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Ich habe mich nach langer Beobachtung der LiFePo4 - Threads für den Selbstbau entschieden, obwohl ich ursprünglich einen Fertigakku kaufen wollte.
So schaut der Akku aus:
Beim Selbstbau hat man mehr Gestaltungsmöglichkeiten und besseren Zugriff auf das BMS zur Anpassung an den persönlichen Einsatzzweck. Und den Spaß, eine Herausforderung anzunehmen, hat man als Draufgabe.
Unbekannt war das Risiko, was denn in 2 Monaten geliefert wird, wofür man gutes Geld bezahlt hat. Aber alles war bestens, ein AliExpress – Disput war nicht notwendig. Notfalls hätte man die Teile 3 mal kaufen können zum Preis eines Fertigakkus. Denn Garantie aus China sehe ich realistisch. Natürlich ist es eine Herausforderung, wenn man zwar nicht ganz ungeschickt, aber eben nicht vom Fach ist. Da gab es ermutigende Worte und Zusagen wie „Wir helfen Dir“ - von diversen Foris, insbesondere Acki und Franz „Stocki333“. Auch der Austausch mit Mathias "Rotti", der gleichzeitig gebaut hat, war sehr hilfreich. Vielen Dank allen die mit Motivation, Rat und Tat zur Seite standen!
„SO muss Forum“
Und Bedenkenträger haben sich natürlich auch gemeldet! :roll: „Das ist absolutes Grundwissen, wenn du das nicht weißt lass die Finger davon“. :roll:
Akkubestellung am 1.1.2021 - erhalten 3.3.2021
BMS-Bestellung Lieferung nach 3 Wochen, Reklamation des BT-Kabels wegen falschem Stecker innerhalb 2 Wochen Gute Kommunikation
In diesem Sinne möchte ich niemanden verleiten, sich an was heranzuwagen, was durchaus mit Gefahren verbunden ist. Bei einem Kurzschluss geht gewaltig der Rauch auf. Ich habe „meine Kurzschlusserfahrung“ zum Glück nur mit niedriger Spannung mit dem Labornetzgerät gemacht, als sich die nicht ganz abgedeckten Krokodilklemmen berührten. :explodieren:
Kostenaufstellung
LiFePo4 Batterie 200 Ah von AliExpress Soonbuy 352,03 BMS von Aliexpress MineralsStore 70,77 Teflonplatten 33,00 Minuskabel 30 cm 2x 25mm2 29,40 Schrauben und Gewindestifte 8,15 Wago Klemmen, Schrumpfschlauch 9,15 Kupfer Glattblech 0,5 mm 13,04 2 Sicherungen 200 A + Halter 15,00 Siebdruckplatten, Schrauben 13,00 Gesamt € 543,54
Zusätzlich Labornetzgerät ca. € 54,--, 35 mm2 Kabel für WR ca. € 40,-- , Lötkolben, Krimpzange ….
Eingebaut habe ich den AKKU und den Wechselrichter in die kaum genutzte Sitzkiste im Innenraum über dem ehemaligen beheizten Batterieaussenstaufach mit EBL 101, dort habe ich zuerst frei gemacht, aber umdisponiert, da der Weg nach innen so leicht möglich war.
Die Bordkabel (Ladekabel mit 50 A abgesichert vom EBL zu den ehemaligen Batterien habe ich zwecks Schutz in einen Schlauch gesteckt und durch 20 mm Löcher in die Sitzkiste zum LiFePo4- Akku geführt, der WR ist neben dem AKKU mit 35 mm Kabeln verbunden, am Pluspol des Akkus sitzt eine 200 A Streifensicherung.
Servus Für das du nicht vom Fach bist sind es schöne Fotos. :D
Daumen hoch für's Zeigen und deiner Zubehörlisste.
Das es lange funktioniert und Freude bereitet
basste315 am 20 Mär 2021 00:36:12
:lol: Jetzt gehts los :lol:
Auspacken und jede Zelle messen, Ideal wäre es, wenn die Zellen ziemlich gleich wären, meine waren alle auf 3,29 V
Werkzeug isolieren, insbesondere Inbus- und 10er Schraubenschlüssel, mit denen man im Polbereich hantiert. Gewindestifte einsetzen, nur moderat festsetzen damit der Alupol nicht ausreißt.
Anzeige vom Forum
basste315 am 20 Mär 2021 00:56:45
Top Level Balancing zahlt sich aus, man darf sich über ausgeglichene Zellen freuen, die wenig driften.
Alle Plus mit Plus und alle Minus mit Minus verbinden. Zwischen die Zellen muss man Isolierplatten stellen.
Der gesamte Block hat dann die Spannung einer Zelle und darf auch nur mit Zellspannung geladen werden. Die Kapazität der Zellen addiert sich, also muss man 4 x 200Ah = 800 Ah laden, das würde mit einem 10 A Ladegerät 80 Stunden dauern. Die Zellen kommen aber halbvoll an, dann dauert es immer noch 2-3 Tage + 1 Ruhetag. :cry:
Empfehlung: Es zahlt sich aus, wenn man dem AKKU diese Zeit lässt um ausgeglichene Zellen zu erhalten. Man kann ja zwischendurch die Kiste bauen.
Labornetzgerät auf 3,65 Volt einstellen (max.Zellspannung lt. Datenblatt beachten !
Am Bild zeigt der Lader nur mehr einen Stromfluss von 1,61 A, da war der Block wohl schon ziemlich voll. Wenn kein Strom mehr fließt = 0 A ist man fertig. Dann das Ladegerät wegnehmen und den Akku 24 Stunden rasten lassen. Fertig Initial-Balanziert.
Besonders eilige stellen den Block provisorisch seriell mit BMS zusammen und laden zuerst mit 14,65 V bis etwa 90 % , das geht schneller, und bauen erst nachher auf Parallel um.
Die besonders Schnellen laden den seriellen Block vollständig voll und nutzen zum Glätten der Zelldrift externe Balancer. Und die Freaks holen aus der Trickkiste eine KFZ-Birne, löten Drähte dran und entladen damit die Zelle mit höherer Spannung auf das Niveau der tieferen, bis alle gleich sind.
Helmut
basste315 am 20 Mär 2021 02:06:04
:lol: Jetzt kommen wir dem Ziel schon näher. :lol:
Block seriell zusammenstellen:
Alle Zellen sollten nach dem Initialbalancen gleich sein und können zusammengestellt werden. Zellen auf einen Block fixieren (Klebeband, Spannband, später Kiste aus Siebdruckplatten, dazwischen 3 Epoxy oder Teflonplatten zur Isolierung der Alubecher, die mittlere Isolierplatte teilen für den Temperaturfühler.
Später, wenn der Block nur mehr halbvoll ist, sollte man die Zellen eng verbinden (verspannen) aber nicht mit Gewalt pressen. Das soll angeblich für eine größere Zyklenzahl gut sein. Man kann auch die Spannung messen, die etwa bei 13,5 V liegen wird, indem man das Meßgerät zwischen Pluspol der 4 Zelle und Minuspol der 1. Zelle anschließt.
BMS-Kabel richtig anschließen
Achtung, Kabel noch nicht am BMS anstecken - oder falls es dran ist, abnehmen!
Am Stecker sind 5 dünne Drähte. Der äußere schwarze gehört auf den Minuspol der Zelle 1. Dann gibt es meist 3 weiße und 1 rotes Kabel. Das erste unmittelbar neben dem schwarzen geht auf den Pluspol der Zelle 1, das nächste auf den Pluspol der Zelle 2, das nächste auf den Pluspol der Zelle 3 und schließlich das äußerste, meist rote Kabel auf den Pluspol der Zelle 4. Und jetzt bitte am Stecker messen: Minus am beim Stecker (schwarzes Kabel) abnehmen, Plus gleich daneben - ca, 3,5 V. Am Minuspol bleiben und Plus auf den nächsten Kontakt = ca. 7 V, Plus auf nächsten =ca. 10,5 V und Plus auf den äußersten Kontakt = ca. 14 V.
Dann ist das BMS-Kabel richtig angeschlossen und kann ans BMS gesteckt und die Minuskabel vom BMS mit dem Minuspol der Zelle verbunden werden.
Hier ist der Akku noch in Arbeit, mit den mitgelieferten mickrigen Polvebindern, die Minuskabel am BMS sind provisorisch und wurden gegen schwarze ausgetauscht. Plus - und Minusterminals und Polverbinder wurden später optimiert. Das BMS ist auf der Skizze noch auf der Langseite und wurde wie der Plusanschluss mit der 200 A Streifensicherung auf die Schmalseiten links und rechts verlegt. Täglich neue Ideen im Austausch mit den Foris ......Flexibel bleiben ...
Am Bild ist die Zelle 1 links, alle Pluskabel habe ich blau gemacht :mrgreen: Am Minuspol der Zelle 1 kommt das Kabel vom BMS (in meinem Fall 2) das direkt auf den Pol kommt, ganz oben drauf kommt erst das dünnere Balanzerkabel, also dieses vorerst nur locker festschrauben. Und dann wieder messen: Pluspol 4. Zelle zu Minuspol 1. Zelle ca. 13,5 V, die gleiche Spannung muss angezeigt werden, wenn man mit dem zwischen Pluspol der 4. Zelle und der Ausgangsseite nach dem BMS (dem späteren Minusanschluss für Verbraucher und Lader) mißt.
Wenn man dann die App startet und die Bluetooth Verbindung aufbaut, leuchtet das Bluetooth-Modul freundlich in BLAU. Fast schon alles geschafft. Jetzt sollte noch das BMS in Abhängigkeit der Zelleigenschaften (Datenblatt) und Nutzerbedürfnisse konfiguriert werden.
Helmut
basste315 am 20 Mär 2021 02:47:50
BMS konfigurieren
Ich verwende die iOS-App Xiaoxiang Monitor von Lukas Deszynski 1.2.21 in der Kaufversion (etwa € 7,--).
Es mach wenig Sinn, die Einstellungen zu posten (habe ich an anderer Stelle hier schon gemacht), weil sie zu individuell angepasst werden müssen an die jeweiligen Zelleigenschaften und das unterschiedliche Nutzerprofil. Und ich ändere auch immer wieder - zum Glück jetzt schon weniger - daran herum.
Unangenehme Nebenerscheinung: Immer nach Konfiguratonsänderungen werden die Kapazitätsanzeigen bis zur nächsten Synchronisierung falsch - zu niedrig angezeigt.
Nur ein paar Kernpunkte, ohne selbst schon genau zu wissen, wie sie sich auswirken, insbesondere die
Kapazitätseinstellungen. Zyklische Kapazität 90% = 180 von 200 Ah, manche stellen 80% = 160 von 200 Ah ein Zelle voll 3500, entladen 2900, Selbstentladung 0,2% 80% Kap. 3340,60%/3290, 40%/3250, 20%/3100 Hier experimentiere ich noch, es waren zwar gemessene Werte, die aber höher sind beim Laden und niedriger beim Entladen, besonders bei höherer Last, also sind es nur Hausnummern und braucht es ein paar Zyklen bis man mehr weiß.
Die Einstellung Balancer Konfiguration 3400 mV und Unterschied maximal15 mV passt gut. Derzeit habe ich den Schalter Balancer aktiv auf EIN und Bal nur beim Laden AUS. Ich habe auch beide Schalter EIN getestet, aufgrund der äußerst geringen Zelldrift bin ich bei beiden Einstellungen nach Voll-Ladung unter 15 mV Delta und in Ruhe geht das Delta auf 2 - 4 mV zurück. Also welche Einstellung besser ist, hängt auch von der Ausgeglichenheit der Zellen ab.
Die Sicherungseinstellungenen sind vom Datenblatt abhängig. Hinsichtlich max/min Zellspannungen reize ich das erlaubte Spektrum voll aus 3650/2750 Batteriespannung max/min 14,5/11,5 Lade- und Entladestrom habe ich realistisch eingestellt, in meinem Fall 80/150. Das BMS verträgt (getestet!) kurzfristig 190 A ohne Probleme, der WR (1500/3000 W schaltet vorher ab. Lade-Temperatur habe ich defensiv eingestellt, beim Entladen nehme ich die Grenzwerte lt. Datenblatt
Aktive Benachrichtigung habe ich auf Zellspannung kleiner 2,9 gesetzt, bringt aber nix wenn keine BT-Verbindung besteht.
Helmut
basste315 am 20 Mär 2021 03:15:55
Welche Tests habe ich bisher gemacht ?
Aufgrund der Berichte insbesondere was falsch eingestellte Fertigakkkus betrifft habe ich die Abschaltfunktion des Temperatursensors getestet, bevor er zwischen die verspannten Zellen verlegt wurde, und zwar mit Eiswürfel und Heißluftfön, auch was das Wiedereinschalten betrift. Das Auslösen von Über/Unterspannalarmen habe ich gecheckt, man soll es aber nicht übertreiben. Einen Kurzschlusstest werde ich sicher nicht machen, dieser wird hoffentlich nie genutzt.
Ladetests mit allen Ladegeräten waren erfolgreich, Lima über EBL/Trennrelais ohne nenneswerte Rückstöme, Limaspannung an der Starterbatterie gemessen 14,1 V bei Leistung max. 30 A. Den Lader des EBL 101 habe ich auf Blei/Säure umgestellt, werde ihn aber regelmäßig ausstecken und nur zum gelegentlichen Voll-Laden vor Reiseantritt und zum Balancen verwenden. Hauptlader ist Solar, da schließe ich den Kauf eines MPPT-Laders mit LI-Einstellung nicht aus. Booster oder Idealdiode nicht erforderlich
Resume:
Ich wurde motiviert - "Helmut trau dich, wir helfen Dir wenn Du Hilfe brauchst". Vielen Dank nochmals.
Meine Dokumentation soll ein Dankeschön ans Forum darstellen - ich habe profitiert und hatte Spass, andere mögen meinem Beispiel folgen. Und ich werde auch so ehrlich sein, und hoffentlich nicht auftretende Probleme wenn es sein muss zu posten. Ich für Anregungen dankbar und freue mich auch über kritische Fragen.
Sicherheitshalber - damit es keine Mißverständnisse gibt, wer kein Fachmann ist soll die Finger von solchen Projekten lassen. Ich Bin zwar auch keiner, dann bin ich eben die Ausnahme :mrgreen: Das ist keine Bauanleitung!
Wer Fragen hat, ist gerne willkommen :lol:
Helmut
basste315 am 20 Mär 2021 03:50:14
Sonderanfertigungen:
Bei einem Treffen nach 50 Jahren !! hat mir ein Schulfreund Polverbinder 4 lagig aus 0,5 mm Kupferblech (40 mm2) angefertigt, der Pluspol ist eine abgewinkelte Kupferstange 2x20mm und fix mit der 200A Streifensicherung verbunden.
Das Minusterminal aus 5mm Messing ist direkt ans BMS geschaubt.
Helmut
basste315 am 20 Mär 2021 03:58:07
Ganz wichtig: Pole und Zellverbinder an den Verbindungsstellen mit feinem Schleifpapier anschleifen und Nonalox als Antioxydationsmittel auftragen.
Beim festen Anziehen der Schrauben an den Polverbindern mit dem Imbusschlüssel den Gewindestift fixieren und gegenhalten.
Ich habe mit einem Dauerentladetest von 110 A für 1,5 Stunden die Temperaturentwicklung getestet. Die Akkutemperatur stieg bei dieser nicht praxisnahen Extrembelastung von 20 auf 40 Grad, an 2 Stellen habe ich warm werdende Verbindungen nachgezogen und sonst blieb alles blieb cool, auch der Wechselrichter.
Helmut
lisunenergy am 20 Mär 2021 08:37:12
Hallo Helmut,
Von mir ein dickes Lob für deine Arbeit. Als ich mit den ersten Siebdruck Platten vor Jahren hier erschienen bin, hätte ich nicht gedacht, daß das mal so viele Anlagen werden. Mit den ersten Anlagen von 2012 war die Skepsis bei vielen Menschen sehr groß. Keiner hätte es für möglich gehalten, das das Thema Strom und Autarkie mal so eine Dimension animmt. LiFePO4 ist angekommen und wird das Leben verändern. Das Forum hat gezeigt, daß man jetzt sehr genau schauen muss, was in den vielen Blackboxen steckt. China kann beides. Top und Schrott! Den Überblick zu behalten ist die Herausforderung. Wenn Du erst einmal unterwegs bist, und der halbe Stellplatz mit Kaffee autark versorgt werden kann, wird Dir das Lächeln nicht aus dem Gesicht verschwinden.
Rotti am 20 Mär 2021 09:02:27
Servus Helmut!
Danke, und Gratulation zu dem guten Beitrag und die Erklärung von deinem LIFEPO4 Akku -Bau. War immer nett, über unsere Bauaktivitäten mit dir zu telefonieren und zu diskutieren! Irgendwann werden wir uns hoffentlich mal persönlich treffen. Wir habe ja weiterhin noch einiges abzuklären, ich sag nur N V S !! :bindafür: :bindafür:
Fledermaus am 20 Mär 2021 09:45:38
Servus Alles super und genau erklärt mit sehr guten Fotos.
Hab ein Lesezeichen gesetzt , damit ich denn Beitrag wieder finde, man weis ja nie.
fulli1 am 20 Mär 2021 09:49:58
Moin Helmut, auch von mir ganz viel Anerkennung für die tolle Arbeit! Deine Batterie ist bestimmt zuverlässiger als die meisten Fertigakkus, und du hast wohl auch so manche Nacht mit Tüfteln und Messen verbracht! Der nächste Akku geht schneller! Das 'Feintuning' des BMS ist allerdings zeitaufwendig, die passenden Werte habe ich auch noch nicht gefunden, v.a. die für 80%, 60% etc. Ab jetzt bleibt die Kabeltrommel zu Hause (?) Volker
Rockerbox am 20 Mär 2021 10:01:03
Servus Oberösterreicher :D
Saubere Arbeit, dafür Daumen hoch! Und super präsentiert!
Immer genug Strom
Der Steirer :mrgreen:
sammy116 am 20 Mär 2021 10:29:26
Servus Helmut, zugegeben ich bin neidisch :oops: Meine Hochachtung der Beitrag bringt mich ein Stück weiter in Richtung Selbstbau, ich bin Handwerker, habe aber bisher nicht den Mut gehabt mich daran zu trauen. Erstklassischer Beitrag :ja:
Liebe Grüße von der Donau Helmut
hjkr am 20 Mär 2021 10:38:51
Moin Helmut,
Du hast einen tollen Bildbericht geliefert! Ein dickes Lob von mir aus Schleswig-Holstein. Wer jetzt noch Fehler macht beim Eigenbau eines LiFePO4-Akkus, dem.... :-)
So muss ein Forum sein. Mach weiter so.
Gast am 20 Mär 2021 10:45:57
Hallo Helmut,
du hast meinen vollen Respekt, tolle Arbeit!
Vor allem bewundere ich deine Geduld und deine Energie wie du dich durch die ganzen Threads durchgearbeitet hat um zu deinem Ergebnis zu kommen.
Im Nachhinein ärgere ich mich etwas über meinen Schiss den ich vor einem Akku-Selbstbau hatte, als ich mein Projekt mir meiner LiFePO4 gestartet habe.
Nun wünsche ich dir ein sorgenfreies Strom-Leben und nicht nur das.
Eine Frage habe ich noch zu dem 200A Sicherungsautomaten. Nutzt du den in erster Linie als Schalter oder soll er auch als Absicherung dienen?
lisunenergy am 20 Mär 2021 10:50:45
Hallo Holger,
Du hast ja einen Akku den Du ja aufschrauben kannst. Wenn die Kapazität nicht reicht, hast Du ja alles schon drin. Du musst nur 4gleiche Zellen finden und das Projekt kann beginnen!
Gast am 20 Mär 2021 10:56:56
lisunenergy hat geschrieben:...Du hast ja einen Akku den Du ja aufschrauben kannst. Wenn die Kapazität nicht reicht, hast Du ja alles schon drin. Du musst nur 4gleiche Zellen finden und das Projekt kann beginnen!
Hallo,
das werde ich in Angriff nehmen, sollte mein aktueller Akku mal die Grätsche machen - wobei das bei LiFePO4 dauern kann - oder ich mir ein neues Fahrzeug zulege und ich das alte samt Akku verkaufe.
Gast am 20 Mär 2021 11:03:58
Tolles Projekt - Danke fürs Teilen und Erläutern. Das ist ein fettes + Wert
Gruß
andwein am 20 Mär 2021 11:15:48
basste315 hat geschrieben:Bei einem Treffen nach 50 Jahren !! hat mir ein Schulfreund Polverbinder 4 lagig aus 0,5 mm Kupferblech (40 mm2) angefertigt, der Pluspol ist eine abgewinkelte Kupferstange 2x20mm und fix mit der 200A Streifensicherung verbunden. Helmut
Alles schön und liebevoll gemacht, gute Doku und Beschreibung. Dafür muss ein Pünktchen vergeben werden! Viel Spaß damit, Gruß Andreas
rkopka am 20 Mär 2021 11:31:14
Gutes Vorbild. So etwas wird bei mir wohl auch in den nächsten Jahren kommen (vielleicht etwas kleiner), wenn die derzeitige Batterie aufgibt (und wir mal wieder "richtig" fahren können). Nur eine kleinen Anmerkung:
basste315 hat geschrieben:Alle Plus mit Plus und alle Minus mit Minus verbinden. Zwischen die Zellen muss man Isolierplatten stellen.
In dieser Phase braucht man keine Isolierplatten, da die Gehäuse ja auf einem Pol liegen und diese sowieso verbunden sind. Wenn die Brücken schon da sind und passen, gut, sonst kann man für dieses Laden auch einfach Drähte nehmen. Evt. Spannungsverluste durch den Strom sind unerheblich, weil einerseits der Strom nicht so hoch ist, andererseits gegen Ende der Ladung, wenn es um das gleichzeitige Erreichen der Endspannung geht, kaum noch Strom fließt und damit auch keine Spannungsverluste.
RK
basste315 am 20 Mär 2021 12:20:36
rkopka hat geschrieben: Nur eine kleinen Anmerkung:
"basste315" Alle Plus mit Plus und alle Minus mit Minus verbinden. Zwischen die Zellen muss man Isolierplatten stellen.
In dieser Phase braucht man keine Isolierplatten RK
schadet aber nicht, man braucht sie ja sowieso nachher
rkopka hat geschrieben:... kann man für dieses Laden auch einfach Drähte nehmen. Evt. Spannungsverluste durch den Strom sind unerheblich, weil einerseits der Strom nicht so hoch ist, andererseits gegen Ende der Ladung, wenn es um das gleichzeitige Erreichen der Endspannung geht, kaum noch Strom fließt.. RK
ja, das ist richtig.
Spannungsverluste beim Laden mit dem Labor-Ladegerät Ich habe anfangs die mitgelieferten dünnen Kabelchen mit Krokodilklemmen verwendet. Da sie einerseits an den Buchsen des LL warm wurden und andererseits der Strom von 10 A nach einiger Zeit nicht mehr geliefert wurde, habe ich umdisponiert auf ordentliche Kabel, die 16 mm2 Parallelverbinder der ausgebauten GEL-Batterien.
Um bei nachlassender Stromstärke gegen die Zellchemie weiterhin mit 10 A "anzudrücken" habe ich kontrolliert - bei gleichzeitigem Messen an den Batteriepolen - die Spannung am LL vorübergehend auf bis zu 4 V :!: :!: :!: erhöht (Tipp von Franz "Stocki333). Da muss man aber dabeibleiben oder gleich die nächsten Zellen bestellen :D
Dieser "Trick" mit der kontrollierten Spannungserhöhung geht auch im Seriellverbund, wo ich statt mit 14,65 V teilweise mit 15 V "angedrückt habe". Wenn der Akku schon fast voll ist muss man das aber tunlichst unterlassen! Im seriellen AKKU hat man ja als "Sicherung" das hoffentlich richtig konfigurierte BMS.
Helmut
schnecke0815 am 20 Mär 2021 12:35:11
andwein hat geschrieben:Alles schön und liebevoll gemacht, gute Doku und Beschreibung. Dafür muss ein Pünktchen vergeben werden!
Ich schließe mich Andreas an, vergebe allerdings kein Pünktchen sondern ein extrem dickes Plus. Nicht nur die Arbeit und die Dokumentation sondern auch deine Nachtarbeit bei der Einstellung soll nicht unerwähnt bleiben :respekt:
basste315 am 20 Mär 2021 12:48:15
Labor Ladegerät um ca. € 50,-- incl. Fracht
Aufgrund einer PN-Anfrage möchte ich allgemein antworten, dann haben alle was davon.
Ich fordere Euch auf, stellt Eure Fragen offen im Forum, es gibt keine dummen Fragen, höchstens dumme Anworten. Meistens kommen sie von denselben bekannten Trollen. :evil:
Für die einmalige Nutzung beim Initialladen und gelegentlich als Zusatzlader (einfach parallel zu anderen Ladegeräten) und zur Verwendung bei hoffentlich nicht auftretender zu großer Zelldrift reicht m.E. ein billiges Gerät, wie bei dieses, wo die Feineinstellung mit Rasterung im Vergleich zu anderen fehlt.
Die Spannungsabweichungen gegenüber dem Multimeter sind gering.
Auch der Leistungs-Test mit einer Autoglühbirne als Last war für meinen Zweck zufriedenstellend.
Beim Dauerladen mit voller Leistung (10A) lief zwar zeitweise der Lüfter, dass Gerät blieb aber unbeeindruckt.
Helmut
lisunenergy am 20 Mär 2021 15:23:19
Für alle die nicht probieren wollen oder ausversehen das falsche einstellen --> Link
fulli1 am 20 Mär 2021 15:37:23
... und für diejenigen, die sich den Bau einer Kiste ersparen möchten, hier ein Vorschlag: --> Link Habe es selber noch nicht getestet, weil mein Werk bereits in der Kiste steht, aber hier die Maße (geeignet für 4x200Ah-Zellen): Innen: unten 27,5 x 18,5 oben 29 x 19,5; Höhe 20,0 Außen: 37 x 27; Höhe 26 Als Beispiel für die Wahl möglicher Anschlüsse ein anderes Gehäuse: Amazon Link Volker
basste315 am 20 Mär 2021 16:33:33
lisunenergy hat geschrieben:Hallo Helmut,
Von mir ein dickes Lob für deine Arbeit. Als ich mit den ersten Siebdruck Platten vor Jahren hier erschienen bin, hätte ich nicht gedacht, daß das mal so viele Anlagen werden. Keiner hätte es für möglich gehalten, das das Thema Strom und Autarkie mal so eine Dimension animmt. LiFePO4 ist angekommen und wird das Leben verändern.
Danke für das Lob ! Hätte es nicht vor Jahren Pioniere wie Euch gegeben dann wäre Lithium in der Nische Wohnmobil bis heute nicht angekommen. Wenn ich einen Winston-Y-Bausatz benötigt hätte, wären wir sicher schon ins Gespräch gekommen, man liest nur Gutes über Euch im Forum. Helmut
basste315 am 20 Mär 2021 16:41:11
Fledermaus hat geschrieben:Servus Alles super und genau erklärt mit sehr guten Fotos.
Hab ein Lesezeichen gesetzt , damit ich denn Beitrag wieder finde, man weis ja nie.
Ösis waren immer schon Bastler Helmut
Stocki333 am 20 Mär 2021 16:44:20
hallo Helmut Eine Super Dokument für Selbstbauer. Und eine schöne Motivation, es selbst in die Hand zu nehmen. Für a Elektrisches Nackabatzl hast du eine exzellente Arbeit geliefert. :mrgreen: Franz
basste315 am 20 Mär 2021 16:49:47
fulli1 hat geschrieben:Moin Helmut, auch von mir ganz viel Anerkennung für die tolle Arbeit! Deine Batterie ist bestimmt zuverlässiger als die meisten Fertigakkus, und du hast wohl auch so manche Nacht mit Tüfteln und Messen verbracht! Der nächste Akku geht schneller! Volker
Fertigakkus sind auch nur aus Zellen und BMS, nur die Werbeversprechen stammen aus der Marketingsbteilung. Aufgrund des Booms leidet möglicherweise manchmal das Initialbalancing und die Endkontrolle. Garantie ist zwar da, aber wenn Blei draußen ist, was mache ich 14 Tage ohne auf Reisen? Den Selbstbau hätte ich sicher rascher erledigen können und auch die Nachtschichten habe ich genossen Helmut
basste315 am 20 Mär 2021 16:54:12
Stocki333 hat geschrieben:hallo Helmut Eine Super Dokument für Selbstbauer. Und eine schöne Motivation, es selbst in die Hand zu nehmen. Für a Elektrisches Nackabatzl hast du eine exzellente Arbeit geliefert. :mrgreen: Franz
Danke mein Meister, des Nackabatzl nehme ich als Kompliment, i bin vielleicht in anderen Dingen ein Meister Helmut
basste315 am 20 Mär 2021 17:37:34
Rockerbox hat geschrieben:Servus Oberösterreicher :D
Saubere Arbeit, dafür Daumen hoch! Und super präsentiert!
Immer genug Strom
Der Steirer :mrgreen:
Scheinbar ist da ein Steirer als Missionar bei unseren deutschen Freunden, danke für die Blumen Helmut
basste315 am 20 Mär 2021 17:39:01
Doppelt - gelöscht
Rockerbox am 20 Mär 2021 17:41:54
Helmut,
genau so ist es, ich bin auf einer Mission, schon seit über 25 Jahren .... wo die Liebe hinfällt .... :lach:
basste315 am 20 Mär 2021 17:44:19
sammy116 hat geschrieben:ich bin Handwerker, habe aber bisher nicht den Mut gehabt mich daran zu trauen. Erstklassischer Beitrag :ja: Helmut
Trau dich Namensvetter ! DIe Forengemeinschaft steht hinter Dir ! Helmut
basste315 am 20 Mär 2021 18:16:20
hjkr hat geschrieben:Moin Helmut,
Du hast einen tollen Bildbericht geliefert! Ein dickes Lob von mir aus Schleswig-Holstein. Wer jetzt noch Fehler macht beim Eigenbau eines LiFePO4-Akkus, dem.... :-)
So muss ein Forum sein. Mach weiter so.
Hallo Nordlicht Hans-Jürgen, wenn Verbesserungen gepostet werden, wäre das erwünscht. So lebt das Forum ! Helmut
basste315 am 20 Mär 2021 18:27:33
hmarburg hat geschrieben:Hallo Helmut,
du hast meinen vollen Respekt, tolle Arbeit!
Im Nachhinein ärgere ich mich etwas über meinen Schiss den ich vor einem Akku- hatte, als ich mein Projekt mir meiner LiFePO4 gestartet habe.
Eine Frage habe ich noch zu dem 200A Sicherungsautomaten. Nutzt du den in erster Linie als Schalter oder soll er auch als Absicherung dienen?
Hallo Holger, du warst zu früh dran und verteidigst beharrlich deinen Fertigakku vom Löwen, der ist sicher weit verbreitet und ok, offenbar haben die zu viel verkauft und zu offensiv geworben, das hat mich abgehalten - obwohl der Löwe lange mein Favorit war. Wenn du per App Zugriff hast, kannst du dir helfen und wirst lange Freude mit dem Akku haben. Den ursprünglich sogar eingebauten 200A Sicherungsautomaten habe ich eliminiert und dafür eine 200A Streifensicherung eingebaut. Besseres Kurzschlussverhalten und schöner Plus-Abschluss. Die schwachen Anschlüsse würden bei Dauerlast auch warm werden. Helmut
basste315 am 20 Mär 2021 18:34:37
andwein hat geschrieben:Alles schön und liebevoll gemacht, gute Doku und Beschreibung. Dafür muss ein Pünktchen vergeben werden! Viel Spaß damit, Gruß Andreas
Danke Andreas, ein Kompliment von Dir freut mich besonders! Helmut
basste315 am 20 Mär 2021 18:36:27
bigben24 hat geschrieben:Tolles Projekt - Danke fürs Teilen und Erläutern. Das ist ein fettes + Wert
Gruß
Vielen Dank Helmut
frebeka am 20 Mär 2021 19:35:10
Danke Helmut für die vielen wertvollen Infos. Ist doch toll wenn was selbst gebautes so funktioniert. :)
Ich habe kurz nach dir begonnen einen 280 Ah LiFePo4 Akku aufzubauen. Die Kiste ist fertig, Zellen geladen aber ich warte noch aufs BMS. Das Kompettpaket werde ich euch hier vorstellen.
Energiemacher am 20 Mär 2021 20:25:07
basste315 hat geschrieben:Labor Ladegerät um ca. € 50,-- incl. Fracht
Hallo,
ich möchte deine "Kaufempfehlung" gerne um dieses Netzteil: --> Link ergänzen. Der Vorteil ist tatsächlich die Feinjustierung.
Der Preis ist ja inkl. (schnellem) Versand aus Polen identisch.
Am Montag kommen meine 200Ah Basen Grad A Zellen, die ich am 29.01 über Alibaba bestellt habe. Dann wird das Netzteil entsprechend eingesetzt. :-)
Grüße und Danke für deinen tollen Bericht
traveller-71 am 20 Mär 2021 21:11:03
Hallo Helmut,
... saubere Arbeit und schöne Beschreibung! Vielen Dank für's Teilen :top: :)
basste315 am 20 Mär 2021 21:12:34
Moderation:Bitte nutze die Zitatfunktion, wenn Du Mitglieder zitieren willst - dies macht es den anderen Nutzern leichter, Deine Texte von den Zitatinhalten zu unterscheiden. Das unvollständige Zitat wurde entfernt.
Gerne, du kannst dich ja mit einem Bericht revanchieren Helmut
basste315 am 20 Mär 2021 21:14:16
Sorry, mit dem Handy kann man keinen vernünftigen Beitrag schreiben