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luftfederung

Reisebericht Griechenland September 2017 1, 2


Rofalix am 17 Sep 2017 23:50:50

Abendliche Abfahrt Richtung Süden
Sonntag, 17. September



Endlich, endlich sind wir wieder unterwegs. Es geht nach Griechenland und wir freuen uns brutal fest. Die letzten Tage waren hart, Anita arbeitete im Altersheim, ich zu Hause und das bis heute Sonntag um 20 Uhr. Aber man nimmt das natürlich alles gerne in Kauf, wenn man dann um 21 Uhr mit dem Wohnmobil losdüsen kann. Ich kann im Arbeitsstress sein und in Arbeit versinken, aber sobald ich hinter dem Steuer von unserem Knutschi sitze, ist alles wie weg und die Ferienstimmung ist da. Na gut, so weit es eben geht bei strömendem Regen und nicht mal 10 Grad!

Wir sind zwar noch nicht weit gekommen, sind momentan nun auf dem Stellplatz auf dem Ceneri im Tessin. Wir übernachten da und morgen um 7 Uhr geht es weiter nach Ancona, wo wir nach Plan um 17:30 Uhr mit der Fähre loslegen Richtung Griechenland und am Dienstag Vormittag schon dort ankommen. Es soll so richtig schönes Wetter und ganz warm sein, wir lassen uns überraschen.

So, es ist schon spät und darum mache ich hier schon Schluss, mehr morgen vor der Fährabfahrt und dann wieder täglich ab Dienstag von Griechenland.

Anzeige vom Forum

Hier findest Du vielleicht schon, was Du suchst: --->Link

Azzurro am 18 Sep 2017 03:04:45

Gute Reise und viel Spaß.
Ach ja, über das eine oder andere Bild von Griechenland und dem Meer würden wir uns natürlich freuen.
Gruß

Rofalix am 18 Sep 2017 14:22:23

Azzurro hat geschrieben:Gute Reise und viel Spaß.
Ach ja, über das eine oder andere Bild von Griechenland und dem Meer würden wir uns natürlich freuen.
Gruß


Da könnt ihr Gift nehmen, ich werde die (schönsten) Bilder natürlich hier posten und noch mehr dann auf unserer Website...

Gruss aus Ancona

Rofalix am 18 Sep 2017 14:24:20

Tessin bis Ancona

Bei 25 Grad und Sonnenschein warten wir nun auf die Fähre

Um 7 Uhr fahren wir vom sehr zweckmässigen Stellplatz am Monte Ceneri los Richtung Süden. Es ist Montagmorgen und rund um Mailand stehen wir etwas im Pendlerverkehr fest und verlieren etwa 20 Minuten, ging ja noch sehr gnädig. Ich hatte da mehr Zeitverlust budgetiert. Danach geht es reibungslos weiter und die Fahrt auf den italienischen Autobahnen ist ein weiteres Mal sehr erholsam. Kein weiterer Stau oder andere Behinderungen, weder um Parma noch um Bologna und so kommen wir trotz Pause schon um 13:30 Uhr am Fährterminal an.



Und ich muss sagen, erholter wie auf einer 500km Fahrt durch Deutschland. In Deutschland lasse ich mich stressen von den rücksichtslosen Ignoranten, die meinen, die Autobahn gehört ihnen. Hier geht irgendwie alles gesitteter, na klar, manchmal etwas wild und auf den ersten Blick unorganisiert, aber jeder verhält sich einfach rücksichtsvoller. Ausser einer, aber der hatte eben das D an der Nummer. Ok, ich gib es zu, es sind wahrscheinlich auch meine Vorurteile und ich mag die Deutschen sehr, aber im Strassenverkehr….
Na gut, jetzt zurück nach Ancona. Ab Autobahn (Mautgebühren in Italien auf der gesamten Strecke ca. 35 €) ist der Fährhafen sehr gut beschildert. Zuerst also zum Check-In, um mit der Reservationsnummer die Billets zu holen. Klappt reibungslos und als ich frage, ob wir eventuell das Rückfahrdatum nach hinten verschieben können (wir haben noch 4 Tage mehr Zeit wie ursprünglich gedacht) meint die nette Dame hinter dem Schalter, sie mache uns gleich „open“-Tickets, dann können wir in Griechenland selber wählen, wann wir nach Hause wollen. Ohne Aufpreis oder andere administrative Hindernisse. Das ging ja viel einfacher wie erwartet.

Wir reisen mit den Minoan Lines, und da habe ich bis jetzt eher negatives gehört in Sachen Verspätungen und Sauberkeit. Aber hier am Schalter sehr freundlich und hilfsbereit und die Verspätung von einer Stunde der heutigen Fähre wurde mir per Email schon am Mittag mitgeteilt. Ein Service, auf den ich nicht vorbereitet war….

Jetzt machen wir es uns hier gemütlich, warten auf 17 Uhr, bis wir in die Fähre können und melden uns dann, wenn wir in Griechenland morgen das erste Mal wieder Internetzugriff haben.

Asterixwelt am 18 Sep 2017 14:33:18

Hallo Fam. Rofalix,

wünsche einen schönen, erholsamen Urlaub. Natürlich ein "paar" Informationen wie es Euch ergeht wären interessant.

gruß

Michael

fr-camper am 18 Sep 2017 14:53:26

Hallo, bin auch schon gespannt auf die Berichterstattung und wünsche euch eine "knitterfreie" und spannende Urlaubszeit. :blume: LG Peter

Rofalix am 19 Sep 2017 15:17:33

Fährüberfahrt Ancona - Igoumenitsa Patras
Mit der Minoan-Lines (Grimaldi) nach Griechenland

Buchung
Über die Website der Mineon-Lines flog ich immer wieder raus, darum habe ich dann über den Fährenbuchungsdienst direktferries.com gebucht. Die Preise sind auf beiden Websiten mehr oder weniger identisch.

Bei den Minoan-Lines gibt es kein klassisches Camping an Board, sondern Camping all Inklusive, d.H. man darf zwar nicht im Wohnmobil bleiben und übernachten, bekommt aber für den Preis einer Decküberfahrt eine Kabine zum übernachten, Strom für das Wohnmobil auf der Fähre und auf alle Konsumentationen auf der Überfahrt 30%. In Thorie und gemäss Prospekt. In der Praxis sieht es aber so aus, dass man sich um den Stromanschluss selber kümmern muss, die Womos werden einfach so geladen, wie es gerade kommt und steht man dann in der Nähe einer Steckdose und hat ein genügend langes Kabel dabei, darf man einstecken. Das Personal ist sehr freundlich und man könnte also auch einstecken und fragen, wenn man kein Camping all inklusive gebucht hat. Der schnellere ist der Glücklichere. Auch mit den 30% auf die Konsumentationen haben wir nicht wirklich durchschaut, wo die zählen und wo nicht. An den Bars zählen sie meistens nicht, wahrscheinlich im A la Carte Restaurant schon.

Einchecken
Bevor man aber auf dem Schiff ist, muss man sich im Fährhafen Ancona zuerst einchecken. Es ist ab Autobahn sehr gut beschrieben und man kann eigentlich nichts falsch machen. Erst ganz kurz vor dem Ziel an einem Kreisel unter einer Brücke muss man etwas aufpassen. Check-In und Embargo haben verschiedene Abzweigungen, zuerst muss man zum Check-In. Grosser Parkplatz, kleines Restaurant, freundlicher Service. Mit der Buchungsnummer der Internetreservation bekommt man das Hin- und Retourbillet ausgestellt. Wir fragten, ob wir die Zurückfahrt eventuell auf ein anderes Datum legen können und so stellte uns die Dame kurzerhand ohne Mehrkosten in Open-Ticket aus, so dass wir uns in Griechenland telefonisch beim Hafen melden können, wann wir denn zurück wollen. Dieser Service hätte auf dem Web rund 100 € gekostet und hier einfach so für lau.

Wir haben etwa fünf Stunden vor der planmässigen Abfahrt ein SMS erhalten, dass die Fähre eine Stunde Verspätung hat, schlussendlich wurden aber zwei. Mit dem Womo ja kein Problem, aber anscheinend typisch für die Minoan-Lines, die immer etwas zu spät sind und Verspätungen nicht mehr aufholen können.

Beladung
Am Fährhafen selber wird man je nach Zielhafen, Patras oder Igoumenitsa, in die richtige Parkschlange eingewiesen. Die mit Zielhafen Igoumenitsa stehen direkt am Wasser, können die Campingstühle herausnehmen und es sich gemütlich machen, zuschauen, wie die Fähre hereinfährt, wie sie entladen und wieder beladen wird. Da wir so die Fähre am ersten Hafen verlassen müssen, dürfen wir erst ganz am Schluss hinein, das heisst, mehr als zwei Stunden nach Ankunft der Fähre fahren wir in deren grossen Bauch, der schon gefüllt ist. Drinnen muss man dann etwas rangieren und die Womos noch drehen, damit wir in Griechenland sofort wieder rausfahren können. Die Anweisungen der italienischen Parkchefs sollte man unbedingt befolgen, auch wenn nicht alle der gleichen Meinung sind und es auch einfacher gehen würde…

Überfahrt
Das Schiff ist riesig und ziemlich modern. Der Deckbereich mit der Bar und Pool ist echt schön gemacht, die schönste Fähre bisher auf all unseren Reisen. Es hat auch genügend Stühle und Sitzgelegenheiten, drinnen wie auch draussen. Das Angebot an Restaurants, Läden und Unterhaltung ist ähnlich wie auf andern Fähren, aber ob man es braucht, ist jedem selber überlassen.

Wir haben an der Poolbar ein Gyros gegessen, das echt lecker war, auch wenn es auf Plastiktellern daherkam. Quasi ein Kebab auf Teller mit frischen Tomaten, leckerer Sauce, Zwiebeln und anderen Zutaten. Wirklich echt gut.



Die Kabine beim Camping all inklusive sind natürlich Kabinen der günstigsten Kategorie, Innen und damit ohne Fenster, Klappbetten und klein. So wie die Standartkabinen auf jeder Fähre aussehen. Wir buchten die Juniorsuite, das leisten wir uns jeweils auf den meisten Fähren, normale Doppelbetten, grosses Fenster, hell und einfach viel mehr Raumgefühl. Damit hat Anita ihre Seekrankheit viel besser im Griff und übersteht die Überfahrten jeweils problemlos.



Wir hatten eine ruhiger Seegang und das Schaukeln war kaum wahrnehmbar, während der Nacht war es in der Kabine erstaunlich ruhig nur die Dieselmotoren waren glaub nicht ganz synchron, das ganze Schiff zitterte jeweils im Rhythmus von 40 Sekunden wenig, fest, wenig, gar nicht. Da wären vielleicht mal ein paar Tausend Liter Schmieröl notwendig…

Morgens fährt man der albanischen Küste entlang und hat da schon Handyempfang vom Festland. Dadurch wird es viel günstiger, als wenn man Internet oder telefonieren muss mit dem Hochsee-Mobile-Netz der Fähre.

Fazit
Auch wenn die Minoan-Lines nicht den allerbesten Ruf haben, wir waren vom Service und vom Angebot überrascht. Für Hin- und Rückfahrt mit Wohnmobil und Juniorsuite habe wir insgesamt ca. 1100€ bezahlt, für 32 Stunden auf See ein annehmbarer Preis. Die Juniorsuites kosteten insgesamt 418€ für zwei Personen auf beiden Fahrten. Alles zusammen gefiel es uns besser wie die Fähre nach Sardinien, aber an den Service, Verpflegung und Preis nach Newcastle (Holland – England/Schottland) kam es dennoch nicht ganz heran.

Rofalix am 19 Sep 2017 22:41:22

Wir sind in Griechenland und schon verliebt

Wir sind schnell runter von der Fähre, da nicht so viele Fahrzeuge hier in Igoumenitsa aussteigen und fahren nach dem Zoll direkt zum Check-in, denn ich bin mir nicht sicher, ob das wirklich klappt mit der Umbuchung der Rückfahrt. Keine fünf Minuten später ist alles erledigt, unsere Rückfahrt ist nun erst am 7. Oktober. Dass alles so reibungslos klappt begeistert uns natürlich sehr, auch das Wetter begeistert uns, 29 Grad, einfach nur perfekt, kein Vergleich zur nasskalten Witterung zu Hause.

Schnell sind wir danach auf der Autobahn, super ausgebaut, alle paar Kilometer mal ein Auto und quer durch das Gebirge. Ich wusste echt nicht, dass Griechenland so bergig ist. Und die Gegend einfach sensationell und bei der ersten Mautstation eine bildhübsche griechische Kassiererin, ich habe mich sofort verliebt (nicht in die Kassiererin, sondern ins Land). Auch Anita ist begeistert und wir wissen jetzt schon, dass die Verlängerung der Reise richtig war.

Als wir nach einiger Zeit in das erste kleine Städtchen kommen, finden wir zwischen all den Tankstellen der grossen Ölfirmen eine kleine, alte griechische Zapfsäule. Wir halten dort und ein alter Grieche kommt sofort herausgeeilt und füllt unseren Tank mit einem grossen Lächeln. Es passen genau 99 Liter rein und er kassiert 125 €, er redet auf uns ein, lacht und verabschiedet uns überschwenglich. Wahrscheinlich hat er nun das Geschäft des Tages gemacht, aber wir mögen es ihm von Herzen gönnen, denn dort bleibt sicher etwas vom Geld im eigenen Lande.

Wir fahren weiter quer durch die Berge, immer dem Navi nach, wo wir einen Aussichtspunkt der Vikos-Schlucht programmiert haben. Irgendwo in der Pampa sehe wir plötzlich eine etwa 10m grosse Frauenstatue, natürlich stoppen wir dort und machen eine Pause. Auf dem ganzen weg finden wir nicht einen einzigen kleinen Supermarkt, wo wir unseren leeren Kühlschrank füllen könnten. Im letzten kleinen Ort vor dem Aussichtspunkt kaufen wir dann in einem Souveniershop etwas Joghurt (eigentlich wollten wir Butter) und ein paar Getränke, dazu ein Baklavas (wie sich später herausstellt, eine wirklich leckere Süssspeise) aber ich muss dann mal noch googeln, was das genau ist.



Um 15 Uhr kommen wir auf dem sehr kleinen Parkplatz an dem Aussichtspunkt an und die Sicht über die Schlucht ist überwältigend. Es soll die tiefste Schlucht Weltweit sein, wenn man das Verhältnis zur Breite oben (1100m) und Tiefe (900m) im Verhältnis setzt. Tiefer wie der Grand Canyon. Wow, wir sind am richtigen Ort gelandet!

Wir werden heute Nacht hier schlafen, denn ein Nachtfoto über die Schlucht und Sternenhimmel müsste grandios werden.



So, die erste Ernüchterung habe ich nun hinter mir, die heutigen Fotos sind alle für die Katz, d.H. ich hatte keine Speicherkarte im Fotoapparat und alle Fotos von heute Vormittag und der Reise bis bis zur Ankunft in der Schlucht wurden ins Nirwana gespeichert…. grrrrrrr

victorynox am 20 Sep 2017 07:55:57

Hallo,

klasse Bericht. Ich freue mich schon auf nächstes Jahr.
Vikos wollte ich dieses Jahr auch machen, haben aber Pläne geändert, da es zu heiß war.

Lieber Gruß Heiko

werzi am 20 Sep 2017 09:05:36

Moin

Super Reisebericht, da fahren wir gerne mit :) :)

fr-camper am 20 Sep 2017 15:40:22

Hallo Rofalix,
ich meine Baklavas ist eine Art Nougat (mit Mandeln?).
Weiter schöne Reise! :D
LG Peter

bonjourelfie am 20 Sep 2017 18:24:46

Hallo rofalix,
ich freu mich auf die Reise, vielen Dank! Nächstes Jahr ist bei uns auch mal wieder Griechenland dran, waren wir schon lange nicht mehr.
Neidvolle Grüße
Elfie

Rofalix am 20 Sep 2017 19:20:45

Die Klöster von Meteora

Nach einer sehr ruhigen Nacht auf dem kleinen Parkplatz der Viko-Schlucht müssen wir nun den ganzen Berg die Sackgass-Strasse wieder zurück.

Auch bei der Statue der Frau (Denkmal der Pardos Frauen von Zagoria) kommen wir wieder vorbei und können noch die Fotos von gestern nachholen, die nicht gespeichert werden konnten.



In der nächst grösseren Ortschaft finden wir dann auch ein Tante-Emma-Lädeli, wo wir unsere Vorräte endlich auffüllen können. Endlich ist unser Kühlschrank nicht mehr gähnend leer und es lohnt sich, ihn sogar einzuschalten. Das Wetter ist zum Teil bewölkt, aber dennoch um die 26 Grad warm.

Die Fahrt geht im Landesinneren Richtung Süden, ein Berg am andern, wunderschön und ganz einsam. Selten kreuzen wir mal ein Auto oder haben eines hinter uns. Die Strassen sind zum Teil super, zum Teil auch sehr holprig, aber immer kommt eine Kurve an der anderen. Zwischendurch machen wir auch mal Pause auf einer der vielen Freistehmöglichkeiten, wenn es dann erlaubt wäre. Aber ganz ehrlich, ich hätte hier keine Mühe, trotzdem mit guten Gewissen frei zu stehen. Was aber bedenklich ist, an jeder Parkbucht liegt einfach viel Abfall. Richtig Schweinisch! Das ist so schade für das schöne Land und ich bin mir ganz sicher, der Abfall wird nicht von den ausländischen Touristen weggeworfen, denn hier kommen ja sehr wenige überhaupt durch.

Nach 130km Fahrt über kurvige Strassen fahren kommen wir in Meteora an und echt, es haut uns fast vom Sitz! Unglaubliche Felsformationen, viel Grösser wie erwartet, sehen wir schon von Weitem! Auf so einen Anblick waren wir nun echt nicht gefasst! Als wir das Städtchen durchqeuert haben folgen wir der Strasse berghoch durch diese Sandsteintürme. Atemberaubend!



Wir beschliessen, ganz nach oben zu den Klöstern weiter zu fahren.

Da gibt es nun schon noch viele Busse mit Touristen und alleine ist man da nicht. Die Klöster thronen auf den Spitzen dieser Sandsteintürme und sehen eindrücklich aus. Aber ganz ehrlich, wir sind von den Felstürmen und der Landschaft viel beeindruckter, wie von den Klöstern selber. Und das Ganze sieht von der unteren Seite des Städtchens imposanter aus wie von oben bei den Klöstern. Nur unten kann man nicht so gute Fotos machen, denn ein Stromkabel am andern, ein Hausdach am andern verhinderte leider eine freie Sicht. Aber es ist echt kein Wunder, dass dieses Gebiet ein UNESCO-Weltkulturerbe ist und daher freies Camping streng verboten, übrigens auch das Übernachten auf den Parkplätzen.




Nachdem wir unsere Kinnladen wieder schliessen konnten, fahren wir Richtung Städtchen hinunter und halten direkt bei den ersten Häusern beim Camping „The Cave“. Ein kleiner Campingplatz mit Pool, Sicht auf einige Steintürme, unter Bäumen am Schatten und beim Preis inbegriffen ist ein Kaffee und ein Frappée. Vis-à-vis über der Strasse ein griechisches Restaurant mit grossem Grill und Gartenterasse. Was will man mehr?
Ok, das kleine Santärgebäude inklusive Installation ist nach griechischer antiker Art, die Schuko- oder CEE-Stecker passen nicht in die Stromstecker, aber wen stört das schon?

Ach ja, die Nachtfotos gestern von der Schlucht wurden nicht wirklich gut, es zogen plötzlich Wolken auf. Und meine Fotos heute wurden noch mit den Nachteinstellungen gemacht, darum auch heute nur die Fotos brauchbar, die Anita gemacht hatte… Schon den zweiten Tag in Folge, wo mir meine Fotos nichts bringen und einmal mehr rettet mich meine holde Kunigunde…

PS: da wir hier nicht gerade eine grosse Bandbreite haben, habe ich nicht alle Fotos hochgeladen. Mehr Fotos und auch die Koordinaten unserer Übernachtungsplätze findet ihr auf unserer Website --> Link

Und nochmals PS: danke für die Komplimente, ihr müsste die Aktualisierungen dieses Reiseberichtes noch bis am 7. Oktober ertragen....

Rofalix am 21 Sep 2017 20:33:02

Das Orakel von Delphi
Ein langer Tag geht glücklich zu Ende und wir haben wieder viel Neues gesehen.

Beginnen tut er für mich aber sehr früh. Um 6 Uhr stehe ich auf, fasse Fotoausrüstung, Stirnlampe und Fahrrad und mache mich auf den Weg, die 5km berghoch zu den Klöstern. Ich will dort den Sonnenaufgang einfangen.
Die Fahrt durch die dunkle Nacht, vorbei an den schwarzen Felsen und Millionen von glitzernden Sternen lohnt sich nur schon wegen diesem Erlebnis. Verschwitzt komme ich eine halbe Stunde später auf „meinem“ Aussichtspunkt an und schiesse Fotos bis es taghell ist und die Sonne am Himmel steht. Da habe ich bestimmt einige gute Fotos im Kasten. Die rasante Abfahrt danach zum Campingplatz ist viel zu schnell vorbei…


Meteora-Felsen bei Sonnenaufgang

Wir machen unser Knutschi abfahrbereit, bezahlen den Campingplatz, trinken noch einen griechischen Kaffee und weiter geht’s. Nochmals an den Felsen und den Klöstern vorbei und dann endlich einmal in der Ebene einfach nur geradeaus. Die Strasse ist vierspurig, bezahlt von der EU, ziemlich neu, ohne Verkehr, das hätte man sicher auch günstiger lösen können, denn vierspurig müsste die ganz bestimmt nicht sein.
Wir cruisen ganz entspannt in den Mittag hinein, holen gemäss Navi auf den 230km zwei Stunden auf. Die Strassen bleiben super, der Verkehr ist inexistent und nur die Berge beginnen wieder. Wir überqueren schätzungsweise fünf Hügelzüge und dann sehen wir den ersten Wegweiser nach Delphi. Wieder berghoch, inzwischen hat sich die Landschaft geändert und die Baumwollfelder weichen Zypressen und Olivenbäumen.

Kurz vor der Ortschaft passieren wir unseren anvisierten Campingplatz, allerdings fahren wir die drei Kilometer bis zum alten Delphi grad auch noch. Dank des Orakels und Phytia, die die Weissagungsprüche von sich gab und den geschäftstüchtigen Priestern, die das ganze interpretierten, war Delphi vor 3000 Jahren die wichtigste Stadt der Antike. Heute ist nicht mehr viel davon übrig, die Strasse ist eng durchs Dorf, Touristenläden halten die heimische Bevölkerung am Leben und bei den wenigen Parkplätzen finden wir mit unserem Womo direkt vor dem Eingang der Altertumsstätte einen Platz.

Die 24 € Eintritt für zwei Personen sind schnell bezahlt und dann marschieren wir am Tempel des Apollo vorbei, bestaunen das Amphitheater und laufen ganz hoch zum Stadion. Es ist imposant, aber halt doch nur alte Steine die irgendwie herumliegen und ein paar alte Säulen. Der Wow-Effekt bleibt aus, auch weil keine Infos auf Deutsch vorhanden sind. Es wäre sicher interessanter mit einem Beschrieb wo man etwas verstehen würde. Irgendwie haben wir danach auch keine Lust mehr, ins Museum zu gehen, auch wenn wir den Eintritt schon bezahlt haben. Wir haben Durst und eine trockene Kehle.


Tempel des Apollo

Mit dem Womo fahren wir etwa 400m weiter, parkieren erneut und besichtigen noch die alte Universität, die heutzutage das Bild des Orakels verkörpert. Das haben wir auch schnell gesehen und um 15 Uhr sind wir im Womo und werweissen, wie es heute weiter gehen soll. Wir entschliessen, im nächsten Dorf etwas einzukaufen, einen Bancomaten zu suchen, denn unser Bargeld ist alle und hier in Griechenland konnten wir bis jetzt noch nicht wirklich viel mit Kreditkarte bezahlen.


Orakel

Es wird dann auch noch in einem kleinen Restaurant ein Greek-Burger, so dass wir nach den Souvlaki und Tzatziki gestern wieder nicht kochen müssen. Wir fahren also noch ein Stück weiter und suchen uns irgendwo in der Pampa an einer Nebenstrasse ein ruhiges Plätzchen zum Übernachten. Der Sonnuntergang ist magisch rot und wir können uns da einfach nicht sattsehen, so dass der heutige Eintrag etwas später kommt wie normal…


immer irgendwelche Drähte im Bild

Alles in allem wieder ein super Tag und Griechenland ist wirklich ein tolles Womo-Land mit extrem freundlicher Bevölkerung!

schneggenhaus am 21 Sep 2017 21:25:12

Hallo Ihr Beide
Wir sind heute in Igoumenitso uber Österreich, Kroatien,Montenegro und Albanien uber den Landweg angekommen. Wir müssen uns erst sortieren wohin es weiter geht da wir das Motorrad auch mit haben Ideal für die Berge Wir werden so um den 18. Okt in der Schweiz sein. Sind seit dem 23. August unterwegs .....Vielleicht sieht man sich und gute Reise .
Inge und Ernst

Rofalix am 23 Sep 2017 08:00:41

schneggenhaus hat geschrieben:Vielleicht sieht man sich und gute Reise .


Hallo Inge und Ernst,

könnte gut sein und würde uns freuen. Wir sind nun auf den Peleponnes und bleiben bis Anfangs Oktober...

Anita & Rolf

Rofalix am 23 Sep 2017 08:04:51

Kanal von Korinth

Wir erwachen gut ausgeschlafen und sind nach dem Duschen relativ schnell reisefertig. Ziel für Heute ist der Kanal von Korinth, wo wir mit unseren Freunden gegen Mittag eine Verabredung haben. Das Navi zeigt schmale Strassen und viele Kurven an und wir sind so auf eine längere Autofahrt eingestellt. Es beginnt wirklich schmal und holperig, aber schon nach wenigen Kilometern sind wir dennoch auf einer neuen Hauptstrasse, die gut ausgebaut ist.

Wir sehen sogar einen kleinen Supermarkt, ich glaube, den ersten, seit wir in Griechenland sind. Da wir so gut vorangekommen sind, haben wir noch Zeit, einen Einkauf zu machen und kämpfen ein bisschen damit, die Früchte und das Gemüse richtig abzuwägen und zu etikettieren. Gar nicht so einfach, wenn alles nur mit dem griechischen Alphabet angeschrieben ist. Die freundliche Kassiererin hilft uns dann dabei und so ist etwas später alles bezahlt und verladen.

Mittags kommen wir pünktlich auf dem abgemachten Campingplatz an und finden die „Ossis“ auch sofort! Wir haben Julia und Peter vor ziemlich genau zwei Jahren auf einem Stellplatz in Kroatien kennengelernt und sind seither immer irgendwie in Kontakt geblieben. Wir haben uns wirklich auf dieses Treffen gefreut und sind schon wenige Minuten nach der Ankunft bei ihnen am Tisch und tauschen unsere Neuigkeiten aus.

Wir wollen alle den Kanal von Korinth sehen und darum spaziere ich etwas später zur Reception, um zu fragen, ob eine Bootsfahrt durch diesen Kanal möglich ist. Die Dame telefoniert sofort mit einem Bruder, Cousin oder Kollege, denn so genau habe ich es nicht verstanden und sie erklärt mir danach, dass morgen um 16 oder 17 Uhr ein Boot fahren würde, wir müssen aber morgen um 14 Uhr nochmals nachfragen, wann es nun genau ablegen werde.

Irgendwie befriedigt mich diese Auskunft nicht, im Internet finde ich aber auch keine präzisieren Angaben. Also schnappe ich mir mein Fahrrad und will die 4 Kilometer zum Kanal fahren, eventuell finde ich dort genauere Infos. Ist ja klar, dass mich Anita nicht alleine gehen lassen will und unsere Freunde fragen auch zaghaft, ob sie eventuell mitkommen dürfen. Ist ja klar, und nur wenige Minuten später fahren wir zu viert Richtung Kanal. Wir haben es ziemlich Lustig und finden auch sofort die Einfahrt zu diesem Kanal, der die Halbinsel Peleponnes zur Insel macht. Gleichzeitig sehen wir aber auch ein Ausflugschiff, dass gerade Passagiere aus einem Bus zu sich einsteigen lässt. Ich frage einen Angestellten dort, ob das Schiff eventuell durch den Kanal fährt und ob wir da zu viert auch mitfahren könnten. Er bejaht und wir sind uns schnell handelseinig. Pro Person 20 € und wir dürfen mit, wenn wir uns beeilen. Sogar unsere Fahrräder dürfen mit aufs Schiff und so legen wir schon gegen 16 Uhr für die Fahrt durch den Kanal ab. Hatten wir wieder ein Dussel, dass wir zur richtigen Zeit am richtigen Ort sind! Später erfahren wir, dass dieses Touristenschiff jeden Tag um 16 Uhr ablegt.



Die Fahrt durch dieses Bauwerk ist wirklich eindrücklich. Gleich zu Beginn wird die Brücke für die Schiffspassage nicht etwa angehoben oder weggeschwenkt, nein sie wird kurzerhand unter Wasser gelassen, damit die Schiffe darüber fahren können. Sind alle Schiffe durch, wird sie wieder angehoben und die Autos fahren wieder über die Brücke!
Der gesamte Kanal ist rund 6km lang und etwa 80m tief in den Felsen gehauen, es sieht also ziemlich eindrücklich aus und ist ein Erlebnis. Knapp eine Stunde später sind wir wieder beim Ausgangspunkt und erspähen ein Restaurant auf der anderen Seite an der Sonne. Nun ist aber die versenkbare Brücke unter Wasser und wir müssen warten, bis die Schiffe alle aus dem Kanal sind. Nach langen 25 Minuten hebt sich die Brücke wieder und wir können mit unseren Fahrrädern endlich darüber. Allerdings ist es ratsam zu laufen und die Räder zu stossen, die Fahrstreifen der Brücke sind nämlich aus Holz und so glatt und nass, dass man leicht ausrutschen kann.


Die Brücke wird 8m tief ins Meer versenkt

An der Sonne bei 26 Grad lassen wir uns eine Moussaka auf der Zunge vergehen und nach einem Ouzo machen wir uns bei eingehender Dunkelheit und noch lustiger auf die Heimfahrt. Ist ja klar, dass wir danach vor dem Campingplatz noch einen Absackerl nehmen müssen und so sind wir dann nach langen Gesprächen und noch lustiger erst gegen Mitternacht beim Wohnmobil.

Ich schreibe nun den Blogg, Anita muss noch einen Teil des Essens (oder der Getränke) auf gleichem Weg wie sie hineingekommen sind, in die Toilette entleeren und ich weiss jetzt schon, dass es für sie morgen früh ein ziemlich hartes Erwachen geben wird! Kopfweh lässt grüssen. Aber der ganze Nachmittag und Abend war sehr schön und wir sind jetzt schon halbe Griechen, lieber das Leben lieben und leben lassen, wie zu arbeiten…. War das jetzt von Sokrates oder von mir?

JamesBond am 23 Sep 2017 14:11:42

Hallo,

erst einmal, ein toller Bericht. :top:

Aber habe ich da richtig geleaen? 1100,-€ für die Überfahrt und das in der Lowseason.

Wow, womit seid Ihr unterwegs? Ich habe mit Boot hinten dran nur knapp die Hälfte bezahlt.....

Rofalix am 23 Sep 2017 21:14:16

Das Theater von Epidauros und perfekter Freistehplatz


Das Amphitheater von Epidauros

Morgens laufen wir etwas gemächlicher an wie sonst, da es gestern doch etwas gar spät geworden ist. Wir frühstücken mit unseren Freunden und versorgen uns gegenseitig noch mit Tipps für die Weiterreise. Für Julia und Peter geht es Richtung Norden, für uns in den Süden.

Unser heutiges Ziel ist das antike Theater von Epidauros. Es ist das besterhaltene Amphitheater Griechenlands, oder besser gesagt, der ganzen Welt. Schon die Anfahrt dem Meer entlang und am Schluss noch etwas über die Berge ist die Fahrt wert, super Strassen, super Landschaft und auch hier kein Verkehr.

Der Parkplatz ist riesig als wir in Epidauros ankommen und so stellen wir unser Womo etwas in den Schatten. Danach schlendern wir zum Eingang und sind echt erstaunt, statt 12 € Eintritt ist heute Nulltarif. Das letzte Weekend im September ist gratis, was für ein Dussel wir wieder haben. Es gibt noch ein paar andere Daten mit freiem Eintritt, aber warum machen das die Griechen wohl? Weiss dass jemand?

Danach, als wir das Amphitheater sehen, bleibt uns wirklich die Spucke weg! Es ist genau so, wie man sich so ein Amphitheater vorstellt, und es ist riesig, 12‘000 Personen haben Sitzplätze und es ist weit über 2000 Jahre alt! Was für ein Bauwerk. Und erst die Akustik! Ein beliebter Test ist das fallenlassen einer Münze im Zentrum und dieses soll man bis in die oberste Reihe hören können (wir haben 54 Reihen gezählt) und tatsächlich, wir hören die fallengelassene Münze eines Touristen in der obersten Reihe sitzend, es ist also kein Witz. Kurz darauf beginnt eine asiatische Touristin ein Lied zu singen und was für ein Ton, was für ein Klang! Als sie fertig ist, applaudieren alle gebannt zuhörenden Anwesenden im ganzen Theater! Der Asiatin ist das etwas peinlich, aber sie darf stolz auf sich sein.

Aber man muss auch sagen, für das, dass es heute freien Eintritt hat, haben sich echt wenige Besucher nach Epidauros verlaufen, obwohl der Besuch dieses Theaters auf einer Griechenlandreise ein unbedingtes Muss ist, finden wir jedenfalls.


Das Theater von unten

Wir können fast nicht genug von dieser mythischen Stimmung aufsaugen, schlendern aber irgendwann dann doch wieder zum Ausgang zurück und kaufen uns dort noch ein leckeres Eis. Danach fahren wir die 20 Kilometer bis zum südlichen Strand von Nafplio, dort soll es einen Stellplatz direkt am Meer geben.

Wir finden diesen sehr schönen Ort problemlos, aber Stellplatz ist schon etwas gar geblufft, es ist wohl eher ein ausgewiesener Freistehplatz! Für uns ja noch viel besser, wir stehen unter Palmen, direkt am Strand mit Meeresrauschen. Man könnte es nicht schöner haben!


direkt am Meer

Wir sind einfach nur glücklich und dankbar, dass wir so etwas erleben dürfen!

Heute Abend werden wir am Strand grillen, aufs Meer hinausschauen, philosophieren, etwas schwimmen und wie die Griechen, einfach nichts tun…


nächtliche Aussicht

Aretousa am 23 Sep 2017 23:24:47

Hallo ihr beiden, ich verfolge euren Bericht auch ganz gespannt und bin bisher ganz begeistert.
Den kostenlosen Eintritt in Epidaurus verdankt ihr dem Kulturerbetag, der in ganz Europa im September begangen wird. Hier bei uns war das schon am vorletzten Wochenende, in Frankreich am letzten Wochnenende. Kann sein, dass ihr morgen nochmal Glück habt, wenn ihr zum Beispiel von Nafplion aus Mykene besichtigen fahrt.

christine w am 24 Sep 2017 09:58:47

Vielen Dank Euch Beiden.
Griechenland, mein Sehnsuchtsland. Irgendwann.....

volki am 24 Sep 2017 14:12:33

christine w hat geschrieben:Griechenland, mein Sehnsuchtsland. Irgendwann.....

Christine,
Der Sehnsucht kann doch abgeholfen werden. Mit Wohnmobil ganz einfach, auf und davon. :!:

Wie es viele Wege nach Rom gibt, gibt es noch mehr Wege nach Griechenland
Fähren ab:
Venedig
Ancona
Brindisi

Überland:
Der "gute alte" Autoput, von Austria irgendwie nach Belgrad, Nis, Skopje und zur GR-Grenze
oder
entlang der klassischen Kroatien-Adria--Magistrale, durch Montenegro und Albanien, zur Grenze nach GR.
oder eine Kombination dieser Wege

Teilweise noch durch immer wieder erzählte, längst überholte Erlebnisse, geschürte Ängste stimmen nicht mehr, die Strassen und Routen die du dorthin befahren würdest, sind mehr als "zivilisiert".
und Uebernachtungsort, sei es auf Campingplätzen, oder sonst wie, hat es mehr als genug-

PS: etwa zwischen dem Autoput und der Küsten-Route, gibt es noch die kroatische Autobahn A-1 die von Rijeka oder Zagreb bis fast Dubrovnik reicht

also nur "Guten Mut"
.

Rofalix am 25 Sep 2017 19:40:08

Erholung in Nafplio


Der Kaffee ist bald bereit

Bis jetzt reisten wir jeden Tag ein Stückchen weiter, aber weil Sonntag ist und wir einen schönen Platz am Meer haben, beschliessen wir, uns heute einfach nur zu erholen.


Frühstücken

Das Meer ist spiegelglatt und ganz ruhig, und sogar die Temperatur sagt mir zu und das will etwas heissen, ich bin ein Warmduscher… Allerdings merke ich, dass meine holde Kunigunde mir die Badehosen nicht eingepackt hat. Was für ein Debakel, oder hätte ich das selber machen müssen?

Also fahren wir mit dem Fahrrad die etwa 3 Kilometer alles sehr schön auf einem Gehweg dem Meer entlang nach Nafplio. Die Fahrt ist echt wunderschön und auch zu Fuss locker zu machen. Wir passieren drei kleinere Buchten, zwei Megajachten und dann sind wir auf der Hafenpromenade des Städtchens.

Endlich ist mal etwas los! Die Restaurants sind ziemlich voll, Kinder spielen überall, Läden haben geöffnet und die Griechen quatschen alle miteinander, und nicht gerade leise. Bis jetzt war ja immer alles leer, die Läden zu 90%, die Strassen zu 95%, die Sehenswürdigkeiten zu 80%. Wir sind wieder unter Leuten und geniessen den Rummel irgendwie. Ich finde sogar noch tolle, knackige, leuchtgrüne Badehosen, auch Anita kauft ein etwas dezenteres Stück und wir lassen es uns in einem Strassencaffee gut gehen.

Die Heimfahrt geniessen wir wieder und kaum zu Hause sind wir im Wasser. Das Meer ist nun etwas rauer, also das heisst, normal, es windet ein wenig und die Sonne brennt dadurch grad nicht so heiss. Wir haben am Schatten 26 Grad, also perfekt.

Der Stellplatz ist übrigens von vielen griechischen, älteren Wohnmobilen belegt, was heisst viele, vielleicht sind wir insgesamt etwa 10 Womos hier. Sie kommen fast alle aus Athen, verbringen hier das Weekend und werden heute Abend wieder nach Hause fahren. Danach werden nur noch die Ausländer hier sein, ein Holländer und vorhin kamen noch zwei Deutsche. Es läuft also alles ziemlich ruhig ab. Sogar die Polizei machte heute mal noch eine Runde auf dem Platz und schaute nach dem Rechten. Es ist hier übrigens erstaunlich sauber, keine rumliegenden Flaschen oder Plastiksäcke, so wie entlang der Strassen…

Man kann es hier echt gut haben und wir geniessen es einfach nur. Allerdings muss ich dann heute mal noch auf das Dach, die Stromzufuhr meines Trackers funktioniert irgendwie nicht mehr und dann gehe ich vorsorglich mal noch die Batterien tauschen, nicht, dass ich dann nicht mehr nachschauen kann, wo wir jetzt schon überall durchgefahren sind.

Rofalix am 25 Sep 2017 19:44:56

Nervenkitzel und kalter Schweiss
Wir kommen ganz knapp durch das Dorf Leonidion, aber ein paar cm enger, und wir wären steckengeblieben.


dem Meer entlang

Während unserem kleinen Frühstück um 8 Uhr (die Griechen hätten aber schon 9) fährt ein Kreuzfahrtschiff vor unserem Strand Richtung Nafplio. Das ist unser Zeichen, um aufzubrechen, denn wir werden die heutige Nacht auf einem Campingplatz verbringen, damit wir unsere Toilette entleeren und frisches Wasser füllen können.

Die Strasse führt herrlich in südlicher Richtung immer dem Meer entlang, ein gewaltiger Ausblick nach dem anderen eröffnet uns und wir stoppen verschiedene Male, um das in Fotos festzuhalten.

In Leonidion müssen wir nach rechts abbiegen in die Berge, denn wir wollen den Pass nach Kosmas fahren und das dortige Kloster am Felsen besichtigen. Die Strasse wird ziemlich eng im kleinen Dörfchen, vor uns fahren zwei französische Womos und wir kämpfen uns zu Dritt durch die engen Gassen von Leonidion. Es entsteht ein kleineres Verkehrschaos, aber die Griechen nehmen es sehr locker, auch wenn man sich schon lange nicht mehr kreuzen kann. An einer Engstelle winkt uns dann ein Grieche nach links, dort unten sei die Strasse breiter. Stimmt, schon nach 150m geht es wieder reibungslos. Die französischen Womos vor uns stoppen auf einem Parkplatz, deren Frauen haben wahrscheinlich den Markt über dem Fluss erspäht. Wir folgen der Strasse noch 200m bis uns eine Baustelle stoppt und die Umleitung rechts steil den Berg hoch angezeigt ist. Kann das stimmen? Es ist verdammt steil und verdammt schmal! Uns bleibt aber nichts anderes übrig und wir kämpfen uns im Schritttempo hoch. Nach zweihundert Metern mit eingeklappten Spiegeln kommen wir auf eine andere Strasse, wo wir uns links halten sollten. Allerdings der Übergang von der 15% Steigung auf die ebene Querstrasse ist viel zu apruppt, da können wir niemals nach Links ohne irgendwo aufzusitzen und unsere Abwasserleitung oder den Abwassertank aufzuschlitzen. Also fahren wir irgendwie schräg nach rechts und dann drehen wir unser Womo 50m weiter in einer noch steileren Querstrasse. Nach einigen Versuchen schaut dann das Womo wieder in die richtige Richtung, ohne hinten aufzusetzten ging es aber nicht. Aber nix passiert. 200m später geht es wieder links steil hinunter und jetzt kommen sogar zwei Autos als Gegenverkehr. Ich weiss nicht wie, aber wir kommen irgendwie aneinander vorbei, obwohl wir fast auf den Sitzplatz eines Hauses fahren müssen.

Wieder hunter Meter weiter kommt die letzte Kurve der Umleitung, wir sollten wieder auf die normale Strasse einbiegen. Nur wie ist das möglich? Die Kreuzung hat 90 Grad, links und Rechts Mauern, die etwa 2m hoch sind und die Strassenbreite beträgt 3m. Ich steige aus und begutachte das Ganze, ich habe echt starke Zweifel, ob ich diese Kurve irgendwie erwischen kann. Allerdings retour zu fahren, ist absolut keine Alternative und unmöglich!

Es geht jetzt nicht mehr um cm, es sind mm, Anita weist mich draussen an und ich steure und lenke wie ein wilder, bei jedem Versuch geht es ein paar cm weiter um die Ecke und nach ca. 15 mal vor und zurück ist es echt geschafft. Ohne Kratzer und auch die Markise hat am Hausdach nicht gestreift!

Ich bin bachnass vor Schweiss, aber auch etwas stolz. Mit unserem 7.48m langen Womo war das echt am Limit, mit 7.50m wären wir steckengeblieben… Die französichen Womos sehen wir danach den ganzen Tag nicht mehr, die mussten bestimmt umdrehen. Durch die ganze Aufregung und den Fahrstress vergassen wir, Fotos zu machen, was ich nun echt bereue!

Auf der Bergstrecke kommen uns danach noch einige Womos entgegen, eines sogar mit Anhänger. Ich bin mir echt sicher, dass die dort niemals durchkommen und entweder warten, bis die Baustelle abgebaut ist oder sie müssen den ganzen Weg (ca. 40km) zurück.

Egal, wir haben es geschafft und geniessen den bergigen Pass, bis wir beim Kloster sind. Natürlich machen wir einen Besuch im Innern, ziehen uns extra noch lange Hosen an und Anita bedeckt sich die Schultern, so wie es vorgegeben ist. Das Kloster ist ziemlich klein, aber sehenswert.


Das Kloster in den Berg gehauen

Die Fahrt ist wunderschön und in Kosmas, das wahrscheinlich jeder Wohnmobilist kennt, dort wo man in den Bergen um die Kirche fahren muss, parkieren wir und essen zu Mittag. Einen griechischen Salat und Kaninchenkeule, die echt sensationell ist und nur 7.50€ kostet.


Mittagessen in Kosmas

Es geht ab da wieder den Berg runter, einige Ziegenherden versperren uns manchmal den Weg, aber wir kommen nun gut wieder am Meer an. Um 15 Uhr sind wir auf dem Campingplatz am Meer zwischen den Olivenbäumen und wir machen noch einen Fotospaziergang dem Meer entlang.

bluecamper am 25 Sep 2017 22:40:16

Hallo,
gerade erst habe ich den Bericht gesehen. Echt tolle Bilder. Das macht Lust auf Griechenland...
Ich freue mich schon auf weitere Stationen :D

victorynox am 26 Sep 2017 08:40:24

Danke nochmal für den tollen Bericht. Jeden Früh kurz vor Schulbeginn lese ich und "fahre mit". Bitte weiter schreiben!!
Ich freue mich jetzt schon wieder!!!
Lieber Gruß
Heiko

Rofalix am 26 Sep 2017 21:25:25

Cap Tanaron


Der Leuchtturm Faro am südlichsten Ende

Wir kaufen auf unserem Campingplatz noch Olivenöl ein, es soll das Beste von ganz Griechenland sein! Danach füllen wir unser Wasser, entleeren die Toilette und den Grauwassertank und machen uns auf den kleinen Strassen Richtung Cap Tanaron. Es ist das zweitsüdlichste Kap vom Festland Europa, ganz knapp etwas weniger südlich wie Tarifa in Spanien.

Die Strasse führt sensationell schön der Küste entlang, es ist einfach herrlich. Sie ist auch erstaunlich breit und gut im Schuss, einfach in den Dörfern drinnen wird es jeweils etwas eng. Manchmal steil den Berg hoch, dann wieder runter ans Meer, an schönen Buchten vorbei und über kleine Pässchen. Um jede Kurve sind wir wieder gespannt, wie es danach aussieht. Die wenigen Fahrzeuge sind alles Touristen, die die Gegend genauso bewundern wie wir.


Cap Tanaron

Das Meer ist strahlend blau, glasklar und sieht überall sehr einladend aus. Auch der Abfall entlang der Strassen ist hier deutlich weniger wie auf dem Festland, aber anscheinend brannte hier vor nicht allzu langer Zeit die Vegetation, überall sehen wir schwarze, verkohlte Olivenbäume und andere Büsche.

Nach 64km Fahrt und zwei Stunden später stehen wir auf dem kleinen Parkplatz ganz im Süden des Festlandes von Griechenland. Er ist ziemlich uneben, mit grossen Steinen und aber doch recht vielen Autos (ca. 10). Das Meer schimmert im Hintergrund und die Sonne strahlt vom Himmel.


hier übernachten wir heute

Wir ziehen die Wanderschuhe an, schnappen unsere Fotoausrüstung und laufen weiter Richtung süden. Zwei schöne, zum Baden einladende Buchten passieren wir und schon 40 Minuten später sind wir am Leuchtturm. Es ist echt herrlich hier, nur der Wind bläst etwas kräftig, so dass ich Angst habe, meine Fotodrohne fliegen zu lassen und darum bleibt sie schlussendlich im Rucksack. Es haben sich noch sechs andere Touristen hierher gewagt, und sonst ist einfach nichts und nur Ruhe. Auf dem Weg waren wir aber sehr froh um unsere Wanderschuhe, man läuft die ganze Zeit auf spitzigen Felsen und die dicken Sohlen schützen da schon echt gut.


auf der Wanderung

Nach dem Spaziergang sind wir dann um 15 Uhr wieder bei unserem Knutschi, ziehen die Badehosen an und steigen zur malerischen Bucht ab. Wir schwimmen in diesem glasklaren Wasser einige Runden, machen Fotos, beobachten einen Tintenfisch auf dem Grund des Meeres und sind wiedermal glücklich.


unsere Badebucht

Als dann die Sonne untergeht und die Bucht im Schatten verschwindet, gehen wir zu unserem Knutschi zurück, ziehen uns an und laufen 200m bis zum herzigen griechischen Restaurant mit offener Terrasse. Wir sind die einzigen Gäste, essen griechischen Salat, Satziki und Suflaki. Es schmeckt herrlich, wir werden so richtig verwöhnt und sehr freundlich bedient, wie bis jetzt überall.

Jetzt sitzen wir in unserem Womo, weit und breit keine Menschenseele mehr und schauen auf das nun sehr dunkle Meer hinaus. Der Mond scheint uns ans anzuzwinkern und wünscht uns eine gute Nacht.

Die genauen Koordinaten unserer Übernachtungsplätze gibt es auf unserer Website --> Link

bonjourelfie am 27 Sep 2017 17:17:19

Hach, auf diesem Platz haben wir vor vielen Jahren auch schon gestanden, schön dass man es immer noch kann. Wir müssen da unbedingt bald mal wieder vorbeischauen. Weiterhin eine schöne Reise!

LGElfie

Rofalix am 27 Sep 2017 21:17:04

Gefährlicher Morgen-Spaziergang



unterwegs in Süd-Mani

Ich erwache früh vor Sonnenaufgang, ziehe mich an und will zum Meer, tolle Fotos zu machen. Auf dem Weg zum 100m entfernten Wasser knallt es links und rechts neben mir, es sind Jäger in den nahen Hügeln unterwegs. Als mir dann auch noch einer begegnet mit einer angezogenen Leuchtweste wird mir noch mulmiger. Ich trage so ein dunkelgrünes T-Shirt und das ist in der Morgendämmerung mit jagenden Menschen irgendwie nicht ganz ideal und mir ist ziemlich mulmig. Also drehe ich wieder um bringe mich im Womo in Sicherheit. In den nahen Hügeln sind sicher etwa 10 Jäger mit Hunden und langen Flinten unterwegs und alle paar Minuten knallt ein Schuss durch die Gegend.


Schwimmen am Morgen vertreibt Kummer und Sorgen

Endlich, als die Sonne am Himmel steht und sich die Jagdsleute verzogen haben, getraue ich mich nach draussen. Zur Vorsicht ziehe ich meine knallgelb leuchtenden Badehosen an und gehe diesmal mit Anita zum Strand. Es ist einfach herrlich in diesem kristallklaren, blauen Lagune zu schwimmen. Etwas später kommt ein Jäger, zieht seine Badehosen an und macht auch einen kurzen Schwumm. Danach geht er an Land, holt ein Shampoo aus seiner Tasche, seift sich überall ein und geht danach wieder ins Meer. Wieder draussen spühlt er sich mit einer Wasserflasche das Salz von der Haut und ruft uns danach zu sich.

Er zeigt auf die Einbuchtungen in den Felsen, die wie von Eis bedeckt sind. Er holt einen Löffel und beginnt das Salz (es ist doch kein Eis) in einen kleinen Plastiksack abzuschöpfen und erklärt uns auf griechisch, dass dies das beste Salz ist, das es gibt, für Eier, Tomaten, Salat und einfach überall. Danach gibt er uns den gefüllten Plastiksacht, macht e vorher noch ein Loch rein, damit das überschüssige Meerwasser herausfliessen kann und sagt uns, dass wir das nun noch einen Tag in der Sonne trocknen müssen und danach hätten wir gratis das beste Salz!

Er machte übrigens Jagd auf irgendeinen Zugvogel, die hier auf dem Weg in den Süden halt machen. Später lese ich aber, dass in ganz Griechenland die Jagd zum Schutze der Vögel verboten ist. Was stimmt jetzt? Sind wir nicht mehr in Griechenland?


Küste

Na egal, wir packen langsam zusammen und verlassen für uns diesen schönen Ort. Wir kommen echt keine 40km weit heute, überall legen wir Fotostopps ein, in den Bergen, am Meer, in Städtchen, einfach überall. Eigentlich wollten wir heute unterwegs die Höhlen von Diros besichtigen, aber von oben vom Berg sehen wir gleich hinter den Höhlen einen super schönen Strand mit parkierten Wohnmobilen. Also anvisieren wir diesen Strand, er ist wunderschön gelegen, alles runde, grosse, weisse Steine, so wie Dinosauriereier und wieder schönstes Meer. Allerdings prankt ein grosses Campingverbotsschild am Strand. Da getraue ich mich also nicht wirklich hin. Allerdings bekräftigen dann alle stehenden Camper hier, dass man neben der Saison für eine Nacht hier stehen darf. Das Schild sei nur, dass sich hier keine Dauercamper mit Zelten etc. für mehrere Tage niederlassen. Ob das stimmt?


Dinoeierstrand - so stehen wir heute

Aber da es so schön ist, lassen auch wir uns nieder und wir könnten ja weiterfahren, wenn jemand reklamiert.

Unser Salz trocknet nun schön an der Sonne und wir bräunen uns. Für die Besichtigung der Höhlen haben wir übrigens irgendwie keine Zeit, verschieben wir einfach auf morgen…

Rofalix am 27 Sep 2017 21:23:12

bonjourelfie hat geschrieben:Hach, auf diesem Platz haben wir vor vielen Jahren auch schon gestanden, schön dass man es immer noch kann. Wir müssen da unbedingt bald mal wieder vorbeischauen. Weiterhin eine schöne Reise!

Hallo Elfi,

der Platz ist wahrscheinlich noch genau gleich wie dazumal, nur noch etwas holpriger und unebener, aber immer noch traumhaft schön mit Blick auf die Bucht. Und das Restaurant etwas weiter oben war top...

Gruss

bernierapido am 27 Sep 2017 23:23:49

Wir sind vor 6 Jahren mit dem Wohnwanhänger und Autodachzelt mit unseren damals jugendlichen Kindern, bis auf Mani, fast genau die selbe Strecke gefahren, als wir in Griechenland waren.
Wir haben nach Delphi noch einige Tage in Athen verbracht und nach der Überquerung des Kanals von Korint waren wir ein paar Tage an einem Strand in der Nähe von Takttikoupoleos, dann am Theater und weiter nach Nafplio.
In Nafplio hat man uns am zweiten Abend des Strandes verwiesen, es war aber auch im August. Wir mussten dann nachts an der Küste entlang bis Leonidi und dann über die Pässe zum Süden des Peloponnes. Um 02.00h kamen wir dann endlich in Skala an und haben auf einem Lidl-Parkplatz den Rest der Nacht geschlafen. Nach dem Einkauf dort sind wir dann in die Bucht von Atchangelos gefahren wo wir fast eine Woche Strandurlaub gemacht haben, von dort aus aber auch Besichtigungen wie z.B. Monemvasia.
Dann sind wir weiter nach Sparta, wo wir Mystras besichtigt haben. Dann sind wird über Kalamatas (brauchten dringend Gas für den Kühlschrank) nach Pylos gefahren und von dort die Küste hochgetingelt.
Einige Tage haben wir nach (nicht weit vor Olympia) an einem bei "Wildcampern" bekannten Strand (mir fällt nicht mehr ein, wie der heißt) verbracht.
Von dort aus haben wir Olympia und noch einige Sehenswürdigkeiten im Landesinneren auf die uns griechische Mitcamper aufmerksam gemacht hatten, besichtigt.
Bevor wir auf die Fähre nach Patras fuhren waren wir noch 2 oder 3 Nächte auf einem Campingplatz bei Larisos.
Ach ja, es war das Jahr nach den Olympischen Spielen von Athen, also schon einiges her.

pipo am 28 Sep 2017 10:48:26

So ich fahre jetzt auch mit. Toller Bericht, sehr amüsant geschrieben mit klasse Bildern!!

uschi-s am 28 Sep 2017 11:33:59

Jetzt ist meine Sehnsucht nacht Griechenland noch größer geworden...

TiborF am 28 Sep 2017 18:48:02

Was für eine wundervolle Reise ............... davon kann man träumen, besonders bei Schmuddelwetter in Deutschland. Ich freue mich schon auf die Fortsetzung. :ja:

Rofalix am 28 Sep 2017 21:32:22

Caves of Diros und ein Platzregen

Wir erwachen bei Meeresrauschen und machen mit Schwimmen unseren Frühsport. Das Meer ist einfach fantastisch und ganz ruhig. Am Nachmittag ist Regen angesagt, also nutzen wir die Sonne noch, solange wie es geht. Aber sie verschwindet einfach nicht und so machen wir uns bei Sonnenschein doch noch auf, die Höhlen von Diros zu besichtigen. Zuerst waren wir unschlüssig, denn wir haben schon einige Tropfsteinhöhlen besichtigt und schlussendlich ist es ja doch immer etwas das gleiche.



Aber es ist unsere erste Höhle, die wir mit kleinen Booten durchfahren können. Es ist absolut einmalig und wir sind echt froh, haben wir diese Tour gemacht. Es ist echt beeindruckend, wie sich die Höhle jeweils im glasklaren Wasser spiegelt und man jede Realität verliert, was jetzt über und was unter dem Wasserspiegel liegt. Wir sind so begeistert, dass wir diese Höhlen sogar in unsere Website die 100 schönsten Orte mit dem Wohnmobil aufnehmen werden. --> Link


Die Höhlenbootsfahrt startet

Eine halbe Stunde dauert die Besichtigung und es gibt atemberaubende Fotos. Nach fünf Minuten Spaziergang sind wir auch schon wieder an unserem Strand beim Womo. Wir haben eine total volle Toilette und müssen darum heute einen Campingplatz ansteuern. Es wäre dann schon mal noch eine Überlegung wert, unsere Toilette umzubauen, so dass wir länger autark stehen können wie jetzt. Nach drei Tagen ist jeweils Schluss wegen der Toilette und einfach irgendwo in die Pampa kippen, machen wir eben nicht. Unsere Freunde Selina und Marc haben in ihrem Van von kurzem ihre Toilette auf Komposttoilette umgebaut, eventuell etwas, das bei uns irgendwann auch ansteht. --> Link


unterwegs

Am jetzigen Küstenabschnitt gibt es gerade einen einzigen Campingplatz, also steuern wir den an und haben so heute auch nur 50km zu fahren. Wir kommen dort gut an, die Reception hat bis 18 Uhr geschlossen und so stellen wir uns selbständig auf einen Platz.

Gegen Abend laufen wir dann vom Campingplatz die 300m bis zum kleinen Sandstrand des Dorfes mit all den kleinen Tavernen. Anita darf noch shoppen gehen und welch eine Überraschung (!) sie findet doch tatsächlich ein hübsches Kleidchen, das ihr perfekt passt! Danach suchen wir uns eine gediegene Taverne und bestellen so nahe am Meer einen Fisch durch die Empfehlung des Hauses. Kaum ist der griechische Salat als Vorspeise serviert, fegt ein riesiges Gewitter über den Ort. Es schifft in Strömen und es beginnt zu winden. Mischt, wir haben noch die Markise draussen, also spurte ich die 300m (oder waren es doch 500m?) zum Campingplatz, drehe unsere Markise rein, hole meine Regenjacke und einen Schirm, ziehe meine Sandaletten aus und sprinte wieder zur Taverne zurück.


das griechische Gewitter

Ich bemerke erst jetzt, dass da die Strassen keine Schächte haben und ein riesiger Sturzbach der Strassen entlang fliesst und bei nächster Gelegenheit auf den schönen Sandstrand und ins Meer. Ich komme durchnässt an, aber genau rechtzeitig, um das Abendessen noch richtig geniessen zu können.


lecker

Vollgegessen und durchnässt machen wir uns dann auf den Heimweg und geniessen nun unser Knutschi auch mal von innen, während draussen noch immer der Regen auf das Dach plätschert. Macht ja auch nichts, dass der Campingplatz nun nicht ganz top ist…

Rofalix am 30 Sep 2017 21:07:20

Nix los in Hellas



nix los

Morgens müssen wir zuerst mal alles etwas säubern. Vom Platzregen gestern Abend und dem sandig-erdigen Boden sind unsere Campingstühle und der Tisch ziemlich dreckig. Wir räumen also etwas auf, machen unser Knutschi fahrbereit und verlassen den Campingplatz. Der war jetzt auch nicht so top, als wir da längere Zeit verbringen wollen.

Das Wetter ist stark bewölkt, zwischendurch fallen sogar wieder einige Tropfen. Die Griechen sind natürlich sehr froh, denn seit dem 27. Juli hat es nicht mehr geregnet, sagen sie.


Küste ist wolkenverhangen

Wir visieren ein paar Kilometer nach Kalamatas einen Sackgasse an, die betonierte Flächen am Meer hat. Was es genau ist, wissen wir nicht, aber gemäss Satellitenbildern kann man dort mit dem Womo sicher unbehelligt stehen.

Durch Kalamata sind wir das erste Mal seit unserem Griechenlandtrip in einer grösseren Stadt, die sogar richtig Autoverkehr hat. Ist schon etwas ungewohnt wieder… Aber wir können es immer noch und kommen gut auf der anderen Seite an. Unser Navi kennt anscheinend eine Abkürzung, die wir gerne nehmen. Die Strasse wird verdächtig schmal, irgendwann hört dann auch der Asphalt auf und wir stehen irgendwo in einem Olivenhein. Nun kommen uns Fahrradfahrer entgegen, die ihr Rad schieben! Wie sollen wir da durchkommen, wenn die Velofahrer nicht mal fahren können? Also beschliessen wir, umzudrehen, aber das ist einfacher gesagt wie getan. Im sandigen Untergrund habe ich angst, dass wir uns zwischen den Olivenbäumen festfahren, aber irgendwie drehen wir mit einigen Streifer der Olivenäste unser Knutschi. Das wir wieder ein paar Schrammen geben, nach der Rückkehr ist dann mal eine Politur notwendig.


es wird schmaler

Fünf Kilometer später sind wir wieder auf einer Hauptstrasse und fahren dieses Mal nach Karte. Einige Minuten später finden wir unser Sackgasse am Meer und anscheinend ist dieser Platz unter Wohnmobilisten bekannt, es stehen acht Womos hier, aber da so viel Platz ist, ziemlich verstreut. Von den acht sind sieben Franzosen, also wird das wohl in einem französischen Womoführer stehen.

Egal, wir stellen uns ganz am Schluss hin, mit Blick aufs Meer und den Sandstrand. Der perfekte Ort, um mit der Sat-Schüssel guten Internetaschluss zu haben, da ich um 15 Uhr einen geschäftlichen Online-Termin habe.


nix los

Aber da es nicht mal 14 Uhr ist, überlegen wir uns schon, ob wir danach weiterfahren oder hier übernachten sollen. Der Platz ist nun nicht gerade atemberaubend, aber das hat sicher auch mit dem Wetter zu tun. Bei Sonnenschein wäre es natürlich top, direkt am Sandstrand stehen zu können.

Also bleiben wir hier, sitzen vor dem Womo, machen einen kleinen Strandspaziergang. Aber es ist wahrlich nix los hier!

Etwas später kommt ein dicker Grieche mit seinem Pickup, parkt hinter uns und beginnt mit uns zu schwatzen. Nach rund 30 Minuten Gespräch fragt er uns dann, ob wir etwas Gemüse oder Honig brauchen. Wir lassen uns sein Angebot auf der Ladefläche zeigen und kaufen dann allerhand von seinem direkten Anbau. Tomaten, Feigen, Weisswein, Olivenöl, Knoblauch und Honig. Alles zusammen für 15 € und ohne Quittung. Eins muss ich hier aber nochmals loswerden: die Griechen sind sehr freundlich und auch überhaupt nicht aufdringlich! Es sind immer echt nette Kontakte und immer mit einem Lachen im Gesicht. Klar, sie jammern über die kürzlich so heftig hinaufgesetzten Steuern, aber sie machen immer irgendwie das Beste daraus. Uns gefallen sie echt!


Einkauf

Später kocht dann Anita wieder mal selber, es gibt griechischen Salat und ein Risotto. Wir sitzen am Meer, geniessen das „“Nix los, hören das Meer rauschen und haben auch noch ein nettes Gespräch mit unserem deutschen Womo-Nachbar, der mindestens etwa 80m von uns entfernt steht. Also wenig Platz haben wir nicht.

Rofalix am 30 Sep 2017 21:08:17

Ups sorry, habe erst vorhin gesehen, dass der gestrige Eintrag fehlte. Ist nun nachgeholt und der heutige kommt noch.

Schönen Samstag zusammen

Rofalix

Rofalix am 30 Sep 2017 21:14:17

Ein echtes Wunder und eine Orangen-Pleite


Agia Theodora mit den 17 Bäumen auf dem Dach

Das Wetter verspricht für Heute auch noch nicht wirklich Sonne, also ändern wir unseren Plan und das Meer streichen wir vorerst. 50km im Landesinneren gibt es die Agia Theodora, eine kleine Kapelle auf deren Dach 17 Schwarzeichen wachsen. Von den Eichen sieht man weder aussen noch Innen Wurzeln auf den Boden wachsen, auch hält das kleine Dach keinesfalls die tonnenschwere Last der Bäume aus. Und das unter der Kapelle gleich die Quelle des Flusses Pamisos liegt, ist der Boden für richtig gute Legenden.

Ein Grund also für uns, dieses Wunder aufzuklären, woran die Wissenschafter und Botaniker bis heute gescheitert sind. Auf der leeren Autobahn geht es 30km ins Landesinnere, an den Mautstellen werden wir als Camion abgezockt und als wir wieder auf den normalen Strassen sind, zeigt Google in die entgegengesetzte Richtung wie das Navi. Wir müssen danach an der Kreuzung die Karten konsultieren, Google Maps aufrufen und abwägen, welchen Weg wir nun nehmen. Die griechischen Wegweiser können wir jetzt nach zwei Wochen immer noch nicht lesen und auch das griechische Alphabet beherrschen wir noch nicht. Es geht wieder über sehr enge Strässchen Berg hoch und runter, ausser uns ist glaub kein anderer Menschen unterwegs. Wir zweifeln mehrfach, ob wir noch richtig sind, lassen uns aber durch unsere Kartenlesekunst nicht beirren. Und dann plötzlich sehen wir einen Parkplatz mit zwei Reisecars (wo zum Teufel sind denn die durchgefahren?) und einige Autos. Auch wir parkieren und werden sofort von einem freundlichen Griechen in Empfang genommen, „Church right, Food left“. Natürlich gehen wir zuerst zur Kirche.


auch innen nicht die kleinste Wurzel

Wow, die hat ja einen ganzen Wald auf dem Dach und die Bäume sind nicht grad klein. Aussen sieht man echt keine einzige Wurzel den Mauern entlang zum Boden wachsen. Also sofort nach innen, und echt verblüffend, auch innen sieht man nicht das kleinste Würzelchen! Wie ist denn das möglich? Die Wissenschaft hat keine wirkliche Erklärung, denn das Dach trägt nach Statik mehr als fünfmal die Last, die es eigentlich tragen könnte. Die Mauern wurden schon geröntgt und man sah dort im Innern Hohlräume, in denen die Wurzeln nach unten wachsen, was aber nicht alles erklären kann. Stimmt die Legende dann tatsächlich? Man ist fast verdammt, daran zu glauben.

Ein Vater im 10. Jahrundert hatte drei Töchter. Zu dieser Zeit war jede Familie des byzantinischen Reiches aufgefordert, einen männlichen Nachkommen zum Militärdienst zu schicken oder sich mit einer stattlichen Summe von dieser Verpflichtung freizukaufen.

Ohne Sohn und ohne Geld gab es für den Vater aus Melpia nur einen einzigen Ausweg: Seine 17-jährige Tochter Theodora musste sich als Mann verkleiden und in die Armee eintreten. Dort zeigte sie sich als Soldat Theodoris so mutig und kämpferisch, dass sich prompt eine junge Frau in „ihn“ verliebte.

Gekränkt, weil Theodoris ihre Zuneigung nicht erwiderte, behauptete sie, von ihm vergewaltigt worden zu sein. Der Fall kam vor das Militärgericht. In den Verhandlungen beteuerte Theodora immer wieder ihre Unschuld. Ihre wahre Identität gab sie aber nicht preis. Zum Tode verurteilt, soll sie in der Nacht vor ihrer Hinrichtung folgenden Wunsch an Gott gerichtet haben: „Lass meinen Körper zu einer Kirche, mein Blut zu einer Quelle und meine Haare zu Bäumen werden.“

Ok, das Rätsel um die Kapelle konnten wir nicht lösen und von daher ist es mein erstes Wunder, das ich wirklich überprüfen kann. Darauf lassen wir uns nun im Restaurant mit dem Mittagessen verköstigen. Aber kurz gesagt, es lohnt sich nicht wirklich und haut uns gar nicht vom Hocker, auch wenn es dafür sehr günstig ist.

Wieder beim Auto fahren wir nun nach Gefühl und ohne Navi Richtung Ochsenbauchbucht, an den Kreuzungen nehmen wir einfach die breiteste Strasse die in ungefähr unsere Richtung führt. Unterwegs kaufen wir uns noch an einem Gemüsestand so richtig, feine frische Orangen, 6 Kilo für 4 €. Bei der Bucht kommen wir gut an und machen uns sofort auf eine Fototour. Es sieht schon atemberaubend aus und es hat erstaunlich wenig Leute hier.


Ochsenbauchbucht

Danach überlegen wir lange, wo wir übernachten wollen. Auf dem Parkplatz ist Camping verboten und auf einer anderen Tafel steht auf Englisch, dass parking overnight strictly verboten ist. Trotzdem sehen wir etwa drei Offroad-Pickups, (alle mit ausländischen Kennzeichen aus dem deutschen Sprachraum) die sich in den Dünen eingerichtet haben. Wir wollen es aber nicht darauf ankommen lassen, wir sind ja Gäste in diesem Land und halten uns an die Spielregeln, und fahren dann zum nächsten Campingplatz direkt am Meer.

Wir treffen es wieder echt gut, packen mit viel Freude unsere Orangen aus und sind nach ein paar Minuten so richtig enttäuscht! Furztrocken, kein Saft und kein Geschmack! Das kann ja nicht sein! Aber nach dem auch die 10 Orange genau gleich trocken ist, wandert alles auf den Kompost. Ich habe mich so auf so richtig frische Orangen gefreut! Jetzt müssen wir dann im Februar doch noch nach Sizilien, denn dort gibt es die allerbesten, die ich in meinem Leben schon gegessen habe… Die griechischen konnten nicht brillieren.


trockene Orangen

Sind übrigens Orangen der Sommerernte, die vom Winter sollen viel, viel besser sein....

Rofalix am 30 Sep 2017 21:14:44

So, ist nun wieder aktuell!

Rofalix

volki am 01 Okt 2017 08:44:24

zur Ehren-Rettung der griechischen Sommer-Orangen. :lol:
Da hat dich eine "Verkaufs-Kanone" so richtig erwischt :cry:

Wir sind gegenwärtig im Raume Epidaurus unterwegs und haben am Freitag auch Orangen gekauft. Aber nicht einen unkontrollierbaren Sack, sonder kiloweise. Da ich um die Problematik der "alten" Früchte weiss, muss der Verkäufer immer eine Orange halbieren, dann sieht man ob's "Sommerorangen" oder "alte Ware" ist. Wahrscheinlich machen's die Griechen auch so, denn noch kein einziges Mal hat ein Verkäufer sich geweigert, eine Frucht zu halbieren.

Vor ein paar Jahren waren wir auch im Raum Süd-Ost-Peloponnes unterwegs, alles durch vollbehangene Orangen-Plantagen. Als ich endlich einen Menschen antraf, frage ich, ob wir ein paar Orangen kaufen könnten. Er fragte zurück, wie viele Kilo denn? Als ich sagte so 5 kg, lachte er. Nimm dir vom Baum so viel du willst ! Bezahlung wollte er nicht.
In einem Gespräch erzählte er mir, dass in der ganzen Gegend die Orangen erntereif seine, aber die gebotenen Preis nicht mal den Lohn der Pflücker abdeckt, so dass alle Bauern ihr Orangen am Baum liessen. Wenn du dann solche "Spätlese" erwischt..................

Im wenige Kilometer entfernten Skalea, im dortigen Lidl, wachsen die übervollen Orangenbäume buchstäblich in den Parkplatz rein. Dorf fanden wir dann Orangen aus Spanien im Angebot. Seither ist "Lidl" für mich "aller letzte Wahl".

Wenn Orangen aus Spanien, trotz des überlangen Transportwegs, in Griechenland billiger als einheimisch Orangen sind, stimmt etwas nicht mehr. :mrgreen:

Rofalix am 01 Okt 2017 20:49:42

Stomio Beach - und ganz alleine


Die Himmelsleiter in unser Paradies

Der Wetterbericht hatte doch tatsächlich recht, blauer Himmel und sehr sonnig. Also nun ein Tag am Meer. Aber wohin, wir haben mehrere Möglichkeiten. Hier auf dem Campingplatz bleiben, zurück zur Ochsenbauchbucht oder 30km weiter zu einem Tipp von Womoreisenden, die wir unterwegs trafen.

Da wir nun das Wasser wieder voll haben, das WC dafür leer, sind wir gerüstet, um frei zu stehen, also entschliessen wir uns relativ schnell, dass wir den Tipp von Landsleuten (Danke Werner, danke Lisbeth) auskundschaften und wenn möglich dort übernachten wollen.

Die 35 km sind schnell zurückgelegt, auch weil es eine neue Strasse gab, an der unser Navi keine Freude hat, sie ist noch nicht verzeichnet und dadurch hatte es ziemlich Stress mit jeweiliger neuer Route suchen. Wir lassen uns aber nicht beirren, finden den Abzweiger und fahren wiedermal im Schritttempo durch kleine Olivenheine und werden wieder ein paar kleine Kratzer mehr haben. Nach zwei Kilometer kommen wir aber an einen grossen, leeren Parkplatz direkt am Meer und etwas oberhalb einer Bucht. Wow, es haut uns fast vom Hocker! Innerhalb einer Sekunde ist entschieden, dass wir hier den ganzen Tag bleiben und auch die Nacht verbringen werden.


Unser Platz aus der Luft während dem Sonnenuntergang

Wir stellen unser Knutschi so hin, dass wir direkten Blick auf den Sonnenuntergang haben werden, gleichzeitig die Bucht sehen und sich niemand vor uns Platzieren kann. Das wäre allerdings nicht nötig gewesen, es verirren sich den ganzen Tag nur etwa drei Einheimische Autos hierher, kein Wohnmobil, kein Ausländer…

Der Strand ist aus feinen Kieseln, so haben wir nicht das ganze Womo voll Sand und das Wasser kristallklar und sehr warm. Wir baden, schwimmen, sonnen, schwimmen, sonnen, baden, geniessen.
Irgendwann schmeisse ich den Grill an, grille griechische Würstchen, essen leckeren Salat etc etc.


beim Nachtessen

Wir fühlen uns im 7. Himmel und hatten selten so einen ruhigen, perfekten und schönen Platz. Nach dem die Sonne untergegangen war, der letzte Einheimische zu Hause ist, geniessen wir am Strand noch unser Liebesleben ;-)

bluecamper am 01 Okt 2017 21:42:44

Ich will auch nach Griechenland
:D

bonjourelfie am 01 Okt 2017 22:29:23

Ich auch, und zwar sofort! Danke für die herrlichen Impressionen.

LGElfie

pipo am 02 Okt 2017 12:02:39

Ich bin begeistert :!: :ja:

knutschkugel am 02 Okt 2017 15:37:31

Traumhaft schön :)

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Sep Okt 2017-Überland nach Griechenland und zurück
Fähren-Kunden, schneller in Athen oder auf dem Peloponnes
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