Guten Abend
Im Februar dieses Jahres habe ich mir ja auch die TomTur in Chur einbauen lassen. Leider konnte ich sie danach nur 2 Tage nutzen, dann kam der Lockdown, und wir waren eigentlich in der Schweiz mehr oder weniger eingeschlossen (wie alle anderen auch). Nun nachdem endlich die Lockerungen durch sind, sind wird seit 1,5 Wochen wieder auf Tour, erst einmal für eine Woche im Tessin, und nun stehen wir zur Zeit in Bad Säckingen auf dem Stellplatz.
Die 3 Monate hat unsere neue Schüssel gut überstanden, ich hatte sie nach 2 tagen Nutzung nicht Leer gemacht warum auch. Einzig die Urinflasche wurde geleert.
Das erste was aufgefallen ist, als wir nach 3 Monaten unser Wohnmobil wieder raus geholt haben, es richt nichts. Vorher mit der Chemie Toilette hat es immer gerochen, auch wenn man alles geleert und gesäubert hat, es roch immer.
Hier nun nichts, reine frische Luft. Also haben wir uns frohen Mutes auf ins Tessin gemacht auf einem schönen Camping in erster reihe direkt am Wasser.
Was ist uns aufgefallen:
Positiv:
1) Sitze ich vor dem
Womo ist leider Bauart-bedingt unsere alte Chemietoilette Ausgang auf der Seite wo auch die Markise ist, wenn es also ganz leise ist (Nacht z.b) hört man leise den Lüfter. Im Womo selber nichts, nada, kein Geräusch.
2) Ich sass nun die ganzen 1.5 Wochen direkt neben den Lüfterausgang der TomTur, man hat nichts gerochen, vorher, nachher währenddessen. IN der Toilette (Raum) wenn man darauf sitzt und sie nutzt, ja sicher da richt man seine eigenen Dämpfe und Gase, aber aus der Toilette kommt kein Geruch.
3) Wir nutzen die TomTur so wie auch Harriet es beschreibt, heißt, wir haben einen extra Eimer (Verschliessbar, Ein Tierfutter Behälter 25 L mit verschließbaren Deckel) wo wir unser Papier sammeln. Da meine Frau 1/2 Italienerin ist, kennen wir das von unseren Italien urlauben, somit kein Problem und auch eine saubere Sache.
4) Nutzung als Mann / Frau, wenn man beides muss, kein Problem, trotz meiner 120 kg Gewichtsklasse geht der Schieber wunderbar leicht auf und zu, einmal kurz getätigt und das Flüssige kann laufen, danach wieder den Riegler aufschieben und der Donnerbalken kann genutzt werden.
5) Die Reinigung keine Sache, wie Herriet in Ihrer Anleitung sagt, eine Sprühflasche mit Essigwasser und gut ist. Natürlich kostet es erstmal Überwindung in der Schüssel zu wischen, aber im zweifel wenn es zu schlimm ist, einfach Handschuhe anziehen, Schweisserbrille aufsetzen und loslegen. Klammer für die Nase wird auf jeden Fall nicht gebraucht. Ich meine wir sind alles gestandende Frauen und Männer, und das Füdli unserer Kinder haben wir auch ohne aufheben gewischt und geschrubbt, und wen ich da an meine Tochter denke auweia da hatte ich schlimmeres vor mir.
6) Wie gesagt, ich ein kleines schüchterndes in der Menschenmenge unter gehendes 120 kg schweres 1.83 cm grosses etwas. Auf der Theford sind mir regelmässig bei der Sitzung die Beine eingeschlafen, so das sich meine Frau jedes mal gekringelt hat, wenn ich mit steifen Haxen versucht habe von der Toilette wieder herauszukommen.
Bei der TomTur, kein problem, funktioniert seit dem ohne Probleme.
7) Da die 3 Monate einfach nur trocken stehen dem Substrat wohl nicht gut getan hat und noch wegen einer anderen Blödheit von mir ( dazu komme ich auf einem anderen Punkt) habe ich das Substrat heute gewechselt. Das ging wunder bar, Toilette abgeschraubt ( Die beiden Schrauben an den Seiten) Schlauch und Strom abgezogen. Sitzdeckel abgenommen, Toilette mit raus genommen, einen 100 L Sack darübergestülpt, 3 mal geschüttelt als wenn ich einen Cocktail mache und gut war.
Das Substrat gestern angesetzt mit 1.5 l heißem Wasser und heute eingefüllt. Und alles wieder zurück gebaut. alles hat 5 Minuten gedauert, war sauber und kein geeckel,
Negativ 99% selber verschuldet.
1) Da das Kurbeln sehr schwer ging, und die Toilette ja wenn man das Klopapiert extra entsorgt, 2-3 Monate halten soll, hatte ich die Vermutung das dass Substrat vielleicht zu trocken ist, also habe ich 2 Becher Wasser eingeschüttet in der hoffnung das es besser geht ( Tat es nicht, aber noch aus einem anderen Grund). Das lasse ich jetzt mal so stehen, den es kommt Dummheitsfaktor 2 dazu .....
2) Durch einige berichte hier im Forum, wegen Fliegen und Krabbelzeugs, und da es in mir die grösste Panik aufruft das vielleicht in meiner Toilette ein Stamm von Afrikanischen Fliegen und was weiß ich noch, Klapperschlangen, Skorpione, Elefanten, Krokodile usw, in meiner TomTur einziehen, habe ich also schlau wie ich bin eine Damen Nylon Socke besorgt, um diese über den Schlauch zu ziehen, gesagt getan, blickdichte schwarze Nylonsocken, sehen hässlich aus, aber passen wunderbar über den Schlauch.
Ja das tun sie, aber blickdicht meine Herren, heißt sie sind extrem dich gewebt und was sind sie dann mit Sicherheit nicht ......
1,5) (Nachtrag zu meiner Dummheit) wie sich die meisten jetzt denken können ist das passiert, was kommen musste (Ich sehe jetzt gerade Herriet wie sie mit Sicherheit lachend und schmunzelt dasitzt und sich einen lacht) die Socke verhindert den Luftaustausch in der TomTur, da ich davor aber noch 2 Becher Wasser in den Kotraum geworfen hatte, bezüglich der Trockenheit, bildetet sich nun ein Feuchtbiotop. Daher auch der Grund, warum ich das Substrat wechseln musste :)
3) Einzige negative Anmerkung von meiner Seite an der TomTur, das Drehkreuz welche den Quirl im inneren antreibt, ist mit einer Madenschraube fest gemacht. Beim ausbauen und wieder einbauen der TomTur habe ich was auf einmal in der Hand gehabt, genau dieses Drehkreuz.
Alles mögliche hatte ich an Werkzeug im Wohnmobil nur keinen Imbus ......... also 3 km bis zum nächsten Bauhaus latschen, und wieder zurück, damit ich unser Klo wieder benutzen kann. Herriet, wenn ich mal wieder in Berlin bin, kostet euch das ein Kaffee !
4) Und damit wir auf hohem niveau meckern können, die Farbwahl des Plastik aus welchen die TomTur gezogen wird ...... das können nur Amis lieben, wie oft habe ich in den letzten Tagen an einem Fleck gerubbelt, der kein Fleck ist .......
Auf jeden Fall sind wir glücklich mit dem Umbau und würden es zu 100 % wieder machen.
Lieben Gruss
Lockenhaupt