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Das Gogolobil unterwegs Winter in Marokko 1, 2, 3, 4, 5, 6, 7, 8


mk9 am 18 Mär 2016 19:30:24

Vielen Dank für den Reisebericht. :daumen2:

Gruß vom linken Niederrhein
Manfred

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Alter Hans am 19 Mär 2016 21:21:07

Hallo Gogolo,
wieder meinen Dank für Deinen Bericht.
Die hochgelegenen Orte am Atlas fehlen uns noch. Vielleicht können wir das nachholen.

Die Gärten in Marrakech sind wirklich sehenswert. Aber das ist nun vorbei. Bei der nächsten Reise dann.
In Casablanca ist die riesige Moschee am Meer zwar sehr neu, aber doch sehr sehenswert. Man darf sie ja besichtigen.
Könnt ihr noch die Ouzoud Wasserfälle besuchen? Aber möglichst unter der Woche.

In 2005 die Ouzoud Fälle:


ENTDECKER am 19 Mär 2016 21:47:57

Hallo Günter,

Danke. :top:

Meeeeeeeeehhhhhhhr......... so genial, ich sabbere vor lauter Vorfreude schon das iPad voll.

Gruß,
Christian

Anzeige vom Forum


Gogolo am 20 Mär 2016 20:33:41

Dies ist der vorletzte Bericht über unsere Überwinterungsreise und wie gewohnt zunächst am Anfang wieder der Weg, wie wir ihn in diesem Bericht gefahren sind:






Am Abend ist in der Kasbah der Fam. Schatz ein marokkanisches Fest organisiert. Das schauen wir uns natürlich an und auch wenn ich keinen Bauchtanz kann wird das ein recht gelungenes Fest.








Wir essen auch zweimal im Hotel bei der Fam. Schatz. Und was soll ich sagen? Wir haben in Marokko wirklich noch nie so hervorragend gespeist wie hier. Beim erstem mal gab es auf unseren Wunsch Lammfleisch mit Backpflaumen und Quitten – köstlich! Vorher Harira, die sog. Fastenbrechersuppe, die zum Ende des Ramadans gemacht wird. Beim zweiten mal hat Aicha, die Frau des Besitzers, für uns die marokkanische Spezialität Pastilla gemacht. Das ist eine mit Hühnchenfleisch (manchmal auch Taubenfleisch) gefüllte Blätterteigpastete. Sie wird von den marokkanischen Hausfrauen nur an hohen Festtagen und Hochzeiten serviert denn die Zubereitung ist sehr aufwendig und die Zutaten sind teuer. Die Umhüllung besteht aus hauchzarten Teigblättern, die Füllung aus Huhn. Mandeln mit Zimt und Zucker, Eier, Gemüse und vielen Gewürzen. Wir haben eine solche (ähnliche) schon ein Fes verspeist, aber diese war noch um Klassen besser. Aicha hat uns erlaubt, in der Küche bei der Zubereitung zuzusehen und hat uns alles erklärt.










Ganz generell ist zu sagen, dass sich die Familie Schatz ganz rührend um die Gäste kümmert und für die Wohnmobilisten ein besonders gutes Herz hat. Wir können alle Annehmlichkeiten der Anlage ganz selbstverständlich nützen: das Außenbad, das Hallenbad im Keller, den Tennisplatz, sämtliche Liegen im Park,... Wirklich ein echter Geheimtipp! Aber fahrt jetzt nicht alle hin, denn wir wollen bei unserem nächsten Besuch dort auch noch einen Platz haben.











Jetzt zu Marrakech. Die Stadtbesichtigungen hängen uns zwischenzeitlich schon zum Hals heraus. Die Natur ist viel schöner! Aber – so meinen wir – Marrakech soll man schon gesehen haben. Aicha Schatz organisiert nur für Gogoline und mich einen Kleinbus in die Stadt und einen individuellen, deutschsprachigen Stadtführer. Letzterem verdeutliche ich eindringlich, dass ich weder zu den Schlangenbeschwörern auf den Hauptplatz möchte, noch in Museen, noch irgendetwas kaufen möchte (also keine Teppichläden, Goldschmiede und sonstige Händler). Somit wird die Stadtbesichtigung schon übersichtlicher! Wir besichtigen folgende Dinge: die Saadier-Gräber, den Bahia-Palast, die Koutoubia-Moschee (nur von außen, eine Besichtigung des Inneren ist nicht gestattet), die Medina mit den Souks und natürlich den Platz Djemaa-el-Fna (=Platz der Geköpften). Letzterer hat uns überhaupt nicht beeindruckt.

Wir sind nach fünf Reisemonaten zwischenzeitlich von den Attraktionen „gesättigt“. Die Souks sind in allen Städten irgendwie ähnlich und auch die Händler in den Gassen sind überall gleich fotogen – oder auch nicht. Auch die Moscheen schauen fast gleich aus und der Straßenverkehr ist überall chaotisch. Trotzdem – oder gerade deswegen - einige Bilder auch von Marrakech:






















Der Aufenthalt bei der Familie Schatz hat uns wirklich gut getan und wir haben hier einige Tage sehr entspannen können. Bei unserem nächsten Marokkobesuch werden wir sicher wieder zu diesem herrlichen Platz fahren und dort eine längere Zeit wirklich überwintern, d.h. hauptsächlich relaxen. Aber leider wartet jetzt die bestellte Fähre nicht, so dass wir schweren Herzens unseren Besuch beenden und aufbrechen müssen.

Es geht auf der Autobahn stramm nach Norden, an Casablanca vorbei. Habe ich nicht schon gesagt/geschrieben, dass mir/uns mittlerweile die Großstädte beim Hals heraus hängen? Wir sind mittlerweile in dieser Hinsicht total „gesättigt“. Darum lassen wir diese Stadt und auch die Hauptstadt Rabat links liegen und fahren an die Atlantikküste zu unseren Zwischenstopps in Richtung Tanger Med, dem Fährhafen.

Der erste Zwischenstopp auf dem Weg findet nach 260km bei Mohammedia auf dem Campingplatz Said statt. Der Ort ist unspektakulär und nicht weiter erwähnens- und fotografierenswert. Nur ein Zwischenstopp zur Übernachtung. Was in der Gegend recht „lustig“ ist, sind die wirklich unzählig vielen Satellitenschüsseln auf den Hausdächern. Dicht an dicht gedrängt rosten sie da vor sich hin. Leider kann man dieses einzig lohnenswerte Motiv von der Autobahn aus nicht fotografieren, da man dort nicht anhalten kann.

Der zweite Zwischenstopp vor Tanger Med ist in Mulay Busselham. Auch dort fahren wir zum Campingplatz, dem CP Atlantis Gate, gleich an der Lagune. Dort verbringen wir auch unseren Puffertag vor der Abreise. Außer dass der Platz sehr groß ist und an einer nach Benzin und Diesel stinkenden Lagune liegt, ist er nicht besonders erwähnenswert. Ein „Durchgangsplatz“, auf dem ich nicht überwintern möchte. Darum gibt es auch keine Fotos davon.

Wir haben nämlich vor der Fähre einen Puffertag eingeplant, sollte irgend etwas dazwischen kommen. Wir brauchen diesen Tag aber nicht und legen die Füße hoch und genießen die letzten Stunden in Marokko. Marokko verabschiedet sich von uns genau so wie es uns empfangen hat: mit vielen Wolken und Regen. Auch die Temperatur ist von angenehmen 25°C auf 15°C gesunken. Wir werden wieder an europäische Wetterverhältnisse erinnert und gewöhnt. Aber insgesamt gesehen haben wir auf dieser Reise ein riesiges Wetterglück gehabt.


Die Fähre wird am Montag erst gegen Mitternacht ablegen und so habe ich die Zeit und die Muse, den letzten Reisebericht vom afrikanischen Kontinent aus abzusenden. Aber keine Sorge, es ist noch nicht vorbei mit unserer Reise, über die eigentliche Fährfahrt und den Aufenthalt in Ligurien kommt auch noch ein Abschlussbericht.

Bis dahin viele Grüße in die Heimat


Habe die Ehre

Gogolo

sidec am 20 Mär 2016 20:44:07

Danke! Wie immer wunderbar gemacht :)

Beduin am 20 Mär 2016 23:03:21

:pale: Schade das es vorbei ist.
Haste gut gemacht :)
Danke :!:

pippifax am 20 Mär 2016 23:25:06

Eindrücklich, super gemacht, ehrlich geschrieben.

Einer aus der "Gogolobby"

Gogolo am 20 Mär 2016 23:40:25

Danke für das Lob - aber die Reise ist doch noch gar nicht zu Ende. Es kommt doch noch der Teil der Heimreise mit dem Schiff und die Zeit in der Cinque Terre sowie meine "Reisezusammenfassung". Zu hause werden wir erst gegen Mitte April ankommen.


Habe die Ehre

Gogolo

pippifax am 20 Mär 2016 23:50:01

Na, na - was für ein understatement.
Ich freue mich schon heute auf Deine Beschreibungen und Bilder aus dem Land der Spaghettibieger und Maccheronilocher.

Gogolo am 25 Mär 2016 10:33:20

Liebe Reisegefährten und Mitleser, wir sind seit gestern wieder gut und wohlbehalten in Europa angekommen und stehen jetzt für rund zwei Wochen in der Cinque Terre (Ligurien) bei Levanto.

Bevor allerdings der letzte Reisebericht zum Abschluß unserer Reise versandt wird, möchten wir euch allen ein schönes Osterfest wünschen!


Viele Grüße in die Heimat


Habe die Ehre

Gogolo

RichyG am 25 Mär 2016 10:35:44

Dito und Euch eine weitere gute Heimreise!

sidec am 25 Mär 2016 11:56:05

Auch Euch ein schönees Osterfest in Italien, genießt es!

rolimuehlheim am 25 Mär 2016 18:06:10

Danke für die schönen Berichte und schöne Ostern. Grüsse. Roland

Gogolo am 31 Mär 2016 22:40:02

Ihr glaubt es nicht, wer seit gestern als Nachbarn bei uns auf dem CP AquaDolce in Levanto (CinqueTerre / Ligurien) steht: es ist User Bambiball - jetzt können wir ein Forumstreffen machen... :D :D :D


Habe die Ehre

Gogolo

eaglesandhorses am 31 Mär 2016 23:18:42

Den beiden, Euch und den Wauzis liebe Grüsse

Gogolo am 03 Apr 2016 15:35:53

Dies ist jetzt der letzte Bericht über unsere Überwinterungsreise 2015/16 in Marokko aber dieses mal ohne Etappen-Skizze, denn diese Etappe war eine Schiffspassage und anschließend sind wir nur in Ligurien von Genua nach Levanto in die Cinque Terre gefahren. Das ist nur ein ganz kurzer Fahrweg gewesen.


Zur Schiffspassage:


Die Einschiffung war mehr als mühselig und zeitaufwändig. Wir waren schon sehr frühzeitig in TangerMed und mussten noch bis 16:30 Uhr warten, bis die Schalter der Schiffsgesellschaft öffneten, wo wir unsere Reservierungszettel aus dem Internet gegen die echten Tickets umtauschen konnten. Das ging noch recht flott. Aber dann mussten wir mit dem Fahrzeug zuerst zur Ausreisekontrolle der Polizei (30 Min.) , dann kam der Zoll (45 Min.), anschließend standen wir lange (1 Stunde) in einer Reihe bis wir bei der Station mit den Drogenhunden waren. Dort wurden wir allerdings durchgewunken – aber nur bis zu einer Station, wo die Fahrzeuge gescannt wurden. Nochmals über eine Stunde, da nur immer vier Fahrzeuge auf einmal gescannt werden konnten und nur ein Scanner vorhanden war. Und an jeder Station wurden die Pässe kontrolliert.

Dann erst wurden wir zum Gate geschickt, wo wir in einer langen Reihe mit den ausreisewilligen Fahrzeugen standen. Zwischenzeitlich war es schon nach 20 Uhr – hatten also schon knapp vier Stunden mit Kontrollen verbracht. In der Ausreisereihe standen wir und standen wir und standen wir.... Bis es endlich nach weiteren zwei Stunden mit der Einschiffung losging. Aber auch hier vor der Auffahrtsrampe: nochmals eine Kontrolle, und zwar des Fahrzeuginnenraums, auch unter dem Fahrzeug kroch eine Person und schaute, ob sich dort nicht ein Flüchtling versteckt hat. Und auf der Rampe der Fähre: nochmals Passkontrolle, denn etwaige Flüchtlinge würden auf dem Schiff schon in Europa sein. Dann waren wir gegen 23 Uhr endlich auf dem Schiff und hatten unsere Kabine.


Die Schiffsroute:







Das Fährschiff, die Excellent der Reederei GNV, ist noch „relativ“ neu und schaut von außen ganz modern aus. Im Inneren ist aber schon sichtbar, dass es mit der laufenden Wartung und Pflege nicht so gut bestellt ist. Auf unserer Kabine wurde offensichtlich früher einmal versucht zu kochen und die Holzplatte des Tisches hat schon Brandspuren. Die Dusche war sicher auch schon mal sauberer und unsere Toilette musste zweimal repariert werden. Eigentlich könnte man für 880€ (einfache Fahrt) etwas mehr erwarten.

Auf dem Schiff sind 90% Marokkaner, die nach Spanien oder Italien fahren. Sie buchen die günstigste Überfahrt, d.h. keine Kabine sondern „Schlafsessel“, was im Endeffekt bedeutet, dass sie im Schiff verstreut auf dem Boden auf Teppichen schlafen (Beduinenlager!) und tagsüber sich meistens im Raucherbereich des verwaisten Schwimmbads aufhalten. Dort ist dann eine Luft „zum schneiden“.







Für 48€ kann man sich für die Zeit des Aufenthalts auf dem Schiff ein Vollverpflegung kaufen (2x Frühstück, 4x Mahlzeiten). Qualität: Naja... Wenigstens war das Meer sehr ruhig und wir hatten praktisch keinen Seegang. Die Marokkaner haben ihre Verpflegung dabei und kochen (verbotenerweise) selbst. Die Hauptmahlzeiten waren eigentlich ganz in Ordnung, die Frühstücke dagegen sehr, sehr mager. Wenn jemand wie ich große Frühstücke mit allem „drum und dran“ mag, dann ist die Enttäuschung doch recht gewaltig.

Eine nette Begebenheit auf dem Schiff: wir trafen dort ganz zufällig einen alten Freund aus vergangenen Zeiten, der jetzt in Marokko geführte Motorradtouren veranstaltet. Wir hatten uns schon seit dem Jahre 2002 nicht mehr gesehen...und die Überraschung über diesen Zufall war sehr groß. Die Zeit verging dann wesentlich schneller, da es einiges zu erzählen gab.

Am zweiten Tag erreichte die Fähre am frühen Morgen Barcelona, wo wir einen Aufenthalt von mehreren Stunden hatten, weil einige Leute nur bis Barcelona gebucht hatten und Waren umgeschlagen werden mussten. Von dort gab es während des Aufenthalts wenigstens die Gelegenheit mit der EuropaSIM kostengünstig ins Internet zu gehen und zu telefonieren. Den hässlichen Hafen von Barcelona habe ich auch nicht fotografiert.

Wenn wir das nächste mal nach Marokko oder Südspanien fahren, dann werden wir – trotz aller Widrigkeiten - sicherlich wieder mit dieser Fähre fahren, denn es entfällt die Rödelei auf der Straße und recht viel teurer als die normale Anfahrt ist es auch nicht, denn wir ersparen uns andererseits die Dieselkosten, die Maut und auch die Kosten für die Stellplätze bei der An- und Abreise.

Die Fähre hat acht!!! Stunden Verspätung und wir kommen erst am frühen Morgen in Genua an. Nach den Beförderungsbestimmungen kann man eine Rückerstattung von 25% des Fahrpreises verlangen, wenn bei einer Reise von über 24 Stunden eine Ankunfts-Verspätung von mehr als sechs Stunden erfolgt. Hat das schon jemand mal durchgezogen? Sobald wir wieder zuhause sind, werde ich mich mal kundig machen und den Anspruch bei der Fährgesellschaft anmelden.

Die Ausschiffung in Genua war mindestens genau so zeitaufwendig wie die Einschiffung. Denn die 90% Marokkaner an Bord mussten vom italienischen Zoll und der Polizei gründlichst kontrolliert werden. Wir waren ziemlich am Ende der Schlange vor den Behörden und mussten demzufolge warten... Als wir dran waren, wurden wir durchgewunken nachdem die Beamten den deutschen Pass gesehen haben. Anderen Marokkanern ging es nicht so gut, sie mussten ihren vollgeladenen 3,5-Tonner komplett ausladen und jede Tüte wurde untersucht. Der komplette Inhalt des Fahrzeugs - und das war wirklich nicht wenig - lag am Boden und am Bürgersteig.

In Genua noch ein Einkauf bei Lidl, da gab es auch wieder Brot und Wurst und eine kurze Quälerei durch den Straßenverkehr von Genua und dann waren wir auf der Autobahn und fuhren die 70 km Richtung Süden nach Levanto/Ligurien in die Cinque Terre.

In Levanto machten wir „Urlaub vom Reisen“ und verbrachten die Ostertage auf dem Campingplatz Aqua Dolce. Diesen Platz kannten wir schon von verschiedenen Reisen in der Vergangenheit und damit wir dort auch sicher trotz der Feiertage gut unterkommen, hatte ich (was wir sonst nicht machen) vorher reserviert. Das klappte auch ganz gut, denn wir wollten den Platz mit dem besten Ausblick auf die benachbarten Weinberge. Der CP ist übrigens voll belegt – die Reservierung war richtig und gut. Hier in Levanto machen wir einige schöne Wanderungen, genießen die letzte Zeit dieser Ausfahrt (auch wenn das Wetter etwas durchwachsen ist) und lassen es uns ansonsten einfach gut gehen. Dazu eignet sich Levanto ganz ausgezeichnet, denn dieser Ort ist noch nicht so sehr vom Tourismus überlaufen (und um diese Jahreszeit) schon gar nicht. Die Bilder zeigen diesen schönen Ort.















Nach Hause geht es in zwei Etappen von Levanto zunächst nach Monzambano am südlichen Gardasee und von dort dann endgültig nach Rosenheim, wo wir am 07.04. ankommen werden..

Die „Zigeuner“ sind dann wieder (kurzfristig) zu Hause!




ZUSAMMENFASSUNG:


Hier eine Skizze unserer gesamten Reiseroute in Marokko:







Noch ein paar Dinge am Rande dieser Reise:

Der Kohlbach-Reiseführer ist u.E. nicht empfehlenswert, da ungenau, veraltet (obwohl wir die neueste Auflage hatten) und teilweise unrichtig (z.B. sind keine Fiche bei den Polizeikontrollen notwendig – wir hatten solche Fiches mühselig vorher vorbereitet). Wenn Kohlbach schreibt, dass das Essen irgendwo besonders gut ist, dann kann man mit Sicherheit davon ausgehen, dass das nicht der Wahrheit entspricht. Die Campingplätze in Morokko sind so zahlreich, da braucht man keinen CP-Führer! Und die Freistehmöglichkeiten sind nahezu unbegrenzt.

Der Gasverbrauch seit Nov. 2015 bis heute betrug 13kg. Eine graue Tauschflasche konnte ich auf dem CP bei Tifnit wieder mit Propan füllen lassen. Danach war bzw. ist die Flasche mit dem LPG-Gas im Einsatz,die kann ich in Europa fast überall an den Tankstellen auffüllen.

Aufgetretene Defekte: ein Campingstuhl muss ersetzt werden, am Roller hat es den Lenker verbogen als ich mit dem Anhänger und festgezurrtem Roller zu schnell über eine „Fahrbahnschwelle“ gefahren bin. Und mein Smartphone ist mir hinab gefallen und hat jetzt einen riesigen Sprung im Display (ich wollte ohnehin mir das neue Samsung S7 zulegen). Außerdem musste ich die gestreifte Warntafel am Fahrzeugheck (in Italien vorgeschrieben) ersetzen (10€), da sie mir in Marokko gestohlen wurde.

Was hat uns besonders gefallen bzw. wo werden wir beim nächsten Marokko-Besuch unbedingt wieder hinfahren: an erster Stelle steht der SP der Fam. Schatz, dann in ungeordneter Reihenfolge ohne Wertung: Chefschauoen, Berberaffen, Mittelmeerküste, Erg Chebbi, Dades- und Todraschlucht, Safrangebiet, bunte Steine, Sidi Ifni, Anti Atlas, Hoher Atlas – und dann natürlich die Gegenden, die wir dieses mal nicht bereist haben. Das Bild unserer Wegstecke dieser Reise (oben) zeigt, dass es noch einige weiße Stellen in Marokko gibt, die von uns noch zu entdecken sind. Insbesondere im mittleren Atlas und an der Grenze zu Algerien entlang.


Wo werden wir nicht mehr hinfahren: Küste südlich von Sidi Ifni, Agadir, Casablanca, Atlantikküste allgemein (touristisch zu überlaufen)

Zum Wetter: wir hatten auf unserer Reise ein ausgesprochenes Wetterglück. Die Marokkaner jammerten über die Trockenheit und wir freuten uns, dass wir vom üblichen Regen dieser Jahreszeit verschont geblieben sind. Die Temperaturen waren durchwegs moderat mit tagsüber meistens über 20°C und nachts um 10°C. Lediglich in den Hochlagen des Atlas war es um 10-15° kühler als in den Niederungen und am Atlantik. Auch von richtigen Sandstürmen blieben wir verschont. Wir haben allerdings gehört, dass zwei Tage nach unserer Abfahrt von den Sanddünen bei Merzouga dort ein gehöriger Sturm wütete.


Eines wissen wir sicher: wir waren nicht zum letzten mal zur Überwinterung in Marokko. Das Land hat uns außerordentlich gut gefallen und uns wegen der Vielfalt der Landschaft überzeugt. Auch die Sicherheit war kein Thema: die Bevölkerung war sehr freundlich und hilfsbereit. Wir hatten auch bei unseren „Freistehaktionen“ niemals das Gefühl der Unsicherheit. Und günstig ist das Reisen in Marokko allemal. Allerdings werden wir beim nächsten mal gleich von vorne herein die An- und Abreise mit der Fähre ab Genua (bis Tanger Med) in Erwägung ziehen um uns die Rödelei auf der Straße zu ersparen und auch Zeit zu gewinnen.


Zum Ende meines Berichts möchte ich noch meinen Dank an alle Tipp-Geber und Reisefreunde aussprechen, die mir Reiseberichte, GPS-Daten und Hinweise über dieses Land geschickt haben! Ihr habt mir/uns sehr geholfen!


Jetzt kommt das Gogolobil zum jährlichen TÜV aber auch Gogoline und ich müssen uns durchchecken lassen, damit wir für die nächste Reise gerüstet sind, wenn es ab Mitte Mai wieder für über drei Monate heißt: „Das Gogolobil unterwegs: nach Schottland, Irland und an die Loire 2016“. Freut euch schon auf die entsprechenden Reiseberichte – es wird (uns) nicht langweilig!




Habe die Ehre

Gogolo und Gogoline

sidec am 03 Apr 2016 15:58:14

Klasse und vielen, vielen Dank für den schönen Bericht!

frankjasper8 am 03 Apr 2016 16:13:43

Willkommen zurück auf europäischem Boden! Jetzt könnt Ihr fast schon Rosenheimer Luft schnuppern :) .

Ich sage "Dankeschön!" für die vielen schönen Bilder, für die Erklärungen und für das Bekanntmachen mit Land und Leuten in Marokko.
Schön, daß Ihr Beide wieder gesund und ohne größere Probleme am Gogolobil in Europa angekommen seid. Und die Wärme habt Ihr auch noch gleich mitgebracht; gerade steht das Thermometer hier bei 20 °Grad :D .

Dann kommt jetzt noch gut nach Hause, pflegt Euch und das Gogolobil, erholt Euch gut vom Urlaub.
Danke für´s mitnehmen und ich stehe bei der nächsten Reise ganz bestimmt wieder am Straßenrand und warte, daß ich mitfahren kann. :)

ENTDECKER am 03 Apr 2016 16:27:35

Hallo Walter,

als erstes möchte ich mich sehr bedanken, für Deinen Reisebericht und schlussendlich für dein Resümee eurer Reise.
Da wir in vier Wochen auch nach Marokko (als Marokkoanfänger) starten, war alles sehr hilfreich. Gerade noch mal der letzte Eindruck mit der Fährüberfahrt, die wir auch (hin und retour) gebucht haben, ist sehr hilfreich.
Ich wünsche Dir noch eine gute und sichere Heimfahrt und hoffe weiterhin viel Positives von Dir zu hören.

Hoffentlich kreuzen sich mal unser Wege.

Viele liebe Grüße aus dem sonnigen Bayern,
Christian & Christine

wwolter am 03 Apr 2016 16:28:52

Eine wundervolle Reise! Besten Dank für die Mitnahme!
Für alle anstehenden TÜV's wünsche ich Euch die allerbesten Ergebnisse!
Wilhelm

Lancelot am 03 Apr 2016 17:01:56

Finde auch : tolle Reise, toller Bericht :!:
Herzlichen Dank dafür ... :dankeschoen:

( ... und bleibt nicht sooo lang zuhause, freu mich schon auf einen neuen Bericht .. :D )

ENTDECKER am 03 Apr 2016 17:24:42

ENTDECKER hat geschrieben:Hallo Walter,

Ich meinte natürlich Günter, nicht Walter :wall:

Gruß,
Christian

alzu am 03 Apr 2016 17:37:56

DANKE, daß Du uns auf diese tolle Reise mitgenommen hast.
Dein Bericht ist wieder einmal genau so schön, wie die Fotos. (Und Du bleibst weiterhin mein "Reiseberichtpapst" :D .)

:daumen2: :daumen2: :daumen2: :daumen2: :daumen2:

mk9 am 03 Apr 2016 19:20:41

Den Worten von Alfred aus Österreich ist nichts hinzuzufügen.
Auch ich bedanke mich für diesen wunderbaren Reisebericht. Bleibt Beide gesund.

Schöne Grüße vom linken Niederrhein nach Rosenheim
Manfred

Gast am 03 Apr 2016 19:24:43

Auch von mir ein dickes Danke für den Bericht und die vielen Bilder :-)

Gruss
Anke

bambiball am 04 Apr 2016 15:33:28

Hallo Günter und Sieglinde :hallo:

Wir sind wieder gut in Germany angekommen und gleich habe ich mir euren Reisebericht geschnappt.
Mit den Bildern werden eure Erzählungen richtig lebendig.
Es war toll das wir euch in Italien getroffen haben.
Danke und 10 Punkte für den Reisebericht. :zustimm:

Asterixwelt am 04 Apr 2016 16:16:19

Hallo Gogolo und Gogoline,

Danke für den Bericht "Überwintern in Marokko", wie immer sehr Interessant und Informativ.

Wünsche Euch beiden noch viel Gesundheit damit unter anderen noch viele Reiseberichte folgen.

Gruß

Michael

Jagstcamp-Widdern am 04 Apr 2016 16:40:53

sauber gschriebn, vergelts Gott!

früher gut - heute besser!
hartmut

wolf2 am 04 Apr 2016 16:47:25

Auch wir haben euren Bericht mit viel Interesse verfolgt.
Alles Gute und bis zu eurer nächsten Reise!

Anne42 am 04 Apr 2016 21:44:44

wie immer, eine tolle Reise, wunderschöne Fotos und interessante Berichte, danke!!!

moorseecity am 04 Apr 2016 21:54:39

Unglaublich was für ein Bericht :daumen2: :kette:
das möchte ich auch können!
Einfach Spitzenklase

moorseecity am 04 Apr 2016 22:06:21

Mir fehlt auch der Mut für so eine Reise !

hypnobader am 05 Apr 2016 09:44:55

Das war wieder mal großes Kino. Auch von mir ein Danke für den schönen Bericht.

Herzliche Grüße
Michael

Gogolo am 05 Apr 2016 11:00:43

bambiball hat geschrieben:Hallo Günter und Sieglinde :hallo:

Wir sind wieder gut in Germany angekommen und gleich habe ich mir euren Reisebericht geschnappt.
Mit den Bildern werden eure Erzählungen richtig lebendig.
Es war toll das wir euch in Italien getroffen haben.
Danke und 10 Punkte für den Reisebericht. :zustimm:


Servus Claudia und Andreas,

ja, das haben wir auch für absolut toll gefunden, euch so überraschend und ohne Absprache in Levanto getroffen zu haben. Es waren sehr nette Gespäche mit euch - vielen Dank.




moorseecity hat geschrieben:Unglaublich was für ein Bericht :daumen2: :kette:
das möchte ich auch können!
....
Mir fehlt auch der Mut für so eine Reise !



Horst, das zu können, ist gar nicht schwer. Nur muss mal einfach damit anfangen und dann wird es von mal zu mal immer besser. Und dann macht es plötzlich auch Spaß!

Um nach Marokko zu fahren, da braucht es gar nicht viel Mut. Mit Deutsch, Bayrisch und Englisch kommt mann/frau da gut zurecht. Die Leute sind alle freundlich und wir hatten NIE ein unsicheres Gefühl - weder bei den Übernachtungen noch im dichten Troubel der Souks. Es genügt, die einfachsten und primitivsten Vorsichtsmaßnahmen zu treffen, die mann/frau auch in Europa treffen würde. Und wenn du dir partout nicht traust eine solche Reise zu machen, dann schließe dich doch einfach einer organisierten Tour an. Das ist zwar nicht notwendig, aber wenn es zur Beruhigung der eigenen Nerven dienlich ist - warum nicht?

Trau dich einfach!


Habe die Ehre

Gogolo

popey46 am 05 Apr 2016 11:10:32

Da kann ich mich Gogolo nur anschliessen, um nach Marokko zu fahren braucht es wirklich keinen besonderen Mut, die "fliegenden Händler" sind zwar manchmal etwas aufdringlich aber ein NO verstehen sie auch so. Wenn man versucht sich an nicht besonders sicheren Orten (aha der grossen Städte) frei hinzustellen, wird man von der überall präsenten Polizei darauf hingewiesen.
P.S. wenn man auch noch Französisch spricht kommt man überall durch.
Gruss popey46

herbstfrau am 05 Apr 2016 21:46:52

Ein wirklich verzaubernder Bericht. Ich werde niemals nach Marokko fahren, denn trotz der Beteuerungen hier, verbinde ich mit dem Wort Magreb doch eher Furcht.

Nachdem ich aber Deinem Reisebericht gebannt gefolgt bin, ist es fast, als sei ich dort gewesen.
Danke für die Mühe, die vielen schönen Bilder und die interessanten Informationen über Land und Leute.
Ich war an vielen Stellen äußerst überrascht.

Ich freue mich schon auf den nächsten Bericht und werde auch dann zur Gemeinschaft der treuen Leser und Leserinnen hier gehören.

Euch beide einen guten Aufenthalt in Eurem immobilen Zuhause, gute Check-up-Ergebnisse für Euch und das Mobil und jede Menge Vorfreude auf Schottland, Irland und die Loire.

Jonah am 06 Apr 2016 00:07:01

So, jetzt habe ich in den letzten drei Tagen den Rest deiner Berichte gelesen, sehr spannend und die Bilder machen den Reisebericht so lebendig, fast, als wäre man mitgefahren. Vielen, vielen Dank.

Alter Hans am 06 Apr 2016 08:27:00

Hallo Gogolo,
freut mich sehr, dass Du Deine Liebe zu Marokko entdeckt und so schön darüber berichtet hast.
Eine gute Schottland/Irlandreise wünsch ich Euch. Und erfolgreiche TÜVs in jeder Hinsicht.

SimonundNadine am 06 Apr 2016 18:34:01

Von uns und aus Marokko ein DICKES Dankeschön für die tollen Tipps und die tollen Bericht
wir würden auch gern so schreiben können wie du.

Wir befinden uns gerade in Sidi Wassay Beach und fahren morgen Richtung Sidi Ifni. Was uns brennend Interessieren würde wie die Umbuchung der Fährtickets ging. Wir haben ein Open Ticket bei Carlos gekauft und Spielen nun nach dem letzten Bericht auch mit dem Gedanken direkt nach Genau zu Fähren. Jedoch haben wir wenig Hoffnung das die Umbuchung solcher Tickets möglich ist. Hier wären wir dir für jeden Tipp dankbar.

Grüße Simon, Nadine & Aisa

Gogolo am 06 Apr 2016 19:43:22

SimonundNadine hat geschrieben:Was uns brennend Interessieren würde wie die Umbuchung der Fährtickets ging. Wir haben ein Open Ticket bei Carlos gekauft und Spielen nun nach dem letzten Bericht auch mit dem Gedanken direkt nach Genau zu Fähren. Jedoch haben wir wenig Hoffnung das die Umbuchung solcher Tickets möglich ist. Hier wären wir dir für jeden Tipp dankbar.




Also, wir haben von Spanien aus grundsätzlich nur ein einfaches Hinfahrtticket von Carlos gehabt. Erst Anfang/Mitte Januar habe ich über das Internet das Ticket für die Rückfahrt die Fähre von TangerMed nach Livorno gebucht. 10 Tage später kam dann per eMail die Nachricht, dass diese Fähre nach Livorno in den Monaten Februar und März eingestellt wird. Die Umbuchung auf die Fähre TangerMed-Genua hat dann auf meinem Wunsch die Fährgesellschaft oihne Zusatzkosten vorgenommen.

Der Fall liegt somit ganz anders als bei dir, wo du ein OpenTicket nach Spanien zurück hast. Hier wird dir wohl nichts anders ürig bleiben als auf dieses Ticket zu verzichten und ein neues Ticket nach Genua zu buchen.


Habe die Ehre

Gogolo

Alexander33 am 10 Apr 2016 21:17:06

Hallo Gogolo,

Danke für den super Bericht, hat mir gut gefallen und richtig Lust bekommen das mal ähnlich zu machen. Sind viele nützliche Infos enthalten.

Meine Frage: gibt es vielleicht Videomaterial von der Reise zu sehen?


Villen Dank
Alex

Gogolo am 10 Apr 2016 22:22:01

Servus Alex,

nein, Videos habe ich leider keine gemacht. Ich hätte auch keine entsprechende Ausrüstung dafür.


Habe die Ehre

Gogolo

Alexander33 am 11 Apr 2016 16:39:57

Danke, wäre schön gewesen.

chabo am 12 Apr 2016 11:58:18

Hallo,
wir haben uns in der Dades Schlucht getroffen. Wir sind seit dem WE wieder wohlbehalten zuhause angekommen. Im Gegensatz zu der nervigen Einreise, war die Ausreise problemlos. Praktisch keine Kontrolle. Wir haben uns noch 2 Wochen in Spanien akklimatisiert und die Vorzüge von Europa genossen.(Tapas, Vino, einkaufen ohne zu handeln, Frauen in Gasthäusern....:)
Bestimmt sehen wir uns wieder mal irgendwo...auch wir sind ja "Zigeuner" :)

LG aus MS
Chabos

chabo am 14 Apr 2016 14:32:09

Nicht Dades .. war natürlich die daneben liegende Todra Schlucht

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