Da sind wir wieder!!!
Hier unser Bericht. Bilder werden noch bearbeitet und anschließend auf unserer Website bereitgestellt. Darauf werde ich gsondert hinweisen.
Nun aber viel Spaß!!!
25.05.06
Kilometerstand beim Start: 151490 km
Warum ein Womo bloß immer zu klein ist, wenn man für länger als 2 Tage auf Reise gehen möchte ist mir unbegreiflich. Und dann die Frage die mich u. U. bis zum Ende der Reise beschäftigen wird: „Ist noch Platz für die Nähmaschine?“ Bitte? Mein designierter Tinitus machte sich langsam bemerkbar, irgendetwas pfiff mir im Ohr und ich dachte ich hätte mich verhört. Aber mitnichten, ich stand plötzlich vor der Entscheidung meines Lebens, Nähmaschine oder Surfklamotten! Ich habe dann ein Bild von der Nähmaschine gemacht, mich für die Surfsachen entschieden und das Bild in den Anhänger gelegt, wer weiß wofür es noch gut ist. Nach einer regelrechten Packorgie, dem obligatorischen „Wir gehen auf Reise Haus-Putz“, man will es ja sauber haben wenn man zurück kommt, habe ich um 11:30 Uhr die Hühner gesattelt und mich vom Acker gemacht. Meine bessere Hälfte sollte einige Stunden später mit dem PKW nachkommen. Warum? Na ganz einfach, mit zwei Autos fährt es sich besser, wenn man mal in eine Stadt will. Nein im ernst, der andere Wagen sollte in Bremen auch ein wenig Urlaub bekommen und mal wieder auf Vordermann gebracht werden. Ich also, in dem Gewissen, dass die Katzen das Haus wieder verwüsten bis wir zurück sind, in den wohlverdienten Urlaub. In Bremen angekommen haben Andreas und ich dann trinkender Weise auf meine Frau gewartet. Um 20:00 Uhr sind wir, also Dali und ich, gemeinsam in Richtung Bad Bentheim aufgebrochen. Dort haben wir die erste Nacht wie geplant verbracht. Es ist Urlaub!!!
26.05.06
Es geht los mit einem echten Schock, als ich um den Wagen ging, fiel mir auf, dass es hinten aus dem Wagen tropft. Das hatten wir doch schon mal, richtig Pfingsten letzten Jahres, da war eine Abwasserleitung defekt. Woher sollte es wohl diesmal kommen? In einem Wahn von „Ich will jetzt in den Urlaub-Schrauberei“ habe ich das komplette Bad auseinander gebaut um nach 1 Stunde festzustellen, dass es nicht aus dem Bad kommt, dafür sind aber meine Wände leicht feucht. Also, alles wieder zusammengebaut (ich kann es jetzt eh nicht ändern und ausserdem wollen wir es ja gemütlich haben auf dem Klo) und weiter geschaut. Nach einigen weiteren Minuten war es Gewissheit, unter der rechten Eckabdeckung am Dach gibt es ein Leck. Gott sei Dank war es ausnahmsweise mal nicht am regnen, so dass ich das Leck mit Dekalin provisorisch dichten konnte. Als ich fertig war, und alles wieder zusammengebaut hatte, fielen die ersten Tropfen vom Himmel. Mit richtigem Frust, ich weiß ja was nach dem Urlaub auf mich zukommt, machten wir noch über 600 Kilometer Strecke bei schönstem Regen-Wetter. Entgegen aller Warnungen fuhren wir so gegen 21:00 Uhr in Paris ein und etwa 30 min. später wieder raus und zwar an der vorher berechneten Ecke, jedenfalls so ziemlich. Gut, wir sind einmal falsch abgebogen aber das brachte uns nicht weiter in Verlegenheit. TomTom und Navi-Dali sei Dank also ohne weitere Probleme. Ein Hoch auf die Navi´s. Wir übernachteten ca. 100km hinter Paris in einer Seitenstraße etwa 1 km vor irgendeinem Campingplatz der hier nicht genannt werden möchte, oder besser ich weiß weder wo wir sind noch wieder CP hieß..
27.05.06
Es regnete nicht mehr, hurra! Um 09:00 Uhr machten wir uns nach einem arme Leute Frühstück, auf den Endspurt. Noch 679 Kilometer bis Biarritz. Um dem Stress der Route National zu entgehen hatten wir uns entschlossen die 100 Euro für Maut mit einzuplanen, hey es ist Urlaub, da kommtes doch nicht darauf an. Und es kommt ziemlich genau hin. Um 20:00 Uhr hatten wir es geschafft. Wir sind in „Capbreton“, etwa 20 km vor Biarritz angekommen. Der hiesige Stellplatz, ca. 70 Plätze, hoffnungslos überfüllt. Womo neben Womo, nichts für uns Norddeutsche. Also runter zum Strand, immer den Schildern „La Plage“ nach. Dort gibt es einen Parkplatz mit etwa 500 Plätzen, welcher auch Ausgeschildert ist. Etwa 300m vor der „Promenade“, wenn man sie so nennen darf geht es nach links ab. Da sollte doch… und tatsächlich, Platz ohne Ende und insg. 4 Womos, davon ab jetzt 2 Deutsche. Irgendein Dampfer begrüßte und mit seinem Typhoon (Horn) uns es folgte ein schöner Spaziergang am Strand entlang. Dieser sorgte für die erste Entspannung, und der erste Urlaubs-Whiskey tat sein übriges. Ich habe auf mich an den Strand gestellt und schöne von allen aus dem Forum bestellt. Warum schauten mich bloß alle so an? Noch ein kurzer auf die andere Seite des Teiches, wer weiß wofür es gut ist, und dann war der Abend auch schon rum. Ach, und bevor ich es vergesse: Um 22:00 Uhr noch 25° C. So kann es weiter gehen.
28.05.06
Die sehr erholsame Nacht brachte einen bedeckten Tag zum Vorschein. Wir fuhren so gegen 10:30 Uhr los. In Biarritz angekommen machten wir einen langen Spaziergang durch den Ort. Erst am Strand entlang, dann am Hafen und durch den Ort zurück. Etwa 3 Stunden waren wir unterwegs. Wind hatten wir keinen, der hat sich auf der Herfahrt ausgetobt. Aber den Wellenreitern zuzuschauen hatte auch seinen Reiz. Wie hunderte kleiner Robben warten sie auf die Welle, genau wie ich auf den Wind. Lange habe ich überlegt mal „Haialarm“ zu rufen. Gerne hätte ich mir den Trouble angeschaut, aber Dali hat mich davon abgehalten. Den Stellplatz in Biarritz, findet man, wenn man der Ausschilderung „Parking de la Milady“ folgt. Er liegt entlang der Route-National-Strecke nach „Saint Jean de Luz“ und ist nicht wirklich ein schöner SP, aber man ist relativ schnell am Strand bzw. im Ort. Übernachten wollten wir dort auf gar keinen Fall, es ist einfach zu laut. Wir fuhren dann in Richtung „Saint Jean de Luz“ kamen aber vom Regen in die Traufe, der SP liegt nicht direkt am Hauptbahnhof sondern ist eigentlich schon ein Bahnsteig für sich selbst.. Also noch einen Ort weiter nach „Hendaye“ und man glaubt es nicht, wo liegt der SP mit insg. 4 Plätzen, klar, am Bahnhof. Boa, jetzt werde ich langsam pissig, da habe ich ja nun gar kein Bock drauf. Wir entschieden uns entlang der Klippenstraße zu fahren und nach einem wilden Platz Ausschau zu halten, aber es ist echt steril hier, nichts zu machen. Letztendlich sind wir wieder in Capbreton gelandet. Sind in einem Kreisverkehr bewusst falsch abgebogen und an einer kleinen Straße Richtung Dünen gelandet. Dort haben wir uns breit gemacht und in toller Dünenumgebung genächtigt und wurden wieder von einem Dampfer mit Typhoon begrüßt..
Wind immer noch Fehlanzeige aber die Sonne ist wieder da.
29.05.06
Das Wetter ist nun das letzte, es regnet und will nicht aufhören. Da wir mitten auf einem Wenderondell standen, machten wir auch die Bekanntschaft eines Polizisten, der drehen wollte und einmal kurz den Rückwärtsgang benutzen musste. Eine Minute später wurden wir freundlich darauf hingewiesen, dass wir doch bitte gegenüber stehen möchten (die faule Sau, einmal Rückwärtsgang benutzen müssen und schon gretzig werden), wobei wir eh schon am aufbrechen waren und es uns nicht wirklich interessierte. Wir entschlossen uns, langsam in Richtung Arcachon zu fahren. Auf dem Weg dorthin, sollten noch einige Strände angefahren werden. Die Parkmöglichkeiten werden aber durch Höhenbegrenzungen immer mehr beschnitten. Wir sind in Mimizan gelandet, einem Badeort mit einem relativ großen SP, welcher in der Nebensaison 5,20 Euro die Nacht kostet. Man steht direkt hinter den Dünen auf einem gut befestigten Platz. Keile sind aber von Vorteil. Der Platz selber ist super ausgeschildert und wer den nicht findet, der hat selber Schuld, einen schlechten Beifahrer oder kann nicht lesen. Hier haben wir uns nun niedergelassen, sind ein wenig spazieren gegangen und werden den Tag bei einer Partie Scrabble ausklingen lassen. Und ich werde gewinnen! Und das Beste, wir wurden von einem Dampfer begrüßt mittels Typhoon. Schon komisch ist das überall hier an der Küste so!
30.05.06
Von wegen Scrabble, nichts ist mit Scrabble. Wir hatte beide keine Lust mehr du sind unter die 10% Fernsehgucker unter den Womofahrern gegangen (Achtung, das war ein Brüller). Um 09:00 Uhr wurden wir vom örtlichen Kontrolleur geweckt (also kurz nach dem Einschlafen), weil unser Parkzettel nicht zu sehen war, aber das Thema wurde schnell von Dali geklärt, wir hatten Ihn ja, und der Tag konnte beginnen. Er sollte uns zum ersten mal auf einen Campingplatz bringen. Im Internet hatte ich bereits nach einem geschaut. „Pyla sur Mer“ und dort der Platz „Le Petit Nice“. Immerhin direkt am „Baissin de Arcachon“ mit direktem Strandzugang. Wir also auf Richtung Düne. Am Campingplatz angekommen bat uns der Herr an der Rezeption, zu Fuß einen Platz zu suchen (wir hatten die freie Auswahl… …zwischen 6 Plätzen). Ja man gut dass er das Tat, ich kann wirklich nur sagen „Gott sei Dank“. Wir rauf auf den Platz und waren doch sehr erstaunt Alle Plätze unter dichtestem Baumbewuchs. Die Parzellen knapp 60-80 m² groß. Bis zum Strand noch 500m über den Platz und dann, ja von wegen direkter Strandzugang, erstmal 30m einen Steilhang runter. Das sah auf der Website anders aus. Schnell wurde eine Entscheidung gefällt. Dafür geben wir unsere Cheques nicht her, wir zahlen bar und genießen diesen hervorragenden Platz! Nee, nicht wirklich, wir haben uns dann vom Acker gemacht und sind zum „Plage de Petit Nice“ runter gefahren. Ein herrlicher Strand mit direktem Parkplatz. Der Dampfer war auch wieder da und hupte. Und da es gerade anfing zu blasen, riggte ich kurzer Hand auf und ging surfen. Endlich! Man stelle sich vor ich hätte nun mit einer Nähmaschine am Strand gestanden und mir ein Segel genäht! Ich will nun mal ein wenig von den Bedingungen erzählen. Diejenigen unter euch, die mit dem Wasser nicht so viel zu tun haben werden es wahrscheinlich nicht verstehen aber das macht an dieser Stelle erstmal nichts. Also, der Wind kam aus Richtung Arcachon, also von rechts. Das brachte eine herrliche Welle von rechts, welche für super Surf-Bedingungen sorgte. Der Atlantik brachte ebenfalls eine klasse Dünung von vorne, welche ebenfalls für super Bedingungen sorgte. Nur, zusammen war es das absolute Chaos. Eine Kreuzwelle welche sich, und mich, gewaschen hatte. Absolutes Wellenchaos. Zum ersten mal bin ich nicht gesprungen sondern es hörte einfach das Wasser auf. Dann wieder ging das Bord unter meinen Füßen auf Tauchfahrt. Damit kann man ja leben, würde das Segel nicht unweigerlich dem Drang nach vorne folgen ohne Rücksicht auf den Surfer zu nehmen, der gerade versucht das Board wieder an die Wasseroberfläche zu bekommen. Folge davon ist immer eine Pirouette um den Mast, mit den Füßen nach oben wohlgemerkt, denn man hat nicht immer die Zeit schnell noch aus dem Trapez zu kommen, aber Shit Happens! Die Punktrichter am Ufer gaben Bestnoten. Man musste jedenfalls fast einen Kilometer raus um vernünftig fahren zu können. Der Blick von dort draußen auf die „Dune de Pyla“ war phänomenal, aber darum ging es ja gar nicht. Ich habe dann das Beste draus gemacht und hatte etwa 3 Stunden spaß. Nachdem meine Kochgöttin ein leckeres Abendessen gezaubert hatte, machen wir uns auf den Weg nach „Biscarrosse Plage“. Hier gibt es einen SP inmitten des Kiefernwaldes. Man steht zusammen mit den anderen Womos, aber dennoch für sich allein. Einzig, Sonne kann man aufgrund der Bäume weniger geniessen. Zu finden ist der Platz, wenn man immer Richtung „Biscarrosse Plage“ fährt und dann den Beschilderungen „P Camping Car“ folgt. Ein Schild weist auf 7 Euro nächtliche Kosten hin, aber wo bezahlt werden soll, steht dort nicht. Mal sehen ob wir wieder geweckt werden. Wir machten noch einen kleinen Spaziergang zum etwa 500 m entfernten Strand und wollen morgen die „Dune de Pyla“ erklimmen. Tja, und langsamwundere ich mich über diesen komischen Kapitän, der uns irgendwie überall hin folgt.
31.05.06
Tja, keiner wollte Kohle sehen, denn eben nicht. Wir wollten, wie gesagt, die Düne erklimmen. Und genau das haben wir auch gemacht. Die „Dune de Pyla“, Europas höchste Wanderdüne, liegt unterhalb Arcachon. Die Preise für den Parkplatz sind extrem gesalzen. 4,60 Euro nur fürs Parken (zwei Stunden, wenn ich richtig gelesen habe). Übernachten kostet 9,20 Euro. Tipp: Wenn man im Kreisverkehr statt direkt zum Parkplatz, Richtung „Pilat sur Mer“ abbiegt, kommt etwa 300m weiter zur linken ein Parkplatz. Kostenlos! Man muss zwar 500m weiter laufen, aber bei dem Aufstieg ist das eher ein Pappenstil. Apropos Aufstieg, der hat es schon in sich, aber es lohnt, der Ausblick ist klasse. Über das “Bassin de Archachon“ mit Blick aufs “Cap Ferret“. Nachdem wir etwa 1 Stunde auf der Düne zugebracht haben, war unser nächstes Ziel „Arcachon“. Hat von euch schon mal jemand in Arcachon einen Parkplatz gesucht? Lasst es am besten gleich. Der SP ist ein Witz und alles andere entweder mit Teppichstangen dicht, kostenpflichtig oder einfach zu weit weg. Somit ist Arcachon ausgefallen. Also, ab zum „Cap Ferret“. Die Zeit war da und unterwegs haben wir uns noch den SP in “Andernos Les Bains“ angeschaut. Er liegt am Hafen. Folgt einfach der Ausschilderung zum „Port Ostréícole“. Dazu müsst Ihr fast bis zum Ende des Dorfes aufder Hauptstraße bleiben. Links geht es dann in die richtige Richtung. Kosten 7 Euro, aber es scheint sehr ruhig zu sein. Wir sind weiter zum Cap und haben uns die Düne von der anderen Seite angeschaut (ich kannte es zwar schon vom Surfen her, aber auch dieser Anblick ist einmalig). Nach einem herrlichen Spaziergang, und einer weiteren Stunde liegend am Strand, sind wir weiter in Richtung „Lacanau-Ocean“. Dort haben wir einen Fehler gemacht. Wir haben uns nach einem Übernachtungsplatz umgeschaut. Nee, das war nicht der Fehler, wir sind zum „Plage Nord“ gefahren. Dort gab es nur Teppichstangen und somit keine Chance wild zu übernachten. Wir sind dann zurück nach „Le Haute“, wo ein SP ausgeschildert ist. Leider liegt der direkt am Bauhof der Kommune und ist somit morgens wohl relativ laut. Gute Nacht!
01.06.06
Was war nun der Fehler, werdet Ihr fragen, na ganz einfach, wären wir zum „Plage Süd“ gefahren, hätten wir in wunderbar unterhalb der Dünen stehen können. Also, für Fahrer in der Nebensaison, fahrt in Richtung Südstrand, dort kommen große Parkplatzareale. Direkt hinter den Dünen im Wald, absolut Topp, sollte kein Problem sein dort mal eine Nacht zu verbringen (ohne Gewähr natürlich). Na egal, wir habe nun die Strände abgeklappert und sind in „Hourtin-Port“ hängen geblieben, dazu gleich mehr. Vorher waren wir in „Hourtin-Plage“ in der Hoffnung auf ein paar Surfstunden. Tja, Wind war nachmittags da, aber fast 800m Material schleppen, nee danke, dafür bin ich zu faul. Nach einem Sonnenbad wollten wir nur mal kurz den SP in “Hourtin-Port“ anschauen. Unglaublich, aber der SP ist Spitze. 200m zum Strand (Binnensee). Ent- und Versorgung (letzteres 2 Euro) und Übernachtungskosten von 6 Euro. Die zahle ich aber gerne, denn erstens gibt es Toiletten, zweitens ist es sauber und drittens steht man einfach klasse. Naja, und hier sind wir geblieben und haben einen herrlichen Abend bei Grillfleisch und Scrabble verbracht. Urlaub pur!!! Apropos Scrabble „grins“. Ratet mal wer gewonnen hat! Und als wir so uns mit den Nachbarn unterhalten hupt wieder dieser Kapitän. Mein Nachbar sagt noch, da kommt wohl irgendein Schiff, aber ich hatte mittlerweile herausbekommen, dass es aus meinem Motorraum kommt.
02.06.06
Das Hochgefühl ist geblieben, jedenfalls erstmal. Wieder mal gewonnen im Scrabble und bislang kein Vorwurf, das die Nähmaschine doch nicht mit ist. Nach einem ausgedehnten Frühstück, welche wir nach Dali´s Yoga-Sunde genossen haben, sind wir auf in Richtung „Le Verdon sur Mer“. Unterwegs in „Soulac sur Mer“ wollten wir tanken, da wir schon auf Reserve waren und nur noch einige Kilometer übrig waren, und zwar bevor mein Frau das Steuer hätte übernehmen müssen, oder glaubt Ihr etwa, sie hätte geschoben? Garantiert nicht! Zu unserem Glück machte die Tankstelle genau vor unseren Augen zu, somit hatten wir Zeit für eine vernichtende Partie Scrabble. Aber… wieder nicht für mich. Sie ist halt kein Gegner mehr für mich (Brüll), wobei Dali an Punkten immer weit vorne liegt, nützt aber nichts, wenn man nicht alle Buchstaben los wird. Um 15:30 Uhr, kamen dann endlich ein paar Liter in den Tank. Danach sind wir weiter zum Stellplatz in „Le Verdon sur mer“. Dieser ist gut ausgeschildert und bietet Entsorgung und gegen Bezahlung auch Wasser. Nachdem ich unser 11m Gespann eingeparkt hatte ging es direkt zum Strand und schnell war die Entscheidung klar, raus aufs Wasser. Ich also aufgeriggt, und, wie schon geschrieben, raus aufs Wasser. Tja, weder ich, noch mein Segel haben bei schnell abnehmenden Winden das Wasser mit mehr als 10% berührt. Nach einer halben Stunde dachte ich an die Nähmaschine, wäre schließlich eine Alternative gewesen und bin dann wieder zum Wagen, habe mich umgezogen und bin 7 km Frust-Joggen gegangen. Das tat gut. Der Abend war durch zwei Niederlagen in „Carcasson“ gekrönt uns zu allem Überfluss steht morgen“ Bordeaux“ auf dem Programm. Nicht wirklich mein Tag, bis auf die gewonnene Partie Scrabble.
03.06.06
Von wegen ruhige Nacht, kein Urlaub vergeht, ohne dass irgendwelche Jugendliche hupenderweise an einem Stellplatz vorbei fahren. So war es diesmal in der letzten. Ich habe sowieso schlecht geschlafen und war morgens dementsprechend gerädert. Dali hat sich wieder eine Stunde Yoga gegönnt, und so sind wir erst um 11:00 Uhr über die „Route de Chateau“ in Richtung Bordeaux gefahren. Die Strecke ist eine glatte 1!!! Weingut an Weingut, mitten durch die Weinfelder, vorbei an den schönsten Gärten, wirklich empfehlenswert!!! Um 15 Uhr haben wir dann auch endlich einen Parkplatz gefunden. Hier nun ein Tipp, mitten in der Alt-Stadt habt Ihr keine Chance, wenn Ihr aber die Straße direkt an der „Gironde“ nach Norden zum „Hangar 20“ fahrt (Straße „Quai Bacalan“) bis Ihr links rum müsst, kommt auf der rechten Seite ein großes Parkplatzareal direkt vor einem recht großen Maritimshop. Dort war Platz bis Meppen. Wir sind dann mittels Fahrrad auf der Promenade bis in die Altstadt und dann per Pedes weiter. Das klappt hervorragend, es gab nur ein Problem bei der ganzen Geschichte: „Veritas vos liberabit!!!“ ICH HASSE SIGHTSEEING! So nun ist es raus. Gott sei Dank, Dali war nicht darauf aus, jede Straße und Sehenswürdigkeit zu erkundschaften. Danke mein Schatz! Nach gut 3 Stunden war das Thema durch und wir fuhren einkaufen. Nun muss ich mal ein Lob an meine Frau loswerden. Sie lässt mich gewähren wenn ich aufs Wasser will und beschäftigt sich währenddessen z.B. mit Lesen. Und wenn sie dann mit Sightseeing dran ist, nimmt sie wieder Rücksicht und hält es relativ kurz. Du bist ein Goldstück!!!
Wir haben uns nun am anderen Ufer der „Gironde“ in „Blaye“ niedergelassen. Fährt man herunter zum Ufer der „Gironde“, genauer zum „Port Dauphin“, kommt man zu einem nicht ausgewiesenen Stellplatz direkt am Ufer, mit Blick aufs Wasser. Man kann sich auch an die „Citadelle de Blaye“ halten, der der Platz liegt linkerhand direkt am Fuß der Zitadelle. Recht groß und mit Platz für 30 – 40 Womos. Bislang gefällt es uns sehr gut, schauen wir was die Nacht bringt. Gibt nun noch einen Whiskey und dann habe ich auch die nötige Bettschwere.
04.06.06
Frohe Pfingsten, ein herrlicher Tag konnte beginnen, sogar die Baguette-Frau und die Polizei waren da. Letztere haben aber nur nach dem rechten geschaut und freundlichst gegrüßt, er brauchte ja auch nicht in den Rückwärtsgang schalten. Gut, wir hatten schon gefrühstückt, aber der Service mir der Baguette-Frau soll erwähnt sein. Wir haben noch die Zitadelle angeschaut und dabei festgestellt, dass es einen Campingplatz mitten in der Zitadelle gibt. Kosten ca. 10 Euro und wirklich klasse angelegt für die Enge. Mit normalem Womo kein Problem. Parzelle ca. 100 m². Für mich ist dies mit Abstand der kurioseste CP den ich je gesehen habe. So gegen 11:30 Uhr sollte die Fahrt weitergehen. So ungefähr bis „Royan“. Aber wir haben die Rechnung nicht mit den Franzosen gemacht. Man sollte meinen, die Franzosen sind wie die Deutschen und nehmen alles hin, was Ihnen aufgebürgt wird. Genauer, seit diesem Jahr gibt es den Pfingstmontag offiziell in Frankreich nicht mehr. Ok, das stört die Franzosen aber nicht wirklich. Viele Geschäfte bleiben zu, die Bahn fährt nach Feiertagsfahrplan und die Franzosen gehen einfach nicht zur Arbeit. Tja, wo sind wohl nun die Franzosen? Richtig, auf französischen Stellplätzen, ist ja schließlich ein laaaaanges Wochenende. Wir mussten das machen, was wir auf jeden Fall vermeiden wollten, den ganzen Tag fahren. Von SP zu SP und alle voll. Auf der „Ile D´Oléron“ waren ebenfalls sämtliche SP´s dicht. Einen möchte ich aber kurz beschreiben, wenn man die Insel bis zum äussersten Ende durchfährt kommt man nach „St. Denis D´Oléron“, im Dorf geht es weiter nach „La Moreliere“. Die Straße fährt man bis zum Leuchtturm durch. Kurz vorm „Phare de Chassiron“ kommt auf der rechten Seite der SP. Ein unbefestigter Platz mit Schlaglöchern und unebenen Gelände. Aber die Gegend scheint sehr interessant zum Spazierengehen zu sein. Aber auch der war komplett voll. Somit fuhren wir Abends mit TomTom´s Hilfe von der Insel runter, um nach „Port des Barques“ zu gelangen. TomTom wollte nun unbedingt die Nebenstrecke fahren und wir haben genervt nachgegeben und sind gefolgt. Tja, und was soll man sagen, nun stehen wir in „Brouage“. Wenn man von der „Ile D´Oléron“ in Richtung „Rochefort“ fährt, geht es nach der Gabelung Bordeaux/Rochefort links ab in Richtung “Brouage“. Kurz vor dem Ort, der innerhalb einer riesigen Festung liegt, kommt auf der rechten Seite eine Ver- und Entsorgungsstation an der man aber nicht stehen bleiben kann. Man fährt ganz automatisch durch die „Citadelle de Brouage“ (Vorsicht bei der Einfahrt in den Ort, Kopfsteinpflaster der übelsten Sorte) und direkt nach der Ausfahrt kommt auf der linken Seite ein Parkplatz auf dem das übernachten möglich ist. Jedenfalls stehen hier nun knapp 20 Womos und machen sich für die Nacht bereit. Wir haben die Zeit nach dem Essen genutzt und sind einmal komplett auf der Zitadellenmauer rum gelaufen. Das sind doch immerhin fast 2 Kilometer. Nun gönnen wir uns noch einen Wein und hoffen, dass es morgen nicht wieder so kommt wie heute. Wie gesagt, Frohe Pfingsten!
05.06.06
Der Pfingstmontag bietet hier eine komische Stimmung. Einige Geschäfte haben geöffnet, andere nicht. Viele Franzosen sind auf Achse und genießen das lange Wochenende. Wir wollten Richtung „La Rochelle“. Unterwegs haben wir uns noch den SP in „Port des Barques“ angeschaut. Runter bis ans Ende des Dorfes in Richtung „Port“. Dort findet man auf der rechten Seite einen großen Parkplatz, welcher gleichzeitig auch der SP ist. Ich denke man kann hier sehr gut stehen. Wir aber sind weiter in Richtung „La Rochelle“ und haben uns entschieden nun endlich auf einen CP zu gehen und unsere Camping Cheques zu nutzen. Der ausgesuchte Platz liegt auf der „Ile dé Re“. Die Maut kostet in der Nebensaison für unser Womo (auch mit Anhänger) 9,00 €, ich hatte mit mehr gerechnet. In der Hauptsaison kostet es dann aber gleich 16.50 €. Der Campingplatz nennt sich „Sunelia Interlude“ und ist mit 4 Sternen gekennzeichnet. Er liegt in „Le Bois“ direkt am „Plage de Gros Jonc“. Der Platz ist klasse angelegt, bietet, direkten Strandzugang, Swimmingpool, Restaurant, Bar, Internetanschluss über WLAN (kostenpflichtig) und div. mehr. Die Plätze sind teils sonnig, teils schattig aber immer mit Strom und Wasser direkt am Platz. Die Sanitären Anlagen sind zwar etwas älter aber sehr sauber. Naja, jedenfalls haben wir einen Platz zugewiesen bekommen, mit der Option, uns 2 weitere aussuchen zu können. Wir also los und auch gleich den Platz gefunden den wir haben wollten. Nicht der der uns zugewiesen wurde aber wir durften ja. Das nächste woran ich mich erinnern kann, war der Trecker vor unserem Wohnmobil, der uns aus dem Sandloch, welches wir uns gegraben haben wieder befreit hat. Dazwischen waren glaube ich Flüche, Gespräche mit hilfsbereiten Niederländern und tritte in den Sand angesagt. Durch das Festfahren haben wir gleich zu beginn gegen eine CP-Regel verstoßen. „Es ist nicht erlaubt, den Boden umzugraben“ Der Platz sah danach aus…, aber egal. Wir haben tatsächlich den Platz ausgesucht, der mit einem 3,85 t Womo nun so gar nicht funktioniert. Macht nicht, der uns zugewiesene Platz ist schon klasse und wir sind dann dort auch geblieben. Drei Nächte werden wir hier verweilen.
06.06.06
Ein CP-Tag wie ich Ihn mag. Ich stand mit den Worten auf: „Ich könnte Bäume ausreißen!“ Nach dem aufstehen war ich 8 km joggen, währen Dali wieder mit Yoga beschäftigt war. Danach ein ausgiebiges Frühstück. Dali wollte an den Strand, also habe ich sie auch nicht daran gehindert. Ich selbst lag auf der Liege unter der Markise und habe gelesen. Unglaublich, aber ich habe das halbe Buch gelesen und damit zu Ende gebracht, das ist mir noch nie passiert. Kleiner Tipp: „Scriptum“ von „Raymond Khoury“, Weltklasse!!! Um 16:00 Uhr haben wir uns auf die Fahrräder geschwungen uns sind nach „St. Martin“ geradelt. Die „Ile dé Re“ ist extrem fahrradfreundlich. Überall Radwege, sehr gute Streckenführung und für diejenigen die nicht so gut am Berg sind sei gesagt, der höchste Punkt der Insel liegt 19m über dem Meeresspiegel. In „St. Martin“ haben wir einige Postkarten gekauft, und Dali hat sich ein Eis gegönnt. Leider waren diese Sachen extrem teuer, wenn man Dalis verlorene Sonnebrille mit einrechnet. Sehr Ärgerlich, da die Brille nicht gerade günstig war und ich mein Basecap schon einige Tage vorher verloren hatte. Irgendjemand hier in Frankreich läuft nun mit einem Basecap rum, auf dem mein Name steht und ein anderer freut sich über Dalis Brille. Dali kaufte im Supermarkt noch fürs Abendessen ein und hatte wohl morgens etwas falsch verstanden. Es sollte Fisch geben und weil sie mir etwas Gutes tun wollte, hat sie „Mini-Langusten“ mitgenommen. Diese wurden dann gegrillt. Haben extrem lecker geschmeckt, aber ich mag es gar nicht, wenn ich mit meinem Essen kämpfen muss, bevor es in meinem Mund verschwinden kann. Was sie falsch verstanden hatte? Ich sagte „Ich könnte Bäume ausreißen, nicht Beine!!!“ Vielleicht kann mir das mal jemand beibringen, mit Nordsee-Krabben oder Shrimps habe ich gar kein Problem, nur die Dinger… …aber lecker!!! Am Abend waren wir dann noch am Strand und haben den Sternenhimmel angeschaut. Super milde Temperaturen und trockene Luft machten dies möglich.
07.06.06
Ein eher unspektakulärer Tag. Ich hatte wieder meinen heiß ersehnten Wind und war knapp 5 Stunden auf dem Wasser. Das Atlantikwasser ist eher unangenehm, weil man extrem austrocknet. Aber der Spaß ist es wert. Dali hat mit dem Fahrrad noch die Insel ein wenig erkundet und war noch ein wenig einkaufen für das Abendessen. Morgen soll es dann weiter gehen.
Haha, den Text des heutigen Tages habe ich etwas früh verfasst, von wegen unspektakulär. Also Campingplatz ist geil, man sieht die schrägsten Sachen. Im „Klo“ steht eine britische Familie rund um das einzige Waschbecken und putzt sich die Zähne, eine Tür weiter ist der Waschraum. In den Duschen wird auf Englisch die Tochter gerufen und diese Antwortet auf Französisch. Es soll einige Namen geben, die in beiden Ländern vorkommen. Aber der Knaller ist „Moritz“. Moritz ist der neue Nachbar von uns. 4 Jahre alt und unüberhörbar, also nicht er, sondern die Eltern. „Moritz lass das! Moooooritz, lass das!!!“ Unsere alten Nachbarn hatten zeitweise 6 Kinder auf dem Platz, die hat man wahrlich nicht gehört aber wenn Moritz unterwegs ist, dann ist Stimmung angesagt. Den „Lassdas“, wie er mittlerweile heißt, hat es aber dann schwer getroffen. Er hat es fertig gebracht am Strand mit beiden Füßen in eine Muschel zu treten und sich gleich am ersten Tag kampfunfähig zu machen. Mal sehen, was wir morgen noch mitbekommen.
Ach ja und ich vergaß, wir haben alle unsere Nachbarn bislang aus dem Sand schieben müssen, aber wir stehen gut! Hoffe ich!!!
08.06.06
Um 09:00 Uhr war die Nacht vorbei. „Lassdas“ wurde gebeten, nach dem Händewaschen das Wasser abzustellen. Erst hat er weiter aufgedreht, es kam ein herzhaftes „lass das“ und alle anderen waren wach. Wir frühstückten und machten noch mal ein wenig sauber. Wir verließen um 11:00 Uhr den CP und machten uns auf Inseltour. In „St. Clement des Balaines“ gibt es einen kostenlosen, sehr ruhig gelegenen SP mit Ver- und Entsorgung (Versorgung kostenpflichtig). Man folgt der Ausschilderung zum Ort und fährt dann einfach weiter in Richtung der Inselspitze. Der Platz ist sehr gut ausgeschildert. Der Wind hatte extrem zugenommen aber der richtige Strand war nicht zu finden. Als wir dann am frühen Nachmittag die Insel über die Brücke, welche auf der Rückfahrt Mautfrei ist, verließen, schauten wir kurz nach rechts und da war er, der Strand zum surfen, aber, keine Wendemöglichkeit. Tja, so kann es gehen, alles in Reichweite und doch unerreichbar. Wir fuhren anschließend nach „La Rochelle“ und besichtigten die Altstadt inkl. dem alten Innenhafen. Als wir um 16:00 Uhr auch damit durch waren, fuhren wir noch kurz einkaufen und tanken. Kurz ist hier etwas falsch ausgedrückt. Dali stand im Carrefour Supermarkt eine halbe Stunde an der Kasse um dann festzustellen, das hier kein Barverkauf stattfindet. Tja, noch mal eine halbe Stunde an der Kasse und dann war auch der Gockel, welcher unser Abendbrot darstellte, kalt. Den kann man aber Gott sei Dank ja auch kalt genießen. Nach dem braungebrannten aber kalten Gockel machten wir uns auf den Weg nach „Tranche sur Mer“ In der Hoffnung dort einen guten SP zu finden, fuhren wir den Schildern für Wohnmobile nach. Leider kam man nur zu einer „Eurorelais-Station“. Wir sind dann einfach Richtung „Le Phare“ also dem Leuchtturm gefahren und etwa 200m vor dem Leuchtturm gibt es auf der linken Seite einen kleinen SP mit wirklich guter Lage. Der Strand ist kein großes Highlight aber man muss nur einmal über die Düne. Für Surfer wie mich ideal. Vielleicht ist ja morgen auch noch Wind.
09.06.06
Dali bot an surfen zu gehen, also sind wir hier geblieben, weil der Wind keinen schlechten Eindruck machte. Mittags riggte ich auf um die letzten Windböen noch am Strand stehend beobachten zu können. Egal, ich wollte raus und ich ging raus. Der Wind nahm wieder zu und wieder ab und so zogen sich meine Wasserspiele bis zum späten Nachmittag hin. Es hat Spaß gebracht auch wenn es mich nicht vom Hocker gerissen hat und außerdem beginnt in ein paar Minuten die WM. Dalis Tag war es nicht, gegrummel und gemurmel. OK, sie hatte ja auch keine Nähmaschine dabei… Sie fand es hier jedenfalls ermüdend, aber weiter will sie nun auch nicht. Also in der Not hätte ich noch Nadel und Faden da!!! Versteh einer die Frauen, ich tue es nicht. Nach einem leckeren gegrillten Steak haben wir gebührend den ersten Heimsieg der deutschen Mannschaft gefeiert. Gott sei Dank braucht die Mannschaft nur, und ausschließlich, die Heimspiele gewinnen um Weltmeister zu werden.
10.06.06
Wir wollten etwa 100 km bis zur „Ile de Noirmotier“ zurücklegen und sind so gegen 10:00 Uhr vom Platz gefahren. Unterwegs haben wir noch Ver- und Entsorgt und haben uns den SP in „Notre Dame de Mont“ angeschaut. Er liegt hinter den Dünen und mitten in einem Waldgebiet. Ein wirklich schöner Platz. Anfahrt über die D38 und dann bis runter zu den Dünen zum „Parking de la Clairiére“. Der Platz ist aber auch ausgeschildert. Wir sind dann weiter auf die Insel und haben uns nach einem SP umgeschaut. Es war wie ein „One Night Stand“: „Rauf, rüber, runter“. Ist halt Samstag und somit knacke voll. Den schönsten SP gibt es „L´Epine“ Platz für etwa 20 normale Womos (ohne Überlänge) welche eigentlich schon direkt auf dem Strand stehen, kostenlos. Man blickt genau aufs Wasser und hat nur etwa 10m zwischen Strand und Womo. Man fährt auf der Insel Richtung „L´Epine“ und dann Richtung „Port Moirte“. Wenn man am Hafen ist, kann man den SP nicht verfehlen, aber es ist sehr wenig Platz zum rangieren. Den zweiten SP haben wir in „L´Herbaudiere“ angeschaut. Im Ort ist er ausgeschildert. Ein kleiner Parkplatz mitten im Ort mit Platz für 20 Womos. Der dritte SP bietet Platz für min. 150 Womos. Hier gilt, „Frühes Huhn findet das Korn!“ denn, der Platz hat einige Finessen. Am Rand bietet er kleine Parkbuchten für jeweils etwa 3-5 Womos. Diese liegen direkt an einem Flüsschen und man ist ein wenig geschützt vor Blicken. Man hat ein wenig Wiese vorm Womo uns steht dann wirklich klasse. Wenn alle Buchten belegt sind steht man unspektakulär mitten auf einer geschotterten bzw. asphaltierten Fläche. Ein großer Parkplatz halt mitten an der Hauptstraße, Kosten: 5,- Euro. Aber nicht wirklich was für uns. Wir sind wieder von der Insel runter und nun ein Tipp: Wenn man die erste Abfahrt (Fromentine und Fähre zur „Ile d´Yeu“) nach der Insel abfährt, am Ende der Ausfahrt links abbiegt und dann noch mal links den Schildern zur Fähre folgt, dann kommt man, wenn man danach nicht mehr abbiegt sondern zum „La Plage“ bzw. zum CP fährt, direkt zu einem Parkplatz, welcher sich wunderbar für die Nacht eignet. Auf der rechten Seite ist ein Stück unter Bäumen wo wir abends mit etwa 10 Womos gestanden haben. Relativ dicht an der D38 aber es war trotzdem ruhig. Außerdem hat man es nur 200m bis zu einem herrlichen Strand.
11.06.06
Wieder wollten wir etwa 100km machen und sind in Richtung „La Turballe“ aufgebrochen. Hier gibt es mehrere SP, einer davon liegt zwischen „La Turballe“ und „Piriac sur Mer“ rechter Hand (aber Achtung, nicht der „direkt“ an der D99 liegt sondern etwa 2km weiter ) Kosten 5 Euro pro Nacht. Er bietet Platz für reichlich Womos und bietet kostenlose Ver- und Entsorgung. Ein weiterer SP in „Piriac sur Mer“ findet man, wenn man Richtung Hafen fährt, dieser ist noch besser gelegen und man kann mit dem gleichen Ticket auch dort stehen. Da das Wetter nicht ganz so sonnig war wie erhofft, sind wir dann weiter nach „Damgan“. Wenn man hier an den Strand runter fährt und sich links hält, kommt ein toller Platz fast direkt am Strand, nur einmal kurz über die Straße. Dieser ist auch ausgeschildert. Auch hier ist eine Ver- und Entsorgung möglich. Leider war der Platz voll (trotz ca. 50 Plätze) und wir entschieden uns nach „Vannes“ zu fahren und ein wenig durch die Stadt zubummeln. Gesagt getan: Einen Parkplatz haben wir direkt am Hafen gefunden, wo zwischen Liegeplatzkanal der Boote und der Straße ein großzügiger Parkplatz unter Bäumen liegt. Nach einem etwa 1 ½ stündigen Bummel durch die sehenswerte Altstadt (das sagt euch nun einer der mit Sightseeing nicht viel am Hut hat) haben wir nach einem fischigen Essen noch den Weg nach „Quiberon“ gewagt. Diese „Halbinsel“ fährt man durch bis nach „Quiberon“ und biegt dann nach recht ab in Richtung „Kerne“. Dort ist ein großzügiger SP mit Ver(2 €)- und Entsorgung mit einem tollen Blick auf den Atlantik. Kosten für die Nacht 5,- €. Nicht der allerschönste Platz aber ruhig und gut gelegen. Was ich noch hervorheben muss. In den letzten Tagen stellten wir fest, dass unser Kühlschrank extrem am rußen ist. Ich habe heute, wohlgemerkt wir haben Sonntag, bei meinem sehr geschätzten Caravan-Servicetechniker und Kumpel, Utz Obermaier (--> Link) angerufen und er hat mir den Tipp gegeben, den Brenner mal mit Druckluft auszupusten, da könnte ein Spinne oder Spinnenweben drin sein. „Klar, die Spinne in dem Kühlschrankbrenner“ war mein Gedanke. Wir also an die nächste Tankstelle, und statt Reifendruck zu prüfen, ich den Brenner zugänglich gemacht. Alles heftigst ausgepustet und reichlich Blicke auf mich gezogen. Jedenfalls seit dem auspusten rußt der Kühlschrank nicht mehr. Mein herrlichstes Dankeschön, wir werden uns erkenntlich zeigen!!! Achja, wir haben heute die 4000 km Marke geknackt. Eine kleine Anekdote noch zum Schluss: Als wir so am Scrabblen waren, kamen unsere Deutschen Nachbarn vom Strand und teilten uns mit, das der Atlantik ganz schön „wild“ sei. Nun wir hatten ja den Blick auf den Atlantik und brachen in schallendes Gelächter aus, weil die Ostsee bei 2 ½ Windstärken erheblich wilder ist. Inland-Einwohner halt! Naja, man soll nicht urteilen, bevor man es nicht selbst gesehen hat, denn eine Dünung donnerte an den Strand, da kann die Ostsee auch bei 8 Windstärken nicht wirklich mithalten. Bin dann jedenfalls noch mal zu Ihm hin und habe Ihm gesagt, dass er natürlich recht hat, und wir bislang ja nur den ruhigen Atlantik aus der ferne gesehen hatten und dieser sich am Strand doch ein wenig anders darstellte.
12.06.06
Der Urlaub neigt sich dem Ende entgegen. Am Mittwoch werden wir die Heimreise antreten müssen, denn am Samstag soll ich inoffizieller Patenonkel werden. Sprich Dali wird offizielle Patentante und ich werde die Arbeit übernehmen. Und so wie der Urlaub angefangen hat, soll er wohl auch enden, sprich mit Regen. Seit über 2 Wochen bestes Wetter und nun verlässt uns Petrus. Wir also los um mit dem Wagen die Insel noch zu erkunden. Wir haben festgestellt, das es überall in den Dünen wilde SP´s gibt, also ruhig mal ein wenig durch die Gegend fahren, es findet sich immer was. Nach einem Tankstopp sind wir in Richtung „Lorient“ und dann die Küste entlang bis nach „Le Poldou“. Die Sonne ist wieder da und es ist auch wieder richtig warm geworden. Zwischendurch hielten wir kurz an um auf einem Parkplatz mit Seeblick zu pausieren. In „Le Poldou“ sind wir dann auf einen SP getoßen, welcher nur etwa 50m von einem kleinen aber feinen Strand entfernt liegt. Man fährt im Ort in Richtung „Le Poldou Plage“ und dann weiter dem Schild in Richtung “Clohars-Carnoét“. Auf der rechten Seite kommt ein Minigolf-Platz im Hintergrund, direkt davor ist der SP. Kostenlos bis zum 14.06., ab dann 4 Euro die Nacht. Eigentlich ein toller Platz und Dali ist auch direkt an den Strand und hat sich dort breit gemacht. Ich sitze nun im Womo und schreibe diese Buchstaben.
13.06.06
Nach einer ruhigen Nacht beginnt der Tag mit Regen. Wir denken darüber nach, doch nun schon heute den Urlaub zu beenden, aber die Lust auf Meer (mehr) treibt uns noch die Küste entlang. Am Strand von „Cap Coz“ machten wir am Mittag halt und genossen den letzten Tag am Strand. Die Sonne hat sich wieder hervorgetan und brennt uns die Haut braun, also Dali, mir eher rot. Als um 17:00 Uhr dann wieder einige Tropfen vom Himmel fielen machten wir uns auf den Heimweg. Schweren Herzens, aber irgendwann sind wir Rentner und dann fahren wir nach Haus wann wir wollen und nicht der Arbeitgeber. Als wir so unterwegs sind, klingelt das Handy. Am Apparat der Vater des Täuflings, wir müssen noch Taufwasser mitbringen von irgendwo, wo es uns gefällt. Na toll, und wir sind auf dem Rückweg. Man hätte ja mal ein paar Tage früher anrufen können. Naja, wir fahren zurück und verschieben die Taufe. Das wiederum wollte er auch nicht. Wir fahren jedenfalls bis knapp unterhalb „Fougeres“ und schlafen auf einem kleinen lauten SP in „St. Jean s Couesnon“. Für die Durchreise i. O. aber mehr auch nicht.
14.06.06
Transit ist angesagt. Mal sehen wie weit wir es schaffen. Und wie sag ich doch immer zu meinen Kunden,, ein Computer ist immer so doof, wie der der davor sitzt. Ich habe das Navi programmiert und nicht geprüft, ob das Ziel in Ordnung ist. Naja wir sind um 21.00 Uhr, pünktlich zum Anpfiff etwa 100 km weiter südlich als geplant auf einem SP in Waltrop gelandet und haben bei Gewitter und Regen eine, für mich, ruhige Nacht gehabt.
15.06.06
Die letzten Etappen führten uns nach Bremen, den Urlauber (das Auto) abholen und dann noch zu meinen Eltern. Tja und nach exakt 5998 km sind wir nun glücklich, gesund und munter wieder zuhause angekommen. Das Hupen aus dem Motorraum ist weg und nun werde ich den Feuchtigkeitsschaden begutachten.
Nun ist kein Urlaub mehr.
Kleine Reisestatistik:
Gefahrene Strecke: 5998 km
Durchschnittsverbrauch: 10,6 l pro100 km
Günstigste gesehene Tankstelle: 99,4 Euro / Liter Diesel
Teuerste gesehene Tankstelle: 1,369 Euro / Liter Diesel
Günstigster Tankstopp: 99,4 Euro / Liter
Teuerster Tankstopp: 1,159 Euro / Liter
Angehupt worden: 3x
Selbst gehupt: 1x
Mir gezeigte Stinkefinger: 1x
Selbst gezeigte Stinkefinger: 1x (man soll nicht Gleiches mit Gleichem vergelten aber…)
Gefahrene Kreisverkehre: unglaublich viele
Zweimal umrundete Kreisverkehre: 3
Gegrüßte Womofahrer: 38429348
Darauf hingewiesen worden, dass ich mit Licht fahre: 795697x
Darauf hingewiesen worden, das ich nicht so übertreiben soll: 10000000000000000000x
Verbrauchtes Gas: 1 Flasche, 11 kg
Verbrauchtes Wasser: ca. 600 Liter
Spaßfaktor: 10 (auf Skala von 1 – 10)
Erholungsfaktor: 10 (auf Skala 1 – 10)
Geil war´s!!!

