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Im April haben wir uns ein Eura Mobil von privat zugelegt. Das Mobil stand in einer Halle, wir konnten also das Feuchtigkeitsmessgerät nicht verwenden. Allgemein haben wir wohl ein wenig blauäugig gekauft, aber bereuen tun wir es (noch) nicht :D
Mir ist aufgefallen, dass auf beiden Seiten im Bereich Alkoven / Fender / Aufbau wohl Wasser eintritt:
Fahrerseite: Schrauben an der Trittmatte und Bodenplatte waren leicht rostig beim drunter schauen. Leichte Feuchtigkeitsspuren. Daraufhin habe ich die weiße Abdeckung entfernt. Die Schrauben waren leicht verrostet. Fast alle Schrauben und Tackernadeln, die ich in dem Mobil rausgenommen habe, waren bislang mindestens leicht verrostet.
Eine Übersicht der Stelle als Gesamteindruck:
und hier eine Nahaufnahme. an der freien Stelle zwischen senkrechter und horizontaler Kedernleiste war noch mehr schwarze Dichtmasse, zum Teil trocken und zum teil noch viskos. Dekaseal oder Sikaflex?
Man sieht hier schön, dass die Dichtmasse, die (hoffentlich) mal zwischen senkrechter und waagrechter Kedernleiste vorhanden war, größtenteils fehlt und das ist garantiert eine Eintrittstelle. Ich bin unerfahren mit Dichtmitteln und weiß nicht, ob das Dekaseal oder eine Art Skiaflex war. Das hier das ist ja keine Stelle zwischen Konstruktionselementen, denn unter der weißen Abdeckung ist ein Hohlraum. Hier ist Dekaseal dann, mMn, ungeeignet und falls es verwendet wurde, falsch gewesen. Welches Dichtmittel / Klebedichtmittel verwende ich hier am besten?
Weiterhin war die weiße Abdeckung nicht abgedichtet, was ich zum Teil schon bei anderen Bildern gesehen habe. Diese dient ja aber auch nur der optik und soll gar nicht abdichten. Schaden kann es jedoch nicht, sie abzuziehen. Was nehme ich dann hier her?
Beifahrerseite: Senkrechtes Holz ist unten vergammelt. Gaskasten ebenfalls Wasserspuren zu sehen. Ich nehme an selbes Problem.
Weiterhin ist auf beiden Seiten der Stoß zwischen Fender und Alkoven-Unterseite mit ebenfalls schwarzer, viskoser Dichtmasse gefüllt. Diese ist jedoch gerissen (Bilder kommen noch).
Also mache ich mich wohl ans Werk. Wohlgemerkt wollten wir eigentlich Mitte Juli auf unsere Europatour für 1 Jahr. Das wird sich wohl ein wenig verschieben. Ich habe ab Juli frei und kann basteln!
Ich verstehe die Konstruktion noch nicht so ganz:
Dient der Fender lediglich der Optik? Soll das Wasser von der Alkoven-Unterseite in den Hohlraum hinter dem Fender laufen können, wo es dann verdunstet und abtropft? War hier mal eine Dichtung? Ich habe Bilder gesehen, auf denen der Stoß nicht abgedichtet war und das Wasser einfach reinlaufen kann. Die Holzkonstruktion ist ja mit schwarzem Mittel "versiegelt" und somit immerhin ein wenig geschützt. Um was handelt es sich hier?
Mein erster Ansatz besteht darin, die offensichtlichen Mägel zu beheben. Bitte korrigiert mich, wenn ich falsch liege:
1. Kedernleiste abnehmen, evtl. Dichtungen und Abdeckung tauschen 2. Fender abnehmen und Schaden begutachten
hoffentlich ist alles trocken und nicht komplett morsch, dann würde ich nämlich so weitermachen:
3. Alles sauber machen, eventuell diese schwarze Masse auf dem Holz neu auftragen. Was genau ist das? 4. Fender oben zum Alkoven mit Dekaseal abdichten? Da weiß ich eben nicht, ob das Sinn macht 5. Kedernleiste dick mit Dekaseal abdichten und anbringen 6. Den Übergang zwischen Kedernleiste / Unterseite Alkoven abdichten. Was kann man hier nehmen? Dekaseal sollte ja am besten zwischen Konstruktionselementen angebracht werden. Hier haben wir ja einen Stoß, für den man klassische Silikon nehmen würde - nur nicht am Wohnmobil :D Irgendwas von Skiaflex? 7. Abdeckung der Kedernleiste am Alkoven anbohren? Habe ich schon öfter gehört, damit soll wohl erreicht werden, dass das Wasser nicht in die weiße Abdeckung gedrückt wird sondern zuvor abtropft. Aber hier frage ich mich noch wie genau das funktionieren kann / soll.
Vielen Dank schonmal für Rückmeldungen, Bilder folgen die Tage. Ich informiere mich ebenfalls noch fleißig weiter.
Im April haben wir uns ein Eura Mobil von privat zugelegt. Das Mobil stand in einer Halle, wir konnten also das Feuchtigkeitsmessgerät nicht verwenden. Allgemein haben wir wohl ein wenig blauäugig gekauft, aber bereuen tun wir es (noch) nicht :D
Mir ist aufgefallen, dass auf beiden Seiten im Bereich Alkoven / Fender / Aufbau wohl Wasser eintritt:
Hallo Sandro
Hast du die Kunststoffecke noch, die brauchst du ansonsten regnet es dir rein denn hinter dem Fender wird wohl alles trocken und das Holz kaputt sein, sah bei mir so aus wie ne Multiplexplatte wo der Kleber raus ist also einzelne dünne Furniere die überhaupt nicht mehr stabilisierten. Ansonsten Leistenfüller raus, Friessleiste abschrauben, Leiste vorsichtig abheben, Verbindung der Rundung oben am Fender mit langem Cuttermesser vorsichtig durchschneiden, Dekasil am Fender wo die Friessleiste drauf war vorsichtig mit dem Cutter Messer durchtrennen und dann den Fender nach vorne Richtung Fahrerhaus wegheben. Dann sollte deine Arbeit zu Vorschein kommen:))) denke aber daran nur die richtigen Mittel verwenden, und am besten gleich bestellen: Caravankleber von Ruderer, Dekaseal und Sikafklex.
Gruß Rüdiger
Ruetz1903 am 16 Jun 2022 20:10:23
Hallo Sandro
Hier noch ein Bild
Anzeige vom Forum
Gast am 16 Jun 2022 21:58:20
Hallo Rüdiger,
vielen dank für die Antwort. Die abgewinktelte Kunststoff-Abdeckung habe ich noch :)
Also ist der Fender einfach dann noch verklebt und kann so demontiert werden. Gut, zu wissen. Wenn man das macht, sollte man auch einen trockenen Stellplatz haben und das Ziel, alles zu reparieren vor dem zu machen.
Hast du noch Bilder von deiner Ecke vorher / nacher ?
War die weiße Kunststoffabdeckung bei dir abgefugt / abgedichtet? Und der Fender zum Alkoven hin? Hast du generell noch Bilder?
Danke und Gruß
Gast am 30 Jun 2022 11:01:19
... es kommt schlimmer als gedacht. Wir wollten im Juli auf Tour gehen und uns sind kurz vor knapp noch weitere Schäden aufgetaucht:
- Fender beidseitig. Rechts schlimmer, vor allem unter der Tür. - Beide Ecken unten - Am Küchenfenster läuft nach Gartenschlauch-Test Wasser rein
Übersicht von links Ecke hinten rechts Ecke vorne rechts unter der Tür 1 Ecke vorne rechts unter der Tür 2 Unter Küchenfenster
Wir haben das Wohnmobil im April von privat gekauft, es stand in einer Halle, hat nicht gerochen. Dass der Kauf ein Fehler war ist indiskutabel. Jetzt stehen wir mit der Misere da. Wir gehen davon aus, dass der VK es wusste. 7 Jahre im Besitz und handwerklich aktiv.
Wie vorgehen? Wir wollen zeitnah auf Reise, haben unsere Jobs gekündigt und dementsprechend jetzt Zeit. Unsere Ideen:
- Gutachten machen lassen - Werkstatt aufsuchen. Freie Werkstatt / Firma Schmitz in Sprendlingen / welche Adressen gibt es hier noch? - VK kontaktieren und höflich aufmerksam machen / nachfragen - ADAC haben wir kontaktiert und Rechtsberatung erhalten. Arglistige Täuschung / Verlust des Gewährleistungsausschlusses möglich
Unsere Hoffnung für jetzt ist:
- Der Schaden ist kein absoluter Totalschaden - Wir können mit mäßigem Aufwand die Ursachen finden, abdichten, trocknen lassen - Dann auf Reise 1 Jahr - Im Anschluss weiter entscheiden
Wie realistisch ist die Hoffnung? Ehrlich gesagt halte ich es für nicht sehr realistisch :D
Ich glaube wir benötigen hier Beistand :D
Jagstcamp-Widdern am 30 Jun 2022 11:24:07
ich würde die maroden stellen so gut wie möglich abdichten - und losfahren! die kiste wird nicht auseinander fallen und ihr werdet den winter eher in regenärmeren südlichen gefilden verbringen...
ein jahr zeit hat man nicht so oft, vlt sogar nur 1x im leben :!: hinterher könnt ihr immer noch über eine grundsanierung oder einen verkauf als bastlerfahrzeug nachdenken.... :ja:
schöne reise! hartmut
Ruetz1903 am 30 Jun 2022 11:43:54
- Fender beidseitig. Rechts schlimmer, vor allem unter der Tür. - Beide Ecken unten - Am Küchenfenster läuft nach Gartenschlauch-Test Wasser
Wir haben das Wohnmobil im April von privat gekauft, es stand in einer Halle, hat nicht gerochen. Dass der Kauf ein Fehler war ist indiskutabel. Jetzt stehen wir mit der Misere da. Wir gehen davon aus, dass der VK es wusste. 7 Jahre im Besitz und handwerklich aktiv.
Wie vorgehen? Wir wollen zeitnah auf Reise, haben unsere Jobs gekündigt und dementsprechend jetzt Zeit. Unsere Ideen:
- Gutachten machen lassen - Werkstatt aufsuchen. Freie Werkstatt / Firma Schmitz in Sprendlingen / welche Adressen gibt es hier noch? - VK kontaktieren und höflich aufmerksam machen / nachfragen - ADAC haben wir kontaktiert und Rechtsberatung erhalten. Arglistige Täuschung / Verlust des Gewährleistungsausschlusses möglich
Unsere Hoffnung für jetzt ist:
- Der Schaden ist kein absoluter Totalschaden - Wir können mit mäßigem Aufwand die Ursachen finden, abdichten, trocknen lassen - Dann auf Reise 1 Jahr - Im Anschluss weiter entscheiden
Wie realistisch ist die Hoffnung? Ehrlich gesagt halte ich es für nicht sehr realistisch :D
Ich glaube wir benötigen hier Beistand :D[/quote] Hallo Sandro und Jane Totalschaden ist das natürlich nicht, reparieren lässt sich alles, das Fenster lässt sich relativ einfach abdichten, als Laie dauert es vielleicht 4 Std, ausbauen alles sehr gut mit Benzin und alten Lappen reinigen und mit dekalin wieder abdichten, würde sogar mit dem Fenster anfangen dann bekommst du ein bisschen Sicherheit, dann gehts an den Fendern und untenrum weiter
Brauchst aber Zeit♂️
Gast am 30 Jun 2022 17:06:19
ich würde die maroden stellen so gut wie möglich abdichten und losfahren! die kiste wird nicht auseinander fallen und ihr werdet den winter eher in regenärmeren südlichen gefilden verbringen
ein jahr zeit hat man nicht so oft, vlt sogar nur 1x im leben hinterher könnt ihr immer noch über eine grundsanierung oder einen verkauf als bastlerfahrzeug nachdenken
Da hast du recht. Das ist natürlich eine Option, die im Raum steht. Was kann denn im schlimmsten Fall passieren? Falls Schimmel schon da ist wäre das natürlich ziemlich mies. Ansonsten gammelt das Holz weiter weg und der Schaden wird noch größer, aber fahrtüchtig ist das Ding allemale.
Totalschaden ist das natürlich nicht, reparieren lässt sich alles, das Fenster lässt sich relativ einfach abdichten, als Laie dauert es vielleicht 4 Std, ausbauen alles sehr gut mit Benzin und alten Lappen reinigen und mit dekalin wieder abdichten, würde sogar mit dem Fenster anfangen dann bekommst du ein bisschen Sicherheit,
Genau das waren auch meine ersten Gedanken bzgl. Reparatur. Wenn das Holz unterm Fenster jedoch morsch ist, dann fängt der Spaß halt an.
Wir fahren nächste Woche zu Eura in die Servicewerkstatt und die machen uns einen Kostenvoranschlag. Geichzeitig haben wir noch einen Wohnmobil-Spezialisten an der Hand, wo wir hinfahren und dessen Rat wir uns einholen können.
MilesandMore am 30 Jun 2022 21:22:39
Was hat das Teil denn gekostet wenn man fragen darf. Ich wuerde kein schlechtes Geld dem Guten hinterher werfen. Wenn das solange nass war dann ist da sicher sehr viel Schimmel in der Isolierung. Auf Dauer ist das nicht gesund - auch wenn du - noch - keine Schimmelallergie hast.
Beste Gruesse Bernd
JoergZ am 30 Jun 2022 21:30:54
MilesandMore hat geschrieben:... Ich wuerde kein schlechtes Geld dem Guten hinterher werfen. ... Beste Gruesse Bernd
Da könnte Bernd ja schon recht haben, nur würde ich gutes Geld dem Schlechten nicht hinterher werfen 8) LG
MilesandMore am 30 Jun 2022 21:51:27
JoergZ hat geschrieben:[ Da könnte Bernd ja schon recht haben, nur würde ich gutes Geld dem Schlechten nicht hinterher werfen 8) LG
Da hast du - voellig - recht bin wohl schon recht muede heute abend - zuviel gearbeitet heute - DANKE fuer die Korrektur.
Beste Gruesse Bernd
Gast am 01 Jul 2022 07:27:03
MilesandMore hat geschrieben:Was hat das Teil denn gekostet wenn man fragen darf. Ich wuerde kein schlechtes Geld dem Guten hinterher werfen. Wenn das solange nass war dann ist da sicher sehr viel Schimmel in der Isolierung. Auf Dauer ist das nicht gesund - auch wenn du - noch - keine Schimmelallergie hast.
Beste Gruesse Bernd
14700€ haben wir bezahlt. Die Eckdaten waren für den Preis ganz okay; BJ 2000, 135000km, wenig Rost. Naja, waren eben.. :D
Die Wände nach innen sind ja eigentlich isoliert - kommen da Schimmelsporen rein? Wenn das Wasser nicht abfließen kann, ist der Schimmel ja auch gefangen!? Aber so 100% dicht ist das offensichtlich auch nicht :D
Hat hier jemand Erfahrung über nachträgliche Preisminderung / Einfordern der Reparaturkosten beim Kauf von privat? Auf dem ADAC Kaufertrag ist versichert, dass kein Wasserschaden vorhanden ist, das könnte unsere Rettung sein.
Pechvogel am 01 Jul 2022 08:12:09
sandroUndJane hat geschrieben:...Hat hier jemand Erfahrung über nachträgliche Preisminderung / Einfordern der Reparaturkosten beim Kauf von privat? Auf dem ADAC Kaufertrag ist versichert, dass kein Wasserschaden vorhanden ist, das könnte unsere Rettung sein.
Erfahrungen sind bei dem Thema wohl eher relativ. Solche Dinge werden individuell vor Gericht geklärt. D.h. wenn der Verkäufer Euch nicht freiwillig entgegen kommt müsstet Ihr klagen.
Dabei geht es dann aber nicht darum ob das Womo, zum Zeitpunkt des Verkaufs, einen Wasserschaden hatte sondern nur darum ob der Verkäufer diesen Schaden gekannt hat und ihn absichtlich verschwiegen hat. Und da Du die Klage einreichen würdest müsstest Du beweisen können dass der Verkäufer von dem Schaden wusste. So offensichtlich dürfte der Schaden aber nicht gewesen sein da Du, bevor Du das Womo gekauft hast, es ja gründlich inspizierst haben wirst und Dir der Schaden da auch nicht aufgefallen ist. So´n Verkäufer fährt mit´m Womo ja meist nur in Urlaub. Vielleicht noch regelmäßig nach dem Öl gucken aber TÜV macht dann schon die Werkstatt...
Wenn Du meine Meinung dazu hören willst: Ärgere Dir jetzt noch eben ein Loch in den Bauch und VERGISS ES!! Macht nur für eine lange Zeit viel Ärger und unterm Strich bekommst Du, wenn Du Glück hast nach Abzug aller Unkosten vielleicht noch 1.000,- Euro, wenn überhaupt. Ist zwar auch Geld, aber halt den Aufwand nicht wert.
Grüße Dirk
leverkusen3 am 01 Jul 2022 09:13:34
Hallo
Damit zum Rechtsanwalt zu gehen ist verlorene Zeit und Geld.
Was erwartest du von einem 22 Jahre alten Auto?
Das was du beschreibst ist ein dem Alter entsprechender Zustand. Alle Autos dieser Generation haben diese Probleme. Sei froh, das es fährt und du es nutzen kannst.
Mit freundlichen Grüßen
Thomas
Navigatore am 01 Jul 2022 10:15:32
sandroUndJane hat geschrieben:Wir fahren nächste Woche zu Eura in die Servicewerkstatt und die machen uns einen Kostenvoranschlag. Geichzeitig haben wir noch einen Wohnmobil-Spezialisten an der Hand, wo wir hinfahren und dessen Rat wir uns einholen können.
Hallo Sadro und Jane,
ihr kämpft mit den typischen Schwachstellen eines alten Euras. Eigentlich nichts Schlimmes.
Fangen wir bei den Fenstern an. Wenn der Schaden durch die Feuchtigkeit nicht schon zu groß ist, braucht ihr eigentlich nur die Schrauben am Innenrahmen nachzuziehen. Die Fenster sind ja nur geklemmt. Die Schrauben lösen sich im Laufe der Zeit. Einfach am Innenrahmen die kleinen runden Abdeckungen raushebeln und mit einem Kreuzschraubendreher überprüfen, ob die Schrauben dahinter noch fest sind (sind sie garantiert nicht, wenn sich bisher niemand darum gekümmert hat)
Der Fender hat regenabweisende und optische Bedeutung, ist aber nicht dicht. Die kleinen rechtwinklige Abdeckung im oberen Eck geht immer recht schnell hinüber. Das ist aber auch nicht weiter schlimm, weil das Wasser dahinter ablaufen kann. Das Holz hinter dem Fender gammelt im unteren Bereich gerne. Das ist aber nicht auf Feuchtigkeit von oben zurückzuführen sondern auf Spritzwasser der Vorderräder. Es muss bei allen Fahrzeugen irgendwann ausgetauscht werden. Meistens merkt man das schon am Geruch im Fahrerhaus hinter den Sitzen.
Die Feuchtigkeit am Alkoven ist das eigentliche Problem. Sie dringt unter der Kederleiste durch die Schraublöcher in den Aufbau ein, weil das Wasser in der Kederschiene stehen bleibt. Bei älteren Euras muss man alle Verschraubungen überprüfen. Ich wette mit Dir, dass sich im vorderen Bereich des Alkovens einige Schrauben schon so gut wie aufgelöst haben. Schau Dir die komplette Kederleiste ums ganze Womo herum an. Wenn du irgendwo leichte bzw. kleine Wölbungen in der Kunststoffabdeckung feststellst, sind an dieser Stelle die Schrauben sehr stark korrodiert und es dringt Feuchtigkeit ein. Wenn es noch nicht zu schlimm ist, kannst du direkt neben den korrodierten Schrauben Edelstahlschrauben eindrehen. Lassen sie sich fest einschrauben, hat das Holz noch keinen großen Schaden genommen. Durch das Festziehen der neu eingesetzten Schrauben verpresst du gleichzeitig die darunter liegende Butildichtung neu und sie dichtet automatisch auch die undichten Schraublöcher der korrodierten Schrauben daneben mit ab.
Jetzt zu den Werkstätten. Du kannst natürlich zu Eura fahren. Die haben aber gewisse Reparaturrichtlinien, die das Ganze ordentlich teuer machen. Eine Alternative war Schmitz in Sprendlingen. Er hat früher am Stammsitz von Eura alles gemacht, was von Eura abfiel. Improvisation ist ihre Stärke. Insbesondere Holzarbeiten war und ist ihre Spezialität, weil einer der beiden Brüder gelernter Schreiner ist. Die Betonung liegt aber auf früher. Heute machen sie nur noch Ausbauten aber keine Reparaturen am Aufbau mehr und die Auftragsbücher sind erfahrungsgemäß voll. Anfragen könnt ihr natürlich trotzdem. Aber ich habe auch noch einen Tipp. In Gernsheim gibt es die Fa. Reisemobil und Caravanservice. Der Inhaber Wolfgang Monsees hat bei Eura gelernt. Er kennt sich mit den älteren Fahrzeugen bestens aus. Auch er ist ein Meister der Improvisation. Ich habe ihn früher mit unserem Eura mal in Anspruch genommen, als er noch mit dem Eura-Händler in Biebelnheim zusammengearbeitet hatte. Bei ihm wird es garantiert günstiger als bei Eura selbst.
Ach ja, zum Abschluss noch einen Tipp. Schaut euch den Holzunterboden genau an. An den Kanten zum Aufbau sind der Unterbodenschutz und die Abdichtungen mit Sicherheit an einigen Stellen aufgegangen. Auch sämtliche Rohröffnungen überpüfen. Die Dichtmasse um die Rohre herum ist garantiert schon geschrumpft und es dringt Spritzwasser ein. Und da nicht nur vorn am Alkoven die Schrauben unter der Kederleiste korrodieren, schaut euch ganz besonders gut den Holzboden an den hinteren Fahrzeugecken an. Bisschen mit dem Schraubendreher stochern. Es könnte sein, dass dort das Holz auch schon weich ist. Aber wie gesagt, es ist nichts Scvhlimmes. kein Totalschaden. Man kann das alles mit relativ wenig Aufwand machen. Nur wenn die Kanten am Alkoven schon gefault sind, dann wird es richtig teuer.
Gast am 04 Jul 2022 12:20:14
Pechvogel hat geschrieben:... Dabei geht es dann aber nicht darum ob das Womo, zum Zeitpunkt des Verkaufs, einen Wasserschaden hatte sondern nur darum ob der Verkäufer diesen Schaden gekannt hat und ihn absichtlich verschwiegen hat. ... So´n Verkäufer fährt mit´m Womo ja meist nur in Urlaub. Vielleicht noch regelmäßig nach dem Öl gucken aber TÜV macht dann schon die Werkstatt.
Pechvogel hat geschrieben:Wenn Du meine Meinung dazu hören willst: Ärgere Dir jetzt noch eben ein Loch in den Bauch und VERGISS ES!!
Ja, nach einem weiteren Telefonat mit dem RA ist das auch unser aktueller Plan. Den VK kontaktieren wir trotzdem...
leverkusen3 hat geschrieben:... Was erwartest du von einem 22 Jahre alten Auto?
Das was du beschreibst ist ein dem Alter entsprechender Zustand. Alle Autos dieser Generation haben diese Probleme. Sei froh, das es fährt und du es nutzen kannst.
Da hast du schon recht, ich finde allerdings die Selbstverständlichkeit, dass beim Verkauf so dreist gelogen wird, erschreckend. Ich für meinen Teil möchte das so nicht handhaben.
Navigatore hat geschrieben:Jetzt zu den Werkstätten. Du kannst natürlich zu Eura fahren. Die haben aber gewisse Reparaturrichtlinien, die das Ganze ordentlich teuer machen.
... Aber ich habe auch noch einen Tipp. In Gernsheim gibt es die Fa. Reisemobil und Caravanservice.
Vielen Dank für den Hinweis, da werden wir uns auch melden!
Bzgl. notwendiger Reparaturmaßnahmen:
Wir haben das Wohnmobil "entkernt", also alles raus, Alkoven bis aufs Holz frei gelegt, Kühlschrank raus, und und und. In dem Zustand wollen wir uns den genannten Adressen (Eura und/oder Reisemobil und Caravanservice und/oder unserem bekannten Schrauber) vorstellen und deren Rat einholen. Im Anschluss wird vermutlich improvisiert und ein Kompromiss aus Kosten und Nutzen gefunden, bevor wir auf Reise gehen.
Besser es fällt uns jetzt auf als in Südspanien im Sturm :D trotzdem nochmal: MAN MAN MAN, was für eine Sche*ße!!! Und: Vielen Dank an euch und das Forum, echt toll hier!
Gruß,
Sandro
Beduin am 05 Jul 2022 08:15:46
Das entkernen war jetzt nicht "DIE" Idee, wenn ihr mit dem Fahrzeug noch fahren wollt. Da fehlt es MA an Stabilität.
Gast am 05 Jul 2022 10:38:52
Da war Entkernen vielleicht der falsche Ausdruck:
Wir haben alle unsere Sachen rausgenommen, damit alle Serviceklappen / Staufächer und der doppelte Boden komplett frei sind. Weiterhin den Kühlschrank ausgebaut, da das Fenster oberhalb undicht ist sowie im Alkoven das Holz der Liegefläche freigelegt.
Da waren keine tragenden Teile dabei.
Beduin am 05 Jul 2022 13:23:05
Dann ist gut, dachte schon:)
Gast am 07 Jul 2022 13:22:41
Ich war gestern in Sprendlingen in der Servicewerkstatt vor Ort und habe mir Rat eingeholt. Die Mitarbeiter waren super freundlich und hilfsbereit. Die Aussagen zusammengefasst:
Das Wohnmobil wurde 30min von oben bis unten inspiziert. Unter dem Boden, auf dem Dach, Innenbereich, Außenbereich. Wir konnten viel lernen und mitnehmen.
1. Die Fender rechts und links sind bekannte Probleme, wurden damals ausgetauscht und mit Blech verblendet. Das habe ich hier auch schon gelesen. Ich werde mal noch weiter im Forum lesen, wie ich das Holz an der Stelle am besten schütze. Blech halte ich für weniger sinnvoll. 2. Unter den Revolvern (eckige Kunststoffabdeckungen) muss wirklich 100% dicht sein. Dazu gibt es hier im Forum schon Berichte und Vorschläge. 3. Die 5cm Holzleisten in den Ecken werden aufgrund von Spritzwasser, welches über die Zeit hochzieht, morsch. Die untere Holzleiste ist mit 4mm Bitumenband abgedichtet, dieses hat allerdings Risse rechts und links. Ich halte ich für weniger glaubwürdig und denke, wir haben an den jeweiligen Stellen im unteren Bereich Undichtigkeiten. Im unteren Bereich deshalb, weil wir nur dort Feuchtigkeit messen können. 3.1. Die Werkstatt gab mir recht, dass das Bitumenband an der Stelle weniger sinnvoll ist, weil sich dort das Wasser sammelt und nicht ablaufen kann. Reperaturvorschlag: PU-Leiste einziehen. Mir fehlt da noch ein wenig die Ursachenforschung :D
Hier die Leiste von unten unter der Trittstufe, links ist das Bitumenband bereits gelöst
4. Die Schäden sind nichts wildes und nicht relevant für die Statik, da diese maßgeblich auch von den Möbeln getragen wird und die unteren Holzleisten nur für die Befestigung der Kunststoff-Abschlussblende sind.
Wir verfahren wie folgt:
- Eintrittsstellen lokalisieren mit Materialfeuchtemessgerät und Regenwasser / Spüliwasser. - So gut es geht die Eintrittsstellen abdichten. Hier kann es sein, dass Fenster und die Tür neu abgedichtet werden müssen. - Serviceklappen vorsorglich nachdichten - Nächsten Mittwoch noch einen Termin in Gernsheim, um eine 2. Meinung einzuholen - Holz wird nur wenn wirklich notwendig ausgetauscht, da der Aufwand für jetzt zu hoch ist