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Hallo, wir haben uns vor circa einem Jahr ein gut erhaltenes 20 Jahre altes Wohnmobil gekauft. Eigentlich waren wir damit bis jetzt sehr zufrieden. Nun habe ich aber im Winter begonnen es von innen etwas zu modernisieren und dafür nun auch den Alkoven "ausgeräumt". Dazu habe ich dann heute auch den umlaufenden Heizungsschlauch entfernt. Da habe ich dann das Malheur darunter entdeckt. Bin immer noch etwas geschockt darüber und frage mich nun, wie ich das Problem am Besten angehen sollte. Siehe Fotos.
So wie es für mich aussieht, besteht der Schaden wohl schon länger. Die vielen Regenfälle der letzten Wochen haben das ganze aktuell wohl auch noch verschlimmert. Als Laie kann ich nicht erkennen wo das Wasser herkommt. Also ob nun die Dichtung der Fensterrahmen nicht mehr dicht sind, oder ob es außen an der unteren Versiegelung des Alkoven durchsickert.
Ich habe nun versucht die vordere untere Holzplatte zu lösen. Die Schrauben lassen sich auch einfach herausdrehen. Allerdings bewegt sich die Platte danach keinen Millimeter. Muss ich da noch woanders anpacken? Oder wie und wo würdet ihr das angehen? Bin für jeden Tipp wirklich dankbar!
Tag Was die Platte betrifft, die ist verklebt. Also Säge und Stemmeisen. Gleiches gilt für die betroffenen Wände wenns austrocknen soll. Undichtheit vermute ich an den umlaufenden Kantenleisten und dem Fenster. Gruß Kurt
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diskalle am 13 Jan 2021 17:40:45
Hallo, vielen Dank euch beiden erst einmal.
topolino: Ich hatte natürlich auch schon die Hilfe hier bemüht und auch einiges zum Thema gefunden. Aber deine Links kannte ich noch nicht alle. 8)
turbokurtla: Das mit dem verklebtem Boden ist natürlich blöd. Um das ganze nicht zu sehr zu zerdeppern, habe ich mir jetzt erst einmal so ein Multifunktionswerkzeug bestellt. Ich hoffe damit einfacher und vor allem gezielter den Boden so öffnen zu können, dass ich ihn später auch wieder halbwegs sauber verschließen kann.
An die Kantenleisten möchte ich nicht so gerne dran gehen, habe da keinerlei Erfahrung und die sind wohl auch fast in einem Stück verlegt. Das wird schwierig. Daher wohl im ersten Schritt wohl erst mal die Fenster. ;D
Das Fahrzeug steht leider im Freien, also keinerlei Überdachung. Sollte ich da eventuell im ersten Schritt versuchen die Fenster abzudecken? Denn aktuell regnet es hier in Kiel doch verdammt viel. Eigentlich schon seit Wochen. :roll:
Wenn ich die anderen Fälle hier im Forum richtig deute, ist die Vorgehensweise doch wohl immer:
- Ursache Ort/Quelle lokalisieren (wenn möglich) - Notdürftig abdichten so das Wasser nicht mehr eintreten kann - Innenseite vorsichtig öffnen - Quelle finden und abdichten - Schäden beseitigen
Wäre das so richtig? Und wenn ich das abdecke, reicht da für die ersten Tage bis ich die Verkleidungen innen öffnen kann, eine dünne Plane und Panzerband?
turbokurtla am 13 Jan 2021 19:50:14
Das Schadensbild sagt mir : Kantenleisten Wenn, dann komplett abdecken.
diskalle am 14 Jan 2021 01:07:40
turbokurtla hat geschrieben:Das Schadensbild sagt mir : Kantenleisten Wenn, dann komplett abdecken.
Uff, also doch das größere Übel? Das macht mir echt Kopfzerbrechen, bin jetzt auch nicht mehr der Jüngste. Aber wenn dem so ist, muss ich da erst einmal eine andere Stellmöglichkeit für unser Wohnmobil suchen. Halt eine wo ich es abdecken als auch daran arbeiten kann.
Diese äußeren Kantenleisten sind wohl nur geklebt? Schrauben kann ich da keine erkennen. Ich mache morgen mal ein paar Bilder. :roll:
diskalle am 14 Jan 2021 02:01:04
Okay, habe nun in einem Video gesehen das die Kantleisten doch verschraubt sind. Ich muss halt noch viele Informationen sammeln, das merke ich schon. :!:
andwein am 14 Jan 2021 14:34:54
diskalle hat geschrieben:Okay, habe nun in einem Video gesehen das die Kantleisten doch verschraubt sind. Ich muss halt noch viele Informationen sammeln, das merke ich schon. :!:
Vielleicht schaust du hier mal rein. Ich habe das mal beschrieben was/wie ich die Demontage/Abdichtung/Wiedermontage bei mir durchgeführt habe: --> Link Viel Erfolg, Andreas
diskalle am 17 Jan 2021 01:41:50
Hallo Andreas, vielen Dank für diesen wirklich sehr interessanten Link. Da kann ich mit Sicherheit vieles von gebrauchen. 8) Habe jetzt mal ein wenig gemessen und einige Fotos von außen gemacht, die werde ich morgen mal posten.
heinhein am 17 Jan 2021 08:50:10
diskalle hat geschrieben: Das Fahrzeug steht leider im Freien, also keinerlei Überdachung.
Ich weiß ja nicht aus welcher Ecke du kommst, aber wenn du es am Scharweg unter die Schwentinebrücke stellst, kommt wenigstens kein Regen mehr von oben.
Gruß
Hein
diskalle am 17 Jan 2021 12:14:19
heinhein hat geschrieben:Ich weiß ja nicht aus welcher Ecke du kommst, aber wenn du es am Scharweg unter die Schwentinebrücke stellst, kommt wenigstens kein Regen mehr von oben.
Gruß Hein
Moin, wohne in Dietrichsdorf, da käme diese Möglichkeit natürlich in Frage. Danke für den Tipp, ich schaue es mir mal an. :wink:
diskalle am 19 Jan 2021 00:38:49
Hallo, hier mal ein paar Fotos von der Kantenleiste außen.
Sieht für mich so aus, als hätte man da schon mal versucht etwas abzudichten. Das Dekaseal scheint mir doch sehr porös? Oder sieht das nach Jahren immer so aus?
Von unten sieht es teilweise noch bescheidener aus, oder? Obwohl es da in der Rundung von innen anscheinend trocken ist.
Hier mal die Messwerte (in %) mit einem sehr einfachen Feuchtigkeitsmesser. Sehe ich das richtig, dass bei dem Bild das Wasser von unten kommt?
Wäre nett wenn ihr mir eure Einschätzung kurz postet. Muss die komplette Leiste raus? Aktuell ist das bei dem Wetter für mich unmöglich das vollumfänglich neu abzudichten. Kann ich also im Moment versuchen von es von außen nachzubessern. "Richtig" will es dann im Frühling natürlich machen. Und wenn ja, was nehme ich da am Besten? Dekaseal braucht ja einen Anpressdruck, wenn ich das richtig verstehe. Was kann ich denn stattdessen verwenden? Silikon vermute ich mal weniger, oder?
Andreas: Ich habe deine Reparaturberichte gelesen. Wirklich sehr informativ und detailliert. Das wird mir bestimmt noch helfen wenn ich es im Frühjahr komplett "saniere". Vielen Dank noch mal. 8)
marvin42 am 19 Jan 2021 02:28:20
:tach: Moin, auf dem Foto sieht es so aus als ob vom Fenster Wasser runter gelaufen ist. Mach doch mal innen den Fensterrahmen ab und schau da mal nach
turbokurtla am 19 Jan 2021 09:23:41
Tag Mit diesen Meßwerten kann man nix anfangen. Wenn, dann müsste man induktiv unterhalb des Fensters und an den Kanten entlang bis oben messen. Aber ich bin mir sicher, dass eine/beide undichte Kantenleisten für den Schaden verantwortlich sind. Die schauen mir übrigens nach Originalzustand aus. Das rissige ist ein weißer Unterleggummi. Wenn du das anständig reparieren willst, musst du zeitnah beginnen denn da ist alles patschnass. Das braucht wochenlang zum austrocknen. Also beide Kantenleisten komplett, also bis hinten/unten ab. Hast da hinten schon mal geschaut ob da auch was nass ist ? Also noch im Winter alles ab und das Fenster raus. Innen alles nasse, also zumindest die Plattenoberseiten, ausschneiden und entfernen. Erst dann sieht man mehr und nur so kann es austrocknen. Fahrzeug komplett abdecken und im Frühjahr wenns trocken ist mit der eigentlichen Reparatur beginnen. Alles andere ist sinnlos. Gruß Kurt
diskalle am 19 Jan 2021 11:06:34
Also noch im Winter alles ab und das Fenster raus. Innen alles nasse, also zumindest die Plattenoberseiten, ausschneiden und entfernen. Erst dann sieht man mehr und nur so kann es austrocknen. Fahrzeug komplett abdecken und im Frühjahr wenns trocken ist mit der eigentlichen Reparatur beginnen. Alles andere ist sinnlos.
Danke Kurt für deine Einschätzung. Das was von außen passieren muss kann ich aber leider erst im Frühjahr angehen. Das Fenster nehme ich die Tage mal von innen ab, das sollte ja auch jetzt gehen. Den Boden aufzusägen ist natürlich saublöd. Ich muss dann ja auch so schneiden, dass ich auf einen Tragbalken komme um die neue Platte da später anzuflicken. Aber das es das wohl brauchen wird um trocknen zu können leuchtet mir natürlich ein. Trotzdem schrecke ich davor noch zurück. :roll:
Wenn, dann müsste man induktiv unterhalb des Fensters und an den Kanten entlang bis oben messen.
Gemessen habe ich da auch, da waren die Werte aber sehr niedrig daher habe ich da nichts angeschrieben. Auch direkt um das Fenster herum anscheinend alles trocken (oder das Messgerät kann nicht so tief messen). Aber das Fenster nehme ich ja eh ab.
marvin42 hat geschrieben::tach: Moin, auf dem Foto sieht es so aus als ob vom Fenster Wasser runter gelaufen ist. Mach doch mal innen den Fensterrahmen ab und schau da mal nach
Das war mir auch aufgefallen. Habe aber da nichts auffälliges messen können (s. o.). Werde aber trotzdem nachschauen.
Ich werde weiter berichten ...
Torsti5 am 19 Jan 2021 14:03:56
diskalle hat geschrieben: Den Boden aufzusägen ist natürlich saublöd. Ich muss dann ja auch so schneiden, dass ich auf einen Tragbalken komme um die neue Platte da später anzuflicken. Aber das es das wohl brauchen wird um trocknen zu können leuchtet mir natürlich ein. Trotzdem schrecke ich davor noch zurück. :roll:
kleines Loch in den Boden/Platte bohren, Dicke des Bodens/Platte messen und dann mit dieser Schnitttiefe Stück für Stück herausschneiden/herantasten. Ist halb so schlimm wenn Du das passende Werkzeug hast. Wenn nicht, kauf dir so einen Multimaster (oder wie sich die Dinger nennen) mit Tiefenanschlag.
Wuidsau am 19 Jan 2021 20:45:04
Wenn Du mit nem Multimaster schräg flach eintauchst und diagonal durchziehst, hast Du praktisch schon die Schäftung fürs Zusammenkleben in einem Arbeitsgang erstellt. Und der Deckel paßt perfekt. Schneidest Du senkrecht, mußt Du später ein neues Stück einsetzen da Du noch die Schäftung und damit Überlappung herstellen mußt. MfG Charly
turbokurtla am 20 Jan 2021 09:11:47
Das verstehe wer will. Die verfaulten Stellen der Dekorplatte müssen ja eh ersetzt werden. Also nur rechtwinklig die Platte raustrennen um später eine neue Platte reinkleben zu können. Wenn man die Schnitte so setzt, dass sie später wieder abgedeckt und unsichtbar sind, ist das sinnvoll. Z.B. die Seitenwand erstmal nur so hoch rausschneiden, dass der waagerechte Stoß später von der Matratze abgedeckt wird. Also so etwa 10 - 15 cm hoch. Wenn die Platte ab ist sieht man an den Wasserspuren oder der Fäulnis ob man noch höher muss oder nicht. Ob man beim Schnitt ne Latte trifft ist völlig egal denn man kann später ein zusätzliches Holz unter den Stoß/unter neuer und alter Platte einkleben. Einen Multimaster habe ich bei vielen vielen zig Reparaturen noch nie benutzt. Viel zu gefährlich. Eine Metallleiste als Lineal anschrauben und mit einem Cuttermesser daran entlang reinschneiden. Selbst eine 6 - 8 mm dicke Platte bringt man so recht schnell und sauber bis ins Eck durch. Dann mit einem breiten und scharfen Stemmeisen die Platte sauber von der Isolierung abhebeln/abschneiden. Gruß Kurt
diskalle am 20 Jan 2021 13:43:16
turbokurtla hat geschrieben:Z.B. die Seitenwand erstmal nur so hoch rausschneiden, dass der waagerechte Stoß später von der Matratze abgedeckt wird. Also so etwa 10 - 15 cm hoch. ... Eine Metallleiste als Lineal anschrauben und mit einem Cuttermesser daran entlang reinschneiden.
Moin, Danke Kurt, super Tip mit dem Cuttermesser! Das klingt für mich wirklich eher durchführbar. Habe mir zwar so eine Multitool Maschine besorgt, aber noch keine Erfahrung damit. Daher versuche ich lieber erst einmal die Idee mit dem Cuttermesser. Will ja nicht mehr kaputt machen als notwendig!
Charly: das mit der Schäftung erscheint mir auch logisch und mit etwas Übung auch machbar (habe aber keinen Tiefenanschlag). Aber ich versuche es erst einmal mit dem Cuttermesser an den Seitenteilen. Mal sehen was ich dann erkennen kann.
Torsti5: vorsichtig Löcher bohren (um eventuell auch nur die Trocknung zu unterstützen) hatte ich auch schon mal daran gedacht. Ich fange aber jetzt erst einmal die Tage mit den Seiten an.
Danke euch allen. 8)
Fledermaus am 20 Jan 2021 14:09:59
Servus Also mit dem Multicutter brauchst keine Angst haben. Mit dem Messer ist es schwieriger.
Nimm ein großes Sägeblatt oder rundes ( die eine hälfte schaut heraus und die andere ist im Holz) und es geht los.
Du merkst sehr schnell das es nur 3 mm dickes Holz ist und das es sehr leicht ist zum schneiden.
Zeichne dir die Linie an und nimm den Multicutter in die eine Hand und mit der anderen Hand regelst du die Tiefe und Linienführung .
Ob das mit dem 45° Schnitt sinnvoll ist zeigt sich erst wenn du die Platten im ganzen abheben kannst. Fugen mit PE-Kitt kitten und Flächen eventuell neu lackieren.
Jetzt hast die das Ding bestellt, dann schalt es ein. Mit den Multicutter selbst verletzen ist äußerst schwer bis unmöglich. das ist das Cuttermesser gefährlicher.
Wenn du wirklich soviel Respekt vor dem schneiden hast, hole dir aus dem Baumarkt eine dünne Holzplatte, schraub oder Zwinge die irgendwo fest und probiere es . richtig . Kinderleicht und Einfach
turbokurtla am 20 Jan 2021 15:06:40
Mit gefährlich meinte ich nicht bezügl. verletzen, sondern kein gerader Schnitt, zu tief, zu weit oder ins Blech geschnitten. Übrigens, wer einmal sowas gemacht/geöffnet hat, der weiß das sich die Menge Wasser niemals durch Löcher trocknen lässt und das sich eine Dekorplatte niemals im Ganzen entfernen lässt.
diskalle am 22 Jan 2021 00:37:48
Moin, also beide Vorgehensweisen haben natürlich ihr Für und Wider. Ich habe auch keine Angst mich zu verletzten, dass ist nicht der Grund (war im früheren Leben mal Schreiner). Aber mit einer Maschine hat man halt auch mal schnell etwas zu tief oder zu weit eingeschnitten. Da stimme ich Kurt zu. Habe aber auch jetzt erst gesehen, das die obere und untere Abdeckung der Bodenplatte ja ähnlich dünn ist wie die Seiten. Das hatte ich mir viel dicker vorgestellt. Na ja, mal sehen. Ich konnte bisher noch nichts machen, hoffe aber jetzt am WE darauf zu beginnen. Und werde dann wohl sowieso mit der Seitenplatten beginnen.
Mein Problem ist halt, dass ich noch voll in der Wohnmobil Renovierung stecke und diese Wasserschaden Geschichte jetzt nun gar nicht in die Planung passt. Aber das tut sowas wohl nie. :roll:
Das Bad ist nur halb fertig. Da ist die Dusche rausgeflogen um endlich vernünftig Platz zu haben. Waschbecken hat neuen Platz bekommen und die Schränke dazu sind zumindest fast fertig. Aber die ganze Wasser Installationsgeschichte ist noch in Arbeit. Eigentlich war auch noch geplant den Einbau einer Außendusche vorzubereiten. Alle Polster werden gerade neu bezogen und auch alle Stoffverkleidungen sind schon erneuert oder stehen kurz vor der Vollendung. Na und so sieht es halt dann drinnen auch aus. Halt eine Baustelle. Nur deshalb ist mir der Schaden ja dann auch überhaupt erst aufgefallen. :D
turbokurtla am 22 Jan 2021 08:35:09
Auch wenn ich mich wiederhole , schau dir hinten alles ganz genau an.
diskalle am 04 Feb 2021 00:40:06
Nur mal eine kleine Statusmeldung: - habe auf beiden Seiten von innen einen etwa 7 Zentimeter breiten Streifen am unteren Rand geöffnet - die rechte Seite sieht darunter noch ganz gesund und stabil aus. - auf der linken Seite (da war ja auch mehr Schimmel) ist das untere Kantholz leider total durchgegammelt. Das hält nix mehr. - Ursache ist noch unklar aber wohl Fenster und/oder Kantenleiste unten
Ich habe erfreulicherweise am Stadtrand von Kiel einen kleinen Gewerbebetrieb gefunden, der sich auf die Beseitigung solcher Wasserschäden spezialisiert hat. Der wird sich Mitte März der Sache annehmen. 30 Euro netto die Stunde. Also mal schauen, wie es läuft. Tausend Euro würde ich schon investieren wollen. Wird es mehr, würde ich dann den Rest wohl versuchen wieder selber zu machen.