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Kondenswasser im Womo


Antama am 13 Dez 2016 11:52:06

Weiss jemand, wie wir das Kondenswasser im Womo in den Griff kriegen? Gerade jetzt im Winter wird natürlich nicht ständig gelüftet. Trotz Heizung haben wir morgens innen auf der Windschutzscheibe etwa 1 cm Eis.
Diese Silikatentfeuchter haben wir schon ausprobiert. Aber ehrlich warum sollten wir uns so giftiges Zeugs ins Womo stellen. Uns ist sehr unwohl damit, weil die Kinder immer rangehen. Ausserdem ist uns der Behälter auch schon mal übergelaufen. Lecker!
Gibt es da nichts Ökologisches?
Jeder Tip ist willkommen.

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Treckerhans am 13 Dez 2016 11:56:33

Hallo,
ich habe das ganz pragmatisch gelöst. 2-3 alte Socken mit Katzenstreu gefüllt und gut ist. nach einer Weile werden die Dinger entsorgt, und es gibt neue.
Das habe ich auch im PKW gemacht. Seitdem keine feuchten Scheiben mehr.

Gruß Sven

topolino666 am 13 Dez 2016 12:08:30

1. Feuchte "absaugen" bevor sie zu Eis wird: --> Link

2. Das nächste Mal einen Alkoven mit Volldinette kaufen und das Fahrerhaus hermetisch abriegeln ;-)

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flo16v am 13 Dez 2016 12:23:35

Hi,

ich habe eine Thermomatte gekauft, welche die Front - und Seitenscheiben abdeckt. Außerdem lasse ich ein Dachfenster immer ganz leicht geöffnet nachts. Seit dem ist das Wasser auf der Innenseite der Frontscheibe bei uns Geschichte.

Die Frontscheibe ist durch die Thermofolie erheblich wärmer. So sollten auch ein paar Gramm gas gespart werden :)


gruß Flo

skytwo am 13 Dez 2016 14:05:00

Lese mal hier. --> Link
LG Bernd

Scout am 13 Dez 2016 14:36:15

Antama hat geschrieben: Gerade jetzt im Winter wird natürlich nicht ständig gelüftet. Trotz Heizung haben wir morgens innen auf der Windschutzscheibe etwa 1 cm Eis.

Wenn ich mich richtig erinnere verdunstet eine Person pro Nacht 500 g Wasser. Die Luft im Womo kann vielleicht 100 g aufnehmen. Alles andere geht in Bettwäsche, Kleidung, ein Teil über die Lüftung nach außen. Mit 3 Personen wären das 1,5l Wasser. Wenn man jetzt nur 0,5l Wasser über Trockenmittel aufnehmen wollte, bräuchte man mmehr als 1kg Trockenmittel pro Nacht. Bei diesen Mengen wäre der Einsatz eines elektrischen Entfeuchters sinnvoll.
Ein Artikel zu dem Thema. --> Link

Gruß
Scout

Uli.F am 13 Dez 2016 15:00:37

Grundsätzlich finde ich es nicht nur negativ, wenn die Fahrerhaus-Scheiben beschlagen: alles was sich hier niederschlägt, habe nicht mehr als Luftfeuchtigkeit im Wohnraum :mrgreen:. Da braucht's dann weder Katzenstreu noch andere Luftentfeuchter.

Das ist natürlich nur solange akzeptabel, wie das Kondenswasser nicht von den Scheiben abläuft und irgendwo anders verschwindet. Soweit kam es bei uns aber eigentlich nie, obwohl wir nur die serienmäßigen Vorhänge im Einsatz hatten. Morgens wurden die Scheiben dann mit einem Schwammtuch abgewischt, und gut war's. Da kann man schon ein paar Mal gut auswringen - erstaunlich, wieviel da zusammen kommt.

Aber wie gesagt: der Viertelliter Wasser, den ich so von den Scheiben abnehme, ist auch raus aus der Raumluft. Genau das wünschen wir uns doch!

Der nächste Schritt war dann ein Kärcher-Fenstersauger - funktioniert gut. Ob der Aufwand Sinn macht, mag jeder für sich entscheiden.

Dieses Jahr haben wir uns ein Frontrollo von Dometic und für die Seitenscheiben die Thermomatten von Projekt Camper geleistet - ein deutlicher Fortschritt in Richtung Verdunkleung und Isolierung. Kondenswasser ist eigentlich kein Thema mehr, wir sind jetzt sehr zufrieden 8).

Gast am 13 Dez 2016 20:34:19

Hallo Antama,

ich habe einmal versucht in diesem Threat die Problematik TI und Wasser an der Windschutzscheibe zu erklären.
--> Link

Vielleicht hilft es ja weiter.

Gruß Heinz

Antama am 13 Dez 2016 21:00:42

Wow, Danke

"Die Neue" hat jetzt ein paar Sachen zum Ausprobieren. Innenisomatten haben wir. Die sind morgens immer schön festgefroren. Wenn wir nicht frei stehen würden, würde ich ja föhnen. Aber da fehlt der Strom.

Aussenisomatten für unser altes Model konnte ich im Netz nicht finden. Es ist ein Sprinter Bj 1997. Ausserdem wüsste ich langsam nicht mehr wohin mit den Matten. Soviel Stauraum haben wir auch nicht. Ich trockne lieber die Skischuhe im Staukasten, sonst gibt es auch noch kalte Füsse :-).

Ich versuche es mal mit Katzenstreu.

Aber in der Tat: Mit Duschen, Kochen und Schwitzen kommt bei 3 Personen eine Menge Dampf zusammen. Zum Glück schwitzt die Katze nicht auch noch. Wir kochen halt mittags und abends im Womo. Restaurant ist nicht drin bei den Skipasspreisen.

Schönen Abend noch
Antama

Rockerbox am 13 Dez 2016 21:04:19

Innenmatten bringen wenig bis nix, gegen Kondenswasser helfen in erster Linie AUSSEN-Matten!
Es gibt auch Folien in Meterware, aus der man sich Außenfolien selber zuschneiden kann,
mal googeln!

Beduin am 13 Dez 2016 21:33:28

Günstig und pragmatisch, lässt Licht durch und bringt einiges, vor allem wenn sie bis ganz nach unten geht.



Kost fast nix, wiegt fast nix
Luftpolsterfolie ;D

polobilist am 14 Dez 2016 10:38:08

Hallo Antama,
Antama hat geschrieben:... Gerade jetzt im Winter wird natürlich nicht ständig gelüftet...

genau hier liegt das Problem: Es muss ständig gelüftet werden, sonst bekommt ihr das Problem nicht in den Griff. Wie weit ihr z.B. die Dachluke über Nacht offen lassen müsst, findet ihr im Laufe der Zeit sicher noch raus, aber allein zur Frischluftversorgung ist das in einem Kastenwagen unerlässlich. Beim Kochen muss eine Dachluke weit geöffnet sein, dann zieht der (heiße) Dampf auch gut nach oben ab. Nur ein kleiner Teil des Kondenswassers ist an den Scheiben sichtbar (und lässt sich dort entfernen), ein viel größerer Anteil setzt sich unterhalb des Armaturenbrettes, hinter den Schränken, an schlecht isolierten Blechaußenwänden hinter Verkleidungen etc. ab. Das kann - v.a. bei einem älteren Sprinter - sehr schnell zu massiven Rostproblemen führen.

Lappen, die man zum Abtrocknen des Kondenswassers verwendet hat, sollte man möglichst nicht im (geschlossenen) Fahrzeug trocknen - das Kondenswasser schlägt sich sonst gleich wieder nieder. Ideal ist der erwähnte "Fenstersauger" - das eingesaugte Wasser kann man ins Freie entleeren.

Eine massive Kondenswasserquelle sind auch feuchte Handtücher: Ihr müsst euch im klaren darüber sein, dass die Feuchtigkeit (also das Wasser), das ihr wegtrocknet, umgehend an den kalten Stellen des Womos kondensiert. Besser also draußen trocken lassen (ist gerade im Winter nicht einfach), bei einem Kurztrip kann durchaus die luftdichte Verpackung nasser Handtücher in eine Plastiktüte eine Übergangslösung sein, bis man z.B. wieder zuhause ist.

Irgenwelche "Trockenchemie" ist bei ausreichender Lüftung nicht nötig, wohl aber ein ausreichend großer Gas- und Stromvorrat.

Viel Spaß beim Wintercamping wünscht
polobilist

Flatus am 14 Dez 2016 12:06:36

Eigentlich ist es ganz einfach: Kondensat entsteht bei zu wenig Wärmedämmung. Den dort wo zu wenig Dämmung ist, ist die innere Oberflächentemperatur zu niedrig und die Luftfeuchtigkeit kondensiert.
Es gibt mehrere Möglichkeiten, dem abzuhelfen:
Bessere Wärmedämmung, nicht heizen, viel lüften und viel heizen oder luftentfeuchten. Aber schlussendlich führt nichts um eine bessere Wärmedämmung herum. Am einfachsten geht das wohl mit äusseren Thermomatten und/oder einer Trennung von Wohnraum und Fahrerkabine.
Katzenstreu-Socken und offene Dachfenster bringen da nur kurzfristig Linderung. Genauso gut könnte man auch empfehlen, nicht zu atmen!

Gruss Flatus
.

murksmax am 14 Dez 2016 20:56:02

Moin zusammen,

auch wir haben einen Alkoven. Der hat sogar einen richtig guten und dichten Wintervorhang für die Abtrennung vom Fahrerhaus mitgebracht. Der wird selbstverständlich im Winter genutzt. Aber wie einer meiner Vorschreiber schon kundgetan hat: 0,5 ltr. pro Person und Nacht.

Ich habe meine Sippe angelernt, dass wir die Dachluken über dem Alkoven und im Wohnraum einen Spalt auflassen. Damit die Kälte nicht so reinfällt und die Wärme rausdüst wird die Jalousie dort bis auf ein oder zwei Finger Breite zugemacht. Die Kids schlafen hinten in den Stockbetten und haben das dortige Fenster einen Spalt auf, genau wie wir im Alkoven. Dann die Iso-Jalousie der Fenster bis auf einen Spalt zu.

Die Heizung lassen wir auf niedriger Temperatur (~15° C) durchlaufen.

Auf diese weise kommen wir im Winter mit sehr wenig Kondenswasser an den Scheiben aus. Die beim Kochen entstehende Feuchtigkeit wird auch durch Öffnen der großen Dachluke oder Nutzung der Abzugshaube entsorgt. :ja:

gustavohellowien am 14 Dez 2016 23:36:54

Genau aus diesem Grund haben wir uns heuer wieder zum Kauf eines Alkoven entschieden.
Ist für einen Betrieb im Winter bei guter Abtrennung des Fahrerhauses am besten geeignet.
Grüße Robert

bonjourelfie am 15 Dez 2016 22:07:01

Wir haben uns für die nicht ganz billige Webasto Dieselzusatzheizung vorn entschieden. Morgens einmal eine Stunde an und die Frontscheibe ist trocken. Gleichzeitig kann der Motor vorgewärmt werden. Nachdem uns mal bei -20° der Diesel versulzt ist, haben wir diese Heizung einbauen lassen. Sie braucht allerdings auch ziemlich Strom.

LGElfie

rolf51 am 16 Dez 2016 08:40:48

Hallo,
letztendlich geben zwei Personen ca. 1l Feuchtigkeit ab. Lieber ist es mir wenn ich einiges an der Scheibe habe, ansonsten muss die Ausstattung die Feuchtigkeit aufnehmen.

haraldmolke am 16 Dez 2016 15:12:46

bonjourelfie hat geschrieben:Wir haben uns für die nicht ganz billige Webasto Dieselzusatzheizung vorn entschieden. Morgens einmal eine Stunde an und die Frontscheibe ist trocken. Gleichzeitig kann der Motor vorgewärmt werden. Nachdem uns mal bei -20° der Diesel versulzt ist, haben wir diese Heizung einbauen lassen. Sie braucht allerdings auch ziemlich Strom.

LGElfie


Wenn man vom Herbst noch Sommerdiesel im Tank hat und dieser versulzt bei -20 Grad im Tank dann nützt die Wasserdieselheizung auch wenig, da diese auch mit versülztem Diesel nichts anfangen kann. Eine Diesel-Luftheizung fördert schon nach 1 Minute Wärme, braucht halt nicht den kleinen Kühlwasserkreislauf mit auf zuwärmen und verbraucht viel weniger Strom, da sie keine Wasserpumpe betreibt.
Nach mehreren Wasser- Standheizungen habe ich nun eine Luftheizung. Eine Wasser- Standheizung kommt bei nie mehr in Frage.

LG Harald

Tinduck am 19 Dez 2016 21:35:13

Wie schon erwähnt, ist Lüften das Zauberwort.

Wir hatten im Wohnraum auch morgens klätschnasse Scheiben, weil Fenster zu, die Wärme soll ja nicht entfleuchen. War aber total falsch.
Jetzt sind die Stockbettenfenster der Kinder und unser seitliches Alkovenfenster nachts auf Lüftungsschlitz gestellt (die Verriegelungsstufe, wo das Fenster einen Spalt offenbleibt) und die Rollos einen Spalt auf. Zusätzlich die Hekis auf die erste Öffnungsstellung. Seitdem kein Problem mehr.
Das Fahrerhaus ist zum Wohnraum hin komplett dicht (zugeschnittenes Styrodur plus Decke) und auf Front- und Seitenscheiben ist eine Aussenabdeckung (Kantopp).

Tagsüber öfter mal Stosslüften, Doppelboden dabei nicht vergessen!

bis denn,

Uwe

beltenwummler am 24 Jan 2017 12:12:11

Ich habe auch das Problem mit Kondenswasser am Fensterrahmen, trotz das ich mehrmals am Tag lüfte. Die Fenster dauerhaft ein Spalt geöffnet lassen möchte ich aber auch nicht bei den Minustemperaturem jetzt. Das Wasser bildet sich hauptsächlich am Aluminiumrahmen, wahrscheinlich weil dort der größe Temperaturunterschied stattfindet ? Bei meinem Wohnwagen mit reinen Kunstofffenstern hatte ich nie das Problem. Wie sieht das bei euch aus, habt ihr welche mit Alurahmen?

mantishrimp am 24 Jan 2017 13:59:33

Hallo,

im Laika hatten wir Rahmenfenster mit Rahmen aus Polyurethan, da gab es kein Kondenswasser. Jetzt im Knaus haben die Fenster Rahmen aus Aluminium, da kommt es leider ab und zu vor das der Rahmen etwas feucht ist.

Simondhartha am 30 Jan 2017 22:53:37

Hallo zusammen,
für mich gibt es da nur eine gute Lösung: Aussenluftbeimischung für die Standheizung.
Damit wird zwar relativ sehr Feuchte Luft angesaugt, aber auf ca. 80° aufgeheizt und eingeblasen. Diese hat dann relativ kaum noch Feuchte und absolut sehr wenig. Somit wird die feuchte Luft im Innenraum aus den Überströmungen rausgedrückt und die Raumluft bleibt trocken genug, um Kondenswasser zu vermeiden. Nebenbei bleibt der CO2-Gehalt aus akzeptablem Niveau für guten Schlaf auch be geschlossenen Luken. Habe das so gebaut und gemessen.
Man kann sogar mit einer Mischklappe regeln wie viel Aussenluft beigemischt wird.
Nach einem Gespräch mit destagge, ist mir nun sogar klar, warum die Heizleistung nicht mal deutlich niedriger ist bei Aussenluftbetrieb: Der Wärmeübergang vom Brennraum auf die Heizluft ist bei kälterer Zuluft (Aussenluft in dem Fall) besser. Das teilkompensiert die höhere nötige Energiemenge um kältere Luft aufzuheizen.
Ich habe bei mir fast gleiche Heizlufttemperaturen bei Aussenluft und Umluft gemessen. Druckverlust ca. vergleichbar.
Hoffe das hilft. Ich empfehle das jedem irgendwie nachzurüsten.

Knauer am 10 Jan 2021 20:15:59

Simondhartha hat geschrieben:für mich gibt es da nur eine gute Lösung: Aussenluftbeimischung für die Standheizung.

Wie hast Du das umgesetzt? Wir haben eine Truma Combi 4. Genügt es einfach, vor die Umluftansaugung per Rohr Außenluft passiv hinzuleiten? Oder muss das auch an die Heizung angeschlossen werden? Oder bracht man gar noch einen Lüfter, der die Außenluft aktiv zuführt?

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