Mein Name ist Henning, 47 J. aus Bremen.
Angefangen habe ich mit dem Campen wie jeder andere Mensch auch. Natürlich mit dem Zelt. Ging mit einem Motorrad auch nicht anders.
Irgendwann hatte ich nasse Kleidung neben dem Schlafsack satt und kaufte mir einen Knaus Monsun Bj. 1968, mit dem ich viele Jahre, natürlich mit dem Auto, durch die Landen tuckerte.
Auch diesen Wohnwagen habe ich total entkernt und umgebaut.
Nun in diesem Jahr die Entscheidung um einen Traum wahr werden zu lassen. Wohnmobil bauen. Juhu.
Im Urlaub in Kroatien holten meine Frau und ich uns viele Ideen von einigen Selbstausbauern.
Da kam die Frage, welches Grundfahrzeug wir nehmen sollen. Kastenwagen, Pritsche oder Koffer unter 3,5 Tonnen oder über, wie lang wie hoch. Hunderte von Zeichnungen entstanden.
Gegen die Vernunft ist es ein Iveco Daily 6,5 Tonnen Fahrzeug aus Postbeständen geworden.....
Frau sagt Man (n) muss auch mal unvernünftig sein.... :lach: :lach:
Ja, er wurde bestimmt nicht pfleglich behandelt und wurde getreten und nie geschont.
Das Fahrzeug ist gute 8,4 Meter lang ( Koffer 5,4 Meter ), hat einen 3,0 L Diesel mit 138 PS und 120000 Km auf der Uhr. Der Zustand war dem Preis angemessen . 7000 Euro für einen 10 Jahre alten Wagen.
Auf dem Rückweg nach Hause habe ich in Hannover einen kurzen Stop bei der Dekra gemacht. Ohne Beanstandung die Plakette bekommen. Der Prüfer sagte mir noch, eine solide Basis für ein Wohnmobil.
Dann begann die finale Planung...Zeichnungen...Unmengen von Bestellungen...Am einen Tag alleine durch Preise vergleichen über 1000 Euro gespart....
Dann ging es los.
Abgeholt in Magdeburg

Urzustand

Demontage der Regal. Die Regale waren vernietet und mit Sika verklebt. Zwei Tage Bohren und Brechen.
Zur Entschädigung gab es 120 Euro Schrottwert.

Die Wände habe ich zusätzlich zu der vorhandenen 30 mm Isolierung mit 20 mm und 15 mm Styropor überlappend isoliert

An die Wände habe ich eine Verlattung angebracht. Dank der Sandwichbauweise des Koffers konnte ich mit handelsüblichen Dübeln arbeiten. Zusätzlich habe ich Sika benutzt.

Der Fußboden wurde mit 30 mm Styrodor Platten Isoliert. Jede kleine Ecke wie zum Beispiel an den Radkästen zusätzlich mit Dämmschaum ausgefüllt.

Anschließend habe ich 15 mm Rauspund schwimmend verlegt.

Fertig isoliert. Hinten im Fahrzeug ist eine Trennwand zum Kofferraum. Dort befindet sich der Gaskasten sowie die Spannungsversorgung und jede Menge Platz

Das erste Fenster ist drin. mit dem Multitool ein Loch in den GFK Aufbau geschnitten, eingeklebt und mit den Haltern fixiert.
Hohlräume wurden sorgfältig mit Dämmschaum verschlossen


Batteriekasten aus Multiplex unter dem Fahrzeug. Darin befindet sich eine 140 Ah Solarbatterie. Leider ist das Bild nicht gedreht. Also den Kopf drehen ;D ;D

Auf dem dach ein 180 Watt Panel. Verklebt mit Würth klebt und dichtet. Anfangs hatte ich Bedenken da ich sonst immer Sika benutze. Hält aber super.

Bett im Rohbau. Mittig zwischen den Radkästen ein 45 Liter Wassertank sowie ein Durchlauferhitzer von Truma. Zusätzlicher Platz für einen weiteren Tank ist gegeben.

Kaum vorstellbar, da kommt die Küche einmal hin. Dutzende von Kabeln für die Steuerung von Wasser, Licht und Tankgebern...

Der Möbelbau beginnt. Das Bett ist fertig sowie einige Schränke und die Küche ist im Aufbau

Unter die Sitzgelegenheiten kommen Fächer und Schubladen.

Das stille Örtchen im Bau. Thetford Kassettentoilette.

Die Küche. Auf Anraten meines Tischlers und aus Kostengründen habe wir uns für Unterschränke von Ikea entschieden, die meine Frau mit viel Liebe aufgebaut hat.
Aufs Gewicht müssen wir ja nicht so achten
Die Oberschränke, sowie alle anderen Möbel sind aus beschichteter Tischlerplatte selbst gefertigt.


So das war es erst einmal mit Fotos. Es gibt noch viel zu tun.
Letzten Freitag habe ich den Wagen zum Wohnmobil umgemeldet...... :jump: Gott sei Dank eine Hürde genommen....
Nun ein paar Eckdaten für Interessierte.
Die Wände und Decke habe ich mit eine Feuchtraumpaneele vertäfelt. Fußboden Rauspund.
Wasserversorgung 45 Liter Frischwasser mit Tauchpumpe. Unter dem Fahrzeug in einem Staukasten aus Multiplex ein Abwassertaxi.
Abwasserrohre aus Kunststoff mit Verschraubungen.
Frischwasserleitungen aus Schläuchen.
Truma Terme.
Elektrik besteht aus zwei Kreisen.
12 Volt für die Beleuchtung sowie die Pumpen und das Radio natürlich. Handelsüblicher KFZ Sicherungskasten.
180 Solarpanel mit 140 Ah Batterie
Spannungswandler 120 Watt mit Umschaltstation von Conrad über Zigarettenanzünder. Darüber läuft ein Kompressorkühlschrank mit einer Anschlussleistung von 70 Watt. Bei Anschluss von Landstrom wird getrennt.
230 Volt Beleuchtung sowie die Steckdosen. Handelsüblicher Sicherungskasten abgesichert mit FI und 9 Ampere Sicherungen.
Gaskasten im Heck. Zwei Flaschenanlage mit Umschaltung.
Knappe 100 Meter Kabel und tausende Schrauben. Viel Schweiß ....... :mrgreen: :mrgreen:
Weiter steht jetzt auf der Einbauliste:
Überwachungspanel von Votronic für Wasser Batterie etc, die Musikanlage, der Fußboden.
Eine Heizung habe ich noch nicht. Ich suche noch etwas gescheites Gebrauchtes. :eek: :eek:
Das Fahrzeug wir teil foliert. Der Koffer und der Alkoven. Wir wollen den Ursprung des Autos nicht verstecken.
Das Fahrerhaus wird noch ausgebaut.
So das war es für den Anfang.......
Ich werde weiter berichten....
Ein besonderer Dank geht an meine Frau, die mir viele Wochen den Rücken frei gehalten und mich tatkräftig unterstützt hat. Du bist die Beste. :bussi: :bussi:
LG
Henning

