelegenen Strand gehen. Dort bietet sich das nun schon vertraute menschenleere Bild und wir setzen uns in den Sand und genießen die Stille des Meeresrauschens. Das schon wunderbar warme Abendlicht sorgt für eine tolle Stimmung und es gibt sehr schöne glatt geschliffene Kiesel zu sammeln.

Das ganze mit Bildern gibt es in unserem Womo-Blog: --> Link

Momoblog am 11 Okt 2015 09:28:43

Die Finger von Morbihan
Der Tag beginnt sportlich. Unser morgendlicher Rhythmus ist eigentlich immer gleich: Annette ist zuerst im Bad und während ich mich anschließend frisch mache, kümmert sie sich um das Frühstück. Ein eingespieltes Team. Aber heute gibt Annette nach dem Duschen Alarm. "Die Leute gegenüber brechen auf!" Was das bedeutet, ist dem geneigten Leser von gestern klar: Es wird eine der wenigen Stromanschlüsse frei! Also springe ich, der Bettwärme nachtrauernd, im Schlafanzug aus dem MoMo, hole in Windeseile das Stromkabel raus und sichere uns eine Stromversorgung für die mittlerweile doch recht runtergerockten Akkus. Erste-Welt-Triumphe eines Wohnmobilisten...
Da wir unseren Stellplatz für 24 Stunden bezahlt haben, ist noch bis zum späten Nachmittag Zeit, Strom zu tanken und vor allem: etwas zu erleben! Also schnüren wir die Schuhe und machen uns auf eine Wanderung entlang der Küstenfinger des Golf von Morbihan bei Arzon.
Der Weg führt entlang an wirklich netten bretonischen Häuschen zur Küste, wo offensichtlich das Meer gerade Urlaub hat: Ebbe! Ein paar Schiffe dümpeln im Wasser und wir machen uns auf den Weg entlang des Küstenpfades. Die Beschreibung, dass hier ein mediterranes Klima herrscht, trifft voll ins Schwarze. Alles wirkt so, als wäre es gerne ein paar hundert Kilometer weiter südlich. Lediglich der Oktober sorgt mit perfekten Wandertemperaturen um die 16° dafür, dass wir zügig den ersten Zipfel der Küste erwandern.
Unter einem knorrigen alten Baum machen wir ein kleines Picknick und genießen die Aussicht. Es versteht sich fast von selbst, dass wir auch hier nahezu für uns alleine sind...
Nachdem wir den dritten Finger erfolgreich umrundet haben, überlegen wir aber doch, ob wir den nächsten auch noch brauchen. Denn der Rückweg wird uns mitten durch den Ort führen und wir würden auch gerne heute noch ein bisschen weiter fahren. Also geht es zurück Richtung Stellplatz und wir stellen wieder mal fest, dass die Geschäfte in touristischen Gegenden wir dem Yachthafen fast alle geschlossen haben. Es ist halt überall eher tote Hose.
Zurück am MoMo müssen wir uns jetzt noch um die Ver- und Entsorgung kümmern, die merkwürdigerweise am Straßenrand außerhalb des Stellplatzes erfolgt. Wir treffen dort auf ein nettes älteres Ehepaar aus Schottland. Zumindest verspricht das ihr Kennzeichen. Um so überraschter sind wir, dass sich beide auf deutsch unterhalten! Tatsächlich sind sie schon vor Jahren nach Schottland ausgewandert und haben sogar ein Ferienhaus dort zu vermieten. Und diese einfache Internetadresse konnte ich mir tatsächlich problemlos merken. --> Link ist nun mal unschlagbar einfach! Und wenn das Häuschen so nett ist wie seine Besitzer und wir nicht per Wohnmobil unterwegs wären würde uns das ganze tatsächlich sehr reizen.
Jetzt machen wir uns auf die wahrscheinlich kürzeste Tagesetappe des Urlaubs: Bei France Passion habe ich einen Bauernhof in der Nähe des Chateau Suscinio entdeckt, der vielversprechend klingt. Und in der Tat ist schon die Zufahrt durch eine dicht bewachsene Allee ein Traum, auch wenn wir uns um den Alkoven ein wenig sorgen. Der Stellplatz ist eine an allen Stellen leicht abschüssige Wiese, so dass wir mit den Keilen nachhelfen müssen, damit wir im Stehen nicht seekrank werden.
Wir melden uns am Lädchen beim Kuhstall schon mal an, werden aber auf die Öffnungszeit um 17 Uhr hingewiesen. Kein Problem, dann gibt's halt erst mal ein Käffchen mit lecker Keksen im Freien und wir kommen endlich mal dazu, unseren kleinen Beistelltisch einzuweihen. Und das Ausruhen tut auch ganz gut...
Im Lädchen schlagen wir dann nach 17 Uhr zu. Das Problem bei all den lekceren Sachen in der Auslage ist eigentlich nur, sich zu beschränken und nicht einfach immer alles zu kaufen, was lecker sein könnte! Für heute sind es 3 Käse, Quark und Fruchtquark mit Brombeeren. Mjam!
Anschließend schwingen wir uns auf die Räder und fahren das kurze Stück zum Schloss. Es ist ein hübsch restaurierter Bau, der noch n den 70ern eine absolute Ruine gewesen sein soll.
Wir beschließen, das recht überschaubare Stück zurück nach Sarzeau zu fahren, da wir noch kein Brot für unseren leckeren Käse und das morgige Frühstück haben und Annette einen Biobäcker an einem Kreisverkehr entdeckt hatte. Also radeln wir durch die ländliche Szenerie und genießen das warme Licht der Abendstimmung. Absolutes Urlaubsgefühl!
Beim Bäcker verständigen wir uns mal wieder mehr schlecht als recht, so dass der Bäcker aus seiner Backstube uns auf englisch die Nachfrage der Verkäuferin übersetzt. Wir haben vermutlich ein Dinkelbrot und ein Baguette erstanden...
Das Brot landet sofort auf unserem Abendbrottisch und mit unserem Sammelsurium der letzten Tage wird es ein echtes Festmahl!

Momoblog am 11 Okt 2015 09:30:03

Gute und schlechte Delikatessen
Man kann beim Aufstehen doch immer etwas Neues erleben. Heute hören wir eine Hundemeute bellen und ein Mann in neonoranger Weste schreit sich die Seele aus dem Leib. Sind wir etwa mitten in eine Treibjagd geraten? Sicherheitshalber kriegt Mia Stubenarrest.
Und als wir unseren Stellplatz verlassen, sehen wir tatsächlich eine Gruppe Jäger (ganz stillos ebenfalls in neonorange) mit geschulterten Gewehren an uns vorbeiziehen.
Unser Etappenziel Vannes ist aus zwei Gründen wichtig. Zum einen, weil die Altstadt absolut sehenswert sein soll, zum anderen weil wir wieder zu unseren Freunden von SFR müssen - Internet tanken.
Wir finden tatsächlich auf Anhieb einen Stellplatz an der Ausfallstraße vom Hafen und freuen uns über das gute Wetter und die schöne Promenade entlang des Wassers. Schon von weitem hören wir vertraute Klänge - wenn das mal keine Sambatruppe ist! Aber warum? An der Place Gambetta löst sich das Rätsel: Es ist alles für den Vannes-Marathon vorbereitet! Und die Truppe legt einen echt guten Auftritt hin - da möchte man gerne mitmachen!
In der Altstadt herrscht reges Treiben, denn es ist Markt. Alles scheint auf den Beinen zu sein, so voll ist es. Wir betrachten das Treiben und schlagen an einem Stand mit frischem Honigkuchen zu - sensationell lecker! Annette ersteht eine Bluse nachdem sie von den Marktleuten optisch vermessen wurde: T3 lautet das Urteil und würde auf jeden Fall passen. Na dann.
Die Altstadt von Vannes hat wirklich allerhand olle, schräge und liebevoll instand gehaltene Fachwerkhäuser zu bieten. Und in diesen Häuschen gibt es allerhand Geschäfte mit wirklich originellen Sachen und weniger mit dem klassischen Touristennepp. Und Kunst am Bau haben sie auch noch eingebaut. Es macht Spaß, durch diese Stadt zu bummeln!
Auf dem Rückweg kommen wir noch einmal über den Markt, wo mittlerweile fleißig abgebaut wird. An einem Stand mit bretonischem Gebäck probieren wir ein Häppchen Käsekuchen und einen "Kouign Amann", was man vielleicht am besten als rundes Croissant beschreiben kann, das mit mehr Butter und Zucker gebacken ist, als der Waage lieb ist. Aber lecker! Und deshalb kaufen wir uns einen dieser Rundlinge und verspeisen ihn im Garten bei den Waschhäusern außerhalb der Stadtmauer.
Jetzt wird es aber Zeit, sich um Besuchsgrund Nummer zwei zu kümmern. Wie ein Check bei Goolge ergeben hat, gibt es einen SFR-Laden nur außerhalb der Stadt auf der grünen Wiese. Sollte ja kein Problem sein. Aber gegen dieses Einkaufsgebiet auf der grünen Wiese vor Vannes sind die Outlets, die wir aus den USA kennen, Kindergärten. Es geht über immer noch einen Kreisverkehr, bis wir dann laut Navi an der angegebenen Adresse angekommen sind. Nur, um dann festzustellen, dass es immer noch ein 5-Minuten-Weg bis zum Laden ist... Dort dann das übliche Spielchen mit Nummer ziehen und keinem der Englisch spricht. Mittlerweile habe ich mit meinem "Je ne parlais francaise" richtig Routine... Ich hoffe, die treue Lesergemeinde weiß unser aufopferungsvolles Suchen nach SFR-Internetguthaben zu würdigen! ;-)
Nachdem wir diesen Moloch verlassen haben, wird es schnell wieder ländlicher und wir steuern unser heutiges France-Passion-Ziel an: "Au Rhythme des marées" hört sich doch schon mal gut an. Am Ende einer Halbinsel südlich von Baden stoßen wir auf die Austern- und Meeresfrüchtezucht. Wir werden freundlich empfangen, dürfen aber nicht auf dem leeren Kundenparkplatz mit schöner Sicht auf den Golf du Morbihan parken, sondern werden auf das Werksgelände hinter gestapelte Fischkisten verwiesen. Naja, schön ist anders. Wir parken zumindest so, dass man aus dem Fenster noch eine halbwegs nette Aussicht hat.
Wir machen uns erst mal auf, die Gegend zu erkunden. Über einen schmalen Schleusendamm gelangt man auf eine kleine Insel, die wir umrunden wollen. Am Ufer genießen wir den Blick aufs Wasser. Die Sonne ist hinter einem Wolkenschleier nur nach schemenhaft zu sehen unnd es herrscht eine merkwürdig diffuse Lichtstimmung.
Auf dem weiteren Weg sehen wir noch einen Mann aus dem Wasser kommen, der offenbar in voller Montur ins Wasser gegangen ist. Die spinnen, die Bretonen!
Oder spinnen wir? Denn die "Insel" entpuppt sich als nur ein weiterer Finger einer Halbinsel! Und auch ein Rückweg am anderen Ufer ist nicht möglich, so dass wir unverrichteter Dinge auf gleichem Weg wieder zurück gehen.
Am Ende des Weges wartet ja eine Belohnung auf uns: Wir wollen auf der Terrasse der Austernzucht etwas buntes Meeresfrüchtiges essen. Zur Traumabewältigung meiner schlechten Austernerfahrungen in Irland vor über 20 Jahren mit grenzenloser Übelkeit bestelle ich als einen gemischten Austern- und Muschelteller. Zumindest kann ich bei den ganzen blubbernden Becken davon ausgehen, dass ich frische Ware kriege.
Nun, was soll ich sagen... Austern und ich werden in diesem Leben keine Freunde mehr. Ich habe wirklich alles gegeben, aber warum diese schlabberigen Dinger als teuer bezahlte Delikatesse durchgehen, wird mir auf immer ein Rätsel bleiben. Und das Schlimmste: Nachher ist man so hungrig wie zuvor! Gut, dass nachher im MoMo noch leckerer Käse mit gescheitem Brot auf mich warten!

Das ganze mit Bildern gibt es in unserem Womo-Blog: --> Link

kampfzwerg am 11 Okt 2015 18:52:04

Jetzt wird es kuschelig, denn ich begleite Euch auch :mrgreen: . Weitermachen bitte schön ;D

Aretousa am 11 Okt 2015 19:14:41

Am 2.9. haben wir auch auch bei den Austernzüchtern "Au Rhythme des marées" übernachtet und auf dem selben Platz wie ihr gestanden, nur parallel zu den Kisten :wink:
An dem Abend standen 9 Wohnmobile da, der 10. ist wieder weggefahren.
Morgen früh könnt ihr euch den "Dolmen von Toulven" ein paar Hundert Meter zurück im Wald an der Zufahrtsstraße anschauen.
Übrigens wir mögen Austern. :mrgreen:
Und auf dem oberen Kundenparkplatz darf man nicht parken, wir haben es auch versucht, weil da Lieferwagen drehen können müssen, sagte uns der Chef.

Momoblog am 11 Okt 2015 19:47:56

Aretousa hat geschrieben:Übrigens wir mögen Austern. :mrgreen:.


Na, dann warte mal auf meinen Bericht von heute... ;-)

Ellen, immer rein in die gute Stube. Es riecht gerade nur etwas streng...

Liebe , Michael

kampfzwerg am 11 Okt 2015 19:51:08

moensters hat geschrieben:Ellen, immer rein in die gute Stube. Es riecht gerade nur etwas streng...
Liebe , Michael

Macht nix, bin hart im Nehmen :mrgreen: , mach bitte weiter.

Momoblog am 11 Okt 2015 21:13:10

Das schlechte Ende meiner Traumabewältigung von gestern: Die Austern haben sich auch diesmal in meinem Magen dagegen gewehrt, verdaut zu werden und wollten durch den Eingang wieder heraus. Nicht schön! Aber immerhin habe ich so die Erkenntnis gewonnen, dass Austern und ich besser getrennte Wege gehen...
Und um eine so richtig bescheidene Nacht vollkommen zu machen, ging am späten Abend noch eine Alarmsirene an unserer Meeresfrüchte-Farm los und des Nachts wurden wir von Mücken aufgefressen. Alleine in dieser Nacht haben wir mehr Mücken gesehen und erschlagen als in 4 Wochen Schweden!
Nicht sehr traurig um die Weiterreise machen wir uns alsbald auf Richtung Westen. Zu Abwechslung spielt Annette mit der Straßenkarte mal Navi um mich nach Locmariaquer zu lotsen, wo es einen schönen Stellplatz am Meer geben soll. Der ist dann auch schön und vor allem voll. Lediglich ein halb illegaler Platz am Rande bleibt zum Parken und Gucken. Wir erkunden ein Ganggrab und schauen den Muschelsuchern im Wattschlick zu.
Für die Weiterfahrt vertrauen wir sowohl Navi als auch Karte, die uns eine "grüne" Strecke entlang der Küste Richtung Carnac beschert. Es sind wirklich schöne Ausblicke in die Bucht und wir sehen sogar den vielleicht kleinsten Leuchtturm der Welt.
Weiter geht es zu dem Hinkelsteinen von Carnac, die uns zunächst nicht besonders beeindrucken. Man muss es sich so vorstellen: In einem riesigen eingezäunten verwilderten Garten hat Obelix lauter kleine Hinkelsteine gesät, die noch wachsen sollen. Es sollen so ca. 1000 sein. Aber wie gesagt: Beeindruckend ist anders. Gottseidank ändert sich das schlagartig beim Megalithfeld von Kermario. Dort sind es nun wirklich große Menhire, die in langen Reihen aufgestellt sind. Und das beste: Man kann kostenlos(!) in das eingezäunte Areal hinein und nach Herzenslust fotografieren. Was wir dann auch sehr gerne und sehr ausgiebig tun!
Auch das nächste Megalithfeld in Menec wäre sicher einen Stop wert gewesen, da hier der Ginster sehr malerisch blüht, aber wir haben beschlossen, weiter in Richtung unseres Tageszieles Quiberon zu fahren. Die Fahrt auf die Halbinsel ist völlig entspannt und es fällt uns wieder mal schwer, uns vorzustellen, was hier in der Hochsaison abgeht. Denn jetzt haben wir die Straße quasi für uns alleine und auch der Campingplatz mit dem irren Namen Do Mi Si La Mi, den wir heute mal aus Bequemlichkeits- und Stromtankgründen aufsuchen ist völlig verwaist. Vielleicht zwei handvoll Womos verlieren sich auf dem großen, gepflegten Gelände mit seinen nett geschnittenen Hecken.
An der Rezeption hängt ein Hinweis, dass man sich doch bitte heute, am Sonntag, selbst platzieren möge. Montag sei schließlich auch noch ein Tag. Und das tun wir selbstverständlich mit größtmöglicher Gründlichkeit, nachdem wir das MoMo erst mal provisorisch im Bereich Idefix abgestellt haben (Asterix und Obelix sind leider mit Mobile Homes besetzt). Hm, direkt am Meer hinter der Hecke? Oder doch an den Waschhäuschen? Können wir hier aufs Meer blicken? Scheint da auch nachmittags noch die Sonne drauf? Und als wir uns endlich entschieden haben, stelle ich fest, dass die Steckdosen nicht überall CEE sind, sondern diesen herausstehenden Erdungsnupsi haben. Argh, da haben wir doch kein Kabel für! Also Plan B entworfen, MoMo umgeparkt, beim Auspacken der Kabelkiste festgestellt, dass das Schukokabel netterweise doch in die Steckdose passt und wieder umgeparkt! Dafür haben wir jetzt aber auch eine windgeschützte, gepflasterte Terrasse, auf der wir Tisch und Stühle das erste Mal aufbauen können. Hat auch was!
Und so sitzen wir für den restlichen Nachmittag einfach mal so im T-Shirt in der Sonne und hören im Hintergrund das Meer rauschen. Urlaub!
Abends beschließen wir, aktiv gegen das Austerndebakel anzuarbeiten: Wir schwingen uns auf die Räder und hoffen dass die Creperie "du Vieux Port" geöffnet hat. Denn eigentlich ist es schon ein Wunder, dass unser Campingplatz geöffnet hat - überall rundherum sind die Bordsteine schon hochgeklappt. Dem ehernen Fischer, der im Hafen Ausschau hält, hat man freundlicherweise eine nackte Frau gegenüber in den Ausblick gestellt, damit ihm bei so wenig Betrieb nicht langweilig wird.
Unsere Creperie hat glücklicherweise geöffnet und wir haben als erste Gäste des Abends die freie Auswahl bei den Tischen. Und dann geht es los: Galette speciale, Galette Chevre, Deux galettes Pecheur, Deux Crêpes C.B.S. (Caramel, Beurre salé). Und ausnahmslos alles schmeckt absolut himmlisch! Nehmt das, ihr triefigen Austern! Lediglich den Cappucino versemmeln die Franzosen mit Sprühsahne, aber was bestelle ich auch in Frankreich einen Cappucino...
Rundum glücklich gegessen rollen wir wieder zurück zum Campingplatz. Am Himmel sehen wir noch die Nachfolgen des Sonnenuntergangs. In einer unbeschreiblich sanften Mischung wechseln sich dunkle Blau- und Grautöne mit Weiß und Rot. Zu schade, dass wir das immer nur häppchenweise hinter den Häusern erahnen können und sich diesmal ein Foto leider nicht machen lässt. Aber wir sind uns sicher: Hier gefällt's uns!

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Aretousa am 11 Okt 2015 21:52:48

Wie gut, dass der Magen wieder mitspielt :wink:

eva b. am 12 Okt 2015 10:39:30

Aretousa hat geschrieben:Wie gut, dass der Magen wieder mitspielt :wink:

Ja, eine Magenverstimmung und das in Frankreich -> der Supergau :?
Aber alles scheint sich wieder beruhigt zu haben, denn Crepes und Galettes schmecken schon wieder. Dann kann es jetzt ja eigentlich weitergehen, oder?
Nein, ich bin nicht ungeduldig ;D

Heraline am 12 Okt 2015 22:34:44

Neeeeiiin!!! Ich bin auch nicht ungeduldig! Gaaar nicht! :mrgreen:

Toller Bericht! Macht richtig Freude!

Connie, die vor gut einer Woche auch noch die Bretagne genossen hat!

Momoblog am 12 Okt 2015 23:15:08

Euch kann geholfen werden! Krachertag!
Bild

Wild und wunderschön
Heute morgen geht es erst mal zur Rezeption, um brav für unsere Übernachtung nachzuzahlen. Und mit ACSI-Karte ist das gar nicht mal so viel. Als ich zu Annette zurückkehre, genießen wir erst einmal die Morgensonne auf unserer Terrasse und fangen so langsam an, Pläne für den Tag zu schmieden. Da es in der Rezeption eine sehr brauchbare Landkarte gab, können wir verschiedene Varianten durchspielen. Bei allen wird uns aber irgendwie klar: Mal eben werden wir das hier nicht abhandeln können, zumindest, wenn wir es auch genießen wollen. Und immer größer wird auch die Lust, einfach noch einen weiteren Tag mit Terrasse und abgestelltem MoMo eine Basis für weitere Erkundungen zu haben. Also gehe ich noch einmal zur Rezeption, werde von einer grinsenden Madame begrüßt und verlängere für eine weitere Nacht. Und angenehmerweise ist für ACSI-Kunden das WLAN kostenlos, wenn auch, wie sich nachher herausstellt, auch schneckenlangsam. Aber alleine schon, um meine Freunde von SFR mal vergessen zu können, ist es eine Wohltat.
Und so schwingen wir uns gegen Mittag auf die Drahtesel, fahren ein Stück gen Norden und stoßen dann quer zum Port Rhu auf die Cote Sauvage, die wilde Küste an der Westseite der Halbinsel. Der Ausblick hinunter auf smaragdgrün schimmerndes Meer, weiße Schaumkrönchen, goldgelben Sand und schroffe Felsen ist nicht weniger als grandios!
Wir haben eigentlich komplett unpassendes Wetter für diese wilde Küste, denn der Himmel könnte nicht blauer sein und der Wind weht aus Nordost. Keinerlei Dramatik, aber trotzdem bereits jetzt wunderschön. Wir kommen aus dem Schwärmen gar nicht raus!
Am südlichen Strand im Gegenlicht der Sonne, sehen wir kleine schwarze Punkt im Meer und es sind tatsächlich Surfer, die sich vielleicht höhere Wellen wünschen, aber kein sonnigeres Wetter!
Wir beschließen also, weiter zu fahren und kommen nach kurzer Fahrt am Port Bara an, wo die ganzen Surfer zu Gange sind.
Und vielleicht ist es hier unten am Strand wirklich noch schöner. Die heranbrausenden Wellen, die großen Steine am Rande, die wie Logenplätze in einem Theater wirken, die Klippen als Abschluss dieses Bühnenbildes. Perfekt!
Ich mache mich auf in Richtung der Klippen und gerate in einen wahren Fotografierausch - und auch wenn ich mit den iPhone-Bildern von heute sehr zufrieden bin: Das sind wirklich Motive für die dicke Kamera!
Insbesondere die Surfer auf den Wellenkämmen sind natürlich sehr fotogen, aber ohne Tele mit dem Handy auch nicht wirklich einzufangen. Da bleibt es halt bei kleinen Punkten...
Ist mir aber für den Moment völlig egal. Lediglich der Wunsch, noch länger hier zu bleiben, wird bei uns beiden immer größer. Viel schöner als hier und jetzt kann es wohl nicht werden!
Da passt es dann wie das Tüpfelchen auf dem i, dass sich auf dem Mini-Menhir am Strandabgang eine Eidechse als Fotomodell sonnt.
Nichtsdestotrotz fahren wir irgendwann weiter, denn wir wollen die Küste heute Richtung Süden erkunden. Und wir finden auch eine schöne Ecke nach der anderen, so dass wir irgendwann beschließen, nicht mehr an jedem Aussichtspunkt zu halten, damit wir auch noch eine realistische Chance haben, vor Sonnenuntergang wieder am MoMo anzukommen.
In der Zwischenzeit hat sich nämlich auch noch ein kleines Hüngerchen gemeldet, was wir gerne im Büdchen "Les Mouettes" am Beg er Goalennec mit Crepe und Galette ruhigstellen. Der Kellner könnte zwar im Herrn der Ringe als Ork mitspielen und hat auch einen entsprechenden rauen Charme, zeigt aber beim Bezahlen durch Mitsingen eines Chansons aus dem Radio auch seine musische Seite. Schräg!
Als nächstes erkunden wir Quiberon-City. Von dem, was wir in den Reiseführern gelesen haben, habe ich eigentlich keine großen Erwartungen. Halt eine Touri-Stadt, die vor allem dem Sommertourismus verschrieben ist. Aber auch wenn man merkt, dass die Saison vorbei ist, gefällt uns das Städtchen vielleicht gerade deswegen ganz gut. In Boulangerie und Carrefour decken wir uns mit Brot und Grillgut ein. Denn unseren Grill haben wir bisher ja noch gar nicht benutzt - geht gar nicht!
Und so geht es in entspanntem Tempo den restlichen Süd- und Südostzipfel entlang wieder Heim zum Campingplatz. Mittlerweile kennen wir uns ja fast ein wenig aus.
Und bei einem Barbecue mit Würstchen und Tournedos geht der Tag dann zu Ende - leider nur viel zu schnell an der frischen Luft, da es heute abend doch merklich kälter als gestern ist. Um 8 Uhr sind wir dann trotz wärmender Decken so durchgefroren, dass wir uns im MoMo erst mal gründlich aufwärmen müssen. Aber wenn das unser einziger Grund zur Klage ist, soll uns das sehr, sehr recht sein!

Das ganze mit viel mehr Bildern gibt es in unserem Womo-Blog: --> Link

Momoblog am 13 Okt 2015 21:36:38

Fette Beute
Da es uns hier gestern so gut gefallen hat, gehen wir in die Verlängerung. Allerdings verlassen wir unseren Campingplatz und siedeln um zum großen offiziellen Stellplatz in Kerné an der Cote Sauvage. Den haben wir gestern auf unserer Radtour schon gecheckt und für gut befunden. Und alsbald haben wir auf dem nicht sehr vollen Platz einen Sahneplatz mit Meer- und Sonnenuntergangsblick belegt. Was will man mehr?
Nun, vielleicht etwas wärmeres Wetter, denn trotz nur leichter Bewölkung treibt es uns bald aus unseren Campingstühlen ins muckeligere MoMo.
Wir beschließen, dass es nun mit der Faulenzerei genug war und machen uns bei stärkerer Bewölkung auf die Erkundungstour zur Nordspitze der Cote. Diesmal allerdings zu Fuß und mit Hund. Zunächst kriegen wir einen Schreck, denn wir sehen am Horizont eine wahre Menschenmenge auf uns zuströmen. Es stellt sich jedoch heraus, dass das wohl eine Klassenfahrt sein muss - viel, viel Jungvolk mit ein paar gottergebenen Erwachsenen dabei...
Für den folgenden Weg entlang der Küste lassen wir jetzt einfach mal Bilder --> Link sprechen.
Erschöpft, aber auch sehr zufrieden kommen wir am MoMo an, stärken uns mit unseren Fischkonservensuppen aus Guérande und sehen der Sonne beim Untergehen zu. Viel besser wird's nicht!

wolkenhimmel am 14 Okt 2015 09:56:53

Moin...

Ich hab' gerade so gelacht über die "triefigen Austern" :lach: . Und auch ich kann mit dieser Art Rotz mit Salz überhaupt nichts anfangen und würde Galette jederzeit vorziehen. Inzwischen ess' ich ja nix mehr vom Tier, aber als Schülerin war ich mal 3 Wochen zum Schüleraustausch in der Nähe von La Rochelle, die Gasteltern waren mit einem Austernfischer verschwägert... *baaaaaaaaahhhhh* :oops:

Euch noch eine schöne Tour!

LG Harriet

Momoblog am 15 Okt 2015 10:05:12

Plan B
Da sich das Wetter sehr vergraut, sieht unser Plan so aus: Wir wollen die Südküste verlassen und Richtung Norden ein paar Kilometer machen und bis zur Nordküste der Bretagne kommen.
Auf dem Weg wollen wir in Auray noch die lästige Geschichte mit dem falschen Handyguthaben-Kauf in Vannes regeln, da wir ansonsten internetmäßig auf dem Trockenen säßen. Und Auray soll ein nettes Städtchen mit einer sehenswerten Altstadt sein. Passt doch!
Da wir auch kein Brot mehr haben, gibt es zum Frühstück halt ein bisschen Müsli und wir wollen uns in Auray ein nettes Café für ein zweites Petit Dejeuner suchen. Und wir haben wirklich Glück, denn wir machen einen tollen Fund: Mit dem L'Epicerie finden wir nämlich ein ausgesprochenes Schmuckstück von Café-Restaurant. Im Stile des hundert Jahre alten Lebensmittelgeschäfts eingerichtet, mit guter Musik und einer äußerst freundlichen Bedienung, die sogar bereitwillig englisch mit uns spricht, was die Verständigung doch sehr vereinfacht. Und wer kann schon bessere Croissants servieren als die Franzosen?
Solchermaßen gestärkt, begeben wir uns in die Stätte des Bösen: den SFR-Shop. Das kann ich nach unseren heutigen Erlebnissen getrost so sagen. Zwar werden wir wie immer wirklich freundlich bedient und der Tüp in Auray kann sogar recht gut englisch. Aber das, was wir wollen, kommt ihm doch sehr komisch vor. Ein Umtausch des falschen Guthaben-Bons könne man nur in Vannes machen. Und 1GB-Internet-Guthaben können man nicht aufladen. Ich könne aber für 30€ 2GB und kostenlose Telefonie innerhalb Frankreichs haben. Oder aber 10€ Guthaben aufladen. Das gelte dann für Telefon, SMS und Internet. Wäre vielleicht nicht ganz 1GB, würde aber schon reichen. Völlig gottergeben lasse ich mir 10€ Guthaben aufschwatzen und weil wir schon dabei sind, kriegt Annette auch noch 5€ spendiert. Man gönnt sich ja sonst nix. Und tatsächlich funktioniert auch das Internet nun wieder. Cliffhanger: Das war noch nicht alles...!
Aber nun erkunden wir erst mal die Stadt, stellen fest, dass die Stände in der Martkhalle alle schon abgebaut werden und stellen uns in Gedanken aus den leckeren Tartes beim Traiteur schon mal ein köstliches Abendessen zusammen. Aber diese und auch den Käsenachschub werden wir, einer alten Micharegel folgend, auf dem Rückweg kaufen. Denn Auray hat neben den schon recht hübschen Gebäuden der Oberstadt auch einen noch älteren Teil am Fluss in der Unterstadt. Und dafür muss man erst richtig bergab gehen, um auf einer alten Steinbrücke den Fluss zu überqueren, der tatsächlich Loch heißt. Fast schon schottisch!
Nachdem wir unseren Erkundungsgang beendet haben, geht es ans Einkaufen. Nun ja, ans Baguette-Kaufen. Denn alle anderen Geschäfte befinden sich in einer ausgedehnten Mittagspause. Autsch!
Und wie wir frustriert Richtung MoMo schleichen, kommt mir die Idee, dass es jetzt doch in der L'Epicerie Mittagstisch geben müsste. Und überhaupt, es war doch so gemütlich...
Also kehren wir kurzerhand schon wieder dort ein und werden von einer überrascht-freundlich lächelnden Bedienung wiedererkannt. Sie gibt sich größte Mühe, uns das an der Tafel angeschriebene Mitttagsgericht zu übersetzen, denn was anderes gibt es auch nicht! Da sich einfach alles lecker anhört, beschließen wir, sowohl die 2 verschiedenen Vor- als auch die Nachspeisen der Formule Midi mitzunehmen. Und was soll ich sagen: Wir haben nichts bereut! Der Laden trägt seinen Titel "Bistrot Gourmand" absolut zurecht. Und als wir noch einen Digestiv zum Abschluss angeboten bekommen, fühlen wir uns mal wieder wie Gott in Frankreich.
Auf dem Weg zurück zum Wohnmobil machen wir noch eine kuriose Entdeckung. Die Kirche, die gerade renoviert wird, ist in Wirklichkeit eine große Galerie der Künstler der Region, die dort ihre Werke präsentieren können. Und wir sind sehr positiv überrasch, wie vieles uns davon gefällt.
Mittlerweile ist a) schon Nachmittag, b) freundliches Wetter, c) der Wetterbericht für die Nordküste nicht der Kracher und d) mein 10€-SFR-Guthaben innerhalb ein paar Stündchen schon um 5€ geschrumpft. Ups!
Also wird Plan B geschmiedet. Der besagt, dass wir das Viertelstündchen nach Vannes rüber fahre, um im dortigen SFR-Shop den Umtausch zu regeln und eine vernünftige Auskunft zum 1GB-Tarif zu kriegen. Und anschließend geht es dann westlich von Lorient ans Meer.
Der Plan geht zumindest im ersten Teil nur so Mittel auf. Denn im Shop im immer noch nicht attraktiveren Industriegebiet von Vannes gibt es zwar 4 Handy-Tüpinnen, aber keine von ihnen kann mehr als ein paar Bröckchen englisch. Autsch! Also radebreche ich, unter Zuhilfenahme meiner gesammelten SFR-Quittungen (mittlerweile ein fetter Batzen) und kann zumindest deutlich machen, dass "SFR Connecte Partout" böse ist und ich das doch bitte in "La Carte"-Guthaben umgewandelt haben möchte. Was folgt, erinnert irgendwie an die blödesten Beamtenwitze, die man kennt. Die eine erklärt der anderen, was der Kunde wohl wolle. Das gehe nicht, meint die Dritte, woraufhin die Chefin sagt "Doch!". Also wird erst mal eine Rückerstattung durchgeführt, wofür man im Computersystem alle Buchungen des vergangenen Samstags durchsehen muss. Cash oder Kreditkarte? Ach so, cash. Also noch mal von vorne. Und tasächlich bekomme ich irgendwann auch meine 10€ ausgezahlt. Das neue 1GB-Guthaben für den "La carte"-Tarif möchte ich jetzt noch kaufen. Ich halte sogar das entsprechende Aufladekärtchen schon in der Hand. "Nein, das ist schlecht. Das ist ja nur für Internet." wird mir beschieden. An dieser Stelle zweifle ich das erste Mal dann doch an meinem Verstand und zeige noch mal meinen Beleg aus Metz vor, wo doch all das genau so vermerkt ist. Als die Madames dem leicht bekloppten Touristen, der so ein abwegiges Ansinnen hat, schließlich die Karte verkaufen wollen, stellen sie fest, dass das Computersystem streikt. Vielleicht könnte ich ja bei Leclerc nebenan mein Guthaben kaufen...
Im Leclerc werden wir zwar bei Wein, Wasser und Käse fündig, werden aber wegen Handyguthaben in die Fotoabteilung geschickt. Als ich dann sehe, dass man in der Fotoabteilung auch Rasierklingen kaufen muss, zweifele ich doch sehr am französischen Ordnungssystem und wundere mich auch nicht mehr über die Auskunft, dass man so was Obskures wie Internetguthaben nicht aufladen könne. Aber erwähnte ich schon, dass die Franzosen immer sehr freundlich sind...?
Die Faxen dicke habend, beschließe ich, lieber meinen deutschen Freunden von Vodafone ihre frechen Auslandsgebühren zu zahlen, als weitere Lebenszeit mit dem Thema "Französische Mobilfunkunternehmen" zu verschwenden. SFR, non merci...
Und schließlich warten prächtiges Fahrwetter und das Meer auf uns. Warum also weiter rumärgern? Entspannt cruisen wir Richtung Guidel Plage und haben den Ärger von Vorher schon beim Anblick der Wellen, die sich an den langen Stränden brechen, vergessen.
Der erste Stellplatz, den jemand bei pm als "schönsten in der Bretagne" bezeichnet hat, ist zwar bis auf zwei Womos menschenleer, aber auch nicht wirklich prickelnd gelegen. Da gibt es zumindest noch einen, der in Sichtweite liegt und deutlich näher am Meer mitten in den Dünen liegt. Können wir ja mal checken. Und er ist nicht nur fast ebenso leer und ebenso kostenlos, sondern auch nur einen Steinwurf vom Meer entfernt. Hurra!
Auf geht's zum Strand und wir sehen und hören eine Welle nach der anderen hereinrollen und sich auf breiter Front vor dem Strand aufbauen und schließlich brechen. Herrlich!
Und auch wenn die Sonne schon bald hinter einem großen grauen Wolkenfeld verschwindet, ist der Himmel trotzdem noch schön genug beleuchtet, dass wir bis zum offiziellen Sonnenuntergang am Strand sitzen und den Anblick genießen.
Nachher im MoMo stellen wir dann fest, dass nicht nur ein weiter Teil des Strandes (allerdings nicht bei uns) Militärgebiet ist und von daher gerne mal ein Flugzeug einen Nachtanflug über unsere Köpfe probiert. Das kann ja heiter werden.

Das ganze mit Bildern gibt es in unserem Womo-Blog: --> Link

Ganzalleinunterhalter am 15 Okt 2015 10:43:34

Hallo Michael, das mit dem SFR Internet ist ja echt sch..... gelaufen
wäre das mit der Orange Option nicht eine Alternative gewesen ? --> Link "Pochette Pret-a-surfer" mit 2 GB für einen Monat zum Preis von 14,90 Euro

Ansonsten bin ich weiterhin "an Bord" und freue mich an dem was hier geboten wird :) Hoffe doch, daß ihr es noch bis Finestere schafft > für mich das absolut sehenswerteste der Bretagne > Camaret sur mer mit seiner Umgebung, Lampaul - Plouarzel und ab dort die Côte touristique, und die Côte granit rose

Momoblog am 15 Okt 2015 20:30:49

Hallo Horst,

Danke für die Tipps, sind alle für nächstes Jahr

Plage et la mer
Die anstehende lange Rückfahrt dämpft unsere Abenteuerlust doch sehr. So verlockend wie all die Orte in Finistere klingen, Camaret-sur-Mer!, Lampaul-Plouarzel!, Pougastel!, so sehr brauchen wir jetzt mal Zeit, um Meer und Strand zu genießen. Klar ist uns schon jetzt, dass wir baldmöglichst wiederkommen werden, also warum weiter hetzen?
Der morgendliche Ausblick aus dem Alkoven in Richtung Sonnenaufgang deutet auf einen weiteren schönen Herbsttag hin.
Und als wir uns für einen vormittäglichen Strandspaziergang aufmachen, haben wir blauesten Himmel, fast komplette Windstille und ziemliche Ebbe.
Das gibt natürlich wieder viel zu fotografieren her und den Vogel schießt Annette mit ihren tollen Detailfotos ab. Die tanzenden Lichtreflexe im Wasser geben auch schon ein fast psychedelisches Video her, dass ich aber diesmal dank SFR nicht hochladen kann. Wir sparen gerade Daten...
Nachdem wir uns ordentlich durchgelüftet haben, müssen wir ein typisches Womo-Problem lösen: Wir müssen dringend Wasser fassen. Undwie es der Zufall will, soll einen Kilometer weiter ein anderer toller Stellplatz sein, der sogar gratis Wasser und Strom zur Verfügung stellt. Perfekt! Dumm nur, wenn man den Stellplatz zunächst übersieht und dann bei der Besichtigung feststellt, dass man vielleicht in der Hochsaison bei der Surfschule Wasser tanken kann, aber das Aufdrehen des Wasserhahns nur ein trauriges Tröpfchen laufen lässt.
Also konsultieren wir unsere Stellplatzführer und steleln fest dass man in ein paar Kilometer weiter in Plomeur einen Cityparkplatz mit allem Schnick und Schnack vorfindet. Nun, vorfinden soll. Denn von nirgendwelchen Womo-Facilities ist nix zu sehen. Nachdem wir in der Bäckerei erst mal einen süßen Frustkauf für das spätere Kaffeetrinken getätigt haben, stellen wir auch beim Office du Tourisme fest, dass die Saison vorbei ist: zu! Immerhin gibt es aber einen Zettel mit Stell- und Versorgungsplätzen in der Nähe.
Und einen davon steuern wir an und werden auch fündig. Die Station hat zwar schon bessere Tage gesehen, aber wir können den Wassertank wieder füllen - Mission accomplished!
Jetzt aber schnell wieder zurück zu Strand und Meer - wir haben schon Entzugserscheinungen! Und als wir an "unserem" Strand vorbeifahren, beschließen wir kurzerhand, einfach wieder auf den Stellplatz zurückzukehren. Denn bis auf den abendlichen Fluglärm war es eigentlich ein wunderbarer Platz: strandnah und trotzdem tote Hose.
Wir belohnen uns für unsere gute Wahl mit den Leckerein aus der Bäckerei. Es ist übrigens wirklich frappierend, wie viele kunstvoll leckere Backwaren man allerorten in den Bäckereien findet. Wir kommen jedesmal in regelrechte Gewissenskonflikte, dass wir nicht einfach alles kaufen, geschweige denn essen können.
Am späten Nachmittag zieht es uns dann wieder an den Strand: Ganz abenteuerlustig gehen wir einfach mal rechtsrum in Richtung des Flop-Stellplatzes von heute morgen.
Und wir stellen fest, dass auch der Strand dort sehr schön zum Wellengucken, Lichtspielbewundern und Seelebaumeln geeignet ist.
Den Rückweg zum MoMo bahnen wir uns dann über Trampelpfade landeinwärts durch eine hügelige Heidelandschaft. Ein bisschen mulmig ist uns schon, da wir dort heute morgen zwei Franzosen bei der Was-auch-immer-Jagd mit ihren Luftgewehren(?) gesehen und gehört haben und auch jetzt wieder Stimmen und Hundegebell irgendwo aus der Heide zu uns dringen. Und Annette singt, um auf uns aufmerksam zu machen "Trara, es tönt wie Jagdgesang" - nicht beruhigend!
Trotzdem kommen wir unversehrt am Wohnmobil an und genießen den abendlichen Blick aus dem Fenster. Noch einmal schlafen und dann heißt es: Bretagne, adieu!

Das ganze mit Bildern gibt es in unserem Womo-Blog: --> Link

Momoblog am 19 Okt 2016 10:57:32

Wir sind schon länger wieder unterwegs, aber wegen der Probleme mit mobilem Internet habe ich ganz vergessen, ins Womoforum zu posten. Deswegen also jetzt ein großer Nachschlag.

Bild

Und wie immer: Das ganze mit Bildern gibt es in unserem Womo-Blog: --> Link

Liebe Grüße, Michael

Momoblog am 19 Okt 2016 10:58:00

Ab durch die Mitte
Es geht wieder los. Und wie im letzten Herbst geht es wieder nach Frankreich, wieder in die Bretagne. Zu vieles haben wir noch nicht gesehen und zu sehr freuen wir uns wieder auf tolle Küste, tolle Strände, tolle Aussichten und natürlich auch auf die französische Lebensart und das köstliche Essen. Wir sind bereit!
Deshalb brechen wir auch so bald wie möglich auf und haben diesmal eine neue Route ausgetüftelt. Wegen der "Schleusen" vor der Leverkusener Rheinbrücke, die für unsere 2,34m Breite angeblich zu eng seien, weichen wir auf eine nördlichere Route über Roermond und weiter über Brüssel und Lille aus. Klappt auch wunderbar.
Mit einem Stau rund um Brüssel hatten wir ja gerechnet. Aber als das Navi vorschlägt, den fetten Stau auf dem nördlichen Ring zu umfahren, sind wir begeistert von der Zeitersparnis. Also: Alternativroute! Gut, es hätte mich stutzig machen können, dass wir schnurgerade Richtung Westen gelotst werden. Aber da es zunächst wunderbar läuft und wir hämisch den armen Schweinen zugucken, die sich ins Ende des Staus begeben, verschwenden wir keinen Gedanken daran, dass doch nur eines vor uns liegen kann: Brüssel City...
Und wir lassen auf unserem Weg wirklich keine zentrale Straße aus. Mehrere Botschaften, Massen von EU-Flaggen, vierspurige Boulevards auf denen man möglichst schnell von ganz rechts nach ganz links wechseln muss. Rechts ein "Louis Vuitton", links ein "Michael Kors". Und das alles natürlich mit dem dazugehörigen Stop-and-go einer Metropole am Nachmittag. Ganz großes Kino! Wenn ich das letztes Jahr als Womo-Frischling hätte fahren müssen hätte ich mir garantiert ins Höschen gemacht. So aber sehe ich das sportlich und das MoMo macht auch den zigsten Spurwechsel brav mit. Und nach einer gefühlten Ewigkeit lassen wir Brüssel dann auch hinter uns.
Unseren Plan, heute noch bis ans Meer zu kommen, haben wir zu diesem Zeitpunkt schon lange aufgegeben. Das Ziel ist ein France-Passion-Bauernhof südlich von Lille. Und als wir diesen um hab acht erreichen ist es auch fast schon dunkel. Der Herbst kommt mit ganz großen Schritten!

Momoblog am 19 Okt 2016 10:58:27

Blitzentschleunigt
Was ist denn hier los? Bereits am ersten Reisemorgen schlafen wir länger als erwartet - ein Frühstück um 9 Uhr hatten wir eigentlich nicht eingeplant auf unserem langen Weg in den Westen. Wir werten es aber als gutes Zeichen für eine Spontanentschleunigung.
Unser Ziel für heute ist die normannische Küste. Zunächst Le Treport und später Etretat stehen auf dem Speisezettel für Reisegourmets.
Die Reise Richtung Meer ist weitestgehend unspektakulär. Bis auf den Moment, wo uns ein anderes Womo bei der Ausfahrt aus einem Kreisverkehr so bösartig von der inneren Kreisverkehrspur kommend schnibbelt, dass ich a) in die Bremsen steigen muss und b) über den (gottseidank abgeflachten) Bordstein ausweichen muss! Bis auf Schreck und durch das MoMo purzelnde Badutensilien ist aber nix passiert.
In Le Treport werden wir zum Stellplatz oberhalb der Steilküste gelotst, wo wir einen der bereits weniger werdenden Stellplätze belegen. Wir halten die 6€ zwar für einen eher teuren Preis für einen Parkplatz, aber dafür stehen wir auch wirklich hübsch. Denn der Blick von hier oben hinunter auf das türkisgrüne Meer, den Ort und die Steilküste in der Ferne ist schon sehr fein.
Auf dem Weg hinab in die Stadt verzichten wir erst mal auf die Funiculaire, die Standseilbahn. Wir entdecken neben einem überdimensionalen Wandgemälde ein nett aussehendes Restaurant, die Pizzeria Brasserie de la Tour. Aber wir gehen natürlich erst dorthin, nachdem wir an der Meerespromenade auch noch alle anderen Restaurants ausgecheckt haben. Wir müssen uns erst mal wieder an die französische Esskultur mit Dutzenden Menus und Formule Midis gewöhnen. Für heute tun es erst mal eine Pizza und Moules Frites. Mit Estragonrahmsud. Mjam.
So gut gestärkt lässt sich die Stadt dann auch gleich viel besser erkunden. Und wir machen uns auf den Weg über die Schleuse des Hafenbeckens in den nördlichen Teil der Stadt mit dem Strandboulevard und seinen teilweise schrill bunten alten Häusern. Das verrückte an der Sache: 90% dieser Häusern sind verriegelt und verrammelt. Also: alle Schlagläden und Rolläden dicht. Obwohl an der Promenade noch reges Treiben herrscht!
Wir gehen bis zum nördlichen Ende zu den Steilklippen und sind vor allem vom einzigartigen Brandungsgeräusch begeistert: Da hier ein sehr grober Kieselstrand ist, nimmt die zurückweichende Brandung immer eine ganze Ladung dieser Steine mit. Ein unbeschreibliches Geräusch, dass deutlich macht, welche Kraft das Wasser hat.
Da der Tag mittlerweile schon weit fortgeschritten ist, beschließen wir, den ohnehin bezahlten Stellplatz für die Nacht zu nutzen und erst morgen nach Etretat weiter zu fahren. Blitzentschleunigung!
Nachdem wir mit der kostenlosen Funiculaire äußerst bequem wieder die Klippen hinaufgekommen sind, genießen wir die Muße zum Lesen, schlemmen das feine Baguette mit Noix und Fromage de Chevre und freuen uns bei der Lektüre unserer Reiseführer auf die kommenden Wochen in Nordfrankreich.

Momoblog am 19 Okt 2016 10:58:48

Wettentspannen
Pünktlich zum Sonnenaufgang werden wir wach. Aber wir sind doch etwas erstaunt, dass die Uhr schon 8.20 Uhr anzeigt. Klappt gut mit dem entspannen!
Unsere Fahrt Richtung Westen geht gemächlich weiter. Denn nach einer Stunde lädt uns das schnuckelige Örtchen Veules-les-Roses zu einem Zwischenstopp ein. Annette hat nämlich herausgefunden, dass dort der kürzeste Fluss Frankreichs zu finden ist. Knapp über 1000m ist aber auch wirklich kurz! Aber zunächst führen wir mal wieder das Bauernstück "Wir fahren mit dem MoMo in eine hutzelige Altstadt und wundern uns, dass wir kaum durchkommen" auf. Das Navi führt uns brav bis zu einer Straße, die nur für Anwohner freigegeben und dazu noch reichlich eng ist. Das wollen wir lieber mal nicht ausprobieren... Das Dumme ist nur: Auch die Alternativstrecke aus der Stadt wieder heraus ist mehr als reichlich eng. Wir trauen uns todesmutig und passen so gerade durch - ein etwas größeres Schlachtschiff als das MoMo kapituliert an dieser Stelle, wie wir später bei unserem Spaziergang durch den Ort feststellen. Denn auf einer deutlich angenehmeren Umgehung finden wir dann doch noch den sehr großen Grasparkplatz oberhalb der Klippen und machen uns auf den Weg.
Veules ist wirklich ein sehr pittoreskes Örtchen mit vielen schönen alten Gebäuden und einem nett angelegten Weg der einen vom Strand zur Quelle des Flüsschens und wieder zurück führt. Machen wir natürlich und legen einen Fotostop nach dem anderen ein. Alles sehr fotogen hier!
Nach einem Minieinkauf beim Bäcker und im lokalen Tante-Emma-Laden kehren wir zurück zum MoMo und genießen die Nuss-Karamell-Tartelets und freuen uns schon mal auf den Cidre am Abend vor, der natürlich erst mal in den Kühlschrank wandert.
Unser nächstes Ziel Etretat streifen wir zunächst und fahren dran vorbei zum Leuchtturm am Cap Antifer etwas südlich. Das Cap hatte ich mir etwas touristischer und besser erschlossen vorgestellt. Stattdessen scheint hier alles verriegelt und verrammelt zu sein und auch der Schotterparkplatz wirkt etwas verwahrlost. Auch die Wanderwege, die hier losgehen sollen, existieren nicht mehr. Stattdessen ist rund um den Leuchtturm alles mit Stacheldraht gesichert, damit niemand auf den Gedanken kommt, doch den Weg um den Leuchtturm Richtung Etretat zu nehmen.
Da es durch unseren Abstecher zuvor schon früher Nachmittag ist, beschließen wir, nicht mehr den kompletten Weg nach Etretat zu machen, sondern einfach so weit Richtung Norden entlang der Klippen zu laufen, dass wir noch im Hellen wieder zurück sein werden. Und was für eine gute Entscheidung das ist!
Schon nach kurzer Zeit kommen wir an einen extrem steilen Strandabgang über gefühlte 1000 Treppenstufen. Hätten wir uns mit Zeitdruck wahrscheinlich gespart. Aber jetzt machen wir einfach mal den Abstecher hinunter zum Kiesstrand. Und bis auf ein paar Angler haben wir diesen Abschnitt unter den mächtigen Klippen für uns alleine.
An der Stelle, wo reichlich Felsbrocken vom letzten größeren Abbruch liegen, lassen wir uns nieder und genießen den Ausblick, das Spielen mit den unfassbar glatten Steinen und die Sonne. Und Mia genießt das Stöbern nach irgendetwas undefinierbaren, was sie unter den Kieseln erstöbert. Muss aber lecker sein...
Nachdem wir die Stufen schließlich wieder hinauf gekeucht sind (sagte ich, dass sie steil sind?) geht es direkt munter weiter hinauf durch engste Brombeerheckenpfade. Aber auch hier lohnt sich die Anstrengung: Der Ausblick auf den nächsten Strandabschnitt ist wieder mal grandios. Auch hier bleiben wir einfach etwas länger sitzen und genießen die prächtige Aussicht auf weiße Klippen mit Kieselstrand.
Den Rückweg treten wir schließlich durchs Hinterland an und sind uns bei der Punktlandung zum Sonnenuntergang am Leuchtturm einig: So schnell sind wir bisher noch nie in den entspannten Urlaubsrhythmus gekommen!

Momoblog am 19 Okt 2016 10:59:08

Montag ist der neue Sonntag
Falls irgendjemand Zweifel am Fleiß der Franzosen hat: Wer an einem Montagmorgen um 5 Uhr bei Pisswetter vom schrillen Piepen eines Müllabfuhrwagens an einem gottverlassenem Leuchtturm geweckt wird, hat da keine Fragen mehr...
Vom gestrigen sonnigen Wetter ist heute morgen nämlich so ungefähr gar nichts übrig geblieben. Der graue Himmel geht nahtlos in das verregnete Meer über. Trotzdem aber irgendwie gemütlich, sich das aus dem Fenster bei einem Frühstück im geheizten MoMo anzugucken.
Bei Regenwetter, so der Plan von gestern, machen wir den letzten großen Fahrtag in die Bretagne. Und so wird's gemacht!
Bein unwirklichem Licht zwischen Sonne, Grau und Regen fahren wir Richtung Le Havre. Unser Tank möchte auch mal wieder gefüllt werden. Aber als wir an der Supermarkt-Tanke die Höhenbegrenzung auf 3,15m sehen, denken wir schaudernd an die ultraknappe Durchfahrt an der Tanke in Schweden im vergangenen Sommer - und die hatte 3,20m angegeben....! Also beißen wir in den sauren Apfel und tanken an der nächsten Total-Tankstelle - für 10ct/l mehr...
Trotzdem ist es ein gutes Gefühl, frisch betankt über die Pont Du Normandie zu fahren. Zunächst waren wir ja etwas enttäuscht von dieser großen Brücke - bis wir gemerkt haben, dass es nur eine "Vor"brücke war und die wirklich imposante Brücke dahinter noch im Dunst lag! Dolles Bauwerk!
Auf der weiteren Strecke genieße ich dann das Fahren auf einer Autobahn. Wirklich schön, einfach mal wieder entspannt bei gutem Tempo auf guten Straßen voran zu kommen. Und die wirklich zivile Maut absolut wert.
Den Mont St. Michel sehen wir in der Ferne locken, können aber gut darauf verzichten, dort hin zu fahren. Unser Ziel ist Dol de Bretagne. Ein Städtchen im bretonischen Inland aus dem die schottischen Könige aus dem Hause Stewart stammen. Kann man sich ja mal ansehen.
Und der Ort und die Bretagne empfangen uns mit strahlendem Sonnenschein. Fein. Dol hat dann auch eine sehr schöne Haupteinkaufsstraße. Mit farbenfrohen Fassaden. Aber ohne Einkauf. Denn Montag ist in Dol der neue Sonntag. Oder so. Nur die wenigsten Geschäfte haben auf (unter ihnen aber ein Friseur...) und entsprechend leer sind die Straßen. Immerhin ein Brot von der einzigen offenen Boulangerie und ein süßes Katzenbabyfoto sind aber für uns drin.
Wir beschließen erst mal einen Grundeinkauf im SuperU zu machen und den Tank des MoMos erneut zu füllen, da ich in Le Havre nur eine Sparmenge getankt hatte. Beides klappt diesmal problemlos und wir können weiter Richtung Küste fahren. Die Gegend nördlich von Cancale, die Smaragdküste, hört sich nach einer guten Idee an. Ist sie auch.
Wir fahren die Strecke heute schon mal mit dem MoMo ab, die wir morgen vielleicht mit dem Fahrrad und zu Fuß erkunden wollen. In Rotheneuf, einem Vorort von Saint Malo, finden wir am Plage de la Varde einen Platz an einer Sandbucht, die von den charakteristischen schwarzen Felsen und etwas Düne eingerahmt wird. So lässt es sich aushalten!
Zur Feier unserer Ankunft in der Bretagne zaubert Annette noch ein Garnelenpfännchen mit Dillreis - schade, dass sich der leckere Duft weder mit Bildern noch mit Wörtern transportieren lässt...

Momoblog am 19 Okt 2016 10:59:46

Leere Strände, Nudisten und Korsaren
Heute werden die Räder gebraucht! Wir beschließen gerne, noch einen Tag hier stehen zu bleiben und die Küste näher zu erkunden. Und das geht hier, mit den vielen Womolatten und Parkverboten für Womos und Wohnwagen, am besten zu Fuß oder halt per Rad.
Auf dem Weg zum Strand in Guimorais machen wir noch kurz Station am Stellplatz in Rotheneuf, der wirklich sehr schön angelegt ist. Mit Hecken, Strom, WLAN und Ver- und Entsorgung. Aber wir fühlen uns an unserem Strandplatz gerade mal ausgesprochen wohl. Also heute kein Umzug auf den luxuriöseren Platz.
Stattdessen geht es weiter an einen Prachtstrand an der Halbinsel Les Chevrets. Nahezu ausgestorben liegt er vor uns obwohl die Sonne vom Himmel strahlt. Gut, der Ostwind ist noch eisig und auch im Schatten merkt man, dass es heute morgen lausige 4º waren. Aber entsprechend eingepackt ist es einfach herrlich, die Aussicht auf Strand und Meer zu genießen. Wir umrunden die Halbinsel zu Fuß und sehen schon mal das Kap Frehel, wohin es morgen gehen soll und auch die auf dem trockenen liegenden Boote in der Bucht gehören zu diesem Teil der Bretagne einfach dazu.
Nach einem kleinen Picknick oberhalb des Strandes machen wir uns an die Umrundung der nördlichen Halbinsel. Ich hatte gelesen, dass am östlichen Ende des Strandes Nudisten geduldet würden. Und während wir in unseren dicken Fleecejacken noch witzeln, dass das doch eine Option wäre, sehen wir schon einen älteren Herrn im Windschatten der Felsen blank ziehen und auch eine etwas knackigere junge Frau macht im Evakostüm gymnastische Übungen - Sachen gibt's!
Die Halbinsel oberhalb der Nudisten gehört uns dann nahezu allein. Es ist total ruhig und wir lassen den Blick mehr als einmal in die Ferne über das Meer schweifen. Und im Windschatten ist auch für uns problemlos T-Shirt-Tragen angesagt.
Nachdem wir Mia zum MoMo zurück gebracht haben und uns mit einem Kaffee und leckeren Karamellplätzchen gestärkt haben geht es per Rad nach Saint Malo, welches nur 5km entfernt liegt. Zum einen um die Altstadt in den Festungsmauern Intra Muros zu besichtigen, zum anderen, um vielleicht doch noch an die SIM-Karte von "free" zu kommen, damit die Blogtexte auch mal online gehen können...
Es macht mal wieder Spaß, mit den Rädern unterwegs sein. Vor allem das Gefühl, völlig problemlos in eine Großstadt zu fahren, ist unschlagbar. Keine Parkplatzsuche, kein "passen wir da wirklich durch?". Einfach die Räder vor den Stadtmauern anketten und los geht's. Fein.
Und von der Altstadt der alten Korsarenstadt sind wir wirklich angetan. Zwar finden sich natürlich die üblichen Nepp-Läden, aber zumindest in homöopathischen Dosen und auch nicht so geschmacklos wie sonst oft. Es lässt sich herrlich schlendern. Und der Blick von der Stadtmauer aufs Meer und die Inselchen ist wahrlich nicht schlecht. Findet übrigens auch eine Möwe, die es völlig okay findet, dass wir ihr auf Streichelnähe nah kommen.
Unsere Suche nach einem Restaurant gestaltet sich erstaunlich schwer. Denn viele von ihnen haben heute oder generell schon geschlossen, manche öffnen aber auch erst um 19 Uhr. Denn wir sind heute vom Laufen und Radeln hungrig und schon früher als sonst auf der Suche. Annette hat die gute Idee, dass wir uns mit einem Pastis vor eine Bar an einem hübschen blumenbebeeteten Platz setzen. Aber gerne doch!
Unsere Wahl fällt schließlich auf das Restaurant Millesim, was einen originellen bretonischen Burger anbietet - statt des Brötchens gibt es ein Galette oben und unten. Auch der Wirt ist sehr nett. Aber trotz der netten Bewirtung und der originellen Idee stellen wir am Ende fest, dass wir in Frankreich schon deutlich besser gegessen haben. Nicht schlecht, aber auch keine Empfehlung.
Auch mit der Sim-Karte fürs Internet ist es wieder nix geworden. Trotzdem brechen wir frohgemut nach Hause auf. Denn auf uns warten ja ein Hund und ein MoMo...

Momoblog am 19 Okt 2016 11:00:16

Cap und Latte
Unser erster Plan für heute ist es, endlich mal die SIM-Karte von Free zu besorgen. Soll doch angeblich in jedem Tabac zu kriegen sein! Gestern in Saint Malo war wieder nix zu wollen. Also ändern wir den Schlachtplan für heute und gucken mal in den Tabacs bei Supermärkten und Shopping Malls. Aber weder beim Interspar noch in der großen Shopping-Mall ist etwas zu wollen. Na, dann eben nicht. Müssen wir mit dem Blog-Hochladen noch etwas warten.
Unser Weg führt uns nach Ploubalay. Ein kleines, verschlafenes Nest mit einem sehr schön angelegten Stellplatz. Wir möchten eigentlich nur mal eben Wasser nachfüllen. Aber da haben wir die Rechnung ohne den Stellplatzwirt von Ploubalay gemacht. Der hat sich nämlich das ultimative Sicherheitskonzept ausgedacht und die Einfahrt mit einer Schleuse(!), bestehend aus 2 Metalltoren, gesichert. Und erst, wenn man mit Kreditkarte 2€ für Wasser und 2 Stunden Stellplatz gezahlt hat, öffnet sich das Sesam-öffne-dich. Spooky!
Nach dem Wasserbunkern nutzen wir unsere 2 Stunden erkaufte Standzeit aus, um eine kleine Ortsbegehung zu machen. Aber es ist wirklich nicht viel los (auch der Tabac hat keinen Free-Automaten...), so dass wir im Supermarkt ein bisschen Vorräte auffrischen und dann zum Womo zurückkehren.
Auf unserem Weg zum Cap Fréhel machen wir noch Station am Fort La Latte. Da hat wohl ein Adliger früher mal gestottert... Die Lage des Forts ist auf jeden Fall superb. Über den Klippen auf einer Landzunge. Und auch das Fort selber ist hübsch anzusehen - um so mehr bei dem momentanen Prachtwetter! Wir gehen noch ein Stück auf dem Küstenpfad Richtung Cap, weil ein Wegweiser anzeigte, dass man hierüber auch zum Parkplatz käme. Nach mehreren hundert Metern kehren wir aber irritiert um - da hat sich wohl jemand einen Spaß erlaubt. Aber wundersamerweise treffen wir am Parkplatz dann auf Leute, die uns auf dem Pfad entgegengekommen sind - haben wir wohl etwas zu früh die Flinte ins Korn geworfen...
Kurz vor dem Cap Fréhel steht ein Parkwächter, der 4€ für ein Womo kassieren möchte. Möchten wir aber nicht zahlen. Also fahren wir ein Stück die Küstenstraße entlang, parken am Straßenrand und genießen den Fußweg auf dem Zöllnerpfad durch Stechginster und Heidekraut. Geld gespart und Aussicht gewonnen - win-win!
Der Blick übers Meer und die Küstenlandschaft ist hier wirklich ausgesprochen schön - und wir haben das Panorama mal wieder fast für uns alleine, denn man trifft kaum eine Menschenseele. Aber auch am Cap selbst ist die Zahl der Touristen überschaubar - man kann sich aber lebhaft vorstellen, dass hier im Hochsommer bei lauschen Temperaturen der Bär steppt.
Da Hunde im Leuchtturm nicht erlaubt sind, mache ich mich alleine daran die Wendeltreppe nach oben zu erklimmen, während Annette und Mia brav warten. Meine Aussichten teile ich ihr dann per Whatsapp mit...
Am kleinen Turm auf dem letzten Zipfel Land entdecke ich dann, dass es auch in der Bretagne Liebesschlösser gibt - sehr schicke Location!
Als wir zum MoMo zurückkehren und die tolle Aussicht noch einmal sehen, beschließen wir spontan, auszuprobieren, ob man nicht auf dem Randstreifen halbwegs eben stehen kann, denn hier haben wir wirklich einen Übernachtungsplatz mit Top-Deluxe-Aussicht! Und man kann hier tatsächlich wunderbar stehen - kitschiger Meeressonnenuntergang inklusive!

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