Gino hat geschrieben:1.) ich will nächste Woche mein Womo "Winterfest machen. Werde es in einer Halle unterstellen. , bitte ich um eure Erfahrungen für die "zeitweilige" Stillegung (Winterruhe)
2.) eine größere Fahrt vorhabe, möchte ich anfragen, ob schon jemand mal im Ausland eine Panne hatte ) Wie bekommt man Hilfe und was muss man machen
zu 1. Wenn's in deiner Halle unter Null wird, musst du dein Wasser-System gegen Frost schützen.
Var.1 alles entleeren und Leitungen, Pumpe & Co mit Luft ausblasen so dass es kein Wasser mehr hat. Boiler nicht vergessen
Var.2. Im Camping-Fachhandel gibt es Lebensmittel-Frostschutz. die 5 Liter mit 5 Liter Wasser vermischen und in den vorher,
laut Var. 1 geleerten Wassertank füllen. Dann Pumpe kurz laufen lassen, bis an den Hähnen das erste "Frostschutz-Wasser" kommt, dann Pumpe abstellen
Im Frühjahr Gefäss unter den Wassertank-Ablass stellen und das Frostschutz-Gemisch auffangen für das nächste Jahr.
zu 2.)
Wirklich
HILFE gibt dir im Ausland nur der dortige Autoclub, insofern dieser eine
landesweite Pannenhilfe betreibt :!:
Nun sind in Europa fast alle diese Auto-Clubs in einem Netzwerk verbunden. Wenn du also zB ADAC-Mitglied bist, rufst du dessen Ausland-Pannen-Nummer an und die organisieren dir ihren Partner-Club, zB in Finnland, der dir dann nach Möglichkeit hilft.
Es gibt andere Cubs und auch "Versicherungen", die zahlen dir SPAETER die entstandenen Kosten oder die sind dem obigen "Netzwerk" angeschlossen.
Beispiel
auf einer griechischen Autobahn hat sich bei mir an einem Hinterreifen das ganze Profil gelöst (Protektor-Ablösung), der Restreifen ist explodiert, dabei hat das umsichschlagende Laufband einen Teil des Unterbodens zerstört
Zuerst versuchte ich über die Notrufnummer an der Autobahn Hilfe zu bekommen, aber es kam immer nur ein griechisch-sprechender Automat. Anhaltende Automobilisten verstanden kein Englisch oder wollten mein Handy nicht bedienen.
Zum Schluss rief ich bei der Notfallzentrale meines Autoclub (TCS Genf) an. Nach Angabe des Warum und Wie's, versprach mir die Dame am Telefon, dass ich innert 10-bis 15 min einen Rückruf bekomme. Der kam auch pünktlich, es meldete sich der ADAC-Hellas in Deutsch. Nach Angabe der Daten, incl. Koordinaten und Fahrrichtung wurde mir Hilfe zugesagt. Wir machten uns auf längeres Warten gefasst, aber schon nach 20 min fuhr einer der "üblichen" griechischen Abschlepper vor. Der Mann sprach leidlich Englisch und als er sich den Schaden angesehen hatte, sagte er "No Problem". Bockte das
Wohnmobil an der Steigung auf und wechselte den Rest des Rad's gegen das Ersatzrad aus. In der Zwischenzeit war auch noch ein Auto des Autobahnbetreibers eingetroffen, der die Absperrung der Stelle zur Hand nahm.
Als ich zum Schluss nach den Kosten fragte, hiess es "Nothing", also gratis.
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dieses Frühjahr unten in
Kroatien tanke ich noch etwas Diesel, etwa 30 km später machten wir Mittagrast. Als wir weiter wollten, startet der Dieselmotor nicht mehr. Gewitzt von früher, rief ich gleich in Genf an. Schon eine halbe Stunde später fuhr ein Auto des kroatischen Autoclub vor. Der Mechaniker prüfte, öffnete die Treibstoffpumpe und sagte "o je, Benzin !!
Scheinbar füllte der Tankwart, anstatt Diesel Benzin ein.
Der bestens ausgerüstete Monteur saugte über die Treibstoffpumpe den Tank leer, fuhr mit mir an die nächste Tankstelle, dort holten wir 20 Liter Diesel. Nach ein bisschen Stottern lief der Motor wieder an. Problem also behoben.
Als ich nach den Kosten fragte, hiess es "alles kostenlos, für Clubmitglied"