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2x AGM gegen LIFe tauschen ?


xj-inside am 04 Nov 2021 13:37:34

Hall
wir haben 2x95Ah AGM drin. Sind erst 2 Jahre alt. Der Hauptverbraucher ist der Kompressorkühlschrank Kissmann 100 mit 4Ah/Std. Kein Fernseher etc
Weiter: Solar 240Ah, Booster 30A v Votronic, Ladegerät Truma (kann kein Li), Solarregler kann auch kein Li
Was mich an einen Umrüstung denken lässt:
- wir sind immer über 3,5t
- stehen wir mal 1,5Tage ohne Solarstrom (max 240Watt) zieht der Küli die Batterien leer.

Um das weiter zu verfolgen brauch ich ein paar Infos, Ihr könnt sicher helfen:
- was ist der Unterschied LiFeYP04 und LiFeP04
- müsste ich Ladegerät und Solarregler auch tauschen?
- das Fahrzeug steht im Winter unter Dach an Landstrom. Bei Kälte wird dann die Li-Batterie nicht geladen?
- welches Batteriefabrikat ist zu empfehlen (schwierige Frage?)

Danke

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huohler am 04 Nov 2021 13:52:19

Die Angabe für deinen Kühlschrank von 4Ah/h ist nicht korrekt. Damit wäre deine Batterie schon nach einem halben Tag leer.
Kissmann gibt 14W/h an, was etwas mehr als 1Ah/h oder 25- 30 Ah pro Tag bei Normaltemperatur sind. Bei heißem Wetter natürlich entsprechend mehr.
Bei der Auswahl der Batterie ist ein entscheidendes Kriterium wo die Batterien untergebracht sind. Unter den Sitz passen keine Winston (die mit Y).

Hubert

miata97 am 04 Nov 2021 16:05:54

Hallo Frank,

unser Setup war dem Deinen sehr ähnlich. Allerdings ohne Booster und nur 200 WP Solar. Die Problemlage war aber die gleiche - 2 Tage ohne Landstrom waren mit dem Kompressor-Kühlschrank das absolute Maximum.

Wir haben dann 2x95 Ah AGM durch eine Liontron 200 Ah in der Bauform für unter dem Ducato-Sitz ersetzt. Teuer aber gut. Nach meinem Verständnis nehmen diese Batterien aufgrund des eigenen Batteriemanagement-Systems so ziemlich alles, was man ihnen an Ladestrom hinwirft. Eine explizite "Lithium-Funktion" insbesondere des Bordladegeräts könnte also entbehrlich sein. Das würde ich aber mit dem Batteriehersteller abstimmen.

Über Strom haben wir seitdem nicht mehr nachgedacht. Das Ladekabel hat die 3 Wochen in Frankreich in der Kiste verbracht.

Vielleicht würde ich aber zumindest den Solarregler gegen was Modernes tauschen. Ein aktueller Votronic oder Victron holt nach meiner Beobachtung aus den Panels auch das letzte bisschen Strom raus und macht aufgrund seiner Intelligenz den Akku dann auch richtig voll. Der Solarregler ist ja meist auch nicht so tief in das System integriert wie das Bordladegerät und daher einfach und zu vertretbaren Kosten zu tauschen.

Wir sind mit der Lösung happy. Über die (hoffentlich recht lange) Lebensdauer des Akkus gerechnet ist es uns das wert...

Gruß,
Thomas

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Sprinterklasi am 04 Nov 2021 17:21:55

Hallo,
zu deiner Frage nach dem "y":
Diese Zellen (meist von Winston) können auch bei tiefen Minusgraden (bis ca. -20°) noch genutzt werden. Bei denen ohne "y" ist meist bei 0° Schluß. Bei den meisten Nutzern dürfte dies keine Rolle spielen. Da ich mit dem Gedanken spiele, die Lipos auch als Starterbatterie zu nutzen und auch Winterurlaub mache, geht es nur mit "Y". Leider sind die allseits wegen ihrer Qualität gelobten Winstons sehr hoch und am Stammplatz der Starterbatterie nicht nutzbar (bei mir ein 906er Sprinter mit der Batterie unter dem Fahrerfußraum)
PS: Noch etwas zur restlichen Technik:
Ich habe jetzt im achten Jahr eine Winston 100 Ah ohne jede Änderung der Ladetechnik an einem Schaudt EBL und es klappt prima. Nachdem eine Zelle seit 2 Jahren etwas zurück blieb, habe ich einen kleinen aktiven Balancer für 14€ eingebaut.(Diese Platine mit den dicken Kondensatoren) Für mich ist das fast ein Wunderding, alle Zellen ,auch die schwache, seitdem bis auf höchstens 5/100 V gleich. Einfach super, es geht auch ohne teures und kompliziertes BMS.
Nie mehr ohne Lipo!
Schöne Grüße, klasi

mv4 am 04 Nov 2021 17:30:54

huohler hat geschrieben:Bei der Auswahl der Batterie ist ein entscheidendes Kriterium wo die Batterien untergebracht sind. Unter den Sitz passen keine Winston (die mit Y).

Hubert


wieviel fehlt den um beim Ducato Winston unterm Sitz zu bringen ?

der TE meinte sicher 240Wh solar...

xj-inside am 04 Nov 2021 18:02:48

Hallo
Es ist weder ein Ducato noch ein Sprinter.
Es ist ein Landrover mit Wohnkabine. Die Batterien sind seitlich quasi in einer Außenklappe untergebracht. Es ist schon isoliert aber nicht direkt beheizt. Schwierig zu beschreiben. Ich könnte aber einen kleinen Heizschlauch hinlegen. Gibt natürlich nur Sinn wenn die Heizung läuft.

Danke für die Infos,
Eins ist noch offen. Was ist im Winter wenn das Fahrzeug an Landstrom 4 bis 5 Monate steht. Wegen dem unter 0grad.

xj-inside am 04 Nov 2021 19:18:04

[/quote]

der TE meinte sicher 240Wh solar...[/quote]

Klar, natürlich 240Wh

Gast am 04 Nov 2021 19:51:53

huohler hat geschrieben:Bei der Auswahl der Batterie ist ein entscheidendes Kriterium wo die Batterien untergebracht sind. Unter den Sitz passen keine Winston (die mit Y).

Hubert
mv4 hat geschrieben:
wieviel fehlt den um beim Ducato Winston unterm Sitz zu bringen ?

der TE meinte sicher 240Wh solar...


Ich kenne den Platz unter dem Sitz nicht. Die 200er Winston sind sicherlich zu hoch, aber würden da nicht, statt 4*200Ah; 8*100Ah drunterpassen? Andere Aufbau gleiche Kapazität

Gruß

Acki am 04 Nov 2021 20:36:47

bigben24 hat geschrieben:...

Ich kenne den Platz unter dem Sitz nicht. Die 200er Winston sind sicherlich zu hoch, aber würden da nicht, statt 4*200Ah; 8*100Ah drunterpassen? Andere Aufbau gleiche Kapazität

Gruß

Ich glube mich zu erinnern, dass 100er Zellen auch nicht passen!

Hatte aber hier --> Link einmal eine Idee mit 160 Ah platziert!
Was man mit 130er Zellen - die in der Höhe passen - bauen könnte, habe ich mir noch nicht überlegt ... :nixweiss:

BiggiK am 04 Nov 2021 20:52:09

xj-inside hat geschrieben:Danke für die Infos,
Eins ist noch offen. Was ist im Winter wenn das Fahrzeug an Landstrom 4 bis 5 Monate steht. Wegen dem unter 0grad.


Den Batterien machen Minusgrade grundsätzlich nichts aus, die können das problemlos vertragen. Bloß kannst du sie dann nicht laden, wenn es nicht die Y Zellen sind. Daher sind diese Batterien für wintercamper nur geeignet, wenn sie im geheizten Bereich untergebracht sind. Es wäre auch schlecht, diese Batterien monatelang am Landstrom zu lassen. Wenn du keine Verbraucher an hast, kann die Batterie ohne laden auf den Frühling warten. Das mit dem landstrom ist ja ein Relikt aus der Zeit der alten Technik, davon kannst du dich dann lösen.
Oder du möchtest hier im Forum den Rekord knacken für die meisten Abschaltungen des BMS wegen zu niedriger Temperatur beim laden. Damit verhindert das BMS dann, dass die Zellen Schaden nehmen.
Gruß Birgit

xj-inside am 05 Nov 2021 19:12:15

Ich muß nochmal nachhaken. Hab jetzt hier viel nachgelesen und bin auf die Idee gekommen, nur eine der AGM gegen eine LiFe zu tauschen.
Nochmal zusammengefasst:
- zur Zeit 2x95Ah AGM
- Küli Kompressor Kissman KB100
- nach 20 Stunden ohne Solar sind die Batterien bei 50% = 12,2V
- Gewichtsprobleme 3,5t
- Solarregler Phocos (--> Link) möchte ich ungern tauschen wegen vorhandener Fernanzeige
- Booster Votronic VCC 1212-30
- Ladegerät Truma BC630

Wenn ich eine AGM gegen eine LiFe mit ca 100Ah tausche, erhöhe ich die Gesamtkapazität um ca 50%
(vorher 2x95Ah / 2 = 95Ah nachher 95Ah/2+100Ah = 147Ah). Das ist schon was.

Die LiFe könnte ich mit einem temperaturgesteuerten Lastrelais von der AGM trennen, so daß sie bei < 5°C nicht geladen wird.
(--> Link)

Der Solarregler als auch der Ladeautomat Truma BC630 stehen auf GEL (gibt nix anderes), der Booster z.Zt. auf AGM, wobei der dann 14,7V Ladeschlußspannung hat. Da muß ich die AGM nochmal checken, die hab ich 2020 in Mexiko eingebaut, ob das korrekt ist.

Brauch ich sonst noch was, was übersehen? Was meint der Fachmann?
Und welche LiFe nehm ich dann? Eine, welche ca. die gleichen Maße wie die AGM hat?! Bitte um Tipps!

Danke

WomoTechnikService am 05 Nov 2021 20:16:51

xj-inside hat geschrieben:...bin auf die Idee gekommen, nur eine der AGM gegen eine LiFe zu tauschen.


Tu es nicht, sogenannte Hybridsysteme funktionieren nicht wirklich... Es wird aufgrund der höheren Spannung immer die Liethium belastet, bei geringen Strömen wie dem Kühlschrank wird die Blei erst einspringen, wenn die Lithium völlig leer ist. Die Kennlinien sind einfach zu verschieden. Du machst die Vorteile der Lithiumbatterie mit der parallel geschalteten Blei zunichte, abgesehen vom Gewicht, dass ja bei Dir auch eine entscheidende Rolle spielt.

xj-inside hat geschrieben:Solarregler Phocos (--> Link) möchte ich ungern tauschen wegen vorhandener Fernanzeige


Den wirst Du tauschen müssen, weil die 14,7V Absortionsspannung viel zu viel sind für Lithium, diese sind mit 14,2 oder 14,4V zu laden.

Wie sind die Blei angeordnet? Stehen sie nebeneinander? Dann passt z.B. liegend eine 150er Liontron rein. Diese hat 162Ah und Du kannst 90% entladen...

LG Peter

andwein am 06 Nov 2021 11:31:32

WomoTechnikService hat geschrieben:......Tu es nicht, sogenannte Hybridsysteme funktionieren nicht wirklich... Es wird aufgrund der höheren Spannung immer die Liethium belastet, bei geringen Strömen wie dem Kühlschrank wird die Blei erst einspringen, wenn die Lithium völlig leer ist.
LG Peter

Sorry, ich schätze deine Arbeit, aber hier bist du im Irrtum!
1. Hymer macht dies seit ca. 2 Jahren und hat damit keine Probleme
2. Gerade die verschiedenen Kennlinien (vor allem die Ladespannung) ermöglichen in der Parallelschaltung einen sanften übergangslosen Betrieb bei Ladung und Entladung
3. Ich betreibe so ein System seit Juni. Zuerst im Keller (experimentel und Messtechnisch) und seit Juli auch im eingebauten Zustand.
Man kann über die Vor- und Nachteile der Konzeptionen (Winston, Polbalancer, Lastrelais, oder Plug n Play, Eigenbau mit den Blauen oder ein Hypridsystem aus AGM und Plug n Play) kräftig diskutieren, klar.
Aber eines kann man schlichtweg nicht sagen: Das ein Hybrid System nicht funktioniert. Über die Lebensdauer der zusammen geschalteten Komponenten kann man natürlich im Augenblick wenig sagen, aber das gilt für ziemlich alle Plug n Play oder Eigenbausysteme, die mit den Blauen Bechern relativ unbekannter Herkunft und Qualität verbaut werden.
Vielleicht ein bisschen was zum Einlesen in einer ruhigen Minute?? --> Link.
mit freundlichen Grüßen, Andreas

Gast am 06 Nov 2021 12:14:52

xj-inside hat geschrieben:I....
Und welche LiFe nehm ich dann? Eine, welche ca. die gleichen Maße wie die AGM hat?! Bitte um Tipps!

Danke


Ich, und wahrscheinlich viele wissende Protagonisten würden im Moment von Fertigakkus abraten, da die meisten wohl mit unbalancierten Zellen vom Chinamann gebracht und ausgeliefert werden und den Nuzern damit reichlich Probleme bereiten. Es gibt zu eigentlich allen Fertigakkus genügend Fäden mit "Hilfe mein Akku macht Probleme" egal wie sie heißen. Einfach mal in die Suche gehen

WomoTechnikService hat geschrieben:
... Dann passt z.B. liegend eine 150er Liontron rein. Diese hat 162Ah und Du kannst 90% entladen...

LG Peter


Deshalb würde ich mir auch den vorgenannten Tipp auch nochmal überlegen. --> Link.

Die einzigen Anlagen, die nachweislich problemlos arbeiten sind diese --> Link , arbeiten auch bei Frost und das seit fast 10 Jahren.

Hoffe geholfen zu haben

Gruß

Acki am 06 Nov 2021 13:04:41

WomoTechnikService hat geschrieben:...
Tu es nicht, sogenannte Hybridsysteme funktionieren nicht wirklich...

Meinest Du das im Ernst?
Dann hast Du vielleicht ein paar interessante Dinge hier im Forum verpasst ...
--> Link
--> Link

WomoTechnikService am 06 Nov 2021 22:04:24

andwein hat geschrieben:Sorry, ich schätze deine Arbeit, aber hier bist du im Irrtum!


Acki hat geschrieben:Meinest Du das im Ernst? Dann hast Du vielleicht ein paar interessante Dinge hier im Forum verpasst ...


Eure Tests haben funktioniert, okay, aber es geht hier nicht nur um Profis, die ständig alles messen und den Lithiumakku im Winterlager aus dem Hybridsystem trennen usw. sondern darum, dass der normale Nutzer ohne Fachwissen das Fahrzeug nutzt und auch mal 3 Monate abstellt, ohne irgendwelche Schaltvorgänge und Messungen zu machen. Ich habe selbst mal, als Hymer damals damit anfing (ich habe 200 Kunden im Jahr hier, aber noch nicht einen mit dem Hymer-Hybrid-System gehabt, kauft das keiner?) mal eine Blei und eine Winston mit einem 20A-Messgerät parallelgeschalten, es flossen fast ständig Ausgleichströme zur Blei und nur bei hoher Belastung der Winston (2000W) hat die Blei auch Strom geliefert, allerdings dann auch die 20A-Sicherung im Messgerät gekillt...

Wo ich eine Art Hybridsystem einsetzen würde und nächstes Frühjahr mal experimentieren will, sind meine Starterakkus im Boot, da sind zweimal zwei 95Ah Blei für die beiden Sechszylinder-Diesel drin, das sind fast 120kg... und eine 200er Winston für die restliche Versorgung. Dort will ich pro Motor auf eine Blei reduzieren und diese später eventuell auch auf 75Ah verkleinern, aber sie zum Schutz der Lichtmaschine immer dran lassen und nur zum Starten per Taster die Winston auf die jeweilige Batterie parallel schalten. Geladen wird die Winston jetzt schon über je einen Booster von den beiden Starterbatterien, wenn die Limas laufen. Das bleibt so.

LG Peter

Gast am 06 Nov 2021 22:52:16

WomoTechnikService hat geschrieben:
Eure Tests haben funktioniert, okay, aber es geht hier nicht nur um Profis, die ständig alles messen und den Lithiumakku im Winterlager aus dem Hybridsystem trennen usw. sondern darum, dass der normale Nutzer ohne Fachwissen das Fahrzeug nutzt und auch mal 3 Monate abstellt,

LG Peter


Bin nun kein Akkuprofi aber habe auch seid März ein Hybridsystem, 100Ah Lithium und 260Ah Blei, funktioniert bis heute Besten. Wenn die Lithium unter 20% fällt dann kommt der Bleiakku zum tragen, bis jetzt habe ich es noch nicht geschafft das der Lithiumakku auf 0 steht, was für den Lithiumakku von Vorteil ist und der Bleiakku steht fast immer bei 100%, Entladung auf unter 50% war bis heute noch nicht nötig.
Ich sehe darin für beide Akkus einen Vorteil bei der Benutzung, die Erfahrung wird zeigen ob es richtig ist oder falsch, no risk no fun.
Was wiederum anders ausschaut wenn man das als Firma verkauft.

xj-inside am 07 Nov 2021 13:02:50

Vielen Dank für die Diskusion. Ich hab alles sorgsam gelesen, auch die verlinkten threads. Die Probleme mit unbalancierten Fertigbatterien lassen mich zaudern.
Gut, ein Hybridsystem hab ich bereits verworfen. Aber ob ich generell auf Li umstelle?
Hintergrund ist das ich mit dem Fahrzeug weltweit unterwegs bin, zuletzt Nordamerika, als nächstes hoffentlich Südamerika. Ich brauch was problemfreies, fas sich überall ersetzen/reparieren lässt.
Ob da eine Li Batterie das richtige ist?
Die jetzigen AGM hab ich in Mexiko eingebaut weil die alte Gel im Eimer war.
Eine Li hätte ich da weder reparieren noch kaufen können.

rolfk am 07 Nov 2021 13:22:36

Darf ich fragen,warum du das Hybridsystem verworfen hast? Das könntest du bei Ärger mit der Li jederzeit/überall durch hinzufügen eines Bleiakkus retten.

xj-inside am 07 Nov 2021 13:52:26

Ist mir zu undurchsichtig.

Ich brauch was einfaches.

Vergleichbar zB mit der Wasserversorgung in meinem Auto. Für Bad und Küche einfach jeweils eine Tauchpumpe im Wassertank. Fertig. 15 Euro Teil, eine als Reserve dabei, wiegt nix kostet nix kannst überall kaufen. Nix Druckwasserversorgung etc.

fschuen am 07 Nov 2021 14:49:57

Es gibt Li-Batterien mit ganz normalen Polanschlüssen. Die könntest du für den sehr unwahrscheinlichen Fall eines Unterwegsdefekts durch eine Bleibatterie ersetzen. Oder du bringst zwei halb so grosse Li-Batterien unter, das ist dann auch ausfallsicherer. In jedem Fall ist aber Librobuster und zuverlässiger als Blei, nur nicht an jeder Tankstelle erhältlich.

Gruss Manfred

andwein am 07 Nov 2021 15:05:32

WomoTechnikService hat geschrieben:....Eure Tests haben funktioniert, okay, aber es geht hier nicht nur um Profis, die ständig alles messen und den Lithiumakku im Winterlager aus dem Hybridsystem trennen usw. sondern darum, dass der normale Nutzer ohne Fachwissen das Fahrzeug nutzt und auch mal 3 Monate abstellt, ohne irgendwelche Schaltvorgänge und Messungen zu machen.
LG Peter

Also jetzt solltest du wirklich einmal lesen was ich geschrieben und dokumentiert habe.
Ja, ich habe im Keller gemessen, da wars halt einfacher. Ja, ich habe das dokumentiert und ja ich habe fachlichen Hintergrund.
Aber den hast du auch, deshalb verstehe ich den fachlichen Hintergrund deiner Einwände nicht. OK, wenn du kein Hybridsystem magst, aber das ist kein Grund anderen Lösungen die Funktion abzusprechen.
Aber dann habe ich ohne Änderungen am Bordsystem die beiden Batterien eingebaut und vergessen. Ich wollte im anschließenden Urlaub nur noch wissen wie lange die beiden Batterien durchhalten und das war 7 Sommertage lang ohne 230V Anschluß (allerdings mit Solarunterstützung) und dann war die Kombination auf 49% SoC und nach einer Stunde Fahrt ohne Booster (Transit halt) wieder voll.
Was willst du mehr an Praxis??
Gruß Andreas

WomoTechnikService am 07 Nov 2021 17:24:31

andwein hat geschrieben:OK, wenn du kein Hybridsystem magst, aber das ist kein Grund anderen Lösungen die Funktion abzusprechen.


Mache ich ja gar nicht, nur meine Messungen, die Messungen von christiancastro:

christiancastro hat geschrieben:Bin nun kein Akkuprofi aber habe auch seid März ein Hybridsystem, 100Ah Lithium und 260Ah Blei, funktioniert bis heute Besten. Wenn die Lithium unter 20% fällt dann kommt der Bleiakku zum tragen...


und die theoretische Betrachtung von Lars von Lisunenergy zeigen, dass die Blei erst liefert, wenn die Lithium fast leer ist und warum sollte ich dann, wie z.B. christiancastro, 66kg Blei durch die Gegend fahren, wenn es eine zweite Lithium mit 100Ah und 13 oder 15kg auch tun würde? Außerdem würden beide Lithiums gleichmäßig belastet, dadurch weniger Zyklen haben und vielleicht auch nicht so oft bis auf 20% entladen werden müssen, so dass die Lebensdauer steigen würde (Bsp. Winston-Datenblatt: Entladung bis 30% = 7000 Zyklen, Entladung bis 20% = 5000 Zyklen.)

Ich habe oben schon ein Beispiel genannt, ich würde ein "Hybridsystem" als Starterbatterie bevorzugen, um die Lichtmaschine zu schonen (falls das BMS den Lithium mal abschaltet, fehlt die Last), aber nur im Moment des Anlassens parallelschalten und dann zum Laden einen Booster für die Lithium dazwischenschalten...

LG Peter

andwein am 07 Nov 2021 17:39:34

WomoTechnikService hat geschrieben:....und die theoretische Betrachtung von Lars von Lisunenergy zeigen, dass die Blei erst liefert, wenn die Lithium fast leer ist. LG Peter

Ja, ja, die Theorie! Die Praxis oder die gemessenen Werte bei mir und "Acki" zeigen halt was ganz was anderes. Und es gibt hier noch viele andere, die so ein System benutzen.
Aber in einem gebe ich dir recht. Ich würde als Gewerbetreibender nie eine neue Li und eine gebrauchte AGM zusammen schalten und als Anlage einbauen. Die Sachmängelhaftung bei eventuellen Abweichungen, egal ob Li, Blei oder Booster ist zu schwierig zu klären. Und als Firma würde ich solche Aufträge ablehnen.
Aber wir sprechen nicht über rechtliche Fragen sondern über funktionstechnische und da sprechen die zeitgleich bemessenen Lade-und Entladeströme bei beiden Batterien eine ganz klare und andere Sprache.
Aber seis drum, Gru? Andreas

fschuen am 07 Nov 2021 17:43:44

WomoTechnikService hat geschrieben:Ich habe oben schon ein Beispiel genannt, ich würde ein "Hybridsystem" als Starterbatterie bevorzugen, um die Lichtmaschine zu schonen (falls das BMS den Lithium mal abschaltet, fehlt die Last)


Das ist der Lichtmaschine egal, aber die Fahrzeugelektrik muss halt den Spannungspeak abkönnen. Geht bis 100 Volt hoch. Daher würde ich eine Fahrzeugbatterie nie mit BMS betreiben, und auch bei Aufbaubatterien finde ich die OVP-Abschaltung daneben. Die Überspannung muss ja irgendwo herkommen, und das Wegschalten der Batterie macht dann nur Sinn, wenn einem die restliche Elektrik egal ist. Der Vorteil von Starter- Hybrid liegt m.E. darin, dass die Blei-Starterbatterie original bleiben kann. Moderne Fahrzeuge mit Bastelüberwachung können da sehr zimperlich sein. Eine kleine Lithium zur Schonung der Starterbatterie sollte aber immer gehen, Linano bietet das auch kommerziell an.

Im Aufbaubereich funktioniert ein Hybrid zwar auch prima, weil die Li das Blei schön auf Zug hält, die Vorteile gegenüber zwei Li-Batterien sind mir aber auch nicht klar. Vir allem wegen Gewicht und Winterpflege, die gleichmässige Belastung ist bei Li wurscht. Der Hardcorenutzer-Dauerbewohner schafft vielleicht 200 Zyklen im Jahr, Otto Normalcamper eher zehn.

Gruss Manfred

Acki am 07 Nov 2021 18:10:19

WomoTechnikService hat geschrieben:...Bsp. Winston-Datenblatt: Entladung bis 30% = 7000 Zyklen, Entladung bis 20% = 5000 Zyklen.)
...

Welche der beiden Zyklenzahlen würde denn unser Wohnmobil-Leben zeitlich beeinträchtigen?!

Ansonsten habe ich in den genau 12 Monate, in den denen mein Hybridsystem nun im Einsatz ist, genau die gleichen Beobachtungen gemacht, wie sie "cristiancastro" weiter oben
beschreibt: Der Lithium-Akku geht kaum unter 15-20% im realen Betrieb, bzw. vielleicht kurzfristig, bei sehr hoher Energieentnahme bei tiefem Stand des Lithium-Akkus ... danach fliesst aber sofort wieder etwas vom Pb-Akku zurück in den Lithium-Akku!

Gast am 07 Nov 2021 18:21:34

xj-inside hat geschrieben:Vielen Dank für die Diskusion. Ich hab alles sorgsam gelesen, auch die verlinkten threads. Die Probleme mit unbalancierten Fertigbatterien lassen mich zaudern.
...
Ob da eine Li Batterie das richtige ist?
..

Na klar, nur keine Fertigakkus. Gerade bei Deinen Reisen brauchst Du was zuverlässiges nach dem Motto "Make it idiotproof" Winstonzellen, mit Balancern, Thermokontakten und einer Abschalteinheit, mehr braucht man nicht, auch kein BMS als zusätzliche Fehlerquelle. Den Link hatte ich oben mal eingestellt

Gruß

rolfk am 07 Nov 2021 21:03:52

Es ist schon erstaunlich, wie viele verschiedene Ansichten man über die Zusammenarbeit zweier Akkus haben kann, nur weil sie verschiedene Entladespannungskurve, verschiedenen Innenwiderstand und verschiedene Hysterese zwischen Lade- und Entladekurve haben.
Natürlich unter der erschwerten Bedingung, das das Ergebnis der Überlegungen von der Entladetiefe und vom Entladestrom abhängt .

andwein am 08 Nov 2021 11:40:23

fschuen hat geschrieben:...Im Aufbaubereich funktioniert ein Hybrid zwar auch prima, weil die Li das Blei schön auf Zug hält, die Vorteile gegenüber zwei Li-Batterien sind mir aber auch nicht klar. Gruss Manfred

Eine Antwort aus meiner Sicht:
Vorteil Hybrid: Bei Verwendung von LiFeYPO4 keine, aber dafür höherer Preis für LiFeYPO4, Bei Verwendung ohne Y besseres Kälteverhalten der Gesamtanlage, Li kann zum Schutz mal für 2-3h von der Ladung abgeschaltet werden. Bei guter vorhandener AGM Batterie kann die Li einfach zugeschaltet werden, Kostenersparnis.
Nachteil Hybrid: höheres Gewicht und höheres Volumen durch Bleibatterie, für Kastenwagen und "nicht Winter Camper/Fahrer" uninteressant.
Gruß Andreas

Acki am 08 Nov 2021 11:53:23

andwein hat geschrieben:...
Nachteil Hybrid: höheres Gewicht und höheres Volumen durch Bleibatterie, für Kastenwagen und "nicht Winter Camper/Fahrer" uninteressant.
Gruß Andreas

Noch ein kleiner Vorteil des Hybridsystems (der bei mir z.B. zum Tragen kommen könnte):
Man stellt den Li-Akku neben den Pb-Akku und schliesst ihn daran parallel an und hat nun mindestens die doppelte zur Verfügung stehende Kapazität.
Man stellt die Kapazität am BC um und die Ladeprogramme an den Ladequellen und alle funktioniert!

Wenn man das Fahrzeug kurz- oder mittelfristig verkaufen will, stellt man die Einstellungen wieder zurück und baut den Li-Akku aus und nimmt ihn mit ins nächste Mobil.
Der zurückbleibende Pb-Akku dürfte dann noch recht gesund sein und kann dem Nachfolger - ohne Ersatz durch einen neuen - überlassen werden!

fschuen am 08 Nov 2021 12:07:37

Hallo Acki,

den Vorteil kann ich aber noch weiter auf die Spitze treiben: die Lithiumbatterie mit Polklemmen eignet sich prima für den Teilzeithybrid im Mietmobil.

Gruss Manfred

WomoTechnikService am 08 Nov 2021 12:31:12

andwein hat geschrieben:Bei Verwendung ohne Y besseres Kälteverhalten der Gesamtanlage, Li kann zum Schutz mal für 2-3h von der Ladung abgeschaltet werden.


Das ist nun wirklich ein Vorteil, an den ich bisher als Winston-Nutzer noch gar nicht gedacht habe...

andwein hat geschrieben:Bei guter vorhandener AGM Batterie kann die Li einfach zugeschaltet werden, Kostenersparnis.


Dann aber aufpassen, einige Fertigakkus haben 14,2V als Ladeendspannung, neuere AGMs 14,7V...

LG Peter

andwein am 09 Nov 2021 11:15:54

WomoTechnikService hat geschrieben:.....Dann aber aufpassen, einige Fertigakkus haben 14,2V als Ladeendspannung, neuere AGMs 14,7V...
LG Peter

Peter, du bist Handwerker, hast die Ressourcen! Schließe genau diese Typen Fertigakkus und Blei vollgeladen einmal zusammen. 10 Min Arbeit. Es fließt kurz ein kleiner Ausgleichstrom und an dem nun gemeinsamen Pluspol misst du die gleiche Spannung.
Und wenn du deine Ladequellen anschließt hast du auch wieder eine leicht höhere aber gleiche Spannung. Und zu dem Thema AGM 14,7V begehst du in dieser Argumentation einen Denkfehler.
Ja, die limitierte Ladeendspannung ist 14,7V, aber die Lade- und Nachladespannung muss darunter liegen (Gasungsgefahr). Und dann hast du bei Li eine Ladespannung von 14,2V und bei den AGM vielleicht 14,4-14,5V, das sind gerade mal 0,3V Unterschied.
Im Übrigen: Mess deine Ladequellen mal unter ohmscher Last bei 8-10A, da erreicht keines mehr als 14,4-14,5V.
Nur Ergebnisse aus meiner Kellerlabor Messtechnik und im Fahrzeug, Gruß Andreas

deacheapa am 09 Nov 2021 12:48:48

andwein hat geschrieben:.............. Gruß Andreas

:daumen2:

Garfield59 am 16 Nov 2021 16:43:34

Hallo Themenstarter,
vielleicht solltest Du Dein Problem mal anders angehen und Dir nacheinander eine Reihe von Fragen stellen:

1. Wie dringend ist Dir der Wunsch nach einer Gewichtseinsparung? --- Wenn Dir das wirklich wichtig ist führt an einer Umstellung auf LiFe(Y)Po4 kein Weg vorbei.

2. Willst Du durch den Batterietausch eine Erhöhung der zur Verfügung stehenden Batteriekapazität erreichen oder lediglich Gewicht sparen? --- Zwei 95 Ah AGM kannst Du durch einen Selbstbauakku LifePo4 mit 90Ah - 125Ah ersetzen, der Aufwand für Bau und Einbau ist aber nur wenig Größer wenn Du einen 280Ah - 310 Ah Selbstbauakku verwendest. Ist auch eine Finanzfrage.

3. Willst Du Deinen Akku wirklich im Winter bei unter 0° C laden? --- Wenn Ja kommst Du an LiFeYPo4 nicht vorbei, wenn Du sie nur unter 0°benutzen willst bis Dein Fahrzeug (und damit auch Deine Batterie) aufgeheizt ist, dann tun es auch normale LiFePo4 Zellen.

3. Bist Du handwerklich (auch elektrisch) geschickt und willst Du daher diesen Umbau und den Bau der Batterie selber machen? --- Dann kannst Du viel Geld sparen, musst Dir aber ggf. einiges an KnowHow aneignen bzw. auch Geräte anschaffen (z.B. einen Batterietester). Bitte unterschätze diesen Punkt nicht, beim Aneignen von KnowHow verballerst Du leicht viele viele Stunden. Da ist es evtl. besser einen der (auch hier im Forum vertretenen) Fachleute zu beauftragen.

Noch ein Paar Bemerkungen von mir - ich habe im letzten Frühjahr einen fast neuen AGM 105 Ah durch eine LiFePo4 mit 280 Ah ersetzt.

- Unbedingt ein Smart-BMS verwenden, damit kannst Du über Bluetooth den aktuellen Zustand der Batterie in Sekunden kontrollieren.

- Das Problem des über den Winter an Landstrom angeschlossenen Fahrzeugs ist keines. Einfach einen Hauptschalter direkt vor der Batterie einbauen und die Batterie mit 70 % SOC vor dem Anschließen an den Landstrom ausschalten und alle 3 Monate kontrollieren.

- Als Solarladeregler z. B. einen MPPT Viktron Smart Laderegler verwenden. Diese Regler sind individuell einstellbar und damit kannst Du über die Vorgabe der Ladeschlussspannung verhindern, dass die Batterie immer vollgeknallt wird (Das wäre ja der Haltbarkeit Deines Akkus abträglich).

- Solltest Du über die Anschaffung eines neuen Landstromladegerätes nachdenken wäre da ebenfalls ein Viktron-Smart Lader anzuraten. Bzgl. des Akkus gilt da das gleiche wie beim Solarladeregler erwähnt.

- Der Ladebooster sollte unbedingt eine Einstellmöglichkeit mit einer Ladespannung von max. 14,4 V haben oder eine Einstellmöglichkeit für Lithium Akkus. Bitte bedenke aber auch, dass ein Ladebooster nur so stark ist wie die Lichtmaschine des Fahrzeugs.

- Vom Kauf der Akkuzellen (z.B. die blauen prismatischen Zellen) direkt in China rate ich ab, die Zellen gibt es auch bei Amazon oder aus anderen Quellen in Deutschland. Gerade bei den Akkuzellen kann es Dir sonst leicht passieren das man Dir gebrauchte Zellen oder B-Ware andreht. Oder statt der versprochenen 280 Ah Zellen nur 240 Ah geliefert werden. Reklamationen sind da schwierig. Zurückschicken der Ware nach China kann bis zu 100,- € kosten.

Ansonsten, Ja unbedingt tauschen und viel Spaß beim Umbau.

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