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Kleine Hilfestellung zum evtl Tabbert - Kauf


mpaulsney am 07 Mär 2017 22:11:55

Hallo,

eigentlich sollten wir mit unserem Tabbert 660 Classic zufrieden sein, hat er uns doch seit 12 Jahren dahin gebracht, wohin wir wollten und nie im Stich gelassen. Er hat mit der Sitzgruppe und großen Bad viel Platz, aber irgendwie möchte man ein wenig Veränderung, auch wenn es weh tun mag. Eine Hecksitzgruppe wäre schön (gibt es wenig), dazu Automatik (ja ich bin halt gerne Schaltfaul), großes Bad und eine GFK Außenhülle wäre auch nicht so schlecht. Uns so viel uns bei einem zufälligen Besuch bei einem Händler in SHW der Blick auf einen Tabbert Classic 655 RS - MB 412 D, Automatik. (steht auch bei mobile drin)

Der Wage macht außen wie auch innen einen guten und unverbastelten Eindruck. Fast Originalzustand. Der Innenraum, wie bei unseren fast zum Tanzen. Geräumiger Fahrerbereich, großes Bad mit sep. Dusche, Ablagen und Schränke ohne Ende (die werden wir nie voll bekommen) und für mich mit meinen fast 2m. eine exzellente Stehhöhe und dazu Hecksitzgruppe und Automatik. Soweit zu den Vorteilen.

Der Mercedes Sprinter Chassis ist sicher auch nicht schlecht, wenn der Rost ihn in Ruhe gelassen hat. Vielleicht ein wenig leiser als mein alter. Die Grüne Plakette gibt es nicht (außer man investiert 4.000 Euro für den KAT), nja, demnächst braucht man eh eine blauviolette :?

Aber, wir werden vom alter gerade mal sechs Jahre jünger, er ist über 3,5 Tonnen und vom Preis mit seinen 102tsd. KM aus meiner Sicht mit 24. tsd. etwas teuer. Unser alter hatte eine "schmale Heckgarage" ob die Stühle beim neuen reinpassen, vermag ich nicht zu sagen. Und trotz Isri, irgendwie überzeugen die Sitze vorne nicht so ganz. Aber er hätte was. Optisch zeitlos, großes Windschutzscheibe (die hoffentlich nie kaputt geht) und eben Platz.

Vielleicht gibt es ja noch jemanden hier im Forum, der einen gleichwertigen Wagen fährt und uns ein paar Erfahrungen erzählen kann. Irgendwie lässt mich der Tabbert ja auch nicht los, keine Ahnung warum ;-) Unser war immer was besonderes auf den Plätzen, erst belächelt und dann etwas erstaunt wenn die Leute das geräumige Innenleben sahen.

Gruss
Michael

Anzeige vom Forum

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brainless am 07 Mär 2017 22:19:02

Unser war immer was besonderes auf den Plätzen, erst belächelt und dann etwas erstaunt wenn die Leute das geräumige Innenleben sahen.



Willst Du den Neuen für Euch oder für die staunende Menge auf den Stellplätzen?


Volker :roll:

mpaulsney am 07 Mär 2017 22:30:50

brainless hat geschrieben:Willst Du den Neuen für Euch oder für die staunende Menge auf den Stellplätzen?


Na eher für uns.. aber wir haben ein wenig die Erfahrung gemacht, das man die alten erst belächelt und doch, wie bei uns, z. b. über Platzverhältnisse überrascht ist.
Uns geht es in erster Linie um Geräumigkeit innen, die Hecksitzgruppe und GFK Außenhaut. Netter Nebeneffekt hier, die Automatik.
Gruss
michael

Anzeige vom Forum


selbstschrauber am 08 Mär 2017 10:13:27

einen guten, bekannten Gebrauchten gegen einen unbekannten gebrauchten tauschen, der rel. teuer zu sein scheint?
Da müssten die Vorteile des neuen schon gewichtige Argumente sein, sonst würde ich es lassen.

Aber das müsst Ihr bewerten / entscheiden.

LG

Selbstschrauber

bennykater am 08 Mär 2017 11:21:57

Hallo Michael,

wir haben (seit 08/2012) fast den gleichen Wagen, gleiche Länge, nur mit anderem Grundriß (655 M). Bei uns ist die Nasszelle hinten links, gegenüber der Küchenblock, und in der Mitte zwei Längssitzbänke.

Wie du schon schreibst, hat der Wagen sein Vor- und Nachteile. Wir sind insgesamt gesehen recht zufrieden damit, besonders mit dem Sprinter-Fahrgestell, und auch dass es ein echtes Wandlergetriebe ist, ist eine sehr feine Sache; egal ob es ums Rangieren geht oder man mal in einen längeren Stau gerät. Den Wagen zu bewegen ist mir jedes Mal eine Freude.

Dadurch dass der Wagen ein Dach aus einem Guß hat, welches an allen Seiten nach unten geht (mit den Nähten seitlich, nicht oben), kann er auch nicht undicht werden; es sei denn dass die Dichtungen der Dachluken undicht würden. Das Dach "deines" Tabbert schaut auf den Bildern ziemlich ungewaschen aus; lass dir mal eine Leiter geben!

In meinem Wagen ist die Stoffbespannung der Decke nicht mehr in Ordnung. Diese war wohl mit dünnem Schaumstoff kaschiert, und die Verklebung dieser Deckenbespannung lässt stellenweise nach. Es sieht dann so aus als ob es ein Nässeschaden sei, weil der Stoff stellenweise abhängt, aber das hat mit Nässe nichts zu tun. Ich habe an den Stellen ein kleines Loch eingeschnitten, Sprühkleber eingesprüht, und großflächig angeklebt; das Loch sieht man hinterher nicht mehr. Im Grunde nur ein "kosmetisches" Problem.

Der Möbelbau ist hervorragend, alles wirkt robust und langlebig. Dies gilt auch für die Polsterstoffe und Schaumstoffe (nur halt die Deckenbespannung...). Es wurden offenbar nur beste Materialien verbaut. Mit einer isolierenden Matte für den Frontbereich ist er auch durchaus wintertauglich, auch ohne Doppelboden, denn die Tanks sind beheizbar, eine starke Heizung (ALDE 3000) hat er ohnehin. Ich habe bei meinem Wagen die Vortex Blue-one Zirkulationspumpe sowie die Heizungsregelung von Conrad (hier derzeit in einem anderen Thread beschrieben) nachgerüstet, damit hat man durchgehend ein angenehmes Wohnklima. Diese Nachrüstung ist nicht teuer und wenig aufwändig, daher sehr zu empfehlen.

Da du darauf angesprochen hast: Mir ist es schon mehrfach passiert, dass ich auf Stellplätzen von anderen Wohnmobil-Fahrern angesprochen wurde, deren Tenor meist dahin ging, dass man mir empfahl, den Wagen so lange wie möglich zu behalten; so eine Qualität gäbe es heute nicht mehr. ("Ich ärgere mich heute noch, dass ich meinen Tabbert verkauft habe, danach ist es nur noch schlechter geworden", sagte der Fahrer eines großen Frankia)

Die Frontsitze von ISRI sind drehbar; der Fahrersitz wegen des Lenkrades nur zu 90°, die Verstellung ist etwas fummelig, aber ansonsten kann ich nicht meckern. Sier sind absolut langstreckentauglich. Hinter meinem Fahrersitz ist die linke Längssitzbank. Daher kann ich den Fahrersitz ziemlich weit nach hinten schieben. Auf langen Strecken ist es daher möglich, die Beine auch mal auszustrecken, sich mal kurz zu dehnen, was mir sehr angenehm ist. Der 655RS hat die Nasszelle hinter dem Fahrersitz; bei deinen 2 m Länge solltest du das prüfen.

Ich habe vor wenigen Monaten für einen Umzug einen Fiat Ducato mit Kofferaufbau gemietet, und bin damit ein paar Hundert Kilometer gefahren. Mir hat danach alles weh getan, ich empfand die Ergonomie grauenhaft, die Sitzposition unzumutbar, und war froh, als ich diese Kiste wieder zurückgeben konnte. Allein dass man beim Gasgeben den Fuß immer leicht angehoben halten muss, will man nicht ständig mit Vollgas fahren, hat mir einen Wadenkrampf eingebracht. Der Fußraum ist viel zu eng, und nichts passt zueinander, zumindest nicht für mich. Ein Wohnmobil auf Fiat-Basis wäre für mich einfach nicht möglich.

Falls Du den anvisierten Wagen kaufst, achte darauf, ob er den originalen Tempomat hat, bzw. ob dieser auch funktioniert. Auch dies ist ein Ausstattungsmerkmal, auf das ich nicht verzichten möchte. Dieser lässt sich ggf. nachrüsten, und gäbe evtl. Raum für Preisverhandlungen.

Dass die grüne Feinstaubplakette kaum möglich ist, weißt du ja schon, und mit der Tatsache, dass du über der 3,5-t-Grenze bist, kann man gut leben.
Mir hat die Zwillingsbereifung (nach zwei Reifenplatzern) immer ein sicheres Gefühl gegeben. Ich habe grundsätzlich Winterreifen auf der Hinterachse, und im Zusammenspiel mit dem "ABD" (aut.Bremsdifferential) kommt man von jeder nassen Wiese.

Wirkliche Schwachstellen hat der Wagen nicht, nur den Preis halte ich für reichlich ambitioniert. Andererseits... Die Qualität der Tabbert-Wohnobile ist bekannt, und ich habe - zumindest bei der einen Verkaufsplattform mit mob....de - seit knapp 5 Jahren die Beobachtung gemacht, dass nur die wirklich überteuerten Wagen dort länger drin stehen. Überleg dir, ob es dir nicht doch was wert ist.

Wenn ich es heute nochmal zu tun hätte, würde ich den etwas längeren 705 suchen, der ein festes Heckbett (mit Fahrrad-Garage drunter) hat. Dessen Grundriß ist im vorderen Bereich so wie meiner, nur etwas kürzere Längsbänke, aber der Fahrersitz kann wirklich weit zurück. Es gab sie mit und ohne Hubbett im Frontbereich, und auch mit gleichem Fahrgestell (412D + Wandler...).

Meine Empfehlung an dich wäre in jedem Fall eine Probefahrt!

Gruß
Martin

mpaulsney am 08 Mär 2017 21:46:28

Hallo Martin,

herzlichen Dank für Deine ausführliche Antwort und Informationen. Wie Selbstschrauber schon meint, man muss es abwägen, ob man sich so ein altes Wohnmobil zulegt oder nicht eine neuere Version.

Allerdings wenn man eine Hecksitzgruppe gepaart mit einem vernünftigen Badezimmer sucht, dann wird die Auswahl, auch bei den neueren sehr eng. Hymer bietet schöne Hecksitzgruppen, aber Badezimmer mit WC/Waschbecken und Dusche in einem. Das gefällt uns nicht, teilweise auch keine Fahrertür.

Ebenso die neuen Dethleffs Globus I3, schick, aber ein recht kleines Badezimmer. Und dann geht es erst jenseits der 50.000 Euro los. Für uns (noch) keine Perspektive, vielleicht wenn wir mal in Rente sind ;-)

Jeder hat so seine Vorlieben und Vorstellungen. Und der Tabbert scheint in Verbindung mit dem Mercedes wohl eine gute Wahl zu sein. Der Lack müsste mal ordentlich aufpoliert werden, dann ist oben die Grünkante wohl auch weg (war uns auf dem Platz noch nicht so aufgefallen, erst auf den Bildern).

Nur die Auflagen der Sitzgruppe im Heck kommen uns (im vergleich zu unserem) ein wenig flach vor. Deine scheint vom Stoff das gleiche zu sein (sehen irgendwie so ausgebleicht bei beiden Fahrzeugen aus, ist aber wohl das Design). Vielleicht mag es auch daran liegen, das bei unserem das Holz fest mit an den Stoffen ist. Beim 655 ist die Abdeckung fest auf den Kästen.

Wenn es was wird, sollen auf alle Fälle noch die Dachfenster gegen Heki mit Klarkunststoff ausgetauscht werden. Unser hat zwei große drin, ist irre hell. Und mit dem Tempomat war ein guter Tipp. Den hatte ich schon gesucht, aber nicht gefunden.

Der Sitz beim Fahrerbereich passt übrigens bei mir recht gut, ein wenig besser als bei meinem alten (Fiat Ducato) was den Abstand zw. Lenkrad und Knie betrifft.

Und bisher waren wir eh kaum schneller als 80/100 unterwegs und vielleicht gibt es ja später mal einen Rollerträger. Dann bringen die 4,6t schon was.

Wir werden ihn uns nochmal genauer anschauen..
LG Michael

bennykater am 08 Mär 2017 22:19:57

mpaulsney hat geschrieben:...Und mit dem Tempomat war ein guter Tipp. Den hatte ich schon gesucht, aber nicht gefunden...LG Michael


Der originale, werksseitig verbaute Tempomat ist wie bei nahezu allen Mercedes links am Lenkstock, oberhalb des Blinkerhebels. Ich brauchte mich da nicht umzugewöhnen.

Bei meinem 655M ist ein Heckträger mit 500 kg Nutzlast verbaut, da könnte notfalls eine Goldwing drauf stehen, oder zwei :roller: :roller: :D

Der große Vorteil des 4,6-Tonners ist die mögliche Zuladung, man muss nicht mehr aufs Gramm achten, aber man muss jedes Jahr zur HU. Mir ist es das aber in jedem Fall wert.

Ich wünsche Euch viel Erfolg und kluge Entscheidungen :)

Martin

mpaulsney am 19 Mär 2017 18:43:04

So, wir haben uns den Wagen nochmal angeschaut, ein kleiner Schock, er war nicht mehr da.

Er war in die Inspektion und Aufbereitung gewandert, so man dann einen Wasserschaden feststellt. Im Heckbereich, so wie ich es bei einem anderem FFB 655 der Baureihe auch im Netz schon gefunden haben (der Steht wohl als Bastelfahrzeug zum Verkauf). Also so ganz undicht sind sie dann doch nicht ;-) Aber steckt man nicht drin. Und bei dem GFK dürfte das nicht solche Folgen haben wie bei Holz.

Nun hat man den Innenteil freigelegt und er wird repariert. Wir hatten das glück und konnten uns das vor Ort ansehen. War schon professionell aus meiner Sicht. Auch beschädigte Seitenfenster waren schon ausgetauscht. Ansonsten ist er gut in Schuss, eigentlich original, selbst im Führerhaus, keine Bastelei. Und außen wird er noch poliert. Für den Preis haben wir zwischenzeitlich auch was schlechteres gesehen.

Nur die Sitzpolster auf der Heckbank machen einen recht dünnen Eindruck, im Gegensatz zu denen, die wir jetzt haben im 660 Classic.

Wie ist das mit den Zwillingsreifen und der Federung. Da gibt es ja sehr unterschiedliche Meinungen hier zwischen Ideal bis nicht so gut :roll: Dafür hat er wohl keinen Zahnriemen mehr, sondern eine Steuerkette, die man nicht(?) mehr wechseln muss. Kommen die TÜV gebühren wieder mit rein :lol:

Aber im Moment bleiben wir weiter dran, so wie er im Moment repariert und gewartet wird hat das schon was für das Model. Ich lasse mich mal von der Probefahrt mit Automatik :D überzeugen.. soll ja ein wenig kernig sein der Motor 8)

bennykater am 19 Mär 2017 19:12:55

mpaulsney hat geschrieben:...so man dann einen Wasserschaden feststellt. Im Heckbereich...
...soll ja ein wenig kernig sein der Motor 8)


Bezüglich der Hinterachsfederung kann ich nichts Negatives sagen; wahrscheinlich sind Luftfederungen diesebzüglich das Nonplusultra. Vermisst habe ich sie noch nicht :) Was den Zahnriemen angeht: Hier mal ein Link zu Wikipedia

--> Link

Da kannst du nachlesen, dass der OM 602 DeLa (steht für Direkteinspritzer Lader) sogar eine Duplex-Steuerkette hat! Zugegeben: kernig ist er schon, aber ich hab mich an den kernigen Sound gewöhnt. Dafür ist er robust und haltbar, angeblich sei er dafür ausgelegt worden, unter gewerblichen Bedingungen 750tkm zu halten.

Mich würde sehr stark interessieren, wo genau an dem Wagen Nässe auftrat bzw. wo das Wasser rein kam. Könntest du das bitte versuchen rauszufinden? Danke schon mal im Voraus! (Ist zumindest für mich reichlich ungewöhnlich :oops: ).

Gruß
Martin

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