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es ist Samstag der 07.05., pünktlich um 9 Uhr standen wir vor dem Eingangstor zum Scavi di Pompeij. Mit uns ca. 150 weitere Wartende. Nach 10 Min. war ich an der Kasse und schob einen 50,- €-Schein durch den Bedienschlitz. Die Kassiererin gab mir zu verstehen, daß sie nicht auf 26 € Eintrittsgeld das Rückgeld herausgeben konnte. Ich konnte meinen Unmut nicht unterdrücken und warf ihr schlechte Organisation vor. Am Kiosk für die Anmietung der Audiguids wechselte ich den Schein und ging schnurstracks zur gleichen Kasse zurück, ungeachtet der hinter mir Wartenden. Jetzt gab ich 30 € zur Bezahlung an die Dame. Ob ich 1 € hätte, fragte sie. Hatte ich nicht. Dann gibt’s auch keine Eintrittskarten!!!!! Wenn meine Hand durch den Bedienschlitz gepaßt hätte.........................! Von meiner Frau, die weiter hinten wartete, erhielt ich den einen Euro und ging direkt wieder zur besagten Kassiererin. ????!!!!!?????? Glücklich und entspannt, ich hatte die Tickets, konnten meine Frau und ich wenig später das alte Pompeij erkunden. Von 9.15 Uhr bis 12.30 Uhr hatten wir den Zeitrahmen gesetzt um den Großteil des Freiluftmuseums zu sehen. Als wir das Gelände verließen schlug die Uhr 5 mal !!!!!!!!! Es ist einfach fantastisch, gigantisch und faszinierend was man hier zu sehen bekommt. Eigentlich wollten wir um diese Zeit schon 150 km weiter südlich von Pompeij weilen.
es ist Sonntag, 8. Mai, Doris und ich sind um 10 Uhr vom CP Zeus Richtung Süden gestartet. Erstmals habe ich für das Navi Mautstraßen freigegeben. Bevor es auf die Autostrada ging haben wir im Supermarket unseren Proviant aufgefrischt. Die Mautgebühr von Pompeji bis kurz vor Praia a Mare betrug 2 € für ca. 175 km. Unser Campingplatz "International" liegt direkt am Meer. Der CP kostet 11 € mit ACSI + 2 €/P Kurtaxe. Warmwasser und Wifi sind frei. Wlan ist jedoch nur in der Nähe der Rezeption stark genug. Der Platz sieht gepflegt aus und hat ausschließlich, mittels gespannter feinmaschiger Netze, Schattenplätze. Die Netze stören nicht den Fernsehempfang. Buchen wollten wir die Unterkunft für 2 Tage. Dadurch, daß die Straße vor dem CP für die nächsten 3 Tage wegen dem Giro d´ Italia gesperrt wird, werden wir trotzdem hier bleiben. Unweit von hier haben wir schon Übertragungswagen vom Italienischen Fernsehen und Eurosport gesehen. Das ist ja mal ein Highlight. Vielleicht seht ihr uns unter den Zuschauern bei Eurosport.
Euer Manni
International Camping Village in Praia a Mare
Grillzeit auf dem CP
Aufbauten für den Giro d´ Italia
vosu99 am 09 Mai 2016 10:29:41
Manni, ich beneide Euch jeden Tag :ja: Vielen lieben Dank fürs Mitnehmen. Pompeji ist ein Traum. Ich war bereits 2x da, aber es werden noch weitere Male folgen.
Anzeige vom Forum
mannidergute am 09 Mai 2016 22:39:05
Hallo zusammen,
zum ersten mal sind heute, 09.05. unsere Fahrräder zum Einsatz gekommen. Praia a Mare ist kein Bergstädtchen und zum Radeln ideal geeignet. Natürlich gehört zu einer Radtour auch zwischendrin ein schönes italienisches Eis. In der Hochsaison wird man hier wahrscheinlich kein Bein auf die Erde kriegen und am sehr breiten Strand keinen Liegeplatz, wenn man zu spät kommt. Die Straße, an der unser Campingplatz liegt, ist nun vollständig abtrassiert. Es wurden Tribünen und Absperrgitter aufgebaut. Eine Mitarbeitercrew des Veranstalters vom Giro d´ Italia, die am Nebentisch im Campingplatzrestaurant saßen, gaben uns Auskunft, daß die Radsportler gegen 17 Uhr in Praia a Mare erwartet werden. Ich werde mich ab 16 Uhr am Straßenrand positionieren.
Euer Manni
nuvamic am 09 Mai 2016 23:42:35
Für die Tour de France wäre das sicher zu spät..... keine Ahnung, wie früh die Italiener dran sind.
Birdman am 10 Mai 2016 08:41:30
mannidergute hat geschrieben:... daß die Radsportler gegen 17 Uhr in Praia a Mare erwartet werden. Ich werde mich ab 16 Uhr am Straßenrand positionieren.
Laut Marschtabelle werden die Fahrer je nach Durchschnittsgeschwindigkeit zwischen 16:58 Uhr (43er-Schnitt) und 17:28 Uhr (39er-Schnitt) in Praia a Mare erwartet. Entscheidend für die Etappe dürfte ca. 10 Km vor dem Ziel die Via del Fortino zwischen San Nicola Arcella und Praia a Mare sein. Das ist eine 1,8 Km lange Rampe mit bis zu 18% Steigung, die für die meisten Sprinter eine harte Nuss werden dürfte. Falls Du Dich dort platzieren willst, hier werden die Fahrer ab 16:45 Uhr erwartet. In Anbetracht des kleinen Sträßchens sollte man aber wahrscheinlich recht früh dort stehen.
hauiline am 10 Mai 2016 16:09:39
Hallo ihr Lieben,
ich habe jetzt einmal die Bilder angeschaut und die gefallen mir total gut, heute Abend werde ich mir den Bericht in Ruhe durchlesen.
Liebe Grüße Anja :flower:
mannidergute am 10 Mai 2016 18:38:46
Hallo zusammen,
bis auf den Giro d` Italia, der hier mit der 4. Etappe endete, ist nichts Aufregendes passiert. Wenn die Straße morgen früh wieder freigegeben ist, werden wir uns weiter auf den Weg in den Süden begeben.
Euer Manni
Giro d` Italia
Der Sieger
....... hat aufgepaßt
mannidergute am 11 Mai 2016 18:59:57
Hallo zusammen,
der 27. Reisetag hat begonnen. Nach Zahlung von 33 € für die Übernachtungen und 12 € Steuer für die Komune, sind wir um 10.38 Uhr nach Tropea aufgebrochen. Kurz nach 14 Uhr hatten wir die Stadt erreicht, nur der angestrebte CP hatte seine Pforten noch nicht geöffnet. Obwohl ACSI sagt, daß der Platz ab 10.5. gebucht werden kann, war der CP "Marina del Convento" verschlossen. In Ruhe haben wir uns ersteinmal auf einen Parkplatz mit Seeblick gestellt und einen guten deutschen Kaffee genossen. Wir entschlossen uns den nächstgelegenen ACSI-Platz in Nicotera Marina anzufahren. Unterwegs mußten wir eine kleinere Bahnunterführung passieren, die mit 2,60 m Höhe beschildert war. Da ich wußte, daß unser Womo an der höchsten Stelle ca. 2,78 m mißt, gab es zwei Möglichkeiten. Entweder umdrehen oder hoffen daß die Italiener es nicht ganz genau genommen haben mit ihrer Messung. Ich entschied mich für die 2. Variante. Doris stieg aus und beobachtete genau die Stelle an der unsere Satellitenschüssel saß, während ich das Womo langsam vortastete. Vor und hinter uns stauten sich einige wenige Fahrzeuge, aber keiner wurde nervös. Es war sehr knapp, Doris meinte es war noch ca. 10 cm Luft nach oben. Die Italiener ..................! Nach einigen engen Haarnadelkurven und Anstiege, die das Womo nur im 1. Gang bewältigen konnte, schafften wir es nach Nicotera Marina. Unser Navi leitete uns zu einem Camppegio der 1. -nicht den Namen unseres gesuchten CP hatte, und 2. -die Pforten geschlossen hatte. Wir fanden den richten Platz mit Hilfe der ACSI-App. auf Doris ihrem Smartphone. Der "Mimosa Villagio Camping" liegt direkt am Meer, mit eigenem Strandzugang. Die Zufahrt von der Straße, ca. 600 m lang, ist sehr schmal. Bei Gegenverkehr muß einer zurückfahren. Es gibt Rasenplätze mit und ohne Schatten, und starkes Wlan. Das Restaurant werden wir jetzt gleich testen.
Euer Manni
mannidergute am 13 Mai 2016 15:55:35
Hallo zusammen,
Nicotera Marina verließen wir gegen 10 Uhr. Länger als einen Tag muß man hier nicht bleiben. Außer Strand ist hier nichts. Wo wir die nächste Unterkunft finden würden stand noch in den Sternen. Als Zwischenziel gab ich Reggio Calabria vor, eine Stadt vis-a-vis Siziliens. In der Nacht hatte es heftig geregnet und bei der Abfahrt war der Himmel noch immer wolkenverhangen. Nach einigen Kilometern wurden wir auf die Autostrada geleitet, die hier ohne Mautgebühr befahren werden kann. Je näher wir gen Süden kamen wurde die Sicht immer diesiger. Urplötzlich landeten wir in einen Nebel, der eine Sichtweite von max. 8 m zuließ. Zusätzlich zu der Nebelschlußleuchte schalteten viele Autofahrer ihre Warnblinkanlage dazu. Zum Glück durchfuhren wir außergewöhnliche viele Tunnel, hier herrschte normale Sicht. In Reggio Calabria endete die Autobahn und wir wurden durch die Stadt geleitet. Auf einem Parkplatz berieten wir unsere Situation. Durch das Wetter war hier ein Aufenthalt nicht sinnvoll. Es war auch noch früh am Vormittag, so daß wir entschlossen, an der Ostseite von Calabrien, nordwärts weiterzufahren. Unser Entschluss wurde belohnt. Je weiter wir auf der E90 gen Norden fuhren, nahm die Sonne weiter an Kraft zu und konnten zu unserer Rechten das Ionische Meer erblicken. Strände so weit das Auge reicht. Gern hätten wir eine Pause direkt am Strand genossen. Da aber zwischen E90 und dem Meer permanent eine Bahntrasse entlang führt war es schon eine kleine Herausforderung eine entsprechende große Bahnunterführung zu finden. Einmal hatte ich es probiert und bin rechts Richtung Meer abgebogen; es endete in einer Sackgasse. Schließlich erreichten wir gegen 16.30 Uhr Camping Case Vacance in Cropani Marina. Die junge Dame am Schalter sprach akzentfreies Deutsch und war sehr freundlich. Ein Stellplatz unweit des Strandes war noch frei. Er war ein bißchen abschüssig, weshalb ich die Vorräder auf meine zwei Auffahrrampen stellen wollte. Der sandige Untergrund verhinderte das Begehren. Das rechte Vorderrad grub sich im Sandboden ein. Unser französcher Nachbar hatte Hilfe zur Hand. Er besaß für solche Fälle zwei Unterlegmatten. Mit den Matten schaffte ich es den Ducato rückwärts aus dem Loch zu fahren. Einen Versuch wagte ich noch um das Womo auf die Rampen zu stellen. Es endete damit, das daß rechte Vorderrad jetzt noch tiefer im Sand versackte. Von der Rezeption besorgte ich mir eine Schaufel. Das Womo blieb jetzt so stehen wie es stand. Morgen früh würde ich mit Hilfe der Unterlegmatten sicherlich aus der Grube herauskommen. Später stellte sich noch heraus, daß unser Stromkabel ca. 20 cm zu kurz war. Nochmal rangieren wollte ich nicht. Für eine Nacht ist unsere Aufbaubatterie stark genug. Doris zog es zum Strand, während ich diesen Bericht verfaßte.
Euer Manni
CP Case Vacanze in Cropani Marina
der Spiaggia
mannidergute am 13 Mai 2016 17:29:34
Hallo zusammen,
mittels der Unterlegmatten konnten wir den kleinen CP um 10.10 Uhr verlassen. Weiter reisten wir auf der SS106/E90 nordwärts. Rechts grüßte uns uns, bis auf einige Ausnahmen, permanent das blaue Wasser des Ionischen Meeres. Zur Linken winkten die grünen Hänge der Sila, eine Gebirgsregion in Kalabrien. Die SS106/E90 ist hier in einem ordentlichen Zustand und oft mit Randstreifen versehen. Unterwegs sahen wir sehr viele Orangenplantagen. Unser Navi ist immer für eine Überraschung gut, standen wir doch unvermittelt vor einer Bahnunterführung mit 2,00 m Durchgangshöhe. Ein unbefestigter Weg, Straße wäre nicht die richtige Bezeichnung, bot uns die einzige Alternative, da eine Wendung hier unmöglich gewesen wäre. Na ja, ihr wißt schon............. die Italiener. Außerdem war heute Freitag der 13. Kurz nach 14 Uhr winkte uns eine freundliche Rezeptionistin durch die Einfahrtschranke vom Campingplatz Thurium in Corigliano. Das Areal bietet viele Schattenplätze durch Pinienbäume und nahen Zugang zum Strand (ca. 150 m). Selbst Dickschiffe hätten keine Probleme einen geeigneten Platz zu bekommen. Das freie Wlan zeigte am Laptop vollen Signalausschlag. Heute ist mal wieder Pizzatag. Das CP-Ristorante bietet: typische Vorspeise, Pizza Margherita, 1/4 l Wein, 1/2 l Wasser, für 10 € zusammen.
Euer Manni
CP Thurium in Corigliano
schattiges Plätzchen
Der Strand vom CP
leoline am 13 Mai 2016 21:00:45
Und ich bin weiter mitgefahren vielen Dank fürs Mitnehmen! Zumal ich das sicher nie im Leben sehen werde (mit Hund ist das alles nicht so zu verwirklichen), aber so habe ich schon mal einen Eindruck erhalten, die Bilder sind toll! Ganz schön abenteuerlich, eure Fahrten! Da wäre mir mit Sicherheit ganz anders geworden :mrgreen: . Aber es sieht bei euchso aus : no risk, no fun! :lach:
mannidergute am 14 Mai 2016 17:14:54
Hallo zusammen,
gestern abend war ich noch duschen. Wie das so ist, man zieht sich aus und schmeißt die Münze in den Automaten. Warmes Wasser sollte dann eigentlich fließen. Aber nichts dergleichen. Weder kalt noch warm. Also wieder anziehen und zur 250m entfernten Rezeption getapert. Als Entschädigung bekam ich 2 Münzen ausgehändigt. Kann ja mal passieren. Sonst war nichts aufregendes heute zu berichten. Ach doch, das Mittelmeer ist noch a.....kalt. Ich denke so um die 17 °.
Euer Manni
mannidergute am 16 Mai 2016 22:50:20
Hallo zusammen,
um 9.30 Uhr waren wir auf den Weg zum Castel del Monte. Vorbei an Getreidefeldern und Olivenbaumplantagen. Laut Reiseführer soll Ruvo di Puglia das Zentrum für gutes Olivenöl sein. Wir hielten in Ruvo di Puglia kurz an, das auf dem Weg zum Castel lag, und wanderten die Stadt nach einem Geschäft für Olivenöl ab. Um es kurz zu machen, das war eine Fehlinformation. Castel del Monte erreichten wir 30 Minuten später. Einen Kilometer vor der Sehenswürdigkeit wird ein riesiger Parkplatz angeboten, den man für 7 € nutzen darf/muß. Das Castel liegt auf einer Anhöhe zu dem ein Busshuttle eingerichtet ist. Hin- und Rückfahrt kosten 1 €. Für die Besichtigung des Castel sind 8 € fällig. Dem Stauferkaiser Friedrich II diente das 8-eckige Castel als Jagdschloß. Von 1240-1250 wurde es aus hellem Kalkstein erbaut. Es ist sehr gut erhalten aber ohne jegliche Einrichtungsgegenstände. Dennoch sehr imposant und schon von Weitem deutlich zu erblicken. Nach einer kurzen Kaffeepause in unserem Womo hatten wir noch eine Anreise von 1,5 Stunden zu unserer Übernachtung am Golf von Taranto. Lido Salpi Camping liegt 15 km vor Manfredonia und hat einen eigenen Strand. Stellplätze mit freier Ausrichtung auf den Satelliten sind rar. Starkes Wlan gibt’s nur in unmittelbarer Nähe der Rezeption. Wir werden morgen weiterreisen.
Euer Manni
Castel del Monte
Castel del Monte 2
Innenhof
Zimmer in 1. Stock
Der Weitblick vom Castel
pippifax am 17 Mai 2016 02:29:44
Spero che avete un buon soggiorno in bella Italia. Tutte le sorprese della vita Vi aspettano. Ciao
mannidergute am 17 Mai 2016 19:50:04
Hallo zusammen,
wir hatten uns vorgenommen den Sporn vom Stiefel zu befahren. Die größte Stadt dieser Region ist Manfredonia. Seinen Namen hat die Halbinsel durch das Gebirgsmassiv Gargano. Bevor wir zum Campingplatz nach Vieste durchfuhren besuchten wir den großen Wochenmarkt in Manfredonia. Leider konnten wir ihn nicht in vollem Umfang genießen da zu regnen begann. Dennoch hat es sich gelohnt. Folgende Nahrungsmittel haben wir erstanden
4 Äpfel, 3 Bananen , 2 Apfelsinen, 500 g Mirabellen, und 1 kg Tomaten für zusammen 4,00 € 2 größere Stücken Fischfilet = 2,75 € ca. 250 g frischen Büffelmozarella = 4,00 €
Da macht das Einkaufen Spaß. Um den CP bei Vieste zu erreichen muß man durchs Gebirge. An manchen Stellen hatten wir herrlichen Ausblick auf die Steilküste. Den Platz „Baia e Cala Campi“ haben wir nach kurzer Inspizierung den Rücken gekehrt. Die Pinien stehen dort sehr dicht und Wlan am Stellplatz ist ohne Signalstärke. 5,4 km weiter, direkt in Vieste, liegt der Platz Village Baia degli Aranci. Die sehr freundliche Dame vom Empfang befuhr mit uns in einem Elektrobuggy den gesamten Platz, bevor sie die Formalitäten erledigte. Der Strand ist ca. 150 m entfernt, während die Innenstadt nach 700 m erreicht werden kann. Und das kostenlose Wlan strahlt sehr kräftig. Was will man mehr?
Euer Manni
Küste von Gargano
Wochenmarkt Manfredonia
Fischkauf
Fischkauf
mannidergute am 18 Mai 2016 21:43:52
Hallo zusammen,
heute morgen schien schon früh die Sonne. Gute Voraussetzung für einen Bummel durch Vieste, dessen Innenstadt wir in wenigen Minuten zu Fuß erreichten. Doris erblickte eine Gelateria und so gönnten wir uns zwei leckere Eis. Vieste ist wie geschaffen zum Flanieren und Schaufenster gucken. Im Hintergrund immer das blaue Meer der Adria. Unweit des Ufers, am Beginn der Altstadt, besuchten wir das Museo Malacologico, ein Muschelmuseum. Zu sehen sind hier tausende von Muscheln und Fossilien aus aller Welt. Der Eintritt ist frei. Direkt gegenüber des Museums ist ein Spezialitätengeschäft, indem wir 2 Flaschen Italienischen Likör kauften. Auf dem höchsten Punkt von Vieste befindet sich ein altes Castello, das vom Militär beansprucht ist. Nach einem Cappuccini in einem Straßencafe schlenderten wir langsam zum Campingplatz zurück. Gegen Abend holten wir den Grill raus und bruzzelten unser Fischfilet vom Manfredonier Wochenmarkt.
Euer Manni
Vieste
Vieste 2
Vieste 3
Vieste 4
CP Vieste
mannidergute am 19 Mai 2016 18:55:57
Hallo zusammen,
kurzfristig haben wir uns entschlossen einen Tag länger in Vieste zu verweilen. Um 9 Uhr schien die Sonne schon kräftig, daß wir unser Frühstück im Freien genießen konnten. Ich unternahm anschließend eine kleine Fahrradtour, während Doris ein paar Bahnen im platzeigenen Swimmingpool schwimmen wollte. Morgen wollen wir in aller Frühe den Abruzzen einen Besuch abstatten. Da wird es ein bißchen kälter sein.
Euer Manni
Küste in der Nähe von Vieste
Umgebung von Vieste
mannidergute am 20 Mai 2016 21:37:14
Hallo zusammen,
mit angenehmer Erinnerung verließen wir Vieste nach dem Frühstück. Über bergige Straßen mit sehr vielen Serpentinen, teilweise mit herrlichem Blick auf die Küste, verließen wir den Sporn von Italien. Die Amalfiküste mussten wir aus Verbotsgründen auslassen, aber ich denke daß der Gargano uns voll entschädigt hat. Hatten wir anfangs noch die Sonne im Rücken, wechselte das Wetter in Regenschauer und grauem Himmel. Bei Lesina wollten wir auf die mautpflichtige A14 fahren, um unsere 4-stündige Anfahrt in die Abruzzen so schnell als möglichst hinter uns zu bringen. Auf der Westseite von Italien mussten wir immer im Voraus die Gebühr entrichten, einmal wars im Nachhinein, wobei der angezeigte Betrag in einen Trichter geworfen wird. Ich fuhr an die Schranke und sah außer einen dicken, roten Buzzer, auf dem HELP stand, nichts weiter. Also drückte ich diesen und wartete was da kommen würde. Überraschender Weise ging ohne Wartezeit die Schranke sofort hoch. Verwundert ob dieser Verfahrensweise gab ich Gas. 150 km später navigierte uns TomTom von der A14 runter. An der Ausfahrt erwartete uns wieder eine Schranke, mit einem Männchen im Kassenhäuschen davor. Wir guckten uns gegenseitig wartend an. „How mutch?“: fragte ich ihn, weil er nicht reagierte. Er sprach kein Wort Englisch, brabbelte dauernd in italienisch. Bis ich kapierte, daß er ein Biglietto/Ticket wollte. Natürlich hatten wir kein Biglietto. Nervöse Italiener hupten hinter uns. Einer kam sogar nach vorne. Irgendwann erschien auf dem Display der Betrag von 71,40 € (für ca. 136 km). Sich aufregen und den Lauten machen hatte keinen Sinn. Wir haben es unter allgemeine Urlaubskosten verbucht. Ich lenkte das Womo den Abruzzen entgegen. Ein wolkenverhangener Riesenberg begrüßte uns schon von weitem. „Ristocamping Gran Sasso“ war unser Ziel, er wurde von anderen Womofahrern empfohlen. Unser Chausson hatte wieder schwere Arbeit zu leisten und das Wetter wurde nicht besser. Santo Stefano di Sessanio liegt mitten in der Berglandschaft, ideal als Ausgangspunkt zum Wandern. Im Ort ist der Weg zum Stellplatz ausgeschildert, der am Ortsrand zu finden ist. An eine kurze Erkundungstour war nicht zu denken. Heftige Windböen schüttelten unsere Behausung und der Regen hielt auch noch an.
Euer Manni
mannidergute am 21 Mai 2016 23:30:56
Hallo zusammen,
der Himmel präsentierte sich als Einladung zu einer mehrstündigen Wanderung. Um 7.30 Uhr schien schon die Sonne, der jedoch Wind blies ein wenig frisch. Nach dem Frühstück machten wir uns auf in die Natur. Und die gibt’s hier im Überfluß. Rings um den Stellplatz Berglandschaft mit grünen Wiesen, übersät mit den unterschiedlichsten Blumen. Allmählich kamen wir in höhere Regionen, Als wir den Berg zur Rechten umrundeten, tat sich eine grandiose Landschaft vor uns auf. Eine schneebedeckte Bergkette in nicht allzu weiter Ferne strotzte gen Himmel, davor eine grüne Ebene umrahmt von kleineren Bergen. Den anfänglichen Weg hatten wir längst verlassen und gingen Querfeld ein. Immer wieder stehenbleibend um nicht irgendetwas Schönes übersehen zu haben. Fast 3 Stunden bewanderten wir diese herrliche Gegend. Nach einer ausgiebigen Kaffeepause im Freien packte mich noch einmal die Bergsteigerlust und nahm einen in unmittelbarer Nähe stehenden 1400er in Angriff. Anzumerken ist, daß der Stellplatz schon auf 1200 m Höhe liegt. Oben angekommen genoß ich einen fantastischen Ausblick. Die schneebedeckten Gipfel im Hintergrund waren noch deutlicher zu sehen. Unser Wohnmobil war zu einem Spielzeug geschrumpft, und immer noch sonniges Wetter. Mein Teleobjektiv kam noch nie so oft zum Schuß. Diesen Ort werden wir morgen schweren Herzens verlassen. Ich empfehle allen Italienreisenden den Gran Sasso Nationalpark einen Besuch abzustatten.
Euer Manni
Der Stellplatz
Gran Sasso
Gran Sasso 2
San Stefano di Sessanio
KTM525 am 22 Mai 2016 00:57:31
Schöne Fotos.
mannidergute am 22 Mai 2016 21:55:08
Hallo zusammen,
der Tag begann wieder sonnig. Auf unserer Anfahrt nach Alba Adriatica konnten wir links und rechts noch einmal diese wunderbare Landschaft der Abruzzen genießen. Eine Woche haben wir noch vor uns und nähern uns langsam wieder Norditalien. Zwei Tage werden wir hier, auf dem CP Eucaliptus, zum letzten Mal Adrialuft schnuppern, bevor es zur Grotti di Frasassi weiter geht. Camping Eucaliptus gehört zu den kleinen aber feinen Plätzen. Die Sanitäranlagen sind in einem exellenten Zustand. Zum Strand sind 300m zurück zulegen, wo der Campingplatz einen eigenen Strandabschnitt unterhält. Für Dickschiffe sind Parkflächen etwas rar, bzw. ist viel Rangierei einzukakulieren. Internetverbindung in Nähe der Rezeption ist ok.
Euer Manni
Camping Eucaluptus
Strandabschnitt von CP Eucaliptus
mannidergute am 23 Mai 2016 19:32:13
Hallo zusammen,
die Promenade von Alba Adriatica bietet einen breiten Fahrradweg zum gemütlichen Radeln entlang der Küste. Also holte ich unsere Räder aus der Garage und so rollten wir langsam nordwärts. An einem einladenden Strandcafe genossen wir lauwarmen Cappuccino. Der kilometerlange Strand nahm kein Ende, wahrscheinlich endet er erst bei Venedig. :wink: Für uns sollte es bis Martinsecuro genug sein und fuhren wieder zurück. Die Gegend ist hier auf Massentourismus eingestellt, der in den nächsten 6-8 Wochen sicher anrollen wird. Mehr ist heute nicht zu berichten.
Euer Manni
mannidergute am 25 Mai 2016 00:00:25
Hallo zusammen,
unser Ziel heute war die Grotti di Frasassi. Den Tip hatten hatten wir von einer deutschen Wanderin, die wir im Restaurant am Stellplatz von Gran Sasso, kennen lernten. Nach 2 Stunden Anfahrzeit erreichten wir den Parkplatz der Grotte. Im Eintrittspreis von 15,50 € sind die Parkgebühren, der Busshuttle und Museumsbesuche in San Vittore und Genga enthalten. Am Höhleneingang werden wir von den Höhlenführern empfangen und nach Nationalitätengruppen eingeteilt. Unser Höhlenguide sprach fließend deutsch und erklärte uns alles sehr engagiert. Bevor man in die eigentliche Höhle kommt müssen 200 m im künstlich geschaffenen Tunnel zurück gelegt werden. Was wir danach zu sehen bekamen übertraf alles, was ich mir von einer Tropfsteinhöhle vorgestellt hatte. Wir stehen in einem riesigen, wunderschönen Saal. Dieser „Saal“ hat Ausmaße daß locker eine Kathedrale darin Platz hätte. Zu sehen sind Stalagmiten, Stalagtiten und Stalagnaten in den unterschiedlichsten Größen, Formen und Farben. Wobei die meisten Tropfsteingebilde in weißer bis elfenbeinfarbiger Struktur glänzten. Auf einen 200 m langen Betonweg, seitlich begrenzt duch Edelstahl-Geländer, wird man durch das Höhlensystem geleitet. Die gesamte Führung dauerte ca. 75 Minuten. Doris und ich, und sicherlich alle anderen Besucher, waren begeistert. Ich kann es auch gar nicht in Worten beschreiben. Fahrt dort hin und ihr werdet selber sehen.
Euer Manni
mannidergute am 26 Mai 2016 21:07:55
Hallo zusammen,
unsere Italienreise geht langsam zu Ende. Zum letzten mal haben wir uns vorgenommen eine Besichtigung vorzunehmen. Unmittelbar nach dem Besuch der Grotti di Frasassi machten wir uns auf den Weg nach San Marino. Das Land lag auf unseren Rückweg, was lag da näher als uns diese älteste Republik der Welt einmal anzuschauen. Nach gut 3 Stunden machte ich vor dem CP Vacance San Marino den Motor aus. Auf mehreren Terrassenebenen sind die Stellplätze angelegt; hohe Bäume und Büsche verhindern eine Fernsicht auf die Adria. Ingesamt macht der CP einen gepflegten Eindruck. Früh morgens fuhren wir mit dem Bus, der direkt vor dem Campingplatz hält, zum Monte Titano. Auf den 739 m hohen Berg befindet sich die Festung, die der Ursprung dieses 61,19 km² kleinen Staates ist. Trotz der vielen Touristengeschäfte ist der mittelalterliche Charme der Festung vorhanden. In den Parfümgeschäften sind die angebotenen Düfte sehr günstig angeboten. Auch andere Artikel kosten deutlich weniger als in Italien. Ein sehr kleiner Teil der Burganlage ist als Museum ausgestattet. Leider gibt es dort nicht viel zu sehen. Vom höchsten Punkt der Festung gibt es einen herrlichen Rundumblick. Zurück zum Campingplatz haben wir gleich unsere Sachen gepackt um nicht zu spät in Lazise am Gardasee anzukommen. Drei Stunden Fahrtzeit später war das Ziel erreicht. Camping Belvedere, direkt am Seeufer gelegen, wimmelte von Urlaubern. Dicht an dicht standen die Wohnmobile, Wohnwagen und Zelte. Gegen den Platz gibt es an sich nicht zu meckern, dennoch: wir werden morgen die Unterkunft wechseln.
Euer Manni
San Marino
San Marino
Festung San Marino
Festung San Marino
Ausicht auf die Küste
mannidergute am 26 Mai 2016 22:36:26
Hallo zusammen,
einen neuen Campingplatz hatten wir schnell aus dem ACSI-Katalog herausgesucht. In der Nähe von Trient(Trento) liegt der Lago di Caldonazzo. Von dort wäre auch der Sprung nach Deutschland in einem Rutsch zu schaffen. Laut Navi dauert die Fahrt 1:40 Stunde. Mautstrecken habe ich vorher deaktiviert um noch Eindrücke der Landschaft unterwegs intensiv mitnehmen zu können. Ein paar Serpentinen waren auch wieder zu bewältigen. Nach zwei Stunden sightseeing wies uns die freundliche Dame vom CP Spiaggia einen ruhigen Platz, mit Sicht auf die Berge, zu. Zum Seeufer sind es, je nachdem wo das Womo parkt, zwischen 400 m und 150 m. Alle Stellplätze haben echten Rasenboden. Die Sanitäranlagen sind gerade frisch renoviert worden und aus den Duschdüsen kommt richtig heißes Wasser. Vorbildlich auch die 100 %-ige Wlanabdeckung über den gesamten Platz. Morgen ein letztes Mal ein kurzer Italienbericht.
Euer Manni
Campingplatz Belvedere in Lazise am Gardasee
Campingplatz Belvedere in Lazise am Gardasee
Campingplatz Spiaggia am Caldonazzosee
Campingplatz Spiaggia am Caldonazzosee
mannidergute am 28 Mai 2016 00:04:31
Hallo zusammen,
zum letzten Mal im Freien, umgeben von hohen Bergen, gefrühstückt. Das werden wir vermissen. Anschließend radelten wir am Seeufer entlang; eine vollständige Umrundung ist auf Grund einer Autostraße am Ostufer nicht möglich. Diese Gegend ist für Jemanden dem Ruhe und Entspannung wichtig ist. Fußgängerzone mit Shoppingmöglichkeiten sucht man hier vergeblich.
Italien hat uns sehr gut gefallen. Die Menschen hier sind durchweg freundlich und hilfsbereit. Wenn sie allerdings im Auto sitzen wandelt sich ihr Charakter. Den Touristen bietet Italien eine vielfältige Landschaft und sehr viel geschichtliches. Und den Sommer natürlich, hier gibt’s noch richtigen Sommer, der fängt schon im April an.
Italienfahrer sollten wissen wie man seinen Benzin/Diesel/Gas-Tank an den zahlreichen SB-Tankstellen füllt. Kassen wie bei uns existieren nicht. Stattdessen sind Tankautomaten üblich. Diese Automaten werden mit Banknoten gefüttert. Wer zu viel Scheine kalkuliert als sein Tank zu fassen vermag, hat das Nachsehen. Eine Rückgabe nicht verbrauchten Betrages ist nicht möglich, jedenfalls habe ich keine Vorrichtung diesbezüglich erkennen können. Wichtig ist es auch die richtige Nr. der Zapfsäule anzugeben. Dieselfahrer müssen auch wissen, daß die Bezeichnung Gasolio für Diesel steht. Ganz wenige Automaten lassen auch Kartenzahlung zu; ich habe aber in den 6 Wochen keine entdecken können. Neben den SB-Tankstationen sind noch Tankstellen mit Service in Betrieb. Der muß natürlich durch einen höheren Spritpreis bezahlt werden. Bei Diesel liegt der Unterschied bei ca. 15 Cent/L. Bargeldbeschaffung funktioniert so wie bei uns in Deutschland. Kartenzahlung in Geschäften ist genauso üblich.
Zum Schluß möchte ich allen Lesern unseres Reiseberichts für das Interesse danken und hoffe daß er gefallen hat.
Euer Manni
CP Spiaggio
Der Caldonazzosee
Zufluss zum See
Gast am 28 Mai 2016 08:38:13
Danke für den Bericht und die vielen Bilder :-)
Gruss, Anke
abba am 28 Mai 2016 12:45:33
Hallo Manni, habe leider erst gestern Deinen Reisebericht, auf der Suche nach dem Lavendel in der Toskana, gesehen. Da habt Ihr eine wirklich tolle Reise gemacht. Deine Fotos sind beeindruckend und machen Lust, so eine Tour ebenfalls zu machen. Vielen lieben Dank fürs Mitnehmen!
Nur wo ich jetzt den Lavendel finde, weiß ich leider immer noch nicht! :lach:
Manni, spitzen Reisebericht, bin ich eben erst drauf gestoßen! Danke Dir!
leoline am 09 Jun 2016 07:26:29
Ein sehr beeindruckender Reisebericht! Da sind wirklich viele nützliche Informationen eingabaut, alles sehr kurzweilig beschrieben, so dass man gar nicht mehr aufhören möchte zu lesen! Vielen Dank!
RobertW am 15 Aug 2016 16:27:57
Vielen lieben Dank für den sehr ausführlichen Bericht, jetzt habe ich schon einige Ideen und Inspirationen für meinen geplanten Trip nächstes Jahr :) Bella Italia, ich komme :)
beret am 23 Okt 2016 10:36:12
Hallo Manidergute, habe erst heute Deinen Reisebericht, gesehen. Da habt Ihr eine wirklich tolle Reise gemacht. Deine Fotos sind einfache Spitze und alles so schön schriftlich dargelegt ... machen Lust, so eine Tour ebenfalls zu machen. Vielen Dank fürs Mitnehmen, dafür gibt's 'n fetten Pluspunkt von mir :ja:
MartinSS am 15 Nov 2016 00:01:14
Wow!6 Wochen Italien-das Thema klingt wie mein Traum!)))